Muttergottes
Kann ein armer Sünder die Muttergottes liebenswert finden?
In der Lauretanischen Litanei wird die Heilige Jungfrau liebenswürdigste Mutter – Mater amabilis – genannt. Eigentlich könnte man meinen, daß die Muttergottes gar nicht so liebenswürdig ist. Von John Henry Newman († 1890).
(kreuz.net) Die Sünde ist von Natur aus etwas Häßliches und Abscheuliches – die Gnade dagegen etwas Schönes, Anziehendes und Liebeweckendes.

Man könnte sagen, daß die Unbeflecktheit Mariens sie in ihrem irdischen Leben an sich noch nicht liebenswert mache, und zwar aus zwei Gründen:

Zunächst weil wir niemandem unsere volle Liebe schenken können, der völlig von uns verschieden ist – und wir sind doch Sünder.

Sodann gibt es heilige Seelen, die – wie wir oft genug im Leben erfahren können – nicht immer angenehm sind und uns nicht anziehen. Sie wecken wohl unsere Bewunderung und Hochachtung, aber wir können sie oft doch nicht aus innerer Neigung heraus lieben.

In der Tat lieben Bösewichte die Guten nicht und können es nicht, weil sie ihre ständige Anklage sind.

Wenn Maria die liebenswürdige Mutter genannt wird, so gilt das natürlich nicht für reine Bösewichte, sondern für die Kinder der Kirche – die ihre Heiligkeit kennen und die in sich wenigstens eine Wurzel des Guten und eine Ähnlichkeit mit den Tugenden Mariens tragen.

Es gilt nicht für solche, die außerhalb der Kirche stehen und nichts von ihr wissen wollen.

Jedes Kind der Kirche, das noch einige Überreste von Gottes Gnade in seiner Seele besitzt, ist – bei aller anderen Armseligkeit – Maria doch ähnlich genug, um sie lieben zu können.

Soweit wir also trotz unserer Sündhaftigkeit eine Ähnlichkeit mit Maria besitzen und soweit sie Anknüpfungspunkte in uns findet, soweit muß sie uns liebenswert erscheinen. Gerade ihre erhabene Tugend muß eine Art Liebe in uns wecken, je mehr wir die Mängel der eigenen Tugenden und die Schranken des eigenen Wesens empfinden und das Ideal lieben.

Da bleibt aber immer noch die Frage:

• ob die Heiligkeit in sich notwendig Liebe auslöse,

• ob Maria während ihres Erdenlebens die Herzen ihrer Umgebung angezogen und gerade wegen ihrer Heiligkeit von allen geliebt wurde, die mit ihr zusammentrafen.

Tatsache ist, daß die heiligsten Personen oft absolut nicht die Gabe besitzen, bei ihren Mitmenschen natürliche Zuneigung und Liebe zu erwecken.

Die Erklärung liegt darin, daß nicht die Heiligkeit, sondern die Mängel an Heiligkeit bei den erwähnten Beispielen abstoßend wirken.

Es ist ein großer Unterschied zwischen einer Seele wie Maria – auf der nie ein Schatten der Sünde lag – und einer solchen, welche die Folgen von Adams Sünde – trotz ihrer Heiligkeit – an sich trägt.

Denn auch nach Taufe und Buße leidet eine solche Seele notwendig an den geistigen Wunden, welche die Ursünde uns geschlagen hat. Heilige begehen keine Todsünde, und viel haben in ihrem ganzen Erdenleben nie eine begangen.

Aber Maria hat kein einziges Mal eine läßliche Sünde getan und in ihrer Seele nie den Anreiz dazu empfunden. Das ist ihr besonderer Vorzug, der keinem anderen zuteil wurde.

Darum schließt das jeden Vergleich mit anderen Heiligen aus.

Was den Heiligen also oft an Liebenswürdigkeit und anziehender Art fehlt, entstammt aus den Überresten der Sünde und aus der unvollkommenen Heiligkeit, welche die Schwächen der Natur, der Seele und des Körpers nicht zu überwinden vermochte.

Maria aber war in und durch ihre Heiligkeit für alle, die sie sahen, hörten und mit ihr verkehrten, das engelgleiche himmlische Wesen, das notwendig tiefe Zuneigung und Liebe erweckte.

Ihr Antlitz war naturgemäß die Schönheit und Reinheit selber. Doch wenn wir sie gesehen hätten, wäre uns ihre Leibesschönheit vielleicht am wenigsten aufgefallen.

Aus ihren Zügen sprach die ganze Harmonie ihrer Seele. Aus den Augen leuchtete ihre makellose Reinheit. Aus ihrem Munde redete nur die Einfachheit und stille Weisheit selber.

Wo sie ging oder stand, in Freude und Traurigkeit, in allen Lebenslagen war ihre makellose Seele das Beherrschende, das alle diejenigen anzog, in denen noch ein Rest von Gnade und eine Fähigkeit zu wahrer geistiger Liebe bestand.

In allem, was sie tat und sagte, in ihren Gesichtszügen, in ihrem Aussehen, in ihrer Haltung war eine unsagbar göttliche Harmonie, die jedes ernste Herz anzog und erfreute, das sich ihr nähern durfte.

Ihre Unschuld, ihre Bescheidenheit und Demut, ihre Einfachheit, ihr ruhiger Ernst, ihr gerades Wesen und ihre Selbstvergessenheit, ihre natürliche Gewogenheit für alle, denen sie im Leben begegnete, ihre völlige Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft waren die Tugenden, die sie über alles liebenswert machten.

Wenn uns heute vergönnt wäre, sie persönlich zu schauen, so wäre nicht unser erster und nicht unser zweiter Gedanke eine Fürbitte an ihren Sohn – so nötig wir diese auch haben – sondern wir dächten zuerst: „Oh wie schön ist sie!“

Und weiter: „Welch häßliche und erbärmliche Kreaturen sind wird!“
      
24 Lesermeinungen
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#24   Pünktchen   21:07:28 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Zur Frage der „Herrenbrüder“ hier ein
Link www.kath-info.de/herrenbr%fcder.html! Hatte Jesus Brüder?
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#23   Wolfgang K.   09:31:56 | Dienstag, 16. Mai 2006
Wortlaut und Intention
Ich habe mich etwas unklar, bzw. mißverständlich ausgedrückt, selbstverständlich sollte es zwischen den Wortlauten und der Intention des Textes keine Unterschiede geben…
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#22   Jean   22:29:16 | Montag, 15. Mai 2006
@ Wolfgang K.
Sie haben sicher Verständnis, wenn ich jetzt nichts mehr verstehe…
Erst „sola scriptura“, dann unter völliger Paralysierung des Wortsinns von „sola“ und „scriptura“ ihr Satz:
Es kommt schließlich darauf an was uns das Evangelium sagen will, nicht unbedingt auf den Wortlaut.
Was soll denn das Bezeichnete hinter dem Zeichen sein, wenn dieses sich bereits verflüchtigt hat? Die Schrift lebt naturgemäß vom Wort(laut). Und dieses Wort ist seinerseits authentisch auszulegen. Die Authentizität der Auslegung ist gewährleistet durch die Instanz, die die Hl. Schrift als solche (an)erkannt hat.
Kurz: Man sollte nicht die Begriffe („Schrift“) so flachhauen, nur damit sie sich in Regionen ausdehnen, die eigentlich anderen Begriffen vorbehalten sind.
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#21   Wolfgang K.   22:02:56 | Montag, 15. Mai 2006
Erfahrungen mit Gott
Die Menschen haben Erfahrungen mit Gott gemacht, und das schlägt sich in der Bibel nieder. Es fing an mit den Geschichten im AT und hörte mit der Offenbahrung des Johannes nicht auf. Was soll an der Sola Scriptura Unsinn sein? Es kommt schließlich darauf an was uns das Evangelium sagen will, nicht unbedingt auf den Wortlaut. Umgekehrt könnte ich das Papsttum und die übersteigerte Marienverehrung (und was es sonst noch alles gibt) auch als Unsinn abtun, weil vieles damit nicht mit der Bibel konform geht.
Nachtrag: Die Kanoniker haben es sich nicht leicht gemacht die kanonischen Schriften zusammenzustellen.
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#20   Jean   21:35:35 | Montag, 15. Mai 2006
Wolfgang k.
Sagen Sie uns doch bitte, wer die Hl. Schrift(en) als inspiriert erkannt, anerkannt und kanonisch festgelegt hat? Etwa die Bibel selber?
„Sola scriptura“ ist blanker Unsinn. Das lebendige Lehramt unterfängt auch die Hl. Schrift. Das eigentliche Wort Gottes ist nicht Buchstabe, sondern die Person Jesus Christus. Wenn Sie so wollen, dann ist das Neue Testament die verschriftlichte Ikone Christi und das unhintergehbare, aber auszulegende Dokument der apostolischen Lehre. Zudem gilt der schon genannte Hinweis am Ende des Johannesevangeliums.
Was also, wenn zB die immaculata Conceptio Mariens nicht in der Bibel steht? In Ihrer Diktion würde das wohl bedeuten: „das widerspricht der Bibel“.
Das tut es aber keineswegs. Maria ist „voll der Gnade“.
Was heißt es wohl, wenn Gott von diesem einen Menschen in allem Ernst und wörtlich bestätigt, er sei „voll der Gnade“? Und das zeitlich vor, wenn auch sachlich nicht unabhängig von dem Erlösungstod Christi?
Diese Gnadenfülle ist bei Maria einzigartig, auch über ihr irdisches Dasein hinaus, da Gott mit dem „gratia plena“ über Maria eine Seinsaussage getroffen hat, der Maria in ihrem ganzen Leben entsprochen hat und auch als himmlische Mutter entspricht.
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#19   Wolfgang K.   21:04:06 | Montag, 15. Mai 2006
theologische Fehlentwicklungen
@ Sirilo
Sie haben vollkommen recht, ich vertrete die protestantische Position – nur durch die Schrift alleine, und dem Geist der dahinter steht. Man kann nicht alleTraditionen nicht über die Schrift stellen. Es gab in der frühen Christenheit auch genug theologische Fehlentwicklungen die dann in großen Spaltungen endeten. Fairerweise muß ich zugeben dass es auch in den protestantischen Lehrauffassungen Irrwege gab (die Rolle der Kirche im 1. Weltkrieg). Um wieder auf die Historie zurückzukommen: Das Schisma von 1077 von der orthodoxen Kirche wegen der Stellung des Papsttums und des Zölibats. Auch ein Grund mit für die unseligen Kreuzzüge. Uns es gibt heute noch genug kirchentrennendes zwischen den Konfessionen, angefangen von der Auffassung über die Eucharistie bis zur Stellung der Amtskirche. Die Kirchen haben das Evangelium nicht in die Welt gebracht, sondern durch die Kraft Gottes kam das Wort Gottes zu uns.
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#18   Jean   21:03:33 | Montag, 15. Mai 2006
Brandenburgis
Gut, dann bringe ich es mal auch auf eine sachliche Ebene. Es gibt in der Tradition, gerade in der Väterzeit, mehrere Erklärungsmodelle für die „Brüder“ Jesu. Um die zwei wichtigsten zu nennen: Die „Brüder“ sind, da die Gottesmutter ja semper virgo ist, nach orientalischem Sprachgebrauch unspezifisch als nähere Verwandte (Vettern) zu verstehen. Eine andere Erklärung besagt, daß der hl. Joseph in fortgeschrittenerem Alter und nach vorheriger Ehe, aus der Kinder hervorgegangen seien, die Jungfrau Maria zu sich genommen habe; mit Maria hat er jungfräulich gelebt. Auch dies würde dem Nährvater Christi nicht notwendig seine Keuschheit schmälern. Allerdings hat sich die erste Erklärung als die angemessenere Sicht durchgesetzt.
Jedenfalls ist Joseph einer der größten Heiligen.
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#17   Sirilo   19:36:02 | Montag, 15. Mai 2006
@Wolfgang K.
Offensichtlich glauben Sie an das protestantische Dogma „Sola scriptura“ (Die Schrift allein). Bedenken Sie bitte, daß nicht das Evangelium die Kirche hervorgebracht hat, sondern die Kirche das Evangelium. Und es gibt Lehren, die nicht im Evangelium, sondern in der Tradition der Kirche weitergegeben wurden.
Das Johannesevangelium endet mit den Sätzen: „Es gibt aber auch noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wollte man das alles im einzelnen niederschreiben, würde – so glaube ich – selbst die (ganze) Welt die Bücher nicht fassen, die man da schreiben müßte.“
Die christliche Lehre beruht also auf der heiligen Schrift und den frühkirchlichen Traditionen. Und die frühkirchliche Tradition berichtete über die Jungfrau Maria, was heute Grundlage der katholischen Mariologie ist.
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#16   Brandenburgis   18:19:54 | Montag, 15. Mai 2006
@Jean
Ich möchte mich diesbezüglich keinesfalls als besonders kenntnisreich brüsten. Meiner persönlichen Meinung nach ist das „semper virgine“ de fide, weil durch die Tradition geheiligt und somit unbezweifelbar. Maria war und blieb Jungfrau „ante partum, in partu et perpetuo post partu“. Das ist mein Glaube, das ist der Glaube der Kirche, mögen andere anderes glauben, bitte sehr. Und ich halte dafür, daß Josef ebenso jungfräulich gelebt hat, was spricht wohl dagegen? Jeder Mensch hat, Gottlob, die Fähigkeit zu jungfräulichem Leben, warum sollte Gott sie denn gerade dem hl. Josef vesagt haben?
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#15   stat crux   10:31:13 | Montag, 15. Mai 2006
Die ganze Bibel verliert ihren Sinn,
wenn der Mutter Jesu der Himmel verschlossen blieb. Oder etwa nicht? Es geht in der Dogmatik nicht um einzelne Sätze, sondern um die innere Vernunft des Glaubenszusammenhangs. Die „Dogmen“ sind einzelne Anwendungsfälle einer gesamten Überzeugung. Übrigens erkennen weite Teile des relevanten Protestantismus inzwischen an, dass man die Bibel nur mittels einer kirchlichen „Dogmatik“ vernünftig lesen kann (z.B. Karl Barth). Wir sind Hörer des Wortes, nicht Lehrer.
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#14   Wolfgang K.   10:21:15 | Montag, 15. Mai 2006
Dogma steht nicht über dem Evangelium
Die Dogmen sollten aber nicht über dem Evangelium stehen, genauso wenig wie diese sogenannten Traditionen. Im neuen Testament findet man nichts über die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel.
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#13   stat crux   09:59:23 | Montag, 15. Mai 2006
Mythos oder Legende oder Wahrheit
Eine Legende ist die Ausschmückung eines Geschehens und braucht zu ihrer Entwicklung viel Zeit. Ein Mythos ist eine Verstehensweise der Welt, die uns heute vordergründig kaum noch zugänmglich ist, hintegründig werden aber Mythen gestrickt, die den Platz der Religion einnehmen (Evolutionismus, Marxismus, Esoterik). Sie entziehen sich der Vernunft. (So fassen manche Lefebvrianer auch die kath. Religion auf.) Die Aussagen der Kirche über Maria gehören aber zum Dogma, d.h. sie sind für die Glaubenswahrheit unverzichtbare Überzeugungen. Man mag persönlich daran zweifeln oder Schwierigkeiten haben. Das Dogma lehrt aber, was wahr sein muss, damit die Menschen ihre wirkliche Bestimmung überhaupt erreichen können. Jedes kath. Dogma ist Teil der gesamten Überzeugung der Kirche. Wer kontradiktorische Sätze bildet, sieht es vielleicht leichter ein: Wäre Maria in Sünde geboren? Was könnten wir dann erhoffen? Wäre Maria zu Asche zerfallen? Was könnten wir dann erhoffen? Maria ist kein Mythos, sondern eine lebendige Wirklichkeit, der fast 2 Mrd. Menschen vertrauen (abzüglich einiger tausend liberaler Theologen).
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#12   Wolfgang K.   09:46:36 | Montag, 15. Mai 2006
Mythenbildung
Maria war ein Mensch wie Sie und ich. Es gibt keinen Grund sich vor dieser sogenannten Heiligkeit unterwerfen zu müssen. Maria ist halt insofern ein Vorbild in ihrer Bescheidenheit und Demut, in ihrem Vertrauen zu Gott. Aber alles andere (Mutter Gottes, „sexuelle Reinheit“ Auffahrt in den Himmel) würde ich den Bereich volksreligiöse Mythenbildung verschieben. Das hat mit dem eigentlichen Glauben nicht mehr viel zu tun. Lenkt von Gott nur ab.
Vielleicht sollte man in der Kirche auch auf die lebenden Frauen mehr achten, als die Liebe auf ein Phantombild zu
projizieren.
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#11   r.ruhrgebietler   08:14:11 | Montag, 15. Mai 2006
Ja, wenn nicht er,
wer dann? Durch IHRE Vermittlung gelangen unsere Gebete in der heutigen Zeit wohl eher zu Gott als durch direkte Ansprache!
Wenn Kinder etwas falsch gemacht haben, besonders, wenn der Vater ausdrücklich darauf hingewiesen hat, daß es falsch ist, dann gehen sie bestimmt zuerst zur Mutter. So ist es mit der Seele des Menschen wohl nicht anders – wir sind also hervorragend gut beraten die hlg. Jungfrau und Gottesmutter Maria anzusprechen!
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#10   Sozialkatholisch   07:22:22 | Montag, 15. Mai 2006
Hl. Jungfrau Maria, Mutter Gottes
Kein „Nur“ Mensch wurde von der Kirche so hoch erhoben wie die Hl. Jungfrau Maria.
Ich gebe zu bedenken, das die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens auch von vielen traditionellen christlichen Kirchen wie z.B. Kopten und syrisch-orthodoxe Kirche hochgehalten wird. Diese Kirchen haben sich schon sehr früh von der röm/kath Kirche getrennt und zu dem Zeitpunkt hatten die mündlichen Überlieferungen noch einen viel höheren Stellenwert als heute. Auch wenn diese Glaubenssätze dort nicht dogmatisiert wurden, glauben sie sogar an Mariens Aufnahme in den Himmel.
Für mich persönlich ist Maria als Braut des hl. Geistes Gott nicht fremdgegangen. Die hl. Jungfrau Maria und der hl. Josef sind nun mal von Gott ganz besonders begnadet gewesen um Gottes Sohn in besonderer Weise großzuziehen.
@ Irenäus
Wie kommen sie von Vetter des Herrn auf Stiefgeschwister?
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#9   Amy_Jolly †   06:46:04 | Montag, 15. Mai 2006
Meine Güte!
Habt Ihr wieder Sorgen! Glaubt Ihr nicht, es sei langsam Zeit dafür, dass ich Euch den psychologischen Dienst herbeirufe?
Die sind mit wirrem GEdankengut vertraut. Mit der richtigen Mediakentenkombi lässt sich sowas wieder in den Griff kriegen! Verpsprochen! ;-D
Kurz zur Info: Maria ist die zwangskatholisierte Form einer großen Muttergottheit. Sie pflegte sich zur Sonnenwende mit dem großen gehörnten Gotte zu paaren… woraus auch Jesus entstanden ist. Unbefleck ist wirklich was anderes! ^-^
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#8   Wolfgang K.   22:41:18 | Sonntag, 14. Mai 2006
Maria und Josef waren ein Ehepaar
An Sirilio
Nachzulesen bei Matthäus – und er (Josef) berührte sie nicht (sie Maria) bis sie ihren ersten Sohn gebar.
Im Weihnachtsevangelium bei Lukas: Und sie gebar ihren ersten Sohn…
Könnte da noch einige Bibelstellen anführen…
Anmerkung: Im Islam gibt es auch Traditionen die mit dem Koran nichts zu tun haben…
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#7   Gotthard   22:13:42 | Sonntag, 14. Mai 2006
an die „Streusandbüchse“
Er hat gewiß auf Geheiß Gottes ebenso jungfräulich gelebt wie Maria.
Nach heutigem Sakramentenverständnis und – lehre der Ehe wäre diese Ehe dann allerdings nie vollzogen worden.
Ich kann es mir nicht vorstellen … Maria als die „semper virgo“ ist allerdings auch kein aktiver Inhalt meines Glaubens…
„empfangen durch den Hl. Geist“ und weitere Kinder des Ehepaares Joesph und Maria in Nazareth ist für mich auch keinerlei Widerspruch
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#6   Irenäus   21:57:29 | Sonntag, 14. Mai 2006
@Brandenburgis
Da würde ich mir keineswegs so sicher sein; Anhaltspunkte gibt es sehr wohl: so überliefert Eusebius, daß nach der Ermordung des Herrenbruders Jakobus ein Vetter des Herrn, Simon mit Namen zum Bischof von Jerusalem geweiht wurde.
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#5   DieFidele   21:45:21 | Sonntag, 14. Mai 2006
Kinder Josefs??
Der Hl. Josef soll vorher schon mal verheiratet gewesen sein, verwitwet und eigene Kinder gehabt haben? :-O
Bitte woher stammen denn diese Infos?
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#4   Jean   19:12:55 | Sonntag, 14. Mai 2006
Brandenburgis weiß es wieder mal
Sprechen Sie von so „Glaubensschwachen“ wie dem hl. Hieronymus??
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#3   Brandenburgis   17:46:12 | Sonntag, 14. Mai 2006
Jesus und Maria
Ich möchte den hl. Josef verteidigen. Er hat gewiß auf Geheiß Gottes ebenso jungfräulich gelebt wie Maria. Es gibgt keinen Anhaltspunkt dafür, daß er eigene Kinder erzeugt hat. Das sind wohl Konstruktionen von Glaubensschwachen.
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#2   Sirilo   17:41:16 | Sonntag, 14. Mai 2006
@Wolfgang K.
1. Die „Brüder und Schwestern“ Jesu waren (einer Tradition zufolge) vermutlich Kinder Josefs aus dessen erster Ehe (Ehefrau vestorben) bzw. Cousins und Cousinen.
2. Die „Unbefleckte Empfängnis“ bezieht nicht auf die Zeugung Jesu; sie bedeutet, daß Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens (d.h. ihrer eigenen Empfängnis) frei von der Erbsünde war.
3. Woher wollen Sie eigentlich wissen, daß Maria mit Josef „eine ganz normale Ehe“ führte?
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#1   Wolfgang K.   17:34:16 | Sonntag, 14. Mai 2006
Maria hatte mehrere Kinder
Maria hatte ja mehrere Kinder. Im Neuen Testament ist immer wieder davon die Rede dass Jesus (leibliche) Brüder und Schwestern hatte. Nur die Zeugung Jesu und seine Geburt ist von einem Geheimnis umgeben. Und Maria führte mit Josef eine völlig normale Ehe. Ich frage mich immer wieder, wieso die katholische Kirche dass nicht wahrhaben will. Abgesehen davon wird es doch Zeit von dogmatischen Formulierungen wie von der unbefleckten Empfängnis endgültig Abschied zu nehmen.
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