Die Neuordnung in der Diözese Mainz zeitigt erste Früchte: Kollektivismus, Verwirrung, Sakramemtentourismus, Anonymität, Aushöhlung des Hirtenamtes.
(kreuz.net, Bischofsheim) Einige Gläubige fühlen sich in der katholischen Kirche von Bischofsheim nicht
mehr heimisch. Das berichtete die Tageszeitung ‘Darmstädter Echo’ am Dienstag.
Bischofsheim befindet
sich knapp 10 Kilometer südöstlich von Mainz.
Grund für die gegenwärtige Unzufriedenheit ist der
seit einiger Zeit existierende Pfarrverband mit den unweit von Bischofsheim gelegenen Ortschaften Ginsheim
und Gustavsburg.
Ich fühle mich nicht mehr zu Hause“, erklärte zum Beispiel Karl-Heinz Mottausch auf
einer Pfarrversammlung: „Wir könnten ein Quiz veranstalten und fragen, wer und nach welchem Ritus hält
heute Abend den Gottesdienst.“
Von einer „Chance“ sprach dagegen der für den Pfarrverband verantwortliche
Priester, Pfarrer Karl Zirmer.
Doch auch der Geistliche ist sich sicher, daß die Zusammenlegung und
die Reduzierung des Personals „keinen missionarischen Aufbruch“ bewirken wird.
Bei den Gläubigen scheint
Ungewißheit darüber zu herrschen, wer in Bischofsheim Pfarrer ist. Der Pfarrer leitet den Pfarrverband
und der Vikar hat seinen seelsorgerischen Schwerpunkt in Bischofsheim. Folglich besitzt Bischofsheim zwei
Priester.
Insgesamt gibt es im Pfarrverbund drei Priester und drei Mitarbeiter. Für die Zukunft sind
aber nur drei Stellen – zwei Priester und ein pastoraler Mitarbeiter – vorgesehen.
Dann wird es ziemlich
schwierig“, fürchtet Pfarrer Zirmer. Doch das Bistum hält am Stellenplan ebenso fest wie am Pfarreiverbund.
Ein Versuch, sich dagegen zu wehren, blieb erfolglos.
Gläubige weisen darauf hin, daß der Pfarrer in
einem Pfarrverbund von 8000 Katholiken ein Fremder unter Fremden sei: „Mir fehlt ganz einfach die Bezugsperson“,
erklärt ein Gläubiger vor dem ‘Darmstädter Echo’.
So gehe es vielen Gemeindemitgliedern, bestätigte
eine Pastoralreferentin im Pfarrverbund. Das zeige sich auch daran, daß die Zahl der Gottesdienstbesucher
stark abnehme.
Doch nicht nur die neuen Pfarrverbände verunsichern die Gläubigen.
Intensive Diskussionen
gibt es nach Angaben des ‘Darmstädter Echos’ auch über Form und Gestaltung der Gottesdienste.
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große Zahl Solange man noch eine große Zahl von Priestern hat, die man als Hilfsgeistliche einsetzt,
kann man diese auch zu Pfarrern machen Wi sind denn diese großen Zahlen?
Prof. Georg May über Cardinal Lehmann Die schlimmen Verhältnisse sind vielleicht am greifbarsten in
den Zuständen am Mainzer Priesterseminar. Als ich 1960 nach Mainz kam, befanden sich im Seminar ca. 150-170
Alumnen. Heute sind es noch zwanzig. Was deren Ausbildung angeht, so kann man nur sagen, sie ist nicht
geeignet, Priester nach dem Sinne der Kirche zu erziehen. Diese Ausbildung geschieht nicht nach dem Priesterbild,
wie es der Kirche vorschwebt, sondern führt zu einem progressistischen Gemeindeleiter neuen Typs, der
seinen Schwerpunkt sicher nicht in der Feier des Meßopfers und in der Verkündigung der katholischen
Dogmen hat. Mehrfach hat er sich gegen die verbindliche Lehre der Kirche gestellt. Beispielsweise in der
Behauptung, Kommunionunwürdige dürften zum Empfang des Leibes und des Blutes Christi zugelassen werden.
Beispielsweise in der Behauptung, Frauen seien weihefähig, zumindest zum Diakonat. Beispielsweise in
seiner Stellungnahme zur Empfängnisverhütung, wo er an der ungültigen und verhängnisvollen Königssteiner
Erklärung festhält. Bischof ist schließlich sicher kein strenger Verteidiger der kirchlichen Ehelosigkeit
der Priester, des Zölibates, um nichts anderes zu sagen. Er huldigt einem hemmungslosen Ökumenismus.
Er möchte, daß Luther unser „gemeinsamer Lehrer“ wird, wie er im November 1997 in einem Berliner Vortrag
erklärt hat. www.cardinalrating.com/…_49__article_199.htm
Was sind die Alternativen? Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Gut finden kann man die Entwicklung,
die da aufgezeigt wird, nicht. Aber was sind die Alternativen zu grösseren Pfarrverbänden bei schwindenden
Zahlen von Gläubigen und von Kirchensteuerzahlern und parallel dazu schwindenden Zahlen von Priestern?
Aus unserer Erfahrung hier in einem Diasporagebiet mit wenig Katholiken finde ich inzwischen die Lösung
mit zuständigen Priestern an einem Ort, an dem sich die Gläubigen dann zur Messe versammeln besser,
als die, überall Pastoralassistenten einzusetzen, die dann ein Problem mit ihren begrenzten Kompetenzen
haben und diese überschreiten oder mit „Ersatzhandlungen“ die Sakramentenspende unterhöhlen. Für die,
die gegen die Zusammenlegung von Pfarreien sind, was sind denn die Alternativen? Dies soll keine Provokation
sein, sondern eine ernstgemeinte Frage.
Lesen müßte man können In dem Artikel, den Ihr oben lesen könnt, seht Ihr doch die praktischen Folgen
der neuen Strukturen. Die Neuerungen bringen die Pfarreien in eine echte Krise. Von einer Krise in diesen
Gemeinde steht in dem Artikel nichts drin. Es wird irgendeine Meinung in dieser Richtung von jemand unbekannten
zitiert. Und dieser Unbekannte träumt wohl noch von der „guten alten Zeit“, in der der Pfarrer zu jedem
Geburtstag und zu jedem Beerdigungskaffee kam.
@ Maledica Was dagegen bei den Modernisten auffällt ist die vordergründige Freundlichkeit und das Messer
steckt schon im Rücken- Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein! Derartiges
Verhalten ist der Gegenseite selbstverständlich völlig fremd
Die Modernisten! Das waren: Loisy, Tyrell und Buonautiti und ein paar Mitläufer. Der Fall war 1909 erledigt.
Man sollte die Dinge schon beim Namen nennen. Nicht einmal Hans Küng vertritt die Thesen, die 1907-1909
verurteilt wurden. (Ihm fehlt die intellektuelle Größe eines Loisy.)
@Steffen Wenn die in den Canones 515ff angegebenen Bedingungen erfüllt sind, kann die Ausnahme zur Regel
werden. Würde bei einer Priesterversammlung der Diözese Rom der Versammlungsraum einstürzen und 95%
der Priester dabei getötet, würde vermutlich sogar in Rom diese Ausnahme zur Regel werden. Ob und wann
auf diese Ausnahmeregel zugegriffen wird, entscheidet der Bischof. Auch wenn er es bei 99% seiner Pfarreien
tut, bliebe es die kirchenrechtliche Ausnahme. Ich bin sicher, dass auch der Bischof von Mainz, wenn er
denn dreimal so viel für das Pfarrersamt geeignete Priester hätte, er auch wieder aus einem Pastoralverbund
drei selbstständige Pfarrgemeinden mit je einem echten Pfarrer machen würde. Die Tatsache, dass etwas
eine Ausnahmeregelung ist, heißt nicht, dass die Ausnahme nicht die Mehrheit der Fälle sein kann.
Alles in einen Topf @Daniela Schmeißen Sie immer alles in einen Topf??? Zwischen Münchner Peterskirche
und Messe bei der Piusbruderschaft in Siegen ist wohl ein gewaltiger Unterschied! Doch ist im Gegensatz
zu den Hampelgottesdiensten bleibt das Heilige gewahrt Was dagegen bei den Modernisten auffällt ist die
vordergründige Freundlichkeit und das Messer steckt schon im Rücken- Und willst Du nicht mein Bruder
sein, so schlag ich Dir den Schädel ein! Christus ist nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern
das Schwert. Die Wahrheit entzweit. Nur ist es schlimm, daß etliche Bischöfe und Bistümer von der Wahrheit
abgekommen sind! Es geht nicht um Friede, Freude, Eierkuchen und piep piep piep wir ham uns alle lieb,
sondern um die Wahrheit. Die Wahrheit aber macht frei
@Steffen Nun denken Sie doch mal logisch: Wenn es Ausnahmen geben kann, ist damit bewiesen, dass es kanonische,
real existierende, gültige Pfarreien geben kann, die keinen Pfarrer haben. Um nichts anderes geht es.
Lefebvre hat nämlich, Daniela, etwas völlig Neues erfunden, was es in der ganzen Tradition nicht gab:
Eine „Tradition“ nach subjektivem Programm, einen virtuellen Katholizismus. Es gibt NICHT EINE EINZIGE
Belegstelle im Lehramt der Kirche, das den lehramtlichen Kurzschluss der Piusbrüder legitimiert; weder
Syllabus noch Lamentabili und auch nich Humani generis. Nirgendwo hat die Kirche das Ancien regime für
unantastbar erklärt, nie, und niemals dem Totalitarismus nachgegeben, nirgendwo. Sogar der „Integralismus“
während des Pontifikats Pius X. hatte eine SOZIALE Zielrichtung. U. Begnini schrieb eine Sozialgeschichte
der Kirche; und viele UIltramontane wollten gerade die Soziallehre verbreiten, nicht aber antiquirte Staatsideen,
die nicht einmal die Kirche „abgeschafft“ hat; das haben die Fürsten selbst erledigt.
@Steffen Na gut, „Leitung“ war von mir hier unklar gebraucht. Tatsache ist aber, dass in einer solchen
Pfarrei der moderierende Priester nicht Pfarrer ist, sondern eben „Moderator“. Die anderen beteiligten
sich „Kuratoren“. Ich glaube, der Begriff im CIC ist „cura pastorale? pastoralis?“, der eigentlich nur
Bischöfen vorbehalten ist. Es handelt sich also um „Hirtensorge“, und das ist zumindenst „Leitung“ im
weiteren Sinne (nämlich „Seelsorge“), wenn auch nicht „Leitung“ im strengen kirchenrechtlichen Sinne.
Nichtsdestotrotz: Eine solche Pfarrgemeinde mit moderierendem Priester und „kurierenden“ anderen Personen
ist eben eine Pfarrgemeinde ohne kanonischen Pfarrer. Damit ist Ihre Behauptung „Keine Pfarrei ohne Pfarrer“
schlichtweg widerlegt. Und darum ging’s ja in diesem Disput.
Interessant Ich würde gerne den Christen glauben, wenn sie nur erlöster schauen würden Interessant.
Ich habe noch nirgends dermaßen verbissene, verhärmte, aggressive, unfreundliche und gehässige Menschen
erlebt wie bei allen Tradi-Veranstaltungen, die ich bisher miterlebt habe. Von Münchner Peterskirche
bis zur Siegener Lefebvrianistischen Messe. Vor der Messe, nach der Messe und während der Messe auch
(soweit bei dieser „gemeinsamen“ Feier nicht eh alle in irgendwelche private Einzelfrömmigkeit versunken
waren, für die die Messe allenfalls einen meditativen Rahmen darstellte).
Fünf nach Zwölf Wenn das schon solchen Medien wie der „Die Zeit“ auffällt, daß sich die Verantwortlichen
der Kirche auf dem Verweltlichungstripp befinden… …doch die Ordinariate verschließen immer noch die
Augen und verwalten weiter ihre Zettelwirtschaft. Was christliches, geschweige denn katholisches ist nicht
mehr zu erwarten. Gesprochen wird dann auch von unserem Bischof- in seinem „Hirten“wort, daß sich das
Bistum von 25% der Immobilien trennen müsse. Die Kirche ist halt nur ein Wirtschaftsunternehmen, doch
eines welches zu anderen Konzernen auf dem breiten Angebotsmarkt keine Chance hat. Wer die Konturen verwischt,
braucht sich nicht wundern, daß die Attraktivität immer mehr sinkt! Wir brauchen keine schwachsinnigen
Mache-Dich-auf-und.com Werbebanner und Plakate mit Fußballspielern. Wir brauchen fromme Jungs und die
katholische Lehre, denn die ist auch nach 2.000 Jahren immer noch knackig jung!!! Wenn ich unseren Bischof
mal sehe, fällt mir nur das Zitat von Nietzsche ein: Ich würde gerne den Christen glauben, wenn sie
nur erlöster schauen würden
@Isidor Der Eindruck eines ZEIT-Journalisten bildet also die Grundlage, wie Sie das Wirken des Heiligen
Geistes messen? Wenn Generalvikar Thönnes seinen „Bruder Leib“ durch Jogging pflegt, heißt das ja nicht,
dass er nicht AUCH in Stille mit Gott Zwiesprache hält oder dass er es vielleicht sogar ZUGLEICH tut.
Woher nehmen Sie sich nur das Recht, aufgrund eines Zeitungsberichtes über einen Priester ein solches
Urteil zu fällen? Schämen Sie sich.
Bewusste Irreführung durch Kirchenoberen Dann sollten Sie bitte erst mal ins Bistum Essen kommen. Hier
geht es nur ums Geld und nicht um den Glauben. Den letztgenannten haben die Verantwortlichen leider nicht
geschenkt bekommen, oder sie haben ihn verloren und befinden sich jetzt dicht vor der H… Ich zitiere
aus einer Pressepublikation vom 12.04.2006 in der Zeit: …der Generalvikar des Bistums Essen – Hans-Werner
Thönnes…„Im bischöflichen Haus wirkt er wie jemand, der sich in der Tür geirrt hat. Von Kardinal
Hengsbach zum Priester geweiht, ist er inzwischen zu einem Manager gereift, der ohne großen Anlauf von
dem „Produkt Kirche“ spricht. Einer, der Kosten trimmt und kaum hinhört, wenn jemand in Bottrop einen
Fahrdienst für den Kirchgang fordert. Thönnes – randlose Brille – der die Zahlen im Kopf hat, der am
Ende eines langen Sanierungstages, statt im Herrgottswinkel Zwiesprache mit dem Schöpfer zu halten, freudig
joggend durch den Stadtwald keucht!“ Ich rufe an dieser Stelle auf – für die Kirchenverantwortlichen,
besonders die Bischöfe zu beten um die Gaben des hl. Geistes – das sie sich bekehren!
@Steffen Sie müssen schon richtig lesen: Es gibt zum Beispiel auch Pfarreien, die keinen Pfarrer haben,
aber einen moderierenden Priester (sowas wie „Letztverantwortlicher“, das kann dann z.B. der nächstgelegene
Dekan sein, der Pfarrer der Nachbargemeinde oder sonstwer) und daneben andere Personen (Priester, Diakone,
Laien), die das Leitungsamt ausüben. Das steht doch auch da rund um Canon 515. Voilà: Eine Pfarrei ohne
Pfarrer. Gültig und erlaubt.
Aller guten Dinge sind drei… www.mtangel.edu/…mages/wassenhove.jpg UND alte-messe.dealte-messe.de/
Richtig, ich meinte das Kompendium. Ob es Studien zur These „Handkommunion=weniger Ehrfurcht“ gibt, weiß
ich nicht, es lehrt jedoch die Erfahrung, dass dem so ist. Letzten Endes drückt doch die äußere Form
unterstreichend die innere Gebetshaltung mit aus, oder? Daher denke ich, dass derjenige Gläubige, der
sich der Ehrfurcht bewußt ist, auch weiterhin kniend kommunizieren wird. Ihre Aussagen bezüglich der
unterschiedlichen Abendmahlsdarstellungen kann ich nur bejahen. Meine Frage wäre: Warum kam es in den
letzten 4-5 Jahrzehnten zum Wandel zur Handkommunion? m.E. ein Rückschritt. Über die Zölibatsfrage
haben wir beide uns zwar nicht unterhalten, aber ok. Ich kenne die von Ihnen genannte Stelle und finde
es (trotzdem) gut und dienlich, wenn auch „einfache“ Priester nicht verheiratet sind.
@Sirilo Metaphorisches Denken ist Ihnen wohl nicht anheimgestellt. Sagt Ihnen der Text etwas: An den Früchten
werdet ihr sie erkennen??? Ein wenig Transfairdenken sollte man schon erwarten, bevor man hier seinen
Senf dazugibt!
@Gotthard Nur zur Ergänzung: Die von Gotthard genannten Nichtpriester üben gemäß can. 515 und 517
in einer solchen Pfarrei wörtlich „Hirtendienst“ aus (cura pastoralis). Denn das kann man auch ohne Priester
zu sein. Es gibt dann zwar immer einen letztverantwortlichen „moderierenden“ Priester, aber den Hirtendienst
übt nicht jener Priester aus, sondern der eigens dazu beauftragte Laie. Bis zum CIC/1917 konnten sogar
Frauen „Pfarrerinnen“ sein, nämlich dann, wenn eine Pfarre einem Frauenkloster inkorporiert war. In diesem
Fall übten dann die dort amtierenden Priester ihren Dienst nur nach Maßgabe der „Pfarrerin“ aus (das
war das Kloster selbst, natürlich de facto die Äbtissin/Priorin). Alles gut katholisch. Aber das nur
nebenbei.
CIC: Can. 515 Obiger Canon sagt kein Wort darüber, dass eine Pfarrei aufhören würde zu bestehen, nur
weil kein Pfarrer da ist. Zunächst wird die Pfarrei errichtet – danach kommt ein Pfarrer (oder auch nicht).
Es gibt unzählige Pfarreien in der Welt, die von einer Schwester, einem Katechisten, einem Vater oder
einer Mutter geleitet werden…
Markus-Antonius ich frage mich, aus welchen Fingern Sie Ihr Gewäsch saugen! Aus den Primärquellen! Ich
wohne im Bistum Mainz, da bekommt man so einiges mit, was im Lehmannbistum abgeht! Es ist doch bekannt,
dass Kard. Lehmann, als Vertreter der Bischofskonferenz bei der hiesigen verehrten Leserschaft zum Feind
Nr. 1 erkoren wurde Kardinal Lehmann und das Ordinariat disqualifiziert sich selbst immer wieder aufs
Neue! Also lesen wir hier von Strukturreformen im Bistum Mainz die in ganz Deutschland an der Tagesordnung
sind. Deshalb ist sie also richtig? Rennen Sie immer der Mehrheit hinterher. Die Strukturreform hat schon
vor ca. 10 Jahren im Bistum Speyer versagt- da ist man wieder zur katholischen Struktur zurückgekehrt.
Doch wenn erst einmal die Gläubigen vertrieben wurden, holt man sie nicht so schnell zurück! Und was
machen Sie in Ihrer völlig verblendeten Argumentationweise daraus? Warum wandern Sie nicht aus? Also
Sie scheinen also immer vor der Konfrontation zu fliehen! Ich bin katholisch und meine Verblendung ist
der katholische Glaube, der aber im Bistum Mainz nicht mehr vorhanden ist! Da ich aber katholisch bin,
weiß ich, daß es Perfektion erst in der Ewigkeit gibt. Doch werde ich auch weiterhin die Ketzereien
unseres Bistums anmahnen. Wo katholisch draufsteht, sollte es keine Mogelpackung geben!
@Frasim Sie meinen das „Kompendium“, richtig? Im KKK 328 geht’s nämlich um Engel.Im „Kompendium“ unter
328 steht nicht,dass nur Priester den Leib des Herrn mit den Händen berühren darf.Im Übrigen folgt
aus der Tatsache, dass dort ETWAS über Priester steht,nicht,dass dies NUR für Priester gilt.Vgl.:Der
Diakon (Nr.330) verrichtet Aufgaben in der Caritas – trotzdem können das auch andere.Aus 328 folgt also
für die Kommunionspendung durch Laien gar nichts.Darum geht’s dort gar nicht. Und Darstellung über das
Abendmahl gibt es eben viele.Aber jede Epoche hat das Abendmahl so gezeichnet, wie man es sich entweder
historisierend vorgestellt hat oder wie es zeitgenössische Praxis war.Und dazu gehört AUCH die Darstellung
von „Handkommunion“.Ich selbst habe schon öfter in der byz.Liturgie Mundkommunion unter beiderlei Gestalten
empfangen, wie dort üblich.Ich halte das für eine geeignete Form der Kommunion,geeigneter als die Praxis
der Handkommunion.Trotzdem spreche ich denen,die Handkommunion machen,nicht Ehrfurcht ab oder diskreditiere
ihre liturgischen Formen – noch dazu wenn diese im Einklang mit päpstl. Vorschriften sind. Dass mit der
Handkommunion die Ehrfurcht vor dem Sakrament schwindet, ist pure Behauptung.Bestimmte FORMEN der EhrfurchtsBEZEUGUNG
schwinden.Über die Ehrfurcht selbst sagt das nichts. Zu verheir. Priestern vgl. übrigens 334: Für Episkopat
wird der Zölibat IMMER verlangt, für Presbyterat NORMALERWEISE.Von „notwendig“ ist da keine Rede.
@Pierre Fischer Hab nun doch den Bildnachweis gefunden: Joos van Wassenhove, Jesus reicht den Aposteln
die Kommunion. [link]www.mtangel.edu/library/images/wassenhove.jpg[link]Und hier noch eine interessante
Lektüre zum Thema: P. Martin Ramm FSSP, Zum Altare Gottes will ich treten, Thalwil 2005, S. 136ff. Das
Buch ist auch online und zwar hier[link]www.alte-messe.de/[link]
Maledica ich frage mich, aus welchen Fingern Sie Ihr Gewäsch saugen! Es ist doch bekannt, dass Kard.
Lehmann, als Vertreter der Bischofskonferenz bei der hiesigen verehrten Leserschaft zum Feind Nr. 1 erkoren
wurde, neben Paul VI. und JP II. Also lesen wir hier von Strukturreformen im Bistum Mainz die in ganz
Deutschland an der Tagesordnung sind. Und was machen Sie in Ihrer völlig verblendeten Argumentationweise
daraus? Warum wandern Sie nicht aus?
Die Früchte der Verantwortlichen des Bistums Mainz sind schon lange verdorrt und faulen nun auch noch
weiter. Mit Umstrukturierungen soll kaschiert werden, was selbst eingebrockt wurde! Der selbstverschuldete
Priestermangel wird sicher nicht mit Superpfarreien aufgehoben. Anstatt das Übel an den Wurzeln zu packen
und die Seminaristen im katholischen Glauben zu unterweisen, wird Ketzerei und Häresie gelehrt und Pastis
eingesetzt. Homosexuelle, welche sich offen gegen die Morallehre wenden werden jedoch gefördert. Gläubige
welche die Mißstände anprangern werden vom Bistum selbst zum Sündenbock gestempelt. Das der katholische
Glaube im Bistum Mainz keine Chance hat, wen wundert das noch? Wenn die Alten gestorben sind und die letzten
Jugendlich endlich vertrieben wird vielleicht auch Lehmann und Co. aufwachen, weil dann das Geld ausbleibt…
Gegen die Aufhebung des Zölibats… … um den Priestermangel zu bekämpfen, sprechen nicht nur spirituelle
Gründe. Auch finanzielle. Verheiratete Priester müßten ihre Familien mitversorgen, auch im Alter.Teuer
für den Steuerzahler; zudem sind die anderen Familienmitglieder der öffentlichen Aufmerksamkeit mit
ausgesetzt, die das Priesteramt mit sich bringt. Sie müssen die väterliche Berufung ungewollt mittragen.
Bei den protestantischen Predigern führt das zu hohen Scheidungsraten. Und einer radikalen Auflehnung
der Kinder gegen das väterliche Lebensmodell. Wieviele Terroristinnen waren Pastorentöchter?
@Pierre Fischer Wieso sollte dann die Eucharistie nur von „würdigen Händen“ (Sie meinen wohl Priester)
gereicht werden? Ja, ich meinte Priester, weil nur diese würdig sind, den Leib des Herrn mit den Händen
anzurühren. (Vgl. KKK v. Benedikt XVI Nr. 328, Wirkung der Priesterweihe) Schauen Sie mal im Codex Hartker
(11. Jh.). Da hat man die Eucharistie so dargestellt, dass Christus den Aposteln Brotstücke in die Hand
drückt. Darstellungen über das Abendmahl gibt es unzählige und ebenso verschiedene (Vgl. o.g. KKK,
S. 87, leider ohne Quellennachweis). Es gibt genauso die These, dass Jesus den Jüngern das „Brot“ direkt
in den Mund legte, wie dies eine alte, jüdische Tradition war. Was ist eine „ehrfürchtige Tradition“?
Wusste nicht, dass Traditionen Ehrfurcht haben können. Sie haben Recht, war eine unglückliche Ausdrucksweise
meinerseits, aber Sie verstanden sicher den Sinn, oder? Es ist kein Geheimnis und nicht zu leugnen, dass
mit der Verbreitung der Hand- und Stehkommunion die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten Altarssakrament
schwindet.
@zwobbele Wer solchen Schwachsinn absondert, hat nicht gelernt vor dem tippen zu denken. Oder er ist ein
Tatsachenverdreher. eine hervorragende Selbsterkenntnis und Eigendarstellung.Wenn jemand meint, Gequirltes
entdeckt zu haben, und dann solch wirres Zeug schreibt, beurteilt sich selbst.
Argumentativ kommt man nicht weiter, weil der von kreuz.netz gelehrte Kastechismus nur der Repressionssteigerung
zur Erzwingung einer inneren Arkandisziplin der Sekte dient. Das ist vom Evangelium so weit weg wie die
Gebeine Mussolinis von den Heiligen Drei Königen.
@Frasim Nur wer keine Ehrfurcht vor der hl. Eucharistie hat, kann erlauben, dass SIE von unwürdigen Händen
und in unwürdiger Weise gereicht wird.[/fett] Spender aller Sakramente ist Christus. Wieso sollte dann
die Eucharistie nur von „würdigen Händen“ (Sie meinen wohl Priester) gereicht werden? Wenn jeder gültig
taufen kann, was soll dann an Kommunionspendung durch christliche Laien, die „Priester, König und Prophet“
(Taufe!) sind, „unwürdig sein“? Und was eine „würdige Weise“ ist, das entscheidet der kirchliche Gesetzgeber/Lehramt,
nicht das persönliche Empfinden Einzelner. Schauen Sie mal im Codex Hartker (11. Jh.). Da hat man die
Eucharistie so dargestellt, dass Christus den Aposteln Brotstücke in die Hand drückt.Dann denjenigen,
die sich für eine ehrfürchtige Tradition starkmachen, vorzuwerfen, sie schätzten die Eucharistie gering,
ist lachhaft und im wahrsten Sinne pervers.[/fett] Was ist eine „ehrfürchtige Tradition“? Wusste nicht,
dass Traditionen Ehrfurcht haben können. Wenn Sie eine „Ehrfurcht wie früher“ meinen: Die kulturellen
Formen, die Ehrfurcht annimmt, können unterschiedlich sein. Siehe die Vorrednerin: Auch die byzantinische
Tradition kennt eben ganz andere Ehrfurchtsformen. Und noch das Konzil von Nikaia hat das Knien in der
Osterzeit verboten. Sollen die etwa alle unehrfürchtig gewesen sein? Projizieren Sie nicht Ihre persönlichen
Maßstäbe auf andere. [fett] Laudetur Jesus Christus! [/fett] Da sind wir uns einig!
K wie Katja Leider gingen bei Ihnen die Kursivsetzungen etwas durcheinander. Ich halte überhaupt gar
nichts von Diskussionen darum, wie sich „die Kirche“ am besten „positioniert“. Suchet zuerst das Reich
Gottes! Es muss doch überraschen, welche Anziehungskraft solche spirituellen Bewegungen gewonnen haben,
die Glaubenstradition und kulturelle Modernität zu verbinden verstanden. Der Integralismus a la Lefebvre
wäre, gemessen an dem wahnwitzigen Anspruch („Tradition“), nur eine Lachnummer, wären dort nicht Seelen
in Gefahr.
#13 Katja Berben 12:25:26 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Sollte das „Kacke“ heißen? Die Abschaffung des Zölibats wurde schon vor Jahrhunderten gefordert.Immer
sind es sie gleichen.[/kursiv] ICH habe nicht vor Jahrhunderten die Abschaffung des Zölibats gefordert.Ich
schätze den Zölibat,aber das Recht auf Sakramente schätze ich höher. Wer schätzt denn die Eucharistie
gering? In Wirklichkeit sind es diejenigen klugscheienden Berufskatholiken, die Papiere produzieren …[/kursiv]
Was wissen Sie über mich genau? Aber nicht bei der Anbetung des Allerheiligsten Altarssakramentes anzutreffen
sind.[/kursiv] sie kieen sich nicht hin vor dem Herrn im Sakrament…[/kursiv] Ich bin jeden Sonntag bei
Vesper mit Aussetzung und sakramentalem Segen. Sie forden die Handkommunion, sie schaffen die Patene ab,[/kursiv]
Habe ich das? die stellen Miniröcke zur Hostienverteilung nach vorne,[/kursiv] ?? [kursiv] aber jetzt
schätzen sie angeblich die Eucharistie, weil sie die Priester zur Ehe verhelfen wollen[/kursiv] Ich will
keinem Priester,der den Zölibat versprochen hat, zur Ehe „verhelfen“.Allenfalls umgekehrt für Ehemänner
die Priesterweihe erbitten. Im Übrigen bezweifle ich,dass der Maßstab für die Katholizität der ist,ob
sich jemand an aus dem 2. Jtsd. stammenden Devotionsformen beteiligt.Dann wäre der hl. Benedikt nach
Ihrem Urteil nicht katholisch (Ordensregel ohne eucharistische Anbetung),und die Unierten wären es auch
nicht (kein Knien,sondern Metanien,kein Fronleichnamsfest).
@zwobbel Herzlichsten Dank, Sie sprechen mir aus der tiefsten Seele! Genauso ist es. Nur wer keine Ehrfurcht
vor der hl. Eucharistie hat, kann erlauben, dass SIE von unwürdigen Händen und in unwürdiger Weise
gereicht wird. Dann denjenigen, die sich für eine ehrfürchtige Tradition starkmachen, vorzuwerfen, sie
schätzten die Eucharistie gering, ist lachhaft und im wahrsten Sinne pervers. Laudetur Jesus Christus!
In der Ordnung der Gnade ist der Pflichtzölibat eine (wenn auch nicht göttlichen Rechts) eine kirchliche
Großtat zur Ehre der Eucharistie. Es ist eine schwere Anforderung, wird aber mehr und mehr –- in Zeiten
allgemeiner Herrschaft des philosophischen Naturalismus –- zum Rettungsanker für die Identität der Kirche.
Denn es gibt kaum ein glaubwürdigeres Zeugnis, wenn glaubwürdig gelebt, als diesen Verzicht. Vgl. Enzyklika
sacerdotalis caelibatus, Paul VI.
@Gotthard Sie könnten sehr wohl recht haben, denn wenn man bedenkt, dass nur ungefähr 20% der Katholiken
regelmäßig die Messe besuchen (das wären dann bei 8000 Katholiken 1600), dann sind 3 Priester und 3
pastorale Mitarbeiter doch nicht schlecht. Außerdem finde ich auch, dass der kathol. Kirche kein Stein
aus der Krone fallen würde, wenn sie Verheiratete zu Priestern weiht.
gequirlte K Wer da nicht ernsthaft erwägt, ob verheiratete Priester eine Option wären, zeigt, dass er
die Eucharistie gering schätzt. Was für eine unsägliche Moralkeule. Pharisäerhaft bis zum Abwinken!
Die Abschaffung des Zölibats wurde schon vor Jahrhunderten gefordert. Immer sind es sie gleichen. Wer
schätzt denn die Eucharistie gering? In Wirklichkeit sind es diejenigen klugschei enden Berufskatholiken,
die Papiere produzieren, Kongresse abhalten, Gesprächskreise durchführen usw. Aber nicht bei der Anbetung
des Allerheiligsten Altarssakramentes anzutreffen sind. Sie forden die Handkommunion, sie schaffen die
Patene ab, die stellen Miniröcke zur Hostienverteilung nach vorne, sie kieen sich nicht hin vor dem Herrn
im Sakrament… aber jetzt schätzen sie angeblich die Eucharistie, weil sie die Priester zur Ehe verhelfen
wollen Wer solchen Schwachsinn absondert, hat nicht gelernt vor dem tippen zu denken. Oder er ist ein
Tatsachenverdreher.
Bilderrätsel Wieder einmal erhebt sich (wie so ft bei Kreuz.net) die Frage: Was hat eigentlich das Bild
mit dem Artikel zu tun? Hat jemand eine Vorstellung?
Angesichts der Krise der Ehe lautet die redliche Frage nicht: „verheiratete Priester“, sondern sexuelle
Freizügigkeit für Priester. Da die Zivilehe alsd Ideal ausgedient hat, ist eine christliche Ehe mindestens
so „heroisch“ wie der Zölibat. Wer die Abschaffung des Pflichtzölibats fordert, hat eigentlich die restlose
Einfügung des Klerus ins System vor Augen, Kirche als Beamtenapparat und Faktor des gesellschaftlichen
Lebens neben vielen anderen. „Seelen gewinnen“ würde man so nicht (und will man auch nicht, solange die
Gehälter gewährleistet sind). Scheinantworten auf Scheinprobleme? Nützen nicht.
Paradies Die Fakten dieses Jammer-Artikels geben eigentlich keinen Grund zum Jammern her. 8.000 Katholiken
und 3 Priester und 3 weitere pastorale Mitarbeiter! Ein Paradies…
@Christoph Heger Die Zahlen sind eindeutig: Vor dem Konzil sanken die Kirchenbesucherzahlen und die Zahl
der Priesteramtskandidaten. Nach dem Konzil sanken sie weiterhin. Jedenfalls im deutschsprachigen Raum.
Es mag regionale Unterschiede gegeben haben, aber der Trend war nachher nicht anders als vorher. Insofern
ist das Konzil wohl kaum für die „Pleite“ verantwortlich. Wir wissen ja gar nicht, ob es nicht ohne das
Konzil noch schlimmer gekommen wäre. Im Übrigen: Verheiratete Priester sind IMMER eine Option, denn
sie sind theologisch denkbar – es gibt sie ja und es hat sie auch immer gegeben. Der Papst könnte von
heute auf morgen den CIC (irgendwo in den 1000er-Nummern, glaube ich) dahingehend ändern, dass jeder
Bischof das Recht hat, auch verheiratete Männer zu weihen. Dadurch würde die katholische Kirche nicht
weniger katholisch. Also muss es auch erlaubt sein, über diese Option zu diskutieren, sie vorzuschlagen,
sie für sinnvoll zu halten etc. Und immer wieder das Argument: Wieso sollte die asketische Tradition
des Priesteramtes schwerer wiegen als das Grundrecht der Gläubigen auf Sakramente (steht auch im CIC,
irgendwo in den 200er-Nummern)? Ganz egal, wo die geringe Zahl der Priester nun herkommt: Die Gläubigen
haben ein Recht auf Eucharistie. Wer da nicht ernsthaft erwägt, ob verheiratete Priester eine Option
wären, zeigt, dass er die Eucharistie gering schätzt.
#4 Katja Berben 11:47:21 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Also in meiner Gemeinde… …gabs früher einen Pfarrer und zwei Kapläne. Jeder der beiden Kapläne
war schwerpunktmäßig für eine der beiden Filialkirchen in den dortigen Stadtbezirken zuständig. Aber
natürlich hielt auch der Pfarrer dort Messen, sowohl sonntags als auch werktags. Niemand war davon verwirrt.
Jeder wusste: Die alltägliche – auch seelsorgerliche – Arbeit erledigt der Kaplan. Aber Letztverantwortlicher
ist immer der Pfarrer. Wer am Sonntag die Messe halten würde, wusste eigentlich nur der Mesner, sonst
niemand. Von Verwirrung war dabei keine Spur. Und in der Diözese Mainz soll das eine Katastrophe sein,
nur weil es jetzt „Pfarrverbund“ heißt?
@maxentius: Nein! Wären da nicht verheiratete Priester und „Diakoninnen“ eine Chance, den Mangel beim
Klerus zu beheben? Ohne das hier ausführlich begründen zu können: Nein! Im übrigen kann ich mir die
sarkastische Frage nicht verkneifen, wieso ausgerechnet die Pleitegeier vom größten Konzil aller Zeiten
sich jetzt noch berechtigt fühlen, uns Ratschläge zu geben, wie man die Folgen ihrer Pleite abmildern
könnte. MfG Christoph Heger
Bischofsheim Tatsächlich haben die Gläubigen einen Anspruch darauf, dass die Liturgie strikt nach der
Messordnung gefeiert wird. Die sinkende Zahl der Priester gibt freilich ein „Repressionspotential“ her,
so dass jeder für sich Papst spielt. Das kann den Betern nicht gefallen. Und viele der vom Etat diktierten
Strukturreformen bringen doch im Effekt nur wieder eine Steigerung des bürokratischen Übergewichts im
dt. Katholizismus. Zwar nicht Rom gehorchen, aber für die eigenen Kreationen dann Unterwerfung verlangen.
Die „Machtfrage“ wird lange noch nicht gründlich genug beleuchtet. Gegen den pouvoir temporel der Hierarchie
leisten die Beter legitimen Widerstand, auch wenn er noch so indirekt daherkommt.