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Sonntag, 14. Mai 2006 08:49
kreuzmeldungen
„Schnell selig“ + Dem Papst war kalt + Privat auf dem Tennisplatz + Krebs wird immer tödlicher + Gerne katholisch
„Schnell selig“

Vatikan. Zehntausende Gläubige haben gestern in Rom des Attentates auf Johannes Paul II. vor 25 Jahren gedacht. Rund 20.000 Menschen nahmen an einer Prozession teil, die auf dem Petersplatz endete und bei der die Statue der Madonna von Fatima mitgeführt wurde. Bei einer Messe im Petersdom rief der römische Kardinalvikar Camillo Ruini die Gläubigen auf, zu beten, daß Johannes Paul II. „schnell selig gesprochen“ werde. Zugleich wurde an der Stelle des Papstattentats auf dem Petersplatz eine weiße, 40 mal 40 Zentimeter große Marmorplatte mit dem Attentatsdatum und dem Wappen des verstorbenen Papstes angebracht.

Dem Papst war kalt

Deutschland. Mons. Georg Ratzinger (82) hat sich für Gespräche mit seinem Bruder, Papst Benedikt XVI., in seiner Regensburger Wohnung ein spezielles Telefon installieren lassen. „Wenn das schellt, weiß ich, daß mein Bruder dran ist“, erklärte Mons. Ratzinger vor der ‘Süddeutschen Zeitung’. Er telefoniere jede Woche mit dem Papst. Meist gehe es dabei um Alltäglichkeiten – auch mal um die Kleidung: „Auf den Camauro habe ich ihn angesprochen. Er sagte: Mei, den habe ich angezogen wegen der Kälte.“ Von sich aus sage er aber nichts: „Über Äußerlichkeiten redet mein Bruder nicht.“

Privat auf dem Tennisplatz
Mons. Gänswein auf dem Tennisplatz
Mons. Gänswein auf dem Tennisplatz

Vatikan. Der Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., Mons. Georg Gänswein (49), begann kürzlich wieder, Tennis zu spielen. Dabei wurde er heimlich fotografiert. Die Zeit für Sport fehlt dem Kirchenrechtler sehr: „Der Ruhm ist eine Bürde“, erklärte Mons. Gänswein vor der deutschen Boulevardzeitung ‘Bild’: „Leib und Seele gehören zusammen. Jetzt muß ich mal wieder was für den Körper tun, meinen Rhythmus finden und Kopf und Körper trainieren.“

Krebs wird immer tödlicher

Großbritannien. Das britische ‘Amt zur Kontrolle von Fortpflanzungsmedizin und Embryonenforschung’ entschied am Mittwoch, daß im Reagenzglas produzierte Kinder nach ihrer Krebsanfälligkeit ausgesondert werden dürfen. Zehn britische Kliniken haben somit die Möglichkeit, ihre kleinsten Patienten auf verschiedene Krebsgene hin zu untersuchen und gegebenenfalls zu eliminieren.

Gerne katholisch

„So gehört Kardinal Lehmann zu den Menschen, derentwegen ich gerne katholisch bin. Der für die Freiheit des Katholischen steht: mit seiner Menschlichkeit und Beharrlichkeit, intellektuellen Redlichkeit und dem Mut, die Wahrheit nicht als Paket zu sehen, sondern als Begleiterin durch die Zeit, die man spüren kann, aber nie besitzen.“

Der Journalist Matthias Drobinski in der 192seitigen Festschrift zum 70. Geburtstag von Kardinal Lehmann ‘Wir Nachbarn des Himmels. Erfahrungen und Begegnungen mit Karl Kardinal Lehmann’ – herausgegeben vom Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Jesuitenpater Hans Langendörfer, und dem Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 14 Lesermeinungen:
Dienstag, 16. Mai 2006 15:33
Graf von Galen: Kardinal Lehmann und die CDU
Daß ich Kardinal Lehmann nicht mag, liegt an seiner Ketzerei und seiner Absicht die Kirche am staatlich sanktioniertem Abtreibungsmorg zu beteiligen.
Die CDU wähle ich nicht, da Sie mir zu weltlich und zu liberal und zu wenig christlich und patriotisch ist.
Dienstag, 16. Mai 2006 10:06
stat crux: Haha,
bonjour, immerhin ein Anflug von Humor auf diesen tristen Piusseiten!

Dr. O.
Dienstag, 16. Mai 2006 08:23
28.IX-28.X: katholisch wegen Lehmann?
da dachte ich mir immer, bin katholisch Gotteswegen. Wegen Jens Lehmann werde ich doch kein Fußballer!
Montag, 15. Mai 2006 21:17
Bonjour: Dr. O.
aber ja doch. Schönen Abend noch.
Montag, 15. Mai 2006 20:51
Dr. Otterbeck: Bonsoir,
das Ding mit der Toleranz ist leider tatsächlich ein bisschen komplexer, als nur „jede/r nach seiner Facon“; denn Toleranz bedeutet für das Zusammenleben ein gesellschaftliches Dogma ausklammern, aber nicht die Toleranz selbst zum religiösen Dogma machen.

Aber Sie interessieren sich wohl mehr für „das Ding an sich“ (Kant).
Montag, 15. Mai 2006 20:39
Bonjour: @Gotthard
Falls es nicht rübergekommen ist, dass mich der SWR nervte, nicht etwa der Kardinal, dann tut mir das leid.
Zumal, so mein Eindruck, Lehmann auch kritischen Fragen durchaus zugänglich ist. Aber ok, es war sein Geburtstag…
Und solange der Kurs Lehmanns die Kirche schön langsam weiter Zug um Zug entkrampft, muss ich niemanden „missionieren“, deshalb: ad multos annos!
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