Sakrileg – The Da Vinci Code:
Der Mord wurde vom Bischof angeordnet
Es ist an der Zeit, daß die katholische Welt eine „Liga gegen Verleumdung“ gründet. Nur so können die vielfältigen medialen Diffamierungen gegen die Kirche zurückgewiesen werden. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Im Protestantismus, in dessen Tradition der US-Autor Dan Brown mit seinem Buch „Sakrileg“ steht, kursieren bis heute Vor- und Fehlurteile gegen die Kirche.

Eines dieser Vorurteile besagt, daß einem Katholiken durch Werke der Buße die Sünden vergeben würden und er sich die Absolution durch Bußübungen selber erwirken könnte.

Im Roman von Dan Brown sagt der Killer Silas zu sich selber, nachdem er einen vierfachen Mord begangen hat: „Du mußt deine Seele von den Sünden des heutigen Tages reinigen“ (S. 23).

Brown läßt ihn dann allerlei Bußübungen wie Selbstgeißelung und Bußgürteltragen durchführen, mit denen er seine Sünden abzutragen vermeint.

Die Kirche hat dagegen schon immer gelehrt, daß Sünden allein von Gott vergeben werden, wenn der Mensch sie in aufrichtiger Reue bekennt.

„Heute hatte Silas für einen geheiligten Zweck gesündigt… Silas war die Vergebung gewiß“.

Auch diese Unterstellung ist ein altes Vorurteil, das besonders den Jesuiten untergeschoben wurde: daß der Zweck die Mittel heilige. In diesem Fall hieße das, daß der große Nutzen für die Kirche einen vierfachen Mord rechtfertigen würde.

Obwohl noch kein Mensch solche Sätze und Lehren in einem katholischen Katechismus gefunden hat, wird die Kirche seit 400 Jahren immer wieder mit solchen Thesen verleumdet.

Der Jesuitenorden war über vier Jahrhunderte die meistgehaßte katholische Organisation. Seit die Jesuiten ihre missionarische Kraft verloren haben, ist die katholische Personalprälatur Opus Dei zum Haßobjekt der kirchenfeindlichen Medien avanciert.

So auch bei Dan Brown: „In den Medien sprach man inzwischen vom Opus Dei als der ‘Mafia Gottes’ und von einem ‘Christuskult’“ – wie schauderhaft!

Papst Johannes Paul II. hatte sich 1982 persönlich dafür verbürgt, daß das Opus Dei zum Kernbereich der Kirche gehören sollte und das „Werk Gottes“ deshalb zu einer Personalprälatur erhoben.

Außerdem hat er den Heiligsprechungsprozeß des Opus-Dei-Gründers Josemaria Escrivá de Balaguer gefördert, der 2002 mit der offiziellen Heiligsprechung abgeschlossen wurde.

Dieser außerordentlich glaubensfrommen und papsttreuen katholischen Organisation hängt Dan Brown vier geplante und kaltblütige Morde an, ein übler Rufmord.

Zweifellos leben auch in frommen Orden nicht nur heilige und fromme Mitglieder, was Brown mit mehreren Medienmeldungen aufzeigt.

Aber die Morde in seinem Roman kommen nicht von irgendwo, sondern wurden von oberster Stelle – vom bischöflichen Leiter der Gemeinschaft – angeordnet.
Man stelle sich vor…
…Dan Brown hätte seine Code- und Schnitzeljagd in einem jüdischen Milieu angesiedelt und dabei einer jüdisch-religiösen Kaderorganisation einen vierfachen Mord unterstellt, wodurch die Ziele der Vereinigung erreicht werden sollten.


Das ist eine unglaublich dreiste und ruchlose Unterstellung, eine Verleumdung an einer katholischen Kernorganisation und damit an der Kirche selber.

Aber ganz wohl fühlt sich Brown offenbar doch nicht, wenn er dem frommen „Orden“ soviel Kaltblütigkeit und Böswilligkeit in die Schuhe schiebt. Darum liefert er die ungeheuerliche Behauptung nach: „Gegen die Feinde Gottes waren immer schon Greueltaten verübt worden.“ (Seite 23).

Man erwartet jetzt den Hinweis auf die Kreuzzüge, das angeblich größte Verbrechen der Kirche!? Fehlanzeige. Im Brown-Roman gibt es kein böses Wort gegen die Kreuzzüge – ob das am aktuellen politischen Kontext in den USA liegt?

Im Brown-Roman haben „die Guten“ während der Kreuzzüge mitgewirkt, die Sions-Bruderschaft und die Tempelritter zu gründen, die damals im Tempelberg gegraben und angeblich vier Truhen mit den verlorenen Evangelien- und Gralsdokumenten gefunden und gerettet haben sollen.

Das ist für den Roman eine Schlüsselszene und deshalb hat Dan Brown für die Kreuzzüge nur gute Worte übrig.

Brown findet die gesuchten „Greueltaten“ in der großen europäischen Hexenverfolgung, die er als Bekehrungskreuzzug gegen die Anhänger der alten heidnischen Weiblichkeitsreligion natürlich der Kirche in die Schuhe schiebt.

An den Ausführungen Browns zur neuzeitlichen Hexenverfolgung ist kein einziger Satz historisch richtig und in der Beurteilung wahr.

Im Bereich des europäischen Christentums hat das Buch nur einen Gegenaufruf eines italienischen Kardinals bewirkt. Der Kirchenfürst forderte die Gläubigen auf, das kirchenfeindliche Buch nicht zu lesen.

Dieser Hinweis wiederum hat der Kirche in den säkularen Medien nichts als Hohn und Häme eingebracht.

Man stelle sich dagegen vor, Dan Brown hätte seine Code- und Schnitzeljagd in einem jüdischen Milieu angesiedelt und dabei einer jüdisch-religiösen Kaderorganisation einen vierfachen Mord unterstellt, wodurch die Ziele der Vereinigung erreicht werden sollten.

Es hätte in der westlichen Welt sicherlich einen Aufschrei gegeben und die jüdische ‘Anti-Diffamations-Liga’ hätte Empörungskampagnen gegen Autor und Buch in Gang setzen, da mit dem Roman antijüdische Vorurteile und Verleumdungen verbreitet oder verstärkt würden.

Es ist an der Zeit, daß auch in der katholischen Welt eine solche „Liga gegen Vorurteile und Verleumdung“ gegründet wird, damit die vielfältigen Diffamierungen der Kirche in den Medien und durch die Medien zurückgewiesen werden.
      
30 Lesermeinungen
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#30   Adamah   08:32:14 | Donnerstag, 18. Mai 2006
12 Jährig?
Ich hatte mich geirrt, Mohamed heiratete sogar ein 9-jähriges Mädchen!!
Leider nicht ganz korrekt. Bei der Eheschliesung war Aisha 6 Jahre alt!
Die einzige Jungfrau das Moh. geheiratat hat war sein Lieblingsfrau Aisha.
Wie sie selbst berichtet war sie jünger als das Gesetz erlaubt.
Aisha berichtete:
„Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, nahm seine Eheschließung mit mir vor, als ich sechs Jahre alt war, und unterhielt erst eheliche Beziehungen mit mir, als ich neun Jahre alt war.“ (Hadith: Sahih al-Bukhari Band 7, Buch 62, Nummer 64)
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#29   Benedikt   14:30:39 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Zum Film
www.orf.at/…517-99563/index.html
Keine sehr gute Kritik^^
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#28   clemens   12:37:40 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Heiratsalter
Ist Ihnen bekannt, daß nach dem katholischen Kirchenrecht ein Mädchen mit 12 Jahren als heiratsfähig gilt?
Ich hatte mich geirrt, Mohamed heiratete sogar ein 9-jähriges Mädchen!!
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#27   Katholika   10:57:43 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Der Zeitgeist,…
…der von Dan Brown bedient wird, wird mit der Zeit vergehen.
Den Erfolg dieses Trivialromanes kann man folgenden Faktoren zuschreiben:
1.Man hat ein unbestimmtes, ungutes Gefühl gegen die Kirche und will seine eigenen Vorurteile bestätigt sehen.
2.Man ist unbedarft, und weiß nicht von anspruchsvoller, sprich guter Literatur.
3.Dagegen sein und immer nur kritisieren kann jeder D…p!
4.Halbbildung erfordert keine eigene geistige Leistung und Anstrengung.
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#26   Gotthard   10:19:09 | Mittwoch, 17. Mai 2006
@sirilo
Can. 1083 – § 1. Der Mann kann vor Vollendung des sechzehnten, die Frau vor Vollendung des vierzehnten Lebensjahres keine gültige Ehe schließen.
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#25   Hartwig Groll   07:35:25 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Nicht nur von außen…
Das Buch „Sakrileg“ ist sicher eine unglaubliche Haßtirade gegen die Kirche und zeigt die Ignoranz der vieler Zeitgenossen. Aber nicht nur von außen, gerade auch aus dem Inneren der Kirche wird gegen glaubenstreue Christen Front gemacht. Die Modernisten in Lehre und Gottesdienst führen eine unerbittliche Vernichtungsstrategie gegen den überlieferten Glauben. Wer etwa die vorkonziliare Kirche als „seine“ Kirche sieht, ist als Laie verachtet, als Theologe verspottet, als Priester kaltgestellt.
Auch hier ist es an der Zeit, eine „Liga gegen Vorurteile und Verleumdung“ zu bilden, um zu retten, was noch zu retten ist.
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#24   Sirilo   23:34:20 | Dienstag, 16. Mai 2006
@Gotthard
The marriageable age is fourteen full years in males and twelve full years in females…
Aus: Catholic Encyclopaedia, Canonical Age
www.newadvent.org/cathen/01206c.htm
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#23   Gotthard   23:04:50 | Dienstag, 16. Mai 2006
Schwachsinn
st Ihnen bekannt, daß nach dem katholischen Kirchenrecht ein Mädchen mit 12 Jahren als heiratsfähig gilt?
Mach dich bitte kundig!
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#22   Sirilo   22:43:49 | Dienstag, 16. Mai 2006
@Clemens – 12jährige Mädchen…
Ist Ihnen bekannt, daß nach dem katholischen Kirchenrecht ein Mädchen mit 12 Jahren als heiratsfähig gilt? In manchen Ländern, wie z.B. Spanien, gilt das auch von Staats wegen.
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#21   Rocky   22:12:41 | Dienstag, 16. Mai 2006
Wer gründet sie…
diese LIGA? Sie sollte so bald als möglich da sein. Voraussetzung sollte sein, dass jemand RÖMISCH-kATHOLISCH IST! (also keine abtrünnigen sog. „Sedisvakantisten“ – die sind weder katholisch, erst noch recht nicht „römisch“). Und hier geht es um die römisch-katholische Kirche – SIE, und keine andere Splittergruppe wird in allen Tönen der Klaviertasttatur verhöhnt- und mit ihr unser Schöpfergott! Wer zur Kirche gehört, hast langsam die heilige Pflicht, sich für sie einzusetzen!
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#20   Parzifal2 †   21:36:43 | Dienstag, 16. Mai 2006
@ Clemens
Ich glaube hier ist eher „rein“ im Sin von „ausschließlich“ gemeint. ?:)
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#19   clemens   21:25:52 | Dienstag, 16. Mai 2006
Irregeleitet?
Mohammed, der reiner Mensch war
außer, daß er 12-jährige Mädchen mißbraucht hat!
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#18   k_c   16:51:16 | Dienstag, 16. Mai 2006
Tolle Idee
Es ist an der Zeit, daß die katholische Welt eine „Liga gegen Vorurteile und Verleumdung“ gründet
Wäre noch schöner, wenn sich auch kreuz.net dann an diese Richtlinien halten würde. O:)
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#17   deusexmachina   16:17:33 | Dienstag, 16. Mai 2006
@Faktenresistente
„Heute hatte Silas für einen geheiligten Zweck gesündigt… Silas war die Vergebung gewiß“
Das schreibt Brown in der Tat. Er schreibt allerdings, gegen Ende des Buches, auch, dass das die Gedanken eines irregeleiteten und missbrauchten Wesens waren. Lies: Brown vertritt eben gerade nicht diese Auffassung, nicht einmal in einem Roman.
Aber denen, die hier so gerne hetzen, sind derlei Nebensächlichkeiten natürlich egal, man freut sich ja, dass man wieder eine Sau zum Durchs-Dorf-jagen hat. Peinliche Veranstaltung.
@relilehrer
Interessante Fragen. Meine Ansichten dazu:
#1. NACH der Zerstörung und der Zerstreuung in die Diaspora war der Tempel zunächst einmal reichlich uninteressant und insofern ein „sicheres Plätzchen“, quasi ein „Auge des Taifuns“.
#2. Die fiktiven Prieure bewahren das Geheimnis ja, um es eines Tages, wenn die Zeit reif ist, zu offenbaren.
#3. Man kann „Göttliches“ auch ohen leibliche Gottesherkunft sehen – vgl. Mohammed, der reiner Mensch war, und den Kult um ihn.
#4. Wenn 2 Thesen nebeneinander stehen, die eine die Lehrmeinung eines mächtigen Apparates, die andere die unterdrückte Meinung einer verfolgten Minderheit, dann hat derjenige, der trotz dieser Widrigkeiten an der unvorteilhaften Mindermeinung festhält, einen Glaubwürdigkeitsbonus.
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#16   Forum Romanum   15:42:52 | Dienstag, 16. Mai 2006
Gelassenheit!
In diesem Falle rufe ich zu grösserer Gelassenheit auf.
Die Kirche wird doch noch interessanter. Da viele Menschen heute sowieso das Gute nicht mehr vom Bösen unterscheiden können, ist dieser Film die beste Werbung für die Kirche Jesu Christi.
Gott, Jesus und die himmlische Jungfrau werden einstens triumphieren wie Maria uns in Fatima gesagt hat. Darum lasst uns gelassen sein in den Anfechtungen der gottlosen Zeit.
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#15   jaschaudichan †   14:45:23 | Dienstag, 16. Mai 2006
Seltsam
ich bin sicher, D.Brown wollte keinen Katechismus schreiben, sondern einen Unterhaltungsroman. Das ist ihm gelungen.
Daß sich Organisationen des spanischen Franco-Katholizismus angegriffen fühlen ist ja nichts Neues. Wurde doch der Bußgürtel von Jesus selber eingeführt.
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#14   private-notes   14:21:19 | Dienstag, 16. Mai 2006
Dumme Menschen
Dumme Menschen lesen keine Bücher, oder? Und diejenigen, die der Handlung im Film glauben schenken möchten, sind sowieso nicht die, an die sich die katholische Kirche wenden möchte. Dieser Film wird sein Publikum haben, ganz eindeutig. Aber ist es ein Publikum, dass sich durch Verbote und zornige Statements von Kirchenfürsten daran hindern lassen würde, sich einen Film anzusehen?
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#13   Belisar   14:10:53 | Dienstag, 16. Mai 2006
Fiktion aber viele nehmen das ernst!
Es handelt sich um Fiktion, aber viele (dumme?) Menschen nehmen das ernst, bei diesem Film wollte man vorher einblenden, dass es sich um Fiktion handelt was sagt dieser Brown, nein nein es handelt sich doch um Fakten!
Deshalb sollte man solche Aktionen starten gegen diesen Unsinn, Ärgerlich ist nur, dass viele Katholiken selber keinen Schimmer haben von der Wahrheit, es reichen doch 1-2 Semester Alte Kirchengeschichte um diesen Unsinn zudurchschauen. Ach was noch nicht einmal das, allein seine Quellenangabe ist schwachsinnig, Brown zitiert unter anderen 2 weitere Fiktionen über den Gral und Maria Magdalene, die meisten Irrtümer sind alt nur weil man Sie wieder aufwärmt gewinnen sie nicht an plausibilität.
Mit dem Stimme ich überein, falls man das ganze im jüdischen Milieu abspielen würde, dann würde es Anti-Semitismus heißen und Ende, ich meine aber dieses Buch wäre überhaupt nicht so groß geworden, denn in den USA haben die Juden die Presse etc. in der Hand, so etwas würden Sie nie aufbauschen.
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#12   timpressum †   13:51:01 | Dienstag, 16. Mai 2006
Leichte Realitätsverschiebung?
Nochmal für alle, die sich hier getroffen fühlen und wieder die Zensur einführen wollen: Dan Browns Buch „Sakrileg“ ist ein fiktionalerRoman.Es wird also weder etwas bringen, die Adresse von Robert Langdon herausfinden zu wollen oder gegen den Autor sämtliche alt- und neutestamentlichen Flüche inkl. des Anathemas auszusprechen.
Schafft ihr nicht mal mehr zu unterscheiden, was Realität und was Fiktion ist?
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#11   Celebration   13:49:51 | Dienstag, 16. Mai 2006
Mr. Brown und sein Sakrileg
Mr. Brown wird es freuen, dass Sie mithelfen, so tatkräftig Werbung für seinen Schundroman zu betreiben. Und den Verlag Bastei-Lübbe mit seinem katholischen Verlagsinhaber freut es, das Finanzamt freut es sowieso, aber auch die katholische Kirche müsste es eigentlich freuen, denn sie bekommt doch eine Menge Kirchensteuern mehr in ihre ausplünderten Steuersäckel.
Im Druckerei- und Verlagswesen wurden Arbeitskräfte dadurch geschaffen und ab 20.5. freut sich auch die Fa. Langnese über den sich steigernden Absatz von Eis-Konfekt in den Lichtspieltheatern, ganz zu schweigen vom Popkorn-Umsatz.
Honi soit qui mal y pense :-O
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#10   Relilehrer   13:41:24 | Dienstag, 16. Mai 2006
Logische Fehler
Es ist spannend geschriebene Fiktion, allerdings teilweise dermassen unlogisch, dass einem der Spass vergeht.
1. Alle, ob jetzt religiös oder nicht, stimmen darin überein, dass der Tempel 70 n. Chr. zerstört wurde.
Warum sollte also jemand, der wichtige Dokumente aufbewahren will, diese im Jahrtausend (mehr oder weniger) zwischen der „Flucht MArias Magdalenas „ udnd er Eroberung Jerusalems in den Kreuzzügen ausgerechnet in diese Ruine schaffen?
2. Wenn die Prieure (die erst 1956 gegründet wurden, aber das ist was für Fachhistoriker) ihre Aufgabe darin sehen,d ass Geheimnis zu wahren, warum will dann die Kirche sie vernichten? Es muss ihr doch an der Wahrung des Geheimnis liegen.
3. es geht im Roman um die Verehrung des göttlich weiblichen, inkarniert in Maria Magdalena. diese ist besonders Göttlich weiblich, weil sie (laut Roman)mit jesus von Nazareth verheiratet war, welcher (laut Roman)kein Gott war. Woher also das Göttliche in Maria Magdalena?
4. Dan Browns Gralsforscher glauben den Gnostikern mehr als den Synoptikern und Johannes. Nach der Formal: Gnostiker als Wahrheit unterdrückt, die kanonischen von Konstantin gefördert. Kann mir bitte mal jemand erklären, wie ein zeitferneres Dokument mehr histoischen Quellenwert haben kann als ein zeitnäheres?
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#9   diakonos   13:34:56 | Dienstag, 16. Mai 2006
Aufklärung statt Boykott
Also, ich habe das Buch gelesen, und ich werde mir auch den Film anschauen, schon einfach deshalb, um informiert zu sein und mitreden zu können.
Das Buch ist in meinen Augen sehr raffiniert und spannend geschrieben und auch sehr unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Seite. Ich könnte nicht behaupten, es sei mittelmäßig oder gar schlecht, wie manche sagen.
Ich schließe mich den Boykott-Aufrufen nicht an, ganz im Gegenteil: die Christen sollten informiert sein, um über die Irtümer, die Dan Brown verbreitet, Bescheid wissen, und nicht nur aus zweiter Hand. Und wer mit einen gesissen Vorwissen das Buch liest, wird kaum jede Fiktion als bare Münze nehmen, oder gar vom Glauben abfallen.
Protest- und Boykottaufrufe sind immer die beste Werbung!
Die Kirche, die 2000 Jahre lang Höhen und Tiefen erlebt hat, wird sicher auch Dan Brown ud sein Sakrileg überleben. Soviel Glauben habe ich.
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#8   private-notes   13:10:54 | Dienstag, 16. Mai 2006
@ ansgar
Dan Browns Buch hat keine Informationen, außer man will jedes geschriebene Wort als Information bewerten.
Browns Buch ist Fiktion, Unterhaltungsliteratur, die sich überraschend gut verkauft – dabei hat das weniger mit Browns schriftstellerischen Talenten zu tun. Sondern vielmehr mit dem Echo, dass sein Buch ausgelöst hat. Brown ist tatsächlich eher ein mittelmäßiger Schriftsteller, der allerdings gut konzipiert hat. Und das Verlagsmarketing muss von Anfang an gewusst haben, wie man bestimmte Reaktionen manipuliert und auslöst. Sie brauchten nur noch auf die entsprechenden Knöpfe zu drücken und den Werbeaufwand erledigten die, die sich eigentlich geschädigt fühlen sollten.
Aber es ist meine Maxime, dass ein Glaubensbekenntnis stärker sein muss, als es Trivialliteratur je sein kann. Wenn der Glaube durch die Inhalte eines solchen Unterhaltungsstückes zerbröseln kann, dann ist er wohl nichteinmal das Stück Papier wert, auf dem man das Wort „Glaube“ geschrieben hat.
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#7   Parzifal   13:10:46 | Dienstag, 16. Mai 2006
@ Adama
Sie sollten allerdings bedenken dass das Grundgesetz bzw die Gerichte zu Neutralität bezüglich religiöser Überzeugungen verpflichtet sind. Angesichts der Tatsache dass in Deutschland auch andere Konfessionen und Religionen leben könnte ihre Forderung nach einer Verschärfung des Paragraphen 166 sich schnell als Schuss in den Ofen erweisen. Spätestens dann wenn Moslems vor Gericht ziehen weil dieser oder jener Katholik angeblich Allah beleidigt hat.
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#6   Ansgar   12:53:46 | Dienstag, 16. Mai 2006
@ private notes
Zur Abwechslung stimmt es, was Sie sagen. Es gibt viele solcher Bücher; Grund: „Jesus sells“. Auch bei kirchen- und glaubensfernen Menschen.
Allerdings: Meinen Sie das hier ernst? „…uneingeschränkt an Informationen kommt …“
Dan Browns Buch: „Informationen“? Doch eher trashige Unterhaltung auf Kosten der Gefühle von 1,2 Milliarden Menschen.
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#5   private-notes   12:22:44 | Dienstag, 16. Mai 2006
Solche Filme und Bücher
in anderen Religionen gibt es doch schon längst. Manches entgeht halt der Scheuklappensicht: Salman Rushdies Satanische Verse? War ein Bombenerfolg und zog Morddrohungen durch islamische Schriftgelehrte nach sich.
Das Problem scheint nicht zu sein, dass Dan Brown einen Roman geschrieben hat und das dieser Roman nun verfilmt in die Kinos kommt. Sondern dass dieses Buch ein Weltbestseller war. Und dass zu erwarten ist, dass der Film ebenso ein Blockbuster wird. Keiner von den aufgeregt herumflatternden Kirchendienern hier würde ein Wort über Dan Browns Buch verlieren, wenn es mit einer Druckauflage von 2000 Stück erschienen wäre.
Glücklicherweise leben wir in einer Zeit, in der man lesen und hören kann, was man will – uneingeschränkt an Informationen kommt und all dies nicht mehr durch irgendwelche Institutionen gefiltert wird.
Ohne Proteste und Fußnoten durch Kirchendiener hätte es Dan Brown vermutlich nie geschafft, Bestsellerautor zu werden. Und es hätte nie einen Film gegeben.
Sein Erfolg baut auf Euren Protest auf; freut Euch!
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#4   Adamah   12:21:41 | Dienstag, 16. Mai 2006
Catholic League
„Es ist an der Zeit, daß auch in der katholischen Welt eine solche „Liga gegen Vorurteile und Verleumdung“ gegründet wird, damit die vielfältigen Diffamierungen der Kirche in den Medien und durch die Medien zurückgewiesen werden.“
In USA gibt es diese Liga schon lang. Wie wäre es mit eine „Abteilung“ Deutschland?
www.catholicleague.org www.kreuz.net/
Erste Aufgabe? Änderung des §166 !!! :)3
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#3   stat crux   12:04:30 | Dienstag, 16. Mai 2006
Würde sich ein jugendlicher Kinogänger
aufraffen und nach dem Film bei einem x-beliebigen „Pfarrbüro“ klingeln, wäre der Pfarrer natürlich nicht zu sprechen und die herbeitelefonierte Referentin setzt sich ein Viertelstündchen mit dem Interessenten zusammen, um ihm zu erklären, dass man über den Lebenswandel des historioschen Jesus ja eigentlich nichts sagen kann, außer dass die beiden Bibelworte „Abba“ und „Amen“ vermutlich authentisch sind. Und wieder wendet sich ein Getaufter dem Satanismus, Okkultismus, Pantheismus oder Antisemitismus zu.
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#2   clemens   11:59:17 | Dienstag, 16. Mai 2006
Sakrileg
Man stelle sich dagegen vor, Dan Brown hätte seine Code- und Schnitzeljagd in einem jüdischen Milieu angesiedelt und dabei einer jüdisch-religiösen Kaderorganisation einen vierfachen Mord unterstellt, wodurch die Ziele der Vereinigung erreicht werden sollten.
oder im moslemischen Milieu!
Es hätte Krieg gegeben!
Aber die Christen üben „Demut“ und schweigen, statt zu protestieren! Aus den verschiedensten Gründen, die von den Argumenten ausgehen, daß der Roman und der Film nicht viel Schaden anrichten werden.
O, doch. Der Schaden ist schon angerichtet und wird massiv wachsen.
Mehr jedenfalls, als bei einer blasphemischen, dämlichen Zeichentrickserie , die nicht den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit und Wahrheit verbirgt!!
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#1   stat crux   11:47:20 | Dienstag, 16. Mai 2006
„Rome n’est plus catholique.“
Gegen diese Diffamierung wird hier eindeutig zu wenig unternommen.
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