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Freitag, 26. Mai 2006 18:07
Wer keine positive Muttererfahrungen besitzt, wird sehnsuchtskrank. Er wird versuchen, seinen Heißhunger nach Liebe anderswo zu stillen – oft mit zerstörerischen Folgen. Ein Mahnruf von Christa Meves.
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Montag, 29. Mai 2006 11:15
stat crux: Missverständnis
Die „Ultrakatholen“, wie „Deus“ sich ausdrückte, wissen genau, dass sie nie die Macht ergreifen werden, um ihre Wertvorstellungen für andere zur Pflicht zu machen. Es geht hier zuvörderst um die Solidarisierung des Milieus „nach innen“. Der Integralismus ist sich im Prinzip darüber im Klaren, dass er auf verlorenen Posten steht. Die Verirrung in politische Extremforderungen dient zuerst der Selbstbestätigung, dass diese eine, katholische Wahrheit „integral“ ist. Ursache dieser Konfusion einer religiösen Überzeugung mit einem v.a. strafjuristischen Forderungskatalog an den Gesetzgeber ist aber jene Konfusion der Ebenen, die ich seit Moinaten hier aufzuklären versuche. Der Christkönig „wohnt“ eine Etage höher, auch der Streit um Relativismus vs. Dogma findet „drüber“ statt. Die Wahrheit der Religion ist, weil wahr, unempfindlich gegen den Widerspruch anderer Religionen; daher sind die anderen auch „gesellschaftlich“ tolerierbar, sogar akzeptabel. Die Angst, dass die eigene Religion „unwahr“ sein könnte, treibt dazu, sie auf ein bestimmtes in Raum und Zeit lokalisierbares Weltbild zuzuschneiden. Denselben Fehler machen auch „linke“ und „liberale“ Christen, im prot. Lager sogar noch hilfloser. Aber die Abgrenzung ist schwierig! Darum vertraut der Katholkik hier auf die Kompetenz-Kompetenz von Papst und Bischöfen, die das Dogma einerseits und die Gesellschaftslehre andererseits profilieren.
Sonntag, 28. Mai 2006 13:38
_xyz_: deusex und die Kulissenschieberei
Die frühmorgendliche Suada an die Adresse Benedikts über die zu verhindernde Glaubensdiktatur hat in den wichtigsten Meinungsgegnern unter diesem Artikel und in der katholischen Kirche von heute überhaupt keinen korrekten Adressaten und dient daher nur der Verschleierung des von d. weiterhin gerechtfertigten straflosen Kindermordes in gigantischen Ausmaßen. Noch aus der Zeit, als er sich demondeLuxe nannte, kann d. eigentlich wissen, wie vehement ich gegen die Integralisten auf kreuz.net zu Felde gezogen bin: für die Religionsfreiheit, für die Sphärentrennung metaphysischer Wahrheitssuche und staatlicher Zwangsbefugnis. Natürlich will von uns niemand den katholischen Staat (die Kirche selber will ihn nicht!). Auch nach katholischer Auffassung ist dem Staate wesentlich das friedliche Miteinander und die Koexistenz seiner Bürger in freiheitlich-rechtlichem Rahmen anvertraut und nicht das ewige Heil, um das sich die Kirche kümmert in Verkündigung und Sakramentsausspendung.

Die Ablehnung des Kindermordes dagegen ergibt sich schon aus rein rechtsphilosoph. und jurist. Überlegungen. Hier gibt es keine „Meinungsfreiheit“ oder es gäbe sie auch bei Raubmord, Diebstahl, Vergewaltigung etc. Wenn schon von Juristen, Philosophen, Ärzten und Wissenschaftlern unabhängig von ihrem Glaubensbekenntnis die „Rechtswidrigkeit“ der (lediglich straflos gestellten, niemals aber akzeptierten) Abtreibung erkannt wird, dann geht es hier doch offenkundig um das Recht und seine Grundlage selber.
Sonntag, 28. Mai 2006 13:27
Benedikt: @ deusexmachina
ICH will KEINEM Katholiken etwas vorschreiben.

Diese Aussage von Ihnen ist ein bloßes Lippenbekenntnis. Ich habe Sie hier – zuletzt gestern – schon häufiger darauf aufmerksam gemacht, dass Sie der Kirche Rechte bestreiten wollen, die andere Elemente der Gesellschaft ganz selbstverständlich innehaben und auch ausüben. Während (oft diesbezügl. ungelernte) Politiker ihre Vorstellungen sogar verpflichtend in Gesetzesform gießen, bestehen Sie offenbar darauf, dass die Kirche nicht mal am gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess teilhaben sollte, der neben den Parteien auch noch von Medien, Gewerkschaften, Industrieverbänden und sonstigen Interessenverbänden als integraler Bestandteil ihres Daseins ausgeübt wird. Alle diese Verbände fordern die Umsetzung ihrer Vorstellungen in Gesetze, was die Kirche nicht einmal konkret tut: Die Ehe ist nunmal urspr. ein kirchl. Sakrament, dass der Staat verweltlicht hat, jetzt muss er damit leben, dass die Kirche weiterhin sagt, was sie unter Ehe versteht.

In MEINEM Staat können Sie leben, wie es Ihnen gefällt

Nein, das kann ich nicht. Sie wollen mir mein Recht auf politische und gesellschaftliche Meinungsäußerungen bestreiten, während Sie sich selbiges zuerkennen. Sie sind nicht liberal, falls sie das vielleicht meinen, da Ihre Liberalität nur so weit geht, wie Sie selbst nicht betroffen sind.
Sonntag, 28. Mai 2006 05:02
deusexmachina: @Benedikt – Sie haben’s immer noch nicht verstanden
Sie reiten auf einem vermeintlichen „messianischen Eifer“ herum. Vielleicht kommt es Ihnen ja irgendwann einmal in den Sinn, dass dies Verteidigung gegen die hier auf kreuz.net propagierten Aggressionen ist? Noch einmal, weil Sie das immer so akkurat übersehen:

ICH will KEINEM Katholiken etwas vorschreiben.

Und wie sieht es umgekehrt aus?

Alles, was man hier liest, läuft auf die Einschränkung Andersdenkender hinaus. Dabei VERLANGT niemand von Ihnen, dass Sie schwul werden, abtreiben oder sexuelle Freiheiten ausleben – das steht Ihnen völlig anheim, da wird Ihnen niemand reinquatschen. Man wird Ihnen Ihr Verhalten nicht nur nicht verbieten, man wird es auch nicht angreifen, Sie deswegen als Untermenschen oder als pervers bezeichnen – alles Dinge, die umgekehrt von diesen Paradekatholiken hier regelrecht als Gewohnheitsrecht reklamiert werden.

Vielleicht begreifen Sie das endlich ‘mal: Diese Ultrakatholen, die anderen ihr Leben vorschreiben wollen, sind die Aggressoren. Wären sie es nicht – herrjeh, sie könnten mir egaler nicht sein. Oder meinen Sie, ich rege mich über Odin- und Freyagläubige auf? Nein? Warum wohl nicht?

WEIL DIE SICH NICHT DAZU AUFBREZELN, IN MEIN LEBEN REINZUQUATSCHEN BZW. ES ZU VERSUCHEN.

So einfach. In MEINEM Staat können Sie leben, wie es Ihnen gefällt, meinetwegen wohnen Sie in der Kirche, mir egal. In IHREM Staat aber müsste ich auswandern, der wäre so weit nicht weg vom Mullahregime Ahmadinedschads.
Sonntag, 28. Mai 2006 02:34
methusalix †: lassen wir es
es führt ja doch zu nichts
Sonntag, 28. Mai 2006 01:34
Benedikt: @ methusalix
An welcher Stelle wurde sich denn über einen konkreten Kindermord aufgeregt? Ich wüsste keine, erst recht nicht von mir. Es wurde allgemein formuliert, also abstrakt. Ich bin gegen Abtreibung, was nicht heißt, dass ich vor einer Frau, die abgetrieben hat ausspucken würde. Falls Sie das glauben, so sollten Sie sich ernsthaft fragen, ob Sie nicht schon den Glauben an das Gute im Menschen verloren haben. In dem Fall wäre aber auch klar, dass das Problem bei Ihnen liegt, weswegen Sie Ihre absurden Vorwürfe gegen meine Person eventuell noch mal überdenken sollten.

Gruß und schönen Sonntag
Benedikt
Sonntag, 28. Mai 2006 01:27
methusalix †: …abstrakten(!) Frage der Abtreibung…
Abstrakt? Das glauben sie doch selbst nicht! Wozu dann die Aufregung über die „Kindermorde“?
Sonntag, 28. Mai 2006 00:08
Benedikt: @ methusalix
Dass Nächstenliebe hier kein Thema ist, habe ich inzwischen auch begriffen. Hier geht es eher etwas heftiger zu, um es mal euphemistisch auszudrücken.

Lassen Sie das doch. Wie ich schon sagte: Das ist ein Diskussionforum, auf dem kontrovers diskutiert wird. Nicht mehr und nicht weniger. Die karitativen Aufgaben funktionieren abseits der Tastatur ein wenig besser. Wie soll das denn Ihrer Meinung nach in einem Internetforum von statten gehen?

Trotzdem, so wie Sie sich hier zeigen, ist Nächstenliebe für Sie absolut kein Thema und das ist schade, weil es doch das zentrale Gebot unseres geminsamen Glaubens ist,

Nehmen Sie es mir nicht übel, aber Sie sind ein Verleumder. Was wissen Sie von mir? Was hat das mit meiner Einstellung zur abstrakten(!) Frage der Abtreibung zu tun, von der Sie wieder einmal erfolgreich ablenken? Ich könnte mit demselben Recht das gleiche von Ihnen behaupten. Das würde ich mich aber nicht erdreisten zu tun. Da haben Sie weniger Hemmungen. Armselig, wirklich sehr armselig. Offenbar können Sie nicht abseits einer persönlichen Schiene diskutieren. Schade.
Samstag, 27. Mai 2006 23:59
methusalix †: @bendikt
Nächstenliebe meinerseits können Sie gar nichts wissen und das ist hier auch nicht Thema.

Dass Nächstenliebe hier kein Thema ist, habe ich inzwischen auch begriffen. Hier geht es eher etwas heftiger zu, um es mal euphemistisch auszudrücken.

Trotzdem, so wie Sie sich hier zeigen, ist Nächstenliebe für Sie absolut kein Thema und das ist schade, weil es doch das zentrale Gebot unseres geminsamen Glaubens ist, das wir von unseren älteren Geschwistern, den Juden, übernommen haben.
Samstag, 27. Mai 2006 23:43
Benedikt: @ methusalix
Vergessen Sie’s Höck, Benedikt und Konsorten! Solange Sie nicht anfangen durch Ihr Vorbild und Ihre Nächstenliebe alleine zu wirken, stehen sie auf verlorenem Posten.

Sparen Sie sich das Pathos. Das hier ist ein Internetforum, in dem Themen kontrovers diskutiert werden. Über die Ausübung der Nächstenliebe meinerseits können Sie gar nichts wissen und das ist hier auch nicht Thema.

@ deusexmachina
Und es liegt gewiss nicht in der Macht eines Höck oder eines Benedikt, mein Selbstverständnis ins Wanken zu bringen – da überschätzen Sie sich, mein Gutester

Daran habe ich auch kein Interesse. Allein Ihre Beiträge lassen darauf schließen. Im Prinzip könnte Ihnen eine Glaubensaussage etwas zum Heil der Seelen oä völlig egal sein, aber Sie versuchen hier jedes Mal, einen vermeintlich neutralen Standpunkt zu Gehör zu bringen, dessen Vertretung von keinem Gläubigen verlangt werden kann. Ihr Eifer in dieser Hinsicht ist geradezu messianisch, offenbar müssen Sie hier etwas übertünchen. Das ist einfach mein Eindruck.

Erst, wenn Sie Unfehlbarkeit für Ihre Ansichten reklamieren und von diesem hohen Ross aus moralische Urteile über ANDERE fällen und diese zum verpflichtenden Allgemeingut wandeln möchten, wird’s kritisch.

Ja hatten wir schon.

Sie haben noch nie begriffen, dass es dabei um Vorschriften für NICHTgläubige geht.

Wir ahtten auch schon, dass das Unsinn ist.
Samstag, 27. Mai 2006 23:26
Höck: Der Text enthält deswegen einen Stachel für Leute wie m. und d., weil sie sich offenbar rein willkürlich und auf der Basis zahlreicher LÜGEN im Wahn der moralischen Unangreifbarkeit dünken, …

…un das kann natürlich absolut nicht sein, da Sie selbst im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheit und unagreifbar sind! Ja ja, das versuchen uns die Kirchenbeamten seit Jahrhunderten einzutrichtern; früher mit Gewalt bis hin zum Autodafe, heute, Dank sei Gott, nur noch mit immer wiederkehrenden Behauptungen, die, weil nicht verifizierbar, ja von Gott kommen müssen.

Vergessen Sie’s Höck, Benedikt und Konsorten! Solange Sie nicht anfangen durch Ihr Vorbild und Ihre Nächstenliebe alleine zu wirken, stehen sie auf verlorenem Posten.

Dabei haben wir absolut das gleiche Ziel: Minderung der Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche. Sie glauben aber immer noch dieses Ziel mit der Brechstange durchsetzen zu müssen und geraten immer wieder in Wut und Verzweiflung, angesichts Ihrer Misserfolge. Wann merken Sie es endlich? Glauben kann nicht befohlen werden! Er muss, wie der Name sagt, geglaubt werden.
Samstag, 27. Mai 2006 21:15
_xyz_: Methusalix scheitert deswegen an dem
Kuby-Text, weil er die Frage ok-sein/nicht-ok-sein gar nicht einmal als wahrheitsfähige Aussage erkennt, sondern als eine willkürliche Selbstaussage (bzw. Fremdzuschreibung) unter beliebigen und lebensdienlichen/egoistischen Gesichtspunkten (im Stile von Mr. Harris, womöglich). (Von Alleinbesitz der Wahrheit u. dergl. stand in dem Text überhaupt nichts und die ganzen Überlegungen des Lesers m. gehen schließlich völlig am Text vorbei)

Der Text enthält deswegen einen Stachel für Leute wie m. und d., weil sie sich offenbar rein willkürlich und auf der Basis zahlreicher LÜGEN im Wahn der moralischen Unangreifbarkeit dünken, während sie den Kindermord und andere Greuel theoretisch rechtfertigen und praktisch-publizistisch vorantreiben. Daß sie offenkundige Verfehlungen so umdeuten, daß ihr positives Selbstbild erhalten bleibt, diese Erfahrung haben wir gerade mit Leuten gemacht, die zur Umkehr (conversio, davon abgeleitet „Konvertit“) in jedem Falle – auch im Falle erwiesenen Irrtums – unfähig, oder besser: unwillig sind. Der Vorwurf an irgendjemand, er sei „Konvertit“, könnte sich schnell zum Gegenvorwurf verwandeln, er sei nicht einmal mehr dazu fähig und Gefangener eines wirklichkeitsverzerrenden Selbstdünkels!
Samstag, 27. Mai 2006 20:36
deusexmachina: @Benedikt
Sie werden lachen: Ich bin selbstkritisch genug, als dass ich mich beim Abfassen der Zeilen gefragt habe: „Na, ob nicht irgendwer dasselbe von DIR sagt?“. Ihre Bemerkung wurde also antizipiert.

Tatsächlich ist es schwierig, die Motive eines – noch dazu: persönlich unbekannten – Gegenübers zu mutmaßen. Bei manchen liegt es auf der Hand. Bei anderen trügt der Schein.

Nur, sehen Sie: Ich benötige da keine Bestätigung, „leide“ nicht. Und es liegt gewiss nicht in der Macht eines Höck oder eines Benedikt, mein Selbstverständnis ins Wanken zu bringen – da überschätzen Sie sich, mein Gutester ;O)

Ob sich Gläubige klar machen, dass sie sich genauso wie jeder andere irren können, spielt für mich erst dann eine Rolle, wenn es zu praktischen Konsequenzen kommt. Ob Sie, Benedikt, an den wilden Watz oder an den lieben Gott glauben, das ist Ihr Privatvergnügen. Erst, wenn Sie Unfehlbarkeit für Ihre Ansichten reklamieren und von diesem hohen Ross aus moralische Urteile über ANDERE fällen und diese zum verpflichtenden Allgemeingut wandeln möchten, wird’s kritisch. Das Thema hatten wir schon ‘mal – bitte ersparen Sie mir den X. Aufguss der am Thema vorbeigehenden Aussage, dass Gläubige „wie jeder andere auch ihre Position vermitteln wollen“ – Sie haben noch nie begriffen, dass es dabei um Vorschriften für (auch) NICHTgläubige geht. Sie können mir ja aufzeigen, wann umgekehrt ich je IHNEN solche Vorschriften hätte machen wollen.

DAS ist der Unterschied.
Samstag, 27. Mai 2006 19:58
methusalix †: @höck und benedikt
Thomas A. Höck: Die Konvertitin Gabriele Kuby und diejenigen…Kuby schreibt:
„Die tragende Säule der unerleuchteten und ungeläuterten Identität ist: Ich bin gut…

Zu diesem Thema empfehle ich dringend die Lektüre von Thomas A. Harris: Ich bin OK, du bist OK.
Wer glaubt, dass alle anderen nicht OK sind und man selbst ist als einziger im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheit, der ist lediglich überheblich, die übliche, römisch-katholische Arroganz; dem fehlt es an der notwendigen Demut. Wer glaubt alle anderen sind OK, nur er selbst ist nicht OK, ist auf dem absteigenden Weg, bis hin in den Suizid.
Die zerstörerischste Einstellung ist aber „ich bin nicht ok, du bist nicht ok“ die hier anscheinend bei einigen Mitdiskutanten vorherrscht und die ist absolut katastrophal, was ja auch manchmal zum Ausdruck gebracht wird, incem bahauptet wird, dass wir alle vor dem Untergang stehen, sei es moralisch oder zumindest wirtschaftlich; wer sich nicht sofort und absolut Gott unterwirft (gemeint ist natürlich der Stellvertreter) wird untergehen und so weiter und so fort, was der Schreckensszenarien mehr sind.
Das sind alles nur verkappte Machtansprüche. Man vewindet es nicht, dass die Kirchenbeamten seit mehr als einem halben Jahrhundert den weltlichen Machtanspruch aufgeben mussten und jammert jetzt den Untergang herbei. Er wir nicht kommen!
Samstag, 27. Mai 2006 16:53
Benedikt: @ deusexmachina
Ich fürchte, das ist eine Art Zwangshandlung, um diesen Schritt vor sich selbst immer und immer wieder zu rechtfertigen.

Darunter leiden Sie auch: Um sich selbst zu rechtfertigen, sind Sie darauf angewiesen, dass Ihnen dauernd gläubige Menschen erzählen, dass sie sich möglicherweise auch im Irrtum befinden. Tun diese Menschen das nicht, dann wankt Ihr Selbstverständnis sofort. Tut mir leid für Sie.
Samstag, 27. Mai 2006 09:32
_xyz_: Die Konvertitin Gabriele Kuby und diejenigen,
die sich nicht bekehren wollen, deusex und metusi. Gabriele Kuby schreibt:

„Die tragende Säule der unerleuchteten und ungeläuterten Identität ist: Ich bin gut. Vielleicht gelingt es mir nicht immer, gut zu sein, aber ich will gut sein und als gut angesehen werden, deswegen halte ich mich für gut. Ich fürchte: Wenn offenbar würde, daß ich nicht gut bin, werden mir die Menschen ihre Liebe, zumindest ihre Achtung entziehen, mich ablehnen, mich ausstoßen. Ja ich selbst könnte mich nicht achten, wenn ich erkennen müßte, daß ich Böses will und Böses tue und sich Strukturen der Sünde in meinem Charakter verfestigt haben. Meine Identität „Ich bin gut“, ist bedroht.

Aus diesem Grund neigt der Mensch dazu, sich im Konflikt aus der Realität zu verabschieden und im anderen nur noch das Böse und in sich selbst nur das Gute zu sehen. Du bist schuld, ich bin unschuldig. Der Mensch besitzt die erstaunliche Fähigkeit, selbst große, offenkundige Verfehlungen so umzudeuten, daß sein positives Selbstbild erhalten bleibt.
Samstag, 27. Mai 2006 01:01
deusexmachina: @methusalix – Konvertiten
Das scheint leider in der Natur der Sache zu liegen.

Ich hatte vergangenes Jahr das Vergnügen mit einem Pärchen der Wachturmgesellschaft. Er war ein netter Kerl, recht gelassen, wir haben uns gut verstanden – und wenn ich dann ‘mal eine Ansicht äußerte, die er so nicht akzeptieren konnte (was, wie Sie sich vorstellen, öfter vorkam), dann nahm er’s locker und war durchaus in der Lage zuzugeben, dass ER sich grundsätzlich genauso irren könne, wie er das von mir glaubte. Er war als Zeuge Jehovas aufgewachsen.

Seine Frau war relativ frisch bekehrt (vor 5 Jahren oder so) und in etwa die Wachturm-Parallele des eifrigen kreuz.netters: Zwangsmissionarisch, dickschädlig, erkenntnisresistent und mit einem unglaublichen Tunnelblick auf praktisch alles. Für sie konnte alles grundsätzlich nur so und genau so sein, wie sie sich das jetzt ‘mal zurechtgelegt hatte.

Ich fürchte, das ist eine Art Zwangshandlung, um diesen Schritt vor sich selbst immer und immer wieder zu rechtfertigen. Man redet sich quasi selbst gut zu und meint, durch besondere Emsigkeit ein „besonders guter Christ“ zu sein. Da fehlt dann leider oft jede Souveränität.
Samstag, 27. Mai 2006 00:43
methusalix †: @copertino
Bis auf das klebrige Salbadern und ihre Vernarrtheit in erzreaktionäre und stockonservative Gedankenmuster, ihre beinahe schon peinliche Herabsetzung der menschlichen Liebesfähigkeit, ihr grandioses Vorbeisehen an allen menschlichen Gefühlen und all die katastrophalen Auswirkungen ihrer Ansichten, vor allem für Kinder, deren Familien und junge Menschen, stimme ich Frau Meves in diesem Punkt voll zu.

(Vielleicht muss man als Konvertitin so sein. Der zweite, beinahe schon pathologische Fall ist ja Frau Kuby, der dritte Fall, in dem eine Konvertitin sich derartig rabiat reaktionär gerierte war Frau Struck; das scheint beinahe zwanghaft so abzulaufen)

Eine massive finanzielle Anerkennung der Leistungen der Mütter, in unserer wunderbar haifisch-kapitalistischen Welt ist leider der schnöde Mammon das einzige was zählt, mit den Mutterkreuzen in Gold ist es endgültig aus und vorbei, ist seit Einführung des dynamischen Rentensystems absolut überfällig. Leider hat Adenauer mit den Worten: „Was soll’s, Kinder kriegen die Leute immer.“ nicht auf seine Berater gehört, die genau dies wollten. Er hat das Geld lieber in die Wiederbewaffnung der jungen Republik gesteckt. War ja auch gut angelegt. Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie, vor allem in den USA und Grossbritannien.
Freitag, 26. Mai 2006 23:09
Tomasino: Bei der Mutter sicher geborgen, ein katholisches Gebet
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
laß mich ganz dein eigen sein!
Dein im Leben, dein im Tod,
Dein in Unglück, Angst und Not.
Dein in Kreuz und bitt’rem Leid,
Dein für Zeit und Ewigkeit.
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
laß mich ganz dein eigen sein!
Mutter, auf dich hoff’ und bau’ ich!
Mutter, zu dir ruf’ und seufz’ ich!
Mutter, du Gütigste, steh’ mir bei!
Mutter, du Mächtigste, Schutz mir verleih!
O Mutter, so komm, hilf beten mir!
O Mutter, so komm, hilf streiten mir!
O Mutter, so komm, hilf leiden mir!
O Mutter, so komm und bleib bei mir!
Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste.
Du willst mir auch helfen, o Gütigste.
Du sollst mir nun helfen, o Treueste.
Du wirst mir auch helfen, Barmherzigste.
O Mutter, der Gnade, der Christen Hort,
Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Pfort’,
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier,
Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier!
Wer hat je umsonst Deine Hilf’ angefleht?
Wann hast du vergessen ein kindlich Gebet?
Drum ruf’ ich beharrlich in Kreuz und in Leid:
Maria hilft immer, sie hilft jederzeit!
Ich ruf’ voll Vertrauen in Leiden und Tod:
Maria hilft immer in jeglicher Not!
So glaub’ ich und lebe und sterbe darauf:
Maria hilft mir in den Himmel hinauf.
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
laß mich ganz dein eigen sein!
Dein im Leben, dein im Tod,
Dein in Unglück, Angst und Not.
Dein in Kreuz und bitt’rem Leid,
Dein für Zeit und Ewigkeit.
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
laß mich ganz dein eigen sein! Amen.
Freitag, 26. Mai 2006 22:54
Jörg Guttenberger, Köln: Staatliche Fremdbestimmung
Wir müssen Frau Meves dankbar sein, daß sie den Eltern den Rücken stärkt, die ausreichend geistige und menschliche Substanz haben, um ihre Kinder möglichst wenig staatlicher Fremdbestimmung aussetzend, ihren von Gott gegebenen Erziehungsauftrag selbst ausführen.
Freitag, 26. Mai 2006 21:35
Copertino: Mutterschaft als honorierter Beruf mit Rentenanspruch
@methusalix
•…allein den erwerbstätigen Müttern eine Rente zubilligt.“

Hier stimme ich voll überein. Der Staat sollte nicht Häuslebauern Geld in die Taschen schieben sondern den Kindern


Interessiert an mehr zum Thema? Dann hier ein Zitat:

„Die Arbeit der Mütter für ihre Kinder, für ihre Familie muss wieder den Platz erhalten, den sie de facto für jede Gesellschaft, die überleben will, einzunehmen hat. Dies zu erreichen ist möglich, indem Mutterschaft zu einem mit Ausbildung zu erlernenden, vom Staat honorierten Beruf mit Rentenanspruch gemacht wird. Für dieses Modell wären viele junge Menschen zu erwärmen, wie die Shell-Studie hoffen lässt; denn eine satte Mehrheit der jungen Menschen hat als höchstes Lebensziel immer noch den Wunsch nach einer Familie!“
Wer solches sagt heisst Christa Meves.
Mehr dazu unter:
http://www.christa-meves.de/…n/kolumnen/kol19.htm

Das nenne ich fortschrittliche Ideen!
Oder auch ganz praktisch für angehende Eltern:
http://www.eccm.de/

Ja, die tut was!
Mehr als wir Schönredner alle zusammen.
Freitag, 26. Mai 2006 20:57
Dr. Otterbeck: und andere Grausamkeiten…
die latent gewaltvernarrten Neigungen der kreuz.nett-Radaktion können nicht davon ablenken: In nicht allzu langer Zeit wird man der Kirche vorwerfen, dass sie nicht „wie EIN Mann“ für die Weitergabe des Lebens getrommelt hat; und den Papst wird man bezichtigen, dass Humanae Vitae zu spät kam und zu milde ausfiel. Und die letzten Zeitzeugen der „Königsteiner Erklärung“ werden stammeln, dass der böse böse Zeitgeist sie daran hinderte, mutiger zu bekennen… Mit anderen Worten: Die „Welt“ genießt das Privileg, der Kirche im Rückblick immer die Schuld zuzuschieben. Wetten dass?
Freitag, 26. Mai 2006 20:45
virOblationis: Menschheitsbeglückung
„… der Staat [greife] immer mehr nach den Kindern…:


• Zweitens indem er in Erwägung zieht, Kindergärten und Kindertagesstätten zur staatlich verordneten Pflicht zu erheben.

• Viertens indem er die Ganztagsschule durchzusetzen sucht.
…“

Man kann nur froh sein, daß der Staat dann bankrott sein wird und dieses Programm so sein Ende findet.
Freitag, 26. Mai 2006 19:56
methusalix †: Der Gutmensch Christa Meves!
• „… und ihre Säuglinge in Krippen abzugeben.

Ein grosser Erfolg des Turbo-Kapitalismus! Im übrigen, warum ist nur in Deutschland die Kinderkrippe so mies beleumundet? Wirkt da etwa noch die glorreiche Zeit der Mutterkreuze in Gold vor tausend Jahren nach? In Frankreich haben sie damit keinerlei Probleme und auch in vielen anderen Sprachen existiert das Wort „Rabenmutter“ (das übrigens vollkommen falsch gedeutet wird, nach menschlichen Massstäben sind Rabenfrauen ausserordentlich liebevolle Mütter) nicht.

• … Kindertagesstätten zur staatlich verordneten Pflicht zu erheben.

Wenn ich mir die vollkommen fehlgeschlagene Integration fremdsprachiger anschaue, ist das einer der wenigen gangbaren Wege, die Integration von Einwanderern voranzubringen.

•… an viel zu lange hausfern sein müssen.

Je jünger Kinder sind, umso leichter lernen sie. Schon vergessen? Eine Binsenweisheit: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

• Viertens indem er die Ganztagsschule durchzusetzen sucht.

Nach dem Ergebnis der PISA-Studie sollten wir nicht mehr so hochnäsig auf die höchst erfolgreichen Länder mit ganztags-Schulsystemen herabschauen. Sonst fallen wir nochmal auf die Schnauze.

•…allein den erwerbstätigen Müttern eine Rente zubilligt.“

Hier stimme ich voll überein. Der Staat sollte nicht Häuslebauern Geld in die Taschen schieben sondern den Kindern
Freitag, 26. Mai 2006 19:44
Copertino: Schweigen Sie!
@yersinia @timpressum

Ich gebe Ihnen einen guten Rat. Schweigen Sie und lesen Sie:
http://www.christa-meves.de/

Dann reden wir wieder miteinander.
Den Leistungsausweis und Tatbeweis, den Frau Meves Zeit ihres Lebens erbracht hat, werden wir alle drei zusammen auch mit Mühe nicht erreichen. Nichts entlarvt Sie mehr als Ihre zur Schau getragene Respektlosigkeit.
Freitag, 26. Mai 2006 19:36
Satansbraten: Pseudowissenschaftliches Gemurkse
Tjaaa, wenn Frau Meves ihre Thesen empirisch belegen würde, könnte man vielleicht über den Gehalt ihrer Arbeiten diskutieren. So wird sie weder von wissenschaftlichen Erziehungsberatern noch von der akademischen Psychologie ernst genommen. Klar, jedem Katholiken kommt diese Laienpsychologie entgegen. Polemisch, hetzerisch, nicht belegt und verantwortlich für jedes Desaster sind die 68er und die Frankfurter Schule.

Ja nee, is klar
Freitag, 26. Mai 2006 19:33
timpressum: Die Mutter…
…hat zu kochen und zu gebären! Und die Kinder nach Frau Meves tollen Ratschlägen zu erziehen.

Ich mag Frau Meves, aber… nur wenn sie schweigt. Mündlich und schriftlich1
Freitag, 26. Mai 2006 19:14
Yersinia: also Frauen, gehts nicht arbeiten
sobald ihr eurer natürlichen Bestimmung zur Mutterschaft folgt; und deshalb ist es logisch, dass ihr in höher qualifizierten beruflichen Ausbildungen und Tätigkeiten auch gerechterweise nichts verloren habts; die niederen Tätigkeiten könnt ihr aber ohne weiteres bis zur Geburt eures ersten Kindes ausüben und nach der Geburt des dritten wieder fortsetzen – ist es das, was in dem Artikel gesagt werden soll? und wo bleibt die positive Vaterbeziehung?
Freitag, 26. Mai 2006 19:07
_xyz_: …
Mit Verlaub, Satansbraten, eine angehende Pädagogin, sollte nie auf Kinder losgelassen werden …
Freitag, 26. Mai 2006 18:39
Mit Verlaub, Frau Meves sollte nun endlich in ihre wohlverdiente Rente gehen .
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