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Montag, 15. Mai 2006 13:40
Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
Sein Vorschlag zur Geschiedenenpastoral im Jahr 1993 ist für Kardinal Lehmann nur vordergründig gescheitert. Brokatene Meßgewänder muß er glücklicherweise nur selten tragen. Dafür hat er sich zum Geburtstag einen Mercedes geschenkt.
Karl Kardinal Lehmann
Karl Kardinal Lehmann
(kreuz.net, Mainz) Am Dienstag werden dem Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, rund 1.300 geladene Gäste zum 70. Geburtstag gratulieren.

Die Lokalzeitung ‘Rhein Main Presse’ veröffentlichte zum Wiegenfest des Kirchenfürsten ein Interview.

Im Interview erklärte der Kardinal, daß man sich nicht leicht entmutigen lassen solle:

„Es gibt Dinge, die im ersten Moment nach Scheitern aussehen – etwa 1993 der Versuch vom damaligen Freiburger Bischof Oskar Saier, dem heutigen Kardinal Walter Kasper und mir – Fortschritte in der Geschiedenenpastoral zu erzielen.“

Der Vorschlag sei offiziell nicht akzeptiert worden. Doch die Frage sei nach wie vor aktuell. Er werde oft darauf angesprochen, selbst beim Konklave zur Papstwahl.

Auch Leute, die früher gegen dieses Anliegen gewesen seien, sagten heute: „Da ist noch eine Aufgabe zu lösen.“ So seien Erfolg und Mißerfolg relativ.

Auf die Frage, worüber er als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Papst reden würde, verweist Kardinal Lehmann auf die Instruktion gegen Mißstände in der Liturgie: „also zuviel »Wildwuchs« in den Gemeinden“.

„Aber sollten bestimmte Entscheidungen nicht doch vor Ort bleiben, frage ich mich, auch die Formulierung von bestimmten liturgischen Texten? Ob das Leute in Rom besser ausarbeiten können als Menschen, die hier leben?“

Als zweites würde der Kardinal mit dem Papst über wichtige Personalentscheidungen in der Deutschen Bischofskonferenz reden, zum Beispiel über die Ernennung des Bischofs von Eichstätt und über weitere Wechsel in den kommenden Jahren.

Diese bevorstehenden Bischofsernennungen würden die Handschrift des neuen Papstes tragen.

Kardinal Lehmann erklärt im Interview auch, warum er nach seiner Ernennung zum Bischof von Mainz beim Abschied als Professor in Freiburg weinte.

Es sei einiges zusammengekommen. Er habe gerne wissenschaftlich gearbeitet und gewußt, daß man als Hochschullehrer ein sehr freier Mensch ist.

Dazu habe er in einem wunderschönen Schwarzwalddorf gewohnt. Er habe am dörflichen Leben und an den Katzen rund ums Haus Freude gehabt und auch gerne im Garten gearbeitet: „Als ich zum letzten Mal den Schlüssel herumdrehte, hat es mich übermannt.“

Zu Insignien und Gewändern habe er kaum ein Verhältnis, gesteht der Kardinal: „Glücklicherweise muß ich nur selten solch schwere brokatene Meßgewänder tragen.“

Er sei für Einfachheit und möge haushohe Türme als Mitra nicht besonders gern. Es gebe heute schöne schlichte Gewänder.

Der Kardinal bemüht sich, daß die Dinge zueinander passen und verläßt sich gerne auf das Urteil anderer – nicht zuletzt auf Frauen, die ihm sagen, was gut aussieht und was nicht.

Zur Erhöhung des Pensionsalters für Bischöfe zitiert Kardinal Lehmann den emeritierten Erzbischof von Mailand, Carlo Maria Cardinal Martini (79): „Laßt die Finger davon, die vergangenen fünf Jahre waren die glücklichsten meines Lebens.“

Auf die Frage, was er als Bischof noch erreichen möchte, verweist der Kardinal auf die Neuordnung der pastoralen Strukturen.

Diese seien – „aber nicht nur“ – wegen der rückläufigen Priesterzahl nötig.

Kardinal Lehmann erwähnt im Interview abschließend, was er sich zum Geburtstag geschenkt hat: „Ich habe ein neues Privatauto, einen Mercedes B-Klasse, und ich habe fest vor, damit selber zu fahren.“

Seinen über 15 Jahre alten Audi habe er zuletzt sehr vernachlässigt.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 133 Lesermeinungen:
Samstag, 27. Mai 2006 17:00
Benedikt: @ Sarah
Ich hoffe, dass unser Heiliger Vater diesen Kardinal, der bisher der kath. Kirche in Deutschland nur Schaden gebracht hat,

Was Sie alles wissen…

Was den liturgischen Wildwuchs angeht, so hätte er als Kardinal doch längst die Pflicht gehabt, in unserem Land im Sinne Roms für Ordnung und Einhaltung der Vorschriften zu sorgen.

Hierfür fehlt dem Kardinal die Kompetenz. Er kann anderen Bischöfen gar nicht hereinregieren.

Ich vermute eher, er möchte jetzt den Papst überreden, dem Wildwuchs in Deutschland freien Lauf zu lassen.

Ganz bestimmt. Der Kardinal ist weit und breit als liturgischer Amokläufer bekannt .
Freitag, 26. Mai 2006 18:47
Dr. Otterbeck: Wer zuletzt lacht…
Freitag, 26. Mai 2006 18:46
Sulpicius: Wer ist…
Karl Lehmann?
Freitag, 26. Mai 2006 18:41
Dr. Otterbeck: Karl Lehmann
hat im Advent 1976 das Vorwort zur dt. Fassung von Yves M.J. Congar O.P. „Der Fall Lefebvre“ (Herder, 1977) verfasst. Wahrscheinlich wird er allein deshalb von der schwarzen Horde gehasst.
Samstag, 20. Mai 2006 00:48
Sarah: Es reicht!
Ich hoffe, dass unser Heiliger Vater diesen Kardinal, der bisher der kath. Kirche in Deutschland nur Schaden gebracht hat, längst durchschaut hat und zu verhindern weiss, dass wir hier noch protestantischer werden müssen.

Was den liturgischen Wildwuchs angeht, so hätte er als Kardinal doch längst die Pflicht gehabt, in unserem Land im Sinne Roms für Ordnung und Einhaltung der Vorschriften zu sorgen. Er hat doch den Wildwuchs erst wachsen und stark werden lassen. Ich vermute eher, er möchte jetzt den Papst überreden, dem Wildwuchs in Deutschland freien Lauf zu lassen.

Herr erhöre unser Gebet und gib deiner Kirche treue Bischöfe und Priester!
Freitag, 19. Mai 2006 08:54
Was bitte ist denn ein „Torr“? Oder meinten Sie „Tor“ im Sinne von Narr? Na, dann wäre ich bei Ihnen doch in bester Gesellschaft.

Ihre Lügengeschichten werden durch ständiges Wiederholen nicht wahrer.
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