[ « 500 501 502 503 504 » ]
Sonntag, 19. Dezember 2004 13:10
Kinderabtreibung in den USA: Große Worte – kleine Taten?
Präsident Bush hat den ehemaligen Gouverneur von Utah, Mike Leavitt, letzten Montag zum zukünftigen Generaldirektor des ‘Amtes für Gesundheit und Dienste am Menschen’ ernannt. Lebensschutzgruppen sind über diese Ernennung besorgt.
(kreuz.net, Washington) Präsident Bush bezeichnete „Mike“ – Michael Leavitt – seinen neuen Generaldirektor für das amerikanische ‘Amt für Gesundheit und Dienste am Menschen’, als einen herausragenden Politiker und „Mann von großem Einfühlsvermögen“. Er sei eine „ideale Wahl“, um eine der größten Verwaltungseinheiten der Regierung der Vereinigten Staaten zu leiten.

Lebensrechtler sind sich dagegen nicht im Klaren, wo Leavitt in Sachen Moral und Kinderabtreibung steht. Als ehemaliger Gouverneur des US-Bundesstaates Utah legte Leavitt sein Veto gegen ein Gesetz ein, das die Schulen dazu verpflichtet hätte, den Kindern und Jugendlichen die Enthaltsamkeit vor der Ehe und die Treue danach zu vermitteln.

Würde Leavitt in seinem Amt bestätigt, wäre er plötzlich der Verantwortliche für das ausgezeichnete Enthaltsamkeits-Programm, welches das Amt für Gesundheit und Dienste am Menschen verwaltet.

Während seiner Zeit als Gouverneur in Utah erwies sich Leavitt auch als ein Förderer der berüchtigten Organisation „Planned Parenthood“, welche in deutschsprachigen Ländern unter dem Namen „Pro Familia“ auftritt und sich weltweit für die Kinderabtreibung und die Kinderverhütung sowie für eine kinder- und familienfeindliche Politik stark macht.

Der Wunschkandidat von Präsident Bush beschloß während seiner Amtszeit als Gouverneur auch, daß die Unterstützung der Hockey Liga eine angemessene Verwendung von Geldern ist, die eigentlich für das Enthaltsamkeitsprogramm bestimmt waren.

Damit ist ungewiß, was mit dem Amt für Gesundheit und Dienste am Menschen geschehen wird, wenn Leavitt dort wirklich das Ruder übernehmen sollte.

Die Frage nach der vorehelichen und ehelichen Sexualmoral ist nicht der einzige Punkt, der bei Leavitt Besorgnis erregt. Obwohl er als ‘Pro Life Republikaner’ gilt, hat er auch im Kampf gegen die Abtreibung kaum Zähne gezeigt.

In Utah stoppt Leavitt zum Beispiel das Berufungsverfahren von Utah vor dem Bundesgericht gegen ein Abtreibungsgesetz aus dem Jahre 1991. Das Verfahren dauerte bereits drei Jahre und hatte umgerechnet etwa 750.000 Euro gekostet.
1 Lesermeinung:
Sonntag, 19. Dezember 2004 13:21
Dolfus: The Mask
Jetzt läßt Bush seine originelle Maske fallen: „compassionate conservative“? „new born Christian“? Oh, Amerikaner, nicht jeder Pausenclown muß gleich eine eigene Show bekommen. Reagan war nicht der erste Schauspieler als euer Präsident!
God Bless America!
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net