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Freitag, 19. Mai 2006 12:33
Jetzt ist es offiziell
Heute publizierte der Pressedienst des Heiligen Stuhls auf der Webseite des Vatikan eine Erklärung zur Person des Gründers der Legionäre Christi.
Pater Marcial Maciel Degollado
Pater Marcial Maciel Degollado
(kreuz.net) Der heute morgen publizierte Originaltext ist in italienischer Sprache verfaßt.

Hier eine deutsche Übersetzung:

Der Pressedienst des Heiligen Stuhles gibt zu Berichten, die über die Person des Gründers der Legionäre Christi, Hw. Pater Marcial Maciel Degollado, kursieren, folgendes bekannt:

Seit 1998 erreichten die Glaubenskongregation teilweise bereits veröffentlichte Anschuldigungen gegen Hw. Marcial Maciel Degollado, den Gründer der Kongregation der Legionäre Christi, wegen Verfehlungen, die der ausschließlichen Kompetenz des Dikasteriums unterliegen.

Im Jahr 2002 publizierte Hw. Maciel eine Erkärung, in der er die Anschuldigungen zurückwies und sein Mißfallen über die Angriffe zum Ausdruck brachte, die vonseiten einiger Ex-Legionäre Christi gegen ihn vorgebracht wurden.

2005 zog sich Hw. Maciel aufgrund seines fortgeschrittenen Alters vom Amt des Generaloberen der Kongregation der Legionäre Christi zurück.

Alle diese Dinge waren Gegenstand einer reifen Überprüfung durch die Glaubenskongregation. Gemäß den Normen des Motu Proprio ‘Sacramentorum sanctitatis tutela’, das am 30. April 2001 vom Diener Gottes Johannes Paul II. veröffentlicht wurde, erlaubte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Seine Eminenz Kardinal Joseph Ratzinger, eine Untersuchung der Vorwürfe.

In der Zwischenzeit ereignete sich der Tod von Papst Johannes Paul II. und die Wahl von Kardinal Ratzinger zum neuen Pontifex.

Nach einem sorgfältigen Studium der Ergebnisse der Untersuchung entschied die Glaubenskongregation unter der Leitung des neuen Präfekten, Seiner Eminenz Kardinal William Levada, mit Rücksichtnahme auf das fortgeschrittene Alter des Hw. Maciel und seiner angeschlagenen Gesundheit auf einen kanonischen Prozeß zu verzichten und den Pater zu bitten, ein zurückgezogenes Leben des Gebetes und der Buße zu führen und auf jeden öffentlichen Dienst zu verzichten.

Der Heilige Vater hat diese Entscheidung bestätigt.

Unabhängig von der Person des Gründers wird das wohlverdiente Apostolat der Legionäre Christi und der Vereinigung ‘Regnum Christi’ mit Dankbarkeit anerkannt.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 72 Lesermeinungen:
Montag, 22. Mai 2006 12:28
turk: KLARE FRAGE DER GLAUBWÜRDIGKEIT
Natürlich ist das Thema längst geklärt, weshalb es ja komisch ist, daß immer wieder vereinzelte Verdreher ihre absurden Thesen zum Besten geben („kein homosexueller Zungenkuß am Bild“, „eine wie tausend andere Bubendummheiten“, usw.) und sich so als angeblich homokritische Superkonservative lächerlich machen. Hier können einige User mit Verlinkung genannt werden.

Auch hilft die Ausrede der „Intrige“ gar nichts, da die Doppelmoral vom Päpstlichen Visitator selbst unwiderrufen und öffentlich festgestellt wurde: „Sehr schmerzhaft war es für mich festzustellen, daß sich aktive homophile Beziehungen gebildet haben.“ (12. August 2004 anläßlich der Seminarschließung; später wurde auch die Propstei Eisgarn ruhend gestellt.) Es gab nie eine „dubiose Verbindung“ zwischen einem der durchaus in der Mehrzahl aufgeflogenen Seminarvorsteher bzw. Seminaristen und einem Rechtsberater des Päpstlichen Visitators, sondern Rabiega suchte legitimerweise Rat an offenbar kompetenter Stelle. Dieser von Herrn Justus benannte und ihm offenbar sehr ungangenehme Zeuge der Zungenkuß-Ringsegnungs-Weihnachtsfeier 2003 hatte offenbar damals keinen Grund mehr, die Doppelmoral selbst oder mit anderen mitzutragen. Homosexuelle Tendenzen – so es überhaupt zum Zeitpunkt der ihm vom Ex-Subregens vorgeschriebenen These einer „internalisierten Homophobie“ (wiederum abgeschrieben aus einem erstsemestrigen Psycho-Lehrbuch …) – sind weder Indiz für eine wahre oder noch für eine falsche Aussage, sondern jede Person ist als ganze in ihrer Glaubwürdigkeit nach bewährten Rechtsmaßstäben abzutesten. D…
Montag, 22. Mai 2006 10:02
Justus: Intrige längst aufgedeckt
Eigentlich wollte ich mich zum längst geklärten Thema ja nicht mehr äußern. Dass die Kampagne gegen Bischof Krenn das Ganze eine der übelsten Intrigen der Kirchengeschichte war, ist doch völlig offenkundig. Das belegt allein schon die dubiose Verbindung zwischen dem einzigen Zeugen für die angeblichen Mißstände, ein homosexueller Ex-Seminarist namens Remigius Rabiega, und dem Rechtsberater des Visitators, Dr. Pytlik. Das Ganze stinkt zum Himmel!
Justus ist nicht Schüttel. Schüttel hat in der Sache recht, aber es ist völlig sinnlos, mit Turk zu diskutieren, da er wie ein Zeuge Jehovas immer wieder die gleichen (längst widerlegten) Argumente herunterleiert.
Montag, 22. Mai 2006 00:21
Johannes Paul I.: Schüttel – oder doch justus?
Nun ja; aufgrund der bisherigen Meldungsversuche, Ihrerseits, Schüttel, bin ich immer mehr der Ansicht, dass Sie nur justus sein können. Justus wiederum weiß nicht nur über die Ereignisse in St. Pölten vor 2,5 Jahren sondern versteht es auch, diese zu „vernebülösen“! Bei mir jedoch sind sie schon längst unten durch…
es ist Zeit, ob der Verpflichtung der Wahrheit!
Sonntag, 21. Mai 2006 23:50
Bonjour: Schüttel schlafe gut,
aber beim Erwachen nehme er doch zur Kenntnis, dass der Rechtsstaat gar nichts zu unternehmen hat, wenn ein 40-Jähriger Subregens mit einem sich im deutlichen Erwachsenenalter befindenden Seminaristen sexuellen Umgang pflegt, erst recht nicht, wo der Untergebene gar nicht dagegen klagen lässt.

Ihre Äußerungen lassen tatsächlich den Rückschluss zu, dass Sie den von turk x-fach verlinkten Prozess, wo es eben nicht um „Abhängigenmissbrauch“ ging, entweder gar nie gelesen oder nicht verstanden haben.
Sonntag, 21. Mai 2006 23:40
turk: So ist es: Vermeidung von Ärgernissen wurde angestrebt
Tja, Schüttel, der Sie weiterhin ein formulatorisches Ich-Problem haben, ‘mal sehen, wie lange Sie in diesem Forum Ihre plötzliche „Schablonenfreiheit“ durchhalten. Angesichts Ihrer Wortmeldungen („Slawen“, „Germanen“, „Lehmann kein Theologe“, „charismo-integralistisches Getue“ usw.) erscheint dies äußerst unglaubwürdig. Im Fall St. Pölten geht es übrigens genauerhin um (offenbar) konsensuelle homosexuelle Beziehungen zwischen Seminaristen und zwischen Seminarausbildnern und Seminaristen. Im Fall des Gründers der Legiönäre geht es jedoch um minderjährige Schüler. Wenn Sie im lateinischen Kirchenrecht nachlesen, gibt es nicht nur die Prozeßmöglichkeit. Das Kirchenrecht ist da wesentlich flexibler als einige vermeinen. Im Fall St. Pölten ist ein Prozeß logischerweise nicht mehr nötig, da die Beweise wohl im Rahmen der Päpstlichen Visitation gesammelt worden sein müssen. Hinzu kommt, daß sogar eine staatliche Richterin ohne die gesamte anzunehmende Beweisfülle zu einem derart klaren und durchargumentierten Ergebnis gekommen ist.

Und Bonjour hat in gewisser Weise nicht ganz unrecht. Der Apostolische Visitator hat am 4. August 2004 der Öffentlichkeit mitgeteilt, daß der damalige St. Pöltener Bischof Krenn am 3. August 2004 unterschrieben hatte, aus den Finanzmitteln der Diözese St. Pölten keinerlei Kostenübernahme bisher angestrengter oder noch beabsichtigter zivilrechtlicher Klagen der Ex-Regenten zuzulassen: „[kursiv]Die nunmehr mit meiner ausdrücklichen Zustimmung getroffene Entscheidung des Diözesanbischofs zur Nichtübernahme zivilrechtlicher Prozeßkosten dient vor allem a…
Sonntag, 21. Mai 2006 23:10
Schüttel: SCHÜTTEL
SCHÜTTEL steht in keinem „Lager“, auch wenn turk wohl solche Schablonen zu brauchen scheint. Verbrechen wie Missbrauch an Untergebenen gibt es auf konservativer und progressiver Seite, ihnen gehört der Prozess gemacht in einem Rechtsstaat und in einer geordnet-glaubwürdigen Kirche mit eigenem Strafrecht.
Aber nun genug: Sei unser Heil, o Herr, wenn wir schlafen und unser Schutz wenn wir wachen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in SEINEM FRIEDEN.
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