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Mittwoch, 17. Mai 2006 14:05
Zwei Bischöfe und ein Ehrendoktorat
Seine Arbeit setze neue Akzente für Theologen, glaubt ein ehemaliger Professor für Bildende Künste, der durch Übermalungen von Bildern bekannt wurde. Akzente setzt jetzt auch die katholische Privatuniversität Linz: mit einem Ehrendoktorat für ihn.
Arnulf Rainer: Rote Tränen
Arnulf Rainer: Rote Tränen
(kreuz.net, Linz) Der österreichische Übermaler Arnulf Rainer erhält am morgigen Donnerstag von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz das Ehrendoktorat der Theologie.

Rainer ist in religiösen Kreisen unter anderem mit einer Reihe abstrakter Kreuzesbilder und mit seinen Bibelillustrationen bekannt geworden.

Der Name Arnulf Rainer wird aber vor allem mit Übermalungen von menschlichen Körperteilen und Porträts in Zusammenhang gebracht:

Ehrendoktorat für umstrittenen Übermaler Arnulf RainerEhrendoktorat für umstrittenen Übermaler Arnulf RainerKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 13 Bildern zu starten.

„Der Künstler nähert sich seit den 1950er Jahren in den Übermalungen dem Bild an, verändert es, legt durch Übermalung Unbekanntes frei. Er will dem Bild sein Geheimnis zurückgeben, ein anderes, neues Bild – verwoben mit seinem Ursprung – entsteht, regt an genauer hinzusehen, durch das Verdecken wird gleichzeitig enthüllt, was das Auge bisher nicht wahrgenommen, gesehen hat“, wußte die Linzer Kirchenzeitung fachmännisch über die Produktionen des 76jährigen zu berichten.

Er sei ein Maler, der Theologen anrege, meint Rainer selber von sich im Gespräch mit der Kirchenzeitung der Diözese Linz:

"Ich bin ein Maler, der Theologen anregt"
„Ich bin ein Maler, der Theologen anregt“
„Theologen finden meine Arbeiten anregend, weil sie neue Akzente setzen und zu neuen Interpretationen einladen.“

Die Zusammenarbeit Rainers mit der Kirche geht auf das Jahr 1955 zurück. Damals eröffnete der Wiener Domprediger Mons. Otto Mauer die Galerie St. Stephan zur Förderung der zeitgenössischen Kunst mit einer Rainer-Ausstellung.

Im Jahr 2004 erhielt der Maler von der theologischen Fakultät in Münster ein Ehrendoktorat.

Bei der morgigen Ehrung in Linz werden gleich zwei Bischöfe anwesend sein:

Der Diözesanbischof von Graz-Seckau, Mons. Egon Kapellari, hält den Festvortrag zum Thema „Zeitgenössische Kunst als Herausforderung der Kirche“.

Der Linzer Diözesanbischof und Magnus Cancellarius der Katholisch-Theololgischen Privatuniversität Linz, Mons. Ludwig Schwarz, wird die Schlußansprache halten.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 15 Lesermeinungen:
Freitag, 19. Mai 2006 16:25
Maledica: @Markus-Antonius
Sie unterstellen anderen mangelndes Kunstverständnis und wissen noch nicht einmal wie Ihr Kunstgott richtig ausgeschrieben haben.
Wieder einmal so einer Ihrer unzähligen Beiträge, mit welchem Sie sich selbst disqualifizieren!!!
Freitag, 19. Mai 2006 08:46
Danke für die Korrektur, natürlich haben Sie recht. Aber wir wissen ja, wer gemeint war.
Donnerstag, 18. Mai 2006 14:50
Sympat: Markus-Antonius: Beuys
Der Gute hieß Joseph Beuys (1921 – 1986), nicht Josef Boeys.
Donnerstag, 18. Mai 2006 11:15
Nur zur Info, die Fettecke war von Josef Boeys, aber egal. Bei euch hört das Kunstverständnis doch bei der gotischen Tafelmalerei auf (die ich im übrigen auch sehr schätze).
Ich bestreite ja nicht, dass im Namen der Kunst viel Müll produziert wird, allerdings kann und will ich mich nicht an der hier üblichen allgemeine Verurteilung all dessen was euren Horizont übersteigt, beteiligen.
Bevor ich mich zu einem „Kunstwerk“ äußere, schaue ich es mir wenigstens an. Aber natürlich habt ihr hochmögenden Kritiker alle bereits eine Ausstellung des in Rede stehenden Künstler besucht und könnt euch darum auch eine dezidierte Meinung bilden. Ach, da ist mir die Meinung einer Kuh zum Sonntag doch noch lieber, weil objekiver.
Donnerstag, 18. Mai 2006 10:56
Maledica: @Markus-Antonius
Museen in denen Fettecken vor sich hingammeln und andere Widerwärtigkeiten- da gehe ich bestimmt nicht hinein!
Aber Sie unterstellen jedem traditionell eingestellten Menschen mit einem gesunden Kunsgeschmack von vorneherein, jemals ein Museum gesehen zu haben!
Wer Schei** produziert, der braucht sich nicht über Kritik zu wundern.
Man kann nur hoffen, daß in solche Museen möglichst wenige Menschen gehen, doch leider werden diese staatlich Subventioniert. Und der Staat unterstützt seit 68 nun viel Müll. In Österreich bekommen solche Perverslinge wie Nietsch auch noch Preise!
In Mainz wundert sich das Staatstheater, daß keiner kommt. Anstatt den Intendanten zu feuern wird demonstriert.
Den Freischütz ohne Bühnenbild nur mit Lichteffekten und Selbstverwirklichungsschwachsinn wo die Darsteller Augen auf den Augen haben will nun wirklich keiner sehen- wenigstens kann man da die Musik nicht kaputt machen.
Nur komisch daß bei klassischen Inszenierungen die Häuser voll sind, doch die Pseudokünstler wollen sich weiter selbstverwirklichen und ihren Mist den Menschen aufzwingen.
Das ist wahrlich entartete Kunst!
Donnerstag, 18. Mai 2006 08:16
Was besagt das jetzt?

Hier reden Leute von Kunstkritik die wahrscheinlich in ihrem Leben noch kein Museum von innen gesehen haben. (Tradis eben).
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