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Samstag, 20. Mai 2006 14:28
Der nächste Schritt in der Kurienreform
Papst Benedikt XVI. hat heute einen als konservativ geltenden indischen Kardinal mit dem mächtigen Amt des Präfekten der Missionskongregation betraut. Der Vorgänger im Amt wird Diözesanbischof.
Rechts außen: Kurienkardinal Sepe
Rechts außen: Kurienkardinal Sepe
(kreuz.net, Vatikan) Der Heilige Vater ernannte heute Vormittag den Präfekten der Missionskongregation, Crescenzio Kardinal Sepe, zum neuen Erzbischof von Neapel.

Der Abstieg des Kurienkardinals von Rom nach Neapel – 200 Kilometer südlich der Ewigen Hauptstadt – ist von der italienischen Presse schon länger vorweggenommen worden.

Im Vatikan wurde gemunkelt, daß Kardinal Sepe dem Papst wegen seines zum Teil etwas oberflächlichen Aktivismus nicht nur genehm war.

In Neapel erwarten Kardinal Sepe zwei Aufgaben: die Glaubensverkündigung in einer stark heruntergekommenen Stadt und die Verwaltung des großen Immobilienbesitzes der Diözese.

Der Kardinal dürfte mit seinem Organisationstalent durchaus in der Lage sein, diese Aufgaben zu lösen.

Kardinal Dias
Kardinal Dias
Die Nachfolge als Präfekt der Missionskongregation tritt der Erzbischof von Bombay, Ivan Kardinal Dias (70), an.

Wegen seiner Machtfülle über viele Diözesen der Dritten Welt wird der Präfekt der Missionskongregation in Rom auch „roter Papst“ genannt.

Die Kongregation hieß früher ‘Congregatio de Propaganda Fide’. Sie wurde von Papst Gregor XV. († 1623) im Jahr 1622 ins Leben gerufen, um dem sich immer stärker ausbreitenden Protestantismus entgegenzuwirken und die weltweite Missionierung zu fördern.

Ivan Kardinal Dias (70) ist kein Jüngling mehr. Er wurde am 14. April 1936 in Bombay geboren. Am 8. Dezember 1958 empfing er die Priesterweihe.

Anschließend absolvierte er ein Kirchenrechtsstudium in Rom, wo er mit dem Doktorat auf der Lateranuniversität abschloß.

Der neue Präfekt der Missionskongregation wurde am 19. Juni 1982 im Petersdom zum Bischof geweiht.

Kardinal Dias stand lange Jahre im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Er kennt darum die römischen Verhältnisse sehr gut. Unter anderem wirkte er während der schwierigen Jahre von 1991 bis 1997 als Nuntius in Albanien.

Der Kirchenfürst spricht mehr als zwölf Sprachen.

Seit 1996 ist er Erzbischof von Bombay. Im Jahr 2001 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal kreiert.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 50 Lesermeinungen:
Mittwoch, 24. Mai 2006 10:00
_xyz_: Wann ist katholische Kritik gut und nützlich,
wann Geschwätz?

Diese Frage sollte sich Marcel mit den ******* und andere Vertereter des Semi-Sedi-Milieus selbstkritisch stellen!

Das Ergebnis dürfte nur sein:
Marcel
Mittwoch, 24. Mai 2006 09:44
Marcel: Wann ist katholische Kritik gut und nützlich, wann Geschwätz?
Höck schrieb: Marcel beschwert sich an die Adresse von Karl Murx, er plappere ja

Über Ihre „Sternstunde“ lachten wir herzlich. Das Glühen stammte jedoch von Ihren Fehlschlüssen. Sahen Sie nicht P. MacDonalds kurzen & guten Text.
Zusammenfassung: Die privaten Sünden eines Menschen dürfen nicht bekanntgemacht werden – die Sünden der Schwachheit bei den Nächsten sind zu bedecken. Nur doktrinäre Irrtümer der Hirten sollen offen kritisiert werden.

Gegen diesen katholischen Grundsatz verstößt der gebrannte Charles hier im WWW. Einschließlich seines Mogelfaktors – vermutlich Folge seines Traumas – verbreitet er potentielle Sünden der Schwachheit von ehemaligen Glaubensbrüdern und -Oberen. Er kolportiert den Skandal. Nur Athanasius maßregelte das!
Sie Narren dagegen spornen den unglücklichen Charles noch zu seinem Treiben an.

Falls Charles tatsächlich FSSPX-Kirchen besucht, wäre ein Hausverbot angemessen. Der tragische Held legt nicht nur andere, sondern sich selber offen – unter dem Gelächter seiner liberalen Gegner. Er stellt vulgäre Audiodateien auf seines Weibes Server neben falsch referenzierte „Dokumente“, so daß selbst der Teejunge darüber stolpert.

Apropos Netzwerk. Dr. NO: Das WWW, world wide web, _ist_ das „weltweite Netzwerk“. Gesamtbenutzerzahlen ergeben sich _nicht_ aus der Zahl der _momentan_ zugreifenden Benutzer. Sie wurden mit solchen Mildmädchenrechenkünsten Jurist?
Mittwoch, 24. Mai 2006 08:24
Dr. Otterbeck: Hallo, Marcel!
Unterwegs zum Katholikentag??
Dienstag, 23. Mai 2006 13:35
stat crux: Na ja…
vom „weltweiten Netzwerk“ bei aktuell 364 Lesern online zu reden ist doch wieder ziemliche Phantasterei. Die Hauptagitatoren kennen sich offenbar persönlich und haben „kabbalistisch geprüfte“ Methoden entwickelt, um den Grad des Liberalismus sogar bei solchen (allmählich gelangweilten) Mitstreitern festzustellen, die mit offenem Visier mitdiskutieren wie Dr. Otterbeck (meine Wenigkeit). Das Institut Philipp Neri in Berlin wird massiv unter Druck kommen, wenn sich herausstellt, dass es dieses Forum deckt. Aber es muss irgendweo angesiedelt sein, wo man Personalia direkt aus Rom erfährt, gleichzeitig aber Reliquien des Beatissimus sui generis Marcellus von Tourcoing und Dakar und Tulle anbeten darf.
Dienstag, 23. Mai 2006 13:26
_xyz_: Marcel******* und Murx (intim)
Marcel******* beschwert sich an die Adresse von Karl Murx, er plappere ja

„wie eine Kaffeetante noch die intimsten Details aus ins weltweite Netzwerk“!

Eine Sternstunde des kreuz.net! dachte ich mir’s doch: die ganze Sedi-, Semi-Sedi- und Lefebvri-Mischpoke hat gemeinsame Intimtäten und diese verpflichten zur Geheimhaltung.
Dienstag, 23. Mai 2006 12:54
stat crux: Deutsche Christen
Es ist sicherlich kein Ausweg, wenn sich das Kirchentum en bloc in den politischen Diskurs einschaltet („Auferstehung heute: gratis Kindergarten für alle“). Die Differenzierung des sakralen Bereichs der Kirche („ad intra“) von der sozialen Reichweite („ad extra“) sollte gerade die Mission stärken. Aber das „Bodenpersonal“ hatte sich offenbar schon so leidenschaftlich auf Stammtischniveau begeben, dass man das schwarze Gewand in ein rosa T-Shirt tauschte und sich „frei“ fühlte vom so viel mühseligeren Auftrag. In den 1950er Jahren fragten Beichtväter in Italien: Was wählst Du?

Der vorgezeichnete Weg ist schwieriger als 1959 vermutet, aber ohne Alternative.
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