‘Sakrileg’
Die Gier nach Verschwörungstheorien
Die österreichische Jugendzeitschrift ‘You!’ wollte kürzlich wissen, wie gefährlich das Opus Dei wirklich ist.
(kreuz.net) In seiner letzten Ausgabe ging die Jugendzeitschrift ‘You!’ der Frage nach, inwiefern die vom Hetzfilm ‘Sakrileg – The Da Vinci Code’ über das Opus Dei verbreiteten Verschwörungstheorien mit der Wirklichkeit übereinstimmen.

‘You!’ ist ein katholisches Pop-Magazin, das in Österreich erscheint und für den ganzen deutschen Sprachraum bestimmt ist.

‘You!’ sprach mit der Journalistin Susanne Kummer (36), die selber ein unverheiratetes Mitglied des Opus Dei ist.

Die Zeitschrift stellte dabei fest, daß „wir es [im Opus Dei] mit lebensfrohen, natürlichen, einfach ganz normalen Menschen und Jugendlichen zu tun hatten, die noch dazu ihren christlichen Glauben sehr ernst zu nehmen scheinen.“

Der antikatholische Film ‘Sakrileg’
Die Hauptfigur des antikatholischen Filmes ist Dr. Robert Langdon (Tom Hanks) - Dozent für religiöse Symbolologie an der Universität Harvard.

Er wird während eines Aufenthalts in Paris in einen merkwürdigen Kriminalfall verwickelt.

Im Bild: Langdon auf der Pyramide der französischen Königsresidenz Louvre in Paris.Der Kurator des Louvre, Jacques Saunière, wird mitten in der Nacht im Museum ermordet.

Bevor er starb hat er jedoch eine verschlüsselte Botschaft für seine Enkelin Sophie Neveu (Audrey Tautou) hinterlassen.

Sie wird als Kryptologin bei der Pariser Polizei in den Fall hineingezogen.Es stellt sich heraus, daß Sophies ermordeter Großvater der Großmeister der Freimaurerbruderschaft von Sion war.

Auf die Frage nach dem Grund ihrer Mitgliedschaft beim Opus Dei erwähnt Susanne Kummer das Wort „Berufung“:

„Ich hab irgendwann gespürt, daß Gott diesen Weg für mich vorgesehen hat. Dann kommt der Moment, wo man Gott Ja oder Nein sagt. Ich wollte ihm Ja sagen.“

Sein Leben als normaler Christ in der Welt Gott ganz zu schenken und anderen Menschen zu helfen, in ihrem Alltag Jesus zu entdecken, mache sie sehr froh.

Im normalen Leben ist Frau Kummer Journalistin und leitet in Wien das Studentinnenheim und Kulturzentrum Währing, ein Zentrum des Opus Dei:

„Für Jugendliche, die mit der katholischen Kirche vielleicht gar nichts am Hut haben oder nicht einmal getauft, aber offen und interessiert am Glauben sind, organisieren wir sogenannte Denkpausen über Themen wie Freiheit, Charakterbildung, Gewissen, Freundschaft usw.“

Ferner gebe es auch Kurse über das ABC des katholischen Glaubens, Besinnungstage, Sozialprojekte, Wanderwochenenden.

„Den Glauben lernt man ja nicht nur aus Büchern, sondern vor allem auch über Begegnung mit Menschen, die selber versuchen, christlich zu leben.“

Sie sei gerade dabei, sich durch das umstrittene Buch von Dan Brown zu kämpfen:

„Ich halte diesen Thriller für einen raffiniert gebastelten Verkaufsschlager, der mit der religiösen Neugier der Leute spielt.“

Der Autor gebe sich pseudowissenschaftlich und verdrehe dabei gezielt historische Fakten aus dem Leben Jesu und der Kirchengeschichte.

Diese Taktik kennt die Journalistin Frau Kummer aus ihrer Branche gut:

„Willst du gelesen werden, erfinde deine Geschichte so gut, daß jeder meint, am Ende könnte sie doch wahr sein.“

Dan Brown stelle die Mitglieder des Opus Dei als ziemlich düstere Mönche dar – wendet das ‘You!’-Magazin ein.

„Als ob ich einer von diesen düsteren Mönchen wäre, der jetzt vor dir sitzt!“ – entgegnet Frau Kummer.

Erstens gebe es im Opus Dei keine Mönche, weil die Mitglieder nicht Weihe-, sondern Weltchristen seien.

„Und zweitens bedient Dan Brown mit dieser Darstellung eines der vielen Klischees: daß die Katholische Kirche machthungrig ist und ihre Untertanen finstere Typen. Offenbar passen fröhliche Christen nicht in sein Schema hinein.“

Der Roman „Sakrileg“ erzähle Schauermärchen. Im Opus Dei habe sie gelernt, daß christliches Leben bedeutet, auf Seele und Leib zu achten:

„Wenn es dem Leib gut geht, tanzt die Seele, pflegte unser Gründer, der heilige Josefmaria, mit einem italienischen Sprichwort zu sagen.“

Den Mitgliedern des Opus Dei empfahl er deshalb: Sport, Ausflüge, ausreichend Urlaub, gesunde Ernährung, Sorge um die Kleidung und vieles mehr.

Natürlich gebe es kein christliches Leben ohne Opfer: „Es gibt keinen Heiligen, der sich nicht in der Askese des Leibes geübt hat. Denk nur an Franz von Assisi, an Theresia von Lisieux oder auch Mutter Teresa.“

Wie die Askese geübt werde, sei eine sehr persönliche Angelegenheit zwischen dem Christen und Gott.

„Im Opus Dei ist das auch so, wobei der Opfergeist vor allem im Bereich des Gewöhnlichen geübt wird: da ein Lächeln trotz Kopfweh, dort die Zeit des Lernens und der Arbeit intensiv nutzen, pünktlich aufstehen, für jemand da sein, der es braucht, obwohl ich gerade etwas anderes zu tun habe und vieles mehr.“

Das Opus Dei erfülle einen spezifischen Auftrag der Kirche, nämlich die Botschaft, daß alle Getauften zur Heiligkeit berufen sind, unter den Menschen zu verbreiten.
      
12 Lesermeinungen
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#13   Jayjayderkezer   16:24:40 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Opus Dei?
Oh, Liberalismus ist tödlich? Gut zu wissen, ich sollte mich einsperren und vollkommen hirnrissigen Regeln und Menschen unterordnen…
kommt jetzt eigentlich wieder die Theorie der Islam würde versuchen uns alle zu unterwerfen?
Übrigens, von der Geißel des Opus Dei wird nichts gesagt, das wird galant übergangen… Opus Dei ist eine sehr gefährliche Organisation, die die Wirtschaft und Gesellschaft „im Namen Gottes“ untergräbt. Dass sie unter dem Schutz der Kirche steht, gar ihren Segen genießt ist ungeheuerlich…
Mir soll keiner erzählen Opus Dei wäre keine Sekte. Dazu weist sie zu viele sektenähnliche Strukturen auf.
Amen
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#12   Guntram   21:07:46 | Mittwoch, 24. Mai 2006
das wäre heute durchaus notwendig
anbetracht des Saustalls in Kirche, Gesellschaft und Staat. Im innern alle drei von einem tödlichen Liberalismus zerfressen von außen bedrängt vom bestialischen Islamismus.
Der Himmel wird uns schon noch die rechten Männer senden.
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#11   Gotthard   21:02:09 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Kampfgeist
Wo bleibt der Kampfgeist eines Bernard von Clairvaux
soll ich zum Kreuzzug aufrufen?
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#10   Guntram   17:37:33 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Gott segne das OPUS DEI
…normale Katholiken---Angst, ja wohl nur deswegen, weil die „normalen“ Katholiken lau geworden sind, bequem, angepaßt. Wo bleibt der Kampfgeist eines Bernard von Clairvaux , Ignatius von Loyolas oder zig anderer Heiligen. Die „normalen Katholiken „ sehen das Opus Dei mit Schrecken, weil sie dadurch an ihre Bequemlichkeit, an ihrem Konformismus erinnert werden, daß tut natürlich weh, kann aber heilsam sein. Durch solche wunderbaren Männer und Frauen im Opus Dei, wird die Kirche einst wieder in ihrer Herrlichkeit hergestellt, dann wird sie das Panier aufheben und kämpfen gegen die Lauheit der Welt, gegen den Islam, die Sodomisten und Häretiker. Die Modernisten und lauen „normalen“ Katholiken sind längst keine Avantgarde der Kirche mehr, wo Opus Dei, FSSP und FSSPX ist, da ist vorne, auch wenn manchen Gutmenschen das nicht gefällt!
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#9   centesimus annus   11:22:23 | Mittwoch, 24. Mai 2006
geballte Kompetenz
Wieder einmal gesellt sich die geballte Kompetenz der Lesermeinungen zu jener der Redaktion:
Guntram:Gott segene das Werk des hl Josemaria
Unfreiwillig sprechen sie hier etwas Wahres aus: Es ist das Opus josephimariae und nicht das Opus Dei. Diese Organisation ist gefürchtet und verbreitet heute noch Angst und Schrecken unter allen normalen Katholiken.
Onan:solange kein schaden angerichtet wird, soll jeder machen was er will.
Das Problem ist, die Organisation ist mächtig und sie richtet großen Schaden an!
Ein Christ: Die Verblödungsindustrie verdient glänzend an den profanen Schund.
Die Verblödungsindustrie dürfte an Ihnen auch nicht spurlos vorübergegangen sein. Naja, wenigstens haben sie als username Ein Christgewählt und nicht Ein Germanist.
to be continued …
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#8   silesius   09:48:54 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@Belisar
OK, der letzte heroischer Akt von Maximilian Kolbe ist vorbildhaft. Sie zeigt uns auch das dass Leben eines Familienvaters einen größeren Sinn und Wert hat als die Existenz eines im Zölibat lebenden. Auch hier soll die Kirche daraus was lernen. Zu Maximilian Kolbe gibt es leider ein großes „Aber“: Seine Antisemitische Parolen:
de.wikipedia.org/…iki/Maximilian_Kolbe
Auch Heilige waren Menschen und machten Fehler. Das ist klar. Ich nehme auch an, dass ausschließlich sein Märtyrertod und nicht die antijüdischen Texte ausschlaggebend für seine Heiligsprechung waren.
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#7   Belisar   02:54:08 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@Deusexmachina
Ich frage mich wirklich wozu Sie hier eingentlich noch diese Seiten lesen, irgendwie sind Sie mit nicht zufrieden, haben meist eine Gegenteilige Meinung, in den anderen Beiträgen meinten Sie glauben nicht an das was im NT steht, seien alles Fabeln und so, ich verstehe nicht, weshalb Sie das auch nocht so rausposaunen, dabei ist das nicht schlüssig.
Das Opus Dei ist von der katholischen Kirche anerkennt, ist doch schön zu wissen, dass es noch Christen gibt die nicht klein beigeben sondern zu ihren Glauben stehen, aber das passt ja dieser Welt nicht, den die Kirche wird ein Zeichen sein dem Widersprochen wird, nun dies finde ich nicht nur diesen Forum, sondern besonders im Alltag in den Zeitung und Büchern, wir brauchen Christen die aus Reihe treten und sagen wer Sie sind und nicht damit einverstanden sind, solche Leute sind zu Lebzeiten meist gehasst und verfolgt, aber danach dann stellt man Ihnen Denkmäler auf wie z.B. Maximilian Kolbe er ist im KZ aus der Reihe getreten und hat dem Kommandanten gesagt: Ich bin ein katholischer Priester und hat sein Leben für einen anderen ausgetauscht, das ist ein Vorbild für uns alle.
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#6   deusexmachina   00:19:51 | Mittwoch, 24. Mai 2006
An die Turbochristen
Und wenn Sie sich auf den Kopf stellen und mit den Zehen wedeln: Die dreiste Behauptung, Brown würde mit „Sakrileg“ u.a. das Opus Dei attackieren oder „Vorturteile bedienen“, entlarvt Sie nur als freiwillig und bewusst uninformierte Schwätzer, die das Buch nicht gelesen haben (ich habe den Film noch nicht gesehen, denke aber, dass die wichtigen Schlussszenen dort ebenso ‘rübergebracht werden dürften wie im Buch – und falls nicht, mag man das dem Regisseur, aber nicht dem Buchautor vorwerfen).
Tun Sie sich doch ‘mal den Gefallen und machen Sie sich schlau – meinetwegen lesen Sie nur in der Buchhandlung die letzten Seiten, Sie brauchen’s nicht einmal zu kaufen, da werden Ihnen die Augen übergehen. Lesen Sie die Szene mit dem Bischof im Krankenhaus, und Ihre geballte Vorurteilsorgie wird in sich zusammensinken. Das Buch ist nämlich darauf angelegt, dass man über weite Strecken tatsächlich die genannten Vorurteile pflegt… und zertrümmert diese gegen Ende in wenigen Sätzen.
Ist ja nicht auszuhalten, dieses peinlich-empörte Aufregen über haargenau GAR NICHTS…
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#5   Onan †   23:12:02 | Dienstag, 23. Mai 2006
das buch „holy grail – holy blood“
war besser für verschwörungstheorien geeignet.
die sind zwar auf einen schwindeln hereingefallen, aber es war sehr gut zu lesen.
ich verstehe nur die aufregung nicht, opus dei ist sowieso, genauso wie die freimaurer, mit vorsicht zu genießen.
wem es gefällt, der soll sich dort verwirklichen. solange kein schaden angerichtet wird, soll jeder machen was er will.
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#4   Parzifal   21:53:13 | Dienstag, 23. Mai 2006
Opus Dei
Also ob sich blutig peitschen und diese komischen Gürtel
die um den Oberschenkel gebunden wird, ob das ganz normal ist.
Ich finde das zweifelhaft.
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#3   Guntram   20:17:07 | Dienstag, 23. Mai 2006
…es wird gehetzt
was das Zeug hält, auch gegen letzte Bastionen des katholischen Glaubens. Es ist schon beklemmend, was Gutmenschen anstellen um solide katholische Organisationen zu beschmutzen. Gott segene das Werk des hl Josemaria
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#2   EinChrist   16:56:06 | Dienstag, 23. Mai 2006
@T.A. Höck: „raffiniert gebastelter Verkaufsschlager“

Literarisch ist demnach „Das Sakrileg“ wertlos, inhaltlich bedient es die gängigen Vorurteile, die im Umlauf sind und nach unterhaltsamer Bestärkung suchen, in jedem Fall ist das Ganze einträgliches business.
Auf jeden Fall.
Aber für die vom Zeitgeist überrollte Masse, ist es explizit das Buch, was sie schon immer wissen wollte.
Die Verblödungsindustrie verdient glänzend an den profanen Schund.
Hier werden die Irrtümer www.sakrileg-betrug.de/sakrileg/ gelistet.
Es grüßt,
EinChrist
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