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Montag, 15. Mai 2006 09:39
Auch das Opus Dei profitiert vom Haßroman
Der Prälat des Opus Dei hat erklärt, daß er über einen jüngsten Hetzroman und dessen Verleumdungen gegen sein Werk lache – nicht aber über die Beleidigungen gegen Christus und die Kirche.
Szene aus dem Haßfilm
Szene aus dem Haßfilm
(kreuz.net, Rom) Der oberste Verantwortliche der Personalprälatur Opus Dei, Bischof Javier Echevarria Rodriguez, äußerte sich kürzlich zum diese Woche erscheinenden Hetzfilm ‘Sakrileg – The Da Vinci Code’.

Bischof Echevarria sprach mit der Freitagsausgabe der italienischen Tageszeitung ‘Corriere della Sera’.

Bischof Echevarria
Bischof Echevarria
Der Haßfilm erlebt seine Premiere ausgerechnet am 17. Mai – dem vierten Jahrestag der Seligsprechung des Opus-Dei-Gründers Josemaria Escriva de Balaguer y Albas († 1975).

Der Streifen zeigt das Opus Dei als machtgierige und bösartige Organisation, die über Leichen geht, um ein Geheimnis angeblicher Kinder Christi zu hüten.

Bischof Echevarria rät von Boykotten ab und widerspricht so dem Kurienkardinal Francis Arince: „Jeder ist frei, so zu handeln wie er will.“

Das Opus Dei rufe die Gläubigen lediglich zu „mehr Einsatz“ auf, um die Wahrheit über die Evangelien und die Kirche darzulegen.

„Dieser phantasievolle Mann [Autor Dan Brown] schlägt, wie viele
Bischof Echevarria:
„Man verunglimpft das Opus Dei wegen seiner Nähe zum Papst, seiner Treue zur Kirche und seiner Unnachgiebigkeit in der Rechtgläubigkeit: Sie greifen uns an, um diese Tatsachen zu attackieren.“
andere, die uns attackieren, Profit aus uns – und zwar nicht nur in Dollars.“

Man verunglimpfe das Opus Dei wegen seiner Nähe zum Papst, seiner Treue zur Kirche und seiner „Unnachgiebigkeit in der Rechtgläubigkeit“:

„Sie greifen uns an, um diese Tatsachen zu attackieren.“

Dennoch bete die Personalprälatur entsprechend der Weisungen ihres Gründers mit gleichem Eifer für Wohltäter und Verleumder.

Bischof Echevarria hat den Hetzroman selber nicht gelesen: „Ich kann keine Zeit mit Geschichtchen für hirnlose Leute verschwenden.“

Der umstrittene Roman soll nach seiner Ansicht nicht verworfen werden, weil es das Opus Dei verleumdet: „Das sind die üblichen Dinge, die uns zum Lachen bringen“.

Dagegen stimmen die grotesken Phantasien über Christus und die Heilige Mutter Kirche den Bischof traurig: „Sie können über das Opus Dei sagen was sie wollen. Aber sie sollten den Glauben nicht verunglimpfen.“

Ein anderes Mitglied des Opus Dei, der spanische Kurienkardinal Julian Herranz (76), glaubt laut der jüngsten Ausgabe des italienischen Magazins ‘Panorama’, daß sich der Hetzfilm für die Feinde der Kirche als Bumerang erweisen werde:

„Wir dürfen nicht in die Marketing-Falle tappen, welche die Polemik aus kommerziellen Gründen anheizt.“

Auch aus dem Übel eines Hetzromanes könne etwas Gutes entstehen.

So verzeichneten die Internetseiten des Opus Dei sowie Informationsseiten der US-Bischofskonferenz gegenwärtig Millionen zusätzlicher Zugriffe.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 30 Lesermeinungen:
Dienstag, 16. Mai 2006 20:50
RexRegis: @Ansgar
Also, bestimmte Menschen erkennt man eben, und zwar an körperlichen (Merk)malen und an bestimmten Ritualen, die sie vollziehen, und die ändern sich auch nicht, wenn die Herren „fremdspielen“ … Wie gesagt, kein Problem damit, nur damit, daß die Herren dann genau die Menschen verurteilen, die zu ihren Neigungen stehen …
Dienstag, 16. Mai 2006 18:06
Ansgar: @ Guntram, stat crux
@ Guntram: „…wunderbare Männer…“: allerdings, und es sind auch Frauen im OD. Menschen mit intelligenten, offenen Gesichtern und Bekennermut. Wie gesagt, bislang habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Jesuiten-Schelte ist sicher teilweise angebracht; dabei darf man nicht vergessen, daß es immer noch ganz hervorragende SJ-Pater gibt.
@ stat crux: Sie haben Recht. Doch gibt es durchaus eine asketische Tradition der Leib-Kasteiung, z.B. bei den Franziskanischen Orden. Die steht eher der Vision-Quest und den Sufi-Übungen nahe als irgendwelchen Bondage-Entartungen.
Dienstag, 16. Mai 2006 17:53
Guntram: …geifert ruhig weiter über
das OPUS DEI. Diese Leute sind Euch haushoch überlegen. Die verteidigen noch den katholischen Glauben, für die sind Wert, christliche Werte kein Scheinbekenntnis, wie man es in den lauen Wischi-Waschi-Katholiken-Pfarrein antrifft.

Großes ist in der heiligen Mutter Kirche nur durch die Titanen wie die Jesuiten z. B., vollbracht worden, die haben heute das Erbe Loyolas aber verraten, sie sind zu Weichlingen geworden. Das OPUS DEI steht aber fest zur Kiche zur Autorität des Papstes.

Daß ein paar Schmeißfliegen hier den Leuten vom Opus Dei demokratiemangel oder gar irgendwelche, wohl von ihnen herbeigewünschten, Perversionen andichtet ist ohne Belang. Möge Gott diese wunderbaren Männer Gottes segnen, auf daß sich die katholische Kirche wieder erhebt.
Dienstag, 16. Mai 2006 17:42
stat crux: Fakire??
Die Buße ist kein Fakirtum, denn das ist Kasteien als Selbstzweck. Wer jemals die Passionsgeschichte studiert hat, bemerkt den Unterschied zwischen den Leiden Jesu und einer Schmerzverherrlichung.
Dienstag, 16. Mai 2006 17:37
Ansgar: @ RexRegis
Die Teilnehmer des Opus Dei an obskuren Hau-Spielen sind Ihnen persönlich bekannt? Merkwürdig – ich dachte, Sie hielten das OD für eine „Geheimgesellschaft“.

In der SM-Szenen kenne ich mich nicht aus (ach so, außer durch die katholischen Knabeninternate, in denen mich zölibatsfrustrierte Mönche zum verkorksten Konservativ-Katholiken deformierten).
Dienstag, 16. Mai 2006 17:28
RexRegis: @Ansgar
Woran erkennen Sie bekannte Persönlichkeiten? Und woher wissen Sie eigentlich, wie es so bei Prügeknaben zugeht? Tun Sie uns Ihr Wissen kund!
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