‘Sakrileg’
Bußgeißeln beim ‘Opus Dei’? Aber sicher!
Das Bußband und die kleine Bußgeißel aus Hanfkordeln gehörten seit jeher zum Normalinventar unzähliger Christen – unter ihnen Papst Johannes XXIII. oder Mutter Teresa.
(kreuz.net, ) Der deutsche Sprecher der Personalprälatur ‘Opus Dei’, Hartwig Bouillon, äußerte sich am 17. Mai – dem Tag der Premiere des antikatholischen Hetzfilmes ‘Sakrileg’ – vor ‘Spiegel Online’ über die im Film kolportierten Diffamierungen seiner Gemeinschaft.

Zur Frage, warum das ‘Opus Dei’ nicht zum Boykott aufrufe, erklärte Pressesprecher Bouillon, daß der Film diese Anstrengung nicht lohne: „Wenn Menschen durch ihn auf uns aufmerksam werden – okay.“

Im letzten Monat hätte die Homepage der Personalprälatur über drei Millionen Zugriffe verzeichnet – zehnmal soviel wie im Oktober 2002 bei der Heiligsprechung des Gründers Josemaría Escrivá.

Der antikatholische Film ‘Sakrileg’
Die Hauptfigur des antikatholischen Filmes ist Dr. Robert Langdon (Tom Hanks) - Dozent für religiöse Symbolologie an der Universität Harvard.

Er wird während eines Aufenthalts in Paris in einen merkwürdigen Kriminalfall verwickelt.

Im Bild: Langdon auf der Pyramide der französischen Königsresidenz Louvre in Paris.Der Kurator des Louvre, Jacques Saunière, wird mitten in der Nacht im Museum ermordet.

Bevor er starb hat er jedoch eine verschlüsselte Botschaft für seine Enkelin Sophie Neveu (Audrey Tautou) hinterlassen.

Sie wird als Kryptologin bei der Pariser Polizei in den Fall hineingezogen.Es stellt sich heraus, daß Sophies ermordeter Großvater der Großmeister der Freimaurerbruderschaft von Sion war.

Der Journalist wirft ein, daß manche im Film gezeigten Praktiken wie Selbstgeißelungen mit einem am Oberschenkel festgezogenen Dornenband oder einer fünfschwänzigen Peitsche obskur anmuteten.

„Sie sitzen dem ‘Sakrileg-Fehler’ auf“ – kontert der Opus-Dei-Sprecher. Kein Christ im Opus Dei praktiziere Buße so wie im Film beschrieben.

Niemand schädige seinen Körper. Vielmehr sei der Christ verpflichtet, seinen Körper gesund zu erhalten.

Im Opus Dei spiele diese Art der körperlichen Buße eine untergeordnete Rolle:

„Aber das Bußband und die kleine Bußgeißel aus Hanfkordeln gehören seit jeher zum Normalinventar unzähliger Christen, die auch den Körper auf den Weg der Christusnachfolge mitnehmen – zum Beispiel Papst Johannes XXIII. und Mutter Teresa.“

„Eine Geißel gehört zum ‘Normalinventar’ des Christen?“ – hakt der Journalist nach.

Bouillon antwortet, daß die christliche Bußpraxis den Menschen geistig und körperlich in einer homöopathischen Dosis am freiwilligen Erlösungsleiden Christi teilhaben lasse.

Im Übrigen sage man beim ‘Opus Dei’ immer wieder, daß mehr Geduld in Familie und Arbeitsplatz, das Ertragen von unvermeidlichen Krankheiten und anderen Widrigkeiten mehr Abtötung erfordert als eine eher symbolische körperliche Buße.

„Die wird von anderen, nicht von uns, gern in den Mittelpunkt der Wahrnehmung gestellt.“

Der ‘Spiegel’-Journalist zitiert den Heiligen Escrivá „Gesegnet sei Schmerz. Geliebt sei Schmerz. Geheiligt sei Schmerz … verherrlicht sei Schmerz“, um dem ‘Opus Dei’ eine Glorifizierung des Schmerzes vorzuhalten.

Pressesprecher Bouillon verweist auf den Kontext des Zitates: Der Heilige habe es einer im Sterben liegenden Tuberkulosekranken gesagt.

Im Zentrum des Denkens stehe die Gotteskindschaft des Menschen. Das bedeute, daß uns auch in den schwierigsten Situationen im Leben letztlich nichts passieren kann.
      
25 Lesermeinungen
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#25   El Greco   15:30:13 | Samstag, 3. Juli 2010
„Gesegnet sei Schmerz
Geliebt sei Schmerz. Geheiligt sei Schmerz … verherrlicht sei Schmerz“, um dem ‘Opus Dei’ eine Glorifizierung des Schmerzes vorzuhalten.
Der Schmerz ist ein heiliger Engel, und durch ihn sind die Menschen größer geworden als durch alle Freuden dieser Welt.
A. Stifter
:(3
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#24   ekstase   00:25:25 | Freitag, 2. Juni 2006
@centesimus annus
na na bitte nichts abfälliges über Liberalismus
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#23   centesimus annus   17:37:37 | Montag, 29. Mai 2006
tsssss…
…das ist doch abartig,mit welchen Schrägheit manche blödsinnigen Gutmenschen gegen das OPUS DEI hetzen. Das ist doch verrückt. Die OPUS DEI-Leute ist fromme Menschen, die viel Gutes tun und viele Menschen anleiten Gnaden des Himmels zu erhalten. Alles was nicht in den liberalistischen Quadratschädel mancher Trotteln paßt wird verdammt und unkritisch von Feinden der Kirche übernommen.
Davon abgesehen, dass Ihnen das Deitschkurs offensichtlich nicht viel gehilft haben tut, verbitte ich mir, dass Sie von sich („blödsinnig…Quadratschädel…Trottel…Feind der Kirche“) auf andere schließen. o.O
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#22   Thaddäus   16:16:29 | Sonntag, 28. Mai 2006
„Vielleicht“, auf das es ankommt
Dr. Christoph Heger schrieb am 28. Mai 2006 14:57:
„Wieso soll dieses ‘vielleicht’ meine Frage beantworten? Selbst wenn es stimmen sollte, bliebe die Frage, ob das überhaupt eine Besonderheit des Opus Dei ist.“
Weil sich dieses „Vielleicht“ nicht darauf bezieht, ob die zur Rede stehende Bußpraxis für Numerarier mehr oder weniger verpflichtend ist, sondern ob man dem „Opus Dei“ das („vielleicht“) vorwerfen könnte.
Ich werfe dem „Opus Dei“ diese Bußpraxis zwar nicht vor, habe aber weiter unten dargelegt, warum ich für mich solche Praktiken ablehne, und dass ich daher für mich eine Mitgliedschaft beim „Opus Dei“ definitiv ausschließe. Der Konflkt mit dem Gehorsamsversprechen wäre in diesem Punkt vorprogrammiert, und sowas überlegt man sich redlicher Weise vorher.
Wieweit ähnliche Bußpraktiken in anderen Orden noch „mehr oder weniger verpflichtend“ sind, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich dem Gedanken des Eintritts in eine andere Ordensgemeinschaft nie nahe getreten bin.
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#21   Guntram   15:31:22 | Sonntag, 28. Mai 2006
…das ist doch abartig,
mit welchen Schrägheit manche blödsinnigen Gutmenschen gegen das OPUS DEI hetzen. Das ist doch verrückt. Die OPUS DEI-Leute ist fromme Menschen, die viel Gutes tun und viele Menschen anleiten Gnaden des Himmels zu erhalten. Alles was nicht in den liberalistischen Quadratschädel mancher Trotteln paßt wird verdammt und unkritisch von Feinden der Kirche übernommen.
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#20   Dr. Christoph Heger   14:57:02 | Sonntag, 28. Mai 2006
@Thaddäus: Verstehe ich nicht.
sacerdos helveticus schrieb am 28. Mai 2006 12:36:
„Man könnte vielleicht dem Opus Dei vorwerfen, dies für seine Numerariermitglieder mehr oder weniger verpflichtend zu machen,…“
Dieses Zitat eignet sich denn auch als Antwort auf die Frage des Lesers Dr. Christoph Heger hier (26. Mai 2006) an mich.
Wieso soll dieses „vielleicht“ meine Frage beantworten? Selbst wenn es stimmen sollte, bliebe die Frage, ob das überhaupt eine Besonderheit des Opus Dei ist.
MfG
Christoph Heger
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#19   Thaddäus   13:12:56 | Sonntag, 28. Mai 2006
Zitat als späte Antwort
sacerdos helveticus schrieb am 28. Mai 2006 12:36:
„Man könnte vielleicht dem Opus Dei vorwerfen, dies für seine Numerariermitglieder mehr oder weniger verpflichtend zu machen,…“
Dieses Zitat eignet sich denn auch als Antwort auf die Frage des Lesers Dr. Christoph Heger hier (26. Mai 2006) an mich.
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#18   sacerdos helveticus   12:36:12 | Sonntag, 28. Mai 2006
Kritik am Opus Dei?
Dr. Heger hat vollkommen recht: Die körperliche Busse mit Bussgeisel und Bussgürtel o.ä,) war bei vielen Orden und einzelnen Christen. selbstverständliche Praxis seit der Spätantike.
Man könnte vielleicht dem Opus Dei vorwerfen, dies für seine Numerariermitglieder mehr oder weniger verpflichtend zu machen, aber die körperliche Busse findet sich auch in manchen alten Ordensregeln, war also nicht nur selbstgewählte Abötung.
Ob man diese Form heute noch als zeitgemäss findet, ist eine andere Frage.
Auf jeden Fall sollten Kritiker aus der Tradition doch das Opus Dei wenigstens dafür loben, dass es in diesem Punkt die Tradition aufrechterhält, wenn es in anderen Bereichen (vor allem Liturgie) auch (zum Teil vielleicht mehr aus Gehorsam denn aus Überzeugung) gewisse Anpassungen eingeführt hat- dies wäre eine zumindest konsequente Haltung.
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#17   Dr. Christoph Heger   14:01:21 | Samstag, 27. Mai 2006
@Thaddäus: Verstehe ich nicht.
… Nach gründlichem Studium der Geschichte. der Ordnung und der Praxis des Opus Dei konnte ich als einzigen, aber für mich alles entscheidenden Einwand nur die Bußpraxis des Opus Dei durch köperliche Bußübungen erkennen.
Ich habe mit dem Opus Dei „nichts am Hut“. Aber diese Begründung verstehe ich nicht. Körperliche Bußübungen sind doch keine Besonderheit des Opus Dei, sondern uralte Praxis verschiedenster frommer Orden.
MfG
Christoph Heger
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#16   RexRegis   13:00:11 | Samstag, 27. Mai 2006
Doppelmoral
Menschen, die BDSM unter dem Motto SSCS praktizieren, verteufeln, selbst BDSM praktizieren, und es dann noch mit dem Mäntelchen des Glaubens dekorieren – ich hasse diese Doppelmoral.
Einfach dazu stehen, ausleben, und genießen wäre der ehrlichere Weg, aber da kann man ja nicht mehr auf andere verächtlich herabsehen …
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#15   Montabaur   11:05:42 | Samstag, 27. Mai 2006
am Anfang ist jetzt das Bild
Das Erfolg vom Da Vinci Code kann man nur so interpretieren. Deshalb ist die Bitte des Opus Dei den DVC nicht zu boykottieren sinnvoll, denn wir wissen, dass die Suche des Bildsinnes zurück zur Spiritualität wieder führt.
www.chartaland.de
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#14   Dr. Otterbeck   08:16:29 | Samstag, 27. Mai 2006
Sehr richtig,
man kann zwar nicht immer erlöst aussehen, aber doch ein bisschen „erlöster“…
O:)
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#13   methusalix †   00:26:19 | Samstag, 27. Mai 2006
Sehr geehrter Herr Doktor Otterbeck
Die Leute sehen aus, als trügen sie „Bußgürtel“, dabei tragen Sie nur 20 % Übergewicht mit sich herum.
Das erstemal stimme ich völlig mit Ihnen überein! Wie sagte schon Thomas Gottschalk bereits vor über zwanzig Jahren, auf die Frage, was er denn predigen würde, wenn er es denn dürfte: „Sehen sie bitte alle ein klein wenig erlöster aus!“
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#12   Dr. Otterbeck   20:50:35 | Freitag, 26. Mai 2006
Unser deutsches Altenvolk
könnte ruhig ein bisschen netter aus der Wäsche schauen. Wenn man hier in Köln mit der Straßenbahn durch die Gegend fährt, bekommt man nicht selten eine Fahrt durch die „Geisterbahn“ geboten, das ist sicherlich nicht die civiltà del cuore di Cristo, an die der Papst 1986 erinnerte (und B XVI am 15.05. aus Anlass des 50. Jahrestages der Herz-Jesu-Enzyklika Pius XII.).
Die Leute sehen aus, als trügen sie „Bußgürtel“, dabei tragen Sie nur 20 % Übergewicht mit sich herum.
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#11   Thaddäus   20:18:09 | Freitag, 26. Mai 2006
Wider das „ewige Lächeln“
wolfgang e. schrieb am 26. Mai 2006 18:16:
„Für den ‘normalen’ Christen empfiehlt sich: Lächeln, auch wenn der Andere mühsam ist…“
Ich persönlich mag diese ewigen Lächler nicht so sehr, denen man durch ihr Lächeln hindurch anmerkt, wie mühsam man ihnen ist. Und dass sie meine Mühsamkeit womöglich als Vehikel beützen, um „christliche Geduld zu üben“ und bei Gott zu „punkten“. Mir sind Leute lieber, die es mir sagen, wenn ich ihnen mühsam bin, und warum, und ich kann das auch ertragen.
Und anderen – in Liebe – zu sagen, dass sie mühsam sind, kann unter Umständen ein größerer Freundschafts- („Liebes-“) Dienst sein als das „lächelnde Ertragen“. Und ist in in jedem Fall ehrlich.
Ich glaube, dass es zwar christlicher – und allgemein-menschlicher – Auftrag ist, die eigene Vitatlität und das Temperament zu kultivieren, nicht aber, sie hinter maskenhaftem Lächeln zu verstecken.
Der Blick auf den biblischen Jesus lässt jedenfalls eine vitale und temperamentvolle Persönlichkeit erahnen!
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#10   methusalix †   19:39:08 | Freitag, 26. Mai 2006
Freud hätte seine Freude an diesen Ergüssen,
bestätigen sie doch seine Erkenntnisse über den Menschen, sein Ich und sein Über-Ich aufs trefflichste.
Wenn es bei kleineren Selbstverletzungen bleibt, sollte das alles ja kein Problem sein.
Was aber, wenn es überhand nimmt? Dann wäre der Gang zum Psychiater sicher indiziert, und der in den nächsten Beischtstuhl. Denn letztendlich ist das die Beschädigung eines Gotteswerkes, schlimmstenfalls bis zur psychischen und physischen Zerstörung desselben.
PS Könnte nicht auch ein ordentlicher Exorzismus bei diesen übereifrigen möchtegern-Büssern helfen? Man sollte HW Amorth zu Rate ziehen.
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#9   Thaddäus   19:27:02 | Freitag, 26. Mai 2006
Das Leben ist hart genug
Ich habe es vor etlichen Jahren nicht ausgeschlossen, mich um die Mitgliedschaft beim Opus Dei zu bewerben. Nach gründlichem Studium der Geschichte. der Ordnung und der Praxis des Opus Dei konnte ich als einzigen, aber für mich alles entscheidenden Einwand nur die Bußpraxis des Opus Dei durch köperliche Bußübungen erkennen.
„Das Leben ist hart genug“, und das Leid („Kreuz“) dort im Vertrauen auf Gottes Vorsehung annehmen, wo man ihm nicht – ohne Aufgeben lebenstragender Werte – entrinnen kann, ist im Sinne Jesu.
Selbstgeisselungen, das Tragen von Bußgürteln und ähnliche Praktiken lehne ich genauso ab, wie das Zurschaustellen von Leuten, die sich in der Fehlannahme, damit Jesus besonders eng nachzufolgen, öffentlich kreuzigen lassen.
„Jeder nehme sein Kreuz auf sich“, ja! SEIN Kreuz, sein eigenes, ihm bemessenes. Bei Jesus war es jenes aus Holz, dem er ohne Aufgabe seines Auftrages nicht entrinnen konnte, bei anderen Menschen mag es jenes individuelle Leid sein, das auf sie unausweichlich zukommt.
Und wenn es sich bei den Geisseln ohnehin nur um „harmlose“ Bußwerkzeuge handelt, wie man immer wieder hört, dann frage ich mich erst recht, wozu sie gut sein sollen: Zum „Buße-Spielen“?
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#8   Dr. Otterbeck   18:23:37 | Freitag, 26. Mai 2006
Wolfgang E.
Ihre Bemühungen in Ehren, aber Schmerz und Leid werden so selektiv wahrgenommen, dass die Leute, wie „Aphrodite“ schon bekundete, auch die wohlmeinendste Erläuterung der Bußpraxis nicht kapieren werden.
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#7   wolfgang e.   18:16:18 | Freitag, 26. Mai 2006
Ja, der Schmerz ist ein Skandalon,
aber er ist Bestandteil unserer Religion, denn wir glauben an einen Gott, der sich aus Liebe zu den Menschen herabließ, selbst Mensch zu werden, und durch freiwilliges Leiden am Kreuz die Menschen zu erlösen.
Schmerz ist im Christentum kein Selbstzweck.
Vor der Erlösung war der Schmerz bitter, denn er war eine Konsequenz der Entfernung der Menschen von Gott durch die Sünde und konnte daher von den Menschen nur als Strafe verstanden werden.
Erst durch die Erlösung ist der Schmerz nun gesegnet, nicht um des Schmerzes willen, sondern, weil durch die Erlösungstat Christi, der Schmerz zum Instrument der Erlösung geworden ist.
Das Christentum ist daher die einzige Religion der Welt, die auf die Frage nach dem Sinn des Leides eine positive Antwort geben kann.
Viele große Heilige haben daher ihr Leiden im Lichte dieses Glaubens als Teilhabe am Erlösungswerk Christi erkannt, und sind daher nicht am Leid verzweifelt. Einige wenige Heilige haben darüber hinaus auch freiwillige leibliche Bußübungen auf sich genommen (St. Franziskus, Thomas Morus, Theresa v. Avila, Johannes von Kreuz, der Pfarrer von Ars), andere haben von Christus selbst die Wundmale empfangen und damit auch sichtbar an Christi leiden Anteil gehabt (z.B. St. Franziskus).
Diese Bußübungen oder auch die Stigmata sind, wie Gotthard richtig bemerkt, Sonderfälle.
Für den „normalen“ Christen empfiehlt sich: Lächeln, auch wenn der Andere mühsam ist; Geduld, auch wenn der Tag mühsam war;…
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#6   Dr. Otterbeck   17:47:39 | Freitag, 26. Mai 2006
C.A.:
Das ist der Grund, warum man sich heute mit dem Integralismus befassen muss, obwohl es ein „alter Hut“ zu sein scheint: „Vielleicht macht Scientology auch mit…“
Sie meinten das scherzhaft. Aber von da her weht der Wind: „Man“ will eine okkulte, gnostische, mediokre Religiosität am Rande der Gesellschaft herablassend tolerieren („Privatsache“). Munter wird die Debatte immer erst dann, wenn „Einmischung“ droht. Dass die nötig ist, das hat der Papst heute in Polen wieder gesagt.
Es geht um die Wahrheit, immer noch, öffentlich.
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#5   centesimus annus   17:40:44 | Freitag, 26. Mai 2006
übrigens…
teilt nicht auch die fsspx diese leibfeindlich-selbstverstümmlerische atitüde? wäre über diesen weg nicht vielleicht sogar eine hereinholung dieser häretiker in unsere heiligste mutter kirche möglich? obwohl: ich darf ja keinen zweifel daran lassen, dass ich eher für eine exportierung der anderen häretiker bin. könnten dann ein joint-venture gründen fsspx-od-… (vielleicht macht scientology auch mit?)
:)3
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#4   aphrodite †   17:17:49 | Freitag, 26. Mai 2006
lustig
mit solchen Interviews wird das Bild das Außenstehende vom Opus Dei schlimmer und düsterer als im Film – und das auch noch sachlich fundiert und vom Pressesprecher bestätigt. Was will man mehr – wohl das einzig gute an dem Film, dass jetzt wirklich klar ist, dass Opus Dei eine miese, fundamentalistische und menschenverachtende Sekte ist.
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#3   centesimus annus   17:13:29 | Freitag, 26. Mai 2006
Schmerzverherrlichung
Also, Schmerzverherrlichung ist schon ein Zeichen von extensiv gelebter, selbst verschuldeter Weltfremdheit. Dies kann man nicht nur durch die biologische Funktion von Schmerzen belegen, sondern auch anthropologisch hundertfach untermauern. Aber bitte, seine Schmerzverherrlichung auch noch leidenden, kranken aufs Aug zu drücken, das ist nicht nur Weltfremdheit sondern auch noch Menschenverachtung. Das ist nicht christlich, auch nicht katholisch!
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#2   Gotthard   17:02:48 | Freitag, 26. Mai 2006
Normalinventar
Aber das Bußband und die kleine Bußgeißel aus Hanfkordeln gehören seit jeher zum Normalinventar unzähliger Christen
Zu meinem Normalinventar gehören diese Ausstattungsstücke aus der Folterkammer nicht … und ich kenne auch niemand, bei dem/der das anders wäre.
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#1   timpressum †   16:39:03 | Freitag, 26. Mai 2006
Mumpitz
Der ‘Spiegel’-Journalist zitiert den Heiligen Escrivá „Gesegnet sei Schmerz. Geliebt sei Schmerz. Geheiligt sei Schmerz … verherrlicht sei Schmerz“, um dem ‘Opus Dei’ eine Glorifizierung des Schmerzes vorzuhalten.
Pressesprecher Bouillon verweist auf den Kontext des Zitates: Der Heilige habe es einer im Sterben liegenden Tuberkolosekranken gesagt.
Auch das finde ich eine Perversion des Glaubens!
Im Zentrum des Denkens stehe die Gotteskindschaft des Menschen.
Kein Vater mutet seinem Kind zu, daß es sich Schmerzen zufügen soll!
Aber solche Spielzeuge scheinen ja wirklich zur Standartausrüstung des masochistisch denkenden Fundamentalkatholiken zu gehören. Gut, daß nicht alle Katholiken so denken…
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