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Donnerstag, 11. Mai 2006 09:47
Die Rache der Kinderabtreiber
Ein 74jähriger Lebensrechtler sitzt seit einer Woche im Gefängnis. Sein Vergehen: Er schickte Bilder von Kindern, die durch Abtreibung ums Leben kamen, an eine Abtreibungsanstalt. Diese fand jetzt eine weitere Form der Vergeltung.
Dieses Kind starb im Alter von zehn Wochen durch die Hand eines Abtreibers
Dieses Kind starb im Alter von zehn Wochen durch die Hand eines Abtreibers
(kreuz.net, Norfolk) Zwischen Januar und April sandte der britische Lebensrechtler Edward Atkinson (74) den Verantwortlichen des Krankenhauses in der Stadt King’s Lynn trotz mehrfacher Beanstandungen Bild- und Videomaterial, auf dem zerstückelte Kinderleichen zu sehen sind, die von Abtreibern getötet wurden.

Der Ort King’s Lynn befindet sich im Osten von England rund 150 Kilometer nördlich von London.

Menschenrechtler Atkinson
Menschenrechtler Atkinson
Die Geschäftsführerin des Krankenhauses, in dem Menschen getötet werden, verklagte den pensionierten Lebensschützer. Sie empfinde die Abtreibungsbilder – vor Journalisten soll sie sogar mit Tränen gekämpft haben – als „anstößig, entsetzlich und absolut abscheulich“.

Die Klägerin bekam Recht.

Das Gericht verurteilte den katholischen Menschenrechtler – der den Wahrheitseid vor dem Richter erst leistete, als man ihm eine Bibel vorlegte – fast zu einem Monat Gefängnis. Der alte Mann trat seine 28tägige Haftstrafe am letzen Donnerstag an.

Nach dem Strafvollzug beginnt für ihn eine fünfjährige Bewährungszeit.
Menschenrechtler Edward Atkinson:
„Ich anerkenne, daß die Bilder von Abtreibungsopfern sehr erschreckend waren. Sie sind anstößig, monströs und widerwärtig. Aber sie zeigen die Wahrheit dessen, was in unserer Welt geschieht.“
Sollte der Kinderschützer in dieser Zeit „rückfällig“ werden, drohen ihm fünf Jahre Knast.

Lebensrechtler Atkinson sagte, die Bilder der Abtreibungsopfer zu Lehrzwecken versandt zu haben: „Ich anerkenne, daß die Unterlagen sehr erschreckend waren. Sie sind anstößig, monströs und widerwärtig. Aber sie zeigen die Wahrheit dessen, was in unserer Welt geschieht.“

Jeder im Gerichtssaal wisse, daß die Kinderabtreibung Mord ist, aber keiner habe den Mut, es zu sagen: „Seit 1968 sind sieben Millionen ungeborene Kinder mit der Duldung des Staates auf brutalste und kaltschnäuzigste Weise umgebracht worden.“

Das Krankenhaus in der Stadt King’s Lynn, das Kinder im Mutterleib tötet, hat in der Zwischenzeit angekündigt, dem inhaftierten Lebensschützer ab sofort jede Behandlung zu verweigern – akute lebensrettende Maßnahmen ausgenommen.

Der Lebensrechtler wurde darum von der Warteliste für eine Hüftoperation gestrichen.

Der Präsident der britischen Lebensrechtsorganisation ‘Life League’ nannte die Entscheidung „empörend, lächerlich und unfair“: „Würden Sie einem Mörder oder einem Pädophilen die medizinische Behandlung verweigern?“

Er bezeichnete Herrn Atkinson als ersten und sicherlich nicht letzten Märtyrer. Die Abtreibungsbilder seien notwendig, um ernstgenommen zu werden:

„Wir wollen uns selber zwischen das Schlachtermesser und das Baby werfen.“

Im Umfeld der Verurteilung von Lebensschützer Atkinson wurde auch der Fall der gelähmten Britin Veronica Connolly (50) bekannt.

Die Rollstuhlfahrerin muß sich gegenwärtig vor Gericht verantworten, weil sie als Protest gegen die ‘Tötungspille danach’ an mehrere Apotheken in Birmingham Bilder von Abtreibungsleichen schickte.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 50 Lesermeinungen:
Sonntag, 14. Mai 2006 07:06
expedit: Man kann die Wahrheit nie unterdrücken!
Auch wenn man die Bekanntgabe der Wahrheit bestraft!
Samstag, 13. Mai 2006 09:55
_xyz_: deusexmachina
Der Leser d. hatte gepostet:„Dass Bilder von Abtreibungsüberbleibseln als unschön bis „grauenerregend“ empfunden werden, steht außer Frage. Gleiches gilt, je nach Gemüt für fotografierte Fäkalien oder Notfallamputationen – ohne, dass deswegen jemand den Stuhlgang oder lebensrettende Operationen als moralisch niederträchtig einstufen würde.“

Nun beschwert er sich, daß dies nicht so verstanden werde, wie er es nun verstanden wissen will! Es wird jedoch weiterhin so verstanden, wie es verstanden werden mußte vor einem „verobjektivierten Verständnishorizont“, und außerdem so, wie jeder andere hier es auch verstanden hat. Auch der Aussagezusammenhang in diesem Forum, unter diesem Artikel, machen dieses Verständnis zwingend! (Sonst hinge der Vergleich ja auch argumantativ „in der Luft“ und d. hätte lediglich Nichtssagendes geäußert!)

Der Leser d. hat den moralischen Abscheu vor dem Mord an wehrlosen Kindern mit dem Ekel vor Fäkalien gleichgesetzt. Es spricht zwar manches dafür, daß Leser d. inzwischen einsieht, warum der Vergleich schief war und zu einem falschen Ergebnis führen mußte, er besitzt aber nicht das moralische Format den Irrtum einzugestehen!
Freitag, 12. Mai 2006 19:47
EinChrist: @blah-blah-machina
Aber dümmlich geifern kann er prima, das muss ihm der Neid lassen. Wenn ‘mal wieder irgenmdwo die Stelle des alten Meckerers, der den ganzen Tag aus dem Fenster und die Kinder vom Rasen scheucht, besetzt werden muss, sollte man sich seiner erinnern – sowas zahnlos-moserndes findet man nur noch selten heute.

Ist dass alles was Sie als Ground-Zero- Buchstaben-Apokalyptiker zu bieten haben?

Nein nein… blah-blah-machina… das reicht nicht mal zum drittklassigen Pausenclown.
Freitag, 12. Mai 2006 19:25
deusexmachina: @BossCo & Thomas A. Höck
Was Sie aber auch gleich denken – „fruchtbar“ i.S.v. anregend, anspruchsvoll, erhellend, sprich, so ziemlich alles das, was EinChrists mit seiner Holzschnittdenke nicht zu produzieren in der Lage ist, da fehlt’s dann halt.

Aber dümmlich geifern kann er prima, das muss ihm der Neid lassen. Wenn ‘mal wieder irgenmdwo die Stelle des alten Meckerers, der den ganzen Tag aus dem Fenster und die Kinder vom Rasen scheucht, besetzt werden muss, sollte man sich seiner erinnern – sowas zahnlos-moserndes findet man nur noch selten heute.

@Höck

Wenn Ihnen der Urheber einer Aussage mehrfach versucht hat zu erklären, wie er eine Aussage gemeint hat, wieso glauben Sie eigentlich, ungeachtet dessen die Definitionshoheit darüber zu haben, was dieser Urheber „tatsächlich“ gemeint hat?

Wer genu glauben Sie zu sein, hm?

Ihre „Gleichsetzung“ ist schlichter Stuss, das wissen Sie auch, und deswegen WÜNSCHEN Sie sich, ich würde so ewtas meinen, vermutlich wohl wissend (ich hab’s ja mehrfach gesagt), dass dem nicht so ist.

Ich habe noch eine schöne „Gleichsetzung“ für Sie:

„Papst Benedikt XVI atmet Sauerstoff. Gleiches galt für Adolf Hitler und Leonardo da Vinci.“

Na, dann…
Freitag, 12. Mai 2006 15:07
BossCo: ?????
@EinChrist,

fruchtbar – mit nem Korkenzieher?? Ferkel!!!
Freitag, 12. Mai 2006 14:55
die.ancilla: re Laurentius
Geschenkt, für naive Zeitgeist-Katholiken mag kreuz.net etwas (zu?) schwere Kost sein.

ich wage zu behaupten dass diese in der Überzahl sind und auch berücksichtigt werden sollten. Sie gehören doch ebenfalls der katholischen Kirche an.
Viele meines Bekanntenkreises sind aber gar nicht katholisch, ebensowenig wie ich. Doch es gibt konfessionsübergreifende Probleme die alle angehen und gemeinsam gelöst werden sollten.

Wenn unser Papst einen „kirchlichen Notstand“ in Deutschland zumindest nicht geradewegs negiert, spricht das doch für sich, oder ?

Ja. Was soll er auch tun? Die Augen verschließen? Auch da heißt es nach Lösungen suchen…

Und welche Medien thematisieren diese große epochale Glaubens-Krise massenmedial in ihren Erscheinungsformen + Diskussion über ihre Ursachen – Vorschlag, ancilla ?

ich wüsste da von keinem Medium.
Davon abgesehen würde ich es eher „Kirchenkrise“ denn „Glaubenskrise“ nennen…
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