‘Sakrileg’
Der andere Code
Respektiert der jüngste von der ‘Sony-Gruppe’ verantwortete Haßfilm, den firmeninternen Verhaltenskodex oder sind diese Bestimmungen ein fiktiver Code, bei dem jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit ein reiner Zufall ist. Von Manuel Sánchez Hurtado, Mitglied des Opus Dei.
(kreuz.net) Am Mittwoch ist der Film „The Da Vinci Code – Sakrileg“ uraufgeführt worden.

Der Film gibt den Roman wieder, der falsch, ungerecht und für Christen beleidigend ist. Er verstärkt die verleumderische Wirkung des Buches noch durch die Kraft der Bilder.

Auch enthält der Film keinen Vorspann, der erklären würde, daß jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit reiner Zufall ist.

In den letzten Monaten haben sich viele Katholiken, Christen verschiedener Konfessionen, Juden, Moslems und andere Gläubige und Bürger guten Willens respektvoll zu Wort gemeldet.

Der antikatholische Film ‘Sakrileg’
Die Hauptfigur des antikatholischen Filmes ist Dr. Robert Langdon (Tom Hanks) - Dozent für religiöse Symbolologie an der Universität Harvard.

Er wird während eines Aufenthalts in Paris in einen merkwürdigen Kriminalfall verwickelt.

Im Bild: Langdon auf der Pyramide der französischen Königsresidenz Louvre in Paris.Der Kurator des Louvre, Jacques Saunière, wird mitten in der Nacht im Museum ermordet.

Bevor er starb hat er jedoch eine verschlüsselte Botschaft für seine Enkelin Sophie Neveu (Audrey Tautou) hinterlassen.

Sie wird als Kryptologin bei der Pariser Polizei in den Fall hineingezogen.Es stellt sich heraus, daß Sophies ermordeter Großvater der Großmeister der Freimaurerbruderschaft von Sion war.

Ihren Bitten war offensichtlich kein Erfolg beschieden. Diese Stimmen forderten weder eine Sonderbehandlung noch eine Einschränkung der Meinungsfreiheit.

Die Bitte um Achtung ist etwas Selbstverständliches und entspricht den Verpflichtungen, welche die für den Film verantwortliche ‘Sony-Gruppe’ vor der Gesellschaft eingegangen ist.

Hier als Beispiel einige Passagen aus dem Verhaltenskodex der ‘Sony-Gruppe’. Sie wurden am 28. Mai 2003 von den höchsten Entscheidungsträgern der Firma approbiert:

In Abschnitt 1.3 heißt es:

„Weil wir anerkennen, daß ein Verhalten, das in einer Kultur oder Region gesellschaftlich und beruflich akzeptabel ist, in einer anderen anders gesehen werden kann, müssen die Mitarbeiter von Sony höchsten Respekt gegenüber den kulturellen und regionalen Unterschieden bei der Erfüllung ihrer Pflichten an den Tag legen.“

Der Abschnitt 2.4 zeigt die Verhaltensnormen auf, die alle Mitarbeiter des Unternehmens beachten sollen:

„Niemand darf rassistische oder religiöse Beleidigungen von sich geben, noch sich Witze oder andere Bemerkungen oder Verhaltensweisen am Arbeitsplatz erlauben, die ein feindseliges Umfeld erzeugen.“

In Bezug auf die Werbung – Abschnitt 3.4 – verpflichtet sich ‘Sony’, keine verfälschende Reklame zu
Manuel Sánchez Hurtado:
„Die Ereignisse der letzten Monate haben viele Gläubige angestoßen, ihren christlichen Glauben zu vertiefen und das Evangelium, die Kirche, ihre Geschichte und Gegenwart besser kennenzulernen.“
verbreiten, die andere in die Irre führt oder verleumdet.

Die Geschäftsführer von ‘Sony’ haben sich oft zu dieser ethischen Verpflichtung bekannt.

In einer jüngeren Veröffentlichung der Firma anerkennt ein Führungsmitglied, daß „unsere Geschäfte einen starken direkten und indirekten Einfluß in den Gesellschaften haben, in denen wir arbeiten“.

Eine andere Erklärung von ‘Sony’ besagt, daß die „Ethik und Integrität zur DNA der Firma gehören müssen“.

Eine dritte unterstreicht, daß „es keine günstige Entwicklung für eine Firma geben kann, die nicht das Umfeld und die Gesellschaft, in der sie lebt, achtet“.

In den letzten Monaten hat niemand so weitgehende Aussagen gemacht wie die Chefs von ‘Sony’ – auch wenn der jüngste Film von ‘Sony’ diese Erklärungen durch den bedauernswerten Mangel an Respekt für viele Millionen Christen widerlegt.

Es stellt sich darum die Frage, ob der genannte Film den Verhaltenskodex der ‘Sony-Gruppe’ respektiert, oder ob wir im Gegenteil hier vor einem „fiktiven Code“ stehen, bei dem jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit reiner Zufall ist.

Die Ereignisse der letzten Monate haben viele Gläubige angestoßen, ihren christlichen Glauben zu vertiefen und das Evangelium, die Kirche, ihre Geschichte und Gegenwart besser kennenzulernen.

Wie vor 20 Jahrhunderten stellt Jesus Christus für einige ein „Ärgernis und eine Torheit“ dar.

Aber mehr Menschen glauben „aufgrund von Gnade, nicht durch Verdienst“, daß Jesus Christus wirklich der Sohn Gottes und der Erlöser des Menschen ist, der in die Welt gekommen ist, um die Liebe zu verbreiten.

Heute endet eine zwar bedauerliche aber vorübergehende Episode. Die Christen haben angesichts mangelnder Achtung immer friedlich reagiert. Sie haben den Dialog gesucht und den Konflikt vermieden.

Außerdem kann uns dieses Ereignis dazu dienen, daß wir Christen den Glauben ernster nehmen und lernen, den anderen mit Verständnis und Achtung zu begegnen.

Manuel Sánchez Hurtado ist Mitarbeiter des Informationsbüro des Opus Dei in Rom
      
5 Lesermeinungen
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#5   Alex Bermann   03:25:38 | Sonntag, 21. Mai 2006
Es ist nur ein Unterhaltungsroman/film
Dan Brown versteht es, Realität und Fiktion verschmelzen zu lassen. Dadurch wirken seine Geschichten auch so faszinierend. Dadurch, dass man einiges wiedererkennt, kann man nur noch schwer unterscheiden, was wahr und was Fiktion ist. Das verursacht ein unheimliches und spannendes Gefühl, der Leser bzw. der Zuschauer wird viel tiefer in die geschichte einbezogen, weil sie auf den ersten Blick wahr sein könnte.
Das ist ein beliebtes Stilmittel, das auch bei anderen Filmen angewand wird. Ich bin mir sicher, die Leute glauben gerade deswegen nicht alles, was sie im Kino sehen. Und wenn man keine Geheimnisse hat, dann kann jeder Verdacht zerstreut werden, der aufkommen könnte. Zu schade, dass die katholische Kirche Geheimnisse hat. Also ist sie deswegen auch leicht angreifbar…
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#4   methusalix †   20:17:24 | Freitag, 19. Mai 2006
Sehr geehrter Herr Doktor Heger,
das
Dr. Christoph Heger: „Volksverhetzung“ mal so, mal soRoman und Film sind historisch plumpe Fälschungen. Darüber gibt es keinen ernsthaften Zweifel.
ist völlig richtig! Genauso wie übrigens „Die Räuber“ von diesem Schiller, „Faust“ von Goethe und „Moby Dick“ von Melville.
Damit will ich nicht unbedingt den literarischen Wert dieser Stücke vergleichen, da sei Marcel Reich-Ranicki vor! Aber bezüglich des Wahrheitsgehaltes sind sie absolut gleichwertig. Alles erstunken und erlogen, wie in jedem Roman!
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#3   Dr. Christoph Heger   09:29:41 | Freitag, 19. Mai 2006
„Volksverhetzung“ mal so, mal so
Roman und Film sind historisch plumpe Fälschungen. Darüber gibt es keinen ernsthaften Zweifel.
Ein anderer Aspekt wundert mich oder wundert mich auch schon nicht mehr: Roman und Film beschuldigen ungescheut die katholische Kirche, den Vatikan und insbesondere Opus Dei jahrhundertelanger Fälschungen und weiterer Verbrechen darunter des Mordes, und zwar aus Machtgier.
Man stelle sich vor, jemand würde einen Roman schreiben oder einen Film drehen, in dem die Juden, der Staat Israel oder die jüdische Loge Bnai Berith beschuldigt würden, alle Welt die „Auschwitzlüge“ glauben zu machen, um damit kräftig abzusahnen! Das würde nicht von Schlaubergern aller Welt beredet und in den Medien beworben, vielmehr würde der Mann ganz schnell – Meinungsfreiheit hin oder her – wegen „Volksverhetzung“ ins Gefängnis wandern.
MfG
Christoph Heger
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#2   thaumaturgos   15:52:06 | Donnerstag, 18. Mai 2006
ich für meinen teil
bin auch nach der lektüre dieses schlecht geschriebenen buches nicht in gefahr mein christentum zu verlieren :-]
auch der film – für den unsere kirche ja beste, KOSTENLOSE, werbung machte / macht, wird das nicht ändern können :-D
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#1   k_c   15:34:09 | Donnerstag, 18. Mai 2006
Vorspann
Auch enthält der Film keinen Vorspann, der erklären würde, daß jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit reiner Zufall ist.
Das ist bei der Bibel doch genau so. :-P
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