Zum Schweigen gebracht
Einem Priester in den USA wurde im Frühjahr sein Radio- und Internet-Apostolat verboten. Der Priester gehorchte. Jetzt wurde er zum Hilfskaplan in einem kleinen Altenheim ernannt.

Die Diözese befindet sich im US-Bundesstaat Minnesota im zentralen Norden der Vereinigten Staaten.
Die Pfarrei St. Agnes ist für ihre hochstehende, lateinische Liturgie im Novus Ordo weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus bekannt.
Hw. Altier ist eine wichtige katholische Stimme in St.Paul/Minneapolis und in den Vereinigten Staaten. Er wurde in St. Agnes auch als Beichtvater und Seelenführer bekannt.
Doch Mitte Juni ist sein Apostolat in St. Agnes zuende. Dann wird der Priester eine neue Stelle als Hilfskaplan in einem Altenheim antreten.
Die ‘Desert Voice Web Site’, die dem Priester nahesteht, bezeichnete die Versetzung des Geistlichen durch den Erzbischof von St. Paul/Minneapolis, Mons. Harry Flynn (73), als eine „schockierende Entscheidung“.
Bereits Ende Februar hatte der Erzbischof dem Priester verboten, seine Predigten auf einer Webseite von Gläubigen von St. Agnes zu publizieren.

Diese Entscheidungen scheinen erzbischöfliche Vergeltungsmaßnahmen zu sein.
Im letzten Oktober hatte Hw. Altier nämlich in einer Predigt ein umstrittenes kirchliches Programm gegen sexuelle Mißbräuche als „wertlos“ und „furchtbar“ bezeichnet.
Das Programm enthält anstößiges Bildmaterial und vertritt Positionen, die der natürlichen Moral widersprechen. Es wurde unter der Verantwortung von Erzbischof Harry Flynn für die US-Bischofskonferenz ausgearbeitet.
Das berüchtigte Abtreibungsnetzwerk ‘Planned Parenthood’ und radikale Homo-Aktivisten unterstützen die Inhalte des Programms.
Kaplan Altier beugte sich dem Medienverbot des Erzbischofs. Er zog auch den Großteil der im Internet veröffentlichten Predigten und Audiobeiträge zurück.
Den Brief, den er von Mons. Flynn erhielt, zeigte er niemandem: „Das geschah aus Respekt gegenüber dem Erzbischof. Er hat nicht verlangt, daß ich den Brief geheimhalte.“
Der Erzbischof habe im Rahmen seiner Autorität gehandelt, verteidigt Hw. Altier seinen Vorgesetzten: „Ich habe zu gehorchen.“ Alles weitere liege bei Christus und der Gottesmutter.
Der Priester fügte hinzu, daß seine Seele im Frieden sei, weil er wisse, im Gehorsam den Willen Gottes zu erfüllen.
Am 20. März hatte Erzbischof Flynn in einem öffentlichen Schreiben erklärt, daß er Kaplan Altier das Medienapostolat untersagt habe, damit sich dieser besser um seine Aufgaben in der Pfarrei St. Agnes kümmern könne.
Doch diese Aufgaben hatte der Priester nie vernachlässigt. Im Gegenteil. Hw. Altier steht im Ruf ein begnadeter Seelenführer zu sein, unzählige Stunden im Beichtstuhl zu verbringen, viele Jugendliche auf ihrem Weg in den geistlichen Beruf geführt und mehrere hundert Personen zur Kirche bekehrt zu haben.
Er sorgt sich auch um katholische Hilfswerke. Beispielsweise ist er Präsident einer Hilfsorganisation für behinderte Kinder in Indien.
Kaplan Altier verläßt die Pfarrei St. Agnes Mitte Juni. Er wird eine Stelle als Hilfskaplan im ‘Regina Medical Center’ in einem abgelegenen Teil der Erzdiözese annehmen.
Das ‘Regina Medical Center’ ist ein Altersheim mit angeschlossener Klinik für 61 Bewohner. Das Haus wird von Schwestern geführt. Der gegenwärtige Kaplan ist ein freundlicher 75jähriger Priester, der seine Funktion weiterhin wahrnehmen wird. Hw. Altier soll ihm als Hilfskaplan zur Seite stehen.
Außerdem ist eine Ordensschwester vollamtlich für die Seelsorge an den Hausbewohnern beschäftigt.
Die einzige tägliche Messe im Altersheim wird auch weiterhin vom gegenwärtigen Kaplan gelesen. Hilfskaplan Altier wird die Messe werktags privat zelebrieren.
In der Erzdiözese St. Paul/Minneapolis gibt es 10 bis 12 Pfarreien ohne Priester.
In einem Artikel vom 15. Mai äußerte die US-Homepage ‘Spero’ ihre Verwunderung über die Vorgänge in der Erzdiözese St. Paul/Minneapolis:
„Wie ist es möglich, daß unser bereits älterer Erzbischof Dankesbekundigungen von der homo-ideologischen Regenbogen-Schärpe-Bewegung erhält, weil er sich um die Förderung der Homo-Agenda in der Kirche verdient gemacht hat, während ein guter, heiliger und junger rechtgläubiger Priester wie Hw. Altier ins Altenheim geschickt wird?“
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Montag, 29. Mai 2006 09:55
Isidor: Im Bistum Essen heisst das HartzIV !
Im Bistum Essen bringt man römisch-katholisch orientierte Priester die nicht „deutsch-katholisch“ funktionieren
ganz anders zum schweigen. Mit HartzIV ! Arbeitslos gemeldeter Priester! Er kommt aus einem anderen Bistum/Ausland
und ist von seinem Bischof freigestellt für den Einsatz im Bistum Essen und hat auch über 10 Jahre segensreich
dort gewirkt. Seit fast 4 Jahren darf er im Bistum Essen nicht mehr wirken. Man will ihn nach Hause schicken –
dort wird er allerdings politisch verfolgt – auch der Bischof Dr. Felix Genn weiß davon, aber er kann
ihn nicht bezahlen. Ein Hohn ! Priesternotstand scheint es im Bistum Essen nicht zu geben. Dafür zählt
das goldene „Kalb“ – das wird überall angebetet von den „Eigenen“, besonders gefragt ist der Ausverkauf
der Immobilien.
Ein anderer Priester wurde, weil er zu römisch-katholisch ausgerichtet ist – mit 51 Jahren flugs in den vorzeitigen Ruhestand zwangsversetzt!
Was kann man von der deutsch-katholischen Kirche noch erwarten bei solch einem „vorbildlichen“ Bodenpersonal. Orate fratres !
Ein anderer Priester wurde, weil er zu römisch-katholisch ausgerichtet ist – mit 51 Jahren flugs in den vorzeitigen Ruhestand zwangsversetzt!
Was kann man von der deutsch-katholischen Kirche noch erwarten bei solch einem „vorbildlichen“ Bodenpersonal. Orate fratres !
Freitag, 26. Mai 2006 14:31
virOblationis: Clausula Petri
Graf von Galen schrieb:
„Ich erinnere mich an eine Stelle i.d. Hl. Schrift, bei der es den Aposteln vom Hohen Rat verboten wurde, das Evangelium zu verkünden. Sie haben sich über dieses Verbot hinweggesetzt. Es kann also durchaus sein, daß es hier erlaubt oder gar moralisch geboten ist, Widerstand zu leisten.“
In der Tat: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5, 29)
„Ich erinnere mich an eine Stelle i.d. Hl. Schrift, bei der es den Aposteln vom Hohen Rat verboten wurde, das Evangelium zu verkünden. Sie haben sich über dieses Verbot hinweggesetzt. Es kann also durchaus sein, daß es hier erlaubt oder gar moralisch geboten ist, Widerstand zu leisten.“
In der Tat: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5, 29)
Freitag, 26. Mai 2006 11:16
stat crux: Psst!
Mind. 10 Zeichen Text …
Donnerstag, 25. Mai 2006 18:46
Dr. Otterbeck: Zum Schweigen gebracht
wird der Opfercharakter nicht im NOM (cf. Hochgebet III), sondern in der Stillen Messe.
Donnerstag, 25. Mai 2006 18:32
Benedikt: @ Athanasius1957
Der Canon romanus wird im NOM als Canon I bezeichnet und nicht als Canon veterus
Im Missale von 1970 heißt es: Erstes Hochgebet – Der Römische Messkanon.
Es gibt weiterhin nur einen Kanon!
Im Missale von 1970 heißt es: Erstes Hochgebet – Der Römische Messkanon.
Es gibt weiterhin nur einen Kanon!
Donnerstag, 25. Mai 2006 10:11
Athanasius: @namensgenosse1957
Korrektur:
I. Ich meinte, dieser Priester betet den alten Römischen Kanon aus der tridentinischen Liturgie, also nicht das revidierte I. Eucharistische Hochgebet aus dem N.O.M., sondern den Canon Romanus in seiner apostolischen Gregorianischen Form. So kenne ich auch einen Priester aus Rotterdam, der den alten Kanon verwendet, mit den alten Opferungsgebeten. Es erfolgt keine Akklamation der Bugnini-Designer: „Mortem tuum annuntiamus, Domine…“
II. Ja, tapfer schon. Aber die Vermischung beider Riten führt wohl kaum zu etwas. Die Priester der FSSPX die inzwischen die FSSPX verliessen und sich etwa bei Mgr. Vingt-Trois von Paris oder in Poitiers inkardinieren liessen, machen auch só die „neue Messe“. Oder diese lesen die Tridentinische hl. Messe völlig auf französisch. SO eine 1967 Messe, oder eine 1965 Messe.
III. Warum wagt man es nicht den ganzen Schritt zurück zur alten Liturgie, in der Edition 1962 oder 1958, zu machen. „Abhinc Quattuor Annos“ (1984) von Johannes-Paul II. verbietet ja eine Mischung beider Riten – wenigsten für die wenigen Indult-Messen von damals.
I. Ich meinte, dieser Priester betet den alten Römischen Kanon aus der tridentinischen Liturgie, also nicht das revidierte I. Eucharistische Hochgebet aus dem N.O.M., sondern den Canon Romanus in seiner apostolischen Gregorianischen Form. So kenne ich auch einen Priester aus Rotterdam, der den alten Kanon verwendet, mit den alten Opferungsgebeten. Es erfolgt keine Akklamation der Bugnini-Designer: „Mortem tuum annuntiamus, Domine…“
II. Ja, tapfer schon. Aber die Vermischung beider Riten führt wohl kaum zu etwas. Die Priester der FSSPX die inzwischen die FSSPX verliessen und sich etwa bei Mgr. Vingt-Trois von Paris oder in Poitiers inkardinieren liessen, machen auch só die „neue Messe“. Oder diese lesen die Tridentinische hl. Messe völlig auf französisch. SO eine 1967 Messe, oder eine 1965 Messe.
III. Warum wagt man es nicht den ganzen Schritt zurück zur alten Liturgie, in der Edition 1962 oder 1958, zu machen. „Abhinc Quattuor Annos“ (1984) von Johannes-Paul II. verbietet ja eine Mischung beider Riten – wenigsten für die wenigen Indult-Messen von damals.
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