Ende März veröffentlichte die Erzdiözese Chicago eine Liste von 55 Diözesanpriester, die in den vergangenen Jahrzehnten glaubhaft des Mißbrauchs von meist halbwüchsigen Burschen bezichtigt wurden.
(kreuz.net, Chicago) Aus der veröffentlichten Statistik geht nicht hervor, wann die angeblichen Mißbräuche
stattfanden.
Sie enthält nur die Weihejahrgänge der Beschuldigten.
Chicago befindet sich bei den Großen
Seen im US-Bundesstaat Illinois.
Der älteste Priester, der nach dem Jahr 1950 der Unzucht beschuldigt
wurde, erhielt die Priesterweihe im Jahr 1918. Er starb im Juni 1974.
Aus den in den 50er Jahren geweihten
Geistlichen wurden später 17 der Unzucht mit Minderjährigen angeklagt.
Von diesen verließen drei in
den 70er und 80er Jahren das Priestertum. Sechs wurden zwischen Mai 2002 und Oktober 2003 nach einem kanonischen
Prozeß in den Laienstand zurückversetzt.
Weitere acht starben im Zeitraum von Dezember 1997 bis Juni
2005, ohne daß weitere Maßnahmen gegen sie ergriffen worden wären.
Am stärksten betroffen war der
Weihejahrgang 1955 mit vier angeklagten Priestern, von denen zwei im Priesterstand verblieben. Vier angeklagte
Priester gab es auch im Weihejahrgang 1957. Von ihnen starb einer als Priester. Die anderen drei wurden
zwangslaisiert.
Aus den Weihejahrgängen der 60er Jahre wurden 14 Priester angeklagt.
Vier wurden zwischen
März 1993 und Juni 2002 in den Laienstand zurückversetzt. Sechs verließen in den Jahren von 1975 bis
2002 freiwillig den Priesterstand. Einer lebt heute als Priester in Pension. Weitere drei sind inzwischen
gestorben.
Der Weihejahrgang mit den meisten Mißbrauchsfällen war das Jahr 1964.
Aus den Reihen der
damals Geweihten gab es drei Unzuchtsfälle.
Einer der Schuldigen kam auch vor ein staatliches Gericht.
Dort wurde er 1994 wegen der Schändung zweier Burschen zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist
gegenwärtig in Haft.
Trotz der seit dem Zweiten Vatikanum stark rückläufigen Weihezahlen waren die
Weihejahrgänge der 70er Jahre mit zwanzig Fällen am stärksten von Unzucht gegen Minderjährige betroffen.
Zwölf der fehlbaren Geistlichen verließen den Priesterstand zwischen August 1985 und Juni 2002.
Sechs
wurden durch ein kanonisches Verfahren vom Vatikan laisiert.
Diese Verfahren wurden zwischen Juni 2002
und Juni 2005 durchgeführt. Weitere zwei beschuldigte Priester sind inzwischen verstorben.
Am stärksten
betroffen waren die Weihejahrgänge 1971 mit vier Fällen, 1973 mit vier Fällen und 1974 mit vier Fällen.
Im Weihejahrgang 1978 wurden drei Priester der Unzucht mit Minderjährigen beschuldigt.
Unter den relativ
wenigen Geistlichen, die in den 80er und 90 Jahren geweiht wurden, gab es noch je einen Fall der Schändung
von Jugendlichen.
Gegenwärtig sind in der Erzdiözese Chicago Untersuchungen gegen einen inzwischen
suspendierten Pfarrer im Gange.
Er wird der Unzucht mit Kindern beschuldigt.
Email-Adressen der Empfänger
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P. Heinz … beim Arzt :,,Herr Doktor, helfen sie mir gegen meine Impotenz!“ Der Doktor schaut ihn an
und fragt:,, Pater wie alt sind sie denn?“ ,,75.“ ,, Aber in ihrem Alter ist das doch ganz normal!“ ,,
Ja aber P. Walter ist 78 und er sagt, er machts jede Woche wenigstens noch drei mal! ,, Nu, sagen sie
es doch auch!“
@ jens michael: Die Priester müssen ja heimlich Sex machen. Wenn die Priester Sex haben wollen, dann
geht’s nur heimlich…aber gut, ich habe auch schon andere Beispiele gesehen, die die Heimlichtuerei abgelegt
und ihre PartnerInnen auch öffentlich präsentiert haben. Ist sicher die psychologisch angeratenere und
gesündere Variante. Aber hier stoßen wir auf das Grundproblem des Zwangszölibats für Geistliche: Die
Leute geben ja bei ihrer Weihe nicht ihre Sexualität bei der Garderobiere ab, sondern leben weiterhin
mit ihr (oder gegen sie).
@ jens michael Die katholische Kirche sollte offener werden. Noch offener? Sie kennen das doch: Wer nach
allen Seiten offen ist… Die Priester müssen ja heimlich Sex machen Nein, darauf haben sie versprochen
zu verzichten. Und sie sollen auch nichts heimlich machen, sondern sich an ihr Versprechen halten. Die
Kirche verbietet ja Sex und Heiraten. Nein. Die Kandidaten haben es bei ihrer Weihe versprochen. Wenn
sie doch noch heiraten wollen, dann können sie das tun. Das Priesteramt können sie dann aber nicht mehr
ausüben. Ich könnte damit nicht leben. Ein Zwang, Priester zu werden wird den Gläubigen in der Kirche
nicht auferlegt.
#137 jensmichael † 13:27:41 | Sonntag, 25. Juni 2006
Homosexuelle Priester Ich bin Freikirchlich. Die katholische Kirche sollte offener werden. So wie es Kardinal
Lehmann in Mainz fordert. Er ist weltoffen und verurteilt nicht die Schwulen. Ich hätte mich gefreut
wenn er Papst geworden wäre. Die Priester müssen ja heimlich Sex machen. Die Kirche verbietet ja Sex
und Heiraten. Ich könnte damit nicht leben.
Pflichtzölibat Das Problem dabei ist wie man Menschen die nicht dazu berufen sind von den Gelübden zurückhält,
gerade in unserer heutigen stark sexualisierten Welt. Glaubt ihr denn nicht, dass es mit dem Pflichtzölibat
genauso ist? Wenn man sich die ganzen Missbrauchsfälle, die unfähigen Priester in den Gemeinden etc.
etc. ansieht, dann muss man doch zu dem Schluss kommen: So geht es nicht. Unser Pfarrer ist z.B. Priester
geworden, weil ihn vor 40 Jahren seine Freundin verlassen hat. Tolle Voraussetzungen. Andere Priester
wiederum haben Affären mit ihren Haushältrinnen oder anderen Frauen, haben tw. sogar Kinder und sind
trotzdem gute Priester. Könnt ihr euch denn nicht vorstellen, dass man sich zum Priester berufen fühlt,
ohne sich zum Zölibat berufen zu fühlen? Und ist es nicht viel „gefährlicher“ durch den Zölibat tw.
geistig labile Priester zu erzeugen? Sexualität ist – wenn ihr das so wollt – doch ein Urtrieb, der nicht
einfach weggeht. Ausserdem kann man in der Ausbildung sehr wohl andere „Hürden“ einbauen, die Ungeeignete
besser als heute davn fern hält.
#135 deusexmachina 04:32:38 | Mittwoch, 21. Juni 2006
@Sozialkatholisch Oh nein, ich hatte Sie durchaus richtig verstanden, mich nur unpräzise ausgedrückt:
Dass ein freiwilliger Zölibat genannt wird, mag durchaus sein, wobei solch einer ja gar nicht der expliziten
Erwähnung bedürfte; so lange er biblisch nicht ausdrücklich verboten wäre, kann er sich ja durchaus
als kultische Tradition entwickeln. Mich irritiert nur des öfteren, wie der klerikale Zölibat verteidigt
wird, als ob Jesus „seine Kirche“ so und nicht anders festgelegt hätte, denn dafür fehlt mir dann doch
die Evidenz, ganz so, als sei der Priester erst durch den Zölibat Priester. Ich sehe im Zölibat durchaus
auch Vorteile, denke allerdings, dass diese durch den Pflichtstatus erheblich gemindert werden; halten
Sie es denn für ausgeschlossen, mittelfristig zu einer „zweigleisigen“ Handhabung zu gelangen? (Und,
nein, das mit den Jüngern war nicht wirklich ernst gemeint – OBWOHL man den alten Juden/Urchristen in
der Hinsicht wohl so manches zutrauen darf… *g*)
@ DDL Das haben sie mich ein wenig missverstanden, der Pflichtzölibat ist biblisch nicht zu 100% belegbar,
der freiwillige Zölibat schon. Der Pflichtzölibat ist eine reine kirchlich traditionelle Lehre, die
jeder Papst sofort rückgängig machen könnte. Das Problem dabei ist wie man Menschen die nicht dazu
berufen sind von den Gelübden zurückhält, gerade in unserer heutigen stark sexualisierten Welt. Ich
befürworte den Pflichtzölibat obwohl er wirklich viele Probleme aufwirft und es wäre schön wenn man
da in der Amtskirche vernünftige Lösungen finden würde. Ihre Schriftauslegung über das Frauenverständnis
der Jünger hat was . Ich glaube aber das sie anderen Schriftstellen nicht standhalten kann.
#133 deusexmachina 23:29:55 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Heger „Auf diesem Niveau scheinen Sie aber auch stehengeblieben zu sein.“ Muaaaaaaahaaa! Welch eine Pointe!
Was für ein wortgewaltiges Bonmot! Ich lache Trä-nen! Schen-kel-klop-fer! Unglaublich, nein, fürwahr,
so ein Schelm aber auch! Haben Sie heute einen Clown gefrühstückt? Das war ja eine Per-le intelligenten
Humors, da gucken Karl Valentin und Loriot nur neidisch. Nein, sowas aber auch, jetzt HA-ben Sie’s mir
aber gegeben, meiner Treu, ich weiß ja gar nicht, was ich… nein, also wirklich, Donnerknispel, da stehen
mir ja die Brusthaare stramm vor Ehrfurcht. Lernt man das auf der Uni? Sie MÜSSEN einfach Philologe sein
oder Germanist oder irgendwas, wo man dergleichen hohe Künste lernt – wir niederen Wesen können sowas
ja nicht, wir staunen nur ob Ihrer blendenden Brillianz. Haben Sie das schon einem Verlag angeboten, ach,
was sag’ ich, Verlag – Hollywood, ja, Hollywood, daraus ließe sich doch ein Film machen: „DOKTOR Heger
proudly presents: The world’s best joke – ever“. Also, ich warte dann ‘mal auf meinem 10jährigen-Niveau,
bis Sie aufgeholt haben. Das kann ja noch dauern, so, wie Sie sich mit billigen Scheinscherzen aufhalten.
@Sozialkatholisch Ich stimme also insofern mit Ihnen überein, dass der Zölibat nicht zwingend aus der
Bibel hergeleitet werden kann. Das muss er auch nicht – nicht jede religiös-kultische Tradition muss
sich unmittelbar „aus der Schrift“ begründen lassen. Es sei denn natürlich, diese Tradition erweist
sich als äußerst problematisch; dann kommt man schon in gewisse Nöte. Das mit den Jüngern war eigentlich
nur ein Jux – lesen Sie doch ‘mal, was die da sagen: Jesus: Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl
kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch. Jünger: Wenn das die Stellung
des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. Das klingt schon arg nach „Ach soooooo…
nö, dann wollen wir aber nicht, wenn wir die Weiber nicht herumschubsen können, wie wir lustig sind.
Neenee – nachher wollen die sich noch emanzipieren! Bäh!“ Nich’? @Abu Wissen Sie eigentlich noch, was
Sie schreiben? Der Gedanke drängt sich auf, dem sei nicht so.
@deusexmachina: Exegese Betreffend die Timotheus-Stelle: Was Sie hier betreiben, ist allerdings eine Art
der Exegese, die mich schon als 10jährigen angekekst hat: Auf diesem Niveau scheinen Sie aber auch stehengeblieben
zu sein. MfG Christoph Heger
#130 _Ungläubig- 22:41:42 | Dienstag, 20. Juni 2006
Verallgemeinerung wenn man in jedem heterosexuellen Ehepartner einen potentiellen Vergewaltiger junger
Frauen sehen würde, oder nicht Nach der Statistik müsste man Heterosexualität ja schon verbieten, wenn
man so verallgemeinert argumentiert
@Abu-- Die Herrschaften, die hier gerne eine Lanze für die Homosexuellen brechen, legen doch stets nahezu
verbissenen Wert darauf, Homosexualität und Pädophilie seien zwei paar Stiefel, man dürfe Schwule nicht
mit Kinderschändern in einen Topf werfen. Aber was hat das eine (HS Mißbrauch) mit dem anderen (Homosexuelle,
die in einer Beziehung leben) zu tun? Sie haben in ihrem Beispiel sinnig differenziert, warum wird das
dann nicht auch allgemein getan? Wenn hier eine Lanze gebrochen wird, dann eben für letztere Homosexuelle,
die hier immer gerne attackiert werden und sich zurecht gegen einer Verallgemeinerung wehren – im umgekehrten
Fall würde man das doch genauso machen, wenn man in jedem heterosexuellen Ehepartner einen potentiellen
Vergewaltiger junger Frauen sehen würde, oder nicht?
@ Abu Meine Antwort steht ja schon ein bisschen weiter unten! Achja, und nein, ich tun nicht arrogant.
Man sagt mir sogar desöfteren nach ich sei es! Nur so nebenbei
@ semiotico Es ging mir darum aufzuzeigen das 1Tim 3 in keinster Weise ein Argument gegen den Zölibat
ist, dieses sagte Paulus gegen die Viel/Mehrfach- Ehe. Ich denke Paulus hätte damals kein Problem damit
gehabt, einen Mann der um Christie Willen ehelos geblieben, zum Bischof zu weihen. Ich möchte unterstützend
noch darauf hinweisen das die alten traditionellen Kirchen wie z.B. die Kopten oder Aramäer den Zölibat
für Bischöfe vorschreiben. Die alten Überlieferungen der alten Kirche sprechen für meine Auslegung
von 1Tim 3.
@_EinFan_ Tun Sie mal nicht so arrogant! Die Herrschaften, die hier gerne eine Lanze für die Homosexuellen
brechen, legen doch stets nahezu verbissenen Wert darauf, Homosexualität und Pädophilie seien zwei paar
Stiefel, man dürfe Schwule nicht mit Kinderschändern in einen Topf werfen. Nun geht es hier tatsächlich
in erster Linie um Homosexuelle und nicht um Kinderschänder, und zwar deshalb, weil die Opfer dem Kindesalter
entwachsen und männlich sind (Ministrantinnen gibt es in den USA wie bei uns, bei uns sogar als Mehrheit!).
Deshalb ist es nicht „Transferdenken“, sondern Verwechslung, auf die einen blind anzuwenden, was für
die anderen erforscht wurde. Natürlich nützen hier Leute ihre Autorität aus, aber vielleicht schlicht,
um zum Ziel zu kommen. Berauschende Machtgefühle müssen dabei ebensowenig vorkommen wie Vergewaltigung
im engeren Sinne. Ich habe kein Verständnis für diese Schweine-Priester, aber ein Kind, möglicherweise
ein Baby oder Kleinkind, zu mißbrauchen, erscheint mir erheblich pathologischer, als einen geschlechtsreifen
Burschen zu belästigen oder auf irgendeine miese Tour rumzukriegen. Um diese Differenzierung kommen auch
Sie nicht herum!
@Sozialkatholisch Glauben sie wirklich das Paulus Ehelose meinte, wo gerade zu der Zeit unter den Heiden
die Vielehe oft praktiziert wurde, und er selber Ehelos war? Also ich verstehe nicht ganz, was Sie damit
meinen. Diesem Satz zu Folge hat Paulus mit seiner Aufforderung im Timotheusbrief also einmal verheiratete
Bischöfe gemeint und diese nicht zur Ehelosigkeit, sondern zu einer einzigen Ehe aufgefordert – sehe
ich das richtig? Natürlich trat PAulus dafür ein, dass Bischöfe als Vorbilder für alle nur einmal
verheiratet sein sollten. Aber nirgendwo dafür, dass sie gar nicht verheiratet sein sollten. Ich habe
nie gesagt das 1Tim 3 ein Plädoyer für das Zölibat gewesen sei, sondern das diese Stelle oft für ein
Plädoyer gegen das Zölibat missbraucht wurde. Vielleicht wurde die Stelle 1 Tim 3 deshalb verwendet,
weil sie definitv sagt: Bischöfe waren verheiratet. Paulus mahnt sie zwar, diese Ehe ernst zu nehmen
und auch nur einmal zu heiraten. Aber sie waren eben verheiratet. Punkt, aus, basta!
@ Abu man dürfe Schwule nicht mit Kinderschändern in einen Topf werfen. Ich habe auch nie Gegenteiliges
behauptet! Nun geht es hier tatsächlich in erster Linie um Homosexuelle und nicht um Kinderschänder,
und zwar deshalb, weil die Opfer dem Kindesalter entwachsen und männlich sind Habe ich auch nie bestritten!
Deshalb ist es nicht „Transferdenken“, sondern Verwechslung, auf die einen blind anzuwenden, was für
die anderen erforscht wurde. Falsch. Missbrauch und Vergewaltigung ist ebenso erforscht, wie auch Missbrauch
an Kindern. Den triebgesteuerten Täter gibt es so nicht! Tatsache ist, dass, wie ich desöfteren schon
erwähnte, Machtausübung stets Motivation ist. Und es ist auch erwiesen, dass die Opfer stets diese „Opferrolle“
ausstrahlen! Ich habe kein Verständnis für diese Schweine-Priester Da haben wir ja etwas gemeinsam!
aber ein Kind, möglicherweise ein Baby oder Kleinkind, zu mißbrauchen, erscheint mir erheblich pathologischer,
als einen geschlechtsreifen Burschen zu belästigen oder auf irgendeine miese Tour rumzukriegen Wie Sie
schon sagen, so erscheint es Ihnen, aber die Psychologie unterscheidet da nicht, aufgrund von Forschungen.
@ deusexmachina Es heiß auch wer es fassen kann der fasse es, das spricht für die freiwillige Ehelosigkeit.
Recht haben sie damit das es viele möglichweiten gibt zu Gott zu kommen Zölibat und Ehelosigkeit gehören
dazu. Der Christ sollte immer versuchen dabei Gottes Willen und nicht seinen eigenen Willen zu tun. Der
kirchliche Pflichtzölibat für Priester ist biblisch nicht 100%‘tig begründbar und die Zölibatsverfehlungen
sind ein großes Problem der Amtskirche und ein kleineres Problem der Tradition (vielleicht weil sie unter
anderen dafür beten das kein unberufener Priester wird). Ihre Einlassung der Jünger über die Frauen
habe ich nicht verstanden, können sie die näher erläutern?
#122 deusexmachina 20:55:04 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Sozialkatholisch Mt 19, 10-12 ist allerdings arg kryptisch, nicht wahr? Darauf deuten ja schon die unterschiedlichen
Übersetzungen hin: Luther spricht – ganau wie die „Einheitsübersetzung“ – von „unfähig zur Ehe“, die
Elberfelder Übers. von „verschnitten“. Die „Gute Nachricht Bibel“ präzisiert die Stelle, aber mir scheint,
dass sie den eigentlichen Text durch eine Interpretation ersetzt. Es scheint mir wenig darauf hinzudeuten,
dass eine Unfähigkeit als Rechtferigung für eine freiwillige Keuschheit herangezogen wird. In der Tat
abenteuerlich aber wird es, wenn man diese Freiwilligkeit dann als religiöses Gebot auffasst. Die Realität
zeigt uns, dass die, die den Weg des Zölibats – mehr oder weniger freiwillig – wählen, alles andere
als „unfähig“ zu Sexualität und Ehe sind. Wenn ich mir diese Stelle genau ansehe, dann scheint sie mir,
ganz im Gegenteil, Ausdruck der Ansicht zu sein, dass es vielerlei Wege gibt, „zu Gott“ zu kommen, je
nach persönlicher Veranlagung. Dass Keuschheit zwingende Voraussetzung für ein Priesteramt sei, steht
da nicht, absolut nicht. Die Einlassung der Jünger übrigens finde ich sehr humorig:„Pfft, wenn wir unsere
Frauen nicht nach Gusto herumschubsen dürfen, dann ist die Ehe ja witzlos…“ Sehr oldschool
@ deusexmachina Ob Paulus ein totaler Weiberfeind war weiß ich nicht, ich kann mir nur nicht vorstellen
das wenn er die Frauen immer nur diskriminiert hätte diesen Erfolg (z.B. Apostel der Heiden) gehabt hätte.
Ohne die Unterstützung frommer Frauen wären m.A. nach seine Erfolge nicht möglich gewesen. Jesus hat
in MT 19,10-12 die Ehelosigkeit empfohlen. Ich habe nie gesagt das 1Tim 3 ein Plädoyer für das Zölibat
gewesen sei, sondern das diese Stelle oft für ein Plädoyer gegen das Zölibat missbraucht wurde.
#120 deusexmachina 20:12:50 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Sozialkatholisch Das „Angekekstsein“ rührte primär daher, dass manche Dinge einfach so in den Raum
gestellt wurden – ein naheliegendes „warum“ (bekanntlich die beliebteste Frage unter Kindern) war man
oft nicht in der Lage oder auch nicht willens zu beantworten. So etwas ist unbefriedigend. Dass Paulus
ein Weiberfeind par excellence war, ist bekannt. Dumm war er aber wohl nicht, und es wäre dumm gewesen,
eine so harsche Forderung wie die nach Ehelosigkeit durchsetzen zu wollen – jedenfalls damals, als die
Kirche noch nicht den späteren Machtapparat hatte. Sie kennen den netten Spruch: „Wer f*cken will, muss
freundlich sein“? Dasselbe gilt für das Sammeln von Anhängern. Sie sagen, Jesus selbst habe zur Ehelosigkeit
„geraten“ – wo denn? Er sprach davon, alles hinter sich zu lassen, Eltern etc. Aber explizit die Frauen?
Einmal abgesehen davon, dass diese Ausdrücke vor eschatologischem Hintergrund geschahen – hätte man
sie beherzigt, das Christentum wäre ganz schlicht ausgestorben. „Die meisten Geistlichen und Apostel
waren zu der Zeit (nur einmal) verheiratet. Da wollte Paulus wenn schon verheiratet keinen Bischof haben
der in der Familie noch nicht einmal klarkommt.“ Akzeptiere ich sofort als schlüssig. Wo genau aber ist
das dann ein Plädoyer für den Zölibat? Sie meinen, er sagte „maximal 1“ und meinte „null“? Warum HAT
er dann nicht „null“ gesagt? Reines Zugeständnis an die „…muss freundlich sein“-Regel?
@ deusexmachina Vieleicht haben sie sich durch ihr angekekst sein immer zuviel von Emotionen leiten lassen.
Glauben sie wirklich das Paulus Ehelose meinte, wo gerade zu der Zeit unter den Heiden die Vielehe oft
praktiziert wurde, und er selber Ehelos war? Ein Hilfskonstruckt ist kanz klar mit dieser Stelle den Zölibat
zu bekämpfen, obwohl Jesus selber dazu geratenhat. Die meisten Geistlichen und Apostel waren zu der Zeit
(nur einmal) verheiratet. Da wollte Paulus wenn schon verheiratet keinen Bischof haben der in der Familie
noch nicht einmal klarkommt.
#118 deusexmachina 18:44:09 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Heger & Sozialkatholisch Was Sie hier betreiben, ist allerdings eine Art der Exegese, die mich schon
als 10jährigen angekekst hat: Da bemühen Sie umständliche Formulierungen und Hilfskonstrukte, aber
den naheliegendsten Schluss wedeln Sie als unzutreffend ab, weil er mit der heutigen Lehre nicht übereinzustimmen
scheint. Kennen Sie „Occams Razor“? Das ist ein Theorem, das besagt, dass von zwei alternativen Erklärungsansätzen
der einfachere wahrscheinlich der richtigere ist. Keine „harte Regel“, aber ein Fingerzeig, an dem man
sich orientieren sollte; in der WIssenschaft fährt man ganz gut damit. Wenn also in der Bibel stünde,
ein Mann habe schwarzes Haar, dann wäre man wohl beraten, das erst einmal ganz simpel als die Beschreibung
schwarzen Haars aufzufassen, statt darüber zu spekulieren, ob nicht gewisse kultische Haarfärbungen
der Grund gewesen sein könnten, ob „schwarz“ in besonderen Fällen eine andere Bedeutung hatte etc. Im
Tinmotheusbrief ist von Frau, Kindern und Familie die Rede, da liegt ein eheloser Hausstand mit Sklaven
sehr, sehr abseits und wirkt sehr bemüht. Dem Autor scheint vielmehr eine Praxis vorgeschwebt zu haben,
wie sie heute bei Protestanten gewünscht wird. Ja, ich weiß, das hören Sie jetzt nicht gern.
@_EinFan_: Sorry Meister, hab im falschen Thread gepostet. Meine Antwort an Sie finden Sie unter „Raus
mit der Wahrheit“: www.kreuz.net/…ticle.3371-page.html
@ Abu Wie schon erwähnt: Sicherlich hat es Sie verwirrt, dass dieses hier im Kontext mit Kindesmissbrauch,
aber ein bisschen Transferfähigkeit darf man ja erwarten! Und es verwirrt Sie anscheinend weiter. Können
Sie es nicht nachvollziehen, dass die Motivation auch bei Missbrauchsfällen mit Halbwüchsigen und Vergewaltigungen
auch die Ausübung von Macht ist? Dann für Sie noch mal ein anderes Zitat: „Vergewaltigungen sind nicht
sexuell motiviert, sondern in erster Linie aggressiv motivierte Gewalttaten. Sexualität wird als Mittel
eingesetzt, um Frauen und Mädchen zu erniedrigen und Macht auszuüben.“ „Indem er sexuelle Gewalt anwendet,
das Opfer demütigt und ihm demonstriert ein ‘richtiger Kerl’ zu sein, kann er sich beweisen, dass er
mächtig und stark ist.“ Auch der andere Absatz geht nicht am Thema vorbei, da die Opfer ja im kirchlichen
Umfeld zu finden sind. Erneut gilt. Überlesen Sie das Wort „Mädchen“ im Satz und übertragen Sie den
Rest auf Halbwüchsige… Denken ist nicht so schwer, wie Sie nun darstellen wollen!
@_Ungläubig- Ihre Informationen zielen komplett an der Sache vorbei, weil es bei den Mißbrauchsfällen
in den USA nicht um Kinder geht, sondern um Halbwüchsige, nicht um Mädchen, sondern um Jungs, nicht
um Pädophile, sondern um Homosexuelle.
#114 _Ungläubig- 14:27:49 | Dienstag, 20. Juni 2006
@ Abu Sie reden an der Sache vorbei mit Ihrem ergoogelten Wissen. Zum einen musste ich da nicht viel googeln,
Kinderschrei und Dunkelziffer e.V. sollten eigentlich jedem ein Begriff sein (zumindest Dunkelziffer e.V.)
Zum anderen sollten auch jedem den Inhalt meiner beiden Zitate bekannt sein, allerdings war ich der Meinung,
ein Zitat von seriösen Seiten wäre in diesem Zusammenhang sinnvoller! Und nein, hätten Sie genau gelesen,
hätten Sie erkennen müssen, dass in beiden Absätzen Informationen zu dem Thema sind. Das Ausüben von
Macht als Motivation des Täters. Und, dass Mädchen und Jungen, die aus Familien mit rigiden Sexualnormen
stammen, scheinen signifikant häufiger Opfer sexueller Gewalt zu werden als Kinder, die eine emanzipatorische
Sexualerziehung erhielten. Sicherlich hat es Sie verwirrt, dass dieses hier im Kontext mit Kindesmissbrauch,
aber ein bisschen Transferfähigkeit darf man ja erwarten!
#113 Scheinheilig 14:15:16 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Dr. Christoph Heger: Argumente bitte!!!! Mich hätten vernünftige Argumente für Ihre Lesart durchaus
interessiert! Aber wenn es Ihnen so leichter fällt, dann ist es sicher eine wirkungsvolle Stärkung Ihres
Standpunktes, wenn Sie mich einfach als Dumm bezeichnen. In der Bibel steht allerdings trotzdem (auch
wenn Sie gerne Worte verdrehen) nichts von Witwer, Ledig oder keine Frau, sondern immer noch „Mann einer
einzigen Frau“. Das ist doch kein Problem!
Weshalb wohl… Und warum steht in der Bibel nicht einfach, dass Bischöfe Witwer oder Ledig sein sollen?
Möglicherweise, damit Dumme und Scheinheilige auch mal etwas zu kamellen haben. MfG Christoph Heger
@ derfux Seinem Haus gut vorsteht, das ging damals auch mit Sklaven oder anderen Familienangehörigen.
NachfolgerInnen die für ihren Herrn auf die Ehe verzichtet haben gab es damals schon z.B. Paulus selbst.
Diese Leute oder andere Ehelose meinte Paulus mit Sicherheit nicht. 1Tim 3 ist im bezug auf Einmal verheiratet
auf die Viel/Mehr-fachehe bezogen.
@Sozialkatholisch Paulus hat sich damit aber nur gegen die Viel/Mehr-fachehe ausgesprochen. Können Sie
lesen? Denn wenn jemand seine eigene Familie nicht zu leiten versteht, wie kann er dann die Sorge für
die Gemeinde Gottes übernehmen?
1.Timotheus 3 Das Problem mit dieser Stelle ist das viele sie gegen den Zölibat ausgelegt haben und behaupteten
ein Bischof müsse eine Frau haben. Paulus hat sich damit aber nur gegen die Viel/Mehr-fachehe ausgesprochen.
@ Dr. Heger Das ein Bischof seit seiner Ernennung mit seiner Frau enthaltsam leben musste halte ich für
eine gewagte These.
#108 Scheinheilig 12:40:26 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Hegner:Zölibat Wenn der für ein Bischofsamt ausgeguckte Witwer ist oder wird Und warum steht in der
Bibel nicht einfach, dass Bischöfe Witwer oder Ledig sein sollen? Wurde da „Mann einer einzigen Frau“
geschrieben, weil eingentlich gemeint ist „Mann gar keiner Frau“? Viel absurder gehts ja wohl nicht.
@Isidorus Hispalensis Im Timotheusbrief dürfte es in der Tat darum gehen, dass derjenige nicht episkopos
werden kann, der nach dem Tod seiner (ersten) Frau ein zweites Mal geheiratet hat. Ein anderes Verständnis
dieser Stelle fällt mir jedenfalls nicht ein, denn: Eine „Simultanbigamie“ dürfte nicht wohl nicht gemeint
sein. Natürlich nicht. Einen Ehelosigkeitszölibat kann man dieser Stelle sicherlich nicht entnehmen.
In einem gewissen Maße schon: Wenn der für ein Bischofsamt ausgeguckte Witwer ist oder wird – wie es
bei der seinerzeit hohen Sterblichkeit von Frauen einigermaßen häufig gewesen sein dürfte –, soll er
nicht mehr heiraten dürfen. Ob die Eheleute, nachdem der Mann episkopos geworden ist, enthaltsam lebten,
geht aus dieser Stelle ebenfalls nicht hervor. Aus dieser Stelle nicht, aber sehr wohl aus einer Stelle
anderswo bei Paulus, wo er verlangt, daß der Bischof „enthaltsam“ (enkrates) zu sein habe. MfG Christoph
Heger
Timotheusbrief Im Timotheusbrief dürfte es in der Tat darum gehen, dass derjenige nicht episkopos werden
kann, der nach dem Tod seiner (ersten) Frau ein zweites Mal geheiratet hat. Eine „Simultanbigamie“ dürfte
nicht wohl nicht gemeint sein. Diese Regelung findet sich auch in späterer Zeit in den kirchlichen Rechtsbestimmungen.
Einen Ehelosigkeitszölibat kann man dieser Stelle sicherlich nicht entnehmen. Ob die Eheleute, nachdem
der Mann episkopos geworden ist, enthaltsam lebten, geht aus dieser Stelle ebenfalls nicht hervor. Man
könnte höchstens vermuten, dass wenn Paulus den Eheleuten empfliehlt, sich für Gebetszeiten voneinander
zu enthalten (1 Kor 7, 5), könnte es ähnliche Modelle für Kleriker schon vor dem frühen 4. Jahrhundert
gegeben haben. Schon bei Paulus dürfte die Tendenz der Bevorzugung der Enthaltsamkeit vorhanden sein,
während die Sexualität mehr als Zugeständnis an die menschliche Schwäche gesehen wird. Übermächtig
werden solche Vorstellungen allerdings erst, als die Askese immer mehr zum Leitideal christlichen Lebens
wird. Askese und Enthaltsamkeitsforderungen dürfte es im Christentum immer schon gegeben haben, allerdings
erst ab dem 3. Jahrhundert werden sie zum alles beherrschenden Leitideal.
#105 aphrodite † 11:14:27 | Dienstag, 20. Juni 2006
Lieber Onkel Doktor! Wieder mal quält mich ein Wehwehchen: Also dieser Timotheusbrief, da schreibt er
über die Bischöfe, wie sie zu leben haben, dass sie nur eine Frau haben sollten etc. etc. Es ist ja
schön und gut, damit zu argumentieren, dass damals viele Leute sehr früh starben – das taten Männer
genauso wie Frauen. Und wenn Sie sich dabei speziell auf die Frauen beziehen, weil die ja viel früher
gestorben sind, dann starben sie doch meistens bei Geburten – und wie entstehen Geburten? Durch Geschlechtsverkehr.
Aja, enthaltsame Bischöfe, deren Frauen dann sterben. Super Logik! Nicht aufgeklärt haben Sie allerdings
ihren Rückschluss, der Timotheusbrief würde den Zölibat fordern. Sie argumentieren mit dem Gegenargument,
was ich eigentlich sehr lustig finde, weil Sie es ihren „Gegner“ daurch sehr leicht machen, aber ich versteh
es trotzdem nicht, da ich sie als „Dr.“ für doch einigermaßen intelligent halten darf, oder? Und dass
Sie sich jetzt hinter dem blanken Vers „Lesen Sie doch nochmal“ verstecken, weil sie jetzt draufgekommen
sind, dass Sie mit ihrem eigenen Zitat aus Tim nicht mehr argumentieren können und ihm eigentlich gegenüberstehen,
das finde ich sehr amüsant
#104 Scheinheilig 11:03:30 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Dr. Christoph Heger: Tut mir leid, ich versteh diese Denkweise wirklich nicht (obwohl ich meist für
einigermassen Intelligent gehalten werde). Wie kann man aus dieser Bibelstelle die Forderung nach dem
Zölibat belegen? Es steht da doch was von „Mann einer einzigen Frau“ und nicht von ehelos usw. Frauen
mögen beim klerikalen Stand ausser Mode gekommen sein, aber in der angegebenen Bibelstelle finde ich
keinen Hinweise auf Zölibat und ähnliches.
#102 Scheinheilig 10:34:05 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Dr. Christoph Heger: Logik komm raus ich hör dich tappsen! Na gut, es mag ja sein, dass die Bischöfe
nicht noch ein zweites Mal heiraten sollten. Aber nun erklären Sie uns mit Ihrer brillianten Logik doch
noch wie das mit dem Zöibat und den Bischöfen die (noch) nicht verheiratet sind aussieht? Schliesslich
steht da ausdrücklich etwas von „Mann einer einzigen Frau“ und nicht von „Mann ohne Frau“ oder „nichtverheiratet“…
Zölibat von jeher. Ein etwas voreiliger Bibelleser meinte, es sei unbestritten, daß der Zölibat der
Bibel widerspricht, und verwies auf 1.Timotheus 3 : „Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer
einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig,
sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und
gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß,
wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?“ Dieses Zitat beweist das Gegenteil. Der Bischof soll Mann
einer einzigen Frau sein – darf denn der Christ sonst Mann mehrerer Frauen sein? Die Auflösung des Rätsels
ist einfach. Paulus regelt die Auswahl von Bischöfen, wofür zu seiner Zeit natürlich in der Regel nur
Männer mit Familie in Frage kamen. Von denen erwartete er aber, daß sie „nur Mann einer einzigen Frau“
gewesen sein dürfen, also nach dem (seinerzeit sehr häufigen) Tod ihrer ersten Frau nicht wieder geheiratet
haben. Wieso ist ihm das wichtig? Nun, weil von ihm sonst nicht anzunehmen ist, daß er die Kraft hat,
„enthaltsam“ zu sein, wie es Paulus in einem anderen Brief von den Bischöfen erwartet. MfG Christoph
Heger
#100 deusexmachina 00:24:06 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Theo Sie würden sich ein bisschen weniger blamieren, wenn Sie wengstens Ihr eigenes Vokabular beherrschen
würden – jemand, der Ihren Grundglauben sowieso nicht teilt, kann per definitionem de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4resie
keine „Häresie“ betreiben. Soviel also zu Ihrer Kenntnis der eigenen Regeln – wie gehabt rudimentär.
Aber immer schön von anderen fordern, ja, Theo? Aber immerhin das haben Sie erkannt: „Mit der gleichen
Logik ist er vielleicht auch Milchmann…“ Ganz genau, ich bin da völlig Ihrer Meinung: Es ist absurd,
aus der Tatsache, dass etwas nicht in der Bibel steht, zu folgern, dass es so und nicht anders gewesen
sein muss (speziell dann nicht, wenn, wie hier, der Normalfall gerade anders herum war). Herzlichen Dank
für die Bestätigung – damit können wir die Hypothese von Jesu Jungfräulichkeit und Ehelosigkeit wohl
als nicht belegbar abhaken, ja? Im übrigen ist die Geschichte von Jesu Ehe „etwas“ älter als Dan Brown,
und zwar ca. 1800 Jahre – erwähnt wurde sie im Philippusevangelium, das in den Nag Hammadi-Funden entdeckt
wurde. Rohrkrepierer sind Ihr Hobby, gell, Theo?
Es ist doch absolut unbestritten … daß das Zölibat der Bibel widerspricht … 1.Timotheus 3 : „Ein
Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt
im Lehren,3 kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig,
4 einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. 5 Denn wenn
jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?“ Aber
das ist ja nur wieder eine der Bibelstellen, die unseren „Christen“ hier nicht ins Konzept passt, also
ignoriert man sie einfach, wie so viele andere auch
@ DDL Ich habe Ihre Häresien wirklich vermisst… Jesus sei blond gewesen – bloß, weil es in der Bibel
nicht explizit anders steht Mit der gleichen Logik ist er vielleicht auch Milchmann, Programmierer oder
DJ gewesen, weil es ja auch nicht in der Bibel steht. Lassen Sie mich raten, wohin Sie Ihre perverse kleine
Gemeinde führen wollen: Jesus war bestimmt pädophil veranlagt, weil es auch nicht ausdrücklich in der
Bibel geleugnet wird, und er fatalerweise auch noch gesagt hat: Lasset die Kinder zu mir kommen. Ich hatte
bisher gedacht, dass die Altersgrenze, um Dan Brown nicht auf den Leim zu gehen, ungefähr auf der Höhe
meines pubertierenden Sohnes liegt. Da habe ich mich geirrt. Ich bin sicher, dass Sie auf einem Bahnhof
auch ganz verzeifelt immer noch das Gleis 9 3/4 suchen, oder ? a) Im Alter spielt Sex für die meisten
eine geringere Rolle b) Alte galten, besonders in früheren Zeiten, als weise => Wer nicht an Sex denkt,
ist weise Nach dem Lesen dieser Stelle, würde ich Ihrer Mutter raten, das Buch mit den Gute-Nacht-Geschichten
zu wechseln, um Sie nicht vollends mit Ihren Fantasien durchgehen zu lassen. Sie sollten sich mal mit
Ihren kleinen Stories an einen Verlag wenden. Vielleicht wird ja ein Talentsucher aus der Umgebung Dan
Browns auf Sie aufmerksam.
@Isidorus Hispalensis Den Zölibat gab/gibt es in allen möglichen Kulturen und Kulten; er ist – wie so
viele Traditionen der RKK – alles andere als spezifisch oder gar originär christlich. Man braucht ihn
gar nicht mit Verweis auf die Person Jesu zu begründen (diesen verweis hatten die anderen Kulte ja schließlich
auch nicht nötig), sondern kann dutzenderlei sonstige Gründe dafür anführen (inwieweit diese Gründe
valide sind, steht auf einem ganz anderen Blatt). Wenn man das aber tut, sollte man sich schon darüber
im Klaren sein, auf was für dünnes Eis man sich begibt, wenn man eine Tradition daraus ableitet, dass
etwas in der Bibel nicht erwähnt wird. Mit gleicher Berechtigung könnte man nämlich auch behaupten,
Jesus sei blond gewesen – bloß, weil es in der Bibel nicht explizit anders steht. Es mag in der Vergangenheit
durchaus „heilige Leute“ gegeben haben, die sich dadurch hervortaten, keinen Gedanken an „schnöden Sex
verschwendet“ zu haben. Es deutet allerdings einiges darauf hin, dass es sich beim Zölibat nicht zuletzt
um einen Umkehrschluss schlichten, altersbedingten Desinteresses an Sex handelt: a) Im Alter spielt Sex
für die meisten eine geringere Rolle b) Alte galten, besonders in früheren Zeiten, als weise => Wer
nicht an Sex denkt, ist weise So in etwa dürfte diese „Logik“ ausgesehen haben. Funktioniert nur halt
bei oktroyierter Keuschheit nicht so recht recht funktioniert
Lieber Isidor! 1) Wo sie das Mittelalter ansetzen ist egal. Faktum ist, dass es nach ca. 300 Jahre lang
keine Praxis gab, die unverheiratete Priester vorschrieb. Also: Keine Legitimation durch eine ungebrochene
Linie von Jesus her. Punkt. 2) Sie vergessen die Schöpfungserzählung, die den Menschen im Mitmenschen
verwirklicht sieht. Gott schafft den Menschen als Mann und Frau – es wird klar: Sie gehören zusammen.
Wieso sollte derselbe Gott dann Männer (und nicht auch Frauen) aus dieser Idee herausrufen? Wieso sollte
er Gefallen daran finden, dass diese Menschen alleine leben? 3) Um zum Anfang zurückzukehren: Sie vergessen
auch, dass es eben keine PRaxis war. Im Nachhinein die Einflussnahme der Stoa und der leibfeindlichen
Idee eines Augustinus als „Gottes Wille“ und „ohnehin besser für die Priester“ zu legitimieren ist Humbug.
Es war kein Ideal der Urkirche, es war vielleicht schon eines des späten Frühchristentums und es war
von mir aus sicher eines der späten Antike. Aber es war eben sicher keines, das „seit jeher“ da war.
Sorry, lieber Semiotico aber die Wurzeln des Zölibats liegen eindeutig in der Antike und nicht im MA.
Wir müssten uns mal über den Beginn des MA unterhalten, lieber Semiotico. Klar, Epochengrenzen sind
nicht statisch, ihre Datierung ist mir entschieden zu früh . Es liegt sicherlich in der Zeit der Alten
Kirche ein anderes Menschenbild zu Grunde im Vergleich zu dem, was heute in vielen Teilen der Bevölkerung
vorherrscht. Das Ideal ist ein Mensch, der alle seine Triebe völlig unter Kontrolle hat, eine Konzeption,
die auch der zeitgenössischen Philosophie zu Grunde liegt, etwa Stoa oder Neuplatonismus. Askese ist
ab dem 3. Jahrhundert immer mehr zum Leitideal christlichen Lebens geworden, auch über den Kreis der
Wüstenmönche hinaus Die Ehelosigkeit des Klerikers muß man sicherlich auch als Ganzhingabe an Gott
verstehen, die nicht leicht ist, keine Frage, gerade auch in der heutigen Zeit, die die Sexualität oftmals
verherrlicht. Zum anderen können die ehelosen Kleriker der lat. Kirche dennoch in unserer Zeit ein Zeichen
sein, dass der Mensch im letzten auf Gott verwiesen ist, und nicht in dieser Welt aufgeht.
Das kann man… …nur theoretisch herbeizaubern und auch nicht belegen. Aber ob es so war oder nicht
ist egal, wir sind keine Nachfolger Jesu, genauso wenig sind es die Priester. Wenn Jesus wirklich der
Christus war, ist jede Begründung mit „wir sind direkte Nachfolger Christi“ eine Anmaßung. Faktum ist:
Heute glaubt man (aus welchen Gründen auch immer), Jesus sei „Jungfrau“ gewesen und findet das aus irgendwelchen
Gründen so toll, dass man es gleich zum Gebot für die Priester und alle Unverheirateten erhebt. Was
daran so toll ist, Jungfrau zu sein, sei dahingestellt. Ebenso die Frage, wieso Gott die Sexualität dann
erfunden hat, banal gesagt: Wozu gibt es den Orgasmus, wenn es prüder auch geht?
Paulus hat viel gefordert Bekanntlich war der Gute (wir erinnern uns an sein wahrhaft christliches Maulkorbgebot
an die Frauen) alles andere als ein Frauenfreund bzw. laut Eigenbekenntnis praktisch asexuell, da ist
dann leicht anderen Verbieten, was man selber nicht genießen kann. Ob Jesus verheiratet war oder nicht,
ist bekanntlich nicht überliefert. Heutzutage geht die katholische Kirche wie selbstverständlich davon
aus, dass er es nicht war (wohl aus dem Gedanken heraus, dies würde irgendwie an seiner Göttlichkeit
kratzen – man scheint nicht nuir die Jungfrau Maria, sondern auch die Jungfrau Jesus zu präferieren,
obgleich der Verzicht auf Sexualität Jesus sehr deutlich eine primäre Menschheitserfahrung hätte vermissen
lassn, was dem „Sinn der Sache“ der Menschwerdung reichlich entgegenstünde). Damals aber war ein Mann
um die 30, der noch dazu „Rabbi“ gnannt wurde, genauso selbstverständlich verheiratet. Es wäre ein ziemliches
Raunen durch die Menge gegangen, wenn die sog. „Jüngerinnen Jesu“ (Luk 8,2) mit einem Junggesellen durch
die Lande gezogen wären (allen voran die hiesigen Ultras hätten sich die Mäuler zerrissen über „so
einen“). Aus der Nichterwähnung von Jesu Ehestatus kann man vor diesem Hintegrund als wahrscheinlich
annehmen, dass er verheiratet war – alles andere hätte ihm mehr als nur ein Augenbrauenlupfen eingetragen.
ebenfalls harter Kampf Dieser wird auch so lange gekämpft werden, bis dieser mittelalterliche Schmafu
wieder weg ist. Und man kann jetzt argumentieren wie man will, mit Katechismen, Traditionen und sonstwas.
Aber anders geht es einfach nicht. Man lese nach: Heuer 25 Weihen in ganz Österreich. Ergibt knapp 3000
aktive Priester. Und das für 5,7 Mio. Bürger. Wie, liebe Gegner dieser Abschaffung, denkt ihr euch eine
Lösung dafür?
Was heißt eigentlich Zölibat?? In der Alten Kirche war die Ehelosigkeit keine Voraussetzung für den
Empfang der Hl. Weihen, also kein Weihehindernis. Bevor nun einige sagen: „Das habe ich doch immer schon
gewußt“, muß man sich folgendes klarmachen: Ab der Diakonats- etwas später ab der Subdiakonatsweihe,
wurde von den verheirateten Klerikern und ihren Ehefrauen strengste Enthaltsamkeit gefordert. Unter Androhung
des Ausschlusses aus dem Klerikerstand verbieten viele Kanones ab dem 4. Jahrhundert, dass ein Angehöriger
des Ordo maior (Bischof, Presbyter, Diakon) Kinder zeugt. Vgl. z. B. Konzil von Elvira can. 33 u.a. Der
Grund ist in allererster Linie die kultische Reinheit. Wer das Heilige berührt, muss rein sein. Natürlich
gab es auch schon in dieser Zeit ehelose Kleriker, wie etwa Augustinus oder Ambrosius. Nach dem Empfang
der höheren Weihen ist die Eheschließung eines Klerikers verboten. Man muss also unterscheiden zwischen
„Enthaltsamkeitszölibat“ und „Ehelosigkeitszölibat“, obwohl diese Terminologie wenig glücklich ist,
da „caelebs“ eigentlich „ehelos“ bedeutet.
harter Kampf die Kirchenleitung hat einen harten Kampf gekämpft, bis der Zölibat flächendeckend eingeführt
worden war. Schloss Brühl war allerdings nicht nur Ferienwohnung der Erzbischöfe von Köln … die oftmals
nur die Tonsur empfangen hatten.
Lieber Herr Doktor, ich hab da so ein par Wehwehchen, die sie mit Ihrer Klugheit sicher heilen können:
1) Wann war denn das Konzil von Nicea? Also, das mit den par Jahren, um die man sich verrechnet hat, schön
und gut, aber 300 Jahre? Also, wenn für Sie 325 n.Chr. „seit je her“ ist, also „direkt nach Christus“
kam, dann überlegen Sie bitte mal, wie lange 300 Jahre sind! 2) Und wenn Paulus gesagt hätte, sie sollen
sich einen Harem halten, dann dürften sie das, oder wie? 3) „enthaltsam“ heißt nicht „ehelos“, so viel
zum Zölibatsverständnis. 4) Aja, und die alte Kirche könnte (zum Glück im Konjunktiv) ja so viele
Priester gewinnen. Und selbst wenn, dann würden ihnen halt die Gläubigen ausgehen. Man darf das Christentum
nicht zu einer oppositionellen Kleingruppe machen. Damit ist der Anspruch von „katholisch“ (falls sie
überhaupt wissen, was dieser ist) völlig verkehrt. Mir tut zwar noch immer viel weh, aber mir geht es
schon besser. Wenn ich es mir recht überlege (also Ihre Postings lese) bleibe ich wohl bei der Selbsttherapie,
denn so klug scheinen Sie nun doch nicht zu sein.
Wenn das zölibatäre Leben für Priester so wichtig ist und schon immer so wichtig war, dann verstehe
ich den guten Paulus nicht! „Er (der Priester)muss die Pflichten eines Familienoberhaupts vorbildlich
erfüllen und Kinder haben, die ihn achten und ihm gehorchen. Denn wenn jemand seine eigene Familie nicht
zu leiten versteht, wie kann er dann die Sorge für die Gemeinde Gottes übernehmen?“
Zölibat und Priestertum – seit je. Semioticos Kommentar zur Aussage, daß die Berufung zum Priestertum
auch die Berufung zur Ehelosigkeit umfasse: D.h. alle Priester (die ersten „Priester“, also die Apostel
eingeschlossen) vor Benedikt VIII. waren nicht berufen? Semiotico hat keine Ahnung. Der Zölibat der Bischöfe –
und in der Antike hatte jede Kleinstadt ihren Bischof – ist kirchenrechtlich festgelegt seit dem Konzil
von Nizäa. Und dies aus gutem Grund, da schon Paulus von ihnen fordert, daß sie „enthaltsam“ zu sein
haben. Natürlich ist es den Modernisten peinlich, daß ihre „verbesserte Kirche“ keine jungen Männer
mehr für das Priestertum gewinnen kann, und sie möchten diese Peinlichkeit mit der Aufhebung des Zölibats
unsichtbar machen. Das ist aber kein Grund, ihnen das zu erlauben: ihren ersten Mist durch einen zweiten
zu verdecken. MfG Christoph Heger
@ semiotico Ich bin ja mal gespannt… …wann Sie behaupten werden, dass Jesus 6 Apostel und 6 Apostelinnen
berufen hat, um Ihre „Pro-Thesen“ zu stützen. Ich merke schon, Sie sind ein echter Kenner der Evangelien.
Ich empfehle Ihnen die Lektüre der neuen „Bibelübersetzung“, oder besser gesagt Bibelinterpretation,
die zum Reformationstag erscheint, mit dem Titel: Bibel des gerechten Wortes (Gütersloh Verlag). Daran
werden Sie Ihre wahre Freude haben, denn dort wird sogar der Begriff: Der Herr (griech. Urtext: kyrios)
feminisiert. Ist was für echte Hardcore Boaschwenker. Wüstenväter des 1. und 2 Jh. mit ihrer Askese
und ihrem zölibatären Leben hatten eine Vorbildfunktion. Das bestätigen auch die Schriften von Ambrosius,
Chrysostomus, Athanasius und anderen Kirchenvätern. Also wurde diese segensreiche Tradition beibehalten.
Wir sollten ausserdem nicht vergessen, dass die überwiegende Mehrheit der katholischen Priester gesittet
durchs Leben gehen. Und ich konnte bisher über alle möglichen Themen mit katholischen Priestern besser
disputieren, als mit evangelischen. Wahrscheinlich haben die wegen der Familie zuwenig Zeit sich mit ihrer
Materie zu beschäftigen. Priester ist halt ein 24 h Job. Da muss ja irgendwas hinten runterfallen…
Wer hingegen… …die Evangelien kennt, der wird nicht behaupten, dass das Christentum durch die Verkündigung
des Jesus von Nazaret eine patriachalisch geprägte GEmeinschaft war. Alleine die Tatasche, dass Jesus
Frauen in seinem Gefolge hatte und sie als gleichwertig akzeptiert, ist eigentlich revolutionär. Eigentlich
war Jesus der erste Feminist. Und wer war als erste am Grab? Eine Frau. Also: Frauenfrage gelöst, die
Frauen waren im Christentum wichtig, bis die Männergesellschaft des frühen Mittelalters sie wieder überrolte.
Worauf sie allerdings nicht eingangen sind ist die Wertigkeit zwischen verheirateten und unverheirateten
Presbytern, denn darum ging es hier eigentlich. Scheinbar gibt es dazu keine Belege, die ihre Behauptung
stützen würden.
@ Donaudampfschifffahrtskapitän Natürlich kann eine Wertigkeit nachgewiesen werden. So z.B. in den Paulusbriefen,
wo vom Verhalten der Frauen während des Gottesdienstes gesprochen wird. Und wer einen Funken von der
patriarchalisch geprägten Welt des Orients versteht (heute wie vor 2000 Jahren), der wird sich nicht
zu sinnfreien Kommentaren, wie die Ihren hinreissen lassen.
noch Fragen? Priester ist kein Beruf wie jeder andere. Man kann das „Anforderungsprofil“ nicht dahingehend
modifizieren, daß die Zahl der „Bewerber“ steigt, um sich selbst ein Gefühl von Macht und Stärke zu
verschaffen.“ Die Verbürgerlichung des Priesters ist keine Lösung, denn die Kinder gehören i.d.R. zum
Pfarrkreis und werden mal erwachsen. Die Wahrscheinlichkeit ist hier umso höher, da ist Hopfen und Malz
verloren. Ohne eine Einladung zur Ausbildung neurotischen Verhaltens oder im Extremfall halt der Entwicklung
von „Abartigkeit, käme es nicht zu dieser krankhaften Triebübersteurerung, die unschuldige Knaben zu
Objekten der Lust werden läßt. Es sei M die Menge aller Menschen, „ – zwar gibt es blaue Fahrräder,
aber das heißt nicht, dass Fahrräder blau sein müssen oder alles, was blau ist, ein Fahrrad. – die
auf Jünglinge stehen, auf Lustknaben Wenn man ohne Zölibat sooo viel besser Priester sein kann und nicht
besonders in der Unsittlichkeitsstatistik auffällt, dann dürften die Mädchen nihcts zu befürchten
haben.
Ebenfalls Klarstellungen 1) und 2) Es gab schon tausende Jahre vor Jesus zölibatär lebende Menschen,
genauso wie nach seinem Tod. Ob er verheiratet war oder nicht ist völlig egal, in der Urkirche war es
keine festgelegte Praxis, dass Priester unverheiratet waren (vielleicht deshalb, weil man sich eine JEsus-Imitation
nicht anmaßen wollte?). Natürlich gab es solche, sie stammten größtenteils aus der Tradition der Wüstenväter
stammten, die es allerdings schon länger auch im Judentum gegeben hatte. Der Punkt: Es war nicht die
Regel, und sie werden schon gewusst haben, wieso. Ich glaube nicht, dass ihnen 1000 JAhre n.Chr. ein Licht
aufgegangen ist. Es konnte jeder entscheiden, was er für sich selbst wählen wollte – und so sollte es
auch heute sein. 3) Also, mein lieber, ich spreche ja nicht davon, das protestantische Konzept, ihre Lehre
und alles zu übernehmen – die gähnende Leere hängt sicher nicht daran, dass die Priester verheiratet
sind, und das ist hier das Thema, nicht ihre Begeisterungsfähigkeit. Und den Zölibat zu schützen, weil
man meint, ohne ihn gäbe es so viele geschiedene Priester, zeigt, wie unsicher man sich im katholischen
Glauben geworden ist: Man traut nicht einmal überzeugten Christen zu, sich an christliche Prinzipien
zu halten. Ausserdem impliziert man dabei, dass viele der jetzigen Priester, würden sie heiraten, sich
später scheiden lassen würden. D.h.: Vom inneren Drang her sind sie unrein. Daher unwürdig. Lauter
Denkfehler, tut mir leid…
@Bruder Theophil zur Unsittlichkeit: Wo sind die Kinder des evangelischen Pfarrers? – Im Pfarrheim. Wo
sind die Kinder des katholischen Pfarrers? – Im ganzen Ort. …mir gefällt der Witz o^/ …
auch eine Klarstellung Sie behaupten vollmundig: Die Ehelosigkeit bei Geistlichen kann bereits im 1. und
2 Jh. n. Chr nachgewiesen werden Das ist eine Halbwahrheit: Natürlich kann bis ins 1. Jh. hin nachgewiesen
werden, dass es ehelose Personen in presbyteralen Funktionen gegeben hat. Hat es ja, ist nicht wirklich
schwer, das nachzuweisen. Was auch nachgewiesen werden kann, ist dass es verheiratete Personen in solchen
und höheren geistlichen Funktionen gegeben hat. Das verschweigen Sie. So nebenbei, aber das führt vom
Thema weg, kann auch nachgewiesen werden, dass es verheiratete und ehelose Frauen in diesen Funktionen
gegeben hat. Was nicht nachgewiesen werden kann, ist dass zwischen einer der vier Gruppen ein Wertigkeitsunterschied
bestanden hätte, der durch Geschlecht oder Lebensform begründet wäre. Das kann man nicht nachweisen!
@ semiotico et al. Ein paar Klarstellungen… 1. Die Berufung eines Priester geht direkt auf Jesus zurück.
Der war bekanntlich nicht verheiratet, auch wenn Dan Brown sein Geld sehr leicht mit anderen Behauptungen
verdient. 2. Die Ehelosigkeit bei Geistlichen kann bereits im 1. und 2 Jh. n. Chr nachgewiesen werden,
weil es (siehe Punkt 1) gelebte Tradition war und wurde lediglich als Regel (nicht als Dogma) nach dem
Jahr 1000 festgeschrieben. 3. Das Zölibat und das Priesteramt sind Teil einer Berufung und nicht eines
Berufes. Deshalb hinkt jeder Vergleich mit weltlichen Jobs, weil sie halt nur Jobs sind. 4. Wenn man ohne
Zölibat sooo viel besser Priester sein kann und nicht besonders in der Unsittlichkeitsstatistik auffällt,
dann müssten auch die evangelischen Gemeinden viel besser funktionieren, weil ja deren Priester von diversen
unmenschlichen Repressalien befreit sind und sich somit ihren Schäfchen besser widmen können. Ausserdem
müssten sie Themen, wie Sexualität und Familie viel besser besetzen können, denn sie sprechen ja aus
der Praxis. Ein Blick in eine evangelischen Kirchen an einem Sonntag belehrt eines Besseren. Gähnende
Leere allenthalben. Von den Leitbildern evangelischer Priester, die geschieden sind, ganz zu schweigen.
@ Abu Aufgezeigt haben sie gar nichts. Sie haben lediglich Vorurteile zusammen geschrieben, lehnen es
ab sich alle Statistiken anzusehen und nennen das dann Fakten. Unseriöser kann man nicht argumentieren.
Einzig _Unläubig- hat sich auf Studien bezogen, die seriös gemacht wurden. Deshalb werden sie auch von
Organisationen zitiert, die sich mit dem Schutz der Opfer befassen. Und wer sollte da Kompetenz haben,
wenn nicht diese Organisationen. Und was den hohen Anteil von missbrauchten Jungen angeht, so bin ich
mal sehr gespannt, wie sich die Zahlen ändern, wenn jetzt mehr Mädchen zum Messdienst zugelassen werden.
Die meisten Opfer waren ja wenn ich richtig iformiert bin Messdiener. Wenn ihre These von den Homos, die
sich nu rJünglinge suchen stimmt, dann dürften die Mädchen nihcts zu befürchten haben. Und wenn die
These stimmt, dass es um Machtgefühle geht, dann müssten sich die Zahlen für durch Priester missbrauchte
Mädchen langsam anpassen. Es ist also mit Zeit recht leicht zu erkennen, wer mit seiner These recht hat.
@Yehuda Natürlich haben Sie Recht, was gewisse Denkresistente hier angeht – da ist Hopfen und Malz verloren;
genausogut (bzw.: mit größeren Erfolgsaussichten) könnte man versuchen, eine Parkuhr zur Einsicht oder
doch wenigstens zur Anerkennung von Fakten zu bewegen. Aber werfen Sie ‘mal einen Blick nach links oben:
Da steht eine kleine, unauffällige Zahl: „Online: 397 Leser“. 397 Menschen, die, jeder für sich, darüber
befinden können, welche Seite ehrlicher, informierter und insgesamt überzeugender ihre Standpunkte darlegt.
Im Hinblick auf diese 397 Leute bin ich dankbar für jedes Posting von Malachias, rudolfsohn, Institoris,
Beobachterin oder wie die „mentally challenged“ hier alle heißen, denn angesichts deren Unflat bräuchte
man fast nur noch nett zu lächeln und stünde selbst dann noch als glaubwürdiger da – Null ist besser
als minus 5, nicht? Wirft man noch ein Argument ein, gehen diese Schwätzer schlichtweg unter in ihrem
eigenen Sumpf aus verlogenen Gehässigkeiten. Glauben Sie ernstlich, die Mehrheit der (überwiegend schweigenden)
Leser würde sich mit dem verachtungsvollen Geschwätz dieser Pseudokatholiken gemein machen wollen? Die
lesen das hier doch überweigend als interaktive Freakshow. Würde man aber, angewidert von dem hier Gebotenen,
der Site den Rücken kehren, könnte sich beim Leser der fatale Eindruck einstellen, derlei Ausflüsse
blieben unwidersprochen oder würden gar mehrheitsfähig sein. Derlei Fehlschlüsse aber wollen wir doch
besser vermeiden, nicht?
Lieber Abu Wer zum katholischen Priester berufen ist, ist zum Zölibat berufen. 1) D.h. alle Priester
(die ersten „Priester“, also die Apostel eingeschlossen) vor Benedikt VIII. waren nicht berufen? D.h.
in weiterer Folge: Die Kirche von vor 1022 war nicht legitim, weil nicht berufen? Puh… 2) Und was machen
Sie mit all jenen, die zwar zum Priester berufen sind (und diesen Beruf ausüben), den Zölibat aber unter
der Hand umgehen? 3) Wenn diese nicht berufen sind, wie viele bleiben dann noch übrig? o^/ Wachset und
mehret euch! (wie wäre es dahingehend mit der Idee, dass sich Priester nur untereinander vermehren dürfen?
Hoppla, geht ja nicht…)
@Ungläubig Sie reden an der Sache vorbei mit Ihrem ergoogelten Wissen. Wie ich unten aufgezeigt habe,
geht es gar nicht um Kindesmißbrauch, schon gar nicht um den von Mädchen. Es geht um Homosexuelle, die
auf Jünglinge stehen, auf Lustknaben. @Regina 1961 Der Zölibat wird nicht fallen. Da können Sie lange
warten. Für den evangelischen Pastorenjob mit Ehe interessieren sich immer weniger. Die Verbürgerlichung
des Priesters ist keine Lösung. Wer zum katholischen Priester berufen ist, ist zum Zölibat berufen.
Berufung ist keine subjektive Angelegenheit des einzelnen, kein schlichtes „sich berufen fühlen“.
Nur noch einmal zu Erinnerung Weil es vielleicht etwas untergegangen ist: „Dem Täter geht es meist um
die Ausübung von Macht und nur selten um die Durchsetzung sexueller Wünsche. Er nutzt die Abhängigkeit
des Kindes aus und missbraucht dessen Vertrauen, um sich selbst ein Gefühl von Macht und Stärke zu verschaffen.“ www.kinderschrei.de/…ch-informationen.htm und „Risikofaktoren für sexuellen Missbrauch sind das weibliche
Geschlecht, ein Alter von unter 10 Jahren und Behinderung. Einige Untersuchungen stellen zudem einen Zusammenhang
zwischen streng religiöser Erziehung und dem Vorkommen sexuellen Missbrauchs fest. Mädchen und Jungen,
die aus Familien mit rigiden Sexualnormen stammen, scheinen signifikant häufiger Opfer sexueller Gewalt
zu werden als Kinder, die eine emanzipatorische Sexualerziehung erhielten.“ www.dunkelziffer.de/…aufklaerung_1_6.html
Finstere Statistik Lasst endlich den Pflichtzölibat fallen! Wer den Zölibat leben will, der soll es
auch tun. Wer sich aber zum Priestertum berufen fühlt, soll dieser Berufung nachgehen können, auch als
verheirateter Mann. Es wird dann wieder mehr Priester geben. Davon bin ich fest überzeugt.
@ deepthougth, DDL, etc… Was mich wundert … Wieso beschäftigen Sie sich noch mit diesen Leuten. Was
wollen Sie erreichen? Fundamentalisten können nicht logisch und nachvollziehbar denken. Es ist wahrscheinlich
sehr amüsant hier zu lesen und zu texten, aber diesen Leute kann nur ein guter Psychologe helfen, sonst
niemand …
@ Abu Der Papst wird die zuständigen Ortsbischöfe schon auch „ins Gebet nehmen“, denn die weihen diese
Leute ja. So wie er sich vor seiner Wahl zum Papst auch dafür ausgesprochen hat, dass Missbrauchsvorfälle
nicht gemeldet werden sollen, da sie Sache der Kirche sind?
@scheinheilig Ich gehe schon davon aus, daß die „Brutstätten“ gewisser Seminare mit der Zeit „ausgetrocknet“
werden können. Vielleicht nicht durch eine Anweisung allein. Der Papst wird die zuständigen Ortsbischöfe
schon auch „ins Gebet nehmen“, denn die weihen diese Leute ja. Hier wird vielleicht auch das ein oder
andere Bistum umbesetzt werden müssen. Priester ist kein Beruf wie jeder andere. Man kann das „Anforderungsprofil“
nicht dahingehend modifizieren, daß die Zahl der „Bewerber“ steigt, schon gar nicht wegen homosexueller
Umtriebe. Der Priestermangel beginnt in den Familien, mit der Kinderzahl, mit der Gesinnung und dem Engagement
der Eltern, mit der Resonanz der Gemeinde, mit Vorbildern im Klerus.
@DB1975 Wenn meine Annahme nicht zu trifft und evenagelische Priester genauso oft sexuellen Missbrauch
beteiben wie kathloischen Kollegen, dann erklären sie mir doch mal, warum von denen nichts in der Presse
liest. Die katholische Kirche besitzt doch ein recht großes Presseimperium. Warum würde sie solche Informationen
über die „Konkurrenz“ verheimlichen. Es wäre doch geeignete Gelegenheit dafür zu sorgen, dass man selber
nicht immer schlechter dasteht als die anderen. Welchen anderen Grund als dass es viel weniger Fälle
gibt, sollte es also geben?
@Abu: Warum Priester Danke für Ihre treffende Analyse! Jetzt stellt sich nur noch die Frage wie dieses
Problem zu lösen ist. Der letzte päpstliche Erlass zu diesem Thema wird das Problem nicht lösen, sondern
höchsten noch weiter in den Hintergrund drängen und es so etwas weniger sichtbar machen. Und wenn wirklich
keine HS mehr zur Priestern geweiht werden, dann stellt sich die Frage wie das Nachfolgeproblem bei der
Priesterschaft zu lösen ist. Darum die Frage: Wie könnte für „normale“ Heteromänner der Priesterberuf
etwas attraktiver gemacht werden?
Warum Priester? Protestantische Geistliche dürfen heiraten. Möglicherweise erwartet man das von ihnen
sogar. Das ist für Homosexuelle nicht sonderlich attraktiv. Die katholische Sinnlichkeit im Kultischen
könnte hingegen attraktiv sein, ebenso die klerikale Männerwelt. Zudem ist von homosexuellen Netzwerken
und Seilschaften auszugehen. Ein System im System, das Deckung und Karrieremöglichkeiten verspricht.
Ein ekelhaftes Krebsgeschwür …
@Abu… „bei den Missbrauchsfällen in den USA durch katholische Priester handelt es sich zum überwältigenden
Teil (80 %) nicht um pädophile, sondern um homosexuelle Täter. Mißbraucht wurden nämlich nicht „Kinder“,
sondern Halbwüchsige. Das ist immerhin ‘mal eine in diesem Kontext leider seltene Differenzierung. Es
bleibt allerdings bei dem, was ich unten in logischer Form aufgeführt habe: Jede Aussage bzgl. missbrauchender,
homosexueller Priester ist weitaus mehr eine Aussage über Priester als über Homosexuelle, was sehr simpel
an der jeweiligen, relativen Häufigkeit der Eigenschaft liegt. Noch einmal: P sei die Menge aller Priester
H sei die Menge aller Homosexueller mit H > P, wobei es eine Schnittmenge H+P gibt. Wenn nun ein Missbrauchsfall
bei einem H+P vorliegt, dann repräsentiert dieser den Anteil 1/P bzw. 1/H. Da P < H, ergibt sich daraus
eine größere Aussagekraft eines solchen Missbrauchsfalls über P als über H (1/P > 1/H). „1“ ist ein
größerer Anteil an der Gesamtheit, je kleiner diese Gesamtheit ist. q.e.d.
@Abu: Stellvertretend für alle anderen die auch schon mal gefragt haben, die gleiche Frage an Sie: Warum
ist die kath. Kirche bei solchen Skandalen meist die Hauptbetroffene und warum sind andere (z.b. evangelische)
Kirchen sehr selten betroffen?
Bei den Mißbrauchsfällen in den USA durch katholische Priester handelt es sich zum überwältigenden
Teil (80 %) nicht um pädophile, sondern um homosexuelle Täter. Mißbraucht wurden nämlich nicht „Kinder“,
sondern Halbwüchsige. Deshalb sind auch Burschen die Opfer und kaum Mädchen. Die Ursache für diese
klerikalen Mißstände sind Priesterseminare und Noviziate, die als Horte Homosexueller gelten, Stätten,
die ein normaler junger Mann schnell wieder verläßt oder gar nicht erst aufsucht. Weil der Heilige Stuhl
das weiß, hat er die Spirituale angewiesen, hier genauer hinzusehen und entsprechenden Kandidaten ein
Verlassen des Seminars nahezulegen. „Pädophile“ kommen dabei überhaupt nicht vor, weil es um die nicht
geht.
@DB1975: Aber warum ist vor allem die kath. Kirche mit diesen Missbrauchsvorwürfen konfrontiert und muss
regelmässig Entschädigungen in Millionenhöhe auszahlen? Von evangelischen Kirchen hört man solche
Geschichten doch wirklich sehr selten. Warum? Und letztlich bleibt noch die Frage, wieso in der Vergangenheit
verdächtige Priester einfach in eine andere Gemeinde verschoben wurden (so wie in der Illustration zum
Artikel) und nicht entschieden eingegriffen wurde? Scheinheiligkeit? Doppelmoral?
@ ekstase: Die Frage ging zwar nicht an mich, aber vielleicht darf ich sie trotzdem beantworten: Die Annahme,
solche Fälle gäbe es nur oder gehäuft bei katholischen Geistlichen und evangelischen nicht, trifft
schlichtweg nicht zu. Im übrigen halte ich es sowieso für problematisch, Übergriffe dieser Art in irgendeinen
Zusammenhang zum ausgeübten Beruf zu stellen und so Angehörige bestimmter Berufsgruppen (Erzieher, Kinderärzte
usw.) einem Pauschalverdacht auszusetzen.
@Theo: Ihr Gehirn kann nicht besonders groß sein, denn es muss in der Eichel Platz finden. Wenn Sie auf
die Knie fallen, dann wohl nur deshalb, um mit einem Kind für Übergriffe auf Augenhöhe zu sein. Neben
dem Zeugnissablegen u.ä. ist meinses Wissens die Nächstenliebe (auch für jene die man nicht so besonders
mag) auch ein wichtiger Teil des Christentums. Ich glaube aber kaum, dass Beschipfungen ebenfalls erwünschter
Teil dieser Religion sind oder sich zum Transport des christlichen Zeugnisses oder der Nächstenliebe
eignen. Wie passt da Ihre Aussage dazu? Ist sowas wirklich christlich? Wie war das mit dem Balken und
dem Auge?
@ ekstase Vielleicht ist die Antwort:… …dass die Katholische Kirche darauf achten sollte, keine Priester
mit homosexuellen Neigungen in ihren Reihen zu akzeptieren, die an kleinen Jungs rummachen. Die Antwort
wird aber sicher nicht heissen: Verzichten wir lieber aufs Zölibat. Denn ich denke, man sollte schon
zwischen Beruf und Berufung unterscheiden können.
Ich habe noch immer keine Antwort auf meinen Einwadn von weiter unten erhalten. Vielleicht muss ich es
mal deutlicher Formulieren. Wie erklären sich die Befürworter einer strengen katholischen Morallehre
hier, dass es diese Missbrauchsfälle fast ausschließlich bei katholischen Priestern und nicht etwa bei
evengelischen findet???????
@ DDL Sie müssten mich mittlerweile besser kennen… …denn es geht natürlich nicht um meine Facon
und meine Ansichten zu einem bestimmten Thema, sondern um die Ansichten, die GOTT uns durch die Bibel
zu vermitteln versucht. Diese Sichtweise muss Ihnen natürlich mit Ihrer Gottesferne fremd sein. Jetzt
werden Sie natürlich wieder sagen: Tja, Theo, das ist ihr Gott aber nicht meiner. Oder so intelligente
Sätze, wie: Warum wollen Sie mich in den Himmel zerren ? Deshalb wird unser Diskurs immer den Dissenz
als Ergebnis haben. Es ist aber meine Aufgabe als Christ Zeugnis abzulegen für meinen Glauben. Mit allen
meinen Fehlern und Schwächen. Ich denke, dass Katholiken unverbesserliche Idealisten sind – und auch
bleiben sollten. Denn nur mit der Vision einer idealen, also der Nachfolge Christi gerecht werdenden Einstellung
und Handlungsweise werden wir etwas auf dieser Erde zum Besseren wenden. Denn GOTT ist absolute Wahrheit,
absolutes Glück und absolutes Heil. In GOTT ist nichts relativ. Auch Ihr Intellekt ist ein Gottesgeschenk
ist. Es liegt aber an Ihnen, diesen Intellekt fFÜR seine Sache zu benutzen. So hat jeder von uns seine
Talente mit auf den Weg bekommen, um sie entsprechend einzusetzen. Am Tag des Gerichtes werden wir alle
die Frage beantworten müssen, was wir aus den Talenten gemacht haben. Dann möchte ich sagen können,
dass ich mit meinen bescheidenen Mitteln versucht habe, Menschen wie Ihnen seine Botschaft nahegebracht
zu haben. Der letzte Schritt auf diese Botschaft zu verbleibt aber bei Ihnen.
Mädchen? Jedes vierte Mädchen wird in ihrer Kindheit mißbraucht, Täter sind fast ausschließlich Männer,
sie stammen zu 80 Prozent aus dem nächsten Umfeld der Mädchen. Aber Hauptsache, die katholische Kirche
bleibt weiterhin bei ihrer kruden Sexualerziehung des nur ja nicht aufklären. Nur wenn Kinder eindeutig
benennen können, was ihnen nicht paßt, wenn sie Außenstehenden sagen können, was ihnen angetan wurde,
nur wenn sie lernen NEIN zu sagen, dann wird dieser Kreislauf durchbrochen. Aber selbstbewußte wissende
Kinder will offensichtlich niemand. Ach ja, und noch was: der Mißbrauch fängt an mit: „geh, gibt dem
Opi doch ein Bussi, sonst …“
@Theo „Weiß“ als Absolutum ist Illusion. Wer seine Anschauung auf unsterbliche Absolutismen gründet,
scheitert unweigerlich an der Realität. In der Tat, ich bin (weitgehend) Relativist. Gar so dumm war
Einstein ja nun auch nicht, gell? Sie wissen schon: „Alles ist relativ“. Ihre eigene Anschauung lässt
sich am trefflichsten mit den Worten David Hilberts beschreiben: „Manche Menschen haben einen Gesichtskreis
vom Radius Null, und nennen ihn ihren Standpunkt.“ „dass Ihre (potenzielle) Tochter auch einem Job als
Prostituierte nachgehen könnte, wenn das ihrem Lebenskonzept entspricht. Sie würden das locker sehen.“
Ich sagte explizit, dass ich das alles andere als „locker sehen“ würde – aber ich würde es akzeptieren,
wenn ich zu der Überzeugung gelangen würde, dass es das ist, was sie wirklich will bzw. womit sie sich
glücklich fühlt (was unwahrscheinlich, aber möglich wäre). Genau welches Problem haben Sie damit?
Müssen alle Menschen nach Ihrer Facon selig werden? Ahja. Was meine Intelligenz angeht, sind Sie kaum
derjenige, der kompetent wäre, die zu beurteilen, mein Bester, hm? Aber wir können ja gerne ‘mal eine
Partie Online-Schach spielen, wenigstens da hätten Sie dann WEISS … bis zum Schachmatt jedenfalls
@ DDL Es gibt bei Ihnen nichts zu begreifen… …denn alles aus Ihrer Feder trieft vor Relativismus.
Alles wird in Grautöne eingeteilt, weil Sie als gottloser Mensch, die Farbe Weiß leider nicht kennen.
Schlimmer noch: Sie wollen Sie auch nicht kennenlernen, weil Ihnen die dunklen Ecke der Gesellschaft wesentlich
genehmer sind. Ich kann mich noch gut an den Dialog mit Horst Schlämmer erinnern, wo Sie angedeutet haben,
dass Ihre (potenzielle) Tochter auch einem Job als Prostituierte nachgehen könnte, wenn das ihrem Lebenskonzept
entspricht. Sie würden das locker sehen. Ihr Gehirn kann nicht besonders groß sein, denn es muss in
der Eichel Platz finden. Wenn Sie auf die Knie fallen, dann wohl nur deshalb, um mit einem Kind für Übergriffe
auf Augenhöhe zu sein. Wahrscheinlich denken Sie sich dann grad dabei, dass es nicht wissenschaftlich
erwiesen ist, dass Ihnen das Kind wohl am liebsten grad einen Betonklotz an die Füße wünsche würde,
um Ihnen zu entkommen.
@Theo „Das Ansprechen der unteren Stufen der Bedürfnispyramide war ja immer schon relativ leicht. Leute
wie DDL tragen gerne dazu bei, dass das auch so bleibt und sich möglichst noch auf den kindlichen Bereich
ausweiten lässt.“ Mit Verlaub, Theo, Sie haben ein Rad ab. Ich kann nichts dafür, dass Sie den Unterschied
zwischen kindlicher und jugendlicher Sexualität, Pädophilie, Homosexualität und Kindesmissbrauch nicht
kapieren. Es ist nicht meine Schuld, wenn Sie sich weigern, Fakten anzuerkennen, wie Sie das etwa ständig
bei der Nichtstrafbarkeit von Pädophilie, beim tatsächlichen Durchschnittsalter gewollten Geschlechtsverkehrs
und bei der Zusammenhangslosigkeit vom HS und Kindesmissbrauch tun. Sie murmeln beständig, 2 + 2 sei
5, und beschimpfen alle, die Ihnen das korrekte Ergebnis zeigen, als gottlose Sünder und Perverslinge.
Soweit ich weiß, gibt es KEIN Gebot „Du sollst Dich so dämlich anstellen, dass Du nichts mehr begreifst“ –
warum beherzigen Sie es dann?
@ Internaut Ich kenne nur junge Menschen, die verstanden haben, dass Sexualität auch lustvoll ist. Im
besten (und Regel-) Fall wird damit die Erkenntnis verbunden, dass Sexualität auch etwas Besonderes ist,
das mit Intimität, Vertrauen, Liebe einher geht. Wirklich besser hätte man es nicht beschreiben können.
@ Bruder Theophil Blättern Sie mal in Zeitungen, Jugendzeitschriften, oder schalten mal zur Abwechslung
den Fernseher ein. Seuxualität heute ist ein Produkt, eine Ware, mit der verkauft wird, und die sich
zum Verkauf anbietet. Sicherlich kann man mit Sex in Werbung uä einiges Verkaufen. Was meinen Sie wieviele
Frauen sich die WM aufgrund der Spieler anschauen, aber sie sehen das hier etwas eindimensional. Wie Internaut
schon sagte, man hat entdeckt, dass Sexualität auch LUST ist. Allerdings muss man auch sagen, dass die
Realität etwas anders aussieht, als Sie diese gerne hätten. Nach Ihrer Argumentation müsste Sexualität
im Mittelpunkt stehen, dem ist allerdings nicht so! Grade die Generation Y deutet darauf hin, sich wieder
mehr zu konservativen Werten zu bekennen unter Berücksichtigung ihrer eigenen Freiheit!
@ Internaut Im besten (und Regel-) Fall wird damit die Erkenntnis verbunden, dass Sexualität auch etwas
Besonderes ist, das mit Intimität, Vertrauen, Liebe einher geht. Ich glaube Sie sind eine Kopie von Fosca
aus dem Roman: Alle Menschen sind sterblich von Simone de Beauvoir. Denn auch Sie haben scheinbar die
letzten Jahre verschlafen, wenn Sie oben genannten Unsinn wirklich ernst meinen. Ausser in der Kirche
gibt es heute keinen nennenswerten Platz, in dem Sexualität noch als kostbar und mit der Liebe verbunden
bezeichnet wird. Bläätern Sie mal in Zeitungen, Jugendzeitschriften, oder schalten mal zur Abwechslung
den Fernseher ein. Seuxualität heute ist ein Produkt, eine Ware, mit der verkauft wird, und die sich
zum Verkauf anbietet. Die erstrebenswerte Ehefrau muss daher alle Positionen des Kamasutra auswendig kennen
und an sonsten auch allen weiteren Spielarten aufgeschlossen sein. Entspricht sie nicht diesem Ideal,
kann eine Ehe leicht in Gefahr geraten. DB1975 hat sich gefragt, ob Sexualität der Dreh- und Angelpunkt
menschlichen Zusammenlebens ist. Das ist sie zwar nicht, aber es gibt genügend Menschen, die uns das
suggerieren wollen, weil sich gut damit verdienen lässt. Das Ansprechen der unteren Stufen der Bedürfnispyramide
war ja immer schon relativ leicht. Leute wie DDL tragen gerne dazu bei, dass das auch so bleibt und sich
möglichst noch auf den kindlichen Bereich ausweiten lässt.
Ich finde es ausgesprochen schade … … das es in diesem Forum so eine Besessenheit von der Sexualmoral
gibt (und zwar im positiven wie im negativen), so dass der Eindruck entsteht, das Sexualverhalten eines
Menschen sei sozusagen der Dreh- und Angelpunkt der Bewertung seiner Persönlichkeit überhaupt. Zur Sache
selbst muss man doch feststellen, dass es überhaupt keinen Anlass gibt, zu vermuten, dass der Anteil
derjenigen, die sich Verbrechen gegenüber Kindern schuldig machen, unter Priestern größer ist als im
Durchschnitt einer vergleichbaren Bevölkerungsgruppe. Sollte das Gegenteil der Fall sein, müsste man
darüber eine aussagekräftige, glaubhafte Statistik vorlegen, die auch einen entsprechenden Vergleich
vornimmt, und sich dann Gedanken über die Ursachen machen.
auf den Punkt gebracht Mit dem Zölibat versündigt sich die Kirche an den Geboten Gottes…In diesem
Punkt ist auch ein Papst dem Wort Gottes nicht gehorsam…
Die Sexualmoral… …trägt natürlich eine Mitschuld an der Häufung abweichenden Sexualverhaltens unter
Priestern. Denn es handelt sich bei der katholischen Morallehre in Ehefragen schlicht um eine unter Druck
geratene Norm. Ich kenne keinen jungen Menschen, der Keuschheit zum Maßstab seines Sexualverhaltens machen
würde. Ich kenne nur junge Menschen, die verstanden haben, dass Sexualität auch lustvoll ist. Im besten
(und Regel-) Fall wird damit die Erkenntnis verbunden, dass Sexualität auch etwas Besonderes ist, das
mit Intimität, Vertrauen, Liebe einher geht. Es ist konservativen Katholiken immer noch nicht gelungen,
zu akzeptieren, dass Sexualität für die Menschen aber eben auch eine Alltagsressource ist – dem muss
man sich stellen! Dann kann man sagen: „Ja, es soll Spaß machen, und: ja, seid dabei liebevoll und partnerschaftlich
miteinander, damit ihr in der Sexualität Christus findet.“ Um dies zu akzeptieren, wäre es natürlich
notwendig, den Maßstab der Keuschheit aufzugeben zugunsten anderer Leitbilder. Die Kirchen, die aus der
Reformation hervorgegangen sind, sind da erstaunlicherweise weiter. Und auch dort lassen sich Sodom und
Gomorrha nicht erkennen: Evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer haben selbstverständlich die Gelegenheit
in ehelicher Gemeinschaft verantwortungsbewusst Liebe und Sexualität zu leben. Das führt kurioserweise
nicht dazu, dass sie sich in nennenswertem Maße an kleinen Jungs vergreifen.
@„Aufklaerer“ In Anbetracht der Tatsache, dass Sie ja auch in meiner Person einen angeblichen Pädophilen
orten zu können glaubten (Sie wissen, was eine Verleumdung ist, nicht wahr?), darf man Ihnen wohl jegliche
Kompetenz in diesem Themenkomplex mit Fug und Recht absprechen. Aber selbst, wenn man Ihre Einlassungen
ernst nähme: Wie naiv sind Sie eigentlich „Die katholische Kirche sagt dies und jenes, also begünstigt
sie auch nicht“, ja? Als ob irgendwelche vollmundigen Aussagen etwas daran ändern würden, dass die de
facto gegebene Förderung von sexueller Frustration und der dadurch hervorgerufenen Ventilreaktionen trauriges
Resultat katholischer Morallehre wären. Machen Sie sich einmal kundig, insbesondere über die bestürzenden
Relationen zwischen Aufklärungsgrad von Kindern und Missbrauchsrisiko; da würden Sie dann sehr schnell
dahinter kommen, dass eine Morallehre, die einerseits die natürliche Sexualität diskriminiert und zurückdrängt,
andererseits das Wissen um natürliche Vorgänge so knapp wie möglich hält, den idealen Nährboden für
Missbrauchstaten bildet.
Sexualerziehung Die katholische Kirche beguenstigt mit ihrer Sexualmoral und -erziehung auf keinen Fall
Kindesmissbrauch!Auf Erwachsenenseite wird klar gesagt,dass Sexualitaet nur in eine Ehe gehoert,und auf
Kindesseite wird gesagt,dass die Reinheit unbedingt zu bewahren ist!Die hl. Maria Goretti ist fuer die
Bewahrung ihrer Reinheit gestorben und in dem Punkt ein echtes Vorbild fuer alle Christen.
@Bruder Theophil Der einzige Zusammenhang, der prägnant zu erkennen ist, ist der zwischen Kindesmisbrauch,
Pädophelie und katholischem Priestertum! Haben sie sich mal überlegt, warum es keine Beschwerden über
evangelische Pastoren gibt? Das müsste doch eigentlich zu denken geben …
Mädchen? Und wieviele Mädchen wurden in dem Zeitraum mißbraucht – sollte Kreuz.net beweisen können,
daß es nicht 20x so viele sind wie Knaben, dann reden wir weiter. Kinderschänder wollen immer Macht,
das Geschlecht der Opfer ist ihnen egal, sie nehmen sich deswegen Kinder, weil sie mit ihrer erwachsenen
Sexualität nicht zurechtkommen bzw. vor Frauen Angst haben, die können ja nein sagen. Die katholische
Kirche begünstigt im übrigen mit ihrer völlig falschen Sexualerziehung die Kinderschänder. Kinder
werden nicht aufgeklärt und schon gar nicht dazu erzogen, nein zu sagen. Denn dann könnten sie ja gegen
die ganze Institution Kirche und ihre Unterdrückung wehren. Also, nur ja nicht aufklären und nur ja
nicht zu selbstbewußten Kindern erziehen, die nein sagen und dieses Nein auch verteidigen, dann klappts
auch für die kinderschändenen Priester …
@Bernardin Ach, solche Denkspielchen mache ich ja z.T. auch, um mir selbst etwas klar zu machen; ich hab’
Freude an solchen Logeleien ;O) Und, ja, normalerweise bleibe ich beim „Sie“, aber im „Für-Dummchen-Modus“
klingt das so geschraubt. Btw. anders als bei rudolfsohn vermute ich bei Theo eher keine schamhaft versteckte,
homoerotische Neigung. Theo ist auch nicht ganz so verbogen wie der, nur extrem starrköpfig und einsichtsresistent.
Ihm einen niedrigen IQ zu unterstellen, ist ziemlich gewagt, dazu wissen Sie zu wenig über ihn, und er
ist jedenfalls nicht so dumm wie z.B. Malachias. @Theo Der große Gödel hat einmal versucht, Gott mathematisch
zu beweisen (wohlgemerkt: EINEN Gott, nicht notwendigerweise IHREN). Es war ein, sagen wir, „bemühter
Versuch“, sehr ehrenwert… Gödels mathematischer Ruf war so groß, dass sich zeit seines Lebens niemand
so recht getraut hat, ihn auf die fundamentalen Fehler in seiner Rechnung hinzuweisen… ;O)