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„Schnell selig“ + Dem Papst war kalt + Privat auf dem Tennisplatz + Krebs wird immer tödlicher + Gerne katholisch
„Schnell selig“

Vatikan. Zehntausende Gläubige haben gestern in Rom des Attentates auf Johannes Paul II. vor 25 Jahren gedacht. Rund 20.000 Menschen nahmen an einer Prozession teil, die auf dem Petersplatz endete und bei der die Statue der Madonna von Fatima mitgeführt wurde. Bei einer Messe im Petersdom rief der römische Kardinalvikar Camillo Ruini die Gläubigen auf, zu beten, daß Johannes Paul II. „schnell selig gesprochen“ werde. Zugleich wurde an der Stelle des Papstattentats auf dem Petersplatz eine weiße, 40 mal 40 Zentimeter große Marmorplatte mit dem Attentatsdatum und dem Wappen des verstorbenen Papstes angebracht.

Dem Papst war kalt

Deutschland. Mons. Georg Ratzinger (82) hat sich für Gespräche mit seinem Bruder, Papst Benedikt XVI., in seiner Regensburger Wohnung ein spezielles Telefon installieren lassen. „Wenn das schellt, weiß ich, daß mein Bruder dran ist“, erklärte Mons. Ratzinger vor der ‘Süddeutschen Zeitung’. Er telefoniere jede Woche mit dem Papst. Meist gehe es dabei um Alltäglichkeiten – auch mal um die Kleidung: „Auf den Camauro habe ich ihn angesprochen. Er sagte: Mei, den habe ich angezogen wegen der Kälte.“ Von sich aus sage er aber nichts: „Über Äußerlichkeiten redet mein Bruder nicht.“

Privat auf dem Tennisplatz

Vatikan. Der Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., Mons. Georg Gänswein (49), begann kürzlich wieder, Tennis zu spielen. Dabei wurde er heimlich fotografiert. Die Zeit für Sport fehlt dem Kirchenrechtler sehr: „Der Ruhm ist eine Bürde“, erklärte Mons. Gänswein vor der deutschen Boulevardzeitung ‘Bild’: „Leib und Seele gehören zusammen. Jetzt muß ich mal wieder was für den Körper tun, meinen Rhythmus finden und Kopf und Körper trainieren.“

Krebs wird immer tödlicher

Großbritannien. Das britische ‘Amt zur Kontrolle von Fortpflanzungsmedizin und Embryonenforschung’ entschied am Mittwoch, daß im Reagenzglas produzierte Kinder nach ihrer Krebsanfälligkeit ausgesondert werden dürfen. Zehn britische Kliniken haben somit die Möglichkeit, ihre kleinsten Patienten auf verschiedene Krebsgene hin zu untersuchen und gegebenenfalls zu eliminieren.

Gerne katholisch

„So gehört Kardinal Lehmann zu den Menschen, derentwegen ich gerne katholisch bin. Der für die Freiheit des Katholischen steht: mit seiner Menschlichkeit und Beharrlichkeit, intellektuellen Redlichkeit und dem Mut, die Wahrheit nicht als Paket zu sehen, sondern als Begleiterin durch die Zeit, die man spüren kann, aber nie besitzen.“

Der Journalist Matthias Drobinski in der 192seitigen Festschrift zum 70. Geburtstag von Kardinal Lehmann ‘Wir Nachbarn des Himmels. Erfahrungen und Begegnungen mit Karl Kardinal Lehmann’ – herausgegeben vom Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Jesuitenpater Hans Langendörfer, und dem Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Graf von Galen   15:33:12 | Dienstag, 16. Mai 2006
Kardinal Lehmann und die CDU
Daß ich Kardinal Lehmann nicht mag, liegt an seiner Ketzerei und seiner Absicht die Kirche am staatlich sanktioniertem Abtreibungsmorg zu beteiligen.
Die CDU wähle ich nicht, da Sie mir zu weltlich und zu liberal und zu wenig christlich und patriotisch ist.
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#13   stat crux   10:06:55 | Dienstag, 16. Mai 2006
Haha,
bonjour, immerhin ein Anflug von Humor auf diesen tristen Piusseiten!
Dr. O.
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#12   28.IX-28.X   08:23:35 | Dienstag, 16. Mai 2006
katholisch wegen Lehmann?
da dachte ich mir immer, bin katholisch Gotteswegen. Wegen Jens Lehmann werde ich doch kein Fußballer! :-D
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#11   Bonjour   21:17:46 | Montag, 15. Mai 2006
Dr. O.
aber ja doch. Schönen Abend noch.
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#10   Dr. Otterbeck   20:51:33 | Montag, 15. Mai 2006
Bonsoir,
das Ding mit der Toleranz ist leider tatsächlich ein bisschen komplexer, als nur „jede/r nach seiner Facon“; denn Toleranz bedeutet für das Zusammenleben ein gesellschaftliches Dogma ausklammern, aber nicht die Toleranz selbst zum religiösen Dogma machen.
Aber Sie interessieren sich wohl mehr für „das Ding an sich“ (Kant).
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#9   Bonjour   20:39:38 | Montag, 15. Mai 2006
@Gotthard
Falls es nicht rübergekommen ist, dass mich der SWR nervte, nicht etwa der Kardinal, dann tut mir das leid.
Zumal, so mein Eindruck, Lehmann auch kritischen Fragen durchaus zugänglich ist. Aber ok, es war sein Geburtstag…
Und solange der Kurs Lehmanns die Kirche schön langsam weiter Zug um Zug entkrampft, muss ich niemanden „missionieren“, deshalb: ad multos annos!
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#8   Dr. Otterbeck   20:36:41 | Montag, 15. Mai 2006
Four more years
wird Kard. Lehmann wohl noch haben, Bonjour, aber dass „meine Piusbrüder“ (ich kenne keinen einzigen persönlich) ihn nicht mögen, das liegt an seiner CDU-Nähe, nicht an seinem Katechismus. So simpel ist das hier gestrickt. Am Wahlverhalten erkennt man den deutschen Katholiken. Die „Piusbrüder“ wählen den Graf von Paris (mehrheitlich, einige auch bonapartistisch…)
Wetten dass?
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#7   Gotthard   23:42:38 | Sonntag, 14. Mai 2006
@Bonjour
Ich bitte Dich ganz herzlich,mal Deine Missionsbemühungen und Deine Erfolge hier darzustellen.
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#6   Bonjour   22:47:29 | Sonntag, 14. Mai 2006
Fernsehsendung
nun ja, das öffentlich-rechtliche Fernsehen macht ja auch Sendungen zu runden Geburtstagen von anderen Verkleideten, sprich Königinnen, Fürstchen etc., wieso sollen sie nicht auch eine über einen Kardinal fabrizieren? Zumal über einen, der den Kohl als engen Freund gleich mitschleppen darf.
Dass der Moderator am Ende der Sendung keine sichtbar braune Zunge hatte, spricht indes überhaupt nicht für Qualitätsjournalismus; ein „Gesellschaftsreport“ war das, mehr nicht. Wie sehr der Herr Kardinal doch beschäftigt wäre! Wieviele Bücher er liest! Wie subtil er gegen seinen (verstorbenen) Chef opponiert habe! Wie leutselig er sei mit seinem lauten ha-ha-ha-ha! Alles wohlwollend begleitet vom anderen Koloss, Kohl.
Aber ich gebe Gotthard ja recht: wenigstens braucht sich die Welt vor der Missionsbefehl-Auffassung dieses Katholiken glücklicherweise nicht zu fürchten. 10 more years, Vorsitzender Lehmann!
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#5   Gotthard   22:20:30 | Sonntag, 14. Mai 2006
Fernsehsendung
Es ist doch Klasse, wenn das Fernsehen anläßlich eines runden Geburtstages über den Vorsitzenden unserer Bischofskonferenz eine Sendung macht.
Da hat es Leute gegeben, die den Missionsbefehl Jesu im Kopf haben und heutige Möglichkeiten wahrnehmen.
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#4   Bernardin †   21:05:51 | Sonntag, 14. Mai 2006
Sulpicius
Peinlich, OBERPEINLICH sind Sie, nicht Kardinal Lehmann!
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#3   Sulpicius   16:14:45 | Sonntag, 14. Mai 2006
Sich eine eigene Fernsehsendung…
… zum 70. zugestehen wie Karneval Lehmann ist schon mehr als oberpeinlich (SWR, 13.5.2006). :-$
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#2   Dr. Otterbeck   12:31:58 | Sonntag, 14. Mai 2006
Das Hermeutik-Getuschel
geht sicherlich bals zu ende, wenn die Tradi nur noch im Tratsch germeuen.
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#1   Schüttel   11:39:20 | Sonntag, 14. Mai 2006
So gehört Kardinal Lehmann zu
den Bischöfen, deretwegen manch einer den Weg zur FSSPX findet. Er ist alles mögliche, nur nicht wirklich und von Herzen katholisch. Der liberale Lehmann steht für Hermeutik-Getuschel, für Hegel, Heidegger und Rahner, nicht für Gott, Christus und Kirche. Möge seine „Ära“, die die Sensibilität für den Lebensschutz in D beendete und die als „Kind“ „Donum Vitae“ (EB Dyba sagte „Donum mortis“) gebar, doch bals zu ende gehen ! (Seufz!) :-!
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