‘Donum Vitae’ tanzt auf der Nase des Kardinals herum
Eigentlich hätte der Kölner Diözesanrat nur seinen Vorstand neu wählen sollen. Doch dann benützten zwei der anwesenden Vorzeigelaien die Gunst der Stunde.
(kreuz.net, Bensberg) Am vorletzten Wochenende hielt der Diözesanrat des Erzbistums Köln seine Vollversammlung
mit Erneuerungswahlen ab.
Beim Treffen war auch der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, anwesend.
Es fand am Wochenende im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg statt.
Bensberg ist ein Stadtteil von Bergisch
Gladbach und liegt unmittelbar im Osten von Köln.
Der Vorsitzende des Diözesanrates, Thomas Nickel
(58) – der schon seit zwanzig Jahren im Amt ist – wurde mit einer überwältigenden Mehrheit in seinem
Amt bestätigt.
Interessant wurde es bei der Wahl seiner Stellvertreterin, der CDU-Landtagsabgeordnete
Ursula Monheim aus Leverkusen.
Frau Monheim ließ es sich nicht nehmen, bei der Vorstellung ausdrücklich
auf ihre Arbeit für die von den deutschen Bischöfen abgelehnte Beratungsorganisation für schwangere
Mütter – ‘Donum Vitae’ – hinzuweisen.
Auch Frau Monheim wurde nach Angaben der ‘Kirchenzeitung für
das Erzbistum Köln’ mit überzeugender Mehrheit bestätigt.
Das Feld war für ‘Donum Vitae’ bereits
durch einen Einführungsvortrag des ehemaligen Präsidenten des umstrittenen ‘Zentralkomitees der deutschen
Katholiken’, Professor Dr. Hans Maier, freigeschossen worden.
Prof. Maier referierte zum Thema „Ehrenamtliche
Laienarbeit in der Kirche – Ihre Grundlagen in den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Würzburger
Synode“.
Der Professor betonte, daß sich die Rolle der Laien keineswegs darauf beschränke, als verlängerter
Arm des Klerus zu agieren:
„Es kann auch vorkommen, daß Laien nach reiflicher Gewissensprüfung Aufgaben
übernehmen, die das Amt nicht weiterführen kann oder will – ein Beispiel in Deutschland ist die Gründung
von ‘Donum vitae’ durch katholische Laien nach dem Ausstieg der Kirche aus der Schwangerenkonfliktberatung
und deren Weiterführung mit Hilfe des Vereinsrechts.“
Hier müsse abgewogen werden, ob im Namen einer
„vorgeblichen Reinheit der Prinzipien“ das Feld „säkularen Kräften“ überlassen werde.
Im Übrigen
könne das, was alle deutschen Bischöfe – mit einer Ausnahme – fünf Jahre lang praktiziert hätten,
nicht völlig falsch sein – „auch dann nicht, wenn die, die es fortsetzen, Laien sind“, meinte Professor
Maier.
Zu seinen Aussage nahm Kardinal Joachim Meisner anschließend Stellung.
Auch Bischöfe könnten
ganz schön danebentreten, erklärte der Kardinal zur langjährigen Unterstützung der deutschen Oberhirten
für ein kirchliches System, das Scheine ausstellte, die in Deutschland den Zugang zur legalen Tötung
ungeborener Menschen ermöglichten.
Eine Diskussion gab es nach Angaben der ‘Kirchenzeitung’ nicht.
Das umstrittene Referat von Professor Maier soll allen Delegierten zugeschickt werden.
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Nochmal zum Dogma unten meinte ich, dass die landläufige Auffassung von Dogma EBEN NICHT das Eigentliche
treffend widergibt. Das Dogma ist nicht eine Art „Reichsgaragenverordnung“, die der Gesetzgeber so oder
auch anders verfassen könnte. Was ist eine Garage eigentlich? ein körperlicher Gegenstand ein Bauwerk
geeignet zur Unterbringung von Fahrzeugen… So erfasst die Dogmatik in sich widerspruchsfrei ein Gesamtbild
des Gegenstand, der aber ist eine zusammenhängende Überzeugung, nicht bloß eine Meinung. Die katholische
Dogmatik knüpft an an das Zeugnis der Maria Magdalena und der anderen Zeugen, dass Jesus wahrhaft auferstanden
ist (wahrscheinlich sogar zunächst leiblich als Wiederbelebung des Körpers, wie das Sindone von Turin
anzudeuten scheint). Ausgehend von diesem Faktum bestimmt die Lehre der von Christus selbst im Heiligen
Geist angeleiteten Kirche, was alles „unzweifelhaft“ mit zum Glauben dazugehören muss, damit Ostern eben
keine Lüge, kein Hirngespinst, sondern eine leibhaftige Tatsache für das Heil der Menschen ist. Insbesondere
die jüngsten Dogmen, die marianischen, ziehen Schlussfolgerungen aus dem wirklichen Leben Jesu und retteten
den Katholizismus davor, dass seine Dogmatik nur als Lehre zwischen Lehren und mit jedweder beliebigen
„Philosophie“ fusionierbar erscheint. „Gefährlich“ ist dieser Absolutheitsanspruch für niemanden, weil
er wahr ist, ohne sich auf die Staatsgewalt zu stützen. Gefährlich für die Menschen ist nur eine Despotie,
die zu öffentlicher Lüge zwingt.
@ deusexmachina Die Außenwirkung ist exakt gleich NULL, Sie sind das Paradebeispiel, dass das nicht so
ist. Ihre leidenschaftliche Beschäftigung mit Dingen, die Sie als Agnostiker eigentlich völlig kalt
lassen müssten zeigt, dass Sie von Ihren eigenen Auffassung bezüglich der „Unwahrheit“ der biblischen
Überlieferung und der daraus entstehenden Folgen viel weniger überzeugt sind, als Sie das vorgeben zu
sein. Anders kann ich mir nicht erklären, wie jemand Aussenstehendes (!) hier lehramtähnliche Verkündigungen
über den Zustand der Kirche und wie er zu sein hätte zum besten gibt.
Okay, viele Begriffe sind mehrdeutig, auch „Dogma“. So wie heute landläufig verwendet („dogmatisches
Christentum“) ist es aber eigentlich gemeint. Ihr Beispiel mit der Evolutionstheorie gibt wieder eine
gute Gelegenheit, erst einmal eine Vergewisserung der Diskussionsebene durchzuführen. Setze ich a priori
voraus, dass „Wahrheit“ nur relativ sein kann, subjektiv empfunden, „gleich gültig“, so habe ich alle
Folgeüberlegungen diesem Dogma unterstellt. Auf dieser „dogmatischen“ Ebene stellt heute für manchen
der Evolutionismus, für manchen die Demokratie, für manchen die Toleranz einen absoluten Anspruch. Dieser
Absolutheitsanspruch ist es, mit dem die christliche Überzeugung in Widerstreit tritt. Das „Dogma“ ist
nicht primus inter pares zwischen Pflosophie, Religionen, Ideologien, Weltbildern, sondern beansprucht
den ersten Platz, das „a priori“. Im Diskurs kann ich freilich nur sagen, zum Christentum gehört notwendig
die Überzeugung von der Auferstehung Jesu, Ostern, als Wirklichkeit. Von diesem Faktum her erhellt sich
die übrige Dogmatik. Wer diese Ebene nicht betreten will, kann es bleiben lassen. Er sollte die Motive
der Unterlassung aber ehrlich beleuchten und sich nicht mit einer Karikatur des Gegenübers zufriedenstellen.
Dafür sind wir alle zu sehr moderne Menschen.
@Dr. Otterbeck „Das Dogma ist… das Leben Jesu, in seinen Schlussfolgerungen bedacht.“ Dogma ist Interpretation.
„Dogma ist, was eben nicht anders sein kann“ Unwahr – wie sattsam vorhandene Andermeinungen, deren Minderwertigkeit
niemand belegen kann, vor Augen führen. Wenn etwas nur so und so sein KÖNNTE, bräuchte es ja das Dogma
nicht. Warum erzwingen, was doch auf der Hand liegt? „Fehlte der Kirche die Wahrheit in ihrer Mitte, dann
wäre die abendländische Geschichte absurd.“ Unwahr, denn wiewohl auch die Kirche reich an Irrtümern
war und ist (sie besteht schließlich aus Menschen), ist die „abendländische Geschichte“ ein bisschen
mehr als die der Kirche. Allerdings herrscht in der Tat – nicht zuletzt auch wegen der kirchlichen Einflussnahme –
kein Mangel an Absurditäten. „Mysterium“ ist ein hübsches Wort, mit dem versteckt werden soll, dass
hier das vorgebliche, ureigenste Anliegen und vor allem auch die angebliche Kompetenz der Kirche, Antworten
auf essenzielle Fragen geben zu können, den Offenbarungseid leistet. Z.B. im Zusammenhang mit der Diskussion
um die Evolutionstheorie hört man immer wieder, dass die ET – im Gegensatz zur Religion – „keine Antwort
auf die Frage nach dem ‘Warum’ oder ‘Was kam davor?’“ geben könne (obwohl das ein Vorwurf an die falsche
Adresse ist) – die Kirche selbst aber murmelt einfach „Mysterium“ und tut so, als sei mit diesem manifestierten
Fragezeichen irgendetwas „beantwortet“.
Der Dialog wird fast immer von den „Ungläubigen“ beendet. Denn da gehen die Argumente aus, weil sie nicht
wahr sind. Und das Motiv ist auch kaum zur Anerkennung einer Pluralität der Wahrheiten zu kommen, sondern
die Rechtfertigung eines ungerechten Lebensstils. Die Kirche soll „verdammt noch mal“ endlich bekennen,
dass sie mit der Sünde identisch ist. Davon erhofft „man“ sich Linderung. Aber die kommt auf diesen Wegen
nicht.
Das Mysterium ist nicht absurd. Das Dogma ist keine Ansammlung von Sätzen, sondern das Leben Jesu, in
seinen Schlussfolgerungen bedacht. Dogma ist, was eben nicht anders sein kann, setzt man (alle Kommunikationsprobleme
ausgeschaltet) erst einmal das Faktum der Auferstehung Jesu voraus. Das Mysterium ist Ostern. Absurd wäre,
Ostern zu erfinden, um den Frust über Karfreitag loszuwerden. Fehlte der Kirche die Wahrheit in ihrer
Mitte, dann wäre die abendländische Geschichte absurd. Aber wäre es so, müssten wir damit leben. Und
kämen dann fast wieder zu einem Mysterium. Nicht das Evangelium ist ein Mythos, sondern seine vorgebliche
„Entmythologisierung“. Die führt ad absurdum, Jesus führt himmelwärts.
@Gotthard Eine Division durch Null ist nicht eigentlich „ungültig“, sondern „nicht definiert“, weil sie
kein eindeutiges Ergebnis hat. Das ist kein Axiom, auch nicht Beweisbares oder Widerlegbares, sondern
die Einsicht, hier nicht die notwendige Eindeutigkeit ermitteln zu können – und deswegen lässt man es
offen. Die praktische „Ungültigkeit“ ist lediglich die Folge aus diesem Unvermögen. Es ist quasi das
GEGENTEIL eines Axioms oder eines Gesetzes – man sagt eben deutlich, dass man etwas NICHT weiß. Aber
ich finde es gut, dass Sie diesen bemerkenswerten Vergleich Mathematik vs. Theologie anstellen. Wir wissen,
wie sehr die Mathematik auf Exaktheit abzielt. Und dennoch lässt sie an einem so eklatanten Punkt eine
Frage schlicht offen: „Dazu können wir nichts Exaktes sagen – wir definieren es daher nicht“. Das nenne
ich „ehrlich“. Vielleicht unbefriedigend, aber ehrlich. Vergleichen Sie das mit dem Ansatz der Theologie:
„Dazu kann niemand etwas Exaktes sagen – da definieren wir dann eben etwas.“ Im Katholizismus in Form
von Dogmen. Dogmen greifen genau dort, wo eben NICHTS Exaktes vorliegt – täte es das, wäre das Dogma
ja redundant: Niemand muss etwas glauben, was er WISSEN bzw. beweisen kann. Und das nenne ich „unehrlich“,
denn hier wird etwas als „definitiv wahr“ verkauft, das bestenfalls eine Mutmaßung ist. Wenn man ZUGÄBE,
dass das Hypothese ist – aber nein, im Gegenteil, je mehr man spintisiert, desto mehr pocht man auf vorgebliche
Alleinseligmachung. Das ist, mit Verlaub, absurd.
Irrtum und Wahrheit In der noch unausgegorenen Gemütslage der Gegenwart, trotz der Erfahrungen des 20.
Jh. arbeitet man noch an der Ehrenrettung für die „Axiomatik“ des 18. Jh. (Reimarus starb 1768), akzeptiert
die veröffentlichte Meinung nicht, dass sich bereits der Anspruch des Christentums, sein Selbstverständnis,
von den übrigen Angeboten im pluralistischen Supermarkt UNTERSCHEIDET. Die Kirche lehrt: Wahrheit ist
eine Person, Jesus Christus, Wahrheit ist eine Relation, der Dialog der Seele mit Gott, ihrem Schöpfer.
Der Diskurs findet eine Ebene höher statt als im Wettstreit der Zirkelschlüsse. Deshalb wäre ein „historischer
Jesus“, der keine Auferstehung für sich in Anspruch nehmen kann, kein „maßgeblicher Mensch“, sondern
Irrtum und Irrsinn. Das Drama der menschlichen Person lässt sich nicht auf doktrinäre Konflikte reduzieren,
schon gar nicht auf Gesellschaftsmodelle, ob nun religiös verbrämt oder nicht. Das Wahrheitsbedürfnis
kann kaum jemand leugnen, die schrecklichen Vereinfacher jedenfalls nicht.
Grundsätzliches Dilemma Das Grundproblem ist doch wohl, daß unser Papst , unsere (romtreuen) Bischöfe
und Kardinäle in Deutschland nicht wirklich Autorität besitzen. Jeder „Katholik“ macht doch in Wirklichkeit,
was er will. Dahinter kann meineserachtens nur die Apokatastasis-Lehre stehen (Allerlösungsglaube). Stünden
wirklich Seelen auf dem Spiel, wäre die Kirche bestimmt noch eine ecclesia militans. So aber macht man
höchstens mal „Du,Du,Du !“ und dreht sich anschließend wieder um … „Wir kommen alle,alle ,alle in
den Himmel …“ Anders kann ich mir dieses heillose (!) Durcheinander, dieses Nicht-Durchgreifen und
dieses Gewährenlassen des Unglaubens in der Kirche nicht erklären.
@machina Das ist doh absolut klar und wird von niemandem bestritten: „Die Kirche irrt nicht“ … dieser
Satz als Grundlage kirchlichen Lebens kann nicht bewiesen werden… „Eine Division durch Null ist ungültig“ …
dieses Axiom der Mathematik kann nicht bewiesen werden…
#37 deusexmachina 23:45:16 | Donnerstag, 25. Mai 2006
@Schnabeltierkönig „Das Apostolische Amt irrt nicht, das behauptet jedenfalls Jesus!“ Das ist so nicht
korrekt. Richtig ist, dass die katholische Kirche behauptet, Jesus hätte das so gemeint. Wie Sie wissen,
gibt es da einige – durchaus maßgebliche – die das sehr anders sehen. Und damit schließt sich der Kreis:
Es gibt überhaupt kein Faktum, auf das man sich berufen könnte. Vielmehr maßt sich eine Institution
eine Kompetenz an, eine verbindliche Interpretation abzugeben, wobei sie die Berechtigung dieser Kompetenz
wiederum aus besagter Interpretation speist. Das ist das Paradebeispiel eines Zirkelschlusses – und sonst
gar nichts. Die Außenwirkung ist exakt gleich NULL, denn diese Konstruktion ist ausschließlich gültig,
solange man sie ohnehin akzeptiert. Dann aber ist jedwede Argumentation ja im Prinzip ohnehin überflüssig.
Da, wo sie GEBRAUCHT würde (also nach außen), versagt sie. „Ich habe recht, weil ich das so sage“, DAS
ist der logische Kern katholischer Apologetik. Da können Sie jetzt 20.000 Bibelverslein aufzählen, die
(oder vielmehr: Ihre Interpretation davon) schlagen alle in dieselbe Kerbe.
#35 Dr. Otterbeck 18:56:43 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Die Rolle der Laien, beschränkt sich, entgegen der Darstellung des Professors, darauf: keineswegs zu
agieren. Jedenfalls nicht in der „Welt“. Weder als verlängerter Arm des Klerus (wessen?) noch als eigener
Arm, das ZdK macht offenkundig von einem frei erfundenen „Zeugnisverweigerungsrecht“ Gebrauch. „Ihr werdet
weder meine Zeugen sein noch überhaupt zeugen.“ So steht es doch im Evangelium? „Ihr werdet nur Mittel
verzehren, um so tun als ob es organisierte Katholiken in Deutschland gebe.“ Die Gerechtigkeit folgt dann
wohl erst vor Gottes Angesicht.
@ von Galen Es war halt ein Fehler in der Folge von VII die ganzen Räte einzuführen, die nun die Hierachie
daran hindern, die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche vollständig zu verkünden. Würde ein Priester
so argumentieren, dann würde ich das als Ausrede abtun, erstrecht, wenn er die Bischofsweihe hat. Kein
Laienrat kann den Bischof hindern, zu predigen, wie er will. Fragt sich nur, ob er auch will. @ Gotthard
solche Laientreffen gibt es seit den Zeiten von Bischof Ketteler in Mainz Seit Peter Leopold Kaiser (+
1848). Früher sah das allerdings alles noch etwas anders aus…
deusexmachina: Aids und Schwuhle Was soll der Hinweis auf Aids und Schwule? Dieses Thema ist zwar das
Hauptthema der politisch Korrekten, aber was soll’s? Vieles, jedoch nicht alles Leid, das wir erdulden
müssen, haben wir selber verschuldet, denn jede Tat trägt ihre Folgen in sich. Wenn wir das selbst verschuldete
Leid als Kreuz vom Herrn anehmen, gelten meine Ausführungen unverändert! Das gilt unabhängig von eigenem
oder Fremdverschulden auch für Aids. Daß Schwule ihren Zustand als Leid empfinden, ist bisher nicht
bekannt gewoden.
#32 deusexmachina 01:57:04 | Donnerstag, 25. Mai 2006
@Schnabeltierkönig Tja, und wie, wenn die Kirche das Gegenteil von dem, was Jesus sagt, macht? Dann haben
Sie ein Problem. Oder vielmehr: Die Kirche hat ein Problem. Jedenfalls versagt Ihre Faustregel dann gewaltig.
Soso, die Kirche „kann“ in moralischen Fragen nicht irren? Verzeihung, das ist ein gar köstlicher Witz.
Wer sagt denn das? Ach so, die Kirche? Ja, DANN…! Wenn ich mich jetzt vor Ihnen aufbaue und irgendetwas
behaupte, um anschjließend zu sagen: „Sehen Sie, Sie MÜSSEN mir das glauben, denn ich KANN ja gar nicht
irren“ – würden Sie dann auch so treudooftrottelig reagieren? Bei Ihnen möchte ich ‘mal Versicherungsvertreter
sein, ehrlich… @Jörg Guttenberger „war wie jeder Leidende das Ebenbild des leidenden Christus!“ Dafür,
dass Sie nicht explizit „außer natürlich AIDS-kranke, sofern sie schwul sind“ angefügt haben, wird
man Sie hier vermutlich kreuzigen.
Jolie und Gotthard Jolie: Halbkonservativ gibt es nicht, weil konservativ die Mitte zwischen progressiv
und reaktionär ist. Bitte keine billige Polemik! Gotthard: der leidende Papst war wie jeder Leidende
das Ebenbild des leidenden Christus! Leid ist nun einmal eine schmerzliche Minderung unseres Lebens. Das
kann uns alle treffen. Krankheit kann bis zur Unkenntlichkeit entstellen, zumindest auf den ersten Blick
sieht der Leidende tatsächlich häßlich aus,von ethetischer Schönheit in unserem menschlichen Sinne
kann keine Rede sein. Das trifft selbst auf den leidenden Christus zu. Aber gerade dann bewährt sich
nicht nur Freundschaft, Christus fordert sogar ausdrücklich zur Nachfolge bis in das Leiden hinein auf!
Erst zu den Emmaus-Jüngern sagt er: „Musste der Messias nicht all das Leiden, um so in seine Herrlichkeit
einzugehen!“ Also bitte, so schwer es uns allen auch fällt: vor der Wirklichkeit die Augen nicht verschließen!
Bernardiner Deinen Christenverstand kannst du dir sonst wo reinstecken. Die Kirche irrt in moralischen
Fragen nicht! Schnabeltiere fressen tatsächlich Körner, aber das gilt natürlich nicht für Könige
unter ihnen.
#29 Bernardin † 00:30:52 | Donnerstag, 25. Mai 2006
schnabeltierkönig zum glück hast du deinen schnabel nicht gehalten!!! So kann jetzt jede und jeder selbst
urteilen! gesunder christenverstand sagt dir…
@schnabeltierkönig Eines schönen Tages werden diese körnerfressenden Verhütung-abtreibung-homoehe
gutfindenden Grundschullehrerinnen mit Doppelnamen ihren eigenen Mist fressen müssen. Schnabeltiere fressen
doch auch nur Körner … und sind ständig auf der Suche nach der Königing, oder?
#26 methusalix † 00:21:16 | Donnerstag, 25. Mai 2006
@Gotthard … solche Laientreffen gibt es seit den Zeiten von Bischof Ketteler in Mainz – (ich denke vor
dem Vaticanum I). Wieder einmal ist Der Spiegel online aussergewöhnlich gut informiert: 1848 fing alles
an. Tatsächlich: Der Katholikentag war ein Geschöpf der bürgerlichen Revolution jenes „tollen Jahres“.
Die Revolutionäre damals erkämpften das Organisations- und Versammlungsrecht. Und ausgerechnet die Katholiken
nutzten das wie kaum eine andere Gruppe. Ein wenig paradox war das schon. Eigentlich hatten die Katholiken
mit Revolution, Aufklärung und Emanzipation wenig im Sinn. Katholiken waren im Grunde alles andere als
feurige Anhänger des neuen demokratischen Zeitalters. www.spiegel.de/…,1518,417716,00.html Da hat sich
bis heute wenig daran geändert.
Bernardiner Pass mal auf Bernardiner, ich persönlich habe mich noch nicht in einer Abtreibungsklinik
in die Luft gesprengt um eine Abtreibung zu verhindern, schließlich bin ich Gott sei es gedankt kein
Protestant. Aber wenn ich für die Wahrheit Zeugnis ablege, kann ich Menschen verändern, diese können
dann die Welt verändern. Das ist die Geschichte des Christentums du kleiner Bernardiner. Oder auch die
Geschichte von MTV. Die sagen JA zu diesem, JA zu jenem, und schon rumort es im Schädel eine zwölfjährigen.
Hast du’s jetzt verstanden? Soll heißen das Abtreibungsbefürworter Mörder sind, und Abtreibungsgegner
keine. So wie ich es zu Beginn geschrieben habe. Eines schönen Tages werden diese körnerfressenden Verhütung-abtreibung-homoehe
gutfindenden Grundschullehrerinnen mit Doppelnamen ihren eigenen Mist fressen müssen. Das wird dann ein
Tag sein, der wirklich gut ist. Dann ist’s AUS mit diesem pseudo- gut Menschgehabe von der Sorte, „Jesus
liebt alleS“, und dieser Lehre der tausend Wahrheiten die alle ins „Paradiesum Privatum“ führen. Für
diese ihren Mist dann fressenden Tröpfe werden sich an diesem schönen Tag die Pforten von Walhalla öffnen.
Ein Tag der wirklich gut sein wird.
Dumm-Geschwätze Es war halt ein Fehler in der Folge von VII die ganzen Räte einzuführen, vielleicht
informiere man sich mal über die „Laienbewegung“ in Deutschland. Gestern wurde der Katholikentag in Saarbrücken
eröffnet … solche Laientreffen gibt es seit den Zeiten von Bischof Ketteler in Mainz – (ich denke vor
dem Vaticanum I).
meint, dass auch die halbkonservativen bischöfe keine möglichkeiten haben, sich gegen den progressistischen
laienapparat durchzusetzen. wir müssen also warten bis zum großen crash. lassen wir uns inzwischen nicht
beschwichtigen („rückkehr des religiösen“, „trendwende seit köln 2005“). eine gute nacht wünscht euer
jolie
Sowjets der Priester und Laien Es war halt ein Fehler in der Folge von VII die ganzen Räte einzuführen,
die nun die Hierachie daran hindern, die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche vollständig zu verkünden.
Die Geister, die man rief wird man nun nicht mehr los. Ich kann nur raten, diesen antikatholischen Ballast
wieder abzuwerfen.
schnabeltierkönig ja, du hattest geschrieben „bekämpft“, aber viellecht merkst du doch noch, dass zwischen
bekämpfen und verhindern ein riesenunterschied besteht!!! grosses maul, besserwisser, hochtrabend, und
wie war konkret deine hilfe, deine unterstützung??hast du nur verbalerotik betrieben, oder war dein griff
in den geldbeutel hilfreich??? was TUST du konkret, wie bekommt dein christentum hände und füsse????
Die mit dem grossen Maul – davon gibt es schon genug!!!!
@Köln Gotthard und die anderen Kritiker haben offenbar ein allzu oberflächliches oder gar gestörtes
Wirklichkeitsverständnis. Was heißt hier Kritiker? Falsches Wirklichkeitsverständnis? Soll ich jetzt
die komplette Wirklichkeit als Realität ins Fernsehen einfordern?
Abtreibungshilfsorganisation „Donum Vitae“ Wer die Abtreibungshilfsorganisation mit Tarnnamen „Donum Vitae“
unterstützt, unterstützt Abtreibung und damit den Mord an unschuldigen Kindern und ist damit automatisch
exkommuniziert.
Gotthard: öffentlich So etwas darf in der Tat gesagt werden, wenn man selbst vor dem Gipfel der Taktlosigkeit
(um nicht mehr zu sagen!) nicht zurückschreckt. Die Bilder des sterbenden Papstes Johannes Paul II sind
für uns alle beispielhaft, selbst allerschwerste Krankheit und Todeskampf im Vertrauen auf den Herrn
zu tragen, sich von IHM angenommen und in SEINER Hand geborgen zu wissen! Der Christus (der seinen Jüngern
die Füße gewaschen hat) im Pfleger, begegnet dem Christus (der gesagt hat: ich war krank und ihr habt
mich besucht) im Kranken. Es ist also für alle unmittelbar Beteiligten eine besonders intensive Christusbegegnung.
Gotthard und die anderen Kritiker haben offenbar ein allzu oberflächliches oder gar gestörtes Wirklichkeitsverständnis.
Typische KREUZ.NET – MASCHE Von jedem vernünftigen Menschen darf erwartet werden, dass er seine Aussagen
auch belegen kann! Hier wird ein ehrenwerter Mensch, Professir Dr. Hans Maier, verunglimpft, er wird beschuldigt,
mit Dreck beworfen – und niemand kann seine Aussage beweisen, belegen! Miese Typen, die zum Glück noch
spüren, dass sie Hans Maier nicht das Wasser reichen können und darum nach der altbekannten KREUZ.NET –
MASCHE agieren. Wer den Menschen, Christen und Professor Hans Maier wirklich kennt – der muss sagen: niemals!
#12 methusalix † 21:55:32 | Mittwoch, 24. Mai 2006
@Gotthard Die öffentliche Zurschaustellung seines Leidens war bei diesem „Medienpapst“ wohlkalkuliert
und hat ihr Ziel erreicht. Man lese und staune: Selbst über den Katholizismus hinaus hat der kranke,
aber willensstarke Papst – als Globalisierungskritiker gar bei jungen Leuten und in kirchenabständigen
Kreisen der Linken – Resonanz und Sympathie erzielt. Vor allen die scharfe Ablehnung des Irak-Krieges
durch die Kurie hat das Renommee des päpstlichen Katholizismus gestärkt. Seither ist das antikatholische
Ressentiment, der aggressive Affekt gegen Rom und den Vatikan in großen Teilen der Gesellschaft geschwunden,
ja die Kirche hat während der letzten anderthalb Jahre erheblich an Ansehen gewonnen. www.spiegel.de/…,1518,417716,00.html
Quelle: Der Spiegel online
öffentlich das öffentliche Leiden des Papstes sei abstossend Auch ich habe diese Art des „öffentlichen
Leidens“ schon ganz hart an der Schmerzgrenze empfunden … es gibt Grenzen der öffentlichen Wirksamkeit
…und die war wohl doch schon überschritten … bestimmt im Fernsehen … auf dem Petersplatz war die
Entfernung zu groß… So etwas darf ja wohl gesagt und gedacht werden, oder?
Letzte Mitteilung an einen Christen: Ja, es war in einer Fernsehdiskussion vor dem Tod des Papstes, in
der Hans Maier sein wahres Gesicht gezeigt hat: das öffentliche Leiden des Papstes sei abstossend und
anekelnd (den genauen Wortlaut wird man eruieren können). Seitdem ist der „Donum Vitae“-Befürworter
und Agitator gegen den Regensburger Bischof für anständige Christen nicht mehr akzeptabel – trotz all
seiner protzigen Gelehrsamkeit.
@Konrad Eine Frage: Hallo Konrad, meinst du wirklich Hans Maier dem em. Prof. für christliche Weltanschauung
der unter F.J. Strauss Kulturminister war? Und gerade der soll Papst Johannes Paul II. als „ekelhaft“
bezeichnet haben, ich kann es fast nicht glauben. ZU Donum Vitae, dieser hinterfotzige Verein der ist
wirklich ekelhaft. Allein die babylonische Sprachverwirrung ist schon entlarvend wenn man Bescheid weiß,
zB gibt es die: Schwangeren Beratung; sicher eine gute Sache ohne Zweifel, aber jetzt lies genau: Es gibt
auch die Schwangeren KONFLIKTberatung (man beachte das Wort „konflikt“) und hier gibt es den Schein der
zur straffreien Abtreibung resp. zum Mord berechtigt. Es grüßt EinChrist
Natürlich, ahnungsloser Gotthard und zwar gegen „Donum Vitae“, gegen die Lehmannsche Scheinvergabe, gegen
die Lehmann/Kasper/Saiersche Geschiedenenpastoral, die das ZdK unterstützt. Betreffend ZdK lese man Ratzingers
Nachwort 2000 in Maier/Ratzinger, Demokratie in der Kirche? Topos TB.
Na klar Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist nicht umstritten. Selbstverständlich nicht. Dass
das ZdK völlig überflüssig ist, ist viel mehr unbestritten
Was haben sie gesagt? sondern allein Kardinal Meisner, Papst Johannes Paul II. und der damalige Präfekt
der Glaubenskongregation Joseph Kardinal Ratzinger. haben die Genannten etwas gegen das Zentralkomitee
der deutschen Katholiken gesagt?
Nicht Hans Maier, das ZdK und „Gotthard“ haben Recht, sondern allein Kardinal Meisner, Papst Johannes
Paul II. und der damalige Präfekt der Glaubenskongregation Joseph Kardinal Ratzinger. Natürlich ist
das ZdK umstritten, da es klerikalisiert als verlängerter Arm von Lehmann agiert. Es ist auch umstriiten,
seit es die Rätereform in Regensburg als „nicht Rechtens“ bezeichnete. Es ist auch umstritten, weil es
Unmengen an Kirchensteuergeldern schluckt und damit kirchliche Arbeitsplätze vernichtet. „Donum Vitae“
ist die totale Selbstsäkularisierung christlicher Moral und Anpassung an „Pro Familia“. Es ist Mitwirkung
an Kindermord, wenn ein entsprechender Schein ausgestellt wird. Es ist die Moral des Pilatus, die Hände
sich in Unschuld zu waschen. Hans Maier, der früher Grüne und „Kirche von unten“ von Katholikentagen
ausschloss, ist nicht mehr katholisch. Er hat in seiner eitlen Gelehrtenarroganz jedes Gespür für Katholizität
verloren. Den kranken Papst Johannes Paul II. bezeichnete er als „ekelhaft“.
umstritten? durch einen Einführungsvortrag des ehemaligen Präsidenten des umstrittenen ‘Zentralkomitees
der deutschen Katholiken’ Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist nicht umstritten. Der Professor
betonte, dass sich die Rolle der Laien keineswegs darauf beschränke, als verlängerter Arm des Klerus
zu agieren: Prof Maier hat Recht. Das umstrittene Referat von Professor Maier soll allen Delegierten zugeschickt
werden. Ich kann von einem umstrittenen Referat nichts entdecken – da auch keine Diskussion darüber stattgefunden
hat. Nur weil der Erzbischof einige Passagen anders sieht …