Eine fatale Bilanz
Der selbständige Unternehmensberater und vierfache Familienvater, Dipl.Ing. Andreas Kirchmair, soll als ehrenamtlicher Vorsitzender aus dem ‘Diözesankomitee Katholische Organisationen Steiermark’ zum Rücktritt gedrängt werden. Grund ist unter anderem ein aufrüttelnder Kommentar zur Kinderabtreibung. Von Andreas Kirchmair.

Zu dieser Frage wurde ein ganzes Maßnahmenbündel überlegt.
Abgesehen davon, daß auch theologisch umstritten ist, ob die Zahlung eines Beitrags Grundlage für den Wiedereintritt in die oder den Austritt aus der Kirche ist, handelt es sich um eine sehr vordergründige und materielle Sorge.
Sollte aber das Hauptaugenmerk nicht auf der Seelsorge liegen, also bei lebenswichtigen Themen,
wo Seelenheil
und Menschenleben gefährdet sind – etwa auf dem Lebensschutz?
Viele Menschen fragen sich, was die Kirche und ihre Hirten in den vergangenen dreißig Jahren unternommen haben, als jedes zweite/dritte Kind vor seiner Geburt getötet wurde. Warum hat es so wenig Widerstand gegeben?
Warum distanzieren sich kirchliche Entscheidungsträger oft von Lebensschützern, die öffentlich für das Lebensrecht Ungeborener eintreten und verteidigen Gesetze, die im klaren Widerspruch zur Lehre der Kirche stehen?

Warum wird die Mitverantwortung der Väter der getöteten Kinder nicht laut eingefordert?
Warum war die Kirche früher so hart zu ledigen Müttern und unehelichen Kindern?
Warum besitzt unsere Kirche kein breites seelsorgliches Angebot für jene Massen, die an der Abtreibung Unschuldiger schuldig geworden sind?
Warum werden nicht Maßnahmenbündel zum Lebensschutz entwickelt und gefördert wie in den USA und in Polen, um das Bewußtsein wenigstens zukünftig zu verändern?
Weil hier Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinanderklaffen, ist die katholische Kirche – mit Ausnahm weniger, die oft Unglaubliches leisten – ein Teil der Schweigemauer in unserem Land geworden.
Beim Lebensschutz ungeborener Menschen hat die Kirche heute de facto keine gesellschaftspolitische Relevanz.
Tragen Hirten, die beim Thema Kinderabtreibung ängstlich auftreten und sich in der öffentlichen Wahrnehmung „arrangiert haben“, nicht eine Mitverantwortung an dieser Tragödie historischen Ausmaßes?
Müssen sich die getöteten Kinder und die betroffenen Eltern nicht im Stich gelassen fühlen?
Eine ehrliche Reue der Kirche – die auch die meine ist – könnte heute vielen Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen ein Beispiel geben.
Eine geläuterte Kirche könnte morgen der stärkste Motor für eine Umkehr zu einer echten „Kultur des Lebens“ sein, wie sie Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika ‘Evangelium Vitae’ beschreibt.
Denn Kinder und nicht die Kirchensteuerzahler sind die Hoffnungsträger der Kirche.
Der Gastkommentar von Dipl.Ing. Andreas Kirchmair erschien am 15. März in der ‘Wiener Zeitung’ unter dem Titel „Kinder statt Kirchensteuer“.
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Sonntag, 14. Mai 2006 18:02
Frasim: @Sulpicius
Darf ich Sie an Ihre eigenen, tröstenden Worte mir gegenüber (s. weiter unten in dieser Diskussion)erinnern:
Nehmen Sie’s mit Gotthard und methusalix nicht so schwer. Wenn man hier etwas länger dabei ist, gewöhnt man sich an diese beiden Forumsclowns.
Einfach ruhig bleiben und sich von soviel Granatenmist nicht fertigmachen lassen…
MfG
Nehmen Sie’s mit Gotthard und methusalix nicht so schwer. Wenn man hier etwas länger dabei ist, gewöhnt man sich an diese beiden Forumsclowns.
Einfach ruhig bleiben und sich von soviel Granatenmist nicht fertigmachen lassen…
MfG
Samstag, 13. Mai 2006 17:47
Sulpicius: Sowas…
Wenn Männer Kinder bekämen, wäre die Abtreibung längst ein Sakrament.
… Saudummes , Unsachliches schießt wirklich den Vogel ab! Wer dieses Zitat sich zu eigen macht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Eine Diskussion mit ihm ist sinnlos.
… Saudummes , Unsachliches schießt wirklich den Vogel ab! Wer dieses Zitat sich zu eigen macht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Eine Diskussion mit ihm ist sinnlos.
Samstag, 13. Mai 2006 09:28
franziskus: Kirchensteuer statt Kinder
Bravo! Eine sehr gute Gegenüberstellung.
Wenn man in der Steiermark dem Haupteinnahmeposten Kirchenbeitrag den Hauptausgabeposten Personalkosten gegenüberstellt, ergibt sich, dass der Kirchenbeitrag zu 75% von den Personalkosten gefressen wird. (Fast wie beim ÖGB)
Immer mehr hauptberufliche Mitarbeiter sind nicht das Ideal für eine Kirche, deren Gründer sein Leben freiwillig opferte.
Die Basis und die ganze Kirche könnten nicht existieren ohne vorwiegend freiwillige Mitarbeiter, die weder auf Zeit noch Mühe schauen.
(Wie auch bei jedem besseren Verein)
Wenn man in der Steiermark dem Haupteinnahmeposten Kirchenbeitrag den Hauptausgabeposten Personalkosten gegenüberstellt, ergibt sich, dass der Kirchenbeitrag zu 75% von den Personalkosten gefressen wird. (Fast wie beim ÖGB)
Immer mehr hauptberufliche Mitarbeiter sind nicht das Ideal für eine Kirche, deren Gründer sein Leben freiwillig opferte.
Die Basis und die ganze Kirche könnten nicht existieren ohne vorwiegend freiwillige Mitarbeiter, die weder auf Zeit noch Mühe schauen.
(Wie auch bei jedem besseren Verein)
Freitag, 12. Mai 2006 22:07
methusalix †: @frasim und Co.
zu Ihrer Information: ich habe zitiert, einen deutschen Kabarettisten, dessen Pointe von den Feministen
aufgegriffen und weiter verbreitet worden ist.
Wenn Männer Kinder bekämen, wäre die Abtreibung längst ein Sakrament.
Kay Lorentz (1920-93), dt. Schriftsteller u. Kabarettist, Leiter Kom(m)ödchen, Düsseldorf
Wenn Männer Kinder bekämen, wäre die Abtreibung längst ein Sakrament.
Kay Lorentz (1920-93), dt. Schriftsteller u. Kabarettist, Leiter Kom(m)ödchen, Düsseldorf
Freitag, 12. Mai 2006 09:27
Onan †: @Knecht Dummspecht
oops…
t’schuldigung
t’schuldigung
Freitag, 12. Mai 2006 08:25
Knecht Dummspecht †: Verwechslung…
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