[ « 295 296 297 298 299 » ]
Freitag, 19. Mai 2006 16:24
Angesichts der Einschränkung der priesterlichen Funktionen des Gründers der Legionäre Christi veröffentlichte der Orden heute eine Stellungnahme. Der Text im Wortlaut.
Zurück zum Artikel 37 Lesermeinungen:
Freitag, 26. Mai 2006 11:23
stat crux: spes unica
P.S. Mich würde auch interessieren, welchen Stellenwert das „forum internum“ (insb. Beichtgeheimnis) bei der SSPX hat. Ich rechne mit massenhaftem Missbrauch, weil die totalitäre Ideologie der Versuchung gar nicht widerstehen kann. Arkandiszilpin!
Sonntag, 21. Mai 2006 09:10
Nur um die Exzesse hier ein bisschen zu bremsen („das Moor kann gehen…“); es spricht einiges dafür, dass im Bereich der Verletzung des Beichtgeheimnisses doch schwierige Probleme bei den LC vorgekommen sind. Das ist als Konfusion von Forum Externum und Forum Internum (wie z.B. auch bei den Templern erwiesen) ein sehr gravierender Fehler. In der Kirche darf nie der „Chef“ auch der Beichtvater sein! Darin besteht der strukturelle Antitotalitarismus der Pastoral. (Wird z.Zt. auch von Liberalen durchlöchert.) Der eine oder andere „Racheakt“ könnte hier seine Wurzel haben.
Sonntag, 21. Mai 2006 08:58
wiener: @ pablo f.
wenn sie von „dem polen“ und „paparatzi“ sprechen, darf ich davon ausgehen, dass sie damit den verewigten hl. vater papst johannes paul und seinen verehrten nachfolger benedikt meinen?

abgesehen davon, dass sie diese äußerungen selbst disqualifizieren, nur mal ein gedankenspiel:
– wenn der vatikan (die kirche/der zuständige bischof …) einen fall wie den des lc-gründers öffentlich macht, dann begeht er rufmord (ihre diktion)
– wenn er nicht darüber spricht, betreibt er vertuschung (ihre diktion)
– wenn er reagiert, ist er satanisch, besessen (bitte selbst fortführen)
– wenn er nicht reagiert, ist er besessen, satanisch (selbst fortführen)

mit anderen worten:
egal, was geschieht, menschen wie pablo f. sehen in der heiligen kirche immer ausschließlich den gehörnten bocksfüßler am werk. leute wie pablo f. sehen den teufel überall. und wo sie ihn nicht sehen, da malen sie ihn selbst an die wand, damit sie ihn jedenfalls sehen können. lässt auf ziemlich gestörte persönlichkeiten schließen.
Samstag, 20. Mai 2006 23:14
v2: es ist unerträglich
wie viele hier – unter dem deckmantel des katholischen glaubens – versuchen den täter zu schützen und reinzuwaschen und sich „ einen dreck „ um die opfer kümmern…sehr christlich!
Samstag, 20. Mai 2006 21:25
Pablo Ferrer: Wiener
übrigens: nur einmal angenommen, die verschwörungstheorie träfe zu (was absurd ist, aber ok …): welches interesse sollte der vatikan haben, den gründer der lc zu diffamieren?

Sie reden sich ja selbst das Wort. Denn bislang hatte der V2 Vatikan durch seine Vertuschungstaktik eindeutig bewiesen, dass er KEIN Interesse hat, die Sachlage aufzudecken. Shakerspeare hat aber das treffende Wort geprägt, das insbesonders auch auf des Teufels Taktik zugrifft: „Der Moor hat seine Schuldigkeit getan, der Moor kann gehen!“

Anders gesagt: Auch seine trefflichsten Instrumente kann der Teufel nur hassen (denn schliesslich ist er ja zur Liebe unfähig, auch bezüglich seiner eigenen Person: was mit seiner masslosen Eitelkeit nicht zu verwechseln ist), und deshalb benützt der Teufel sie nur solange als sie ihm von Nutzen sind. Dies schliesst ein, dass er sie bestimmt wie Dreck von sich wirft, wenn es ihm unter der grösseren Perspektive (VerschwörungsWIRKLICHKEIT von Gen. 3: 15 ALS GESCHICHTLICHER GRUNDTATBESTAND bestätigt) zum Schaden gereichen könnte, wie jetzt der Fall Maciel, der ja auch auf den Polen und den Ratzi Rückschlüsse zulässt, weil er ja beide als Begünstiger und Vertuscher bekleckert.

Schlussfolgerung: Paparatzi begeht die Flucht nach vorn, denn seine messianischen Ziele („Christen und Juden erwarten denselben Messias auf konvergierenden Wegen“) haben Priorität, auch wenn da noch mancher Hobelspan („treue konservative Satansdiener“) fallen muss
Samstag, 20. Mai 2006 20:15
Schüttel: Unschuldsvermutung gilt so lange
bis nicht eine Schuld eindeutig bewiesen ist. Aber Schüttel will mit turk nicht weiter streiten. Er weicht zurück vor seiner Brutalität der Anklage.
Samstag, 20. Mai 2006 19:27
turk: Unschuldsvermutung nicht mehr aufrechtzuerhalten
Nach der ausgewogenen, aber eindeutigen römischen Erklärung ist es (wie in anderen, wenn auch jeweils anders gelagerten Fällen) nicht mehr möglich, in naiver und die Glaubwürdigkeit der Gesamtkirche schädigenden Weise von einer klassischen „Unschuldsvermutung“ im Fall des Gründers der Legionäre auszugehen.
Die einzige Möglichkeit für die Legionäre ist es, hinzuweisen, daß von früheren schweren Sünden des Gründers nicht auf die Gesamtgemeinschaft geschlossen werden soll, die sich intensiv um ein beispielhaftes Apostolat bemüht.
Samstag, 20. Mai 2006 18:45
Stefan Fischer: Ist Hw.Marcial wirklich dieser Sünder? Teil V
Der Anfang von Teil IV „Ja, leider ist es so“ bezieht sich natürlich nicht auf Vater Marcial, den der Verfasser für unschuldig hält. Corpus @ muss zugestimmt werden, jedoch ist die durch Rom nun ausgelöste Gesamtsituation für die LC auch keine gerechte Lösung, wenn es gilt Wahrheit von Verleumdung zu trennen. Sollten es die diabolischen Kräfte schaffen – trotz der demütigen Haltung Hw. Maciels – seine Unschuld zu missachten, wird der Negativ-Schaden an der Glaubwürdigkeit der Kirche um so schlimmer sein.
Samstag, 20. Mai 2006 17:10
corpus: was bedeutet diese verlaubtbarung denn eigentlich…?
Ich habe den eindruck das hier etwas missverstanden wird, denn diese verlautbarung geht nicht davon aus, dass Pater Marciel schuldig ist. Richtig ist wohl, dass die beschuldigungen noch im raum stehen und der vatikan in irgendeiner weise handeln musste. Aber ist es nicht auch möglich, dass man sich zu diesem schritt entschieden hat, da es für den frieden in der kriche dienlicher ist, man darf nicht vergessen, dass in mexico und den USA , die Legion doch einen einfluss besitzt und viele Schulen etc, unterhält. auf der anderen seite gibt es aber auch einige ortsbischöfe die sozusagen, die Ankläger unterstützen, warum auch immer. Nun würde ein kanonischer prozess ja viel wind machen und für enorme unruhe sorgen.
Ein Angeklagter ist meines wissen solange für unschuldig zu halten bis seine schuld bewiesen ist, auch im kanonischen recht.
Samstag, 20. Mai 2006 14:17
Stefan Fischer: Ist Hw. Marcial wirklich dieser Sünder? Teil IV
Ja leider ist es so! Die Tragik von (Um)Besessenheit bringt es mit sich, dass das eigentliche Vernunfts- Bewusstsein der Opfer-(Täter) in entscheidenden Momenten nicht vorhanden ist (Situations-Amnesie in der Krise). Deshalb darf man nicht die Menschen verurteilen, die am Rufmord Pater Marcials schuldig geworden sind, es ist Satan selber der hier verantwortlich gemacht werden muss und angesprochen wird.
Beten wir – unter dem Schutzschirm der GOTTESGEBÄRERIN – für die durch unseren HERRN JESUS CHRISTUS eingeforderte Vollendung der „HEILIGEN KATHOLISCHE KIRCHE“, für eine heiligmäßige Priesterschaft, besonders für die Befreiung homosexueller Priester und Theologen aus ihrer geistig-körperlichen „Unreinheit“ und die Erlösung vom Bösen, Amen.
Samstag, 20. Mai 2006 11:32
Dr. Otterbeck: Die Großwetterlage
ist nicht günstig, aber nicht mehr so hart wie 1968-1975. Alle von der Extremen Rechten als „charismatisch“ verunglimpften Charismen haben noch Klärungsprozesse vor sich, die sicherlich auch durch den Generationswechsel begünstigt werden. Die größere Distanz, die das kirchliche Lehramt von jedweder Politik nimmt (sei es in Spanien, Mexiko, Frankreich, Kroatien) begünstigt diese Klärungsprozesse. Die Tugend des Gehorsams in „antiautoritärer“ Zeit zu predigen, führte sicherlich auch zu Überschreitungen, die dem geistlichen Ziel dieser Gründungen nicht guttaten. Aber die „Aussteiger“ steigen doch fast alle NACH RECHTS aus dem Schifflein Petri aus, weil sie astreinen Faschismus leben wollen, in dem man sich von der nihilistischen Dynamik ablenken kann, indem man die Todsünden in Tugenden umdeutet. Manche Bezichtigungen deuten auf einen „geläutert“ schwarzbraunen Lebenswandel der Bezichtiger, weil ihnen die geistlichen Gemeinschaften noch zu „liberal“ erschienen.
Samstag, 20. Mai 2006 11:22
turk: Ach ja …
Ach ja, Rom muß natürlich auf Bestellung „ganz gewiß Stellung nehmen“. Es ist wohl eher davon auszugehen, daß es bei dieser einen Presse-Erklärung bleiben wird, die ja in höchstmöglichem Gehorsam seitens der Legionäre entgegengenommen wurde. Wenn dies nicht nur Papiergeschreibe ist, wird gar nichts mehr kommen. Wohin ein dauerndes Aufkochen vorliegender Geschichten bei derartigen Belastungslagen führt, zeigt sich auch sehr schön in diesem Forum. Uneinsichtige Abdecker besimmter Aspekte bestimmter Personen oder Werke provozieren automatisch das neuerliche Aufkochen, anstatt in Ruhe und Gelassenheit die Faktenlage anzuerkennen und nach vorne zu schauen.
Samstag, 20. Mai 2006 11:20
wiener: ich halte fest …
Das Ziel satanischer Schutz-Taktiken sind Täuschungsmanöver der Angreifer mit Anklagen, die von der eigenen Anklagbarkeit oder ungesühnter, manifester Sündhaftigkeit ablenken wollen.
sie bezichtigen rom (d.h. die glaubenskongregation in verbundenheit mit dem hl. vater) also „satanischer taktiken“ und „manifester sündhaftigeit“? wie verbohrt muss man dazu sein?
Samstag, 20. Mai 2006 11:17
Stefan Fischer: Ist Hw. Marcial wirklich dieser Sünder Teil III
Das Ziel satanischer Schutz-Taktiken sind Täuschungsmanöver der Angreifer mit Anklagen, die von der eigenen Anklagbarkeit oder ungesühnter, manifester Sündhaftigkeit ablenken wollen. Jawohl! Pater Marcial ist eines dieser Opfer. Wie wenig Verstand muss vorhanden sein, wenn hier die Pseudoverurteiler Maciels weltweit!!! tausende LC, die ihren Gründer als Vater ansprechen und ihm vertrauen, als „Lügenopfer“ o.ä. diffamieren. Das ist die eigentliche asoziale Anmaßung, zu der Rom ganz gewiss Stellung nehmen muss.
Samstag, 20. Mai 2006 10:55
Dr. Otterbeck: @Wiener
Ja, Realitätsverlust! Die Parallele, die Herr Fischer zum Templerverbot zieht, ist völlig inadäquat. Der letzte Templer-Großmeister war „der letzte“, kein Gründer. Und niemand will die L.C. verbieten oder deren Vermögen einziehen. Die Kongregation hat schwierige Klärungsprozesse vor sich, aber die Zeiten der „Ketzerverbrennungen“ sind doch vorbei; nicht einmal „symbolisch“ wurde der Pater M.M. „verbrannt“. Mir scheint, wie gesagt, das Gerücht um eine Verletzung des Beichtsiegels schon ausreichend für die Distanzierung. Verirrungen in der Bußpraxis sind allerdings auch bei den Templern belegt gewesen (Beichte beim Vorgesetzten, nicht beim „Spiritual“), würden ein „Verbot“ eines Ordens aber noch nicht stützen, wenn sie korrigierbar sind.
Samstag, 20. Mai 2006 10:33
wiener: ? ? ?
Es wird hoffentlich schleunigst eine ebenso taktisch kluge Aufklärung des Falles gestartet, die Vater Marcial irgendwann zur Ehre der Altäre verhilft.
geht’s auch ein bissl weniger dick aufgetragen? es wird ja auch noch zwischenstufen geben zwischen den (offenbar glaubhaften) beschuldigungen und einer kanonischen heiligsprechung …

fakt ist, dass rom sich berechtigt sah, diesen fall öffentlich zu machen. es ist davon auszugehen, dass dies – mit kenntnis des hl. vaters – nicht vorschnell oder leichtfertig geschehen ist. den vermutlichen täter nun zum märtyrer hochzustilisieren, ist nur mit komplettem realitätsverlust erklärbar.

übrigens: nur einmal angenommen, die verschwörungstheorie träfe zu (was absurd ist, aber ok …): welches interesse sollte der vatikan haben, den gründer der lc zu diffamieren?
Samstag, 20. Mai 2006 10:00
Dr. Otterbeck: Das Beichtsiegel
ist von so hohem Rang, dass bereits der Anfangsverdacht, da könne „was schiefgelaufen“ sein, für die Distanzierung seitens des Hl. Stuhls genügt. Während bestimmte Sünden ehedem Gegenstand der Beichte waren, „beichten“ dieselben, die Buße und Gebet für „menschenverachtend“ halten, „stellvertretend“ die (vermuteten) Sünden der andern im Wege öffentlicher Anprangerung. „Öffentliche Moral“ ist das nicht.
Samstag, 20. Mai 2006 09:13
Stefan Fischer: Ist Hw.Maciel wirklich ein Sünder Teil II
Der taktische Rufmord Vater Marcials erinnert stark an das kirchlich-vatikanische Verbrechen der Ermordung des 1.wohlhabenden! 2.mächtigen! und 3.berühmten und letzten offiziell wirkenden Templer-Großmeister „Jaques Bernard de Molay“. Man könnte es als eine „Schicksals-Reinkarnation“ interpretieren, nur dürfen sie den 1.reichen und gesegneten! 2.mächtigen! und 3.berühmten! Vater Marcial heute nicht auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, man liquidiert ihn durch Lüge und Rufmord. Es wird hoffentlich schleunigst eine ebenso taktisch kluge Aufklärung des Falles gestartet, die Vater Marcial irgendwann zur Ehre der Altäre verhilft. Eile ist geboten! Ebenso sollten die angeblichen Opfer und Ankläger Hw. Maciels genauer analysiert werden. Sie waren ja allesamt EX-Legionäre (s. engl.Textauszug: Maciel and the Legion have repeatedly said the allegations are unfounded. Maciel has accused the nine men, all ex-Legionaries, of a conspiracy to defame him) und wozu verschmähte Menschen in der Lage sind, ist jedem Kind bekannt; sie verkaufen ihre Seele(lassen sich kaufen mit Geld, berufl. Stellungen u.s.f.), sie verkaufen ihre Ehre, begehen Rufmord und Lügen. Diesen Kreaturen sollte man auf die Finger schauen.
Samstag, 20. Mai 2006 08:56
Logos: @ Gotthard
Diese Information ist richtig. Zusatzgelübde sind keineswegs ungewöhnlich.
Samstag, 20. Mai 2006 08:54
wiener: @ pablo f.
ach ja, wie konnte man das nur vergessen:
es ist ja alles eine einzige gigantische große böse weltverschwörung …

wie naiv sind die leute eigentlich, die sich solche konstrukte immer wieder ausdenken?
Samstag, 20. Mai 2006 03:07
Pablo Ferrer: Offener Brief an JPII der Maciel-Opfer
Leider nur auf spanisch verfügbar, und nicht unglaubwürdig nur weil ihn ein offener Kirchenfeind auf seiner Homepage veröffentlicht
(http://www.pepe-rodriguez.com/…_denuncia_Papa.htm).

Wer ihn liest und ein wenig Empathievermögen hat, der merkt allein schon am Argumentationsstil, dass es sich hier um die Wahrheit handelt: nämlich um nur einen Fall der vielen gezielten Infiltrationen von NewWorldOrder Agenten (Homosexuelle, Kommunisten, Lüstlinge, Machtmenschen, etc.) die dokumentarisch auf die Zeit Stalins datiert werden kann, ab 1935 (cf. www.trosch.org; cf. Bella Dodd Aussagen vor dem Congress Committee on Anti-American Activities im Jahre 1950; und vor allem Marie Carré: AA 1025).

Maciel ist da keine Ausnahme (ebensowenig Escriba: talmudischer Schriftgelehrter alias Escrivá de Balaguer), sondern die Regel, die erst ab 1958 dann voll zur Wirkung gebracht werden konnte. Sowohl in Mexiko als auch in Spanien galt es damals rechtzeitig vor dem (lang vorgeplanten) Konzil die gesunden Katholischen Kräfte auf „konservative Weise“ zu neutralisieren.

Beweis dafür wäre auch, dass die Amtsenthebung Maciel nach einem ersten kanonischen Prozess (1956) von Roncalli alias JXXIII bald nach seiner „Wahl“ (cf. www.thepopeinred.com) wieder rückgängig gemacht wurde. Denn schliesslich musste die Verdunkelung der Kirche ja vorwärtsgetrieben werden.
Freitag, 19. Mai 2006 23:32
Gotthard: richtige Information?
stimmt diese Information?:;
Die Legionäre leisten neben den regulären Armuts-, Keuschheits-, und Gehorsamsgelübden auch ein Gelübde, keine Kritik an Vorgesetzten oder deren Handlungen zu üben, sowie von sich aus keine höheren Positionen anzustreben.
Freitag, 19. Mai 2006 21:54
Jörg Guttenberger, Köln: Thomas A. Höck: P. Maciel u. Kard. Groer
Bei dem Vorgang „Kard. Groer“ haben alle Beteiligten schwere Fehler gemacht:

Kardinal Groer wegen unterlassener Verteidigung, wenn auch aus den Umständen heraus verständlich (siehe frühere Abhandlung im Internet).

Die Anklägern wegen unterlassenem Strafprozeß: einige den Verdachtsmomenten zugrundeliegenden Tatbestände waren noch nicht verjährt. Ein Freispruch hätte die Glaubhaftigkeit bereits verjährter Verdachte erschüttert.

Rom wegen unterlassenem Gerichtsverfahren. So mußten die 4 Bischöfe kompetenzüberschreitend selbst tätig werden, eigentlich eine Zumutung seitens Roms. Deren moralische Gewißheit entbindet nicht von der Verantwortung gegenüber dem Betroffenen bzw. seinen Angehörigen. Darauf wurden Groer Ausübung seiner bischöflichen Weihevollmachten und Teilnahme bei an der Papstwahl ohne Gerichtsverfahren verboten. Das riecht sehr stark nach Willkürjustitz!

Festzuhalten bleibt, daß alle Beschuldigungen auf unbewiesenen Behauptungen beruhen. Selbst die Bekräftigungen durch Eid sind außerhalb einer Gerichtsverhandlung wegen ihrer Risikolosigkeit völlig wertlos, sie dienen ausschließlich der Volksverdummung. Es fällt auf, daß sämtliche Entlastungsargumente allenfalls nebenbei erwähnt und weiter überhaupt nicht beachtet wurden.

Bei P. Maciel dürfte es nicht anders sein.
Freitag, 19. Mai 2006 20:19
chancel_screen: @sulpicius… Näheres
„Fr. Moderator“ von traditio.com hat sich auch zum o. g. Fall geäußert.

http://www.traditio.com/comment/com0605.htm

(siehe Eintrag vom 22. Mai 2006)

Anglia, dos tua, Virgo pia;
Per te est conuersa, Maria
Freitag, 19. Mai 2006 19:27
_xyz_: Pater Marcial Maciel & Card. Groer
Es mutet schon sehr peinlich an, wenn in beiden Fällen der Verzicht auf mögliche und gebotene rechtliche Schritte gegen angebliche Verleumdungen der geistl. Herren als Vereinigung mit dem Erlöserleiden Christi bezeichnet wird, der es bekanntlich unterließ, sich zu den gegen ihn vorgebrachten Anklagepunkten zu äußern.
In beiden Fällen gab es eine Vielzahl von Anklägern, die z.Tl. selbst Geistliche sind. Im Falle des Ordengründers der LC stammen die Anklagen von Priestern, Universitätsprofessoren, Anwälten …, die allesamt versichern, sie seien von Pater M. mißbraucht worden. Eine gerichtliche Klärung hätte im höchsten Interesse auch der Kirche gelegen, falls die Beschuldigten wirklich ein reines Gewissen haben. Sie haben es jedoch vorgezogen, gegen die Anklagen publizistisch (Pater M.) oder gar nicht (Kard. G.) vorzugehen. Es muß der Eindruck entstehen, daß die Beschuldigten der Konfrontation mit ihren Anklägern aus dem Grunde ausweichen, weil ihre Schuld dadurch noch offensichtlicher würde und keineswegs deswegen, weil sie dem Heilande gleichförmiger werden wollen.
Freitag, 19. Mai 2006 18:44
Sulpicius: Mal eine blöde Frage:
in spanischen und italienischen Seminarien

durch wieviele Seminarien ist der denn geturnt?
Freitag, 19. Mai 2006 18:34
turk: Bei kreuz.net hieß es:
Die letzten Anschuldigungen gegen den Gründer der
Legionäre Christi wurden im Februar 1997 vorgebracht. Neun ehemalige Mitglieder der Legionäre Christi behaupteten, Pater Maciel habe sie vor Jahrzehnten, als sie zwischen 10 und 16 Jahre alt waren, in spanischen und italienischen Seminarien sexuell mißbraucht. Zwei der Ankläger sind US-Amerikaner, fünf Mexikaner und zwei Spanier. Einer von ihnen ist mittlerweile verstorben.

http://www.kreuz.net/article.451.html
Solche Delikte fallen nach den neuen Bestimmungen in der Tat in die Kompetenz des dann als Gerichtshof anzusehenden Dikasteriums der Kongregation für die Glaubenslehre.
Freitag, 19. Mai 2006 18:28
Sulpicius: Wer weiß dazu Näheres bzgl. Maciel?
Es ging um „delicta graviora“, zu denen auch der Missbrauch der Beichte und der Bruch des Beichtgeheimnisses zählt.
Freitag, 19. Mai 2006 18:10
turk: Bleiben wir am Boden, gerade angesichts der heutigen Presseerklärung des Vatikan
An „Kreuzfidel“: bitte nennen Sie die Quelle bzw. den Beweis, daß der / ein angeblicher „Hauptbelastungszeuge“ im Fall des verstorbenen Kardinals „in der Zwischenzeit eine Haftstrafe wegen Falschaussage“ abgesessen hätte. Davon ist bisher nichts bekannt. Im übrigen gibt es bis heute keinen einzigen Grund, eine pastoral notwendige Erklärung zum Fall des Kardinals seitens Kardinal Schönborn und der anderen Bischöfe zurückzunehmen. Sagen Sie ganz konkret, was nicht paßt.
Im Gegensatz zu Ihrer offensichtlichen Meinung hat der Heilige Stuhl nunmehr mutig Stellung bezogen und ohne Rücksicht auf die Prominenz eines Gründers, der wohl nicht mehr zur Ehre der Altäre erhoben werden wird können, diese notwendige Erklärung zur Wahrung der Glaubwürdigkeit der Weltkirche und ihrer Ordensgemeinschaften abgegeben. Im selben Geist taten es damals diese österreichischen Bischöfe, auch wenn ihnen die juridische Kompetenz dafür streng genommen abging.
Freitag, 19. Mai 2006 18:10
Sulpicius: @v2…
sogar laut kreuz.net 8.januar 2005 waren die jugendlichen zwischen 10 und 16! jahren…

Ja, das steht dort. Wenns denn so war, umso schlimmer. Es wurde Zeit für diesen vatikanischen Schritt.
Freitag, 19. Mai 2006 18:02
v2: @sulpicius
sogar laut kreuz.net 8.januar 2005 waren die jugendlichen zwischen 10 und 16! jahren…
aber auch 18+ würde hier wohl nichts entschuldigen, da pater maciel sein gesamtes werk – im wissen um seine taten – als lügengebilde aufgebaut haben muss
Freitag, 19. Mai 2006 18:02
Kreuzfidel: Kardinal Groer
Was gab es da für schwerwiegende Anklagen gegen diesen frommen Mann – Auch er hat sich nicht verteidigt, sondern zurückgezogen.
Was ist von den Anklagen geblieben? Der Hauptbelastungszeuge versah in der zwischenzeit eine Haftstrafe wegen Falschaussage. Bei nähren studieren der Medienhetze kann man viele Widersprüche finden, aber nichts, was zu einer Anklage taugen würde.
Die sogenannte „moralische Gewissheitserklärung“ nagt noch immer am Gewissen von 2 Obehirten – zurücknehmen kann man so etwas ja nicht mehr.

Wie noch nie zuvor in der Kirchengeschichte werden Menschen gemobbt und angeschmutzt. Jesus hat den Weg vorgegeben: wie einen Kiesel machte er seinen Mund… – er wehrte sich nicht mehr!
Freitag, 19. Mai 2006 17:54
Sulpicius: @v2…
Zu Ihrer Beruhigung: Ich habe beim gestrigen Artikel schon aufgeheult. Zum anderen handelte es sich wohl um Seminaristen (18+), nicht um Kinder.
Freitag, 19. Mai 2006 17:46
v2: wo sind sie?
die selbsternannten wächter der reinen lehre und sitte, die hier an dieser stelle bei jeder noch so unbedeutenden angeblichen verfehlung aufheulen ?
pater maciel wird glaubhaft – von den opfern – vorgeworfen, sich an ihnen, an kindern vergangen zu haben!
der vatikan sollte streng durchgreifen – die frömmelnde stellungnahme der „legionäre“ ist unerträglich verharmlosend
Freitag, 19. Mai 2006 17:39
Stefan Fischer: Ist Hw. Maciel wirklich dieser Sünder?
Habgier, Taktik und Rufmord gehören stets zu den teuflischen Waffen, wenn es um viel Geld, Macht und Erfolg geht – leider auch in der Kirche. Zunächst wird nicht nur das „religiöse Fußvolk“ aufmerksam, auch deren Vorgesetzten haben die Zahlen und Einnahmen der LC schon längst zigfach gedanklich in ihre eigenen Projekte projiziert. Skrupellose (Erb)-Taktik macht vor nichts halt, man kennt sie bereits in der eigenen Familie, wenn es was zu holen gibt. Wozu sollte es da in gewissen kirchlichen Kreisen anders sein? Aber nicht nur Rufmord aus monetären Gründen gegenüber Hw. Pater Marcial Maciel Degollado gehört zum „üblen Dreigestirn“ der Taktik. Hier wird eine psychologische Wortfalle des Begriffs „Rufmord“ kennzeichnend, da jede Schuldzuweisung, die ohne eindeutigen (weltlichen)Rechtsentscheid gefällt wurde, oftmals dazu dient – wiederum aus üblen, taktischen Gründen – von der eigenen, ebenmäßigen Sündhaftigkeit abzulenken.
Freitag, 19. Mai 2006 17:34
Brennnessel: Glaubwürdig
Absolut glaubwürdig dieser Schritt der Kirche, müssen die Beschuldigungen doch schwerwiegend sein. Für die Legionäre sicherlich der bessere Weg, als ein langwieriger kirchlicher Prozess, der sicherlich viele unangenehme Details ans Licht bringen würde. Ist zu hoffen, daß die Kirche auch in Zukunft so offen und glaubwürdig handeln wird und Probleme nicht unter den Tisch zu kehren versucht. Und ich denke auch an die Opfer, in der Hoffnung, das auch ihnen Gerechtigkeit widerfährt.
Freitag, 19. Mai 2006 17:03
Sulpicius: Eine sehr…
… pathetische Erklärung. Na ja.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net