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Sonntag, 21. Mai 2006 08:25
Päpstliche Nachhilfestunde + Der Bischof darf reden + Kommt der Papst als Deutscher? + Neuer Weihbischof + Narrheiten
Zurück zum Artikel 15 Lesermeinungen:
Montag, 22. Mai 2006 10:55
stat crux: Da bin ich!
Bonjour, ohne aber einmal mehr die Dialektik des Integralismus aufzuklären. Das ist zwar eine der wichtigsten Fragen des 21. Jh., aber man muss sich ja nicht 500-fach wiederholen. Nur neben bei: Die SSPX erreicht (stabil) ca. 0,015% des Kathoklizimus; 0,2% gelten nach vatikanischer Einschätzung als für den Traditionalismus (insb. liturgischer, nicht-integralistischer Art) für anfallig.

Freundliche Grüße!
F.N.O.
Montag, 22. Mai 2006 00:19
Bernardin †: BONJOUR
Auf, lasst uns anonyme Briefe schreiben. Wir können so mit Hinterhältigkeit, Primitivität und Unehrlichkeit die Welt verbessern, und die Kirche auch noch!
Wer wirklich weiss, wer wirklich erlebt hat, der muss sich nicht verstecken, oder er schweige!
Sonntag, 21. Mai 2006 23:38
Bonjour: Bernardin
Nun, selbst mich hatte es erstaunt, wie aggressiv Sabo gegen Kirche und Bischof zu wettern begann, da ja damals in der Öffentlichkeit nichts vom Anonymus bekannt war.

Dass Koch auf diese Äußerungen Sabos hin reagieren musste, ist zumindest nachvollziehbar. Erst recht, wenn einer, von dessen Amt so ziemlich jeder als einziges sicher weiß, dass er zölibatär zu leben hat, herumposaunt, dass er bei der besten Freundin und beim besten Freund wohne und gar nicht daran denke, enthaltsam zu leben

Nicht nur mir drängte sich die Frage auf, was dieser aus Bamberg aufgenommene Mann überhaupt in dieser Kirche will, ja je wollte. Sich auf einen Joh. XXIII. zu berufen, der ihn seinerzeit zur Priesterfunktion motiviert habe, da dieser doch „Öffnung“ etc. versprochen habe, ist jedenfalls eine schwache Argumentation. Oder gibt es eine Enzyklika oder andere Verlautbarung dieses Papstes, die verheiratete/schwule Priester, Priesterinnen, Basisstrukturen mit Machtbefugnissen und alles andere, das er heute fordert, als je realistisch werden ließen?

Und was Hänggis Praxis mit anonymen Schreiben anbelangt, so gebieten es Ehrlichkeit und Realität, festzustellen, dass heute sicher kein Bischof mehr so damit umgehen kann. Oder haben Sie etwa nicht mitbekommen, wieviele Missbräuche von Amtsträgern Ihrer Kirche (nehme ich an), teilweise lang zurückliegend, ans Licht gekommen sind?
Sonntag, 21. Mai 2006 22:52
Bernardin †: sacerdos helveticus!!!
PFARRER Franz Sabo reagierte – ja er reagierte auf das unchristliche Spiel von Koch und Trauffer, die anonyme Beschuldigungen nicht in den Papierkorb wandern liessen, sondern sie benützten! Der anonyme Ankläger, der schlicht ein Lügner war, war dem Ordinariat bekannt. So der Personalverantwortliche A.Reinhardt. Die Justiz von Basel stellte fest: Die Beschuldigungen sind aus der Luft gegriffen. Als PFARRER Sabo erleben musste, wie Bischof Koch und sein GV Trauffer eine Dreckschlacht wollten, da reagierte er in der Oeffentlichkeit und sprach in der Zeitung aus, was schon lange gemachte Meinung war über diese BEIDEN!
Wenn ich Provinzial der Dominikaner in der Schweiz wäre, dann würde ich Pater Trauffer O.P. in die Wüste schicken.
Uebrigens: Es gab im Bistum Basel einen hervorragenden Bischof – Vorvorvorgänger von Koch, Bischof Anton Hänggi. Der sagte den Grundsatz und handelte auch danach: Anonyme Briefe gehören in den Abfall!
Sonntag, 21. Mai 2006 22:34
Bonjour: sacerdos helveticus
Das mag in der Theorie wohl stimmen, geht aber – ganz offensichtlich – an der Realität vorbei: Mgr. Koch vermag damit nämlich so ziemlich gar nix auszurichten.

Dafür hat er suggeriert, die fragliche Kirchengemeinde, die Medien und damit überhaupt die ganze Öffentlichkeit würden den Fall anders beurteilen, dürfte er nur endlich über jene Sachen reden, die der Schweigepflicht unterständen!

Also, warten wir ab, was da kommt.
Sonntag, 21. Mai 2006 22:24
sacerdos helveticus: Saboteur von Röschenz
Vom kirchlichen Recht her bestehen auf jeden Fall gegen Sabo genügend Gründe, die den Bischof berechtigen, ihn seines Amtes zu entheben.
Da er nur Pfarradministrator ist, bedarf es gar nicht einmal des bei Pfarrern vorgesehenen formalisierten mehrstufigen kirchenrechtlichen Verfahrens, sondern er kann vom Bischof direkt abgesetzt werden.
Ein Priester, der in der Öffentlichkeit gegen den Bischof agitiert und ihn zum Ungehorsam auffordert, kann bei Uneinsichtigkeit mit kirchlichen Strafen belegt werden.
Sonntag, 21. Mai 2006 22:12
Bonjour: Sabo vs. Koch
Hoffentlich – für den Bischof – hatte das Ordinariat da richtig taktiert und Sabos Einwilligung ernsthaft miteinbezogen. Denn wenn das, was er zu seiner Verteidigung ob seiner Schweigepflicht bislang leider nicht einbringen durfte, nicht wirklich etwas „her gibt“, dann kann er endgültig einpacken.
Sonntag, 21. Mai 2006 17:16
Frl.Ilse: Veränderung notwendig
Schön, dass Kardinal Glemp Veränderung im Verhältnis der polnischen Katholiken zur katholischen Kirche anmahnt, was offenbar nötig ist. Erst diese Woche habe ich von einer lettischen Katholikin erfahren, dass sie aus ihrer Gemeinde in Lettland herausgemobbt wurde – sie ist nun mal lettischsprachig, die Gemeinde (es gibt ihrer ohnehin nicht viele) ist polnischsprachig und besteht nur aus Polen. Die Gemeinde wollte sie nicht haben und gab ihr zu verstehen, dass Letten, die kein Polnisch beherrschen, ohnehin nicht richtig katholisch sind.
Wird wohl Zeit, dass sich was ändert!
Sonntag, 21. Mai 2006 17:10
Bernardin †: Gabe der Weisheit für Mons. Koch
Dem Bischof von Basel sei die Gabe der Weisheit geschenkt! Es ist zu wünschen, dass er schön auf dem Teppich bleibt und dass er sich sein weiteres Vorgehen sehr genau überlegt! Von Pfarrer Sabo von seiner Schweigepflicht entbunden, lasse er sich jetzt nicht von seinem GV Trauffer beraten! Es könnte sonst ins Auge gehen…
Sonntag, 21. Mai 2006 16:47
_xyz_: Autonomie der politischen Sphäre
M.E. hatte der Papst (und auch Kard. Glemp) mit dem Anmahnen einer „Autonomie der politischen Sphäre“ (s. den verlinkten Art. in der FAZ weiter unten!) kirchliche, bzw. „katholische“ Medien im Auge, die durch Art und Umfang ihrer Identifikation mit politischen Parteien der gebotenen Unabhängigkeit der kirchlichen wie der politischen Sphäre in Polen geschadet haben.
Sonntag, 21. Mai 2006 16:24
Dr. Christoph Heger: @Thomas A. Höck: Autonomie?
… Mahnungen des Papstes zur Anerkennung der „Autonomie des politischen Bereiches“ durch „katholische“ Medien (Radio Maryja) akzeptieren oder nicht.

Dieses Argument verstehe ich nicht.

„Autonomie des politischen Bereichs“ müßte doch wohl heißen, daß Papst und Bischofskonferenz die Autonomie medial und politisch aktiver Gruppen akzeptieren – und nicht versuchen, ein mißliebiges Medium mit dem Hinweis auf den kirchlichen Gehorsam zum Schweigen zu bringen.

Nach dem, was ich bisher von „Radio Mariya“ gehört habe, kann ich keinen großen Unterschied erkennen gegenüber dem, was wir in der Vergangenheit schon gelegentlich vom Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz Kardinal Glemp gehört haben.

MfG
Christoph Heger
Sonntag, 21. Mai 2006 14:00
Dr. Peter Enderfers: Subtile Diskreditierung bei „kreuz.net“?
Es muß einmal gefragt werden dürfen, was damit bezweckt werden soll, daß bei „kreuz.net“ regelmäßig ja offenbar bewußt und gewollt möglichst unvorteilhafte Photos insbesondere des Heiligen Vaters veröffentlicht werden.
Das wirft die altbekannten Fragen auf…
Sonntag, 21. Mai 2006 12:45
Bonjour: Dr. Otterbeck…
… dürfte nicht lange auf sich warten lassen, um seine Integralismus-Theorien auch auf diese Begebenheit anzuwenden und einen Bezug zur 0,05%-Gruppe herzustellen.
Vor allem nach dem ich den von T. Höck verlinkten FAZ-Artikels gelesen habe, würde dies mich nicht erstaunen.
Go ahead!
Sonntag, 21. Mai 2006 12:10
_xyz_: Der Lackmus-Test der polnischen Kirche
Kardinal Glemp hatte mit Recht darauf hingewiesen, daß der Besuch eines deutschen Papstes in seiner polnischen Heimat ein deutliches Indiz (aber bitte nicht mehr als das!) für den Wandel der Zeiten ist. Der Nationalsozialismus und die Verbrechen des III. Reiches fallen in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts! Diese Feststellung bedeutet nicht, irgendetwas zu relativieren oder zu bagatellisieren, sie verdeutlichen nur, daß die Geschichte nicht stehengeblieben ist…

Der Lackmus-Test auf die Katholizität der Polen beim anstehenden Papstbesuch wird es sein, ob sie in Benedikt XVI. in erster Linie den Papst oder den Deutschen sehen und ob sie etwaige vorsichtige Mahnungen des Papstes zur Anerkennung der „Autonomie des politischen Bereiches“ durch „katholische“ Medien (Radio Maryja) akzeptieren oder nicht. Ich bin mir übrigens sicher, daß der Test die Polen als treue Söhne der kathol. Kirche erweisen wird.
Sonntag, 21. Mai 2006 11:38
Guntram: es ist eine Unverschämtheit,
daß die polnischen Katholiken den Heiligen Vater für national-polnische Interessen in den Karren spannen will. Katholisch ist allumfaßen universell, und nicht chauvinistisch-polnisch.
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