17:14:19 | Donnerstag, 16. Dezember 2004
Die Regierungschefin des Landes Salzburg will ab April 2005 die zukünftige Jugend ihres Bundeslandes abtreiben lassen. Die gegenwärtige Jugend wehrt sich. Von Jutta Lang, Sprecherin der österreichischen Lebensschutzorganisation „Jugend für das Leben“.
(kreuz.net, Salzburg) Emotional geladen verläuft die Debatte bezüglich dem
Cartoon von „Jugend für
das Leben“ welcher Maria und Josef beim Chiemseehof auf Herbergssuche zeigt. Da die wiederholten Anfragen
und Beschwerden vieler Bürger von Landeshauptfrau Burgstaller ignoriert wurden, wollten wir der Stimme
der besorgten Bevölkerung und unserer ungeborenen Mitbürger durch den Cartoon Ausdruck verleihen.
Die
Zeichnung soll lediglich darauf aufmerksam machen, daß Frau Burgstallers Vorhaben keine Hilfe für schwangere
Mütter ist. Wenn eine Mutter für sich und ihr Kind keine Zukunft sieht, dann darf die offizielle Antwort
nicht ein Hinweis sein, wie sie ihr Kind schnell und billig loswerden kann.
Abtreibung in Landesspitälern
ist ein irreführendes Signal an die Salzburger Mütter, und wird unweigerlich zu mehr Abtreibungen führen.
Zudem kommt in Burgstallers Vorhaben eine massive Mißachtung der Würde unserer ungeborenen Mitbürger
zum Ausdruck. Ein demokratischer Staat muß auf das Wohl jedes einzelnen Menschen – ob geboren oder ungeboren –
bedacht sein.
Wenn Abtreibung sozusagen als „Service“ des Landes angeboten wird, dann dürfen wir uns
weder als „sozial“ noch als „demokratisch“ bezeichnen. Denn dann wird durch das „Recht des Stärkeren“
die Würde der Wehrlosen rücksichtslos übergangen.
Wenn Landeshauptfrau Burgstaller sich durch den
Cartoon persönlich angegriffen fühlt, möchten wir uns hiermit bei ihr entschuldigen. Unsere Aussage
bezieht sich nicht auf ihre Person, sondern auf die Weisung zur Einrichtung von Abtreibungsstationen an
den Landeskrankenhäusern. Darüber hinaus stammt die Inspiration zum Cartoon nicht von uns selbst, sondern
von den Jungen Sozialisten, einer Basisgruppe der SPÖ, welche „Jugend für das Leben“ im Jänner dieses
Jahres in Salzburg mit dem Transparent entgegentrat:
„Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart
geblieben.“Die Reaktionen auf unsere Postwurfsendung waren bisweilen unterschiedlich und sehr erfreulich.
Selbst mit Kritikern führen wir einen konstruktiven Dialog und die Menschen bedanken sich bei uns für
die Möglichkeit des Gespräches. Unser Eindruck, daß einem beachtlichen Teil der Bevölkerung das Anliegen
der ungeborenen Kinder am Herzen liegt, hat sich dadurch erneut bestätigt.
Am 20. Dezember organisiert
„Jugend für das Leben“ eine Lichterkette beim Landeskrankenhaus. Wir laden alle Salzburger dazu ein,
mit uns auf diese Weise für die lebensbejahende Tradition des Spitals und das Lebensrecht jedes Menschen
ein unmißverständliches Zeugnis abzulegen.
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#3
Mag. Gernot Steier 13:54:02 | Freitag, 17. Dezember 2004
#2
Dolfus 22:11:49 | Donnerstag, 16. Dezember 2004
#1
Tom Pullings 19:31:40 | Donnerstag, 16. Dezember 2004