10:02:29 | Montag, 29. Mai 2006
In Linz demonstrieren der residierende und der resignierte Bischof vor der lokalen Kirchenzeitung ungetrübte Brüderlichkeit und inhaltliche Übereinstimmung.
(kreuz.net, Linz) „Es besteht keine Kluft zwischen Bischof Maximilian Aichern und mir, im Gegenteil, wir
haben ein sehr brüderliches Verhältnis!“
Das erklärte der residierende Bischof von Linz, Mons. Ludwig
Schwarz, am Mittwoch nach einem Bericht der ‘Kirchenzeitung der Diözese Linz’.
Grund für das Dementi
war ein Bericht in den österreichischen Medien, in dem von einem „Kurswechsel“ in der Diözese Linz die
Rede gewesen war.
Durch die jüngste Erklärung des Diözesanbischofs sind solche Gerüchte widerlegt.
Während der langen Amtszeit von Bischof Maximilian Aichern (1982-2005) wurde die Diözese Linz stark
von kirchenfeindlichen Kräften unterlaufen. Linz gilt heute als eines der liberalsten Bistümer Österreichs.
Zweifel über die Harmonie zwischen den beiden Linzer Bischöfen waren jüngst in der erneut aufgeworfenen
Frage der sogenannten Frauenordination aufgekommen.
Im Schreiben ‘Ordinatio Sacerdotalis’ erklärte Papst
Johannes Paul II. im Jahre 1994, daß eine Weihe von Frauen der Kirche nicht möglich ist.
Der emeritierte
Bischof von Linz, Mons. Maximilian Aichern hatte in einer Aussendung der ‘Katholischen Frauenbewegung
Österreichs’
das Diakonat der Frau gefordert.
Kurz darauf erklärte der residierende Bischof von Linz,
daß bei den Kriterien für die Priesterweihe die weltkirchlichen Entscheidungen akzeptiert werden sollten.
Aus den nahe beieinanderliegenden Aussagen der beiden Bischöfe hatten Presseorgane theologische Differenzen
herausgelesen.
Doch mit der jüngsten Erklärung unterstreichen die zwei Bischöfe, daß sie beide das
gleiche wollen.
Bischof Aichern hält an seiner Forderung nach der von Johannes Paul II. abgelehnten
Ordination von Diakoninnen fest, hat sie aber – nach Angaben der ‘Linzer Kirchenzeitung’ – „in ein anderes
Licht“ gestellt.
Er habe das Anliegen einer Weihe von Frauen zu Diakonen schon während seiner bischöflichen
Amtszeit, während der er innerhalb der Bischofskonferenz auch für Frauenangelegenheiten verantwortlich
war, vertreten.
Man habe dieses „Anliegen“ in Österreich – so die Rechtfertigung von Bischof Aichern –
schon im Jahre 1996 bei einer Wallfahrt aller österreichischen Diözesen in den steirischen Marienwallfahrtsort
Mariazell „als Anliegen an die Weltkirche formuliert.“
Doch wie sein Nachfolger sei er der Meinung, daß
man „den Weg mit der Weltkirche“ gehen müsse.
Bischof Schwarz betonte seinerseits gegenüber seiner
Kirchenzeitung, daß er die „Sorgen der Bevölkerung“, die mit der Frage des Priestermangels zusammenhängen,
bei der Bischofskonferenz vorgebracht und sogar als Thema für die Weltbischofssynode in Rom 2009 vorgeschlagen
habe.
Man müsse Lösungen für die Not finden.
Das Priesterseminar der Diözese Linz befindet sich
seit Jahren
in einer Dauerkrise, die sich unter anderem auch in stagnierenden Nachwuchszahlen äußert.
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#14
-rif- 20:07:16 | Samstag, 17. Juni 2006
#13
semiotico 19:45:06 | Samstag, 17. Juni 2006
#12
-rif- 19:37:15 | Samstag, 17. Juni 2006
#11
Rebecca vds † 17:16:09 | Dienstag, 30. Mai 2006
#10
athanasius1957 13:54:46 | Dienstag, 30. Mai 2006
#9
Sulpicius 19:29:01 | Montag, 29. Mai 2006
#8
aphrodite † 16:54:27 | Montag, 29. Mai 2006
#7
Rebecca vds † 16:23:14 | Montag, 29. Mai 2006
#6
centesimus annus 15:13:17 | Montag, 29. Mai 2006
#5
stat crux 13:13:13 | Montag, 29. Mai 2006
#4
Rebecca vds † 11:56:32 | Montag, 29. Mai 2006
#3
athanasius1957 11:09:48 | Montag, 29. Mai 2006
#2
Rebecca vds † 10:50:06 | Montag, 29. Mai 2006
#1
ottaviani 10:32:45 | Montag, 29. Mai 2006