Russischer Proselytismus?
Die Russisch-Orthodoxen dringen in katholische Stammlande ein: Ähnlich hätte es geklungen, wenn die Kirche das gleiche in Rußland getan hätte.

Kirill ist für die Außenpolitik des Moskauer Patriarchates verantwortlich.
An der Feier wird auch Walter Kardinal Kasper – der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen – als Vertreter des Vatikan teilnehmen.
Die neue Pfarrei ist der Heiligen Katherina von Alexandrien geweiht und befindet sich auf dem Gelände der weitläufigen Russischen Botschaft. Diese liegt auf dem Gianicolo – einem Hügel, der sich in südlicher Richtung unweit des Vatikan befindet.
Nach den Feierlichkeiten folgt ein Empfang beim Russischen Botschafter in Italien.
Während seines römischen Aufenthalts hat Metropolitan Kirill auch am Grab des Heiligen Cyrill in der Basilika San Clemente einen Gottesdienst geleitet.
Gestern wurde er sogar von Papst Benedikt XVI. in Privataudienz empfangen.
Danach fand ein Konzert des Chors des Moskauer Klosters Sretenskij statt, an dem Kardinal Kasper als Vertreter des Vatikan teilnahm.
Der Empfang, der den Russisch-Orthodoxen in Rom bereitet wird, steht in scharfem Kontrast zur Behandlung, welche die Katholische Kirche üblicherweise in Moskau erfährt.
Die Existenz katholischer Pfarreien in der russischen Hauptstadt wird vom orthodoxen Patriarchat vollkommen ignoriert, obwohl katholische Gläubige seit hunderten von Jahren auf dem Gebiet Rußlands ansässig sind.
Periodisch gibt es Verbalangriffe, welche die Kirche des „Proselytismus“ – das heißt, der aktiven Abwerbung orthodoxer Gläubiger – bezichtigen.
Besonders stark waren die antikatholischen Animositäten des Moskauer Patriarchats während der Regierungszeit von Johannes Paul II.
Durch die Ankunft des Papstes aus Deutschland scheint sich die Lage etwas zu entspannen.
So erklärte der katholische Erzbischof von Moskau, Mons. Thaddeus Kondrusiewicz, kürzlich bei einem Aufenthalt in Rom, daß das Moskauer Patriarchat die Absicht des gegenwärtigen Papstes, die christlichen Werte in Europa und der übrigen Welt zu verteidigen, stark zur Kenntnis nehme:
„Zur Zeit scheint es mir, daß die Eiszeit zwischen unseren zwei Kirchen einem lauwarmen Frühling gewichen ist.“
Mit einem Schmunzeln fügte der Erzbischof hinzu: „Dieser Frühling ist vielleicht nicht so heiß wie jener in Rom, aber für Moskau ist er nicht schlecht.“
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Sonntag, 21. Mai 2006 03:07
Jörg Guttenberger, Köln: Clemens: Mission
In welchen Teilen des Credo stimmen wir mit der Reformation nur im Wortlaut überein?
Mission unter nicht in voller kirchlicher Gemeinschaft mit uns stehenden Christen fordert im Gegenzug deren Mission unter uns geradezu heraus. Was soll diese gegenseitige Zerfleischung bringen?
Mission unter nicht in voller kirchlicher Gemeinschaft mit uns stehenden Christen fordert im Gegenzug deren Mission unter uns geradezu heraus. Was soll diese gegenseitige Zerfleischung bringen?
Samstag, 20. Mai 2006 11:43
Dr. Otterbeck: 21!!!
und schon so schlau: „Erz- erzlateinisches Gebiet“ ist doch heute nicht einmal mehr der Vatikan.
Samstag, 20. Mai 2006 11:37
Athanasius: Kaliningrad gibt es nicht…
…die Stadt heisst Königsberg, sogar den teilweise völkerrechtswiderlichen Verträgen von Jalta und
Potsdam nach.
Und Königsberg/Ostpreussen ist wie Finnland, Estland, Lettland und Litauen erz- und erz-lateinisches Gebiet, das dem Römischen Ritus angehört, zumindest wo man nicht der Häresie Dr. Martin Luthers verfallen war (etwa Region Braunsberg/Braniewo).
Auch die Mission des Bischofs Hilarion im lateinischen Wien, ist völlig unerlaubt, wäre man im Moskauer „Patriarchat“ etwas konsequenter in der Applizierung der eigenen Parolen gegen die römisch-katholische Kirche.
Und Königsberg/Ostpreussen ist wie Finnland, Estland, Lettland und Litauen erz- und erz-lateinisches Gebiet, das dem Römischen Ritus angehört, zumindest wo man nicht der Häresie Dr. Martin Luthers verfallen war (etwa Region Braunsberg/Braniewo).
Auch die Mission des Bischofs Hilarion im lateinischen Wien, ist völlig unerlaubt, wäre man im Moskauer „Patriarchat“ etwas konsequenter in der Applizierung der eigenen Parolen gegen die römisch-katholische Kirche.
Freitag, 19. Mai 2006 23:00
Jean: @ Jörg Guttenberger
Nennen Sie es Mission oder nicht: aber es wäre durchaus angebracht, wenn sich die katholische Pastoral
z.B. bei den Protestanten wieder gezielter um Konversionen und um Konvertiten kümmern würde. Es wäre
höchste Zeit.
Mit lutherischen/calvinistischen Bekenntnissen hat die katholische Religion sakramental nur die Taufe gemeinsam, das Credo in entscheidenden Teilen nur dem Wortlaut nach.
Mit lutherischen/calvinistischen Bekenntnissen hat die katholische Religion sakramental nur die Taufe gemeinsam, das Credo in entscheidenden Teilen nur dem Wortlaut nach.
Freitag, 19. Mai 2006 22:50
Jörg Guttenberger, Köln: Clemens: Misson
Die Auforderung zur Mission in Rußland ist doch wohl ein Witz! Es geht doch hier um die Wiederaufnahme
der vollen Kirchengemeinschaft. Denn Kirchengemeinschaft besteht in unterschiedlichem Maße mit allen
christlichen Kirchen: gemeinsam ist zumindest das Glaubensbekenntnis und die Taufe. Mit den Traditionskichen
haben wir sogar alle 7 Sakramente gemensam! Eine solche Wiederaufname der vollen kirchlichen Gemeinschaft
setzt aber das Gespräch auf Augenhöhe miteinander voraus!
Mission gibt es ausschließlich gegenüber den Heiden, nicht jedoch gegenüber mit uns nicht in voller kirchlicher Gemeinschaft lebenden Christen. Das wäre anmaßend und verhindert jede Vervollständigung kirchlicher Gemeinschaft!
Mission gibt es ausschließlich gegenüber den Heiden, nicht jedoch gegenüber mit uns nicht in voller kirchlicher Gemeinschaft lebenden Christen. Das wäre anmaßend und verhindert jede Vervollständigung kirchlicher Gemeinschaft!
Freitag, 19. Mai 2006 17:34
clemens: Der große Unterschied
Der kleine Unterschiedzwischen der orthodoxen Kirche und der römisch-katholischen Kirche: Die orthodoxe
Kirche glaubt nach wie vor, daß sie die einzig wahre Kirche Jesu Christi ist, während der römisch-katholischen
Kirche seit rund 50 Jahren dieses Bewußsein dahinschwindet.
Die tridentinische Liturgie in ihrer Erhabenheit, Würde und Ehrerbietung ist in der Versenkung verschwunden.
Vielleicht liegt Benedikt daher etwas daran, sie von dort wieder hervor zu holen, denn mit dem NOM kann er die Orthodoxen nicht beeindrucken.
Eine Versöhnung (leider keine Mission) scheint das große Ziel seines Pontifikates zu sein!
Die tridentinische Liturgie in ihrer Erhabenheit, Würde und Ehrerbietung ist in der Versenkung verschwunden.
Vielleicht liegt Benedikt daher etwas daran, sie von dort wieder hervor zu holen, denn mit dem NOM kann er die Orthodoxen nicht beeindrucken.
Eine Versöhnung (leider keine Mission) scheint das große Ziel seines Pontifikates zu sein!
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