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Mittwoch, 10. Mai 2006 16:00
Ein besorgter Pfarrer möchte die Gläubigen, die ihm zu traditionell sind, loswerden. Darum hat er sie eingeladen, die Pfarrei und das Bistum zu verlassen. Von seinem Bischof erhielt der Priester dafür den Segen.
Zurück zum Artikel 23 Lesermeinungen:
Sonntag, 14. Mai 2006 01:34
Jörg Guttenberger, Köln: Onan: keine Ideologen
Der Konservative ist – im Gegensatz zu den Progressiven und Reaktionären – immer für die Freiheit. Er hat nichts gegen eine Liturgie versus deum oder versus populum, mit Beidem kann er gut leben. Hier liegen ausschließlich Progressive und Reaktionäre im Streit miteinander. Aus seiner Argumentationspraxis ergibt sich zwingend Onans Zugehörigkeit zu den Progressiven: es ist für sie kennzechnend, die Konservativen in die reaktionäre Ecke zu drücken! In Wirklichkeit lehnen doch gerade die Progressiven genauso, wie Reaktionäre, alles nicht ihre geistige Enge Passende ab! D. h., sowohl Progressive wie Reaktionäre vertreten ein preußisches Marschtrittchristentum, wenn auch in unterschiedlicher Richtung.

Die Auffassung, Religion sei Privatsache, ist die übliche von den Progressiven verkündete Halbwahrheit und damit eine Irrlehre: richtig ist, daß uns bei der Wahl unserer Religion niemand drein zu reden hat. Damit ist ausschließlich unsere Entscheidung für eine Religion reine Privatsache. Unsere Zugehörigkeit selbst hingegen ist schon alleine deswegen eine öffentlich-rechtliche Angelegenheit, weil wir beim Amtsgericht in entsprechenden Listen geführtwerden. Im Übrigen wecken wir mit unserem Bekenntnis zu einer Religion berechtigte Erwartungen in unserer jeweiligen Umgebung, denen wir uns ohne Wenn und Aber zu stellen haben!
Samstag, 13. Mai 2006 15:34
Onan †: keine Ideologen?
warum sammeln sie sich dann nicht in eigenen Kirchen, gehen ihren Geschäften nach und lassen die anderen machen was sie wollen?

Ganz einfach weil auch die Konserativen Ideologen sind!
Sie wollen missionieren und sind nicht glücklich, solange nicht jeder alles so macht, wie sie es wollen.

Wer eine Messe will, bei der der Pfarrer allen Gläubigen den Rücken zeigt – bitteschön – wo ist das Problem? Dann soll eben ein Termin mit einem Pfarrer gemacht werden, der das Bedürfnis der kons. Kath. befriedigt!

Kann doch nicht so schwer sein. Aber die Phobie allem Neuen gegenüber ist einfach lächerlich, genauso wie die Paranoia gegenüber Freimaurern , Homosexuellen, schwulen Freimaurern und was weiß ich…

Ich wäre für einen religionsfreien Staat, aber ich habe auch kein Problem damit, wenn Teile meiner Familie in die Kirche gehen wollen.
Religion ist Privatsache. (und außerdem Opium für das Volk )
Samstag, 13. Mai 2006 01:46
Jörg Guttenberger, Köln: Markus Antonius: hahahaha
Das hängt mit dem engen geistigen Horizont der Progressiven (und Rektionäre) zusammen: Ignoranz lacht immer, wenn sie etwas nicht versteht, und Ignoranz ist bekanntlich die Uniform der Uninformierten!
Freitag, 12. Mai 2006 08:08
Die Konservativen sind Pragmatiker und keine Ideologen??? Selten so gelacht!
Donnerstag, 11. Mai 2006 20:14
Jörg Guttenberger, Köln: Daniela: Gezeter der Konservativen
Auf das Gezeter warten Sie vergeblich, denn die Konservativen sind nun einmal keine Ideologen, sondern die Pragmatiker (nicht: Pragmatisten!) schlechthin. Das ergibt sich schon alleine aus der Tatsache, daß Manche aus gesundheitlichen Gründen (Knieverletzungen, altersbedingte Kniebeschwerden) überhaupt nicht bzw. nicht für längere Zeit kniehen können. Tolleranz ist doch gerade eine wesentliche Eigenschaft der Konservativen wohingegen Progressive und Reaktionäre gemeinhin Inbegriff der Intolleranz sind!
Donnerstag, 11. Mai 2006 16:31
Daniela †: @Guttenberger
Da möchte ich mal sehen, was bei den „Konservativen“ los ist, wenn es jemand wagt, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, während des gesamten Hochgebetes zu stehen. Da gibt’s aber ein Gezeter, gegen das ist das hier Geschilderte Kinderkram.
Donnerstag, 11. Mai 2006 14:46
stat crux: Marschtrittchristentum,
Und „Helm ab, zum Gebet!“
Donnerstag, 11. Mai 2006 14:40
Jörg Guttenberger, Köln: Markus Antonius. denunzieren
Hier kommt wieder das alte Dienstmädchengeschwätz, jede noch so berechtigte Beschwerde als Denunzierung zu verunglimpfen. Das ‘Beschwerderecht gehört mit zu den auch in der Kirche anerkannnten Grundrechten! Bei einer unberchtigten Beschwerde passiert dem Beschwerten doch nichts. Es geht Markus Antonius doch nur darum berechtigte Beschwerdeführer mundtod zu machen!

In den Ostkirchen gibt es keine Kniebänke, so daß während der gesamen Liturgie gestanden wird. Es kommt aber niemandem in den Sinn, wenn sich jemand aus innerem Antrieb (was durchaus nicht ungewöhnlich ist) hinknieht, besonders während der Wandlung, irgendwelche abfällige Bemerkungen zu machen. Das bleibt uns ideologiedeformierten Westlern vorbehalten. Auch vor der hl. Kommunion, die stehend empfangen wird, ist eine vorherige Methanie (entspricht unserer Kniebeuge) üblich.

Der Durchsetzungsversuch eines aussließlichen Stehens während der Liturgie entspricht einem in aller Schärfe abzulehnendem preußischen Marschtrittchristentum!
Donnerstag, 11. Mai 2006 13:25
hat ja so recht. Alles aufschreiben, aufschreiben und fleißig denunzieren. Wie in den alten guten Zeiten!
Donnerstag, 11. Mai 2006 12:27
ottaviani: man kann
die betroffenen gläubigen nur einladen alles genau zu dokmentieren und an die Gottesdienstkongregation und die Komission Eclessia Dei zu senden
Donnerstag, 11. Mai 2006 11:50
Mimi: Schockierend!
Der Artikel ist so schockierend, dass ich keine Worte finde.

@Dorothea
Wie kann Ihnen Ihr Pfarrer verbieten, beim Kommunionempfang zu knien? Das Recht hat er überhaupt nicht (siehe Redemptionis Sacramentum 90,91).

@Don Bosco
In der AEM Nr. 21 heißt es: „Wenn die Platzverhältnisse oder eine große Teilnehmerzahl oder andere vernünftige Gründe nicht daran hindern, soll man zur Konsekration knien.“
Auch, was Ihr Pfarrer sagt, ist also Unsinn.

Auch in der neuen AEM steht das noch. Und „Wo der Brauch besteht, dass die Gemeinde nach dem Sanctus bis zum Ende des eucharistischen Hochgebets und vor der Kommunion, wenn der Priester das Seht das Lamm Gottes spricht, knien bleibt, wird sie lobenswerter Weise beibehalten.“
Solche Dinge zu ändern, ist also eindeutig NICHT lobenswert…

Allerdings hatte ich Ende letzten Jahres zufällig mitbekommen, dass die GIRM, also die AEM in den USA, völlig andere Regeln hat:
The norm for reception of Holy Communion in the dioceses of the United States is standing. Communicants should not be denied Holy Communion because they kneel. Rather, such instances should be addressed pastorally, by providing the faithful with proper catechesis on the reasons for this norm.

Mich hat das damals schon fürchterlich erschreckt! Denn es widerspricht R.S., das doch für die Weltkirche gilt, oder?!
Donnerstag, 11. Mai 2006 10:26
Frasim: @Markus-Antonius
Also Sie sind doch total einseitig! Erst mal wieder gegen kreuz.net wettern, ohne die andere Seite (die der Gläubigen, die nicht mehr knien dürfen und dies auch aus eigener Erfahrung berichten!!!) verstehen zu wollen. Und dann noch – als ob Ihr Kommentar nicht eh schon vollkommen überflüssig wäre – auf die plumpe Homo-Freimaurer-Satan-Art. Fragt sich, wer wohl eher von Letzterem besessen ist: Derjenige, der anprangert, dass nicht mehr vor dem Allerheiligsten gekniet werden darf oder derjenige, der sich über eben diese Berichterstattung cholerisch und aggressiv aufregt?!!
Schade, Ihrem Namen nach hätte ich mehr Katholizität erwartet, aber mea culpa…
MfG
Donnerstag, 11. Mai 2006 08:22
Na wenn’s bei Kreuz-net geschrieben steht, wird es wohl stimmen… Die wie immer höchst einseitige und indoktrinierende Berichterstattung wird natürlich von unseren Tradis niemals in Frage gestellt. Im Gegenteil. Die hechelnde Meute delektiert sich genüsslich auf Bildzeitungsnvieau. Natürlich wird erst garnicht nach der Sichtweise des Pfarradministrators gefragt oder nach der des Bischofs. Wahrscheinlich weil die entweder vom Satan besessen sind, oder der vielzitierten Homo-Lobby (was immer das sein soll) oder den Freimaurern angehören…oder am Besten alles zusammen.
Donnerstag, 11. Mai 2006 05:32
expedit: Knien, Stehen, Sitzen
Bei manchen Leuten ist das auch eine Frage der Gesundheit und des Alters!

Aber!

Einem Menschen, der noch knieen kann, das Knieen vor Gott zu verbieten!

Das ist schon ein gewaltiger Ruck nach unten!
Mittwoch, 10. Mai 2006 23:30
Frasim: Hier mal ein
Zitat Johannes’ XXIII(!): „Nie ist der Mensch so groß, als wenn er kniet.“ Das ehrfürchtige Knien war, ist und bleibt die tiefste Form der Gebetshaltung. Haben wir keine Menschenfurcht, sondern Ehrfurcht vor Gott und knien trotzdem, auch wenn uns alle Welt eines besseren belehren will!
Mittwoch, 10. Mai 2006 22:51
Don Bosco: Man muss nicht erst nach Amerika fahren…
In unserer Gemeinde im Ruhrgebiet wurde uns Gläubigen durch den Pfarrer bereits vor Jahren schon nahe gelegt, während der Wandlung (oder überhaupt) nicht zu knien, weil das Stehen die „angemessene Gebetshaltung“ sei. Dies hat er mehrfach sogar im Gottesdienst so betont! Das Bimmeln mit der Glocke während der Konsekration wurde abgeschafft und jeder, der es wagt, sich hinzuknien, wurde und wird argwöhnisch beäugt. Das sind doch längst die Zustände auch hierzulande – da muss man nicht erst nach Amerika schauen.
Die Heiligen haben sich über die Gebetshaltung (wonach Knien die einzig angemessene Haltung vor Gott sei) hinreichend geäußert und so werde ich auch in Zukunft lieber die bösen Blicke und Kommentare des Pfarrers und selbsterklärter „Experten“ ertragen, als mich an Gott schuldig zu machen. Nur schade, dass die wahren Gläubigen auf diese Weise in der Kirche selber zu den verfolgten Schafen werden…
Mittwoch, 10. Mai 2006 22:09
monti: Wenn das wirklich alles so stimmt,
dann kann ich nur der FSSPX Recht geben, die davon spricht, dass Satan Einzug in die Kirche gehalten hat!
Mittwoch, 10. Mai 2006 18:13
Frasim: Schade und schlimm,…
…was es heutzutage alles geben darf. Wir können nur für all die Gläubigen, die ein solch schweres Kreuz tragen müssen, und besonders für die (mittlerweile leider schon recht zahlreichen) irrgeleiteten und verblendeten Priester und Bischöfe beten und viele hl. tridentinische Messen aufopfern!
Mittwoch, 10. Mai 2006 17:17
EinChrist: @Ansgar

Was ist denn da los in Amerika?

Das ist ein Fall für den US-Kardinal Levada als Präfekt der Glaubenskongregation.
Der kennt sicher seine Landsleute, so hoffe ich.

Es ist bitter, was alles so läuft. Leider.

Es grüßt,
EinChrist
Mittwoch, 10. Mai 2006 16:52
Ansgar: Nicht rechts, noch links…
… sondern schwachsinnig. Beim „Lamm Gottes“ nicht knien?! Gibt es hier irgendeinen katholischen Forumsteilnehmer, der das schon mal gehört hat? Neulich, beim Weißen Sonntag, war die Kirche voll mit Besuchern, die sonst nie kommen. Selbst die knieten natürlich beim „Lamm Gottes“. Was ist denn da los in Amerika?
Mittwoch, 10. Mai 2006 16:48
Benedikt: Pfarradministrator
In der Ausgabe vom 19. Februar warnte der Priester, daß die Verweigerung „insbesondere nach dem ‘Lamm Gottes’ und beim Schlußsegen“ zu stehen – so wie dies von Bischof Brown angeordnet worden sei – „total falsch und eine schwere Sünde“ sei.
Wär eigentlich ein guter Witz… wenn es nicht so erschreckend wäre . Wie kann ein Bischof den Gläubigen das Knien verbieten? Alles ist erlaubt – Abtreibung, Frauenordination etc. – aber knien soll verboten sein? Was kommt hier zum Ausdruck? Non serviam, oder wie?
Mittwoch, 10. Mai 2006 16:26
Benedikt78: Passend!
So was ist in der Politik ähnlich. Passt Dir das Stimmergebnis nicht, so wechsle das Volk aus. Hier passiert was ähnliches. Passt Dir die Messe nicht, dann wechsle die Gläubigen aus!

An sich ist es zum Lachen und zum Weinen. Ein Pfarrer schmeist seine traditionalistischen Gläubigen aus der Kirche, die er vor kurzem übernommen und die Gläubigen seit Jahrzehnten besucht haben.

Also in dem Fall muss man sich nicht fragen, warum die Priesterbruderschaft vor allem in Frankreich und den USA solch einen Zuwachs haben!
Mittwoch, 10. Mai 2006 16:13
Andreas: Mal überspitzt:
Ist der Hw. besessen, weil er andere auffordert, es zu unterlassen, vor dem Allerheiligsten zu knien?

„Betet Gott nicht an“ „Ich verbiete es“.

Klarer Fall für Rom.

Aber sicher haben unsere Linken einen humanen, toleranten, allerlösenden 68er-Vorschlag!
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