Kürzlich verteidigte der Bischof von Linz die unfehlbare kirchliche Lehre gegen diözesane Mitarbeiter, die er selber eingesetzt oder bestätigt hat. Unter diesen befand sich der Regens des Linzers Priesterseminars höchstpersönlich.
(kreuz.net, Linz) Die Ordination von Frauen oder die Priesterehe sind „nach der geltenden Entscheidung
der Weltkirche“ nicht möglich.
Das erklärte der Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, nach einem
Bericht der Linzer Bistumszeitung bei der jüngsten Dechantenkonferenz in seiner Diözese.
Die geltenden
Bestimmungen der Weltkirche seien auf der Weltbischofssynode vom Papst erneut bekräftigt worden – führte
der Bischof weiter aus. Demnach seien die Priesterehe oder die Frauenordination nicht möglich:
„Jetzt
ist die Frage, ob man nach den klaren Entscheidungen Roms dieses Anliegen immer wieder neu zur Sprache
bringen soll.“ Man müsse solche Entscheidungen der Gesamtkirche auch respektieren.
Erst am Montag –
nach der Dechantenkonferenz mit Bischof Schwarz – hatte sich der emeritierte Bischof von Linz, Mons. Maximilian
Aichern OSB, vor der Vollversammlung der ‘Katholischen Frauenbewegung Österreichs’ für die Ordination
von Diakoninnen ausgesprochen.
Der emeritierte Bischof erklärte, daß „Frauen die Inhalte der diakonalen
Arbeit sehr auf ihre Fahnen geschrieben haben und diese auch tun“.
Daraufhin überschüttete die Frauenkommission
der Diözese Linz den emeritiereten Bischof in einer Pressemeldung mit Lob. Endlich sei ein Bischof bereit,
die Tatsachen ernst zu nehmen und Konsequenzen zu fordern.
Die Vorsitzende der diözesanen Frauenkommission
meinte sogar, daß sich die römischen Dokumente gegen die Frauenordination nicht auf die Diakonenweihe
beziehen würden.
Es sei eine Tatsache – glaubt die Diplomtheologin –, daß es in der frühen Kirche
„Diakoninnen“ gegeben habe. Außerdem seien heute hunderte Frauen in der Diözese „diakonisch“ tätig.
Zur Frage der Frauenordination äußerte sich vor Kurzem auch der von Bischof Schwarz eingesetzte Regens
des Linzer Priesterseminars, Hw. Max Mittendorfer.
Der Regens soll bei einer von der Lokalzeitung ‘Linzer
Rundschau’ veranstalteten Diskussion erklärt haben, daß die Weiheämter auch für Frauen geöffnet werden
könnten:
„Viele Männer und Frauen, die größtenteils ehrenamtlich arbeiten, hätten die Begabung und
Ausbildung für das Priesteramt“ – meinte der Leiter des Priesterseminars etwas zweideutig.
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25 Lesermeinungen
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@Maledica Danke schön, wenn es auch erschüttert … Übrigens, wieso habe ich eine Sptzhacke in der
Hand. ICh war übrigens von meinem 18. bis zu meinem 22. Lebensjahr Betonbauer, da kam so etwas durchaus
vor …
@Dr. Otterbeck So, Sie sind also Jurist? Das wundert mich doch sehr, da an ihrem Denken so gar nichts
Rechtliches zu erkennen ist. Sind Sie vielleicht Justitiar im Finanzamt oder so etwas?
Lange Leitung Belehrt aus zahlreichen Beiträgen hier scheint mir eines der gravierendsten Probleme in
der Rezeption des Vatikanum II zu sein, dass man, beflügelt von einem optimistischen Vertrauen auf das
überlieferte Profil der Priester, zu wenig Aufmerksamkeit darauf verwendet hat, die Sakramentalität
der Weihe und damit verbunden (!) den Sühnopfercharakter der Messe „realistisch“ zu deuten, also die
Präsenz Christi, nicht im Sinne einer historischen Überlieferung, sondern als aktuelles Zentrum des
Geschehens. Diese „Riesenpanne“ hat das große Pontifikat Paul VI nicht rechtzeitig ausgleichen können
(trotz „sacerdotalis caelibatus“ und „mysterium fidei“). Insoweit ist der (antiNOMische) Exzess Lefebvres
fast eine zwingende Folge gewesen. Die Antworten der „Gegenwartstheologen“ sind wohl noch zu dürftig.
Da muss eine Präsenztheologie her, die ein Jurist freilich nicht erbringen kann.
@Freinsberg Dem Hörensagen nach hat McKinsey dem Ebm. Köln zweimal (!) bescheinigt, dass das Generalvikariat
zu 2/3 (zwei Dritteln!) überbesetzt ist; fast 70 % der Stellen können ohne Einfluss auf den „output“
gestrichen werden; und zweitens wurde festgehalten, dass die Priester, die dort als Leiter oder Stellvertreter
etc. fungieren nicht immer die fachliche Vorbildung aufweisen. Priestertum soll, idealtypisch, nichts
mit Macht zu tun haben. Aber in der Langeweile des „pastoralen“ Alltags? Da hilft das Leiten doch das
Gähnen zu unterdrücken (und vielleicht auch manchen „Mitarbeiter“). Aber zugegeben: Ich bin zu weit
weg vom Behördenalltag, um dazu abschließende Wertungen abgeben zu können.
@Gotthard Und wer setzt sich für uns unterdrückte Männer ein, damit wir endlich Kinder kriegen können!
Eine unverschämte Diskriminierung ist daß! Alle sind doch gleich! Aber manche gleicher???
Geistliche Fürstentümer Vom Standpunkt „Kirche als Arbeitgeber“ betrachtet, können Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter natürlich jedweden Lebensstil wählen, solange es nicht auffliegt. Will man aber ernsthaft
diskutieren, sollten sich die amtsgeneigten Frauen einmal fragen, ob sie einen adäquaten „Preis“ zahlen
würden wie es der Zölibat darstellt. Meist fordert „man“ (frau) in einem Atemzug die Ordination und
die Priesterehe, also faktisch: Zum Gehalt mehr Macht! Die Machtfrage ist diskutabel, die sakramentale
Frage nicht. Traditionalisten und „Moderne“ deuten die Sakramentalität zu verfügbar, zu juristisch.
Es geht aber, idealtypisch, um die Präsenz Christi, der „man“ sich weiht, nicht um Ämter und Behörden.
Vollmacht Die Kirche hat nicht die Vollmacht Frauen zu weihen, man soll sich entgültig daran halten.
Das wird durch häufige Wiederholung nicht richtiger … Die Kirche sollte endlich die Vollmacht ergreifen
…
Gnade, wieso Gnade? In erster Linie geht es hier um den Charakter, welcher die Person betrifft und nicht
die Natur. Selbstredend ist der Charakter Wurzel der Gnade. Aber der Charakter des Priesters, weit mehr
als der Taufcharakter, ist ein Siegel der Sohnschaft, siehe Scheeben: „Man könnte sagen, die Gnade sei
eine Veredelung und Erhebung unserer Natur und ihrer Tätigkeit durch Verklärung und Transformation derselben,
der Charakter eine Erhebung und Veredelung der Hypostase, insofern er unsere Hypostase zu einer gewissen
Einheit mit der Hypostase Christi erhebt und an der Konsekration, welche die letztere durch die göttliche
Würde des Logos erhält, teilnehmen lässt“ Seite 480, Mysterien des Christentums. Der Opferpriester
ist weit mehr in das Geheimnis der Sohnschaft hineingenommen, was zu allererst der Charakter nachbildet.
Die Gnade folgt aus dem Charakter, sofern die Seele kein Hindernis setzt.
Athanasius: Volle Zustimmung! Jetzt kommt Schwung in das Thema. Es gab kein Weihesakrament für Frauen,
es gibt keins, es wird keins geben. Sehr richtig. Diskussionswürdig ist die Frage, ob an eine Jungfrauenprofeß
erweitere Mitarbeit in Caritas und Pastoral (bis hion zur stellv. Generalvikarin?) geknüpft werden können.
Da fehlt das klare Profil. Ein weibliches „Amt“ kann in der Kirche nur an eine Entsagung, ein „Sich-Weihen“
anknüpfen, nicht an eine sakramentale Weihe. Geht nicht. Gibts nicht. Gnade setzt Natur voraus. Basta.
#8 Brandenburgis 11:49:53 | Donnerstag, 18. Mai 2006
@MArkus-Antonius Mit Steinbruchtheologen hat das gar nichts zu tun. Jeder Tradi hat JPII noch immer in
Schutz genommen, wo er kirchlich gelehrt und gehandelt hat. „Steinbruch-Theologen“ sind hingegen die Modernisten,
die tatsächlich aus der kirchlichen Lehre wiedersinnig heraushämmern, was anscheinend ihren düsteren
Zwecken entgegenkommt.
Midlife-Crisis Pastillen in der Midlife-Crisis müssen sich halt selbstverwirklichen und durchleben eine
zweite Pubertät. Dieses kindische Gehabe kann keiner ernst nehmen. Doch die Kirche finanziert ihre eigenen
Totengräber- wenn die Frauen schon nicht geweiht werden können, verbreiten diese als Gemeinde und Pastoralreferentinnen
ihre abstrusen Einstellungen und höhlen weiter die Pfarreien aus. Diese Pastillen fallen auch meist durch
ihre Anti-Weiblichkeit auf. Die Atheisten guten Willens lachen sich wohl über solche weltfremden Subjekte
halb tot…
InderTat, die historischen Diakoninnen waren Liebesarbeiterinnen die in der christlichen Armensorge der
Brüder tätig waren. Ihre liturgische Aufgabe bestand dárin, dass sie bei einer Taufe einer erwachsenen
Frau dem Presbyter/den Presbyteroi (Priestern) beistanden und dafür sorgten, dass die nasse Kleidung
der Getauften keine Sünden der Begierde hervorrufen würden. Die männlichen Diakonoi waren auch in der
Armensorge tätig, und assistierten bei den heiligen Geheimnissen dem Bischof, etwas, was für Frauen
nie erlaubt war, sie durften nicht einmal zum Altartische zu nah ran kommen. So ist die altchristliche
Realität gewesen, mögen auch die „Katholi“Feminazis es anders wollen. In der Tat: die Liebesarbeit und
die Armensorge wurden nach dem 4. Jahrhundert vorübergehend von Frauenklöstern wahrgenommen und übernommen.
Die „Weihe“ der Diakonin war in Wirklichkeit nichts anderes als ein Sakramentalie (kein Weihesakrament),
etwa wie es heute noch oder wieder die Jungfrauweihe gibt für Frauen die zölibatär, aber öffentlich
leben wollen und sich dem Breviergebet verpflichtet wissen. Also wie die Äbtissinweihe. Kein Sakrament,
lediglich ein Sakramentalie. Das man wiedereinführen kann, aber die Taufe geschieht heute nicht mehr
in einem Fluss oder einem tiefen Taufbecken mit dem ganzen Körper.
Merkwürdig Johannes Paul II wird doch sonst für alles verantwortlich gemacht, was den Tradis nicht in
den Kram passt. Jetzt aber wird er zur Verteidigung der eigenen Ansichten gern in Anspruch genommen. Ihr
armseligen Steinbruchtheologen!
Gebet für Mons. Schwarz Bischof Ludwig Schwarz hat alles andere als einen leichtes Bistum zur Leitung
erhalten. Seine Aussagen werden auf der Diözesanen Homepage verschwiegen, widersprechende Aussagen von
Frauenbeauftragten udgl dagegen lauthals verkündet, öffentliche Medien kritisieren den rom-treuen Kurs
mit obskuren Beiträgen, … Beten wir für Bischof Ludwig, dass er trotz der Widerstände seine rechtgläubige
und rom-treue Haltung bewahrt und diese auch Schritt für Schritt in der Diözese umsetzen kann!
Bitte endlich einmal klarstellen Ich bitte die kompetenten Leute, d.h. Exegeten und Kirchenhistoriker,
endlich einmal klar zu erklären, was Dikoninnen in der „Alten Kirche“ waren. Wenn die Damen dann immer
noch „Diakonin“ werden wollen (d.h. auf eigenen Ruf hin), so werden sie dieses Ideal in den Schwestern
von Steinerkirchen erfüllt fnden. Diese freuen sich über jeden Eintritt!
Bitte Artikel ändern… Es gibt gar keine „Frauenweihe“ und keine Priesterinnen in der katholischen Kirche
Gottes. Diese Frage ist eindeutig abgeschlossen und vorbei, sieh ‘Ordinatio Sacerdotalis’ (1994) von Johannes-Paul
II. Weshalb noch diskutieren? Leute die solche Sachen behaupten können auch fast der Häresie beschuldigt
werden, denn selbstverständlich ist die Lehre zur Unmöglichkeit der „Priesterinnen“-„Weihe“ Teil der
ordentlichen und universalen Magisteriums, Teil von dem, was die Kirche immer gelehrt hat.