Bei allem Respekt: Der Name „Mutter des Schöpfers“ – der auf die Allerseligste Jungfrau angewendet wird – scheint echt ein bißchen überzogen zu sein. Von John Henry Kardinal Newman († 1890).
(kreuz.net) Der Name „Mutter des Schöpfers“ scheint in sich einen inneren Widerspruch zu enthalten, weil
darin die Begriffe „Schöpfer“ und „Geschöpf“ ihres ursprünglichen Sinnes beraubt – ja gegeneinander
ausgetauscht – sind.
Ewigkeit und zeitliches Werden, Selbstsein und Abhängigkeit schließen sich begrifflich
aus.
Auf den ersten Blick drückt der Name „Mutter des Schöpfers“ eine Unmöglichkeit aus.
Andererseits
sagt uns der Verstand, daß wir Maria diesen Ehrentitel nicht verweigern können, ohne die Menschwerdung
des Wortes, der Zweiten Person in der Gottheit zu leugnen.
Seit den ersten Zeiten der Kirche wurde das
klar erkannt. Schon die ersten Christen nannten die heilige Jungfrau „Mutter Gottes“, weil Maria die Mutter
Jesu, und Jesus selber Gott war und ist.
Wenn das Wort des Heiligen Johannes stimmt, daß das Wort Mensch
geworden ist, dann war es unmöglich, der Mutter des Gottmenschen den Ehrentitel „Mutter des Schöpfers“
zu verweigern.
Es dauerte nicht lange, bis diese Wahrheit durch ein allgemeines Konzil feierlich verkündigt
wurde.
Bald entstand eine Irrlehre, die behauptete, daß der Herr nicht wahrhaft und wesentlich Gott,
sondern nur Mensch gewesen sei.
Er unterscheide sich von uns nur dadurch, daß Gott in Ihm wie in allen
Heiligen – allerdings in viel vollkommenerem Maße – wohne, so wie auch der Heilige Geist in den Engeln
und in den Propheten wie in einem Tempel sei, oder wie Jesus Christus auch heute noch in den Tabernakeln
unserer Kirchen weile.
Die Bischöfe und die Gläubigen wußten kein besseres Mittel, um diesem verderblichen
Irrtum [des Nestorius] entgegenzutreten, als die Erklärung, daß Maria die Mutter Gottes und nicht nur
die Mutter des Menschen Jesus sei.
Seit dieser Zeit [dem Konzil von Ephesus im Jahr 431] ist die Gottesmutterschaft
ein Glaubensartikel der Kirche Christi geworden.
Man kann die Frage aufwerfen, ob diese Lehre wunderlicher
sei als die der Menschwerdung des Wortes Gottes selber – ob es geheimnisvoller sei, daß Maria die Mutter
Gottes geworden oder daß Gott Mensch geworden ist.
Letztere ist die grundlegende Wahrheit der christlichen
Offenbarung, von der die Propheten, Apostel und Evangelisten in allen Teilen der Heiligen Schrift Zeugnis
geben.
Ist es nicht unendlich tröstlich und freudenreich, daß wir in Maria auch unsere Mutter erhalten
haben und in Jesus Brüder unseres Herrn geworden sind?
Wenn wir heilig leben und in Seiner Gnade sterben,
wird unser fleischgewordener Bruder uns mit sich hinauf in das Land der Engel nehmen und unseren Leib
einst aus dem Staube zu ewigem Leben erwecken.
Er wird uns mit Gott selber vereinigen.
Er wird uns teilnehmen
lassen an der göttlichen Natur, soweit das bei einem Geschöpf möglich ist.
Und er wird jeden von uns
mit Leib und Seele in den Abgrund der Herrlichkeit des unendlichen Gottes eintauchen lassen.
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33 Lesermeinungen
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#33 23er Hansl 12:15:08 | Donnerstag, 17. August 2006
gut, dass der Duden nach katholischer Lehre nicht unfehlbar ist. Ich finde die Form trotzdem für einen
Humbug sondergleichen, denn es hat schon seinen Sinn, dass Genetivkomposita im Deutschen durch Voranstellung
des Genetivs gebildet werden. Dass das im Duden von 1952 drinsteht zeigt nur, dass dieses Machwerk damals
schon der Linie folgte, der es heute auch folgt: Dialekte und Dialektderivate als wertvolle Bereicherung
der Sprachentwicklung werden ignoriert und jeder Wortschöpfungshumbug wird unreflektiert übernommen:
siehe Muttergottes, googeln, … Zu dem noch eine Fußnote: der Duden entbehrt ohnehin jedlicher Verbindlichkeit,
Gott sei Danke (oder gottseidank) haben wir ja das Österreichische Wörterbuch.
@Matt Vielleicht versuchst Du’s mal mit Goethes Faust: Goethe lässt Faust sprechen: „Geschrieben steht:
»Im Anfang war das Wort!« Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort? Ich kann das Wort so hoch
unmöglich schätzen, Ich muß es anders übersetzen, Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin. Geschrieben
steht: Im Anfang war der Sinn. Bedenke wohl die erste Zeile, Dass deine Feder sich nicht übereile! Ist
es der Sinn, der alles wirkt und schafft? Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft! Doch, auch indem ich
dieses niederschreibe, Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe. Mir hilft der Geist! Auf einmal
seh ich Rat Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!“
@matt Ich muß auch etwas gestehen – daß ich mich mit der Philosophie bisher doch eher wenig auseinander
gesetzt habe – und als provozierend würde ich den letzten Beitrag von Ihnen nicht bezeichnen – da haben
Sie aber schon wesentlich herbere Sachen abgeschossen. Ich werde mich daher mit der von Ihnen angesprochenen
Materie erst ein wenig mehr auseinandersetzen müssen, um darauf eingehen zu können. Nur so viel: Ihnen
sagt doch bestimmt etwas der Hl.Thomas Aquinas und seine „Summe der Theologie“? Wenn nicht, dann googlen
Sie einfach mal imWWW -da läßt sich bestimmt etwas finden. Ich werd’s bei mir zu Hause mal wieder in
die Hand nehmen müssen. Hier nur eine Kleinigkeit:„Und jegliches Geschöpf langt danach, Vollkommenheit
für sich zu gewinnen, die Ähn- lichkeit mit der göttlichen Vollkommnheit und Güte besgt. So ist also
die göttliche Güte Endzweck aller Dinge“. O je, ich hör’s schon krachen – oder gar nicht? Bis dahin
!:)
ich muss gestehen ich habe mich etwas gehenlassen um zu provozieren. Versuchen wir doch der Sache Herr
zu werden. ich verstehe den Begriff „logos“ auch mehr im Sinne von Heraklit als das „Weltprinzip“, Prinzip
aller Schöpfung und darin zugleich als Wesen des Göttlichen, wie ich es an anderer Stelle bereits philosophierend
darlegte. Dann ist die Sache nämlich weitaus verständlicher, weil man dann die Schöpfung besser als
Differentiation des logos verstehen kann, wie es Johannes ja darstellen möchte. „Wort“ ist irgendwie
ein schwacher Begriff um ebendas auszudrücken worum es hierbei geht. Ich mag diese Übersetzung nicht
wirklich. Bloß, wenn Christus dieses Prinzip ist, was spielt dann Gottvater noch für eine Rolle in der
Schöpfung? Nun ich verstehe es so, dass nämlich der logos zunächst lediglich bloßes Wesen, nacktes
Prinzip, oder „Same“ jenes Bewußtseins ist in dem er verborgen ist, und dessen logos er eben ist. Und
DAS ist Gott. Daher: Gott ist der, der die Macht hat über sein eigenstes Wesen, sprich „der sich selbst
beherrscht“ und zwar in der Substanz, die sein Bewußtsein ausmacht und erschließt, im Geist. Und weil
er diese Selbstbeherrschung besitzt ist er auch im Stande sein Wesen beliebig zu erzeugen bzw. vielfältig
zu differenzieren in Form der Schöpfung.
@matt Mal wieder was vom Meister Eckhart gefällig? Das „Senfkorn“ – Lied 1.Im Anfang hoch über das Verstehn
ist je das Wort. O reicher Schatz, wo Anfang Anfang stets gebar! O Vaterbrust, aus der mit Lust das Wort
stets floß! Doch hat der Schoß das Wort bewahrt, das ist wahrhaft so … 8.O Seele mein, geh aus, Gott
ein! Sink all mein Etwas in Gottes Nichts, sink in die grundlose Flut! Fliehe ich von dir, so kommst du
zu mir. Verliere ich mich, so finde ich dich, o überwesenhaftes Gut“
wer hat jetzt die Welt erschaffen? Es mag vielleicht etwas gemein klingen, aber ich konnte mit der Einleitung
des Johannesevangeliums noch nie allzu viel anfangen. Es ist für mich ein ziemlich nichtssagendes Palaver.
Er sagt „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang
bei Gott“ ?:) Klingt wie das Herumgeschunkel in einem Hullahup-Reifen, eine inhaltslose Schwärmerei.
weiters: „Alles ist durch es geworden und ohne es ist nichts geworden von dem was geworden ist.“ Ein
ziemlich redundantes, ja eigentlich kindisches Wortkonstrukt. Nicht nach meinem Geschmack. Nichts gegen
Johannes, aber brauchen wir sowas? Kann man nicht einfach sagen: Gott hat aus sich geschaffen? Da er das
eine, das absolute Sein ist kann er ja nur aus sich geschaffen haben, denn ausser ihm ist nichts. Das
will mir einleuchten. Das Wort soll ja Jesus Christus sein. Also der Sohn war beim Vater und der Vater
ist der Sohn und hat aus ihm die Welt geschaffen, oder so, oder wie ?:) err… Johannes schau obi und
erklär mir das nochmal, weil ich versteh nur Bahnhof. Da bleib ich lieber bei den sieben Tagen der Schöpfung,
ned bös sein
23er Hansl: geht petzen, pfui… auch das eingeständnis ihrer praxis, einfach auf jemanden zu schimpfen,
nur weil ihnen wer nicht zu gesicht steht, finde ich äußerst fair. Na fein, dann sind wir uns ja in
Nuancen näher gekommen. Im Übrigen werde ich der Redaktion vorschlagen: Jou, ja was denn? Ein Beispiel
explizit für DICH: Wenn du z.B. mit dem Kopf nickst und deine Nickachse senkrecht zur Drehachse des Raumschiffs
ist, sieht dein Gleichgewichtssystem das Vektorkreuzprodukt daraus…auf Dauer macht dich das fertig.
#24 23er Hansl 15:32:02 | Mittwoch, 16. August 2006
Aloah … gut, dass sie wenigstens zugeben, ungelesen auf Beiträge zu antworten. auch das eingeständnis
ihrer praxis, einfach auf jemanden zu schimpfen, nur weil ihnen wer nicht zu gesicht steht, finde ich
äußerst fair. bleibt noch die frage nach ihrer penetranten Duzerei, aber wahrscheinlich haben sie einen
job in der putzkolonne von ikea und kennen daher keine anderen umgangsformen Aber wissen sie, was ich
abgesehen davon, dass sie offensichtlich bewusst den Kotzbrocken abgeben, von ihrer Art und ihrem Ton
halte: Im Übrigen werde ich der Redaktion vorschlagen:
23er Hansl: Der intellektuelle Rohrkrepierer Mal völlig abgesehen von den sinnlosen und haltlosen und
unverschämten Beschimpfungen. Würden Sie sich vielleicht darüber informieren, worum es in einer Diskussion
geht, bevor Sie so vehement mit ihrer ganzen verbalen Brutalität und Tollpatschigkeit eingreifen! Freundchen,
das ist bei dir nicht nötig, deinen abgedrehten linken Budenzauber erkennt man sofort.
#22 23er Hansl 14:55:03 | Mittwoch, 16. August 2006
Aloah zeigt wieder, dass er icht verstanden hat, worum es geht. Würde lesen helfen? Mal völlig abgesehen
von den sinnlosen und haltlosen und unverschämten Beschimpfungen. Würden Sie sich vielleicht darüber
informieren, worum es in einer Diskussion geht, bevor Sie so vehement mit ihrer ganzen verbalen Brutalität
und Tollpatschigkeit eingreifen!
23er Hansl = das Definiendum lustig. Du kannst dir deinen ganzen semantischen Buchstabensalat sparen,
es interessiert hier nicht. Maria wird, durch Gottes Gnade nach Christus, aber vor allen Engeln und Menschen
erhöht, mit Recht, da sie ja die heilige Mutter Gottes ist und in Mysterien Christi einbezogen war. Daher
wird Maria auch im kirchlichen Sprachgebrauch Mutter Gottes genannt. Vielleicht zuviel für so einen kleinen
Häretiker der sich als Buchstabentöter profilieren möchte.
@ Hansl Mutergottes ist nicht der Genitiv sondern der Ehrerbietungstiv und der steht leider noch nicht
in jedem Duden drin, kommt aber vielleicht noch.
#19 23er Hansl 14:03:24 | Mittwoch, 16. August 2006
wirklich? Na dann heißt das ja, dass kreuz.net zur neuesten deutschen Rechtschreibung wechselt. Also
ich meine, ich kann jetzt nicht überprüfen, ob der Unsinn tatsächlich im Duden steht, aber da im Duden
viel steht, glaub ich es halt einmal. Jedenfalls ist es klar, dass sich Genetiv-Komposita im Deutschen
so bilden, dass der Genetiv vorangestellt wird. Ein nachgestellter Genetiv ist mir in keinem Fall bekannt,
vor allem deswegen, weil sich dadurch ein Kompositum mit Genetivendung ergibt, von dem man annehmen muss,
dass es der Genetiv eines Kompositums ist – daher meine Frage nach dem Muttergott. Jetzt könnte man versuchen,
zu klären, ob der Duden der alten Rechtschreibung dieses Konstrukt als „Ausnahme“ angeführt hat, oder
ob der Duden das erst in der neuen Rechtschreibung tut, und je nach Ergebnis vielleicht darauf drängen,
dass kreuz.net auch nach der neuen Rechtschreibung abgefasst wird (wäre vor allem deswegen sinnvoll,
weil die meisten Autoren die alte Rechtschreibung ohnehin nicht beherrschen und glauben, wenn sie jedes
ss durch ein ß ersetzten, dann ist das schon alte Rechtschreibung). Nun, trotzdem finde ich an den Begriffen
Gottesmutter und Mutter Gottes nichts auszusetzen und halte es daher für absurd, einen Begriff wie Muttergottes –
der genauso der Genetiv sein könnte, der zu einem heidnischen Muttergott gehört – dafür zu verwenden.
Damit kann man sich zumindest ersparen, von mir ständig provokativ auf den Muttergott hingewiesen zu
werden.
@ Joseph Stimmt. Es war halt ein so überwältigender Eindruck, den Matt mir vermittelte und meine (Über)-Reaktion
ist sicher „the heat of the moment „ zu verdanken gewesen.
@Alexandra Das ist schön, was Sie uns da über die Freude sagen. Aber hätten Sie es Matt nicht auch
etwas schöner sagen können, als bei ihm Paranoia zu vermuten ? )
@Alexandra Herzlichsten Dank. Es freut mich immer, einen Segen zu erhaschen – so war’s ja auch gemeint.
Und Freude am Leben, am Glauben und der Kirche habe ich von morgens bis abends rund um die Uhr! Ich würd’
mich ja gerne täu- schen – aber höre ich da im Hintergrund die Vermutung, daß dem vielleicht nicht
so wäre? Bitte um Aufklärung!! Ansonsten Auch Dir Gottes Segen!!
@ Doriano Enjoy life, ist das, was ich Dir zurufen möchte, denn Freude ist das Wort, was im Neuen Testament
am häufigsten vorkommt. Von Herzen alles Gute!
@Todfeind Matt, es muß anders heißen: Ich bin Ihnen im Tode Feind. Frag’ jetzt nicht, was das heißen
soll – bin selbst noch auf der Suche – halt reine Intuition… Und was das Menschsein Christi anbelangt,
so stimme ich dir zu. In dem Augenblick, als er geantwortet hat:…„Nur Gott ist gut!“ war er ganz Mensch,
denn seine Gottheit konnte vom Anderen nicht erkannt werden – insofern löst sich dieser Widerspruch auch
wieder auf. Ansonsten : enjoy life!!
liebe Frau… ich sage Ihnen was: Ich bin Ihr Todfeind. Denn aus ihrem Gerede was ich so lese spricht
der Teufel und eher lasse ich mich von einem Bulldozer umarmen als von Ihnen.
was für ein Murx ist das? wenn er in diesem Moment gedacht hätte selbst Gott zu sein, dann hätte er
es sich ja wohl gefallen lassen können wenn man ihn „gut“ nennt und nicht von sich abgewiesen. Sie schreiben
da also ein unlogisches Gmurx. Ich verstehe ja, dass Sie Partei ergreifen und der Ehre seiner Person zuhilfe
eilen. Aber Sie tun es so, dass Sie wiederum seine Menschlichkeit ausser Acht lassen. Und damit verstümmeln
Sie seine Person. Ich versuche nicht Christus unmöglich zu machen, sondern ich liebe ihn eben auch in
seiner Schwachheit, auch darin ist er mir lieb. Sie sind dazu anscheinend unfähig. Dann haben Sie ihn
aber nicht erkannt und Sie verstehen anscheinend auch nicht was Gott durch sein Zeugnis bezweckte. @Alexandra:
das hier ist ein Glaubensforum. Wenn Sie also nicht diskutieren sondern nur glauben wollen, dann brauchen
Sie nicht herkommen. Aber kritisieren Sie mich nicht dafür wenn ich mich hier produziere, wie es vorgesehen
ist. (Frauen )
Wirres Gerede, wie von einem Gnostiker Der Mann, der Jesus mit „guter Meister“ anredete, sah in ihm nur
einen Menschen, eben einen Meister und Rabbi wie die anderen. Jesus wies ihn darauf hin, daß nur Gott
(also er selbst) gut sei. Der betreffende Mann hatte übrigens keinen Anspruch darauf, daß sich der Heiland
ihm gegenüber als Gott offenbarte. Die menschliche Natur Jesu war geschaffen, aber seine Hypostase ewig.
Der ewige Daseinsakt des Logos dehnt sich in der Menschwerdung auf das zeitliche aus.
Bei dieser Kontroverse muß man natürlich in die Wagschale werfen gewisse Bemerkungen Jesu, wo er sich
selbst gegenüber Gott relativiert. Z.B. als man ihn anspricht mit „guter Meister“ und er daraufhin antwortet:
„was nennst du mich gut? nur Gott ist gut.“ Demgegenüber sagt er ja an anderer Stelle: „Ich und der Vater
sind eins.“ usf. Das erscheint uns doch zunächst etwas widersprüchlich. Ich bin auch der Letzte der
behaupten würde, dass alle Aussagen Jesu im Zusammenhang 100% konsistent sind und keine Kritik zulassen.
Schließlich war er Mensch und musste erst zur Vollmacht seines göttlichen Selbst erwachsen. Und er hatte
Angst, wie wir wissen und er selbst hatte auch Zweifel, wie es doch am ehesten zum Ausdruck kommt, wenn
er am Kreuz etwa spricht „Vater, wieso hast du mich verlassen!“ Auf der anderen Seite: wenn Gott hätte
souverän auftreten wollen, wäre er wohl einfach in Engelsgestalt erschienen und hätte sich das Prozedere
mit Volk Israel bis zur Jungfrauengeburt und Jesuskind ersparen können und dann eigentlich auch das ganze
Geplänkel mit Schöpfung und Mensch. Daher also: Er ist schon göttlich unser Heiland, aber eben auch
in seiner Schwäche und in seinem Ringen nach Vollkommenheit. Auch darin offenbart sich Gott und darin
überhaupt erst kommt er wesentlich zum Vorschein in der Intensität und Hingabe eines menschlichen Daseins.
Deshalb ist ja die Heilsgeschichte so wie sie ist und nicht anders. Es breitet sich aus, entfaltet sich,
es schwingt sich auf…
Hansl … … kämpft gegen Windmühlen, denn einen „Muttergott“ verteidigt hier ja niemand. Sprachlich
ist es natürlich korrekt, dass „Muttergottes“ der Genitiv zu dem nicht-existenten deutschen Wort „Muttergott“
wäre. Aber die Herkunft von „Muttergottes“ leitet sich von „Mutter Gottes“ ab – durch sprachliche, etymologisch
erklärbare Verschiebung entstand dadurch ein neues deutsches Wort „Muttergottes“. Aber so sprachliche
Wortneuschöpfungen gibt es öfters, jedes deutsche Wort ist irgendwie mal entstanden. z.B. auch das Wort
Kaninchen, das ist ein kleines Kanin
@Hansl Nehmen Sie sich doch einfach mal den Duden her und schauen Sie dort nach, dann werden Sie sehen,
daß „Muttergottes“ einfach eine andere Form von „Mutter Gottes“ ist. Kein Grund, sich aufzuregen!
Es ist wirklich etwas unvorstellbar Großes –-- das Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, Maria
auserwählte seine Tochter, Mutter und Braut zu werden, um sich selbst auf die Welt zu bringen.
#1 23er Hansl 17:41:14 | Dienstag, 15. August 2006
Was wirklich überzogen ist, nämlich überzogene Inkompetenz, ist der absolut falsche und dumme Aus-
druck Muttergott, Genitiv: Muttergottes. Ich wollte das hier nur noch einmal deponieren, weil die Redaktion
immer noch nicht klug genug war, um den Muttergott aus ihrem theologischen Obstsalat zu entfernen und
wahlweise eine Gottesmutter oder eine Mutter Gottes daraus zu machen. Bitte an einen Muttergott glaube
ich nicht, auch nicht wenn er im 2. Fall auftritt, und ich glaube, dass jemand, der an einen Muttergott
glaubt, garnicht Christ sein kann!