[ « 317 318 319 320 321 » ]
Donnerstag, 11. Mai 2006 14:22
Am Arsch vorbei
Homo-Ideologen verlangen zuerst Toleranz. Sobald diese gewährt wird, gehen sie dazu über, Repressionen zu fordern, um Ansichten zu unterdrücken, die ihnen nicht passen.
Justizministerin Brigitte Zypries
Justizministerin Brigitte Zypries
(kreuz.net, Berlin) Die deutsche Justizministerin Brigitte Zypries von der ‘Sozialdemokratischen Partei’ hat sich offenbar abfällig über die Rechte der Kirchen geäußert.

Das berichtete die deutsche Boulevardzeitung ‘Bild’ unter Berufung auf Teilnehmer einer internen Koalitionsrunde.

Bei dieser Unterredung ging es um Inhalte eines in Deutschland geplanten sogenannten Anti-Diskriminierungsgesetzes.

Als die Christdemokraten verlangten, die Rechte der Kirchen zu respektieren, damit diese in Zukunft keine konfessionsfremden Mitarbeiter oder radikale Homosexuelle einstellen müßten, sei die Ministerin ausgerastet:

„Das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen geht mir am Arsch vorbei“, soll die Noch-Ministerin laut ‘Bild’ gekreischt haben.

Das hätten mehrere Teilnehmer der Runde übereinstimmend bestätigt.

Der christdemokratische Rechtsexperte Norbert Geis (CSU) nannte die Äußerung eine „unglaubliche Entgleisung“.

Noch-Ministerin Zypries wies den Bericht der Bildzeitung zurück.

Ein Sprecher sagte der Boulevardzeitung, daß die Ministerin sich an eine solche Äußerung nicht erinnern könne. Sie entspreche auch „nicht ihrem Sprachgebrauch“.

In den Verhandlungen über das Anti-Diskriminierungsgesetz hatten die Christdemokraten eine Kirchenklausel durchgesetzt. Sie erlaubt es den Glaubensgemeinschaften, die Einstellung von Vertretern anderer Konfession oder der Homo-Ideologie zu verweigern.

Den Sozialdemokraten geht die Ausnahme für die Kirchen zu weit. Sie kamen aber den Christdemokraten entgegen, um eine Einigung zu erzielen.

Der Gesetzentwurf war am Mittwoch vom Kabinett beschlossen worden und soll heute im Bundestag debattiert werden.

Der Rücktritt der Justizministerin wird für die kommenden Tage erwartet.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 115 Lesermeinungen:
Samstag, 17. Juni 2006 11:56
Dr. Otterbeck: Marcel,
für Sie noch ein soeben gefundenes Montini-Zitat (ich forsche ja noch):

Am 14.4.1964 sagte Paul VI vor der Ital. Bischofskonferenz zum Zweck der Liturgiereform:
„Ohne diese innere und äußere Wiederherstellung gibt es keine Hoffnung, dass das religiöse Leben auf breiter Ebene inmitten der Umschichtung der heutigen Lebensgewohnheiten überleben kann“ (Georg Huber, Paul VI, S. 196, Fn. 23).



Die verschwindend geringe Anzahl von SSPX-usern beweist es; und sie wäre noch viel geringer, stützte sich Ihr Club nicht auf „politique d’abord“!
Montag, 22. Mai 2006 11:05
stat crux: zur Definition
sei nachgetragen, dass mit antinomischem Neopaganismus ein Neuheidentum gemeint ist, das zugleich von sich das Gegenteil behauptet (in Antinomie steht); das war m.E. die eigentliche antimoderne Versuchung, die der Katholizismus (dank V2) mit knapper Not abwehren konnte.
Sonntag, 21. Mai 2006 07:17
Dr. Otterbeck: kraft Tradition:
Wahrscheinlich entwickelt sich die Klerikerzahl der FSSPX weiterhin verhalten günstig, aber die Reichweite in das „Volk“ wächst nicht mit, weil Normalbeseelten DIESER „Anschluss“ an die (selbsternannte) Tradition eben nicht einleuchtet. Aber die z.Zt. geringen Zahlen verniedlichen das Problem. Die ernste Gefahr besteht darin, dass die Semi-Sedi-Tradi ein Imitat des Katholizismus geschaffen haben, das für die Extreme Rechte systemkonform ist (und sogar in einer New World Order – „Religion ist Privatsache“ toleriert werden kann). Unter Behauptung des Gegenteils verzichtet der antinomische Neopaganismus auf den öffentlichen Anspruch der Religion (weil dieser, auf Integralismus verkürzt, für die „Welt“ irrelevant ist). Der lefebvresche Irrtum über den Sühnecharakter der Messe (den er mythisch interpretierte, surreal) ist attraktiv für Möchtegernpriester, aber ebensowenig katholisch wie die ätiologischen Legenden der „Modernisten“.

Oder mit M.-J. Lagrange gesagt: Ce n’est pas l’amour physique qui a commencé, c’est au contraire l’amour divin.
Freitag, 19. Mai 2006 17:30
Benedikt: @ Marcel
Wieviele Pilger glaubten an die Dogmen: 1900, 1925, 1950, 1975, 2000? Das läßt sich abschätzen nur, wenn man die Altvorderen und ihre Werke studiert _und_ die Praxis kennt.

Es ist sehr zu vermuten, dass Pilger von 1900 und 1925 das Konzil mitgestaltet haben, die Pilger von 1925 und 1950 haben er auch angenommen. Ihre Pilger vor dem Konzil und nach dem Konzil sind genau die gleichen, ihre Denkweise wird sich nicht plötzlich verändert haben, sondern ist unter der Oberfläche schon jahrzehntelang am gären gewesen, ohn das man vor dem Konzil eine adäquate Lösung für dieses Problem gehabt hätte.

Ihre regelmäßig die lockere Maske durchstoßenden häßlichen Kampfbegriffe für Menschen der Tradition (…) verraten Ihre Lieblosigkeit. So kämpft kein Christ.

Allzu zimperlich sind Ihre Battaillone ja auch nicht. Bei Ihnen werden ja sogar Rechtgläubige abgeurteilt, weil sie mal im NOM (gültiges Messbuch der Kirche!) konzelebriert haben. Das ist auch nicht christlich.

Sie ahnen die Kraft der katholischen Tradition

Selbst wenn die FSSPX weiter wächst wie bisher wird es Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte dauern, bis sie auch nur wahrnehmbar wird. Momentan interressieren sich bestenfalls ein paar Eingeweihte für solche Formen der Glaubenspraxis, für den größten Teil ist das aber völlig irrelevant, wenn nicht unbekannt. Es wird also noch dauern, und der Ausgang ist keineswegs gewiß…
Freitag, 19. Mai 2006 14:08
stat crux: Treffer, versenkt.
Wenn Sie alle anderen Zahlen nicht beeindrucken: Allein die Relation von 150.000 usern zu 463 Priestern ist schon verdächtig. Eine zehnfache Steigerung des Klerikalismus! Es gibt Ordensgemeinschaften mit weniger als 500 Mitgliedern, die das zehnfache Apostolat „bewegen“ wie Ihre na ja, nicht gerade „Nerzfarm“, sagen wir: Miliz. Aber zugegeben, mitunter gedeiht auch Unrecht.
Freitag, 19. Mai 2006 12:01
Marcel: „Hier gefällt es mir nicht!“ – sprach der Dauergast…
Dr. NO: Zahlenspiele:
Heiliges Jahr 1900 {…} Tsd. Pilger {…} 1925 {…} 1950 {…} 1975 {…} 2000


Setze man das in Relation zu Bevölkerungswachstum, Entwicklung Verkehrsmittel, Einkommen, usw. Dann stelle man es der Glaubenssubstanz der „Massen“ gegenüber.
Es zählt Qualität, nicht Quantität. Die Wahrheit macht sich nie an Zahlen fest.

Wieviele Pilger glaubten an die Dogmen: 1900, 1925, 1950, 1975, 2000? Das läßt sich abschätzen nur, wenn man die Altvorderen und ihre Werke studiert _und_ die Praxis kennt. Auf diese blicken V.II-Elfenbeintürmler von ferne. Die meisten Traditionskatholiken kommen aus der V.II-Praxis: sie kennen sie gut, daher ihr Gang zur Glaubensoase in der Kirche.

Zum Vergleich: FSSPX 150.000 user, 463 Kleriker.
Ihre ständige Wiederholung, wie unwichtig und klein die traditionelle katholische Bewegung sei, täuscht den Beobachter nicht. Sie verwenden viel zu viel Kanonenpulver auf angeblich nebensächliche Spatzen. Ihre regelmäßig die lockere Maske durchstoßenden häßlichen Kampfbegriffe für Menschen der Tradition – „Nerze“ für Priester, „Nachzucht“ für die Kinder der aufopferungsvollen Traditionsfamilien, und andre Scheußlichkeiten mehr – verraten Ihre Lieblosigkeit. So kämpft kein Christ.
Sie ahnen die Kraft der katholischen Tradition – weil sie Gott in den Mittelpunkt rücken im Gegesatz zu V.II & NOM. Unser Papst weiß, daß diese Tradition wächst, und er mißtraut den dumpfen Massenspektakeln am Petersplatz, Köln, usw. zutiefst.
Alle Lesermeinungen anzeigen 109 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net