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Festhalten + Heimatbesuch + Nuntius für Kirchenasyl + Hungerstreik gegen Sakrileg + Russischer Zehnjahresplan
Festhalten

Vatikan. Bei der Generalaudienz am gestrigen Mittwoch setzte Papst Benedikt XVI. seine Katechese über die kirchliche Tradition fort. „Die apostolische Sukzession verbindet die Kirche unserer Zeit auf historische und auf geistliche Weise mit dem Apostelkollegium des Ursprungs“, so der Heilige Vater. Sie sei die Garantie für das treue Festhalten an Worten und Werken der Apostel – und damit an Jesus Christus selber. Das Wirken des Heiligen Geistes bewirke, daß in den Bischöfen Christus als Haupt und Hirte seines Volkes gegenwärtig ist.

Heimatbesuch

Deutschland. Papst Benedikt XVI. besucht am 11. September seinen Geburtsort Marktl am Inn. Dies teilte das Bistum Passau am gestrigen Mittwoch mit. Der Heilige Vater wird dort die Pfarrkirche St. Oswald besuchen, wo er an seinem Geburtstag – dem 16. April 1927 – getauft wurde.

Nuntius für Kirchenasyl

Belgien. Laut der belgischen Tagezeitung ‘De Morgen’ ist der Apostolische Nuntius in Belgien, Erzbischof Karl-Josef Rauber (72), dafür, den aus dem Land verwiesenen Flüchtlingen Kirchenasyl zu gewähren. Die Kirche stehe immer auf der Seite der Schwächeren – so die Begründung des Nuntius. In Belgien werden derzeit 25 Kirchen von abgelehnten Asylanten besetzt. Beim heutigen Treffen der belgischen Bischofskonferenz wollen die Prälaten eine Stellungnahme zur Flüchtlingshilfe abgeben.

Hungerstreik gegen Sakrileg

Indien. Eine katholische Gruppe, die sich ‘Catholic Secular Forum’ nennt, hat Christen zum Hungerstreik gegen die Ausstrahlung des Haßfilms ‘Sakrileg’ in indischen Kinos aufgerufen. Bei einer Demonstration gegen den Kinofilm am Dienstag wurden Exemplare des Romans von Dan Brown verbrannt. Die Polizisten hielten die Demonstranten davon ab, Bilder des kirchenfeindlichen Autors zu zerstören.

Russischer Zehnjahresplan

Rußland. In seiner jährlichen Rede an die Nation beklagte der russische Präsident Vladimir Putin die sinkende Geburtenrate in seinem Land. Sie sei die Hauptursache für den „kritischen“ Bevölkerungsrückgang. Der Präsident kündigte für die nächsten zehn Jahre ein Programm an, das Frauen ermutigen soll, mehr als ein Kind zu gebären. Rußlands Bevölkerung nimmt jährlich um 700.000 Menschen ab. Laut Schätzungen werden in Rußland 60 Prozent der ungeborenen Menschen abgetrieben.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Breze   17:35:04 | Freitag, 12. Mai 2006
PetrusII
Lieber Petrus II, so weit ich mich erinnere, gibt es die Tiara nicht mehr, und ich wage es zu bezweifeln, dass Benedikt XVI sehr erfreut über so ein Geschenk wäre…
Nix für ungut… :-)
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#9   stat crux   12:34:18 | Freitag, 12. Mai 2006
Wenn gerade mal kein Kaiser zur Hand ist,
um den Papst zu krönen, dann drängt ihm halt das selbsternannte „Volk Gottes“ die Tiara auf. Haltlos.
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#8   PetrusII   12:06:48 | Freitag, 12. Mai 2006
Papstbesuch
Ich freue mich sehr dass unser hl. Vater nach Bayern kommt. Wäre es nicht schön, IHM EINE TIARA ZU SCHENKEN Ich würde dazu auch was spenden wenn der Gemeinde die Tiara zu teuer wäre! o^/ Hoffentlich können wir IHM eine Tiara schenken und es machen viele Menschen mit!
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#7   monti   21:43:37 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@Breze
Lieber Monti, davon abgesehen, dass der meiste Kitsch schon aus den Regalen in Marktl verschwunden ist, warum soll der Papst seinen Heimatort nicht besuchen?
Soll ihn der Kommerz davon abhalten? Ich glaube das ist kein schwerwiegender Grund… Gönnen Sie ihm doch einfach einen besuch in der Heimat…
Also zunächst einmal ist ja auch vom Erzbistum München/Freising überlegt worden, Marktl aus den genannten Gründen nicht zu besuchen. Ich fand diese Überlegung äußerst nachvollziehbar.
Und was den Kitsch, die Papstwürste usw. betrifft: Die werden mit Sicherheit nach dem Papstbesuch auch wieder auftauchen…
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#6   Breze   21:31:37 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@ monti
Lieber Monti, davon abgesehen, dass der meiste Kitsch schon aus den Regalen in Marktl verschwunden ist, warum soll der Papst seinen Heimatort nicht besuchen?
Soll ihn der Kommerz davon abhalten? Ich glaube das ist kein schwerwiegender Grund… Gönnen Sie ihm doch einfach einen besuch in der Heimat…
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#5   Gotthard   13:26:05 | Donnerstag, 11. Mai 2006
lecker
Eine leckere Papst-Torte ist mir lieber als alle kitschigen Devotionalien …
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#4   Krzyszek   13:20:48 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Verwechslung
Ich glaube, werter 28.IX.-28.X., Sie verwechseln da etwas. Nicht die „Homobande“ verbrennt in Indien Bücher, sondern eine katholische Gruppierung. Das zeigt doch mal wieder, wozu Fanatismus führt.
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#3   28.IX-28.X   11:50:19 | Donnerstag, 11. Mai 2006
„Bücher verbrennen“
Ja, bald wird die Homo-Bande gerne katholische Bücher verbrennen, sammt der dazugehörigen Katholiken, nicht wahr XxxxX-chen?
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#2   Xixax   10:37:58 | Donnerstag, 11. Mai 2006
@sakrileg
wie heisst es so schön: wo Bücher verbrannt werden, brennen bald auch Menschen…
Mir ist völlig unverständlich, wie ein fiktiver Roman so etwas auslösen kann!
Es werden doch immer wieder in Thrillern verschiedene Institutionen als Bösewicht dargestellt, Regierungen etc., hier ist es halt die Kirche (bzw. Opus dei).
Ist doch nur eine spannende Geschichte und wer sich davon in seinem Glauben beeinflussen lässt ist wirklich zu bemitleiden.
Viel Lärm um nichts, naja, bringt Werbung für den Film!
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#1   monti   09:16:19 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Dass der Papst seinen Geburtsort besucht,
tut mir sehr weh, habe ich doch gesehen, wie die Tatsache, dass er wenige Jahre seines Lebens dort verbracht hat, für den schlimmsten Kommerz missbraucht wird. Papstbier, Vatikanbrot und Papst Benedikt-Torte sind nur drei peinliche Entgleisungen. Um diesen Ort hätte der Heilige Vater lieber einen großen Bogen machen sollen.
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