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Freitag, 17. Dezember 2004 15:25
In Rom gefeuert, in der Schweiz gefeiert
Vor zwei Jahren wurde der Schweizer Fundamentaltheologe P. Josef Imbach OFMconv von seiner Lehrtätigkeit in Rom suspendiert. Nun will ihm die Universität Basel – sofern sich das Geld findet – einen Lehrstuhl einrichten.
(kreuz.net, Basel) Die Nordschweizer „Basler Zeitung“ berichtet heute über einen möglichen Lehrauftrag für den suspendierten Franziskanerpater Josef Imbach (59) an der evangelisch-reformierten Theologischen Fakultät der Universität Basel.

Der Schweizer Theologieprofessor wurde am 15. Februar 2002 für ein Jahr von seiner Lehrtätigkeit an der von den Franziskanerkonventualen geführten Päpstlichen Universität San Bonaventura in Rom suspendiert. Die Päpstliche Universität San Bonaventura ist in Rom besser unter dem Namen „Seraphicum“ bekannt.

Ende November diesen Jahres wurde eine Briefaktion an verschiedene Persönlichkeiten des Schweizer Kantons Basel gestartet. Man sucht 70.000 Franken (46.000 Euro) aufzutreiben, um die Finanzierung eines Lehrstuhles in Basel zumindest auf zwei Jahre zu sichern. Nach einem Bericht der „Basler Zeitung“ seien bereits 16.000 Franken (ca. 10.000 Euro) gesammelt.

Der seit 2002 suspendierte Franziskanerpater soll an der evangelischen Fakultät der Universität Basel katholische Theologie lehren.

Pater Imbach soll – so der Plan – privat finanziert und von der Fakultät berufen werden. Der Dekan der Theologischen Fakultät, Prof. Georg Pfleiderer, hat dem Franziskaner offenbar mitgeteilt, daß seine Fakultät gerne bereit sei, ihm einen Lehrauftrag für katholische Theologie zu geben. In der Besetzung durch P. Imbach sehe er eine Bereicherung.

Bei seinen römischen Studenten am „Seraphicum“ war P. Imbach sehr beliebt und galt als begabter Professor. Er habe sich allerdings eher für philosophisch-existentielle Fragen als für die heilige Theologie interessiert.

1995 hatte Pater Imbach sein Buch „Wunder. Eine existentielle Auslegung“ publiziert. An diesem Werk äußerte die Glaubenskongregation 1998 heftige Kritik. Die Glaubenskongregation stellte die Tatsache heraus, daß der Franziskanerpater die Gottheit Christi und die Existenz von Wundern leugne. In seinem Buch lehne der Pater auch das kirchliche Lehramt ab und disqualifiziere die Evangelien als Erzählungen.

Pater Imbach ist in den letzten Jahren auch mit einem Kochbuch an die Öffentlichkeit getreten.

In einem Beitrag für die links-ökumenische österreichische Zeitschrift „Kirche in“ im Oktober 2002 kritisierte der Theologe die Glaubenskongregation. Man müsse als Theologieprofessor akzeptieren, so schreibt er, „daß die Aufseher auf geheimdienstliche Methoden setzen (Verheimlichung, Denunziantinnen und Denunzianten, anonyme Gutachten, undurchsichtige Verfahren mangels Gewaltentrennung)“.

Pater Imbach behauptete später, daß dieser Beitrag in „Kirche in“ für seine Suspendierung ausschlaggebend gewesen sei. Die Irrtümer in seinem Buch sah er nicht als Grund für den Entzug des Lehrstuhles.
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1 Lesermeinung:
Samstag, 18. Dezember 2004 18:29
Dolfus: Gute Idée
Na ja, so gut können wohl Cardinal Ratzingers Geheimdienstmethoden wohl auch wieder nicht funktionieren.
P. Imbach ist immer noch öffentlich in Erscheinung anstatt mit Betonpatscherl in bella Sicilia versenkt worden zu sein, und auch der Rest der Theologiefakultäten der Welt incl. Bischofssitze ist Fest in modernistisch-häretischer Hand.
Aber vielleicht bringt ja den Cardinal mal einer auf die Idee, da was zu machen …
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