Wer den Dichter will verstehen + Mit Nachdruck dementiert + Kommunionspendung auf der Papstmesse + Respektierte Entscheidung + Schlimmer
Wer den Dichter will verstehen
Polen. Papst Benedikt XVI. ist gestern „tief berührt“ im Geburtsort seines
„großen Vorgängers“ angekommen: „Ich wollte hierher kommen, um gemeinsam mit euch zu beten, damit er
bald zur Ehre der Altäre erhoben wird.“ Der Heilige Vater zitierte den Weimarer Dichter Johann Wolfgang
Goethe († 1832): „Wer den Dichter will verstehen, muß ins Land des Dichters gehen.“ So sei es auch nötig
gewesen, in die Geburtsstadt von Johannes Paul II. zu kommen, um sein Leben und sein Amt zu verstehen.
Mit Nachdruck dementiert
Vatikan. Die Authentizität eines angeblichen römischen Schreibens vom 1.
Oktober, das den Templerorden wieder anerkannt haben soll, ist eine Fälschung. Das erklärten verschiedene
nationale Ausgaben der vatikanischen Zeitung ‘Osservatore Romano’ am Sonntag. Der Heilige Stuhl habe wegen
des in ritterlich-buntem Layout gestalteten Dokumentes mehrere Anfragen erhalten.
Kommunionspendung auf
der Papstmesse
Polen. Die Nachrichtenagentur ‘Associated Press’ veröffentlichte unter den Bildern von
der Papstmesse am Freitag auf dem Pilsudski-Platz im Zentrum von Warschau das nebenstehende Foto, auf
dem eine Kommunionspendung auf die Hand abgebildet ist. Die Messe unter freiem Himmel fand bei strömendem
Regen statt.
Respektierte Entscheidung
Liechtenstein. Das Erzbistum Liechtenstein lehnte es aus „grundsätzlichen
und inhaltlichen Erwägungen“ ab, auf die vor zwei Wochen in Feldkirch eröffnete Mütterberatungsstelle
‘schwanger.li’ zu verlinken. Die Stelle wird von Gynäkologen und ehemaligen Mitarbeitern der Kirche in
Vorarlberg betrieben und von einer Stiftung der liechtensteinischen Erbprinzessin Sophie gefördert. Der
Verein sollte mit der erzbischöflichen Entscheidung keine Probleme haben, denn auf seiner Homepage heißt
es: „Wir respektieren Ihre Entscheidung, wie sie auch ausfällt.“
Schlimmer
Deutschland. Nach Einschätzung
des in der Regensburger Erwachsenenbildung tätigen Liturgikers Dr. Walter Zahner müssen bundesweit mehr
katholische Kirchen aufgegeben werden als bisher angenommen. Dies berichtete die deutsche ‘Katholische
Nachrichtenagentur’. Nach einer Umfrage der Bischofskonferenz sind rund drei Prozent der Kirchen von einer
Schließung betroffen. Doch offenbar haben viele Bistümer keine realistischen Angaben gemacht. Lediglich
die Antworten der bayerischen Diözesen sowie der Bistümer Essen, Aachen und Trier scheinen dem Liturgiker
realistisch. Zahner ist Mitautor der im Jahr 2003 herausgegebenen Arbeitshilfe der deutschen Bischofskonferenz
zur Umnutzung von Kirchen.
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17 Lesermeinungen
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@Graf von Galen, gonniwell Sind wir jetzt schon so weit, daß das Zeugnis der Hl. Schrift nichts mehr
gilt? „Während des Mahles aber nahm Jesus Brot, sprach das Segensgebet, brach es und gab es den Jüngern
mit den Worten: ‘Nehmt, esset, das ist mein Leib.’“ (Mt 26, 26) Im griechischen Originaltext wird (wie
in der deutschen Übersetzung) dasselbe Wort für „nehmen“ verwendet; daraus ergibt sich, daß die Apostel
aufgefordert wurden, das Brot so zu nehmen, wie Jesus es zuvor selbst genommen hatte. Um eines klarzustellen:
Ich befürworte durchaus die Mundkommunion, aber ich sehe keinen wirklichen Grund für die Verteufelung
der Handkommunion. (Der Mund ist kein edleres Organ des Menschen als die Hand.)
@ Gotthard Schon mal was von Transsubstantion gehört ? In der Eucharistiefeier werden Brot und Wein zu
Leib und Blut Christi gewandelt. Dem begegnet man mit Respekt und schmiert sich nicht die Krümel in den
Pullover. Aus ihren Postings wird klar, dass Sie mit dem Begriff Kirche nicht viel anfangen können. Aber
Sie dürfen ja auch das Publikum befragen, oder einen Freund anrufen. Der 50-50 Joker wird bei Ihrem derzeitigen
Kenntnisstand nicht viel bringen.
Herr Graf Hochwohlgeboren mögen immer Silberbesteck auf dem Tisch liegen haben … im Abendmahlssaal
war es anders: dort aß man mit den Fingern! (Stimmt, ich war nicht dabei. Aber ich war in Afrika und
Indien und kann mit den Fingern essen … selbst am Tisch von Bischöfen und Primizianten!) Ich weiß
es aus dem NT: Mt 26, 23b… nimm und lies!
Handkommunion, @Sirlio Woher wissen Sie das so genau ? Waren Sie dabei ? Man kann auch etwas in den Mund
nehmen, ohne die Hand zu gebrauchen. Selbst wenn es so wie Sie schreiben gewesen sein sollte, so hat doch
der Hl. Geist, der durch die hl. Kirche sprcht, eine würdigere Praxis eingeführt. Steht nicht auch in
der Hl. Schrift, daß wer den Leib des Herrn nicht von gewöhnlicher Speise (die man in die Hand nimmt)unterscheidet,
sich das Gericht ißt. Heute wird doch das Allerheiligste wie Perlen vor die Säue geworfen. Die Gabe
der Gottesfurcht ist verloren gegangen. Ich wette, Sie können mir keine 2 von Hundert Erstkommunikanten
nennen, die noch ein katholisches Eucharistieverständnis haben.
Osservatore Romano Ich habe ja schon Klagen über mangelnde Lateinkenntnisse im Vatikan gehört – dass
es jetzt auch um die Deutschkenntnisse schon so schlecht bestellt ist, mag ich aber nicht glauben. Ich
bin mir sogar sicher, dass diese Stilblüte wohl eher auf die kreuz.net-Redaktion zurückzuführen ist:
Die Authentizität eines angeblichen römischen Schreibens vom 1. Oktober, das den Templerorden wieder
anerkannt haben soll, ist eine Fälschung. … eine gefälschte Authentizität … selten so gelacht.
Handkommunion Handkommunion ist die praktische Leugnung der Gegenwart Christi mit Fleisch und mit Blut,
mit Seele und mit Gottheit unter der eucharistischen Gestalt des Brotes. Zu diesem Zweck wurde diese auch
von den Protestanten und nach dem VII von den Modernisten im Ungehorsam eingeführt. Sie sollte baldmöglichst
wieder weltweit verboten werden.
Zum Thema Mundkommunion: Nur zu empfehlen „Redemptoris Sakramentum“ Die Handkommunion ist erlaubt, man
sollte aber wenn man sich nicht hinkniet um Mundkommunion oder Handkommunion zu machen wenigstens eine
Kniebeuge machen, leider ist dieses hier in Deutschland nicht sehr oft der Fall, wenigstens in den Pfarrein
die ich besuchte, mein Pfarrer hat mich sogar gebeten sich nicht hinzuknien vor der Kommunion und nicht
die Mundkommunion zu praktizieren, diese Bitte habe ich in den Wind geschlagen, nur weil andere die keine
Erfurcht mehr den Herrn entgegenbringen und nicht einmal eine Kniebeuge schaffen (es sind die gebrechlichen
Menschen), werde ich mich nicht an diese anpassen, da ist mir der Herr am wichtigsten. Das Problem liegt
hier eher an der schwindenden Erfurcht vor dem Allerheiligsten oft gepaart mit Unwissen was man dort eigentlich
empfängt dieses Unwissen haben leider auch manche Priester, was wirklich schrecklich ist, liegt das vielleicht
auch an der feindlichen Umwelt oder einer Verwässerung des wahren Glaubens.
Kommunion in Warschau Es hat tatsächlich ein wenig geregnet, das war im Fernsehen zu sehen. Einige Priester
hatten Schirmträger, andere eine Abdeckung für die Hostienschale (zusehen auf dem Photo), wieder andere
halfen mit ihrer eigenen Stola aus. Handkommunion war eher selten (nach meinem subj. Eindruck aber häufiger
als zB heute in Krakau).
Liebe Lukrecia, obwohl gelegentlich hier zu Gast, haben Sie sich die redaktionelle Linie von kreuz.net
vielleicht noch nicht klar zusammengereimt: Hier wird „katholisch“ gleichgesetzt mit einer Mischung aus
Bruchstücken der Tradition (Mundkommunion etwa) und einem klaren politischen Profil. Irgendwo ist ja
auch die KVP der Schweiz mit einem Inserat vertreten. Die Frage, inwieweit man nachkonziliar politisch
„rechts“ stehen darf als Katholik ist aber eine andere als die Behauptung, dass man „rechts“ stehen muss.
Und was noch mehr verwirrt: Viele politisch Konservative vertreten durchaus „antikatholische“ religiöse
Positionen. Somit sollte man Berichte über eine Handkommunion in Polen nicht als Signal für den Untergang
nun auch des östlichen Abendlandes werten.
Handkommunion Es ist aber keineswegs eine empfohlene Praxis. In der Instruktion „Memoriale Domini“ www.herzmariens.de/…ndkomm/memoriale.htm
aus dem Jahre 1969 wird zwar die Handkommunion erlaubt, aber nicht empfohlen. Empfohlen wird die Mundkommunion,
was auch das Institut für Praktische Theologie und die Liturgie Institute Salzburg, Trier u. Zürich
in ihren Publikationen bestätigen: 21. Bei der Austeilung der Kommunion soll die Gewohnheit beibehalten
werden, die Partikel des konsekrierten Brotes auf die Zunge des Empfängers zu legen, weil dies dem überlieferten
Brauch mehrerer Jahrhunderte entspricht. www.sbg.ac.at/…mmunion/kapitel1.htm
Handkommunion Ist Handkommunion denn plötzlich verboten? Bei uns hat man nichts anderes gelernt, als
die Handkommunion (obwohl es ganz wenige gibt, die die Mundkommunion praktizieren) und bis jetzt hat noch
niemand gesagt, das sei unkatholisch.
Kirchen raus, Moscheen rein Ob jemand einmal ausgerechnet hat, wieviel Schließungen von Kirchen den Errichtungen
von Moscheen gegenübergestellt werden können?
Die Frage Gotthards ist sehr berechtigt und von strömendem Regen ist nichts zu sehen – kein einziger
Schirm. 99% der Polen werden Mundkommunion praktiziert haben – auf dem Foto wahrscheinlich Deutsche