Ein kalter Granitblock als Symbol für die Liturgiereform?
Im Freiburger Münster sollen die liturgischen Reformen der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts baulich umgesetzt werden. Aus den bitteren Erfahrungen der Vergangenheit scheint man dabei nicht viel gelernt zu haben.
(kreuz.net, Freiburg) Es ist ein Vorhaben von geschichtlicher Dimension: die Neugestaltung des Altarraumes
im Freiburger Münster.
Die gegenwärtige Konstruktion wurde aus Holz und PVC gezimmert und stellt eine
Interpretation der Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils und der späteren Liturgiereform von Papst
Paul VI. († 1978) dar.
An ihre Stelle soll ein ein „würdiges, dauerhaftes Ensemble“ treten.
Bei der
Verwirklichung des Projektes denkt die Bistumsleitung funktional: Man will kein Denkmal, sondern zuerst
einen Ort, „ an dem eine Gemeinde Liturgie feiert“.
Die gegenwärtige Altarinsel will man mit einer Stufenanlage
aus rotem Sandstein ersetzen. Die Stufen sollen den Geist des Konzils – „die Öffnung zu den Menschen
hin“ – besser ausdrücken.
Für die Ausführung wurde der Münstertäler Künstler Franz Gutmann beauftragt.
Er wird den Altar, den Ambo und die Kathedra – den Sitz des Erzbischofs – im Wesentlichen aus rötlichem
Granit schaffen.
Das Bauprojekt will nach Angaben der diözesanen Kirchenzeitung die „Entwicklungen der
Theologie und des Gottesdienstverständnisses“ umzusetzen.
Die Verantwortlichen haben lange nach einer
passenden Lösung gesucht. Pläne wurden gemacht – und verworfen. Man stellte Modelle auf – und räumte
sie wieder ab.
Im vergangenen Dezember erläuterten Dompropst Weihbischof Paul Wehrle und Anton Bauhofer –
der Leiter des Erzbischöflichen Bauamts Freiburg – die Pläne.
Die Arbeiten sollen hauptsächlich ab
Juli stattfinden. Kostenpunkt: ungefähr 459.000 Euro.
Das Vorhaben blieb auch von Kritiken nicht verschont.
Sie wehren sich vor allem dagegen, daß die zwei kostbaren Seitenaltäre – der Dreikönigs- und der Annenaltar –
im Zuge der Altarraumgestaltung künftig im Chorumgang aufgestellt werden sollen.
Bei einer Informationsveranstaltung
Ende Januar bezeichnete ein Teilnehmer den geplanten Volksaltar als „dunklen Würfel“, der an die Kaaba
des Islam in Mekka erinnere.
Andere kritisieren den neuen Bischofsstuhl, der mitten zwischen Zelebrations-
und Hochaltar plaziert werden soll. Eine Münster-Besucherin klagt: „Ich finde die ganze Sache furchtbar.“
Am meisten bewegt die geplante Versetzung der Seitenaltäre die Gemüter.
Diese Maßnahme ist angeblich
nötig, um – nach Weihbischof Paul Wehrle – den Volksaltar als angebliches „Zeichen für die Mahlgemeinschaft“
näher an das Kirchenvolk zu rücken.
Ende Januar beantwortete der Weihbischof die Frage der ‘Badischen
Zeitung’, ob ein Volksaltar notwendig sei, da sogar der Papst Meßfeiern „mit dem Rücken zum Volk wie
vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil für legitim“ halte:
Selbstverständlich sei für die Eucharistiefeier
ein Altar als „Tisch inmitten der Mahlgemeinschaft“ notwendig – so Mons. Wehrle:
Von den „durch die Umstände
bedingten Sondersituationen“, bei denen der Priester mit dem Rücken zum Volk stehe, solle nicht auf die
„allgemein gültige Praxis“ geschlossen werden.
Kritiken wurden auch in Leserbriefen laut, die von der
‘Badischen Zeitung’ veröffentlicht wurden.
Nur „ausgekochte Kulturbanausen mit ideologischer Engführung“
hätten diesen Umbau im weltberühmten Freiburger Münster beschließen können, bei dem die beiden Juwelen
gotischer Schnitzkunst, der Dreikönigs- und der Annenaltar völlig grundlos verschwinden sollen, schrieb
Josef Schäfer Mitte Januar:
„Und wofür? Um drei armselige Lückenbüßer der roten Granitsteinindustrie
in diese erhabene Architektur hineinzumurksen.“
„Dabei sind sie weder Kunst noch stilgemäß, sondern
nur eine billige Klotzmode aus dem vorigen Jahrhundert.“
Das Zweite Vatikanum habe solche Eingriffe nicht
beschlossen und auch die originale Liturgie, für die das Münster gebaut wurde, nicht abgeschafft.
Was
der Priester im Münster auf dem Mini-Tischchen [Volksaltar] hantiere, sei in der großen Menge ebenso
wenig sichtbar, wie wenn er am Hochaltar stehe.
„Dafür sollten die Freiburger Bürger, Kunstliebhaber
und fromme Beter, sich daran erinnern, daß die ehrenwerten Domherren im Grunde nur Treuhänder ihrer
berühmten Stadtkirche mit dem schönsten Turm der Christenheit sind.“
Der Leser Gerhard Haustein schrieb
Mitte Dezember von einem „Grabeskälte ausstrahlenden Granitquader“, der im Projekt den Tisch des Herrn
symbolisieren soll.
Die Bistumsleitung ist um Ausgleich bemüht. Man suchte nach „vertretbaren Kompromissen“.
Auch der Künstler Franz Gutmann hat sich auf Veränderungen bei der Kathedra eingelassen.
Sie werde
nun, durch Holzelemente ergänzt, wärmer wirken und harmonischer in das gesamte Ensemble der Sedilien
und der Chorstühle eingebunden, heißt es.
Die Verantwortlichen sind nach wie vor zuversichtlich, den
10. Dezember als Datum für die Altarweihe zu erreichen.
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Dr. Otterbeck Bedauernswert bei Ihnen ist, dass Sie alles im Lichte der Politik sehen und für anderes
überhaupt kein Musikgehör haben. Es gibt aber daneben noch viel Anderes. An erster Stelle wäre die
Ontologie zu nennen, wovon Montini offenbar keine Ahnung hatte. Ein Glaube ohne solides ontologisches
Fundament entartet in eine Art von Befindlichkeit die sich durch Banalität auszeichnet. Davon betroffen
waren alle bisherigen Konzilspäpste vielleicht mit Ausnahmen Benedikt XVI
wirklich grabeskalt Das Projekt erinnert mich an eine Kirche in einer neuen Siedlung. Als meine Kollegin
dort umgezogen ist und mit ihrem Kind das erste mal die neue Kirche betreten hat, hat das Kind gefragt:
„Wann wird die Kirche fertig?“ Niemals, dem Projekt nach sollte sie einfach so bleiben. Rohe Ziegeln,
schwarze Gestalten, alles traurigl und unfreudnlich. Es sollte viellleicht an die staedtliche Umgebung
erinnern, aber sucht man nicht in der Kirche etwas anderes, schoeneres, als die monotone Architektur des
XX Jahrhunderts? Noch schlimmer ist es, wenn der „Erfindungsgeist“ auch die alte Kirchen nicht schont.
Die „Glaubensregeln“, die Montini angeblich verletzt hat, sind allesamt Fragen der Position des kirchlichen
Amtes gegenüber der Politik. Der Vater des Papstes war bekanntlich Christdemokrat. Das genügte zu jener
Zeit, um bei faschistoiden Seilschaften der Kurie (vulgo „antikommunistische“ Kräfte) in Misskredit zu
geraten. Dem Jesuiten Gundlach wird ja sogar nachgesagt, wenn er einen liquidieren dürfe, dann solle
das Montini sein. Der Groll der Gegner saß so tief, dass noch bis heute die Deutung kolportiert wird,
Pius XII. habe seinen engsten Mitarbeiter fallen gelassen. Sehr viel spricht aber dafür, dass Pacelli
wusste, dass eine Selbstkorrektur der Kirche nötig sein werde. „Ich bin der letzte, der das alles so
zusammen hält“, meint Congar, werde von Pius XII. berichtet. Es ist aber üblich, dass Päpste manchen
Komplex dem Nachfolger hinterlassen. Pius XI. hatte noch erkannt, dass die Ecole biblique rehabilitiert
werden müsse, überließ das aber dem Nachfolger. Pius XII. überließ die notwendige Korrektur angesichts
der neuen Lage (Ungarn 1956) bewusst seinen Nachfolgern. Die Kirche musste die Geiselhaft des „Antikommunismus“
hinter sich lassen, um den Triumph über den Kommunismus vorzubereiten. In diesem Sinne war „Ostpolitik“
nötig, nicht im Sinne dogmatischer Konzessionen.
stat crux sie können wirklich nicht erwarten, dass der Erzbischof dort wo es um den Glauben geht, Samthandschuhe
anzieht. Es ist nicht zu bestreiten, dass Paul VI mehrfach Glaubensregeln verletzt hat und zwar nicht
erst nachdem er den Stuhl Petri dank der Komplizität der rheinischen Allianz ersessen hatte, sondern
bereits als Monsignor Montini ohne Kardinalshut. Empfehle Ihnen die Schrift Dr. Luigi Villa’s: Paolo VI,
processo a un papa. Dr. Villa ist Priester und weder exkommuniziert noch suspendiert.
Willkommen zurück, an anderer Stelle konnte ich abermals den fundamentalen Dissens zwischen Papst und
Konzil und Lefebvre betonen: Wer, wie Lefebvre, die Ursache des Atheismus in der Politik sieht, traut
Gott zu wenig zu und limitiert Christus auf das Weihepriestertum samt Missale von 1570. Das ist im Kern
sogar Blasphemie. Das von Ihnen genannte Buch von Guitton habe ich nicht gelesen. Aber ich kenne diverse
Stellungnahmen, dass Rom mit der Durchsetzung der neuen Messfeier geduldiger gewesen wäre, hätte es
die Messmissbräuche (z.B. im Sportpalast von Lille am 29.08.1976) seitens der Integralisten nicht gegeben.
stat crux Mein Kompliment, sie haben bestimmt Jean Guitton (Paul VI secret) gelesen, denn dort erklärt
Montini, die FSSPX habe die Messe des hl.Pius V als Waffe gegen das Konzil eingesetzt. Ich widerhole nochmals:
an der Kontroverse mit dem Erzbischof trägt Paul VI einen grossen Teil der Schuld und selbst wenn es
in ihren Ohren erschreckend klingt, ich habe mehr Vertrauen in den Erzbischof als in Paul VI dessen Verhalten
keineswegs als katholisch gelten kann. Seine verschiedenen Vergehen habe ich Ihnen sowie Dr. Otterbeck
mehrmals genannt, ich will sie nicht nochmals wiederholen
Kein Thema Es trifft zu, dass Lefebvre, nach meinem Kenntnisstand, persönlich vor den letzten Konsequenzen
seiner Revolte zurückschreckte (von Karl Murx mehrfach gebrandmarkt). Zum Vorsatz einer Tatbestandsverwirklichung
muss aber nicht gehören, dass man diese in allen möglichen Wirkungen bedacht hat. Bemerkenswert bleibt,
dass der Erzbischof sich zu seinem rebellischen Vorgehen befugt sah. „Seine Leute“ haben die Alte Messe
zu einem Instrument der Konterrevolution gemacht und damit ihrem liturgischen Fortbestand mehr geschadet
als genützt. Das sehe ich als weiteres Indiz dafür, dass diese Bewegung, unter Behauptung des Gegenteils,
in einen politischen Naturalismus verstrickt ist. Diesem Konzept wird das Etikett „übernatürlicher“
Quelle nur als Antiprogramm aufgedrückt im Sinne einer klaren Distanzierung vom „Liberalismus“ (bzw.
von dem, was man dafür hält), aber die eigentliche Fühlungnahme mit den übernatürlichen Quellen der
Religion scheint mir dort ebenso abhanden gekommen wie im Modernismus zu Beginn des 20. Jh.
Dr. Otterbeck Der Text, den der Erzbischof zitiert lautet: „allein, wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel
ein anderes Evangelium verkündete, als wir euch verkündet haben, der sei ausgestossen.“ Meines Erachtens
lässt sich ausgestossen nicht mit verflucht gleichsetzen. Nimmt man den Text aus der französischen Bible
de Jérusalem zu Hilfe, so liest man „qu’il soit anathème“. Anathème verwendet man jedoch (vgl.Denzinger)
um einen Satz zu bezeichnen, über den man nicht mehr debatieren darf. Ana – thema = kein Thema. Also
dürfte der genaue Satzsinn der sein, wenn jemand ein anderes Evangelium verkünden sollte, so sei es –
gemeint ist das andere Evangelium – verworfen. Wie Sie habe auch ich nur die deutsche Ausgabe. Wenn ich
im Text weiterfahre, so komme ich nicht zum Ergebnis, dass der Text sich weder auf Paul VI noch auf das
Konzil bezieht, sondern auf das Vorgehen der Untersuchungskommission, deren Vorgehen auf der vorherigen
Seiten beanstandet wird. Dafür spricht der weitere Verlauf des Textes, wo der Erzbischof einen Widerspruch
zwischen den Worten und Taten Pauls VI feststellt. Im Uebrigen ist der Erzbischof in keiner Weise mein
Idol. Ich sehe in ihm einen unerschrockenen Bekenner, sehe aber auch Unzulänglichkeiten in seinem Vorgehen,
was selbst sein Biograph Bischof de Mallerais erkannt hat.
Mir fehlt das frz. Original, in der mir vorliegenden Übersetzung heißt es: „Die einzige Haltung, die
der Treue zur Kirche und zum katholischen Bekenntnis und unserem Heil entspricht, ist die entschiedene
Weigerung, diese Reform anzunehmen.“ Und zuvor hatte Ihr Idol im Bekenntnis vom 21.11.1974 den Hl. Paulus
angeführt (Gal 1,8); „…der sei verflucht“ (mit Seitenblick auf Papst Paul VI.); wenn es eine mildere
Lesart gibt, unterrichten Sie mich: Ich lese darin den Bannfluch eines einzelnen Titualarbischofs gegen
den Papst und das Konzil. Gottlob aber hat sich die totalitäre Versuchung, der Ihr Idol nicht zu widersagen
vermochte, nicht weiter in der Kirche ausgebreitet als unter jenen rd. 500 Klerikern, die dieser antikatholischen
Denkungsart frommen. Aber gut: hätten Sie Argumente, würde ich darauf eingehen können.
Dr. Otterbeck: Genug damit Wieder einmal verfälschen Sie die Aussagen des Erzbischofs. Nirgendwo in seiner
Erklärung vom 21.11.74 wird einem Zelebranten, für den Fall, dass er nach dem NOM zelebrieren sollte,
mit Höllenstrafen angedroht. Der Erzbischof war im Gegensatz zu Ihnen ein viel zu guter Theologie, um
nicht zu wissen, dass die Endbestimmung eines Menschen Gott allein vorbehalten bleibt. Hier seine Worte
Damit die Kirche fortbestehe 75): Deshalb setzen wir unser Werk der priesterlichen Ausbildung fort ohne
jegliche Bitterkeit, ohne Rebellion, ohne Groll unter dem Stern des Lehramts aller Zeiten, überzeugt,
dass wir der heiligen katholischen Kriche, dem papst und den zukünftigen Generationen keinen grösseren
Dienst erweisen können. Es ist ihr gutes Recht, sich für die Konzilskirche einzusetzen, aber tun Sie
es bitte mit der erforderlichen Redlichkeit
„Baron Eckstein bemerkte bereits zur Zeit der RESTAURATION: ‘Wenn man sagt: Freimaurer, Revolution, so
glaubt man damit schon dem gesunden Menschenverstand Genüge getan und die gesamte Geschichte erklärt
zu haben.’“ (Congar, der Fall Lefebvre, Freiburg u.a. 1977, S. 137, Fn. 13.) Dr. Heger, Sie überspringen
den Dissens, den die „Glaubenserklärung“ Lefebvres vom 21.11.1974 markierte: Dort wurde quasi jedem Zelebranten
des NOM mit der Hölle gedroht. Das kann kein Papst unbeantwortet lassen.
Dr. Heger Sie haben völlig recht. Es waren die französischen Bischöfe, denen das Seminar in Econe ein
Dorn im Auge war, die den Streit dagegen entfachten. Wäre Paul VI seinem Amt gewachsen gewesen, wäre
er auf das Drängen der französischen Bischöfe nicht eingegangen und hätte den Erzbischof in Ruhe gelassen.
Damit hätte er einen unnötigen Streit vermieden. So sieht die Wirklichkeit aus
@Dr. Otterbeck: Tridentinisches Seminar Zusammen MIT ROM hätte er [Erzbischof Lefèbvre; Ch.H.] ein tridentinisches
Seminar weiter betreiben können, um das Konzil kritisch im Licht der Tradition zu rezipieren. Wer sich
noch an die seinerzeitigen Ereignisse erinnern kann, wird bemerken, daß diese Behauptung falsch ist.
Trotz des günstigen Berichts, den die römischen Visitatoren von dem Seminar in Econe gegeben hatten,
sollte es durch Order Pauls VI. seine Arbeit aufgeben. Das „Experiment der Tradition“ (Eb. Lefèbvre)
sollte nicht fortgeführt werden dürfen. MfG Christoph Heger
Dr. Otterbeck Sie tun so als ob Sie das Sprachrohr des Katholizismus wären. Sie sind es aber nicht. Es
ist Ihr gutes Recht, sich als Apologet des Konzils aufzuspielen aber bitte mit der erforderlichen intellektuellen
Redlichkeit. Die Erklärung des Erzbischofs (ich klage das Konzil an 98): „es hiesse Offenkundiges leugnen
und die Augen verschliessen, wollte man nicht mutig zugeben, dass das Konzil jenen, die sich zu den eben
aufgezählten, von den Päpsten verurteilten Irrtümern und Strömungen bekennen, erlaubt hat, rechtmässig
zu glauben, dass ihre Lehren in Zukunft anerkannt sein würden.“ Ob Sie es wollen oder nicht, man kann
nicht „Humani generis“ annehmen und gleichzeitig den konziliaren Schwachsinn gutheissen selbst. Man kann
nicht Mortalium animos anerkennen und den vom Oekumenismus geförderten Oekumenismus gutheissen. Professor
May, der einiges mehr von der Sache versteht als ich, hat es in seiner Schrift die Falle des Oekumenismus
auf eindrucksvolle Weise dargestellt. Was soll man vom Frevel Montinis halten, der entgegen den Bestimmungen
seines Vorgängers Leo XIII zusammen mit einem Laien und Freimaurer in Sankt Paul ausser den Mauern auftrat
und die dort versammelten Gläubigen segnete. Solches nennt sich schlichtweg eine Impostur betreiben.
Wäre Ihnen dankbar, wenn Sie endlich einmal auf meine Einwände eingehen würden anstatt sich ständig
auf das Konzil und Paul VI zu berufen.
Nachkonziliare Messer! Sorry, weiter unten meinte ich ausnahmsweise nicht „Messe“ sondern „Messer“. „Ins
Messer laufen…“ Niemand hat gründlicher dargestellt als Exz. Lefebvre in seinem Brief an Ottaviani
1966, dass er die „Schuld“ an den Ergebnissen des Konzils der Vorkonzilszeit zuordnet. Übrigens hat derselbe
schon damals, richtig, eine schwindende Klarheit der Priester über ihren Beruf analysiert. Vor vierzig
Jahren! Zusammen MIT ROM hätte er ein tridentinisches Seminar weiter betreiben können, um das Konzil
kritisch im Licht der Tradition zu rezipieren. Die Revolte aber, SEIN Bruch mit jedweder Tradition, ist
überhaupt nicht zu rechtfertigen, da die Katholiken dem Konzil insgesamt Gehorsam schulden.
Gotthard gegen Deine Ignoranz ist kein Kraut gewachsen, denn der Text den ich Dir zitiert habe ist von
Paul IV. Auch Mortalium animos verwirft die Oekumene. Im Namen des Oekumenismus darf jedoch heute die
allergrössten Torheiten vor sich geben wie etwa Kardinal Bea, der mit seiner ihn auszeichnenden Arroganz
erklärte, man brauche dieses Dokument nicht ernst zu nehmen. Ich möchte nur sagen, Gott verschone mich
vor Leuten wie Dich. Zum Glück gehöre ich der Konzilskirche nicht mehr an.
Carlo’s Literatur meinst Du u.a. diese „Literatur“? Jene, die dem Papstkult frönen und nicht für die
wahre Ökumene eintreten, welche Jesus mit den Worten fordert: „Seid alle eins!“, sind nicht mehr katholisch
(= Mitglieder der allgemeinen, weltumspannenden = ökumenischen Kirche), sondern nur noch römisch.…
zu finden per google. oder diese Stelle aus der genannten Enzyklika: „… wenn er (der Papst) als vom
Glauben abgewichen erfunden wird, darf ihm widersprochen werden.“ Stellst Du fest, dass der Papst vom
Glauben abgewichen ist? Ich lache mich schlapp… Unfehlbarkeit auf Carlo’s Art.
Gotthard: gilt auch umgekehrt Du tätest gut daran, Dich in der Literatur etwas umzusehen. Zur Auffrischung
Deines Gedächtnisses findest Du nachstehend eine Erklärung zur Frage, ob der Thron Petri auch von einer
Person eingenommen werden kann, die kein Papst ist. Beachte bitte, dass es sich um die Erklärung eines
Papstes handelt. Ausserdem habe ich im Gegensatz zu Dir versucht, meine Zweifel zu begründen. Du hingegen
argumentierst ständig ad hominem. „ullo umquam tempore apparuerit aliquem Episcopum, etiam pro Archiepiscopo,
seu Patriarcha, vel Primate se gerentem, aut praedictae Romanae Ecclesiae Cardinalem, etiam ut praefertur,
Legatum, seu etiam Romanum Pontificem ante eius promotionem, vel in Cardinalem, seu Romanum Pontificem
assumptionem a fide Catholica deviasse, aut in aliquam haeresim incidisse, promotio, seu assumptio de
eo etiam in concordia, et de unanimi omnium Cardinalium assensu facta, nulla, irrita, et inanis existat,
nec per susceptionem muneris, consecrationis, aut subsecutam regiminis, et administrationis possessionem“,
Paul IV, Cum ex apostolatus officio
Romanus pontifex potest ac debet cum progressu, cum liberalismo et cum recenti civilitate sese reconciliare
et componere. Das ist keine Konzilsaussage, sondern ein mit der Allokution Jamdudum cernimus am 18. März
1861 verurteilter Satz, bekannt als Satz 80 im Syllabus von 1864. Der römische Papst könne und müsse
sich mit dem Fortschritt, dem Liberalismus und mit der gegenwärtigen Zivilisation versöhnen und vergleichen.
Das wies Pius IX. zurück. Was aber war der Fortschritt, der Liberalismus der damaligen Gegenwart? Unvorbereitet
auf die Erfahrungen des 20. Jh. und ohne jede Kenntnis des heutigen Weltbildes war die damalige Moderne
eine andere als heute. Hätte sich Pius IX. mit seiner Zeit „ausgeglichen“, so wäre er als Dalai Lama
des Königreichs Italien bejubelt worden, das Papsttum hätte aber niemals die universale Kraft gewonnen,
die das 20. Jh. so bitter nötig hatte (etwa Pius XII. im Krieg). Und auch der „Ausgleich“, den das Konzil
anzielt, ist ein anderer: Dialog, um zu überzeugen. Das die vorkonziliare Schwäche den Episkopat und
Klerus in Europa in manches „nachkonziliare“ Messe laufen ließ, das ist unbestritten. Aber das Recht
der Päpste, jeweils zur gegenwärtigen Zeit neu Position zu beziehen, ohne dass das depositum fidei daran
leidet, das ist der zentrale Vorzug des Katholizismus vor jeder anderen Konfession.
@carlo dass ich überzeugt wäre, dass die Konzilspäpste ware Päpste sind. zu welch armseligen Trüppchen
gehörst Du denn? Dann ist jede Diskussion mit Dir zu Ende … Deine Prämissse ist ein Axiom, das ich
nicht teile … und kaum jemand in der christlichen Welt. Also lass es gut sein und troll Dich.
Dr. Otterbeck Sie sagen mit Recht im Zweifel. Auch ich würde Ihnen unter der Voraussetzung beipflichten,
dass ich überzeugt wäre, dass die Konzilspäpste ware Päpste sind. Ich bin es aber nicht denn zuviel
spricht dagegen obschon ich die Erklärung des heiligen Vinzenz Pallotti, dass es Päpste gibt, die der
Herr auswählt, solche die er annimmt und solche die er einfach duldet nicht völlig von der Hand weise.
Immerhin müsse Sie doch zugeben, dass es nicht verständlich ist, wie Montini, unter völliger Missachtung
der Anweisungen seines Vorgängers Leo XIII hinsichtlich der Gültigkeit der anglikanischen Bischofsweihen
zusammen mit dem Erzbischof von Canterbury in Sankt Paul ausser den Mauern auftrat und zusammen mit ihm
die dort versammelten Gläubigen segnete. Hatte er jemals Denzinger 3116 gelesen? Die anglikanische Kirche
ist das Produkt eines Frevels Heinrich VIII. Auch von Bellarmin und Suarez hätte er etwas lernen können.
Lieber Herr Dr, schon oft wollte ich meine Teilnahme bei kreuz.net beenden, aber es hat auch was Unterhaltsames,
sich als intellektueller Zwerg mit solchen Riesen an Charisma und Macht messen zu dürfen. Nicht ich stelle
Definitionen auf; ein theol. Lehrwerk zum Opfercharakter der Messe würde ich mir niemals zutrauen. Ich
denke nur darüber nach, warum die 4-5 Argumente der SSPX seit über 35 Jahren konstant, buchstäblich
gleich bleiben, während sich die Lage der Kirche und der Welt, teils zum Guten, sehr wandelt. Diese Gleichförmigkeit
ist ein weiteres Indiz für den mutmaßlich an der Grenzen zur politischen Mythik vagabundierenden „Spiritualität“
der späten Maurras-Erben (Lefebvre identifizierte sich nicht vollends damit, floh aber nicht vor dem
Applaus von Rechtsaußen, sondern genoß seine späte Prophetenrolle). Jawohl, Katholik ist, wer im Zweifel
gehorcht, jedenfalls bei den wichtigen Dingen; und wenn’s schwerfällt, trotzdem. So haben es Teilhard,
Lubac, M.J. Lagrange (und auch Pouget) aus Überzeugung getan. Und deshalb ist Rebellion im Namen der
Tradition der TOTALE BRUCH mit der Tradition, in nie für möglich gehaltener Rigorosität.
Otterbecks klare Definitionen Das einzige Argument, das Paul VI dem Erzbischof entgegenzustellen wusste,
war Unterwerfung. Von einer klaren Definition kann nicht die Rede sein, nachdem Johannes XXIII beschlossen
hatte, dass das Konzil weder definieren noch verurteilen würde. Warum hat Paul VI nicht die gleiche Haltung
eingenommen gegenüber den Irrlehren eines Teilhard de Chardin? Congar ist für mich überhaupt kein Massstab
obschon seine grosse Intelligenz unbestreitbar ist.
Lieber Herr Groll, die Grenzlinie zwischen Glaube-und-Sitte und Politik bestimmt das Lehramt der Kirche.
Das Lehramt hat das inakzeptable „Traditionsverständnis“ der Rebellen von Ecône klar erkannt, definiert
und zurückgewiesen. Wer dennoch behauptet, dort würde die wahre Religion gelehrt, dem ist nicht zu helfen.
Na schön, noch mehr Spaß: „Nehmen wir zum Beispiel die Republik Argentinien. In welchem Zustand war
sie noch vor erst zwei, drei Monaten. Eine vollkommene Anarchie… Straßenräuber, die wahllos töteten,
völlig ruinierte Industrien, die Fabriksdirektoren eingekerkert… Jetzt dagegen herrscht dort eine Regierung
der Ordnung, eine Regierung die Prinzipien hat, eine Autorität…“ Aus der Predigt des Alterzbischof-Bischofs
von Tulle zu Lille am 29. August 1976 (tridentinische Messe im Sportpalast; von tosendem Beifall der Extremen
Rechten umsäumt); nebenbei bemerkt: Das war ein Kommentar zur Machtergreifung der dortigen Militärjunta.
Christkönig? So nicht!
Okay, Sulpicius, zu Ihrer Erheiterung: „Gewiss hat auch der sogenannte Pluralismus in der Kirche seinen
Platz, aber nur in Dingen, die erlaubt sind, und innerhalb der Grenzen des Gehorsams. Das aber verstehen
diejenigen nicht, die jede liturgische Erneuerung … ablehnen, und noch weniger jene, die Christi reale
Gegenwart und das eucharistische Opfer in Frage stellen. Ebensowenig kann eine Priesterausbildung, die
keine Rücksicht auf das Konzil nimmt, geduldet werden. Wir können daher Deinen Forderungen nicht entsprechen.
Denn es handelt sich um Aktionen, die eine Rebellion gegen die eine und wahre Kirche sind. Du darfst davon
überzeugt sein, dass diese Härte nicht etwa aus der Verweigerung gewisser Konzessionen auf der Ebene
der Disziplin oder Liturgie stammt. Die Bedeutung Deiner Aktionen und ihr Beweggrund rechtfertigen nicht,
einen ABSOLUT FALSCHEN BEGRIFF VON KIRCHE UND TRADITION EINZUFÜHREN. Daher müssen wir Dir, ehrwürdiger
Bruder, im vollen Bewusstsein Unserer Pflichten offen sagen, dass Du Dich IM IRRTUM befindest.“ Paul VI.
an Lefebvre am 11.12.1976; zit. ebd. S. 128.
Congar – Lefebvre – Herder 1977 Congar in „Der Fall Lefebvre“ (dt. Herder, 1977) Wenn man den Namen „Lefebvre“
zwischen den Namen „Congar“ und „Herder 1977“ liest, muß man wirklich herzhaft lachen…
„Luthertisch“ Zu der Verleumdung, der Novus Ordo Missae repräsentiere die „Messe Luthers“ hat bereits
Congar in „Der Fall Lefebvre“ (dt. Herder, 1977) das Nötige gesagt.
Das verloren Vertrauen dass Montini nicht mehr das Vertrauen Pius XII besass pfeifen die Spatzen auf dem
Dach. Aber auch sein Busenfreund Montini Jean Guitton berichtet darüber. Stat crux: Deine These, dass
der NOM den göttlichen Willen wiederspiegeln soll ist noch gewagter als alle meine übrigen Thesen
wilde These Der Altar ist zunächst ein Ort innerhalb eines heiligen Raumes, wo das Allerheiligste aufbewahrt
wird. Wo hast Du denn diese wilde These her? Sie stimmt nicht und hat nie gestimmt.
@Regazzoni Ja, ja, und Sie haben am Krankenbett Pius XII. gesessen und seine Unmutsäußerungen fein säuberlich
notiert. Regazzonis Märchenstunde, täglich neu, täglich frisch. !:)
„Politique d’abord!“ Wie wär’s denn mal mit dem kühnen Gedanken, dass es der Wille Gottes war, dass
es zum Novus Ordo Missae kam?? Unmöglich? Das Unmögliche ist nicht beweisbar, lehrte „Frevler“ Bergson.
Gotthard Den Unterschied kennst Du so gut wie ich, wenn nicht sogar besser. Der Altar ist zunächst ein
Ort innerhalb eines heiligen Raumes, wo das Allerheiligste aufbewahrt wird. Diesem Ort hat man sich mit
Ehrfurcht zu nähern. All dies lehrt uns die wahre Messe. Er ist nicht der Ort von wo aus das gemeinschaftliche
Ereignis präsidiert wird wie im NOM. Montini hat dies bereits in seinem Fastenbrief 1958 festgehalten
und damit den Unwillen des regierenden Papstes Pius XII herausgefordert. Leider war Pius XII damals ein
todkranker Mann, um gegen den Frevler die geeigneten Massnahmen zu ergreifen. Seine Absetzung als Erzbischof
von Mailand hätte uns möglicherweise sein Pontifikat erspart
#15 Agiafortuni 20:49:56 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Luthertisch anstatt Altar Natürlich braucht man keine Altäre mehr jetzt wo man Luthertische hat. Gott
sei Dank gab es einen Erzbischof Lefebvre. Ohne ihn wären man der Demagogie eines Gotthards oder Dr.
Otterbecks ausgesetzt die nichts anderes sind als das Sprachrohr des modernistischen Roms sind.
Ja JA JA Ende Januar beantwortete der Weihbischof die Frage der ‘Badischen Zeitung’, ob ein Volksaltar
notwendig sei Eindeutige Antwort: JA JA JA! Dieser Artikel und der ganze Schmäh drumherum ist doch eine
mehr als durchsichtige Angelegenheit. Auch im Freiburger Münster wird nicht nach Econe sondern nach Rom
zelebriert… Was ist gegen die Versetzung von gotischen Retabeln in den Chorumgang zu sagen? Als Altäre
werden sie nicht mehr gebraucht…
kalter Granitblock? Wir haben ihn schon. Die Basilika von Mariazell wurde trotz Proteste vieler und unter
Mißachtung des Gewachsenen umgebaut. Die Mariensäule kam von ihrem seit Jahrhunderten angestammten Platz
unter dem Schnittpunkt der Kuppel an die Ostwand der Gnadenkapelle und schaut nun zum Hochaltar und nicht
mehr zu den eintretenden oder gehenden Pilgern. Interessanterweise gibt es auf der Homepage der Basilika
von Mariazell www.basilika-mariazell.at/ keine Fotos vom neuen Hauptaltar. Diese findet man nur nach langem
Suchen auf nextroom architektur datenbank www.nextroom.at/building_image.php?building_id=29…. Der sogenannte
Hauptaltarraum wirkt absolut ausladend und kalt. Aber macht Euch bitte selbst ein Bild davon.
#12 Dr. Otterbeck 18:34:33 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Mal geschmackloser Frevel, dann wieder frevlerische Geschmacklosigkeit; vielleicht auch mal schmackhafte
Frevellosigkeit? „Kostet und seht, wie gut der Herr ist!“ (Auch eine Unterdrückung des Opfercharakters?)
@ Athanasius Ihre Sorge, ob der Charakter der Messe als Opfer richtig zum Ausdruck kommt, mag berechtigt
sein. Sie sollten aber nicht alles pauschal verdammen, was das Wort Mahl enthält. Es kommt auch in der
vorkonziliaren Liturgie vor: „Herr, du hast uns mit der Kraft des himmlischen Mahles gesättigt; nun verleihe
uns, daß wir, was recht ist begehren und das Begehrte erhalten. Durch unsern Herrn.“ (Schlußgebet vom
letzten Sonntag, also dem 5. So nach Ostern). Das Wort „Mahlgemeinschaft“ hat daher zumindest eine größere
Berechtigung als „Mahlfeier“. Denn eine Gemeinschaft ist vorhanden; auch ein Mahl. Nicht aber wird das
Mahl gefeiert, sondern das Opfer Christi.
#10 Agiafortuni 17:49:22 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Frevel und Geschmacklosigkeit zugleich Als der Frevler Montini den Gläubigen seinen NOM aufoktroyierte
erhob sich dagegen ein weltweiter Protest. Ihm schlossen sich namhafte Persönlichkeiten aus Kultur wie
die beiden Musiker Vladimir Eshkenazy und Lord Menuhin die im Vorgehen Pauls VI eine Geschmack-losigkeit
sondergleichen erkannte. Möge sich ein gleicher Protest gegen den zur Zeit sich anbahnenden Frevel am
Münster zu Freiburg erheben.
Wichtiger Satz fehlt! Liebe Redaktion! Es fehlt in diesem Artikel der wichtigste Satz, nämlich der, durch
den alle kreuz.net Artikel diesen charmanten Flair von Grundschulaufsätzen bekommen: Münster ist eine
Stadt in Deutschland und liegt 44 km südlich von Osnabrück.
Mahlgemeinschaft es ist nur gut, dass die Emmaus-Jünger noch nicht Deine Kenntnisse des Tridentinums
hatten … ihnen wäre die Augen nich taufgegangen! Ihre Mahlgemeinschaft mit dem unerkannten Auferstandenen
öffnete ihnen die Augen und liess sie noch in der selben Stunde nach Jerusalem aufbrechen … das Tridentinum
hat einen Aspekt der Messe festgehalten … aber nicht den alleinigen. Der hiesige Kampf um den „Opfercharakter
der Messe“ ist ein sehr untheologischer …
Mahlgemeinschaft Wieder eine Bestätigung dessen, dass die deutschen Ordinarii und Vikare zum grössten
Teil vom römisch-katholischen Glauben abgefallen sind. Wer verkündet schon öffentlich solche Häresien
gegen das Konzil von Trient? „Vatikanum II.“ Nix davon. Vatikanum II. hat vom göttlichen eucharistischen
Opfer gesprochen, nicht vom Luthermahl dieser deutschen Konziliaristen für die nichts mehr heilig ist.
Diese Mai 1968er Generation, diese Flowerpower Neosozialisten, Mensch, und das sollen nun die „bevollmächtigten“
Hirten sein? Nach CIC 1917 Canon 188.4 könnte man sogar sagen, diese seien gar keine mehr. „Mahlgemeinschaft.“
Pfhüai. Opfer, kein Mahl. Institutum in convivio. Cenatum in convivio, sed non convivium ipse.
Meine Protestmail Ich wende mich gegen die geplante Umgestaltung des Altar- und Chorraums im Freiburger
Münster, wie sie am Montagabend, 30.1.2006, im Collegium Borromaeum vorgestellt wurde. Die Geschichte
wird über Ihr Vorhaben zu Gericht sitzen, und ich verheisse Ihnen schon heute: nicht gerade zu Ihren
Gunsten. Gleichzeitig möchte ich an untenstehende Petition erinnern, die vor 35 Jahren zwar nicht ein
bestimmtes Gotteshaus betraf, aber nichts desto weniger jenes geistliche Monument, welches DIE spirituelle
Grundlage für den Bau Ihres hervorragenden Gotteshauses in Freiburg war: Ein Aufruf von 57 kulturellen
Persönlichkeiten an Papst Paul VI. – Im Jahre 1971 erging ein Aufruf, unterschrieben von zahlreichen
bekannten, in England lebenden Schriftstellern, Professoren, Kunstschaffenden und Historikern an den damaligen
Papst Paul VI. Sie riefen den Oberhirten der katholischen Weltkirche auf, die überlieferte Form der lateinischen
Messe nicht anzutasten. Das Dokument ist hier im englischen Original zu lesen: www.traditio.com/tradlib/agatha.txt
Es hatten folgende Persönlichkeiten unterzeichnet: der Dichter Sir Harold Acton, der Meisterpianist und
Dirigent Vladimir Ashkenazy, die Dichterin Maurice Bowra, die unvergessliche Krimi-Autorin Dame Agatha
Christie, der Schriftsteller Cyrill Connolly, der Stardirigent Sir Colin Davis, der Dichter Robert Graves
(Verfasser von „Ich, Claudius, Kaiser und Gott“), der Romancier Graham Greene, die avantgardistische Bildhauerin
Barbara Hepworth, …
Protestaktion (Link) Wer gegen das Umbauvorhaben protestieren möchte, kann den folgenden Link benutzen: frsw.de/…eraltar-formular.htm Vergelt’s Gott! Anglia, dos tua, Virgo pia; Per te est conuresa, Maria
Granit An einem Granitaltar ist gar nichts auszusetzen. Interessant, dass nun auf einmal auch Blockaltäre
nicht mehr „genehm“ sind. Wenn die jetzige Ausstattung in Freiburg tatsächlich aus „Holz und PVC“ besteht,
dann wird es höchste Zeit, dass etwas festes dahinkommt. Ob Granit oder Sandstein hängt da von der anderen
Ausstattung (v.a. Fußboden) ab. Nicht ganz klar ist natürlich, warum die beiden anderen Altäre nun
auf einmal auch verschwinden sollen. Offenbar haben sie ja bislang auch nicht gestört.
Biologische Lösung Wenn die wenigen „V2-Alten“ irgendwann ihren irdischen Lebensweg vollendet haben werden,
wird niemand mehr da sein, der sich an irgendetwas im Münster stört. Höchstens vielleicht Touristen,
denen es im Winter zu kalt ist. Oder meinen Sie etwa, dass der Tradi-Nachwuchs den Dom mit Leben erfüllen
wird? Welch Ironie, die Totengräber einer recht verstandenen Tradition als Quelle lebendigen kirchlichen
Lebens?!
Ich dachte diese Zeiten seien vorüber Das ist ja furchtbar. Von Wehrles liturgiewissenschaftlich unhaltbaren
Äußerungen bis zum Bildersturm. Und mittlerweile dachte ich ernsthaft, diese Zeit sei vorüber, Gotik
wieder „in“ und auch die Kommunionschranken im Freiburger Münster würden nur noch die weniger werdenden
Alten, die das Konzil bewußt miterlebten und von seinen angeblichen Lehren begeistert waren, stören.
Naja, Wehrle ist halt einer von ihnen.