15:29:29 | Freitag, 26. Mai 2006
Das Bußband und die kleine Bußgeißel aus Hanfkordeln gehörten seit jeher zum Normalinventar unzähliger Christen – unter ihnen Papst Johannes XXIII. oder Mutter Teresa.
(kreuz.net, ) Der deutsche Sprecher der Personalprälatur ‘Opus Dei’, Hartwig Bouillon, äußerte sich
am 17. Mai – dem Tag der Premiere des antikatholischen Hetzfilmes ‘Sakrileg’ – vor ‘Spiegel Online’ über
die im Film kolportierten Diffamierungen seiner Gemeinschaft.
Zur Frage, warum das ‘Opus Dei’ nicht zum
Boykott aufrufe, erklärte Pressesprecher Bouillon, daß der Film diese Anstrengung nicht lohne: „Wenn
Menschen durch ihn auf uns aufmerksam werden – okay.“
Im letzten Monat hätte die Homepage der Personalprälatur
über drei Millionen Zugriffe verzeichnet – zehnmal soviel wie im Oktober 2002 bei der Heiligsprechung
des Gründers Josemaría Escrivá.
Der antikatholische Film ‘Sakrileg’

© Sony Pictures

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Sony Pictures

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Sony Pictures
Der Journalist wirft ein, daß manche im Film gezeigten Praktiken wie Selbstgeißelungen
mit einem am Oberschenkel festgezogenen Dornenband oder einer fünfschwänzigen Peitsche obskur anmuteten.
„Sie sitzen dem ‘Sakrileg-Fehler’ auf“ – kontert der Opus-Dei-Sprecher. Kein Christ im Opus Dei praktiziere
Buße so wie im Film beschrieben.
Niemand schädige seinen Körper. Vielmehr sei der Christ verpflichtet,
seinen Körper gesund zu erhalten.
Im Opus Dei spiele diese Art der körperlichen Buße eine untergeordnete
Rolle:
„Aber das Bußband und die kleine Bußgeißel aus Hanfkordeln gehören seit jeher zum Normalinventar
unzähliger Christen, die auch den Körper auf den Weg der Christusnachfolge mitnehmen – zum Beispiel
Papst Johannes XXIII. und Mutter Teresa.“
„Eine Geißel gehört zum ‘Normalinventar’ des Christen?“ –
hakt der Journalist nach.
Bouillon antwortet, daß die christliche Bußpraxis den Menschen geistig und
körperlich in einer homöopathischen Dosis am freiwilligen Erlösungsleiden Christi teilhaben lasse.
Im Übrigen sage man beim ‘Opus Dei’ immer wieder, daß mehr Geduld in Familie und Arbeitsplatz, das
Ertragen von unvermeidlichen Krankheiten und anderen Widrigkeiten mehr Abtötung erfordert als eine eher
symbolische körperliche Buße.
„Die wird von anderen, nicht von uns, gern in den Mittelpunkt der Wahrnehmung
gestellt.“
Der ‘Spiegel’-Journalist zitiert den Heiligen Escrivá „Gesegnet sei Schmerz. Geliebt sei
Schmerz. Geheiligt sei Schmerz … verherrlicht sei Schmerz“, um dem ‘Opus Dei’ eine Glorifizierung des
Schmerzes vorzuhalten.
Pressesprecher Bouillon verweist auf den Kontext des Zitates: Der Heilige habe
es einer im Sterben liegenden Tuberkulosekranken gesagt.
Im Zentrum des Denkens stehe die Gotteskindschaft
des Menschen. Das bedeute, daß uns auch in den schwierigsten Situationen im Leben letztlich nichts passieren
kann.
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El Greco 15:30:13 | Samstag, 3. Juli 2010
#24
ekstase 00:25:25 | Freitag, 2. Juni 2006
#23
centesimus annus 17:37:37 | Montag, 29. Mai 2006
#22
Thaddäus 16:16:29 | Sonntag, 28. Mai 2006
#21
Guntram 15:31:22 | Sonntag, 28. Mai 2006
#20
Dr. Christoph Heger 14:57:02 | Sonntag, 28. Mai 2006
#19
Thaddäus 13:12:56 | Sonntag, 28. Mai 2006
#18
sacerdos helveticus 12:36:12 | Sonntag, 28. Mai 2006
#17
Dr. Christoph Heger 14:01:21 | Samstag, 27. Mai 2006
#16
RexRegis 13:00:11 | Samstag, 27. Mai 2006
#15
Montabaur 11:05:42 | Samstag, 27. Mai 2006
#14
Dr. Otterbeck 08:16:29 | Samstag, 27. Mai 2006
#13
methusalix † 00:26:19 | Samstag, 27. Mai 2006
#12
Dr. Otterbeck 20:50:35 | Freitag, 26. Mai 2006
#11
Thaddäus 20:18:09 | Freitag, 26. Mai 2006
#10
methusalix † 19:39:08 | Freitag, 26. Mai 2006
#9
Thaddäus 19:27:02 | Freitag, 26. Mai 2006
#8
Dr. Otterbeck 18:23:37 | Freitag, 26. Mai 2006
#7
wolfgang e. 18:16:18 | Freitag, 26. Mai 2006
#6
Dr. Otterbeck 17:47:39 | Freitag, 26. Mai 2006
#5
centesimus annus 17:40:44 | Freitag, 26. Mai 2006
#4
aphrodite † 17:17:49 | Freitag, 26. Mai 2006
#3
centesimus annus 17:13:29 | Freitag, 26. Mai 2006
#2
Gotthard 17:02:48 | Freitag, 26. Mai 2006
#1
timpressum † 16:39:03 | Freitag, 26. Mai 2006