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Mittwoch, 10. Mai 2006 11:10
Für Männer ist das Patriarchat nicht besonders attraktiv
Die Zukunft gehört dem Patriarchat. Für den Mann bedeutet es hohe Verantwortung und wenig Abwechslung. Er ist für den Unterhalt der Familie zuständig und muß ein Leben lang mit seiner Frau zusammenzuleben: „Das will doch kein Mann im Ernst. Ich auch nicht.“
Longman: "Die Töchter der Sechziger- und Siebziger-Jahre-Feministinnen wollen nicht die gleichen Fehler machen wie ihre Mütter"
Longman: „Die Töchter der Sechziger- und Siebziger-Jahre-Feministinnen wollen nicht die gleichen Fehler machen wie ihre Mütter“
(kreuz.net) Der US-Autor Philip Longman (50) schreibt seit Jahren über Ursachen und Folgen des weltweiten Geburtenrückgangs. Longman ist verheiratet und Vater eines zehnjährigen Sohnes.

Ende April sprach er mit dem deutschen Wochenmagazin ‘Spiegel’ über die Rückkehr des Patriarchats und das Aussterben der 68er Generation.

Zur deutschen Debatte um das Elterngeld und um eine Karenzzeit für Väter verweist der Autor auf ein ähnliches Modell in Schweden:

„Wissen Sie, was viele schwedische Männer in ihren freien Monaten gemacht haben sollen? Sie sind jagen gegangen, Elche jagen. Die Elchjagdinitiative.“

Die Karenzzeit für Väter sei lieb gemeint, vielleicht politisch korrekt, aber sie bringe nichts – weiß Longman. Dagegen habe sich die Rückkehr des Patriarchats bewährt.

Das Patriarchat sei ein in der Geschichte immer wiederkehrender Selbstverteidigungsmechanismus der Gesellschaft – ein konservatives Familienmodell für die Zeiten, in denen der Wohlfahrtsstaat zusammenbricht.

Die feministische Vorstellung von Männern als Diktatoren eines Familienstaats – der die Frau kontrolliert und unterdrückt – sei Unsinn: „Denn für die Männer ist das Patriarchat nicht besonders attraktiv.“

Das Patriarchat bedeute hohe Verantwortung und wenig Abwechslung. Man sei für den Unterhalt einer ganzen Familie zuständig und verpflichte sich, ein Leben lang mit einer Frau zusammenzuleben: „Das will doch kein Mann im Ernst. Ich auch nicht.“

Longmans eigene Frau ist arbeitstätig: „Ich bin kein Patriarch, das ist, wie ich bereits sagte, keine akzeptable Lebensform für mich.“

Doch Kleinfamilien, wie er eine besitze, würden ihren Einfluß auf die Gesellschaft verlieren: „Solange Leute wie wir so wenig Kinder haben, gehört die Zukunft Männern und Frauen, die im Patriarchat leben.“

Die Einzelkindfamilie der aufgeklärten Sechziger- und Siebziger-Jahre-Eltern werde sehr wahrscheinlich aussterben: „Sie wird keine Spuren hinterlassen.“

Die Töchter der Sechziger- und Siebziger-Jahre-Feministinnen wollten nicht die gleichen Fehler machen wie ihre Mütter: „1979 gaben nur 45 Prozent aller jungen Frauen Amerikas an, daß Mutterschaft ihr höchstes Lebensziel ist. Heute sind es 68 Prozent.“

Für Longman ist die Rückkehr des Patriarchats eine Überlebensfrage. Dem Patriarchat gelinge es, die Geburtenrate dauerhaft hochzuhalten: „Ein Grund ist, daß es meist die Frauen sind, die es von neuem erfinden.“

Vielleicht bekomme das Patriarchat – das Modell: Männer tragen die Verantwortung, Frauen erziehen Kinder – in Zukunft ein paar kleine Modifikationen.

Darunter versteht Longman, daß Männer und Frauen – zumindest am Anfang einer Beziehung – mehr miteinander reden oder sich Arbeiten im Haushalt teilen: „Aber ich glaube nicht, daß es sich grundsätzlich ändern wird.“

Das bedeute keinesfalls ein sinnloses Leben für die Frau: „Die meisten Frauen genießen ihre Mutterschaft und finden es auch vorteilhaft, nicht nebenbei noch in die Fabrik zu gehen.“

Da die Lebenserwartung [in den reichen Ländern] sehr zunehme, werde auch das Leben der Frauen nach den Kindern immer länger. Sie könnten noch einmal eine berufliche Karriere oder eine gemeinnützige Laufbahn beginnen.

Longman selber sieht dem Patriarchat freudlos entgegen. „Ich glaube, daß wir in einer patriarchalischen Welt viele individuelle Freiheiten verlieren werden.“

Aber die Menschen seien selber schuld. Seit den sechziger Jahren beschäftige sich die Linke in den USA vor allem mit Selbsterforschung, Selbstverwirklichung, Selbstbefreiung, Homosexualität, Kinderabtreibung. Gleichzeitig vernachlässige sie eine ihrer ältesten Traditionen: den Familien- und Mutterschutz.

Als vorbildliches Beispiel verweist Longman auf eine amerikanische Arbeiterführerin, Mother Jones. Sie habe schon vor hundert Jahren gefordert, die Frauen in der Lohnpolitik den Männern gegenüber zu diskriminieren. Das schaffe für Frauen einen Anreiz, zu Hause zu bleiben und Kinder zu bekommen.

In sozialistischen Diktaturen sei die Scheidungsraten unter anderem deshalb so hoch gewesen, weil man versucht habe, zwischen Mann und Frau absolute Gleichberechtigung herzustellen.

In vielen akademischen Berufen seien Frauen erfolgreicher gewesen als Männer und hätten genauso viel verdient: „Das ist nicht gut für die Ehe.“

Daß die Ehe auf Liebe gegründet sei, ist für Longman eine spätbürgerliche Idee. Man bleibe zusammen, weil man aufeinander angewiesen ist.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 54 Lesermeinungen:
Samstag, 12. Januar 2008 07:01
pneumat: auf Kosten der Mehrheit
Da dieser Text vermutlich ernst gemeint ist (ganz sicher bin ich mir nicht), macht dies die Sache nur noch absurder und komischer.
Das zeigt wie westliche Hirne pervertiert sind. Leider auf Kosten der Mehrheit des Planeten Erde!
Samstag, 13. Mai 2006 15:27
Abu: @die.ancilla: Meine Hochachtung!
Halten Sie Ihren Dienst für objektiv richtig? Ich meine, halten Sie es auch für gut, daß Sie tun, was Sie tun, oder ist bloß was Emotionales, rein Persönliches? Ist es egal oder nicht egal, ob das Viele tun oder immer weniger?
Freitag, 12. Mai 2006 13:39
Xixax: danke ancilla!
sehr gut gepostet!
Ich möchte mich Ihnen anschließen!
Freitag, 12. Mai 2006 11:59
die.ancilla: zum Artikel
Für Männer ist das Patriarchat nicht besonders attraktiv

Schon klar, wer will den auch schon Macht haben?
Ist doch vollkommen uninteressant…

Trotzdem sperrt man sich zu Recht gegen Emanzipation, gegen lehrende Frauen usw. Die heißen doch nicht umsonst „fe-minina“… Wird schon alles seinen Sinn haben!*tz*

Nun aber mal im Ernste meine persönliche Meinung:
ich danke allen Feministinnen und Suffragetten, Frauenrechtlerinnen und so weiter!
Ihr habt es möglich gemacht dass ich mich heute FREIWILLIG dazu entscheiden konnte Gott und meinem Mann zu dienen, für ihn und unsere spätere Familie da zu sein. Ganz ohne gesellschaftlichen und religiösen Zwang!
Aus Liebe. Wie mein Mann auch für mich und die Familie da ist. Ebenfalls aus Liebe und nicht weil es irgendwer von ihm verlangt oder es sich eben gehört. so!


die ancilla
Freitag, 12. Mai 2006 08:18
Abu: @rudolfsohn
Infantilisierung ist auch so ein Thema in der Homokultur, danke für den Hinweis, Golems-Sohn ! Denn wer bekommt nicht mit, daß in der Pubertät Burschen so allerlei Unsinn treiben: An sich und anderen herumfummeln, Heimlichkeiten, Wände beschmieren, Drogen ausprobieren, bescheuerte Klamotten anziehen, Eitelkeiten und Spleens pflegen. Albernerweise gibt es Erwachsene, die solches Verhalten nicht nur gutheißen (die Kirche hat schon immer davor gewarnt), sondern es sogar in ihrer eigenen Lebenspraxis fortsetzen („Purchen“). Besonders ausgeprägt ist diese Infantilisierung in der sog. Homo-Kultur, die eben deshalb gar keine Kultur ist. Denn Kultur kommt von colere, hegen, pflegen –- Ben Golem, setzen! ; und das setzt eine postive Weltgestaltung (vorrangig Familiengründung) voraus und nicht lebenslange Selbstbezüglichkeit (Inversion) und Beherrschung des gesamten Denkens und Lebensstils durch die sexuelle Neigung bzw. Erkrankung (Sexismus).
Donnerstag, 11. Mai 2006 12:37
stat crux: Die Jungs von kreuz.net
haben NUR ein Thema, „NOM“ (als Instrument der Spaltung missbraucht). Der Rest ist Garnitur. Denn wenn schon das Kreuz Christi, nach an Lefbvre ergangenen Privatoffenbarungen, antiliberal, antikökumenisch und antikommunistisch war, dann muss man sich „kreuzweise“ positionieren. EIGENTLICH geht es denen nur um ihre Zaubersprüche. Und wer „richtig“ denkt, darf auch mit doppelter Freude sündigen. Denn um Glaube, Hoffnung, Liebe geht es denen zuletzt.
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