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Freitag, 12. Mai 2006 09:40
Der Spitalkaplan war der Mörder
Ein US- Geschworenengericht hat gestern Hw. Gerald Robinson (68) für schuldig befunden, vor 26 Jahren die Klosterfrau, Sr. Margaret Ann Pahl, erstochen zu haben.
Links: Der verurteile Priester, Hw. Gerald Robinson Rechts: Die ermordete Schwester Margaret Ann Pahl
Links: Der verurteile Priester, Hw. Gerald Robinson
Rechts: Die ermordete Schwester Margaret Ann Pahl
(kreuz.net, Toledo) Sr. Margaret Ann wurde am Morgen des Karsamstags 1980 in der Sakristei der Kapelle eines katholischen Krankenhauses in der Stadt Toledo im US-Bundesstaat Ohio gefunden. Die Klosterfrau war zur Tatzeit 71 Jahre alt.

Die Geschworenen berieten sechs Stunden, bevor sie den angeklagten Priester für schuldig befanden. Der Geistliche wurde von Richter Thomas Osowik sofort zu 15 Jahren bis lebenslänglich verurteilt.

Hw. Robinson im Jahr 1980
Hw. Robinson im Jahr 1980
Oft warten Richter mit der Urteilsverkündigung einige Wochen. Doch der Richter sprach das Urteil so schnell aus, um den Fall – der in Toledo für viel Unruhe gesorgt hat – zu einem schnellen Ende zu bringen.

Bei der Urteilsverkündigung stand der Angeklagte als Priester gekleidet zwischen seinen zwei Rechtsanwälten. Er hat im Laufe der dreiwöchigen Verhandlungen deutlich abgenommen.

Als Tatmotiv gab der Staatsanwalt an, daß Robinson mit seiner Arbeit als Spitalkaplan nicht zufrieden gewesen sei. Das Krankenhaus wurde von der Ordensgemeinschaft der ermordeten Schwester geleitet, deren „dominante Persönlichkeit“ Hw. Robinson verabscheut habe.

Die ermordete Schwester
Die ermordete Schwester
Die Leiche der Schwester wurde mit 31 Messerstichen gefunden. Neun Stiche wurden ihr durch ein Altartuch hindurch in der Form eines umgekehrten Kreuzes verabreicht.

Die Verteidigung beharrte darauf, daß die Staatsanwaltschaft schwache und einander widersprechende Beweise vorgebracht und andere Tatverdächtige nicht in den Blick genommen habe.

Hw. Robinson war schon früher der Hauptverdächtige für die Tat. Doch nach dem Mord gelang es der Staatsanwaltschaft nicht, genügend Beweise vorzulegen.

Erst im Jahr 2004 konnte die Kriminalpolizei aufgrund neuer Untersuchungsmethoden eine Übereinstimmung zwischen einer Blutspur auf einem Brieföffner des Priesters und einem Altartuch von der Mordszene feststellen.

Auf diese Weise wurde der Brieföffner des Priesters als Tatwaffe identifiziert.

Der Priester wird nach seiner Verurteilung in Handschellen abgeführt
Der Priester wird nach seiner Verurteilung in Handschellen abgeführt
Nach der Verhaftung von Hw. Robinson meldeten sich drei Zeugen, die den Priester zur Mordzeit im Bereich der Sakristei gesehen haben wollten. Der Geistliche selber gab an, sich zur Tatzeit geduscht zu haben.

Einer der Verteidiger von Hw. Robinson kommentierte das Urteil unter Tränen. Er hat den Priester schon als Grundschüler in einer katholischen Lehranstalt kennengelernt:

„Das war beruflich mein schlimmster Tag. Heute ist ein schwieriger Tag.“ Dann fügte er hinzu: „Ich bin nie stolzer gewesen, ein Katholik zu sein.“
6 Lesermeinungen:
Montag, 22. Mai 2006 17:15
Gunsenum: Wovor…
fürchtet sich user @Gotthard?
Wie der ehemalige Fuldaer Bischof, der seinen Erzbischofstitel übrigens aus dem schwarzen Erdteil importierte, scheint sein Denken ständig nur um Homosexualität zu kreisen.
Sei es der „schwule Priester“, sei es das ihm wirklich exzellent bekannte Leben der Schwulen (die Detailflut hat ein gewisses Geschmäckle!), seien es die rechtlichen Fragen der Partnerschaften, sei es die korrekte Anrede von Schwulen im Allltag…

Nicht mal mehr ein Schelm, wer da nichts vermutet!
Mittwoch, 17. Mai 2006 08:54
Na, dann spenden Sie doch mal für den hochwürdigen Mörder. Was verstehen Sie denn unter einer „guten Haft“?
Was würden Sie dem Mörder wünschen wenn er kein Priester wäre?
Montag, 15. Mai 2006 08:43
Athanasius: Bitte, Redaktion
Die Leiche der Schwester wurde mit 31 Messerstichen gefunden. Neun Stiche wurden ihr durch ein Altartuch hindurch in der Form eines umgekehrten Kreuzes verabreicht.

In ganz Amerika ist bekannt, daß dieser Priester und die weiteren (noch freien) Täter diesen Mord satanistisch-ritualisch vollzogen haben (ja, jeder Mord ist satanisch, aber noch nicht satanistisch).

Die Untersuchung war lange unterbrochen, bis eine Frau eine Anklage gegen diesen Priester einreichte, in der sie ihn und andere Priester davon beschuldigte sie ritualerweise sexuell missbraucht zu haben in ihrer Jugend. Diese Rituale, die beschrieben wurden, war voll-satanistisch. Der Gerichtshof hat diese Tatsachen zum Satanismus auch bestätigt.

Das ist die Situation der Welt und der Kirche: Satanismus, sogar bei Klerikern. Ich wünschen dem Hw. eine gute Haft (wenn er wirklich schuldig ist), Gottes Barmherzigkeit und ein guter Exzorismus damit er den Sat. loswird (den er selber gewählt haben muss).
Freitag, 12. Mai 2006 13:55
und Freimaurer!
Freitag, 12. Mai 2006 13:08
Gotthard: Verlust
Das „Hw“ würde Robinson nur verlieren, wenn er auch noch schwul wäre.
Freitag, 12. Mai 2006 13:00
Markus-Antonius †: Was soll das?
„Ich bin nie stolzer gewesen als heute, ein Katholik zu sein.“ Das sagt der Verteidiger des Mörders. Was will er uns mit dieser Botschaft sagen?

Im Übrigen klingt immer so unterschwellig Mitleid mit dem Täter mit. Der Ärmste hat also abgenommen, so, so…Der Titel Hochwürden kann ja auch wohl gestrichen werden. Oder gibt es hochwürdige Mörder?
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