[ « 329 330 331 332 333 » ]
Sonntag, 28. Mai 2006 19:22
Wie konnte Gott diesen Triumph des Bösen zulassen?
Am vierten und letzten Tag seiner Polenreise zelebrierte Papst Benedikt XVI. in Krakau – der ehemaligen Bischofsstadt seines Vorgängers – eine Heilige Messe. Am Abend besuchte er das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz.
(kreuz.net, Krakau) Bei der Papstmesse im Blonie-Park von Krakau konzelebrierten 2.000 Geistliche – darunter 20 Kardinäle und 150 Erzbischöfe und Bischöfe aus 16 Ländern. Rund 1.5 Millionen Gläubigen wohnten der Messe bei.

Der Papst rief die Meßbesucher auf, den Glauben an Christus nach Europa und in die ganze Welt hinauszutragen.

In seiner Predigt erinnerte der Heilige Vater auch an Papst Johannes Paul II.: Er sei als Pilger auf den Spuren seines Vorgängers nach Polen gekommen.

„Ich wollte die Luft seiner Heimat atmen. Ich wollte das Land sehen, in dem er geboren wurde und aufwuchs, um seinen unermüdlichen Dienst für Christus und die Weltkirche aufzunehmen.“

Vor allem wollte Benedikt XVI. die „lebenden Menschen treffen“: „Ich wollte euren Glauben sehen, der Johannes Paul II. nährte, und mich davon überzeugen, daß ihr fest im Glauben seid.“

Papst Benedikt XVI. erklärte bei der Predigt auch das Motto seines Pastoralbesuchs, „bleibt stark im Glauben“.

Glauben heiße vor allem, das als wahr zu akzeptieren, was der menschliche Geist nicht bis in die Tiefe versteht.

Die Menschen müßten annehmen, was Gott über sich selber enthüllt. Sie müßten glauben, was er über den Menschen und die Wirklichkeit, die ihn umgibt, offenbarte.

Glauben heiße, sich Gott auszuliefern, ihm das Schicksal anzuvertrauen und eine ganz persönliche Bindung mit dem Schöpfer und Erlöser herzustellen.

Zum Abschluß der Polenreise besuchte der Heilige Vater am Sonntag abend das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz/Birkenau.

Dieser Besuch war ursprünglich nicht vorgesehen. Laut ‘Radio Vatikan’ hat Benedikt XVI. persönlich darauf bestanden:

„Ich bin heute hier als ein Sohn des deutschen Volkes, und genau deshalb muß und kann ich sagen mit ihm: Nie könnte ich nicht hierher kommen. Ich mußte kommen.“

Der Papst erklärte in seiner selber geschriebenen Ansprache, daß der Besuch als Nachfolger von Johannes Paul II. und als Sohn des deutschen Volkes seine Pflicht sei.

„Wie viele Fragen bedrängen uns an diesem Ort! Immer wieder von neuem erwächst die Frage: Wo warst du Gott in diesen Tagen? Warum hat Er geschwiegen? Wie konnte er zulassen dieses Auswuchs an Zerstörung, diesen Triumph des Bösen?“

Benedikt XVI. erklärte, daß der Mensch das Geheimnis Gottes nicht ergründen könne: „Wir sehen lediglich Fragmente und wir täten falsch daran, wenn wir uns zum Richter über Gott und die Geschichte machen würden.“

Als der Papst in Birkenau die Reihe der Gedenktafeln abschritt, erschien hinter seinem Rücken im Himmel der Regenbogen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 43 Lesermeinungen:
Montag, 7. August 2006 17:54
Elendester Sünder: Plausible Antwort
Der ewige Gott vergewaltigt nicht den Willen des Menschen.
Donnerstag, 8. Juni 2006 22:35
C.Mansfeld: Das alte Theodizeeproblem
Wie konnte Gott diesen Triumph des Bösen zulassen?
Tja, wie nur? Wie kann Gott Dinge zulassen, die ihm selbst missfallen? Die alte Theodizeefrage, auf die noch niemand eine plausible Antwort geben konnte. Stattdessen wird in der Regel versucht den Fragesteller entweder einzuschüchtern (wie kannst du dir anmaßen solche Fragen zu stellen, Gott braucht sich doch vor dir nicht zu rechtfertigen usw.) oder einzulullen (das verstehen wir halt nicht mit unserem menschlichen Verstand, aber wir können darauf vertrauen dass Gott es schon richtig macht usw.).
Schon eigenartig, dass der liebe Gott noch keinem seiner Propheten eine plausible Antwort auf diese Frage geflüstert hat. Damit könnten die doch wesentlich mehr Ungläubige beeindrucken als mit noch so vielen abstrusen „Voraussagen“, aus denen man immer erst hinterher schlau wird…
Mittwoch, 31. Mai 2006 16:02
aphrodite †: Also, bevor noch wer an einem vorgetäuschten Infarkt zugrunde geht
@Benedikt
Keine Ahnung, worauf sie im April geantwortet haben, keine Ahnung woher genau die Ansage mit dem Oberarmtatoo stammt. Punkt. Wenn es mir nicht egal wäre und ich mich genauer dafür interessieren würde, könnte ich das herausfinden und ihnen sagen, aber da es mir 1. egal ist, ich mich 2. nicht näher dafür interessieren würde, und es 3. selbst wenn ich eindeutige Beweise finden würde ohnehin an ihrer Position nichts ändern würde, tu ich das nicht. Nochmal Punkt.

@Schnabeltierkönig
Ich verstehe Sie nicht. Mal abgesehen von den persönlichen Beleidigungen: Sie drehen sich argumentativ im Kreis wie eine Katze, die verzweifelt ihrem eigenen Schwanz nachjagt: Zuerst ist es ihnen völlig schnuppe, was sich innerhalb der Kirche getan hat und sie meinen, alleine das Handeln des Vatikan wäre ausschlaggebend (siehe Diskussion in puncto Haltung zur Judenvernichtung im Nationalsozialismus), wenn ich ihnen dann zynisch-überzeichnend die Absurdität ihrer Position vor Augen führe, beschimpfen sie mich zuerst und stellen sich dann selbst demonstrativ-schmollend ins Argumentative abseits, indem sie offen zur Schau tragen, dass ihre intellektuellen Kapazitäten für die Lektüre meines Postings nicht ausreichend waren.
Mittwoch, 31. Mai 2006 15:51
Benedikt: @ Aphrodite
Sie phantasieren nicht, sie führen offensichtlich Stapo-Akten.

Sind Sie eigentlich in der Lage, einen Beitrag ohne neuerliche Beleidigungen etc abzufassen. Wie Sie der verlinkten Diskussion entnehmen können habe ich mich damals über die Bemerkung sehr geärgert, dass ich mich an sie erinnere ist daher nicht ungewöhnlich, die Suchfunktion des Forum tut ihr übriges.

Also ich kann mich an diese Diskussion nicht mehr erinnern, ich weiß nicht einmal genau, ob ich diese Seite zu dem Zeitpunkt schon gekannt habe

Sie sollten einfach besser und genauer lesen. In meiner Antwort auf Centesimus habe ich auch auf einen Beitrag von Ihnen geantwortet.

es sich beim Hakenkreuz am Oberarm um ein Zitat handeln muss – das deswegen, weil ich das anderswo schon einmal gehört hatte.

Zitat von wem, wann, wo gehört? Grotesk. Es gibt in Ratzingers Biografie keinen Punkt, der eine solche Überlegung nahelegen würde. Außerdem hätte ich mal gerne von Ihnen gehört, in wie weit damals Hauttätowierungen mit Hakenkreuzen üblich waren.
Mittwoch, 31. Mai 2006 15:32
aphrodite †: @Benedikt
Lieber Herr Benedikt!
Also ich muss zuerst einmal zugeben, dass meine Mutmaßung, sie würden phantasieren, von Ihnen durch die Setzung des Links zu einer Diskussion über einen Artikel vom April erfolgreich widerlegt worden ist: Sie phantasieren nicht, sie führen offensichtlich Stapo-Akten. Also ich kann mich an diese Diskussion nicht mehr erinnern, ich weiß nicht einmal genau, ob ich diese Seite zu dem Zeitpunkt schon gekannt habe (falls ja, sicher noch nicht lange).
Was ich allerdings sicherlich zu ihrer Stapo-Akte beitragen kann, ist die Information, dass es sich beim Hakenkreuz am Oberarm um ein Zitat handeln muss – das deswegen, weil ich das anderswo schon einmal gehört hatte.
Ich darf anmerken – bevor die entsprechende Kritik ihrerseits dazu kommt – dass ich nicht vorhabe, den Oberarm dieses Herrn persönlich zu inspizieren. Der (der Oberarm) interessiert mich nämlich genausowenig wie die übrigen Körperteile dieses Menschen.
Rührig finde ich übrigens ihre Mutmaßung, ich könnte mit centesimus annus ident sein. Wär das nach katholischer Sittenlehre überhaupt erlaubt?
Mittwoch, 31. Mai 2006 10:28
Benedikt: @ aphrodite
Sie haben keinen blassen Schimmer, wovon ich rede. Centesimus (oder sind Sie identisch?) hat hier mit Verweis auf die Mitgliedschaft des Papstes in der Zwangs-HJ behauptet, er habe ein Hakenkreuz auf dem Oberarm. Damit hat er nicht nur die HJ mit der SS verwechselt, sondern auch zum besten gegeben, dass er von deren Tätowierungspraxis gar keine Ahnung hat.

Außerdem müsste man da erst recherchieren, was die Hitlerjungen so alles irgendwo hintätowiert bekamen.

Ja, dann recherchieren Sie mal schön. Wird aber nichts dabei herauskommen. Solange bleibt es eine infame Behauptung. Lächerlich, dass gerade Sie und Ihr Kompagnon Centesimus hier die Moralapostel spielen, aber dann mit solchen linken Aktionen aufwarten.

In puncto historische Fakten würde gerade ihnen zurückhaltendes Schweigen gut anstehen …

Wo Sie meine Stellungnahmen ja gerade so hervorragend widerlegt haben, nicht war? Ich hab schon besser gelacht.
Alle Lesermeinungen anzeigen 37 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net