Ein kirchenfeindlicher privater TV-Sender, der für Deutschland eine Lizenz besitzt, ist entschlossen, die Haßserie ‘Popetown’ bis zum bitteren Ende auszustrahlen.
(kreuz.net, Berlin) „Wir haben entschieden, alle Folgen von ‘Popetown’ auszustrahlen“, erklärte der Programmdirektor
des umstrittenen Senders heute Mittag in Berlin.
Seine Entscheidung begründete der Fernsehfunktionär
mit den Reaktionen von Zuschauer, die sich angeblich für eine Ausstrahlung des Hetzstreifens ausgesprochen
hätten.
Die erste Folge des umstrittenen Filmes war am vergangenen Mittwoch ausgestrahlt worden.
Der
Programmdirektor schob auch eine Entscheidung des Vereines „Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen“ vor.
Dieser Verein hatte die ihm eingereichten Episoden der Haßserie als „rechtlich unbedenklich“ eingestuft.
Der Verein „Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen“ glaubt, daß durch die Hetzserie
„weder eine ablehnende oder gar feindselige Haltung gegenüber Angehörigen einer religiösen Gruppe geschürt
noch die Menschenwürde verletzt“ werde.
Der kirchenfeindliche TV-Sender beruft sich ferner auf eine
von der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ als „recht fragwürdig“ bezeichnete Umfrage des Marktforschungsinstituts
‘Phone Research’.
Eine vom Institut veröffentlichte zweifelhafte Statistik behauptete, daß nur 6 Prozent
der Befragten die Christenhetze abgelehnt hätten.
Im Vorfeld der Ausstrahlung hatten zahlreiche Vertreter
der katholischen Kirche und des Öffentlichen Lebens gegen die Haßserie protestiert.
Eine Einstweilige
Verfügung gegen die Ausstrahlung von ‘Popetown’ wurde noch am Tag der Ausstrahlung der ersten Folge von
einem Münchner Gericht abgelehnt.
Das Erzbistum München erklärte nun in einer Pressemitteilung, es
sei inakzeptabel, daß Gesetzgebung und Rechtssprechung in Deutschland die Verunglimpfung religiöser
Bekenntnisse zulassen, solange sich die Diffamierten gesetzestreu verhalten und sich nicht zu ungesetzlichen
Handlungen hinreißen lassen.
Es stehe außer Frage, daß im besagten Film eine Verunglimpfung des religiösen
Bekenntnisses der Katholiken vorliege.
Die für eine Messe in liturgische Gewänder gekleidete Papstfigur
benütze das Kreuz – das zentrale Symbol des Christentums – als „Springstock“ und mache es so zum Instrument
des Klamauks.
In der ersten Folge sei die Messe persifliert und verunglimpft worden: „Ein sogenanntes
»Papstdouble« ahmt den Gestus des Kreuzzeichens mit den Worten »Kopf, Hoden, Arme« nach.“
Außerdem
werde auch in menschenverachtender Sprache über behinderte Kinder hergezogen.
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22 Lesermeinungen
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@Amy jolly O.K., die Runde geht mal wieder an Euch. Wir verlieren eigentlich schon seit Jahrhunderten –
abgerechnet wird aber zum Schluß. Wo bist Du zB im Jahr 2045, wenn Dein antikirchlicher Siegeszug vielleicht
aus biologischen Gründen beendet ist ? Glaubst Du wirklich, daß dann alles vorbei ist ? Denk mal drüber
nach – in einer ruhigen Stunde …
Marianna Nein, ich denke, dass diese Witze aus einem anderen Grund funktionieren. Mit dem Polen, der Blondine
oder anderen Gruppen werden ganz einfach Charaktere geschaffen, die gewisse schlechte Eigenschaften repräsentieren.
Über solch eine erstellte und bekannte Figur, gemixt mit dem eigentlichen Tabu jemanden zu diskreditieren,
kann man nun einfach Witze machen. Ob der Witz letztendlich witzig ist, ist eine andere Frage. Über Popetown
kann ich aber in etwa ebensoviel lachen, so wie es mich nicht aufregt, dass Homos immer als tuntige, Wattebällchen
werfende Weicheier dargestellt werden. Es ist realitätsfern. Es ist witzig. Zudem bin ich jetzt sogar
der Meinung, dass Popetown zum Verkaufsschlager wird. Die ganze öffentliche Diskussion, die Strafanzeigen
und die enorme Medienpräsenz; gepaart mit der traumhaften Einschaltquote und dem garantierten Selbstläufer-Marketing
(in Deutschland hat das auch einfach so funbktioniert!) – DAS sind wahrlich Verkaufsargumente. Meiner
Meinung nach, ging dieser Schuss nach hinten los. Für eine Sendung, die sonst keiner beachtet hätte.
Hoch lebe… Hoch lebe die Pressefreiheit! Hoch lebe die Meinungsfreiheit! Dass Popetown jetzt doch komplett
ausgestrahl wird, ist ein Sieg der Gerechtigkeit und eine Niederlage der Spießer!
Etwas mehr Distanze Es gibt Polenwitze, eine Witzserie von Blondinen und makabre Witze von Kindern. Alle
diese Witze zeugen aber mehr von dem geistigen Zustand der Autoren bzw. Erzaehler und Zuhoerer (von Angst
vor Fremden, Problemen mit eigener Sexualitaet und von weit verbreiteten Feindseligkeit gegenueber den
Kindern) als von Polen, Blondinen und Kindern selbst. So ist es auch mit der MTV – Serie. Sie ist nichts
anders als ein Zeugnis des Zustands der Autoren und Zuschauer. Die Kirche existiert schon fast 2000 Jahre
und wegen solch einem primitiven Film „Wie sich manche Vatikan vorstellen“ wird sie, glaube ich, nicht
zugrunde kommen. Und noch etwas ueber die Meinung: „Es wird absolut nicht „menschenverachtend“ über Behinderte
hergezogen, sondern – ganz im Gegenteil – die an Instrumentalisierung grenzende Herumzeigerei von Behinderten
als Werbe- bzw- Sympathieträger auf’s Korn genommen.“ Vor vielen Jahren habe ich zum ersten mal einen
grossen Pilgerort gesehen. Ich- damals jung und kerngesund- wollte nichts vom Leiden wissen. „Warum kommen
hier alle diese verkrueppelten Wesen“ -habe ich gedacht. Jetzt denke ich, dass sie einfach am eigenen
Platz waren, am Platz im Herzen der Kirche. Ausserdem -jeder, der gesehen hat, wie Johannes Paul II mit
den Behinderten umging, weiss, das es nichts mit „Herumzeigerei“ zu tun hatte.
@ Benedikt Ich wollte mit dieser ironischen Aufforderung meinerseits bewusst provozieren – mit Erfolg:
Benedikt78: @ Loc Fethyr Bombenattentate??? Sicher nicht!!! Da könnte ja jemand umkommen! Meinen Sie,
dass ich jemanden töten wollte? An sich haben sie schon recht. Wenn nur ein Bombenattentat und Gewalt
was nützt, dann wäre doch das naheliegendste, dass man ebenfalls Gewalt einsetzt. Aber das wäre doch
absolut das Schlimmste! Ausserdem ist das Christentum die Religion der Nächstenliebe und auch der Feindesliebe.
Wir kennen keinen Djihad! Und das muss auch so bleiben! Das macht mir wirklich Angst…
@ Loc Fethyr Bombenattentate??? Sicher nicht!!! Da könnte ja jemand umkommen! Meinen Sie, dass ich jemanden
töten wollte? An sich haben sie schon recht. Wenn nur ein Bombenattentat und Gewalt was nützt, dann
wäre doch das naheliegendste, dass man ebenfalls Gewalt einsetzt. Aber das wäre doch absolut das Schlimmste!
Ausserdem ist das Christentum die Religion der Nächstenliebe und auch der Feindesliebe. Wir kennen keinen
Djihad! Und das muss auch so bleiben!
Von Zitronenröllchen lernen Vielleicht wären Katholiken ja gut beraten sich einmal bei einer der bevorzugten
Zielgruppen für Hass und Gespött kundig zu machen, wie man hum,orvoll mit der eigenen Thematik umgehen
bzw. herzlich über sich selbst lachen kann? Ralf König zeigt, wie www.amazon.de/…/303-6861251-4829060
Im übrigen wird in „Popetown“ die Institution des Vatikans auf die Schippe genommen – von „Angriff auf
die Religion“ keine Spur. Mag sich natürlich für jemanden, der die Institution höher hält als den
Glauben, anders präsentieren… @Benedikt „Popetown“ ist nicht besonders anspruchsvoll, aber mit Sicherheit
nicht schlechter als die typische Cartoon-Sendung. Kann nicht alles so intelligent sein wie „Southpark“.
Anmerkungen Die Quote für Pope Town wird doch in den Keller gehen, wenn die Diskussion darum verschwindet.
Die Sendung ist einfach zu schlecht. @ Loc Fethyr Warum forderen sie dann nicht gleich ihre Glaubensbrüder
auf, mit Bombenattentaten gegen MTV vorzugehen ? Weil wir Christen sind? @ Jayjayderkezer: Entschuldigung,
aber meiner Meinung nach haben sie KEIN RECHT sich in irgendeiner Form zu beschweren. Ich meine: Die Mohammed
Karrikaturen waren eine grobe Beleidigung muslimischen Bürgerinnen/Bürgern gegenüber! Alle Welt versuchte
dies zu decken, indem sie sagten, dass DAS Pressefreiheit wäre. Ist Popetown, also plötzlich ein ganz
anderer Fall? Meiner Meinung nach nicht! Mit „alle Welt“ können Sie nicht die katholische Kirche gemeint
haben, denn die hat die Karikaturen verurteilt und gesagt, dass es auch Grenzen gibt. Insofern hat die
Kircher SEHR WOHL das Recht, sich zu beschweren.
Selbstzensur Bei den Mohammed-Karikaturen scheint die Selbstzensur geklappt zu haben. Logisch. Die Presseheinis
wollen ja auch kein Messer im Rücken! Beim Christentum ist es anders. Die protestieren nur. Tote gibt
es aber nicht. Eine bedenkliche Entwicklung. Schlussendlich beudetet es nur, dass man nur diejenigen Religionen
verunglimpfen darf, deren Anhänger sich nicht wehren. Die Djihad-Gesellen muss man aber in Ruhe lassen!
BRAVO GOTTHARD! Mal was kapiert? Was soll die Aufregung der Berufskatholiken von Stoiber bis Lehmann und
ZdK-Meyer bewirken? Deren eigene Christen-Eitelkeit ist „verletzt“. Normale Jugendliche langweilen sich
entweder oder lachen halt. Die böse Humorlosigkeit, die leider auch der Münchener Kardinal an den Tag
legt, ist wenig überzeugend und wenig souverän. Erstaunlich, dass Schüttel und Gotthard einmal – wenn
auch wohl aus unterschiedlichen Motiven – voll übereinstimmen (und trotzdem schüttelts Schüttel weiter
angesichts der Kindermordverharmlosung des Gotthard und seiner geliebten deutschen Bischöfe – siehe zuletzt
„pro familia“ in Fulda!)
Schaden welchen Schaden soll Popetown denn anrichten bei Jugendli chen? Rund 390.000 haben diese Sendung
gesehen … und die meisten werden sich wohl gelangweilt haben. Ich selbst nehme solche Serien nicht ernst
und nicht wahr… vatikanisches Zereimoniell ist doch kein GLaubensinhalt … und bestimmt – da einzigartig –
immer wieder Ziel von Commedy… also kein Grund zur Aufregung
Gehts noch?!? Entschuldigung, aber meiner Meinung nach haben sie KEIN RECHT sich in irgendeiner Form zu
beschweren. Ich meine: Die Mohammed Karrikaturen waren eine grobe Beleidigung muslimischen Bürgerinnen/Bürgern
gegenüber! Alle Welt versuchte dies zu decken, indem sie sagten, dass DAS Pressefreiheit wäre. Ist Popetown,
also plötzlich ein ganz anderer Fall? Meiner Meinung nach nicht! M.f.G.
Sie meinen die Werte, um die sich die Kirche Jahrhunderte lang nicht gekümmert hat und die dann durch
die Renaissance und den Humanismus erst wieder etabliert werden mussten?
Niemand denkt an die Zielgruppe Wir können uns lange die Köpfe heiß reden, ob Popetown rechtlich in
Ordnung ist oder nicht. Der Schaden, den Popetown in den Köpfen Jugendlicher anrichtet ist der entscheidende
Punkt. Wir sägen mit dieser Serie an Koordinatensystemen von Werten und Einstellungen der Zielgruppe.
Wenn christliche Werte der Beliebigkeit preis gegeben werden und Autoritäten nur noch einen Jux wert
sind, dann werden wir uns sehr wundern, welchen Jux sich die Jugend im Umgang mit ihresgleichen und schliesslich
auch im Umgang mit ihren Eltern erlauben wird. Die Gefahr dieser Serie ist sehr subtil und schleichend.
Die Halbwertzeit dieses Gedankenguts leider sehr sehr lang.
Die Debatte sowie die Diskussionsrunde auf MTV sind beendet. Die Diskussion hat aufgezeigt, dass eine
Mehrheit für die Ausstrahlung der Sendung ist. Ebenso konnte eine Mehrheit erfahren, worüber eigentlich
diskutiert wird. Natürlich hat wohl ein Teil der www.kreuz.net-User auch die Diskussion nicht gesehen,
da man ja so voreingenommen ist, dass es nicht mehr wichtig ist zu wissen, wovon man spricht. Meiner Meinung
nach ist die Sendung zwar Schwachsinnig, aber keinesfalls ketzerisch. Ein fiktiver Papst in einem fiktiven
Vatikan macht Unsinn. Die Lehre der kath. Kriche wird dabei nicht im Geringsten Angegriffen. Ok, ich bin
kein Spezialist von kreuz.net. Aber ich denke sie sprechen mir ein Quäntchen Intelligenz nicht ab, oder?
Jedenfalls sollten auch antisemitische, rassistische und katholizistische User von kreuz.net die Meinung
einer Mehrheit ernst nehmen. Natürlich hat aus Ihrer Sicht MTV sowieso den ganzen Staat unter seiner
Kontrolle, höchstwahrscheinlich bin auch ich ein Vasalle des Satans. Guten Abend.
@Sulpicius: Lassen Sie intelligente Leute gefälligst reden, wie sie wollen, Sie engstirniger Querulant.
Wenn es hier nicht nach Ihrem Willen geht, sollten Sie sich besser zurückhalten, nicht deusexmachina,
dessen Beitrag nicht im Geringsten unsinnig oder dümmlich ist. Was hier nicht gefragt ist, haben definitiv
nicht Sie zu entscheiden.
Hassprediger …sind allenfalls die Vorgartenjournalisten, die sich so einen gequirlten Käse wie diesen
Artikel aus der Feder fließen lassen. Vermutlich ist der unsägliche Duktus dieses Schwulstes der tieferen
Wahrheit des Sprichworts „Was ich selber denk’ und tu’, trau’ ich anderen zu“ zu verdanken: Wer selbst
primär in Kategorien wie „Hass“ empfindet, „entdeckt“ (genauer: projiziert) ihn natürlich auch anderswo.
2 Hinweise: 1. Den Spruch „Brille, Hoden, Brieftasche und Uhr“ kennt eine Freundin von mir aus der katholischen
Jugendgruppe – der ist um einiges älter als „Popetown“. Ist ja klasse, dass Sie es MTV vorwerfen, katholische
Witchen zu machen. 2. Es wird absolut nicht „menschenverachtend“ über Behinderte hergezogen, sondern –
ganz im Gegenteil – die an Instrumentalisierung grenzende Herumzeigerei von Behinderten als Werbe- bzw-
Sympathieträger auf’s Korn genommen.