Rechtgläubiger Priester
Zum Schweigen gebracht
Einem Priester in den USA wurde im Frühjahr sein Radio- und Internet-Apostolat verboten. Der Priester gehorchte. Jetzt wurde er zum Hilfskaplan in einem kleinen Altenheim ernannt.
(kreuz.net, St. Paul/Minneapolis) Noch ist Hw. Robert Altier (45) Vikar in der Pfarrei St. Agnes in der Erzdiözese St. Paul und Minneapolis.

Die Diözese befindet sich im US-Bundesstaat Minnesota im zentralen Norden der Vereinigten Staaten.

Die Pfarrei St. Agnes ist für ihre hochstehende, lateinische Liturgie im Novus Ordo weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus bekannt.

Hochstehende Novus Ordo Liturgie in St. Agnes
Die Pfarrei St. Agnes in der US-Erzdiözese St. Paul und Minneapolis ist für ihre lateinische Liturgie im Novus Ordo weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus bekannt.Am Sonntag ist die Pfarrei bis auf den letzten Platz gefüllt.Vor den vier Beichtstühlen warten sonntags Menschenschlangen auf die Vergebung ihrer Sünden. Viele Frauen bedecken während der Messe ihr Haupt.

Hw. Altier ist eine wichtige katholische Stimme in St.Paul/Minneapolis und in den Vereinigten Staaten. Er wurde in St. Agnes auch als Beichtvater und Seelenführer bekannt.

Doch Mitte Juni ist sein Apostolat in St. Agnes zuende. Dann wird der Priester eine neue Stelle als Hilfskaplan in einem Altenheim antreten.

Die ‘Desert Voice Web Site’, die dem Priester nahesteht, bezeichnete die Versetzung des Geistlichen durch den Erzbischof von St. Paul/Minneapolis, Mons. Harry Flynn (73), als eine „schockierende Entscheidung“.

Bereits Ende Februar hatte der Erzbischof dem Priester verboten, seine Predigten auf einer Webseite von Gläubigen von St. Agnes zu publizieren.

Ebenso wurde dem Priester untersagt, seine Kommentare über die katholische Rundfunkstation ‘Relevant Radio’ zu verbreiten.

Diese Entscheidungen scheinen erzbischöfliche Vergeltungsmaßnahmen zu sein.

Im letzten Oktober hatte Hw. Altier nämlich in einer Predigt ein umstrittenes kirchliches Programm gegen sexuelle Mißbräuche als „wertlos“ und „furchtbar“ bezeichnet.

Das Programm enthält anstößiges Bildmaterial und vertritt Positionen, die der natürlichen Moral widersprechen. Es wurde unter der Verantwortung von Erzbischof Harry Flynn für die US-Bischofskonferenz ausgearbeitet.

Das berüchtigte Abtreibungsnetzwerk ‘Planned Parenthood’ und radikale Homo-Aktivisten unterstützen die Inhalte des Programms.

Kaplan Altier beugte sich dem Medienverbot des Erzbischofs. Er zog auch den Großteil der im Internet veröffentlichten Predigten und Audiobeiträge zurück.

Den Brief, den er von Mons. Flynn erhielt, zeigte er niemandem: „Das geschah aus Respekt gegenüber dem Erzbischof. Er hat nicht verlangt, daß ich den Brief geheimhalte.“

Der Erzbischof habe im Rahmen seiner Autorität gehandelt, verteidigt Hw. Altier seinen Vorgesetzten: „Ich habe zu gehorchen.“ Alles weitere liege bei Christus und der Gottesmutter.

Der Priester fügte hinzu, daß seine Seele im Frieden sei, weil er wisse, im Gehorsam den Willen Gottes zu erfüllen.

Am 20. März hatte Erzbischof Flynn in einem öffentlichen Schreiben erklärt, daß er Kaplan Altier das Medienapostolat untersagt habe, damit sich dieser besser um seine Aufgaben in der Pfarrei St. Agnes kümmern könne.

Doch diese Aufgaben hatte der Priester nie vernachlässigt. Im Gegenteil. Hw. Altier steht im Ruf ein begnadeter Seelenführer zu sein, unzählige Stunden im Beichtstuhl zu verbringen, viele Jugendliche auf ihrem Weg in den geistlichen Beruf geführt und mehrere hundert Personen zur Kirche bekehrt zu haben.

Er sorgt sich auch um katholische Hilfswerke. Beispielsweise ist er Präsident einer Hilfsorganisation für behinderte Kinder in Indien.

Kaplan Altier verläßt die Pfarrei St. Agnes Mitte Juni. Er wird eine Stelle als Hilfskaplan im ‘Regina Medical Center’ in einem abgelegenen Teil der Erzdiözese annehmen.

Das ‘Regina Medical Center’ ist ein Altersheim mit angeschlossener Klinik für 61 Bewohner. Das Haus wird von Schwestern geführt. Der gegenwärtige Kaplan ist ein freundlicher 75jähriger Priester, der seine Funktion weiterhin wahrnehmen wird. Hw. Altier soll ihm als Hilfskaplan zur Seite stehen.

Außerdem ist eine Ordensschwester vollamtlich für die Seelsorge an den Hausbewohnern beschäftigt.

Die einzige tägliche Messe im Altersheim wird auch weiterhin vom gegenwärtigen Kaplan gelesen. Hilfskaplan Altier wird die Messe werktags privat zelebrieren.

In der Erzdiözese St. Paul/Minneapolis gibt es 10 bis 12 Pfarreien ohne Priester.

In einem Artikel vom 15. Mai äußerte die US-Homepage ‘Spero’ ihre Verwunderung über die Vorgänge in der Erzdiözese St. Paul/Minneapolis:

„Wie ist es möglich, daß unser bereits älterer Erzbischof Dankesbekundigungen von der homo-ideologischen Regenbogen-Schärpe-Bewegung erhält, weil er sich um die Förderung der Homo-Agenda in der Kirche verdient gemacht hat, während ein guter, heiliger und junger rechtgläubiger Priester wie Hw. Altier ins Altenheim geschickt wird?“
      
46 Lesermeinungen
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#48   Isidor   09:55:30 | Montag, 29. Mai 2006
Im Bistum Essen heisst das HartzIV !
Im Bistum Essen bringt man römisch-katholisch orientierte Priester die nicht „deutsch-katholisch“ funktionieren ganz anders zum schweigen. Mit HartzIV ! Arbeitslos gemeldeter Priester! Er kommt aus einem anderen Bistum/Ausland und ist von seinem Bischof freigestellt für den Einsatz im Bistum Essen und hat auch über 10 Jahre segensreich dort gewirkt. Seit fast 4 Jahren darf er im Bistum Essen nicht mehr wirken. Man will ihn nach Hause schicken – dort wird er allerdings politisch verfolgt – auch der Bischof Dr. Felix Genn weiß davon, aber er kann ihn nicht bezahlen. Ein Hohn ! Priesternotstand scheint es im Bistum Essen nicht zu geben. Dafür zählt das goldene „Kalb“ – das wird überall angebetet von den „Eigenen“, besonders gefragt ist der Ausverkauf der Immobilien.
Ein anderer Priester wurde, weil er zu römisch-katholisch ausgerichtet ist – mit 51 Jahren flugs in den vorzeitigen Ruhestand zwangsversetzt!
Was kann man von der deutsch-katholischen Kirche noch erwarten bei solch einem „vorbildlichen“ Bodenpersonal. Orate fratres !
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#47   virOblationis   14:31:33 | Freitag, 26. Mai 2006
Clausula Petri
Graf von Galen schrieb:
„Ich erinnere mich an eine Stelle i.d. Hl. Schrift, bei der es den Aposteln vom Hohen Rat verboten wurde, das Evangelium zu verkünden. Sie haben sich über dieses Verbot hinweggesetzt. Es kann also durchaus sein, daß es hier erlaubt oder gar moralisch geboten ist, Widerstand zu leisten.“
In der Tat: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5, 29)
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#46   stat crux   11:16:02 | Freitag, 26. Mai 2006
Psst!
Mind. 10 Zeichen Text …
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#45   Dr. Otterbeck   18:46:10 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Zum Schweigen gebracht
wird der Opfercharakter nicht im NOM (cf. Hochgebet III), sondern in der Stillen Messe.
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#44   Benedikt   18:32:28 | Donnerstag, 25. Mai 2006
@ Athanasius1957
Der Canon romanus wird im NOM als Canon I bezeichnet und nicht als Canon veterus
Im Missale von 1970 heißt es: Erstes Hochgebet – Der Römische Messkanon.
Es gibt weiterhin nur einen Kanon!
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#43   Athanasius   10:11:21 | Donnerstag, 25. Mai 2006
@namensgenosse1957
Korrektur:
I. Ich meinte, dieser Priester betet den alten Römischen Kanon aus der tridentinischen Liturgie, also nicht das revidierte I. Eucharistische Hochgebet aus dem N.O.M., sondern den Canon Romanus in seiner apostolischen Gregorianischen Form. So kenne ich auch einen Priester aus Rotterdam, der den alten Kanon verwendet, mit den alten Opferungsgebeten. Es erfolgt keine Akklamation der Bugnini-Designer: „Mortem tuum annuntiamus, Domine…“
II. Ja, tapfer schon. Aber die Vermischung beider Riten führt wohl kaum zu etwas. Die Priester der FSSPX die inzwischen die FSSPX verliessen und sich etwa bei Mgr. Vingt-Trois von Paris oder in Poitiers inkardinieren liessen, machen auch só die „neue Messe“. Oder diese lesen die Tridentinische hl. Messe völlig auf französisch. SO eine 1967 Messe, oder eine 1965 Messe.
III. Warum wagt man es nicht den ganzen Schritt zurück zur alten Liturgie, in der Edition 1962 oder 1958, zu machen. „Abhinc Quattuor Annos“ (1984) von Johannes-Paul II. verbietet ja eine Mischung beider Riten – wenigsten für die wenigen Indult-Messen von damals.
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#42   athanasius1957   09:02:53 | Donnerstag, 25. Mai 2006
@ athanasium
„High Church Novus Ordo auf Latein“Dieser Priester benutzt: alten Römischen Kanon bei dieser Hl. Messe, Latein, die alten Opferungsgebete (leise gesprochen)… das Weglassen vom Manipel und Subdiakon daraus eine Novus Ordo-Feier machen. Ein High Church Service wie die Anglikaner „veranstaltet“ er wohl kaum.
Gleich drei Fehlmeldungen:
1. alter römischer Kanon
Der Canon romanus wird im NOM als Canon I bezeichnet und nicht als Canon veterus
2. alte Opferungsgebete
Dass er sie leise betet, zeugt von Mut aber er ist in bester Gesellschaft. Nach 1970 wurde den Priestern, welche sich mit der „Gabenbereitung“ nicht anfreunden konnten, sogar von manchen Ortsordinarien empfohlen, diese leise zu beten.
3. Das Manipel kann auch heute noch getragen werden, denn die Veröffentlichung 1965 in AAA ist eine „Kannbestimmung“
4. „High-Church-Service“ auf katholisch finden sie in den USA vermehrt, insbesondere in St. John Cantius, Chikago www.cantius.org/. Diese ist eine Biritualkirche (NOM und MR 1962), die 3 Chöre hat und meines Wissens das vielfälltigste musikalische Angebot im Rahmen der liturgischen Musikliteratur.
Er ist also nicht allein und die Maßnahmen seines Bischofs zeugen eher von „Neid und Eifersucht“ des Maßregelnden denn von Weitblick und Fürsorge um die ihm anvertraute Herde.
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#41   Athanasius   00:14:28 | Donnerstag, 25. Mai 2006
„High Church Novus Ordo auf Latein“
Dieser Priester benutzt: alten Römischen Kanon bei dieser Hl. Messe, Latein, die alten Opferungsgebete (leise gesprochen). Tscha, und dann soll das Weglassen vom Manipel und Subdiakon daraus eine Novus Ordo-Feier machen. Dieser Priester gehört irgendwo anders. Bei der Römisch-katholischen Tradition. Er traut sich aber nicht wegen der finanziellen Unsicherheit und der Zersplitterung. Ein High Church Service wie die Anglikaner „veranstaltet“ er wohl kaum. Eher eine Mischung aus NOM und Alte Messe.
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#40   Graf von Galen   23:34:02 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Gehorsam
Ich erinnere mich an eine Stelle i.d. Hl. Schrift, bei der es den Aposteln vom Hohen Rat verboten wurde, das Evangelium zu verkünden. Sie haben sich über dieses Verbot hinweggesetzt. Es kann also durchaus sein, daß es hier erlaubt oder gar moralisch geboten ist, Widerstand zu leisten.
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#39   Sulpicius   21:38:57 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@Parzival
Mann, ist dat ne Sekte hier!
Das denke ich mir auch oft, wenn ich manch sog. katholische Kirche besuche.
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#37   Guntram   21:05:49 | Mittwoch, 24. Mai 2006
da sieht man wie weit die Diktatur
der Sodomisten im Verein mit den kirchlichen Modernisten gediehen ist.
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#36   Benedikt   18:35:05 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@ santa rita
Jaja, ich sollte mir auch mal so eine Privatoffenbarung (?) erfinden, mit der ich dann meinen Gehorsam erkläre. Die Klemme, in der sich die Traditionalisten nicht-sedisvakantistischer Observanz befinden wird immer deutlicher. Aber an ihrer Klemme sind sie selber schuld.
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#35   santa rita   18:26:04 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Gehorsam
Seit vielen Monaten verfolge ich die wöchentlichen Botschaften der Muttergottes an Myrtha Maria www.fatima.ch/Seiten/Seite57.htm.
Quintessenz der Botschaften sind folgende Kernaussagen:
– Wir befinden und in einer nie dagewesenen apokalyptischen Notstandssituation.
– Viele Bischöfe und Priester, wenn nicht sogar die meisten, sind auf dem Weg zur Hölle.
– Wer ihnen gehorcht und folgt, wird mit ins Verderben gerissen. (Also eine klare Absage an die Gehorsamsbequemlichkeit der Halbkonservativen)
– Bei Gott gibt es keine Bistums- und Pfarrgrenzen, sondern nur eine universale Kirche. Die glaubenstreuen Katholiken sollen daher nur den wenigen Hirten folgen, die noch in der ewigen Wahrheit stehen.
– Die glaubenstreuen Katholiken sollen sich auch untereinander zusammenschliessen. Aufgrund des Totalversagens der Hierarchie muss jeder Katholik heute die Verteidigung des Glaubens selbst in die Hand nehmen.
Meiner Meinung nach kann man die heutige Situation nur vergleichen mit der Engelschlacht am Beginn der Schöpfung. Die höheren und niederen Engel durften auf gar keinen Fall Luzifer und seinem Führungsstab gehorchen, auch wenn sie ihm vielleicht formell unterstanden. Die die es dennoch getan haben, sind jetzt ewig verdammt.
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#34   Benedikt   17:26:52 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@ Stimme
Dem Priester wurden rechtgläubige Veröffentlichungen untersagt, dafür hat kein Bischof und nicht einmal der Papst die Berechtigung.
Ja, Ihre Meinung, allerdings nicht katholisch. Ohne seinen Bischof ist der Priester nichts, er kann ihm fast alles verbieten, vor allem die öffentliche Lehre. Die Gründe werden in dem Artikel nicht angesprochen, sondern von Ihnen vermutet. Für Ihre Behauptung gibt es keine Belege.
Nämlich die Pflicht, einen gegen die göttliche Glaubens- und Sittenlehre gerichteten Befehl zu mißachten.
Das ist hier nicht der Fall. Der Priester durfte nichts mehr außerhalb seiner Vikarie/ Pfarrei vermelden. Seine Rechte in der Pfarrei blieben unberührt. Ein Recht darauf, außerhalb der Pfarrei zu lehren hat ein Vikar nicht.
D.h., Benedikt erklärt Pius XII. zum Irrlehrer
Was soll denn der Quatsch? Sie können in Mediator Dei Nr. 47f nachlesen, was Pius XII. gesagt hat. Mit der Erklärung zum Irrlehrer meinen Sie wohl, dass Pius XII. gegen IHRE Lehre verstoßen hat. Hoffentlich hat er das gebeichtet. :-#
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#33   Gotthard   17:07:32 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Quellen
Solange Sie nicht Wesen und Wert der Tradition als der ersten Offenbarungsquelle … erkennen
Wo finde ich sie? Zu allererst im Neuen Testament.
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#32   Stimme aus dem Tradiland   16:52:28 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@ Benedikt
Bitte nicht einfach am Sachverhalt herumbasteln. Ich habe nie etwas von Versetzung geschrieben. Dem Priester wurden rechtgläubige Veröffentlichungen untersagt, dafür hat kein Bischof und nicht einmal der Papst die Berechtigung. D.h. der Bischof unterstützt die Homoideologie und der Priester bildet sich ein, diesbezüglich gehorsam sein zum müssen: Absurd und auch noch dazu ein Verstoß gegen seine priesterlichen Pflichten, eine Sünde!
Von Joseph Ratzinger wird berichtet, er … höre Luther reden.
Mag sein, dass Hw. Ratzinger schon als Theologieprofessor Schwachsinn und Häresie verbreitete, kann man in seinem Buch „Einführung in das Christentum“ (1968) entnehmen. Das besagt schlicht nichts.
Die Verurteilung der Homosexualität ist völlig gesicherte Lehre. Jeder Priester darf zu jeder Zeit dagegen predigen und publizieren. Ein dagegen – also gegen göttl. Gebot – gerichteter Auftrag löst keinerlei positive Pflichten bei einem Priester, sondern lediglich eine neg. aus: Nämlich die Pflicht, einen gegen die göttliche Glaubens- und Sittenlehre gerichteten Befehl zu mißachten.
Es geht überhaupt nicht um irgendwelche subj, Befindlichkeiten!
Lex credendi lex orandi zur Unterscheidung … unzulässig und von Pius XII. in Mediator Dei ausdrückl. verworfen
D.h., Benedikt erklärt Pius XII. zum Irrlehrer. Andere Katholiken wissen, dass die Hl. Messe vor dem NT war und das Wort nicht Buch, sondern Fleisch geworden ist.
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#31   virOblationis   16:19:56 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Luther und Petrus Canisius
an Benedikt:
Luther hat verlangt, durch die Hl. Schrift (die er verstand, wie er es wollte) oder Vernunftgründe überzeugt zu werden, nicht durch die überlieferte Lehre.
an Zwobbel:
Wann die Exkommunikation Hermanns V. erfolgte, geht aus dem Text leider nicht hervor. Klar ist aber, daß die kleine Gemeinschaft der Jesuiten überall in der Stadt gegen den zur Häresie neigenden Bischof arbeitete und sich selbst durch die von der Stadtobrigkeit verfügte de facto – Auflösung ihrer Gemeinschaft nicht davon abbringen ließ. Die jungen Jesuiten müssen Köln in geistlichem Sinne so aufgebracht haben, daß Hermann V. sich dort nicht mehr halten konnte. – Jedenfalls verstehe ich den von mir angeführten Text in diesem Sinne. – Daß nun gerade der Ordensobere der Jesuiten der „Erfinder“ des Kadavergehorsams war, davon wußte Petrus Canisius zu jener Zeit wohl noch nichts. Den Ignatius lernte er wohl erst während seiner anschließenden Reise nach Italien kennen, denke ich.
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#30   Benedikt   15:45:01 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Traditionalisten
Von Joseph Ratzinger wird berichtet, er habe im Gespräch mit einem Priester der FSSPX (P. Schmidberger, soweit ich mich erinnere) über dessen Ausführungen gesagt, er höre Luther reden. Liest man, was von Traditionalisten auf dieser Seite über den Gehorsam geschrieben wird, dann wird deutlich, welche Tragweite dieser Satz hat. Wenn man den Gehorsam immer dann verweigern kann, wenn man der Auffassung ist, rechtgläubig zu sein, dann kann man das Gehorsamsprinzip gleich vergessen. Der Einwand, man folge nur der „überlieferten Lehre“ ist ein Null-Argument, da es niemals überlieferte Lehre gewesen ist, dass sich jeder Vikar einer bischöflichen Versetzung einfach so widersetzen kann.
Nach Meinung der Traditionalisten kann man also in Zukunft einfach behaupten, rechtgläubig zu sein, und schon kann man sich der bischöflichen Autorität entziehen. Ist ein dolles Ding: Ich schlage eine Kooperation mit Wir sind Kirche eV vor, der hat auch vor, die Hierarchie der Kirche zu zerstören.
Solange Sie nicht Wesen und Wert der Tradition als der ersten Offenbarungsquelle, den Satz „lex orandi lex credendi“ …
Sie benutzen das Prinzip Lex credendi lex orandi zur Unterscheidung dessen, was aus dem Glauben heraus als wahr gelten soll. Das ist unzulässig und von Pius XII. in Mediator Dei ausdrücklich verworfen worden.
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#29   zwobbel   15:25:01 | Mittwoch, 24. Mai 2006
angemerkt
an vorOB
Aha, sie gehorchten obwohl es sich „nur“ um eine weltliche Autorität handelte.
Und sie argumentierten.
Einen Vorteil hatten sie aber:
Damals wurden häretische Bischöfe noch exkommuniziert und abgesetzt.
Übrigens: die ERSTE Offenbarungsquelle sind die Worte unseres Herrn und Erlösers des Gottmenschen Jesus Christus. Seine Worte sind Wahrheit und Leben und werden nicht vergehen.
Ansonsten ist Ungehorsam in Notlagen um Gott mehr zu gehorchen als Menschen immer nur in genau diesen konkreten Punkten erlaubt. Wenn ein Bischof einen Priester z.B. auffordert bei der Taufe zu sagen:„Ich taufe Dich auf den Namen der Göttin, die Liebe und Geist ist.“ muß er ungehorsam sein. Wenn er nach der Taufe dann als Pfarrer suspendiert wird, darf er nicht ungehorsam sein. Denn es ist keine Sünde und keine Häresie wenn ein Priester nicht Pfarrer ist. Er muß dem Häretiker gehorchen, da und solange er legitime Autorität ist, obwohl klar ist das dieser sich aus Bosheit an ihm rächen will.
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#28   virOblationis   15:06:53 | Mittwoch, 24. Mai 2006
St. Petrus Canisius
an Zwobbel
„Jetzt drang die Irrlehre auch in die Stadt Köln ein und
zwar durch den vom Glauben abgefallenen Oberhirten selbst. Canisius und seine Ordensgenossen arbeiteten aber mit desto mehr Eifer und mit einem Erfolge, der ihnen eben so viel Trost, als den Irrgläubigen Aerger verursachte. Da suchten diese die Jesuiten, die ihren Neuerungen zu erfolgreich entgegenarbeiteten, mit Gewalt aus der Stadt zu vertreiben. Einem Befehl des Stadtrathes gemäß sollten sie die Stadt verlassen, oder wenigstens nur getrennt in derselben leben. Die Jesuiten gehorchten diesem Befehle, verließen aber in dieser Gefahr die Stadt nicht, sondern wirkten, da sie in verschiedenen Theilen der Stadt sich aufhielten, desto mehr auf viele Einzelne. Der Sturm ging vorüber und die Verfolgten durften wieder in ihr Haus und zu ihren Arbeiten zurückkehren … Durch vereintes Zusammenwirken des Kaisers Karl V. und des Papstes Paul III. wurde nämlich i.J. 1547 der schon im Jahr vorher excommunicirte Erzbischof Hermann [V.] aller seiner Würden entsetzt und an dessen Stelle bestieg sein bisheriger Condjutor, Graf Adolph von Schaumburg, den erzbischöflichen Stuhl. Dazu hatte Canisius kräftig mitgewirkt und so erhielt er die Stadt, wie es ihm die Kölner immer verdankten, beim wahren katholischen Glauben.“
[Heiligen-Lexikon: Petrus Canisius, B. (186). Vollständiges Heiligen-Lexikon, S. 31645 (vgl. HL Bd. 4, S. 846f.)]
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#27   Parzifal   14:19:30 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Was ihnen fehlt…
…ist Sex! :-P
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#26   zwobbel   14:03:31 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Blinde hören sehr gut – und der Ton macht die Musik
und die FSSPX ist der edelste Zweig davon. Genau so ist es auch.
Nein ich bin der Edelste
und der Schönste
und der Frömmste
und der Heiligste
und der Gelehrteste
und der Arroganteste
und der Hochmütigste
und der Störrischste
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#24   Stimme aus dem Tradiland   13:53:06 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Lex orandi lex credendi
@ zwobbel: Solange Sie nicht Wesen und Wert der Tradition als der ersten Offenbarungsquelle, den Satz „lex orandi lex credendi“ und das schon in der Durchführung von V2 (ohne den ausschl. Zweck, die Verkündung von Dogmen u. Anathema erfüllen zu wollen) und der Einführung des NOM (gegen die unabänderliche Tradition, die in Quo Primum festgehalten wird) liegende Unrecht erkennen, hat es keinen Sinn, mit Ihnen zu diskutieren.
Es fehlt Ihnen schlicht an jeglicher Voraussetzung wie dem Blinden zur Diskussion über die Farbe.
Zur Ihrem Satz: Der Herr rettet uns durch die Kirche und die FSSPX ist der edelste (am wenigsten angekränkelte und angefaulte) Zweig davon. Genau so ist es auch.
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#23   stat crux   13:50:56 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Ironie?
Die SSPX rettet sie (die Kirche) und uns? Wen? Das klingt doch ganz nach dem Lied von Louis Fürnberg: „Die Partei, die Partei, die hat immer Recht… Denn wenn Du kämpfst für das Recht, hast Du immer Recht!“ Lefebvre klingt wie die Fortsetzung des Leninismus in gallikanischem Gewande.
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#22   zwobbel   13:37:40 | Mittwoch, 24. Mai 2006
mißtönende Stimme
Lefebvre und denen, die ihm folgen, geht es um die Bewahrung der Sakramente in ihrer authentischen Form, die in der NO-Kirche nicht gewährleistet ist.
Ja genau das ist der Punkt. Nicht der Herr rettet uns durch die Kirche, sondern die fsspx rettet sie und uns. Man muß halt gegen die Kirche und die von Gott eingesetzen Autoritäten stehen um Gott zu dienen. Man muß dem Gewissen folgen… Salus animarum suprema lex… Und deswegen ist jeder Gehorsam gegen die rechtmäßigen Autoritäten Sünde und Häresie…
Die Suspension a divinis war keine Aufforderung zur Sünde oder zur Häresie. Sie war eine Probe und die wurde nicht bestanden. Jetzt ist der Wurm des Ungehorsams drinne und nicht so leicht wieder weg zu bekommen.
Liebe ist mehr als Gehorsam. Sie bejaht den Sinn hinter der Weisung auch gegen den eigenen Wunsch.
Liebe siegt im Opfer, nicht in der Empörung.
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#21   Antonia-Maria   13:34:40 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Gehorsam?
Offensichtlich gilt das Gebot des Gehorsams in der Kirche nur noch für tiefgläubige Priester, die ihre Berufung ernst nehmen. Ansonsten wären wohl die ganzen Sakrilegien, die man heute überall in den Hl. Messen beobachten kann nicht möglich. Jeder Bischof und Kardinal ist zum Gehorsam gegenüber dem Papst verpflichtet, man bekommt aber gerade in Deutschland den Eindruck, dass jeder Bischof bzw. sogar Geistliche sein eigener Papst ist. Anders ist es ja wohl nicht mehr zu erklären, dass überall gerade die papsttreuen Priester, für die Gott an erster Stelle steht aufs Abstellgleis gestellt werden.
Man kann nur für einen großen Teil des Klerus um die Erkenntnis beten, dass die Kirche kein humanitärer Verein ist, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Gott nur noch am Rande zuläßt.(Wird leider in vielen Kirchen schon dadurch verdeutlicht, dass man den Tabernakel aus dem Mittelpunkt entfernt hat und z.Teil regelrecht in eine Ecke verbannt hat.)
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#20   Guiseppe   13:32:06 | Mittwoch, 24. Mai 2006
St.a.d.Tr., nein!
St.a.d.Tr.: „Sie wollen es nicht verstehen und das genau ist böswillig!“
Nein, St.a.d.Tr., genau Ihre Äußerung erscheint mir böswillig, zumindest ist sie selbstgerecht und uneinsichtig!
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#19   zwobbel   13:29:47 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Aus der Regel des hl. Benedikt
Prolog
1. Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!
2. So kehrst du durch die Mühe des Gehorsams zu dem zurück, den du durch die Trägheit des Ungehorsams verlassen hast.
3. An dich also richte ich jetzt mein Wort, wer immer du bist, wenn du nur dem Eigenwillen widersagst, für Christus, den Herrn und wahren König, kämpfen willst und den starken und glänzenden Schild des Gehorsams ergreifst.
2. Kap. Der Abt
6. Der Abt denke immer daran, dass in gleicher Weise über seine Lehre und über den Gehorsam seiner Jünger beim erschreckenden Gericht Gottes entschieden wird.
10. Dann kommt über die Schafe, die sich seiner Hirtensorge im Ungehorsam widersetzt haben, als Strafe der allgewaltige Tod.
Ganzes Kap.5
7. Kap. Demut
34. Die dritte Stufe der Demut: Aus Liebe zu Gott unterwirft sich der Mönch dem Oberen in vollem Gehorsam. So ahmt er den Herrn nach dem der Apostel sagt: „Er war gehorsam bis zum Tod.“
35. Die vierte Stufe der Demut: Der Mönch übt diesen Gehorsam auch dann, wenn es hart und widrig zugeht. Sogar wenn ihm dabei noch soviel Unrecht geschieht, schweigt er und umarmt gleichsam bewusst die Geduld.
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#18   Stimme aus dem Tradiland   13:02:10 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Die halbkonservativen Pseudokatholiken wollen nicht verstehen!
@ dieFidele: Sie fordern blinden Gehorsam: Nach der Moraltheologie ist dieser in sich – unabhängig von den geforderten Taten oder Unterlassungen – sündhaft.
@ Zwobbel: Sie befinden sich in großem Irrtum: Erzbischof Lefebvre und denen, die ihm folgen, geht es um die Bewahrung der Sakramente (Liturgie) in ihrer authentischen – bis auf die Apostel zurückreichenden – Form, die in der NO-Kirche nicht gewährleistet ist.
Ebenso geht es umt die Bewahrung der authentischen Lehre und dem authentischen Glauben in der Kirche, welche durch V2 et al. gefährdet wird.
Sie wollen es nicht verstehen und das genau ist böswillig!
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#17   zwobbel   12:50:01 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Die halbkatholischen Traditionalisten wissen nicht, was Gehorsam im katholischen Sinne bedeutet!
P.Pio wurde nach heutiger Ansicht ungerechterweise die Zelebration verboten. Er hätte aufmucken können weil es sicher gute Gründe gab, daß er doch zelebriert.
Auch Eb. Levebvre hätte gehorsam sein müssen und nach der Suspension a divinis auf die Zelebration verzichten müssen, dann wäre heute längst wieder alles gut. Andere Exzellenzen, Eminenzen, ja der Herr selbst hätte den Fall für ihn geregelt. Er hat die Prüfung in das Vertrauen auf die unendliche Barmherzigkeit nicht bestanden. Er wollte aus eigener Stärke eine Lösung herbeiführen. Er meinte sein Geist sein stärker. Lukas 10,21
Gehorsam gegenüber Sünde und Häresie ist selbst sündhaft und häresiebegünstigend! In dem Fall hier geht es aber um den Gehorsam gegenüber einem rechtmäßigen Vorgesetzen, der keine Sünde oder Häresie befohlen hat, sondern eine Versetzung. Auch wenn es Schikane ist.
Wie die fidele geschrieben hat ist die Argumentation im Prinzip sie gleiche wie die der Modernisten.
Petrus Canisius in Köln: In welchen Punkten war er dem Bischof gehorsamspflichtig, bekam Anweisungen und war ungehorsam?
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#16   DieFidele   12:27:33 | Mittwoch, 24. Mai 2006
an Zwobbel
Ich möchte mich präziser ausdrücken: Spätestens seit Redemptionis sacramentum müßten die Priester begriffen haben, daß jeder Verstoß ein Akt des Ungehorsams bedeutet. Jedoch habe ich den Eindruck – jetzt ganz subjektiv aus meiner persönlichen Erfahrung – daß die Priester sich des Ungehorsams zwar bewußt sein mögen, jedoch meinen, sie tun den Gläubigen damit etwas Gutes, wenn sie es anders/besser machen, als die Kirche vorschreibt. Somit glaube ich, steht für sie diese (in ihren Augen) gute Absicht über dem Gehorsam und das rechtfertigt ihr Tun.
Auf der anderen Seite vertritt ja Die „Stimme aus dem Tradiland“ die selbe Ansicht, daß der Ungehorsam mit einer subjektiv guten Absicht zu rechtfertigen ist – ich zitiere: „Das Seelenheil von Gläubigen steht aber um Dimensionen über dem Gehorsam gegenüber dem kirchlichen Vorgesetzten.“
Was am Ende rauskommt ist Spaltung, Irreführung, Verwirrung, wir kennen das.
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#15   zwobbel   11:51:00 | Mittwoch, 24. Mai 2006
an die fidele
Dann weisen Sie doch diese Leute auf diesen beitrag hier hin: www.kreuz.net/bookentry.528.html
Oder ausdrucken und in die Hand drücken.
Aber ich muß Ihnen widersprechen. Zumindest bis weit in die 1980er Jahre hinein wußten die allermeisten wissen allerdings, daß sie ungehorsam sind.
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#14   Stimme aus dem Tradiland   11:49:04 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Die halbkonservativen Papalisten wissen nicht, was Gehorsam im katholischen Sinne bedeutet!
Alle Einwände von halbkonservativer Papalistenseite sind falsch:
1. G.M. Michel: Er verlangt ja nicht von ihm, Häresien zu verkünden,
Er verlangt von ihm, Häresien nicht zu bekämpfen: Praktisch das Gleiche.
Sie scheinen aber zu meinen, den Bischöfen der katholischen Kirche gegenüber gäbe es in der heutigen Zeit ein generelles Recht auf Ungehorsam
Aufgrund von V2 und NOM, welche den Gläubigen aufgezwungen werden (sollen), ist das tatsächlich so.
2. DieFidele: Beispiel P. Pio: Kein passendes Beispiel, da die Gläubigen damals genug Gelegenheit zum Besuch der Hl. Messe hatte (+1968)
Beispiel Mutter Teresa: Ebenfalls schlechtes Beispiel, da sie schon in den 1970er-Jahren häretische Ansichten zu Ökumene und Interreligiosismus vertrat und praktizierte, der Hl. Kirche also nicht treu war.
3. Zwobbel: Hl. Theresa v. Avila: Genau gegenteiliges Beispiel: Sie wollte einen zusätzlichen Karmel nicht gründen und hat es aus Gehorsam doch getan. Die Gründung eines zusätzlichen Karmel stellt keine Gefahr für die Verkündigung (Lehre) der Kirche dar.
Resümee: Gehorsam gegenüber Sünde und Häresie ist selbst sündhaft und häresiebegünstigend!
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#13   virOblationis   11:49:04 | Mittwoch, 24. Mai 2006
revolutionärer Heiliger
Um den hl. Petrus Canisius (27.4.) sammelte sich die erste Jesuiten-Niederlassung in Deutschland, und zwar zu Köln. Dessen Bischof neigte der luth. Häresie zu. Doch die kleine Gemeinschaft der Kölner Jesuiten trat gegen Erzbischof Hermann V. von Wied (1515 – 1546, gest. 1552) auf, so daß dieser schließlich in seinem Amte durch den rechtgläubigen Adolph III. von Schauenburg (1546 – 1556) ersetzt wurde.
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#12   DieFidele   11:46:29 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Liturgische Mißbräuche
Vielleicht sollten wir den Gehorsam auch von der anderen Seite betrachten. Sämtliche liturgischen Mißbräuche, die tagtäglich begangen werden, sind auch Akte des Ungehorsams. Dabei will ich den Verantwortlichen nicht mal den bewußten Ungehorsam unterstellen. Ich habe nämlich oft den Eindruck, daß sie glauben, im Recht zu sein und es besser zu machen…
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#11   zwobbel   11:33:20 | Mittwoch, 24. Mai 2006
revolutionäre Traditionalisten
Ich möchte an die große hl. Teresa v Avila erinnern.
Als sie schon viele Karmel gegründet hatte, sollte sie noch einen gründen in einer Stadt in der sie es nicht gut fand. Sie hatte innere Widerstände dagegen. Ihr Oberer befahl, es dennoch zu tun. Sie fragte ihren Beichtvater, der sie zum Gehorsam aufforderte, obwohl er auch der Auffassung war diese Gründung sei nicht gut. Teresa hatte sogar in einer ihrer vielen Ekstasen darüber eine Unterredung mit Jesus. Auch er verwies auf den Gehorsam gegenüber dem Oberen. Teresa gründete den Karmel gegen ihren Willen im Gehorsam. Diese Gründung verursachte ihr viel Leid/Prüfungen. Sie nahm dies stets an als Kreuz und Opfer zur Heiligung.
Hätte sie sich geweigert, hätte sie den Herrn beleidigt, hätte sie die Verantwortung getragen. So aber lag Segen auf ihr, so trug die Verantw. der Obere, der dafür später dann auch „bezahlt“ hat.
Hw. Altier tut gut daran gehorsam zu sein, so ruht Segen auf ihm. Die Verantw. für das ewige Heil der anvertr. Seelen trägt der zust. Bischof. Es ist eine Prüfung Gottes durch den Bischof, der schon bald „den Löffel abgeben“ wird. Weil Hw. Altier aber im Kleinen treu war wird ihm größeres anvertraut werden. Auch Eb. Levebvre hätte gehorsam sein müssen und nach der Suspension a divinis auf die Zelebration verzichten müssen, dann wäre heute längst wieder alles gut.
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#10   virOblationis   11:25:11 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Kadavergehorsam
Einerseits: Gehorsam gegenüber dem Bischof ist geboten. Man kann sich ja nicht einfach aussuchen, wann man gehorcht und wann nicht
Andererseits: Ein Bischof, der sich in grundlegenden Fragen nicht an die Lehre der Kirche hält, hat den Anspruch auf Gehorsam wohl weitgehend verloren.
N.B. Der auf Ignatius von Loyola zurückgehende Kadavergehorsam war einst eine Stärke der Kirche, jetzt ist sie zur Schwäche geworden.
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#9   DieFidele   11:25:06 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Gehorsam
Dem Hw. Herrn Pfarrer Altier zolle ich meinen größten Respekt, wenn er diesen, scheints ungerechten, Weg im Gehorsam geht.
Der gelobte Gehorsam und die Einhaltung desselben hat eine tragende Funktion in Bezug auf die hierarchische Struktur der Kirche. Wenn jeder nach eigenem Gutdünken gehorcht oder auch nicht – sprich, das Gehorsamsgelübde bricht – dann wäre das katastrophal für die Einheit und die Ordnung.
Als Beispiel für den gelebten Gehorsam sei der Hl. Pater Pio erwähnt, der jahrelang die Hl. Messe nicht zelebrieren durfte. Er, den wir als Heiligen verehren dürfen, war dieser Aufgabe im Besonderen würdig und doch hat er sich gebeugt, aus Demut und Liebe.
Zum Abschluß noch ein Zitat der Sel. Mutter Teresa:
„Wir sollen nicht nur den Anordnungen der Oberen gehorchen, sondern im Geiste des Glaubens auch ihren Wünschen entsprechen, sofern wir sie kennen. Sie können im Befehlen irren, wir aber können im Gehorchen nicht irren.“
Gottes Segen für alle, die hier mitlesen!
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#8   gunther maria michel   11:21:03 | Mittwoch, 24. Mai 2006
+++++
@Markus-Antonius: Sie auch. 8-)
@Tradiland: Das glaube ich keineswegs. Aber was der Erzbischof von seinem Priester verlangt, dazu hat er ein Recht als Vorgesetzter. Er verlangt ja nicht von ihm, Häresien zu verkünden, beispielsweise.
Sie scheinen aber zu meinen, den Bischöfen der katholischen Kirche gegenüber gäbe es in der heutigen Zeit ein generelles Recht auf Ungehorsam, Hauptsache, man hält sich für rechtgläubig. Das ist ein Irrtum.
Erinnert an Martin Luther.
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#7   Stimme aus dem Tradiland   11:11:04 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@ g.m. michel
Sie meinen also, die Übernatur schaltet die menschliche Verantwortlichkeit aus: Wir müssen nichts tun – Gott wird’s schon richten?
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#6   Markus-Antonius †   10:54:59 | Mittwoch, 24. Mai 2006
gunter maria michael, etc.
auch Sie werden sich verantworten müssen. Also bitte keine Selbstgerechtigkeit.
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#5   gunther maria michel   10:48:30 | Mittwoch, 24. Mai 2006
+++++
Sehr geehrtes Tradiland,
Sie haben keine Ahnung von den übernatürlichen Gesetzmäßigkeiten. Der Priester handelt völlig richtig, und sein Gehorsam wird reiche Frucht tragen, egal, ob man dessen hier unten Zeuge sein wird oder nicht. Der Erzbischof wird sich für sein schnödes Handeln vor dem Richterstuhl Gottes verantworten müssen. Vielleicht wird er aber durch den Gehorsam seines Priesters sich zum besseren bekehren.
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#4   Tridentinus   10:28:10 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@Freinsberg
Worauf stützen Sie Ihre Vermutung?
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#3   Markus-Antonius †   10:27:50 | Mittwoch, 24. Mai 2006
„Hilfskaplan“
Was bitte ist ein Hilfskaplan? Ein Kaplan ist doch ein „Hilfsgeistlicher“. Ist der arme Mann nun Hilfshilfsgeistlicher? Ein wenig mehr Sorgfalt bitte. Vom Inhalt der Bereichterstattung will ich lieber schweigen.
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#2   Stimme aus dem Tradiland   10:23:36 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Hw. Altier ist leider nicht nur fromm, sondern auch ziemlich dumm
Denn keineswegs geht es nur um seinen persönlichen Gehorsam, für den er nur sich selbst bzw. seinem Bischof gegenüber verantwortlich ist.
Es geht um die Wahrheit in der Verkündigung – so z.B. die Vertretung der kirchlichen Lehre im Zusammenhang mit dem Sodomisten-Unwesen.
Es geht um die ihm anvertrauten Gläubigen in seiner Pfarre, die jetzt einen Wolf statt einem Hirten bekommen werden.
Sein Gehorsam hat eben eine zweite Seite, was man den Papalisten und Episkopalisten gar nicht oft genug sagen kann: Es ist gleichzeitig das Imstichlassen von Gläubigen. So auch von den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften und u.a. von den dummgehorsamen Auerbacher Schwestern so praktiziert.
Das Seelenheil von Gläubigen steht aber um Dimensionen über dem Gehorsam gegenüber dem kirchlichen Vorgesetzten. Die Umdrehung beruht auf einer gefährlichen antikatholischen Irrlehre!
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#1   Freinsberg   10:09:16 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Novus Ordo?
Vermutlich wird in dieser Kirche nach dem Missale 1962 zelebriert, nicht nach dem novus ordo.
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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