Politik
Der Nachfolger des SPD-Spitzenkandidaten
Der Bischof von Limburg hat das Amt des Pfarrers von St. Bonifaz und des Stadtdekans von Wiesbaden neu besetzt. Der Vorgänger kandidiert für die Sozialdemokraten.
(kreuz.net, Wiesbaden) Hw. Johannes zu Eltz wird neuer katholischer Stadtdekan in Wiesbaden. Das gab die Webseite des Bistums Limburg am vergangenen Donnerstag bekannt.

Wiesbaden ist die Landeshauptstadt von Hessen und gehört kirchlich zum Bistum Limburg.

Der Offizial und Bischofsvikar für den synodalen Bereich, Domkapitular Johannes zu Eltz (48) ist Nachfolger von Hw. Ernst-Ewald Roth (53) als Pfarrer der Gemeinde St. Bonifatius und zum Stadtdekan von Wiesbaden.

Hw. Roth gab sein Priesteramt Ende April auf, um im kommenden Frühjahr als sozialdemokratischer Spitzenkandidat bei der Wahl des Oberbürgermeisters von Wiesbaden anzutreten.

Bischof Franz Kamphaus wird den neuen Pfarrer im Rahmen einer Heiligen Messe am 2. Juli 2006 in der Wiesbadener Stadtpfarrkirche St. Bonifatius in sein Amt einführen.

Als Offizial behält er seinen Sitz im Limburger Domkapitel.

Das Amt des Bischofsvikars für den synodalen Bereich, auf das Hw. zu Eltz verzichtet, wird der Bischof neu besetzen.

Johannes zu Eltz wurde 1957 in Eltville am Rhein geboren und nahm nach seinem Abitur am Kolleg St. Blasien das Jurastudium in München und Mainz auf.

Nach seiner Promotion zum Dr. jur. am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Mainz studierte er Philosophie und Theologie an den Hochschulen St. Georgen in Frankfurt und an der Ordenshochschule der Benediktiner Sant’Anselmo in Rom.

Im Anschluß an sein Diakonatspraktikum in Herborn wurde er am 29. Juni 1991 im Dom zu Limburg zum Priester geweiht.

Von 1991 bis 1993 war Dr. Johannes zu Eltz Kaplan in Oberursel.

Von 1993 bis 1995 studierte er Kirchenrecht an der Jesuitenuniversität Gregoriana in Rom und erwarb 1995 die Lizenz im Kirchenrecht.

Von 1995 bis 2001 war Hw. zu Eltz Pfarrer in den Westerwaldpfarreien Kölbingen und Rothenbach.

Zugleich ist er seit dem 1. Oktober 1999 Offizial des Bischofs von Limburg und damit Leiter des kirchlichen Gerichts, das sich vor allem mit Ehesachen befaßt.

Seit dem 6. Januar 2001 gehört Hw. Johannes zu Eltz als residierender Domkapitular dem Domkapitel an.

Bischof Franz Kamphaus hat ihn am 15. Juli 2003 zum Bischofsvikar für den synodalen Bereich ernannt.

Der Amtsvorgänger von Hw. zu Eltz wurde von Bischof Franz Kamphaus aufgrund seiner Kandidatur von seinen Ämtern entbunden. Der Bischof untersagte ihm auch die Ausübung des Priesteramts.
      
7 Lesermeinungen
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#7   Gotthard   18:54:59 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Frings
Der Kölner Erzbischof Josef Frings trat 1946 in die CDU ein.
Er hatte ein dauerhaftes gespanntes Verhältnis zu Konrad Adenauer.
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#6   iustus   11:42:45 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Das steht zu hoffen!
… und nach meinen Kenntnissen wäre Johannes zu Eltz hier durchaus der richtige ;-)
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#5   Maledica   15:47:55 | Dienstag, 23. Mai 2006
@Benedikt
Dieses Amt wird hoffentlich mit einem Ultramontanen besetzt werden, damit der ökumenisch-sozialistische Glaube durch den katholischen ersetzt wird!
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#4   Benedikt   11:15:33 | Dienstag, 23. Mai 2006
Jedenfalls…
…hat er einen mE sehr guten Nachfolger. Der wäre auch für ein anderes Amt geeignet, das in Limburg bald frei wird…
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#3   Isidor   07:42:04 | Dienstag, 23. Mai 2006
Wer nicht gewinnt – kommt zurück als generalüberholter Modernist
Zu Bischof Franz Kamphaus muß nichts mehr gesagt werden. (Ausstieg aus der „Tötungslizenz“ für Ungeborene – dazu die päpstliche Anordnung) Der Kandidat Roth wird selbstredend wieder zurückkehren dürfen – das ist doch christliche Nächstenliebe!
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#2   Jörg Guttenberger, Köln   23:39:39 | Montag, 22. Mai 2006
Parzifal: Roth
und wenn er die Wahl nicht gewinnt?
Im Übrigen: wer alimentiert ihn nach seiner Suspendierung während des Wahlkampfes?
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#1   Parzifal   21:23:04 | Montag, 22. Mai 2006
Na dann…
…hoffen wir mal dass der Herr Roth die Wahl auch gewinnt!
Toi toi toi!
:)3
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