Sodoma und Gomorra auf dem Katholikentag
In Deutschland läuft der Katholikentag. In einem Grußwort forderte Benedikt XVI. die Einheit der katholischen Laien mit dem Papst. Sein Appell blieb offensichtlich ungehört.

Austragungsort ist die saarländische Hauptstadt Saarbrücken. Das Spektaktel geht am Sonntag zuende.
Bei dem Treffen werden etwa 40.000 Teilnehmer erwartet. Unter ihnen befinden sich der Deutsche Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei, Kurt Beck, und 900 Gäste aus 53 Ländern.
Von den erwarteten Dauerteilnehmern sind nach Angaben der Veranstalter 91 Prozent katholisch und 8 Prozent evangelisch. Jugendliche bis 18 Jahren stellen mit 22,8 Prozent der Teilnehmer die größte Gruppe.

Das ‘Zentralkomitee der Deutschen Katholiken’ – dem der Papst als Kurienkardinal noch vorgeworfen hatte, sich als Art Gegenlehramt „weniger gegen die Bischöfe als gegen das Lehramt des Papstes“ zu stellen – hatte sich eine päpstliche Videobotschaft erhofft.
In seinem Grußwort mahnte Benedikt XVI. eindringlich zur Einheit der katholischen Laien mit dem Papst und den Bischöfen. Nur so sei das Zeugnis der Kirche glaubwürdig.
Weiters erklärte der Papst, daß sich die Zivilisation der Liebe heute vor allem gegen eine Kultur des Todes behaupten müsse, die in verschiedenen Formen der Entwürdigung des Menschen durch biomedizinische Instrumentalisierung ab der Entstehung des Lebens sichtbar werde:
„Sie begegnet uns in der zunehmenden Gleichgültigkeit gegenüber Abtreibungen, in der Verletzung der Würde der Frau und der Kinder.“
Das Programm des Katholikentages enthält mehr als tausend Veranstaltungen. Angeboten werden Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen, Lesungen und Konzerte. Es gibt auch zahlreiche Gottesdienste.
In der großen Anzahl der zum Teil wertvollen Veranstaltungen haben die Verantwortlichen nach der üblichen Mischstrategie Programmpunkte aus dem linken Spektrum eingeschleust, die für einen Katholikentag völlig inakzeptabel sind und von kirchenfremden Ideologien gesteuert werden.
Es gibt Veranstaltungen, die sich mit der „eucharistischen Mahlgemeinschaft aller Christinnen“ oder mit einer „gerechten Sprache“ für die Bibel beschäftigen.
Ein Programmpunkt propagiert offen die Frauenordination: „Sei gegrüßt, Katharina – Zum Tag der Diakonin. Unsere Zeit braucht ein Diakonat der Frau.“
Auch Propaganda von Homo-Ideologen erhalten auf dem Katholikentag ein Forum.
So fordert eine Veranstaltung „Gerechtigkeit für gleichgeschlechtlich Liebende!“. Eine weitere bittet homosexuelle und normale Männer zum Gespräch: „Männer sind nicht alle gleich.“
Es gibt auch Homo-Veranstaltungen, die es auf die jüngere Generation abgesehen haben: „Unsere Kinder mittendrin, nicht außen vor! Homosexuelle und ihre Familien.“
Ein ‘Netzwerk katholischer Lesben und die Arbeitsgemeinschaft Homosexuelle und Kirche’ lädt zum „Coming-Out in der Jugendarbeit“. Diese Veranstaltung findet in einem Gymnasium statt.
Der umstrittene Homo-Zusammenschluß ‘Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche – HuK’ will „Aufrichten statt Richten“ und fordert einen „gerechten Umgang mit lesbischen und schwulen Jugendlichen“:
„Als Tabuthema macht Homosexualität Jugendlichen und Eltern gleichermaßen ein Coming-out schwer. Katholische Jugendarbeit hat den Anspruch, Jugendliche zu stärken und zu unterstützen.“
Bei einer weiteren Veranstaltung will derselbe Homo-Verein unter der Leitung eines Jesuitenpaters „Die Liebe feiern – die Liebe segnen“.
Man möchte – wie es heißt – pastorale Initiativen klären, kirchliche Grenzen und Möglichkeiten abstecken und Neues wagen.
Die Kosten für den Deutschen Katholikentag sind mit 6,7 Millionen Euro veranschlagt. Davon stammen 1,25 Millionen Euro aus Mitteln des Saarlandes und eine gleich große Summe vom Gastgeberbistum Trier.
Der ‘Verband der Diözesen Deutschlands’ steuert eine Million Euro bei, der Deutsche Staat 400.000 Euro.
Über Spenden, Teilnehmerbeiträge und Sponsorgelder fließen 2,1 Millionen Euro in die Kassen.
Weiterlesen:
Montag, 19. Juni 2006 00:32
Internaut: verspätet @abu
(Den psychologischen Mainstream können Sie vergessen, der ist durch eine ideologische Weichenstellung
abwegig.)
Es ist natürlich sehr einfach zu sagen, dass alle, die anders argumentieren als man selbst, ideologisch verblendet sind.
Levitikus ist für gläubige Christen nicht bindend. das sei hier in aller Deutlichkeit gesagt.
Mir ist kein Christ bekannt, der sich etwa an Lev 11,3; 12,2-6; 18,6-17; 23,6 hält. Es ist unsäglich, dass Christen ausgerechnet mit Lev 18,22 argumentieren!
Es ist natürlich sehr einfach zu sagen, dass alle, die anders argumentieren als man selbst, ideologisch verblendet sind.
Levitikus ist für gläubige Christen nicht bindend. das sei hier in aller Deutlichkeit gesagt.
Mir ist kein Christ bekannt, der sich etwa an Lev 11,3; 12,2-6; 18,6-17; 23,6 hält. Es ist unsäglich, dass Christen ausgerechnet mit Lev 18,22 argumentieren!
Donnerstag, 1. Juni 2006 08:04
Abu: @Karl Heinrich Ulrichs
Ich weiß nicht, ob Sie das wirklich wissen wollen, oder ob das nur eine Taktik ist, hier eine x-mal geführte
Debatte neu anzuleiern. Deshalb werden Sie sich mit einem Posting begnügen müssen.
Wie sich’s nach biblischer Auffassung gehört, steht in Genesis 2,24 und 1. Korintherbrief 7,2. Wie sich’s nicht gehört, steht in Levitikus 18,22; 20,13 und wird im Römerbrief 1,26-27.32-33; 1. Timotheusbrief 1, 9-10 sowie 1. Korintherbrief 6,9 bestätigt. Das Wort „Homosexualität“ ist dazu nicht nötig, das gab’s damals auch noch nicht. Aber die Sache war klar, sie wurde von den Kirchenvätern bis zur heutigen Lehramtsauslegung so verstanden und wird sich auch nicht ändern. Wenn Sie mehr wissen wollen, gehen Sie in eine Bibliothek. Im Gegensatz zu seinem wissenschaftlichen Getue gibt der Wikipedia-Artikel weder die Position der Kirche wieder noch den Mainstream der Exegese. Die Position, daß Homosexualität widernatürlich und sündhaft ist, ergibt sich im übrigen auch aus Vernunftgründen. Aber dazu müßten Sie sich mit Naturrecht befassen. (Den psychologischen Mainstream können Sie vergessen, der ist durch eine ideologische Weichenstellung abwegig.)
Hugh.
Wie sich’s nach biblischer Auffassung gehört, steht in Genesis 2,24 und 1. Korintherbrief 7,2. Wie sich’s nicht gehört, steht in Levitikus 18,22; 20,13 und wird im Römerbrief 1,26-27.32-33; 1. Timotheusbrief 1, 9-10 sowie 1. Korintherbrief 6,9 bestätigt. Das Wort „Homosexualität“ ist dazu nicht nötig, das gab’s damals auch noch nicht. Aber die Sache war klar, sie wurde von den Kirchenvätern bis zur heutigen Lehramtsauslegung so verstanden und wird sich auch nicht ändern. Wenn Sie mehr wissen wollen, gehen Sie in eine Bibliothek. Im Gegensatz zu seinem wissenschaftlichen Getue gibt der Wikipedia-Artikel weder die Position der Kirche wieder noch den Mainstream der Exegese. Die Position, daß Homosexualität widernatürlich und sündhaft ist, ergibt sich im übrigen auch aus Vernunftgründen. Aber dazu müßten Sie sich mit Naturrecht befassen. (Den psychologischen Mainstream können Sie vergessen, der ist durch eine ideologische Weichenstellung abwegig.)
Hugh.
Mittwoch, 31. Mai 2006 12:39
Horst Schlämmer: @Karl Heinrich Ulrichs
Sag mal wo steht denn in der Bibel dass Gott Homosexualität nicht will?? Da taucht ja nicht mal das Wort
„Homosexualität“ auf. Fakt ist, dass eben nichts explizit drin steht. Man kann genauso Bibelstellen heranziehn
als Belege dafür dass Homosexualität nicht im Widerspruch zur Kirche steht. Jeder kann das interpretieren
wie er will. Oder sagt mir wo es zweifelsfrei steht.
Ja, ja, das mit den zweifelsfreien Bibelstellen ist so eine Sache. Ich habe meinem Klassenlehrer auch immer gesagt, dass man kein schlechtes Zeugnis über seinen Nächsten abgeben soll, weil das so in der Bibel steht. Trotzdem hat mir diese alte Sünder immer ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, obwohl es anders in der Bibel steht.
Sie, lieber Karl Heinrich, lesen die Bibel wahrscheinlich so wie mein alter Klassenlehrer, sehr eigenwillig oder wie Sie richtig schreiben: „ Jeder kann das interpretieren, wie er will ! „ Es ist also reine Willenssache, was man so erkennt oder auch nicht.
Ja, ja, das mit den zweifelsfreien Bibelstellen ist so eine Sache. Ich habe meinem Klassenlehrer auch immer gesagt, dass man kein schlechtes Zeugnis über seinen Nächsten abgeben soll, weil das so in der Bibel steht. Trotzdem hat mir diese alte Sünder immer ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, obwohl es anders in der Bibel steht.
Sie, lieber Karl Heinrich, lesen die Bibel wahrscheinlich so wie mein alter Klassenlehrer, sehr eigenwillig oder wie Sie richtig schreiben: „ Jeder kann das interpretieren, wie er will ! „ Es ist also reine Willenssache, was man so erkennt oder auch nicht.
Dienstag, 30. Mai 2006 22:58
Karl-Heinrich Ulrichs †: Wo steht das?!
Sag mal wo steht denn in der Bibel dass Gott Homosexualität nicht will?? Da taucht ja nicht mal das Wort
„Homosexualität“ auf. Fakt ist, dass eben nichts explizit drin steht. Man kann genauso Bibelstellen heranziehn
als Belege dafür dass Homosexualität nicht im Widerspruch zur Kirche steht. Jeder kann das interpretieren
wie er will.
Oder sagt mir wo es zweifelsfrei steht.
Oder sagt mir wo es zweifelsfrei steht.
Dienstag, 30. Mai 2006 16:31
expedit: Wer hat denn das Zentralkomitee gewählt?
Von wem hat denn dieses Zentralkomitee die demokratische Legitimation?
Oder handelt es sich um eine kirchenrechtlich gegründete Organisation?
Wer weiss da mehr? !:)
Oder handelt es sich um eine kirchenrechtlich gegründete Organisation?
Wer weiss da mehr? !:)
Sonntag, 28. Mai 2006 18:07
net_patrol: @cypripedium
meinte ich ja: diese konserve ist wirklich schon abgelaufen, ab in den bio-müll
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





