13:30:37 | Donnerstag, 18. Mai 2006
Respektiert der jüngste von der ‘Sony-Gruppe’ verantwortete Haßfilm, den firmeninternen Verhaltenskodex oder sind diese Bestimmungen ein fiktiver Code, bei dem jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit ein reiner Zufall ist. Von Manuel Sánchez Hurtado, Mitglied des Opus Dei.
(kreuz.net) Am Mittwoch ist der Film „The Da Vinci Code – Sakrileg“ uraufgeführt worden.
Der Film gibt
den Roman wieder, der falsch, ungerecht und für Christen beleidigend ist. Er verstärkt die verleumderische
Wirkung des Buches noch durch die Kraft der Bilder.
Auch enthält der Film keinen Vorspann, der erklären
würde, daß jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit reiner Zufall ist.
In den letzten Monaten haben sich
viele Katholiken, Christen verschiedener Konfessionen, Juden, Moslems und andere Gläubige und Bürger
guten Willens respektvoll zu Wort gemeldet.
Der antikatholische Film ‘Sakrileg’

© Sony Pictures

© Sony
Pictures

© Sony Pictures

© Sony Pictures

© Sony Pictures

© Sony Pictures

© Sony Pictures

© Sony Pictures

©
Sony Pictures

© Sony Pictures
Ihren Bitten war offensichtlich kein Erfolg beschieden. Diese Stimmen forderten
weder eine Sonderbehandlung noch eine Einschränkung der Meinungsfreiheit.
Die Bitte um Achtung ist etwas
Selbstverständliches und entspricht den Verpflichtungen, welche die für den Film verantwortliche ‘Sony-Gruppe’
vor der Gesellschaft eingegangen ist.
Hier als Beispiel einige Passagen aus dem Verhaltenskodex der ‘Sony-Gruppe’.
Sie wurden am 28. Mai 2003 von den höchsten Entscheidungsträgern der Firma approbiert:
In Abschnitt
1.3 heißt es:
„Weil wir anerkennen, daß ein Verhalten, das in einer Kultur oder Region gesellschaftlich
und beruflich akzeptabel ist, in einer anderen anders gesehen werden kann, müssen die Mitarbeiter von
Sony höchsten Respekt gegenüber den kulturellen und regionalen Unterschieden bei der Erfüllung ihrer
Pflichten an den Tag legen.“Der Abschnitt 2.4 zeigt die Verhaltensnormen auf, die alle Mitarbeiter des
Unternehmens beachten sollen:
„Niemand darf rassistische oder religiöse Beleidigungen von sich geben,
noch sich Witze oder andere Bemerkungen oder Verhaltensweisen am Arbeitsplatz erlauben, die ein feindseliges
Umfeld erzeugen.“In Bezug auf die Werbung – Abschnitt 3.4 – verpflichtet sich ‘Sony’, keine verfälschende
Reklame zu
Manuel Sánchez Hurtado:
„Die Ereignisse der letzten Monate haben viele Gläubige angestoßen,
ihren christlichen Glauben zu vertiefen und das Evangelium, die Kirche, ihre Geschichte und Gegenwart
besser kennenzulernen.“
verbreiten, die andere in die Irre führt oder verleumdet.
Die Geschäftsführer
von ‘Sony’ haben sich oft zu dieser ethischen Verpflichtung bekannt.
In einer jüngeren Veröffentlichung
der Firma anerkennt ein Führungsmitglied, daß „unsere Geschäfte einen starken direkten und indirekten
Einfluß in den Gesellschaften haben, in denen wir arbeiten“.
Eine andere Erklärung von ‘Sony’ besagt,
daß die „Ethik und Integrität zur DNA der Firma gehören müssen“.
Eine dritte unterstreicht, daß
„es keine günstige Entwicklung für eine Firma geben kann, die nicht das Umfeld und die Gesellschaft,
in der sie lebt, achtet“.
In den letzten Monaten hat niemand so weitgehende Aussagen gemacht wie die
Chefs von ‘Sony’ – auch wenn der jüngste Film von ‘Sony’ diese Erklärungen durch den bedauernswerten
Mangel an Respekt für viele Millionen Christen widerlegt.
Es stellt sich darum die Frage, ob der genannte
Film den Verhaltenskodex der ‘Sony-Gruppe’ respektiert, oder ob wir im Gegenteil hier vor einem „fiktiven
Code“ stehen, bei dem jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit reiner Zufall ist.
Die Ereignisse der letzten
Monate haben viele Gläubige angestoßen, ihren christlichen Glauben zu vertiefen und das Evangelium,
die Kirche, ihre Geschichte und Gegenwart besser kennenzulernen.
Wie vor 20 Jahrhunderten stellt Jesus
Christus für einige ein „Ärgernis und eine Torheit“ dar.
Aber mehr Menschen glauben „aufgrund von Gnade,
nicht durch Verdienst“, daß Jesus Christus wirklich der Sohn Gottes und der Erlöser des Menschen ist,
der in die Welt gekommen ist, um die Liebe zu verbreiten.
Heute endet eine zwar bedauerliche aber vorübergehende
Episode. Die Christen haben angesichts mangelnder Achtung immer friedlich reagiert. Sie haben den Dialog
gesucht und den Konflikt vermieden.
Außerdem kann uns dieses Ereignis dazu dienen, daß wir Christen
den Glauben ernster nehmen und lernen, den anderen mit Verständnis und Achtung zu begegnen.
Manuel Sánchez
Hurtado ist Mitarbeiter des Informationsbüro des Opus Dei in Rom
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k_c 15:34:09 | Donnerstag, 18. Mai 2006