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Gesunde Laizität + Ein Brief für den Papst + Kurzlebig + Pause für Kinderschlächter? + Mitten ins Leben hinein
Gesunde LaizitätVatikan. Gestern empfing Papst Benedikt XVI. die italienischen Bischöfe. In seiner Ansprache forderte er eine „gesunde Laizität“: Die katholische Kirche werde den Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche nicht verletzen, versprach der Heilige Vater. Die Unterscheidung zwischen Staat und Kirche sei für das christliche Selbstverständnis fundamental.
Ein Brief für den Papst
Iran. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will einen Brief an Papst Benedikt XVI. schicken. Dies berichteten regierungsnahe iranische Zeitungen am Donnerstag. Es gab keine Angaben über den Inhalt des Schreibens. In der vergangenen Woche hatte US-Präsident George W. Bush einen geharnischten Brief von Präsident Ahmadinedschad erhalten.
Kurzlebig
Großbritannien. Nur drei Monate nach der staatlichen Anerkennung des Homo-Konkubinats treten die ersten zwei britischen Homo-Frauen bereits vor den Scheidungsrichter. Ihre „Ehe“ sei am Ende, erklärte eine der Homo-Konkubinen (36) vor der Donnerstagsausgabe der britischen Boulevardzeitung ‘The Sun’. Sie und ihre vier Jahre ältere Partnerin hätten sich getrennt: „Liz hat mir gesagt, daß sie mich nicht mehr liebt und daß das schon seit Jahren so ist. Das hat mich absolut umgehauen.“ Jetzt liege Liz bereits mit einer anderen Frau im Bett.
Pause für Kinderschlächter?
Deutschland. Am 15. Mai – 61 Jahre nach Auschwitz und Mauthausen – veröffentlichten der deutsche Lebensschützer Günter Annen und der bekannte österreichische Pornojäger Martin Humer folgenden Kurzkommentar zu den gegenwärtigen Ärztestreiks in Deutschland: „Die deutschen Ärzte streiken fünf Tage. Hoffentlich machen auch die Mörder der ungeborenen Kinder 5 Tage Pause.“
Mitten ins Leben hinein
„Genau das ist Theologie: Rechenschaft gebende Rede von Gott und so auch Rechenschaft gebende Rede vom Menschen, dem Bild und Gleichnis Gottes. Mitten in die Nöte, Unsicherheiten, Probleme, Fragen, Sorgen des Menschen, aber auch in sein Suchen, Sehnen und oft verborgenes Ausschauhalten nach Gott, kurzum mitten ins Leben hinein will Karl Lehmann als Theologe die erlösende und befreiende Botschaft von Gott ansagen.“
Walter Kardinal Kasper in seiner Laudatio auf Karl Kardinal Lehmann anläßlich seines 70. Geburtstags.
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Samstag, 20. Mai 2006 18:20
Benedikt: @ Karl Murx
Katholische Staaten zeigen SchwÄchen, also weg damit?
Werter Hr. Murx, was sich 1803 und danach abgespielt hat kann man wohl kaum als „Schwäche“ des katholischen Staats bezeichnen. Der Staat hat die kirchliche Organisation praktisch vollständig abgewickelt, Klöster, Stifte, Bistümer, Ländereien. Ebenso wie 1555 wäre das nicht geschehen, wenn es schon damals eine Unabhängigkeit der Kirche vom Staat gegeben hätte. Umgekehrt hat eine Abhängigkeit des Staates von der Kirche damals schon längst nicht mehr existiert, das war vielleicht mal bei den Ottonen und Saliern so, aber nicht mehr 1803.
Nicht beantwortet haben Sie die Frage, in wie weit die Verstrickung der kirchl. Amtsträger in weltliche Ämter von Vorteil war. Welchen Vorteil hatte es beispielsweise, dass sich der Mainzer Erzbischof Christian von Buch lediglich zwei Mal kurz in seinem Erzbistum aufhielt und ansonsten mit dem Kaiser Krieg in Italien führte?
Werter Hr. Murx, was sich 1803 und danach abgespielt hat kann man wohl kaum als „Schwäche“ des katholischen Staats bezeichnen. Der Staat hat die kirchliche Organisation praktisch vollständig abgewickelt, Klöster, Stifte, Bistümer, Ländereien. Ebenso wie 1555 wäre das nicht geschehen, wenn es schon damals eine Unabhängigkeit der Kirche vom Staat gegeben hätte. Umgekehrt hat eine Abhängigkeit des Staates von der Kirche damals schon längst nicht mehr existiert, das war vielleicht mal bei den Ottonen und Saliern so, aber nicht mehr 1803.
Nicht beantwortet haben Sie die Frage, in wie weit die Verstrickung der kirchl. Amtsträger in weltliche Ämter von Vorteil war. Welchen Vorteil hatte es beispielsweise, dass sich der Mainzer Erzbischof Christian von Buch lediglich zwei Mal kurz in seinem Erzbistum aufhielt und ansonsten mit dem Kaiser Krieg in Italien führte?
Samstag, 20. Mai 2006 09:17
Dr. Otterbeck: Zeitirrtümer sind keine ewigen Irrtümer
Der Irrtum ändert sich, die Zeiten ändern sich. Karl Murx: Es hat keine 1500 Jahre „Einheit“ von Staat und Kirche gegeben. Das ist eine rückblickende Vereinfachung. Es hat bis zur Reformation eine von einheitlicher Religion geprägte, aber nicht einmal einheitliche Kultur im Abendland gegeben. Die Kirche des Orients war doch dem Islam deshalb unterlegen, weil sie bereits zu sehr von den byzantinischen Kaisern abhängig war (aber selbst dort: christliche Differenz zwischen Staat und Kirche!). Das Christentum lehrt die Differenz zwischen letzten und vorletzten Dingen, das ist sein besonderes Wort in die Zeit. So wie die Kirche der Antike einen „Durchbruch“ zum ewigen öffnete, so wird sie der nihilistisch-pantheistischen Moderne wieder ein „Fenster“ öffnen. Wetten dass? Eine Religion unter staatlichem Denkmalschutz wäre nur noch Hermelin am Gewand totalitärer Systeme.
Freitag, 19. Mai 2006 21:53
Karl Murx: Also Thomas und Benedikt: Freßt das Gnadenbrot
Seht Ihr den schönen Knochen, den Bonjour Euch hinwirft?
Ihr habt es erwählt und nun nehmt es hin!
Brav…und jetzt kusch ins Körbchen!
Ihr habt es erwählt und nun nehmt es hin!
Brav…und jetzt kusch ins Körbchen!
Freitag, 19. Mai 2006 21:10
Bonjour: Einmischungen und Anmaßungen der Kirche
Die {…} soll endlich konsequent sein und Leute wie Gallowglas in Ruhe lassen. Die interessiert es doch
nicht, ob eine Wahrheit geoffenbart ist, oder mit der Vernunft erkannt wird. Was die ankotzt ist, dass
da überhaupt jemand ist, der ihnen sagt, was sie moralisch tun und lassen sollen. Akzeptiert endlich
die Konsequenzen der Religionsfreiheit und der Trennung von Staat und Kirche.
Da kann man Karl Murks mal voll zustimmen. Die Kirche soll sich im Rahmen der Meinungsbildung oder einer Vernehmlassung vor einem demokratischen Entscheid ruhig äußern können (so wie jeder Verein, der die Rechtsstaatlichkeit anerkennt). Mehr liegt nicht drin. Basta.
Da kann man Karl Murks mal voll zustimmen. Die Kirche soll sich im Rahmen der Meinungsbildung oder einer Vernehmlassung vor einem demokratischen Entscheid ruhig äußern können (so wie jeder Verein, der die Rechtsstaatlichkeit anerkennt). Mehr liegt nicht drin. Basta.
Freitag, 19. Mai 2006 19:49
Karl Murx: Das ist kein Geschwurbel
Die Gebote für den Einzelnen und die Gebote für den Staat als von Gott geschaffenen Gemeinwesen entsprechen
doch einander. Menschen sind schwach, soll ich deswegen den katholischen Menschen abschaffen? Katholische
Staaten zeigen SchwÄchen, also weg damit? Ich kann nur erkennen, daß sich in jener Zeit das Christentum
bedeutend ausgebreitet hatte, während die V2-Sekte dahinsiecht.
Darüber hinaus ist es doch Humbug, dass die Kirche sich ausschließlich im Würgegriff des Staates befunden hätte, auch wenn es bisweilen vorkam.
Die V2-Sekte soll endlich konsequent sein und Leute wie Gallowglas in Ruhe lassen. Die interessiert es doch nicht, ob eine Wahrheit geoffenbart ist, oder mit der Vernunft erkannt wird. Was die ankotzt ist, dass da überhaupt jemand ist, der ihnen sagt, was sie moralisch tun und lassen sollen. Akzeptiert endlich die Konsequenzen der Religionsfreiheit und der Trennung von Staat und Kirche. Ganz will man wohl nicht davon lassen. Ist ja auch bequem so.
Darüber hinaus ist es doch Humbug, dass die Kirche sich ausschließlich im Würgegriff des Staates befunden hätte, auch wenn es bisweilen vorkam.
Die V2-Sekte soll endlich konsequent sein und Leute wie Gallowglas in Ruhe lassen. Die interessiert es doch nicht, ob eine Wahrheit geoffenbart ist, oder mit der Vernunft erkannt wird. Was die ankotzt ist, dass da überhaupt jemand ist, der ihnen sagt, was sie moralisch tun und lassen sollen. Akzeptiert endlich die Konsequenzen der Religionsfreiheit und der Trennung von Staat und Kirche. Ganz will man wohl nicht davon lassen. Ist ja auch bequem so.
Freitag, 19. Mai 2006 19:18
Benedikt: @ Karl Murx
Ersparen Sie sich doch das Geschwurbel und erklären Sie lieber mal, wo der Staat 1555 und 1803 den Schutz
der geoffenbarten Religion übernommen hat. Erklären Sie auch, in wie weit es nützlich für die Religion
war, dass die Päpste jahrhundertelang Marionetten in den Spielchen römischer Adelsfamilien waren und
in wie weit es von Vorteil war, dass Bischöfe nicht aufgrund ihrer Eignung, sondern ihres Verhältnisses
zum Regenten in ihr Amt kamen.
Der angebliche Schutz der Religion durch den Staat in früheren Zeiten entspringt nur der Phantasie der Pseudoromantiker. Die Kirche ist erst dann wirklich frei, wenn sie nicht auf die Gunst weltlicher Herrscher angewiesen ist.
Der angebliche Schutz der Religion durch den Staat in früheren Zeiten entspringt nur der Phantasie der Pseudoromantiker. Die Kirche ist erst dann wirklich frei, wenn sie nicht auf die Gunst weltlicher Herrscher angewiesen ist.
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