Kinderschlachtung
Streiks retten Menschenleben
Die ‘Initiative Nie Wieder’ ist begeistert, daß die sozialen Unruhen bei den deutschen Ärzten weitergehen. Von Klaus Günter Annen.
(kreuz.net, Weinheim) Die ‘Initiative Nie Wieder’ begrüßt die Entscheidung der Ärztegewerkschaft ‘Marburger Bund’, die Streiks an den Universitäts-Kliniken weiter fortzusetzen.

‘Nie Wieder’ ist eine europäische Bügerinitiative zum Schutz des Lebens und der Menschenwürde. Sie ist in Weinheim bei Mannheim beheimatet.

Mit Bezug auf den Abtreibungsmord, der alleine in Deutschland täglich 1000 ungeborenen Menschen das Leben kostet, ist der Ärztestreik mit großer Wahrscheinlichkeit für viele Kinder zur Rettung im letzten Augenblick geworden.

Eine große Anzahl von Abtreibungsmorden wird in deutschen Uni-Kliniken durchgeführt.

Man kann nur hoffen, daß auch die für die vorgeburtlichen Menschentötungen verantwortlichen sogenannten Doktoren ihre Arbeit niederlegen und keine Ersatz-Mörder gefunden werden.

So gesehen hat dieser Streik auch einen positiven Effekt und rettet womöglich vielen Kindern das Leben.
      
17 Lesermeinungen
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#21   Benedikt   19:04:16 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@ methusalix
deusexmachina hat auf Ihren Erguss schon ausreichend geantwortet. Ich schliesse mich ihm an!
In dem Fall sei auf meine Ausfürungen auf den Beitrag von deusexmachina verwiesen. Ihr Ausweichen verwundert mich nicht im Geringsten. Ihre Moral, die Sie hier immer schön hochhalten ist eben schnell am Ende.
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#20   methusalix †   18:36:16 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Antworten
Benedikt: @ methusalix
Wenn sich eine Frau zu einer…
deusexmachina hat auf Ihren Erguss schon ausreichend geantwortet. Ich schliesse mich ihm an!
Thomas A. Höck: Methusalix und die alte Leier
von den Frauen, …kauft Ihnen niemand mehr ab!
Es geht nicht darum, dass mir irgendwer das abkauft! Der Gesetzgeber ist hier anderer Meinung als Sie und das zählt!
Es gibt keine Rechtfertigung …
Sparen sie sich den Unsinn, diese Heuchelei nimmt Ihnen keiner mehr ab! Sie jammern jedem Schwangerschaftsabbruch hinterher und lassen dann die Mütter mit ihren Kindern, wenn sie sich entschlossen haben das Kind auszutragen, mutterseelenalleine. Was die Kirchenbeamten von Frauen halten und wie mies sie die Frauen behandeln, müssen wir hier nicht mehr darstellen, das ist allseits bekannt. Also sparen Sie sich ihre Krokodilstränen!
Daß die Mehrheitsmeinung in den USA …In Großbritanien deutet sich auch eine Trendumkehr an!
Wenn das alles so wunderbar wird, warum dann das dauernde hysterische Geflenne um den Paragrafen 218, Donum Vitae, Bischöfe die Ihrer Ansicht nach unfähig sind und dergleichen mehr? Dann müssen Sie ja nur abwarten, bis diese wunderbare Welle der Bigotterie und Heuchelei zu uns herüberschwappt. Und dann nehemn wir selbstverständlich prompt auch an allen Verteilungskriegen und die knapp werdenden Ressourcen teil. Damit wir die zwölf Milliarden Menschen auf der Erde über die Runden bringen.
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#19   Benedikt   18:07:30 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@ deusexmachina
Die Verwechslung von „abbrechung“ mit“ unterbrechung“ sollte man nicht böswillig ausschlachten. Jeder weiß, was und wie es gemeint war, da tut irgendwelches Gerede von Euphemismen nicht not.
Die „Verwechslung“ war nicht einmalig, somit ist es keine solche, sondern Methode. Erstaunlich, dass Sie auf einmal für Schönfärbereien sind.
Und alleine der Umstand, DASS sie das nicht so sieht, VERHINDERT, dass der Abbruch ein „Mord“ ist
Juristisch ist das völliger Unsinn.
die Tatbestandsmerkmale von „Mord“ sind nicht erfüllt.
Nur im Hinblick darauf, dass das StGB den nicht geborenen Menschen nicht in gleicher Weise schützt wie den Geborenen.
Ja, das BVG sieht gewisse Menschenrechte eines Embryos als gegeben, aber eben nicht ALLE Rechte
Schon wieder falsch. Das Lebensrecht des Embryos wird vom BVerfG sehr wohl bejaht und selbstverständlich und ausdrücklich höher bewertet als das Selbstbestimmungsrecht der Frau (BVerfG 39,1).
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#18   deusexmachina   17:34:10 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@Benedikt
Die Verwechslung von „abbrechung“ mit“ unterbrechung“ sollte man nicht böswillig ausschlachten. Jeder weiß, was und wie es gemeint war, da tut irgendwelches Gerede von Euphemismen nicht not.
Eine Frau, die sich zum Schwangeschaftsabbruch entschließt, wird das in über 99% der Fälle NICHT in dem Gedanken tun, sie beginge einen Mord. Und alleine der Umstand, DASS sie das nicht so sieht, VERHINDERT, dass der Abbruch ein „Mord“ ist (als was man es krez-net typisch dennoch unrichtig bezeichnet) – die Tatbestandsmerkmale von „Mord“ sind nicht erfüllt.
Ja, das BVG sieht gewisse Menschenrechte eines Embryos als gegeben, aber eben nicht ALLE Rechte und bekräftigt damit die Auffasung, dass es sich beim Embryo nicht um einen Menschen handelt: Wenn alle Menschen Recht X haben, irgendein X aber Recht Y nicht besitzt, dann ist X kein Mensch i.S.d. Definition.
Der stete Versuch, an den Tatsachen vorbei nichtsdestotrotz einen Embryo möglichst bereits ab der Befruchtung als „Menschen“ zu bezeichnen, ist „Euphemismus“ in die andere Richtung.
@Dr. Heger
So viel Verärgerung, wo doch ein Verweis auf die offizielle Quelle der „1000 pro Tag“ genügt hätte? Nanana… Ihre Promotion haben Sie auf diese Weise sicher nicht erhalten können, so mit Fußnoten á la „der beschreibene Vorgang geht zweifelsfrei aus irgendeiner Diskussion hervor“. Dafür hätte Sie Ihr Doktorvater gehörig an den Löffeln gezogen.
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#17   Benedikt   17:18:16 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@ methusalix
Wenn sich eine Frau zu einer Schwangerschaftsunterbrechung entschlossen hat,
Dazu kann sich eine Frau nicht entschließen, denn das ist nicht möglich. Es gibt einen Abbruch. Eine S.-Unterbrechung dagegen kann es nicht geben, wiel die Wiederaufnahme derselben Schwangerschaft nicht möglich ist.
Es sei zur (wiederholten) Verwendung dieses Wortes durch Sie zweierlei festgestellt:
1. Wenn Sie an Abtreibung nichts finden, wieso verharmlosen Sie das Delikt dann mit solchen Euphemismen. Ausweislich Ihrer Haltung gibt es doch dazu keinen Anlass. Oder meldet sich da doch ein leiser Zweifel, der Sie alles schönreden lässt?
2. Das Wort „Schwangerschaftsunterbrechung“ ist ein Euphemismus, der mit „ausgebildeter Desinfektor“ auf der selben Stufe steht.
und der Gesetzgeber sehen das ebenso.
Unsinn. Der Gesetzgeber schreibt sogar vor, dass die Beratung zur Fortführung der Schwangerschaft animieren soll.
sicher nur ein verschwindend geringer Anteil von Frauen, die sich zu einem Abbruch entschlossen haben, dies leichtfertig tun.
Verschwindend gering? Wer es nicht traurig, so würd ich jetzt lachen. Sie sind ein Schönredner.
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#15   methusalix †   00:36:34 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@Thomas A. Höck Sozialkatholisch
Thomas A. Höck: Methusalix: Immer mehr Ärztinnen und Ärzte und der Gesetzgeber sehen das ebenso.
Glücklicherweise ist das Gegenteil der Fall!
Sollte mir eine geplante Änderung des §§ 218 Stgb entgangen sein? Wissen Sie da mehr als der informierte Staatsbürger? Oder ist das Ihr schon sattsam bekanntes katholisches Wunschdenken: Weil die Sexualtheoretiker der katholischen Hierarchie dies wünschen, muss es auch so sein?
Sozialkatholisch: @ Methusalix
Ein Menschenleben opfern wegen Geld, beruflichen Werdegang, mehr Zeit für Spaß? Es gibt wirklich Fälle über die man diskutieren könnte, aber das meiste ist doch barbarischer Egoismus… gehört nicht nur verboten sondern auch bestraft.
Sie können sich anscheinend nur sehr schwer in die Situation von anderen Personen hineindenken Sozialkatholisch, so dass Ihnen da möglicherweise die Nöte und Ängste Ihrer Mitmenschen entgehen. Tatsache aber ist, dass sicher nur ein verschwindend geringer Anteil von Frauen, die sich zu einem Abbruch entschlossen haben, dies leichtfertig tun. Dass Sie nun alle Frauen, die in unserer wunderbaren, turbokapitalistischen Welt, ihren Weg suchen und finden müssen, mit den Anschuldigungen nur dem Geld, dem beruflichen Werdegang oder mehr Zeit für Spass zugetan zu sein, belegen, ist nicht nur objektiv falsch, sondern wirft auch ein bezeichnendes Licht auf Ihre Geringschätzung von allen Frauen, die nicht Ihrem raktionär-konservativen Weltbild entsprechen.
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#13   Sozialkatholisch   20:36:17 | Dienstag, 23. Mai 2006
@ Methusalix
Ein Menschenleben opfern wegen Geld, beruflichen Werdegang, mehr Zeit für Spaß? Es gibt wirklich Fälle über die man diskutieren könnte, aber das meiste ist doch barbarischer Egoismus. Wenn eine Frau sich entschlossen hat… Mit allen was Ultra – Lebensschützer (besonders in Amerika) so machen bin ich auch nicht unbedingt einverstanden. Aber ein Menschenleben aus irgendwelchen egoistischen gründen opfern gehört nicht nur verboten sondern auch bestraft.
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#12   methusalix †   20:05:20 | Dienstag, 23. Mai 2006
Geburt und Schwangerschaft als Notfall
Gilt also die unterlassene, bzw. zu unterlassende Kindstötung schon als Notfall?
Wenn sich eine Frau zu einer Schwangerschaftsunterbrechung entschlossen hat, dann wird sie, wie auch die heftigen, teilweise wohl brutalen, Versuche selbsternannter „Lebensschützer“ sie davon mit körperlicher Gewalt abzuhalten, nichts fruchten. Der Grund dafür ist wohl der, dass sie sich durch die Schwangerschaft in eine Notlage gebracht sieht.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte und der Gesetzgeber sehen das ebenso.
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#10   Dr. Christoph Heger   10:36:53 | Dienstag, 23. Mai 2006
@deusexmachina: Zahlen
Und die Dunkelziffer wird dann vermutlich unter Zuhilfenahme der Kabbala oder mit durch inbrünstige Meditation herbeigeführten göttlichen Eingebungen geschätzt, ja?
Die Unsachlichkeit der Schönredner des Babycausts ist immer wieder entlarvend. Ich hatte doch schon auf die Abrechnungen der Krankenkassen hingewiesen. Sie weisen eine erheblich höhere Zahl von Abtreibungen aus, als das Statistische Bundesamt erfaßt.
Diese Tatsache war vor einigen Monaten das klare Ergebnis einer Leserbriefdiskussion in der FAZ, an dem auch der Präsident dieses Amtes mit seiner Stellungnahme nichts ändern konnte.
Die Assoziation mit der Kabbala scheint eine Freudsche Fehlleistung zu sein.
Bei den weiteren Bemerkungen bin ich wohl mit anderen verwechselt worden.
MfG
Christoph Heger
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#9   deusexmachina   02:00:23 | Dienstag, 23. Mai 2006
@Dr. Christoph Heger
Ach so. Und die Dunkelziffer wird dann vermutlich unter Zuhilfenahme der Kabbala oder mit durch inbrünstige Meditation herbeigeführten göttlichen Eingebungen geschätzt, ja?
Die Zahl „1000“ darf man also verstehen als“naja, es sind 355, aber das sind ganz bestimmt noch viel, viel mehr, und ‘1000’ klingt einfach geil!“.
„kreuz.net – katholische spekulationen“
Aber das ist ja nichts Neues soweit.
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#8   methusalix †   23:40:05 | Montag, 22. Mai 2006
Ein Notfall in der Medizin ist immer dann gegeben,
wenn die Gesundheit des Patienten/der Patientin durch eine nicht vorgenommene, aber mögliche Behandlung auf Dauer beeinträchtigt werden könnte. Ob dies der Fall ist, entscheidet einzig und alleine der behandelnde Arzt nach medizinischen Regeln und nicht die Kirchenbeamten nach angeblich moralischen Werten.
Wenn also der Arzt der Meinung ist, dass eine nicht vorgenommener Abruch der Schwangerschaft zu einer dauerhaften Gesundheitsschädigung der Patientin führen kann, wird er den Abbruch vornehmen.
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#6   rudolfsohn   15:21:20 | Montag, 22. Mai 2006
Zwar bin ich als ausgesprochener kreuz.net-Fan
bekannt, aber die in diesem Artikel gemutmassten Zusammenhänge, dass auch nur ein ungeborenes Menschenleben gerettet werden könnte … dieser Logik möchte ich nicht recht folgen. Ich fürchte, dass die Kindesmorde dann halt um ein paar Tage verzögert in Nachbarländern wie Holland begangen werden.
Es sei denn, eine ursprünglich kindstötungsentschlossene Mutter käme, weil der Schlächter nicht termingerecht an ihr Baby rankommt, in diesen paar Tagen noch zur Besinnung. Ansonsten begrüsse ich den Ärztestreiks ausdrücklich, denn es ist eine Schande für ein Land, dass es seine Ärzte zum Teil für nicht einmal 1300 € netto/Monat (ein Haufen Überstunden bleibt unbezahlt) wie die Sklaven schuften lässt.
Also … unter dem Aspekt der nicht zustandekommenden pränatalen Kindstötungen finde ich den Artikel, wie schon gesagt, nicht so toll.
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#5   Dr. Christoph Heger   14:27:21 | Montag, 22. Mai 2006
@Gotthard: Zahlen
Es ist bekannt, daß das Statistische Bundesamt nur einen Bruchteil der tatsächlichen, nämlich mit den Krankenkassen abgerechneten Abtreibungen erfaßt.
MfG
Christoph Heger
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#4   deusexmachina   14:26:33 | Montag, 22. Mai 2006
@Gotthard
Nur ‘mal als Demo für Kollege Frasim & Co.:
~ 354,1 Abtreibungen pro Tag. 2004 war ein Schaltjahr.
Sehen Sie? DAS ist – technisch saubere – Korinthenkackerei: Banal, unwichtig, völlig am Kern vorbei, aber faktisch korrekt und unangreifbar.
Danke für’s zur-Verfügung-stellen, Gotthard… in der Sache bzw. deren Kern haben Sie natürlich Recht ;O)
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#3   Gotthard   14:04:55 | Montag, 22. Mai 2006
Zahlen
Mit Bezug auf den Abtreibungsmord, der alleine in Deutschland täglich 1000 ungeborenen Menschen das Leben kostet,
In 2004 wurden laut Statistischem Bundesamt 129.600 Abtreibungen vorgenommen … also 355 pro Tag.
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#2   deusexmachina   12:51:36 | Montag, 22. Mai 2006
Ich staune ja immer wieder…
…darüber, welche aberwitzigen Wortkonstrukte die kreuz.net-Redakteure, oder sagen wir doch lieber, um in deren eigenen Jargon zu bleiben, diese sogenannten Redakteure, sich aus den Fingern saugen, um nur ja ihre abfällige Ansicht von irgendetwas überdeutlich zu illustrieren. „Sogenannte Doktoren“, aha. Ist ja spannend. Man darf zwar bezweifeln, dass irgendein kreuz.net-Autor auch nur das winzigste Indiz für eine makelbehaftete Promotion seitens der so Geschimpften vorliegen hätte, aber Hauptsache, wir haben uns ‘mal wieder nicht entblödet, nicht? Geifer in Überfülle stört das Ausdrucksvermögen empfindlich, da kommt nur noch Geblubber ‘raus – und viel, viel Schaum.
Da fällt mir ein, ich wollte noch bei dem Blog über Ihre Gesinnungs- und Methodikkollegen www.bildblog.de/ vorbeischauen…
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#1   Benedikt   12:30:21 | Montag, 22. Mai 2006
Kurzsicht
Neben dem grausamen Kindermord ist das zweite, was einen erschreckt die Logik einiger Lebensschützer. Deren Kampf ist durchaus zu loben, und schon deshalb sollten sie sich lieber keinen Illusionen hingeben. Wegen den Streiks wird kein Kind gerettet werden. Die Tätigkeit der Mediziner wird ja nicht auf Null zurückgefahren, sondern eingeschränkt. Das heißt nicht nur, dass Notfall-OPs natürlich weiterhin stattfinden, sondern auch, dass sich immer auch ein Arzt findet, der Abtreibungen durchzuführen in der Lage ist. Die einzigen, die vom Streik profitieren sind somit die Ölkonzerne, die der Frau das Benzin für die 50-60 km mehr Fahrt zum Arzt bezahlen.
Dieselbe Logik wandte man schon bei der kirchl. Schwangerschaftsberatung an. Da glaubt man auch, der Ausstieg habe irgendwen gerettet. Dass die Frau einfach zu einer anderen Beratungsstelle gehen kann, das hat man geflissentlich ignoriert.
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