Gesetz mit Pferdefuß
In Deutschland wollen gewisse Kreise ein „Antidiskriminierungsgesetz“. Doch was eine Benachteilung ist und was nicht, dürfte in Deutschland die Homo-Lobby bestimmen. Von Regina Wilden, Köln.

Das deutsche Antidiskriminierungsgesetz geht in seiner vorliegenden Form über die EU-Fassung hinaus. Es ist im wesentlichen ein Kind des linksgrünen Abgeordneten Volker Beck. Beck ist „Vater der Homo-Ehe“ und Träger des Bundesverdienstkreuzes.
Nach Einführung der Eingetragenen Partnerschaft hatte er sich als nächstes Ziel eine Antidiskriminierung der Homosexuellen gesteckt.
Bereits im Jahr 2001 schrieb Volker Beck auf seiner Homepage:
„Es gehört sich nicht für eine demokratische Gesellschaft, daß einem Teil der Bürgerinnen und Bürger Rechte vorenthalten bleiben. Für ‘Bündnis 90/Die Grünen’ ist die Gleichstellung von Lesben und Schwulen ein wichtiges Thema ihrer Bürgerrechtspolitik.“
„Als zentrales Reformprojekt der Homo-Politik habe man sich die Einführung einer amtlich eingetragenen Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare vorgenommen. Diese sei nun beschlossene Sache:
Als nächstes großes Projekt steht nun die Ausarbeitung eines Antidiskriminierungsgesetzes an.“
Damals forderte Beck „wirksame Sanktionen gegen Diskriminierung“.
Dabei wollte er festschreiben, daß niemand aufgrund seines „Geschlechts, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder aufgrund seiner sexuellen Identität“ benachteiligt werden dürfe.
Gegen Diskriminierung müsse es dabei wirksame Sanktionen geben, etwa Schadensersatz oder Unterlassensansprüche. Dabei ging es Beck um den Zugang zu Gütern und Dienstleistungen, also insbesondere um die Begründung und Ausgestaltung von Kauf-, Miet-, Dienst- oder Versicherungsverträgen.
Diesem Ziel ist Volker Beck mit dem vorliegenden Entwurf des Antidiskriminierungsgesetzes ein Stück näher gerückt.
Die Homo-Lobby hat wieder ein Stück wichtigen Einfluß auf unsere Politik genommen – in einer durchaus umstrittenen Sache.
Regina Wilden ist Mitglied im Rat der Stadt Köln.
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Samstag, 12. August 2006 17:19
ExBochumer †: Thema Wilden
Wer sich für die Aussagen des NRW-Verfassungsschutzes zur Bürgerinitiativ „pro Köln“ der Frau Wilden interssiert, dem teile ich gerne auf Anfrage meine Internet-Präsenz mit, wo die entsprechenden Auszüge des Verfassungsschutzes dargestellt sind.
Montag, 5. Juni 2006 17:01
Gotthard: Gesetz ist notwendig
wie notwendig dieses Gesetz ist, kann hier gelesen werden:
„Es sollte ein erholsames Wochenende in einem schönen Kurhotel in Bad Dietzenbach werden. Warum daraus nichts wurde, berichtet G.St.aus Kassel:
Ausgesucht hatte sich Rollstuhlbenutzerin G. St. das Kurhotel Sanct Bernhard. Beim angeschlossenen Versand für Naturprodukte ist sie schon lange zufriedene Kundin. Warum also nicht einen Aufenthalt im dazugehörigen Nichtraucher-Hotel buchen? Um sicher zu gehen, dass es im Hotel auch rollstuhlgeeignete Zimmer gäbe, rief sie dort an und traute ihren Ohren nicht.
Es gäbe zwar entsprechende Zimmer und einen Aufzug, doch die Nutzung des Speisesaals wäre nicht möglich. Es sei zu eng. Rollstuhlfahrer würden im Hotel Sanct Bernhard ausschließlich auf dem Zimmer mit Essen versorgt.
G.St.s Frage „ob Rollstuhlfahrer auf dem Zimmer essen müssen, damit die anderen Gäste nicht gestört werden“, antwortete die freundliche Dame an der Rezeption mit einem „Nein“ und dem nochmaligen Verweis auf die Enge im Speisesaal. Schließlich stellte sich im weiteren Telefonat heraus, dass der Seniorchef des Hauses, Hans Schulz, die Anweisung an das Personal gegeben habe, behinderten Gästen die entsprechende Auskunft zu erteilen.
„Es sollte ein erholsames Wochenende in einem schönen Kurhotel in Bad Dietzenbach werden. Warum daraus nichts wurde, berichtet G.St.aus Kassel:
Ausgesucht hatte sich Rollstuhlbenutzerin G. St. das Kurhotel Sanct Bernhard. Beim angeschlossenen Versand für Naturprodukte ist sie schon lange zufriedene Kundin. Warum also nicht einen Aufenthalt im dazugehörigen Nichtraucher-Hotel buchen? Um sicher zu gehen, dass es im Hotel auch rollstuhlgeeignete Zimmer gäbe, rief sie dort an und traute ihren Ohren nicht.
Es gäbe zwar entsprechende Zimmer und einen Aufzug, doch die Nutzung des Speisesaals wäre nicht möglich. Es sei zu eng. Rollstuhlfahrer würden im Hotel Sanct Bernhard ausschließlich auf dem Zimmer mit Essen versorgt.
G.St.s Frage „ob Rollstuhlfahrer auf dem Zimmer essen müssen, damit die anderen Gäste nicht gestört werden“, antwortete die freundliche Dame an der Rezeption mit einem „Nein“ und dem nochmaligen Verweis auf die Enge im Speisesaal. Schließlich stellte sich im weiteren Telefonat heraus, dass der Seniorchef des Hauses, Hans Schulz, die Anweisung an das Personal gegeben habe, behinderten Gästen die entsprechende Auskunft zu erteilen.
Dienstag, 16. Mai 2006 14:43
EinChrist: @deepthought: „Fehlurteil…?“
Bei ein wenig Nachlesen und Überlegung von ( einigermaßen objektiver) Sachliteratur zum Thema bin ich
als Nichthistoriker zu folgenden Schluss gelangt, was ihnen auch möglich sein sollte, falls sie den „Willen
zur Objektivität“ haben: Die „realen Fakten“ – wenn es denn so etwas überhaupt gibt – lauten, dass zZ
vor der Inquisition Aberglaube und Lynchjustiz im Volk vorherrschten und durch die Einführung der Inquisition
und des geregelten Verfahrens wie @Abu bereits beschrieben, gegen angebliche Ketzer und Hexen in der Tat
eine Verbesserung der Zustände nach heutigen Massstäben von Gerechtigkeit erzielt wurden.
Hingegen ist ebenso objektives Faktum, dass viele (auch gebildete) Menschen – nicht nur, aber auch, Kleriker und Kirchenfürsten – dem Hexenwahn anheimgefallen sind. Und die Inquisition (vor allem in Spanien und einigen protestantischen dominierten Landstrichen Deutschlands) zu schlimmsten Verfehlungen gegen die Menschlichkeit und das Evangelium einsetzten.
Für die Verfehlungen hat sich der Papst namens der katholischen Kirche öffentlich reumütig entschuldigt. Es ist an den Kritikern und den Hassern der Kirche, anzuerkennen dass die Inquisition keineswegs nur schlecht und schlimm war, sondern für die damaligen Zustände sehr wohl eine gute und gerechtfertigte Maßnahme darstellte, die dann leider teils missbraucht wurde.
Es grüßt,
EinChrist
Hingegen ist ebenso objektives Faktum, dass viele (auch gebildete) Menschen – nicht nur, aber auch, Kleriker und Kirchenfürsten – dem Hexenwahn anheimgefallen sind. Und die Inquisition (vor allem in Spanien und einigen protestantischen dominierten Landstrichen Deutschlands) zu schlimmsten Verfehlungen gegen die Menschlichkeit und das Evangelium einsetzten.
Für die Verfehlungen hat sich der Papst namens der katholischen Kirche öffentlich reumütig entschuldigt. Es ist an den Kritikern und den Hassern der Kirche, anzuerkennen dass die Inquisition keineswegs nur schlecht und schlimm war, sondern für die damaligen Zustände sehr wohl eine gute und gerechtfertigte Maßnahme darstellte, die dann leider teils missbraucht wurde.
Es grüßt,
EinChrist
Dienstag, 16. Mai 2006 14:03
Abu: @deepthougt
Die Inquisition ist nicht unfehlbar. Dies wurde auch niemals behauptet. Aber gerade bei Jeanne d’Arc können
Sie doch gut sehen, wie regionale Kirchenvertreter (Rouen) unter staatlichem Einfluß (Engländer) abdriften.
Deshalb war es auch das Bestreben Roms, die Inquisition zu zentralisieren, was bspw. bei der Hexen-verfolgung
zur Folge hatte, daß Rom mehr Hexen vor den lokalen/ regionalen/weltlichen Behörden rettete als verbrannte
(Ich weiß gar nicht, ob die römische Zentrale überhaupt eine verbrannte).
Ob Urknall oder nicht, das ist eben religiös nicht entscheidend! Weil keine Physik der Welt einen Schöpfer beweisen oder widerlegen kann. Wohl aber gab es gläubige Physiker.
Sie urteilen pauschal pejorativ über die Kirchengeschichte. Sie hat ihre dunklen und hellen Seiten. Weil sie von Menschen gemacht wurde, die nicht alle gleichermaßen fromm und gleichermaßen anständig waren. Nur weil einer Papst ist, kann ihn Gott auch nicht zwingen, alles richtig zu machen. Aber die Bewahrung des Glaubens-gutes hat Kontinuität, sie wird durch Konzilien, Enzykliken und ex-cathedra-Entscheidungen hindurch vom Heiligen Geist begleitet. Und es gibt viele Heilige und viele gute Werke.
Wenn die Wahrheit auch in dunklen Krügen von windzerzausten Greisen getragen wird, so bleibt sie doch wahr.
Ob Urknall oder nicht, das ist eben religiös nicht entscheidend! Weil keine Physik der Welt einen Schöpfer beweisen oder widerlegen kann. Wohl aber gab es gläubige Physiker.
Sie urteilen pauschal pejorativ über die Kirchengeschichte. Sie hat ihre dunklen und hellen Seiten. Weil sie von Menschen gemacht wurde, die nicht alle gleichermaßen fromm und gleichermaßen anständig waren. Nur weil einer Papst ist, kann ihn Gott auch nicht zwingen, alles richtig zu machen. Aber die Bewahrung des Glaubens-gutes hat Kontinuität, sie wird durch Konzilien, Enzykliken und ex-cathedra-Entscheidungen hindurch vom Heiligen Geist begleitet. Und es gibt viele Heilige und viele gute Werke.
Wenn die Wahrheit auch in dunklen Krügen von windzerzausten Greisen getragen wird, so bleibt sie doch wahr.
Dienstag, 16. Mai 2006 13:23
deepthought: stat crux: Fehlurteil
Nur einige kleine Anmerkungen:
Einziges Fehlurteil der Inquisition
Was war z.B. mit Jeanne d Arc?
Anfang und Ende
Nach aktuellen physikalischen Erkenntnissen muss man wohl von einem Anfang (Urknall) ausgehen. Mit der klassischen Lesart der christl. Schöpfungsgeschicht hat dies aber nicht viel zu tun. Bei der Frage ob es ein Ende geben wird sind sich die Wissenschaftler heut noch nicht einig. Hawkins geht, nach meinem Wissensstand, mittlerweile von einem immer weiter expandierenden und abkühlenden Universums aus.
Moralischer Aspekt
Letzlich bleibt vor allem die Frage des moralischen Aspekts des früheren Handelns der Kirche. Die Kirche hat ihre Machtposition schamlos ausgenutzt um ihre eigene Weltanschauung durchzudrücken. Natürlich war dieses Verhalten auch bei weltlichen Institutionen verbreitet, aber diese spielen sich, sofern sie noch existieren, nicht bis zum heutigen Tag als Hüter der Moral auf!
Wer Moralisch so tief sinkt wie die Kirche im Mittelalter (Ketzerporzesse, Inquisition, Päpste mit Konkubinen & Kindern, Vetternwirtschschaft im Vatikan usw), sollte sich später in Sachen Moral nicht soweit aus dem Fenster lehnen!
Einziges Fehlurteil der Inquisition
Was war z.B. mit Jeanne d Arc?
Anfang und Ende
Nach aktuellen physikalischen Erkenntnissen muss man wohl von einem Anfang (Urknall) ausgehen. Mit der klassischen Lesart der christl. Schöpfungsgeschicht hat dies aber nicht viel zu tun. Bei der Frage ob es ein Ende geben wird sind sich die Wissenschaftler heut noch nicht einig. Hawkins geht, nach meinem Wissensstand, mittlerweile von einem immer weiter expandierenden und abkühlenden Universums aus.
Moralischer Aspekt
Letzlich bleibt vor allem die Frage des moralischen Aspekts des früheren Handelns der Kirche. Die Kirche hat ihre Machtposition schamlos ausgenutzt um ihre eigene Weltanschauung durchzudrücken. Natürlich war dieses Verhalten auch bei weltlichen Institutionen verbreitet, aber diese spielen sich, sofern sie noch existieren, nicht bis zum heutigen Tag als Hüter der Moral auf!
Wer Moralisch so tief sinkt wie die Kirche im Mittelalter (Ketzerporzesse, Inquisition, Päpste mit Konkubinen & Kindern, Vetternwirtschschaft im Vatikan usw), sollte sich später in Sachen Moral nicht soweit aus dem Fenster lehnen!
Dienstag, 16. Mai 2006 11:56
stat crux: Der Fall Galilei
ist der einzige Fall eines nachgewiesenen Fehlurteils der „Inquisition“; und auch nur wegen Verwirrung der Ebenen. In einer nächsten Srtufe der Betrachtung der Bibel wird man wieder entdecken, dass ihr Weltbild viel „wahrer“ ist als damals vermutet. Inzwischen lehrt auch die Physik einen Anfang und ein Ende der Welt. Das ist viel biblischer als jeder Pantheismus!
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