Johannes Paul II.
Ein jüdisches Geschenk
Alles begann im von Pater Pio gegründeten Spital in San Giovanni Rotondo. Jetzt soll eine Statue von Papst Johannes Paul II. in Wadowice aufgestellt werden.
(kreuz.net) Beim Papstbesuch in Polen waren auch Vertreter der US-Stiftung ‘Pave the Way’ – Bereitet den Weg – dabei.

Sie wurden vom Erzbischof von Krakau, Stanislaus Kardinal Dziwisz eingeladen, beim Besuch von Papst Benedikt XVI. in Wadowice dabeizusein. Die südpolnische Stadt ist der Geburtsort von Johannes Paul II.

In Wadowice präsentierte Gary L. Krupp – der jüdische Präsident und Gründer der Stiftung – dem Papst das Modell einer Statue von Papst Johannes Paul II.

Sie soll an den Besuch des verstorbenen Papstes an der Klagemauer in Jerusalem erinnern und in Wadowice aufgestellt werden.

Das Werk wurde beim Jerusalemer Bildhauer Sam Philipe in Auftrag gegeben und wird 4,5 Meter hoch sein. Die Statue soll ein Zeichen der brüderlichen Liebe und des gegenseitigen Respekts zwischen Katholiken und Juden sein.

‘Pave the Way’ ist eine internationale überreligiöse Organisation, die den Weltfrieden durch Gesten des guten Willens fördern will. Sie möchte vor allem den gegenseitigen Respekt zwischen Juden und Katholiken fördern.

Gründer und Präsident der Stiftung ist der US-Amerikaner Gary L. Krupp aus Long Beach in der Nähe von New York an der Ostküste.

Im Juli 2000 wurde Krupp von Papst Johannes Paul II. zum Ritter des Päpstlichen Ordens des Heiligen Gregor des Großen ernannt.

Er ist der siebte Jude in der Kirchengeschichte, dem eine solche Ehre zuteil wurde.

Der Präsident der Stiftung ‘Pave the Way’ erhielt die Auszeichnung für seine Verdienste um die von Pater Pio in San Giovanni Rotondo gegründete Klinik Casa Sollievo della Sofferenza.

Krupp ist beruflich im Bereich von Spitaleinrichtungen tätig. Durch seine Vermittlung schenkten medizinische Lieferfirmen der Klinik von Pater Pio Einrichtungen im Wert von 15 Millionen Dollar.

Die päpstliche Ehrung führte die Aktivitäten von Krupp in eine ganz neue Richtung.

Er erkannte als vom Papst geehrter Jude die Aufgabe, die Beziehungen zwischen der Kirche und dem Judentum zu verbessern.

Darum gründete er im Jahr 2003 die Stiftung ‘Pave the Way’.

Die Stiftung ist in verschiedenen Bereichen tätig. Sie organisiert zum Beispiel Vorträge von israelischen Gästen in katholischen Pfarreien. Ferner ermutigt sie Pilgerreisen ins Heilige Land und organisiert katholisch-jüdische Jugendprojekte.

Krupp hat sich bei der israelischen Regierung auch sehr zugunsten des Vatikan eingesetzt, insbesondere im Zusammenhang mit der Grundsatzvereinbarung zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl, die von der gegenwärtigen israelischen Regierung torpediert wird.

Er setzt sich auch für eine Rückführung des Jerusalemer Abendmahlssaals an die Kirche ein und organisierte die Ausleihung eines im Vatikan aufbewahrten Maimonides-Manuskriptes an das Israel Museum in Jerusalem.

Im Januar 2005 führte die Stiftung ‘Pave the Way’ die größte Gruppe von Vertretern des Judentums in der Geschichte in den Vatikan nach Rom, um Papst Johannes Paul II. zu danken.

Am 13. Juni wird Krupp von Erzbischof Celestino Migliore, dem Vatikanischen Botschafter bei den Vereinten Nationen, und von Renato Kardinal Martino, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, die Auszeichnung „Servitor Pacis“ – Diener des Friedens – erhalten.

Im Anschluß daran verleiht ihm der Erzbischof von Washington, Theodore Kardinal McCarrick, die Auszeichnung Benemerenti für gute Werke des Konstantinischen Ordens von St. Georg.
      
22 Lesermeinungen
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#25   Parzifal2 †   01:19:23 | Montag, 29. Mai 2006
@ Sulpicius
Gute Nacht!
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#24   Sulpicius   01:16:07 | Montag, 29. Mai 2006
@Parzifal2
Muß jetzt leider in die Heia? Vielleicht hören Sie ja noch was von mir. Gute Nacht! :-)
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#23   Parzifal2 †   01:12:28 | Montag, 29. Mai 2006
@ Sulpicius
Na Sie machens aber spannend.
Sind Sie vielleicht der Kardinal Lehmann? Oder Hans Küng?
Worauf wollen Sie denn hinaus?
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#22   Sulpicius   01:07:56 | Montag, 29. Mai 2006
Parzifal2
Mit Rücksicht darauf, daß ich hier noch weiter anonym in jeder Hinsicht posten will, kann ich leider keine Einzelheiten über mich schreiben…
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#21   Parzifal2 †   01:02:41 | Montag, 29. Mai 2006
@ Sulpicius oder so
Warum? Dachten Sie etwa ich wär auch so ne linke Zecke? Keine Sorge! Ich bin ein stramm national Gesinnter! Nix für ungut Kamerad!
Sind Sie was kirchliches oder sind Sie ein Laie?
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#20   Sulpicius   00:53:36 | Montag, 29. Mai 2006
@Parzifal2
Sorry, war ne Verwechslung. Habe gerade Ihre bisherigen Postings unter „Lesername“ gelesen. Die sind ja recht neutral. Nix für ungut.
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#19   Parzifal2 †   00:51:32 | Montag, 29. Mai 2006
@ Sulpicius
Nee, bin isch nicht. Ich studiere Geschichte. Völlig unkirchlich. Wann war ich Ihnen denn jetzt unsypathisch? Das belastet mich total!
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#18   Sulpicius   00:48:12 | Montag, 29. Mai 2006
@Parzifal2
Sind Sie vielleicht ein Seminarist? :-D Ich kannte nämlich mal welche, die kifften…
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#17   Parzifal2 †   00:46:07 | Montag, 29. Mai 2006
@ Sulpicius oder so
Wieso wesentlich sympathischer? War ich ihnen schon mal unsympathisch? Wann denn?
Ich will nur mit Ihnen vertraulisch schwätzen weil ich grade etwas unzurechnungsfähig bin. Haben Sie eigentlich grade den Tatort gesehen? Ich schon. War mit Bienzle. Kommisar aus dem Schwäbischen.
Ich binübrigens nicht schwul. Nicht das Sie sowas denken Sie Schlingel!
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#16   Sulpicius   00:41:35 | Montag, 29. Mai 2006
@Parzifal2
Also, so sind Sie mir doch schon wesentlich sympathischer. Ich habe ja grundsätzlich nichts gegen ein Schwätzchen über private Dinge, aber in einem offenen Forum???
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#15   Parzifal2 †   00:34:10 | Montag, 29. Mai 2006
@ Sulpi usw.
Soll das jetzt ne Anspielung sein?
Sie ziehen mich runter. Ich will keinen Uhu.
Erzählen Sie mal was von sich. Sind Sie einsam oder verheiratet. Waren Sie schon mal im Ausland? Was machen Sie beruflich?
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#12   Sulpicius   00:18:09 | Montag, 29. Mai 2006
Gal 5,2
„Wenn ihr euch beschneiden laßt, wird Christus euch nichts nützen. Geschieden seid ihr von Christus, die ihr im Gesetz die Rechtfertigung sucht, aus der Gnade seid ihr herausgefallen“
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#10   Sulpicius   22:19:11 | Sonntag, 28. Mai 2006
Hebr 8, 13
Wenn er von einem neuen Bunde spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt. Was aber veraltet und greisenhaft ist, das ist dem Verschwinden nahe.
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#9   Dr. Christoph Heger   22:16:20 | Sonntag, 28. Mai 2006
@Otterbeck
Genau das, Gotthard, wollte Dr. Heger hören. Ich erwarte von dort noch deutlichere Zustimmung zu den Mallerais-Thesen über die zugleich deutsch-idealistische UND projüdische Philosophie des Papstes (cf. April-Interview, Remnant).
Ach, Verehrtester, Sie vermuten viel. Die „Mallerais-Thesen“ sind mir zufällig unbekannt. Eine undifferenzierte Polemik gegen die Philosophie des Deutschen Idealismus würde mir auch kaum schmecken.
Zur Sache der Nicht-Messe in Auschwitz: Es ist mir natürlich bekannt, daß es Gegenden in der Welt gibt, wo die Feier einer hl. Messe unerwünscht ist, zum Beispiel in Saudi-Arabien. Dorthin reist der Papst allerdings auch vernünftigerweise nicht hin. Ich sehe aber nicht, wieso der Ort des Martyriums des hl. Maximilian Kolbe, der hl. Edith Stein und noch vieler anderer nicht geeignet sein sollte, dort zu ihren Ehren und zum Seelenheil aller anderen eine hl. Messe zu feiern.
MfG
Christoph Heger
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#8   Gotthard   22:04:04 | Sonntag, 28. Mai 2006
Alte Bund
Der alte Bund ist vergangen.
der Regenbogen über Birkenau spricht eine ganz andere Sprache…
und die biblische Überlieferung spricht von einem „Neuen Bund“, aber nicht von der „Aufhebung des Alten Bundes“
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#7   Graf von Galen   21:23:47 | Sonntag, 28. Mai 2006
Messe in Ausschwitz
Es müßte zumindest möglich sein, für die in Ausschwitz ermordeten Katholiken eine Messe zu halten.
Ich bin ja schon froh, daß sich allem Anschein der Heilige Vater nicht zu einem interreligiösen Gebet hat hinreißen lassen. Als Deutscher hat er es in Bezug auf die Juden sicher nicht leicht, einerseits nicht alte Wunden auszureißen und andererseits nicht synkretistisch bzw. relativistisch zu werden, in Bezug auf das Dogma „Extra ecclesia nulla salus“, also auch für die Juden nicht. Der alte Bund ist vergangen.
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#6   Dr. Otterbeck   20:51:37 | Sonntag, 28. Mai 2006
Wer die aberwitzige
Mallerais-Predigt aus Zaitzkofen (Juni 2005) gründlich studiert, der ahnt schon, was die da unter „Opfer“ verstehen. Eine gnadenlose „Heilsmechanik“, ohne jedes Erbarmen, verzweckt zur Zuchtrute zugunsten der Arkandisziplin der „Bruderschaft“. Wes Geistes Kind!
Die Hingabe Jesu hingegen: Ein jüdisches Geschenk.
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#5   Gotthard   20:43:18 | Sonntag, 28. Mai 2006
verquee Idee
mir war die verquere Idee hinter der Heger’schen Frage schon klar.
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#4   Bernardin †   20:34:07 | Sonntag, 28. Mai 2006
Herr Dr. Heger…
… wie sagten doch die Lateiner: „ Utinam…“ Ach hätten Sie Möchte-gern-Akademiker doch geschwiegen!!! Wie dumm kann bloss eine Frage sein!
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#3   Dr. Otterbeck   20:33:53 | Sonntag, 28. Mai 2006
Genau das,
Gotthard, wollte Dr. Heger hören. Ich erwarte von dort noch deutlichere Zustimmung zu den Mallerais-Thesen über die zugleich deutsch-idealistische UND projüdische Philosophie des Papstes (cf. April-Interview, Remnant).
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#2   Gotthard   16:18:49 | Sonntag, 28. Mai 2006
Besuch
Der Papst besucht die Gedenkstätte … wohl nicht der richtige Ort für eine katholische Messe. Damit würden sehr viele Menschen ausgesperrt … und es sähe nach einer katholischen „Vereinnahmung“ aus …
Die Millionen Toten haben in den hll Maximilian Kolbe und Edith Stein und den unzähligen Ungenannten hervorragende Fürsprecher bei unserem Herrn.
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#1   Dr. Christoph Heger   16:05:04 | Sonntag, 28. Mai 2006
Warum keine Messe in Auschwitz?
Wie ist die Meinung? Ist es nicht eigentlich auffällig, daß der Papst auf dem Gelände von Auschwitz kein Seelenamt für die dort zu Tode Gekommenen liest? Liegt das auf derselben Linie wie die Vermeidung von Kreuzen dort?
MfG
Christoph Heger
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Es wurden 3 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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