Piusbruderschaft
Eine neue Benediktinerabtei in Deutschland
Während den traditionellen deutschen Pfarreien und Ordensgemeinschaften Massenschließungen bevorstehen, wird in der Eifel ein neues Kloster gegründet. Von den Lefebvristen.
(kreuz.net, Monschau) In das frühere Prämonstratenserkloster Reichenstein, das zum Ort Monschau gehört, sollen Benediktinermönche einziehen.

Das berichtete die ‘Eifeler Zeitung’ – die lokale Ausgabe der Tageszeitung ‘Aachener Nachrichten’.

Das ehemalige Kloster liegt in der Eifel, ungefähr 30 km südlich von Aachen und 5 Kilometer westlich von Monschau unweit der belgischen Grenze. Das Gebiet gehört kirchlich zum Bistum Aachen.

Die Auflösung des ehemaligen Klosters erfolgte im Juni 1802. Die Ländereien und die Klostergebäude wurden versteigert und zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb umfunktioniert.

Die Klosterkirche wurde zuerst ein Schafstall, später eine Käsefabrik und schließlich bis 1971 ein Heustall.

Dann kauften die Eheleute Helma und Rechtsanwalt Dr. Ernst Handschumacher das Gut Reichenstein und restaurierten es.

Das Kirchengebäude mit 110 Sitzplätzen wurde durch den ‘Verein der Freunde und Förderer der ehemaligen Klosterkirche Reichenstein e.V.’ restauriert.

Seither läutet die alte Glocke des Klosters wieder zu den Stunden und zum Angelusgebet über dem Rurtal.

Jetzt soll auch das jahrtausendalte Chorgebet der Kirche zurückkehren.

Als Kaufinteressenten wurden Benediktiner aus der Abtei Notre Dame de Bellaigue in der französischen Ortschaft Virlet genannt. Virlet befindet sich in der Auvergne im südlicheren Teil Frankreichs.

Notre Dame de Bellaigue ist eine Tochtergründung der Benediktinerabtei Le Barroux. Es wurde im Mai 1987 unter der Piusbruderschaft errichtet. Als sich die Abtei Le Barroux dem Vatikan zuwandte, trennte sich Notre Dame de Bellaigue vom Mutterkloster.

Schon lange wollten mit Rom verbundene Benediktiner des Alten Ritus in Deutschland oder im Elsaß ein Kloster gründen. Doch der Versuch wurde von den Ortsbischöfen erfolgreich abgewehrt.

Jetzt füllen Mönche, die der Piusbruderschaft verbunden sind, diese Lücke.

Die Benediktiner des Alten Ritus befolgen strikt die Regel des Heiligen Benedikt und halten die Gebetszeiten so wie vom Gründer vorgesehen.

Dagegen haben sich die erneuerten Benediktinerklöster seit den Umstellungen nach dem Zweiten Vatikanum meist vom Charisma des Gründers entfernt: Sie absolvieren ein sehr reduziertes Gebetsprogramm und sind häufig sehr verweltlicht. Außerdem haben oft viele Luxusgüter und moderne Bequemlichkeiten Einzug hinter die Klostermauern gehalten.

Die jüngste Klostergründung in Deutschland – die ohne Erlaubnis des Bistums Aachen durchgeführt wird – wurde nach Angaben der ‘Kölnischen Rundschau’ durch einen Antrag auf Befreiung von den Vorschriften des Landschaftsplans bekannt.

Für die Inbetriebnahme der Anlage ist ein Umbau der bestehenden Gebäude und ein Neubau für 25 Mönchszellen notwendig.

In der Ortschaft Monschau wird das Vorhaben der französischen Mönche als Glücksfall gewertet, denn es gibt keinen Nachfolger für eine weitere landwirtschaftliche Nutzung des unter Denkmalschutz stehenden Gutes.

Nach dem Einzug der Mönche wird die Liegenschaft für die Öffentlichkeit zugänglich werden.

Die Benediktiner wollen die Ställe als Werk- und Gasträume herrichten und einen Klosterladen betreiben.

Die Kirche soll wie bisher der Öffentlichkeit etwa für Trauungen zur Verfügung stehen – allerdings wohl nur noch im Alten Ritus.
      
47 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#47   Agiafortuni   16:33:43 | Montag, 5. Juni 2006
Gotthard: zu ihrer Sondergemeinschaftsneurose
Mit ist eine Sondergemeinschaft, die aus einem katholischen Geist heraus die Heiligkeit eines Ortes zu bewahren versucht als ein Kardinal, dem es lieber gewesen wäre, wenn ihm eine andere Verwendung zuteil geworden wäre
Redaktion benachrichtigen
#46   Gotthard   21:51:20 | Freitag, 2. Juni 2006
Sonder-Gemeinschaft
auch hier wieder der Sonder-Weg: die Benediktiner in der Nachbarschaft der Eifel wissen nichts von diesen merkwürdingen Leuten, die sich „Benediktiner“ nennen … die Welt wird neu erfunden … sie marschieren mit einem Spiegel vor dem Gesicht durchs Leben und nennen das dann noch „katholisch“ … diese ganze Sonder-Bewegung stank schon vom Kopf her… von diesem exkommunizierten ehemaligen Erzbischof.
Redaktion benachrichtigen
#45   Athanasius   11:36:28 | Freitag, 2. Juni 2006
Zitat
„Ohne die Klöster und die Gebete der Mönche und Schwestern, wäre unsere römische Kirche schon längst dem Verfall erliegen. Von dort aus kommt die Erneuerung.“ – Erzbischof Marcel Lefebvre.
Redaktion benachrichtigen
#44   Jörg Guttenberger, Köln   02:37:50 | Freitag, 2. Juni 2006
Gotthard: Namensrecht
Es gibt in England eine anlikanische Benediktinerabtei, die m. W. der Konföderation angehört. In Köln gibt es ebenfalls eine, die irgendeiner nicht als kanonisch anerkannten orthodoxen Jurisdiktion angehört, sie versucht m W. die ausgestorbene gallikanische Liturgie wieder zu beleben.
Wenn jemand eine Benediktinerabtei aufmachen will, gibt es dagegen im Allgemeinen keine bürgerlich-rechtliche Handhabe. Ob sie allerdings in die internationale Benediktinerföderation aufgenommen wird, ist eine ganz andere Frage.
Redaktion benachrichtigen
#43   Marcel   22:46:32 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Ein geschichtlicher Rückblick zur Neugründung
Benediktinischer Frühling in der Tradition:
Die Benediktinermönche von Notre-Dame de Bellaigue www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=26&pid=579… (Kreuzforum)
Redaktion benachrichtigen
#42   Gotthard   21:32:01 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Namensrechte
Kann eigentlich jeder, der sich eine Benediktsregel online kauft, dann einige Leute um sich schart, ein „Benediktiner-Kloster“ gründen?
Haben diese Herren ihr Vorhaben den Benediktinerinnen im nahen Steinfeld angezeigt – oder den Aachener Benediktinern oder denen in Vaals/ Südlimburg?
Weiß der Generalabt von diesem Vorhaben?
Der Name „Benediktiner“ sollte geschützt werden, damit nicht jeder kommen kann und unter dem Namen „Benediktiner-Kloster“ einen Sektenverein gründen kann.
Redaktion benachrichtigen
#41   Agiafortuni   11:32:19 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Markus-Antonius: keine Argumente
Keine Argumente: das behaupten Sie
Redaktion benachrichtigen
#40   Markus-Antonius †   10:43:23 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@Regazzoni
Sie fordern Argumente? Sie haben doch für Ihre verquere Weltsicht selber keine!
Redaktion benachrichtigen
#39   GerdEric   23:16:23 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Wie kann ich das verstehen?
In der Ortschaft Monschau wird das Vorhaben der französischen Mönche als Glücksfall gewertet, denn es gibt keinen Nachfolger für eine weitere landwirtschaftliche Nutzung des unter Denkmalschutz stehenden Gutes.
Unter Denkmalschutz?
Wer hat das Gut unter diesen Schutz gestellt?
Redaktion benachrichtigen
#38   expedit   16:33:06 | Mittwoch, 31. Mai 2006
„econe-ische“ Eifel?
„econe-ische“ Eifel?
Da kann man bestimmt drüber streiten!
Lateinische Eifel?
Römische Eifel?
Tridentinische Eifel?
Keltische Eifel?
Vielleicht eine schlagkräftige Mischung aus allem? o^/ !:) ?:)
Redaktion benachrichtigen
#37   Agiafortuni   16:30:33 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Gotthard: endlich Argumente
sie sollten endlich einmal mit Argumenten auftreten anstatt ständig ihre V 2 entspringende Halbbildung zu demonstrieren
Redaktion benachrichtigen
#36   Sulpicius   12:51:53 | Mittwoch, 31. Mai 2006
@Benedikt
Wer will das noch lesen?
:-D :-[ :-D Na ja, Recht haben Sie da auch wieder. Ein circulus vitiosus. :-!
Redaktion benachrichtigen
#35   Gotthard   12:51:37 | Mittwoch, 31. Mai 2006
römisch?
dass auf deutschem Boden wieder mal wirklich ein Römisches Kloster entsteht
Wieso römisch? Ich denke es ist „econe-isch“…ob die Eifel so was braucht? Ich denke nicht.
Redaktion benachrichtigen
#34   Benedikt   12:49:24 | Mittwoch, 31. Mai 2006
@ Sulpicius
Besser, Sie bleiben bei Ihrem Pölten-Thema!
Och nöö, lieber nicht :-!. Wer will das noch lesen?
Redaktion benachrichtigen
#33   Sulpicius   12:43:20 | Mittwoch, 31. Mai 2006
@Schüttel: BlaBlaBla SpukSpukSpuk
Besser, Sie bleiben bei Ihrem Pölten-Thema!
Redaktion benachrichtigen
#32   Schüttel   12:36:24 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Darauf kann kein Segen ruhen!
Ein Bendiktinerkloster in Deutschland gegen und in Opposition zu Papst Benedikt XVI! Der hl. Benedikt wird sich gegen diesen Rauch des Satan genauso wehren wie gegen einen bestimmten Zen-Pater in Münsterschwarzach.
Redaktion benachrichtigen
#31   Athanasius   12:02:32 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Schön,
dass auf deutschem Boden wieder mal wirklich ein Römisches Kloster entsteht. Ein Kloster mit den eifrigsten Katholiken die ich kenne, und dem überlieferten Römischen Ritus. Mag es auch ein winziger Punkt der Hoffnung sein, denn im grossen und ganzen, müssen wir traditionelle Römisch-Katholischen Christen ja mit dem grossen Philosophen Dietrich von Hildebrand auf die heutige Kirchenlage schauen und dabei traurig singen:
Super flumina Babylonis, illic sedimus et flevimus dum recordaremur tui, Sion
Aber die wahrhaft römischen Benediktiner, die ausser der postkonziliaren „Tradition“ des Benediktinischen Zen-Buddhismus in „katholischen“ Klöstern steht, sondern wirklich dem Gründer nachahnt, werden daran ein bisschen ändern. Deo gratias.
Redaktion benachrichtigen
#30   Laurentius2   10:04:45 | Mittwoch, 31. Mai 2006
@viroblationis, Clemens, Frasim, Belisar
Liebe Brüder im Herrn,
ich finde es einfach nicht gut, wie viroblationis und Clemens auf die befremdlichen Äußerungen Belisars zur alten Messe reagieren. Ich hörte einmal eine sehr gute Predigt eines Pius-Priesters , in der er die traditionell-veramkerten Katholiken ausdrücklich davor warnte, sich präpotent und besserwisserisch zu geben. Ich spüre auch manchmal diese Versuchung in mir :-$ , wenn mir das modernistische Gerede auf die Nerven geht, aber handeln wir so im christlichen Sinne, wenn wir allzu belehrend und altklug daherkommen ? :-[ :-@ Gewinnen wir so auch nur einen einzigen modern-verankerten Katholiken ^-^ O:O für die Tradition ? Ich glaube, genau das hat Dr. Berger mit Vulgärtraditionalismus gemeint …
Nehmt Euch doch mal ein Beipiel an der viel liebevolleren Antwort Frasims an Belisar (s.u.) ! :)3
Redaktion benachrichtigen
#29   r.ruhrgebietler   07:39:44 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Ist das herrlich – Deo Gratias
Es scheint also doch noch wahre Berufungen zu geben. und sogar kleine Oasen der innigen Gottverbundenheit inmitten des Chaos der röm. kath. Kirche.
Sinnigerweise heißt der derzeitige Pabst „Benedict“ – da ist eine Benediktinerorder doch richtig vollfett-grins am Start, wenn es um die Gründung einer neuen „Filliale“ (sorry – war so gerade eingefallen) für den Herrn Jesus Christus geht!
Deo Gratis – mögen noch viele solche Orte gegründet werden und die umliegende Welt davon reichen Segen haben! Danke FSSPX – laßt Euch nicht unter“kriegen“
Redaktion benachrichtigen
#28   Jörg Guttenberger, Köln   02:02:16 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Reduziertes Gebetsprogramm
Dieser Vorwurf ist höchst mißverständlich! Es ging den Reformern des Chorgebetes nicht um eine zeitliche Verkürzung, sondern um mehr Feierlichkeit!
Es war vor dem Konzil üblich, große Teile des Chorgebetes auf einem Ton rasch herunterzusingen, eben um Zeit zu sparen. Der damalige Abt von Niederaltaich, Abt Emmanuel Heufelder OSB, hat vorgeschlagen (und uns Teilnehmern von „Kloster auf Zeit“ entsprechend erläutert), die vorgegebene Zeit für das Chorgebet inswoweit besser zu nutzen, die Texte ordnungsgemäß zu singen und sich dabei Zeit zu lassen, um so auch in den Inhalt des Gesungenen einzudringen und etwas davon mit in den Alltag zu nehmen. Dadurch wurde der Psalter nicht mehr in einer Woche, wie in der Regula Benedicti vorgesehen, sondern in vier Wochen durchgesungen. Das Stundengebet der Kirche hat diese Regelung übernommen.
Das Anliegen war also nicht Zeitgewinn, sondern eine würdigere Feier des Herrn und seiner Heilstaten!
Redaktion benachrichtigen
#27   Frasim   23:20:48 | Dienstag, 30. Mai 2006
@Belisar
Ich finde es schön, dass Sie sich aufgemacht haben, um die alte Messe einmal kennenzulernen. Auch verstehe ich Ihr befremdliches Empfinden, mir ging es da anfangs genauso. Klar, wenn man man mit etwas Neuem konfrontiert wird, kommt einem vieles unverständlich vor, aber es handelt sich bei der hl. Messe ja auch um das größte Mysterium aller Zeiten. Mit der Zeit wird man aber feststellen, dass man in die alte Messe sehr tief eintauchen kann, wenn man das will und sich ein wenig bemüht. Das Schott-Meßbuch ist dafür unverzichtbar, und wenn man sich mal eingelesen hat, kommt man bei jeder noch so stillen Messe absolut mit. Geben Sie nicht so schnell auf und dem alten Ritus eine Chance, Sie werden ganz sicher nicht enttäuscht werden! Dazu alles Gute und Gottes Segen.
Redaktion benachrichtigen
#26   virOblationis   21:06:56 | Dienstag, 30. Mai 2006
Mysterium
Das wird wohl Herrn Belisar ewig unverständlich bleiben, daß nicht sein Verstehen Maßstab für das Geschehen der gottesdienstlichen Feier ist.
Redaktion benachrichtigen
#25   clemens   19:29:45 | Dienstag, 30. Mai 2006
@Belisar
Der Priester murmelt am Altar Gebete man versteht noch nicht einmal was er da betet,
Gott versteht ihn, und zu Ihm spricht er ja auch.
In der orthodoxen Messe sehen die Gläubigen ihn nicht mal. Das Geheimnis wird dadurch noch hervorgehoben und doch ist die Feierlichkeit eher vorhanden als in einer Messe, in der die Gläubigen alles verstehen und doch nicht wissen, was die Messe eigentlich ist:
Ein Opfer,
ein Mysterium!!!
Sie jedenfalls haben das bis jetzt nicht verstanden! ?:)
Redaktion benachrichtigen
#24   expedit   16:34:16 | Dienstag, 30. Mai 2006
@Sulpicius: Gehorsam gegenüber Ungehorsam?
Gehorsam gegenüber Ungehorsam?
Das kann es natürlich nicht geben!
Das wäre ja ein Widerspruch in sich selbst!
Redaktion benachrichtigen
#23   Sulpicius   16:29:39 | Dienstag, 30. Mai 2006
@expedit
Sehr richtig. Im übrigen, einen Gehorsam gegenüber dem Ungehorsam, der sich in den kirchlichen Vertretern der Diözese Aachen personifiziert, gibt es nicht.
Redaktion benachrichtigen
#22   expedit   16:27:41 | Dienstag, 30. Mai 2006
Erdbeben und Keltischer Kampfgeist?
Ist die Eifel nicht einst keltisches Stammland gewesen?
Dazu noch prädestiniert für Erdbeben und Vulkanausbrüche?
Das sieht man doch auch an dem Kampfgeist der beiden Karmeliterinnen! Oder?
Mal gespannt wie das weitergehen wird! o^/
Redaktion benachrichtigen
#21   Athanasius   16:22:05 | Dienstag, 30. Mai 2006
Bitte den
Artikel bearbeiten und die Verbundenheit mit Rom der Bellaiguer O.S.B.‘s benachdrücken, da ja bekannt ist, dass nächste Mitglieder (Familie) der Abbay de Bellaigue dem Vatikan sehr nahe stehen. Wie einige anderen Gemeinschaften die sich sakramental der FSSPX zuwandten wurden diese Gemeinschaften bereits vor dem II. Vaticánum gegründet. Etwa die Transfigurationspriester, die von einem grossen Pater gegründet wurden, der mit römischem Erlaubnis sowohl Ost wie Westritus pflegte und für die Bekehrung des Ostens arbeitete. Es besteht nur zum Indult einen Unterschied zwischen Le Barroux und Bellaigue. Und war Le Barroux vor 1988 (und nach der kanonischen Erhebung zur Pontifikalabtei 1989) denn nicht mit Rom verbunden? War nicht Dom Gérard rechtlich gewählt? Also bitte. Diese Gemeinschaft ist völlig Römisch und Katholisch. Römisch-katholisch. Fragen zum Indult und der Kirchenpolitik trennen ja nicht vom Rom des Papsttums. Fragen Sie sich nur, ob ein Papst Pius X. die Zen-Benediktiner von heute approbieren würde, oder konterrevolutionär Traditionsbenediktiner?
Redaktion benachrichtigen
#20   Sulpicius   16:16:18 | Dienstag, 30. Mai 2006
Participatio
Hinten in der Kirche, meistens unter der Empore wurden bereits Geschäfte abgeschlossen, Schweine verkauft, oder sonstige Dinge geplant.
Eine richtige participatio activa!
War doch gut, heute würden diese Leute mit ihrem pseudo-liturgischen Gebrabbel ihren Glauben auf den Abfallhaufen werfen.
Redaktion benachrichtigen
#19   Benedikt78   16:10:47 | Dienstag, 30. Mai 2006
Wie bitte???
eine Tradi-Komplett-Abtei für 500 Personen wäre nicht lebensfähig, weil diese Leute überwiegend arbeitsscheu sind. Ora et labora!
Und woher nehmen Sie die Gewissheit, dass dies nun stimmen sollte? So faul können die Leute der Priesterbruderschaft ja nicht sein. Immerhin sind sie wacker am dran Schulen, Kirchen und Klöster zu gründen…
Ach ja, damit nicht wieder so ein Modernist auf die Idee kommt, stelle ich es gleich mal klar. Ich bin nach wie vor Mitglied der Katholischen Kirche – VII-Kirche – habe aber auch schon Messen der Priesterbruderschaft besucht.
Redaktion benachrichtigen
#18   stat crux   15:46:19 | Dienstag, 30. Mai 2006
Markus Antonius,
eine Tradi-Komplett-Abtei für 500 Personen wäre nicht lebensfähig, weil diese Leute überwiegend arbeitsscheu sind. Ora et labora!
Redaktion benachrichtigen
#17   Markus-Antonius †   15:34:39 | Dienstag, 30. Mai 2006
Ach was!
Während der Priester vorne „seine Messe laß“ saßen vorn in den Bänken einige ältere Semester und beteten den Rosenkranz oder irgend etwas, was nicht im mindesten mit der Messfeier zu tun hatte. Es wußte ja auch niemand genau, was in der Messe passierte. Hinten in der Kirche, meistens unter der Empore wurden bereits Geschäfte abgeschlossen, Schweine verkauft, oder sonstige Dinge geplant. Der einzige Moment der Aufmerksamkeit wurde durch das Schellen zur Wandlung angezeigt. Das reichte.
Weshalb sonst sollte sich das Volk im Laufe der Jahrhunderte seine eigenen Frömmigkeitsformen entwickelt haben? Die Messe wurde nicht verstanden, ganz im Interesse der Verantwortlichen, für die Wissen gleich Macht bedeutete. Und das alles vor V2, wo doch angeblich die Welt noch in Ordnung war.
Redaktion benachrichtigen
#16   Graf von Galen   15:34:31 | Dienstag, 30. Mai 2006
Zeichen der Zeit
Die VII- Kirche läßt ihre Kirchen und Klöster abreißen und verkauft diese, die kath. Tradition baut und kauft.
Redaktion benachrichtigen
#15   Laurentius2   15:24:47 | Dienstag, 30. Mai 2006
@Belisar / Die Messe aller Zeiten
Es tut mir leid, wenn Sie die Hl. Messe so befremdet beschreiben.
Sie spielen auf die mangelnde Teilnahme der Gläubigen an: nun die Teilnahme der Gläubigen hat sich nach der Einführung des „platten Produkts des Augenblicks“ (Zitat PP. Benedikts) im Jahr 1968/69 von rund 60 % auf heute weniger als 16 % entwickelt und strebt kontinuierlich gegen Null. Der stärkste Abfall war dabei kurz nach der Einführung des angeblich so volksnahen Ritus.
Der gläubige Katholik muß nicht in jeder Sekunde die Gebete des Priesters mitsprechen, was er allerdings kann, wenn er der deutschen Sprache kundig und im Besitz eines Gebetbuches (Schott) ist. Er hat über fast 2000 Jahre hinweg vielmehr seine eigenständigen Gebete und Aufopferungen mit denen des Priesters vereint.
Es würde uns, die Mehrheit der Gläubigen aller Zeiten freuen, wenn Sie über diese Messe noch einmal nachdächten. In der Tat, sie ist nicht so „platt“, daß sie jeder evangelische Zufallsbesucher oder atheistische Passant in Ostberlin sofort „nachvollziehen“ kann. Dafür ermüdet sie aber auch nicht den Katholiken, der sie mehrfach wöchentlich besucht und treibt ihn nicht in Windeseile aus dem Kirchengebäude, noch bevor der Priester den Altarraum verlassen hat (so wie heute üblich).
Dieser Kult ist der tiefste Grund unserer Kultur und lädt zum Nachlesen, Nachleben und eigenständigen Mitbeten ein … :-)
Redaktion benachrichtigen
#14   Markus-Antonius †   15:22:09 | Dienstag, 30. Mai 2006
Eine gute Idee
Ich halte diese Klostergründung für eine ausgezeichnete Idee. Günstig wäre es, wenn nun alle FSSPX’ler ganz schnell eintreten, mit samt deren Sympathisanten. Die Sedisvakantisten könnten auch gleich mit herein. Das sind ja nicht ganz so viele. Danach, zu deren Schutz gegen die böse Welt, gegen die V2’ler, gegen die Homo-Lobby, gegen die Protestanten und Kinderschlächter, gegen die Usurpatoren auf dem Stuhle Petri, etc. eine hohe Mauer drumherum gezogen und schon herrscht Friede und Eintracht.
Kreuz-net könnte dann als Kloster-Mitteilungsblättchen fungieren. Nur gibt es dann ja in Ermangelung eines Feindbildes nichts mehr zu berichten. Die fromme Schar O:) könnte aber Bußnovenen !:) abhalten, Sühnerosenkränze o^/ beten, und sich nach vordemokratischen Zeiten sehnen, als Ketzer und Haeretiker noch standesgemäß durch Feuer und Schwert vom Leben zum Tode befördert wurden. Ach ja, die gute alte Zeit.
Redaktion benachrichtigen
#13   Belisar   14:53:40 | Dienstag, 30. Mai 2006
Schismatiker
Dieser Artikel schlecht, die bösen verweltlichen katholischen Benediktiner und auf der anderen Seite die lieben (von mir ergänzt) schismatischen, treubrechenden Lefebristen, die angeblich eine würdigere Messe feiern.
Ich habe jetzt einmal diese alte Messe besucht die Sie hier so hoch preisen (in einer katholischen Gemeinde nicht bei diesen Schismatikern).
Der Priester murmelt am Altar Gebete man versteht noch nicht einmal was er da betet, das einzige was laut gesagt wird sind die Schlussformen damit die Gemeinde ihr Amen oder Et cum Spirito tuo sagen kann.
Noch nicht einmal das Vater unser konnte man mitbeten, ich wollte gerade miteinstimmen blieb aber beim Pater noster, gleich wieder still die schauten mich alle ganz böse an also: :-#
Ansonsten wird öfters gekniet.
Was ist denn dort so besonders, da besuche eine normale Messe auf Latein, dort verstehe ich wenigstens die Worte akkustisch, wenn vielleicht nicht immer vom Sinn her.
Zurück zum Thema,
Ab und an mal hat ja diese Redation mal etwas vernünftiges aber 2 dicke Fehler kommen immer wieder vor: 1. unseriöse Quellen 2. Unterstützung von kirchenfeindlichen Abtrünnigen.
Was wollen Sie damit bezwecken, über das 2. Vaticanum kommen Sie nicht rum, egal wie oft Sie es kritisieren. Haben Sie denn je ein Dokument gelesen?
Z.B. zum Thema Liturgie? Vielleicht ist es für die Redation eine Neuigkeit aber Chorale und Latein sind nicht abschafft sondern haben, dem Dokumenten entsprechend, sogar Vorrang! :-O
Redaktion benachrichtigen
#12   thaumaturgos   14:51:50 | Dienstag, 30. Mai 2006
@Dr. Carlo Regazzoni: was ist unerlaubt?
das ist schnell gesagt: UBI EPISCOPUS IBI ECCLESIAleider bei den Piusbrüdern nicht der fall …
Redaktion benachrichtigen
#11   Markus-Antonius †   14:06:15 | Dienstag, 30. Mai 2006
@Regazzoni
Ach, Sie schon wieder! Sie schulden mir noch immer eine Antwort aus einem anderen Tread, die aber auch gut hierher passt. Also los gehts!
Redaktion benachrichtigen
#10   athanasius1957   13:24:10 | Dienstag, 30. Mai 2006
wundert mich nicht?
Schon allein die Geschichte von Benediktiner in Südfrankreich mit Dr. Alfred TOMATIS, dem Gründer von Tomatis International www.tomatis-group.com/, wie sie auch von Nicolas Regush in The Listening Cure www.redflagsweekly.com/listening.html beschrieben wird und jene der Benediktiner von Clear Creek Monastery www.clearcreekmonks.org/origins.html, zeugen von Nichtakzeptanz der V2-Sekte.
Tomatis
Die Mönche von Fontgombault wollten, soweit mir bekannt, in Strassburg ein Kloster gründen. Nachdem diese aber die Bücher von 1962 verwenden, wurde ihnen ihr Ansinnen durch den Priesterrat der Diözese Strassburg verwehrt. Deswegen gingen sie in die USA nach Clear Creek.
Redaktion benachrichtigen
#9   Agiafortuni   13:04:48 | Dienstag, 30. Mai 2006
was ist unerlaubt?
wahrscheinlich wäre es den V 2 Ideologen lieber gewesen, wenn auch dieses Mal ein Wellness- oder anderes Zentrum daraus hervorgegangen wäre.
Redaktion benachrichtigen
#8   Marcel   12:44:41 | Dienstag, 30. Mai 2006
Eifrige Eifeler
Clemens schrieb: Wie immer,wenn die FSSPX was gutes Macht, hacken die Krähen im Forum.
Deswegen gibt es auch noch das krähenlose Nurforum Kreuzforum.net; aus Anlaß des schönen Kreuznet-Berichtes haben wir einen älteren ;) Themenstrang reanimiert:
‘Piusbrüder’ wollen Eifeler Kloster gründen www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=26
Redaktion benachrichtigen
#7   Rebecca vds †   12:37:50 | Dienstag, 30. Mai 2006
Krähen?
Ich sehe keine hackenden Krähen. Aber ich wüsste schon gerne, was sich hinter der Aussage „strenge Beachtung der RB“ verbirgt. Bin ich deswegen eine Krähe?
Redaktion benachrichtigen
#6   clemens   12:34:44 | Dienstag, 30. Mai 2006
@chancel_screen
Falls ein entsprechendes Spendenkonto eingerichtet wurde, wäre ich sehr dankbar, die Einzelheiten zu erfahren. Eine solche Neugründung sollte man nach Kräften unterstützen.
Genau das muß man. Sicher einfach über das Spendenkonto der FSSPX im Mitteilungsblatt mit Vermerk Klostergründung.
Wie immer,wenn die FSSPX was gutes Macht, hacken die Krähen im Forum.
Redaktion benachrichtigen
#5   Rebecca vds †   12:24:14 | Dienstag, 30. Mai 2006
Benediktusregel, streng beachtet
sie befolgen strikt die Regel des Heiligen Benedikt
Das heißt:
– Die Mönche halten keine marianischen Gebetsveranstaltungen ab, kennen keinen Rosenkranz, keinen Angelus und keine eucharistische Anbetung (denn alles das ist der Tagesordnung der RB nicht vorgesehen; vgl. v.a. RB 46-48)
– Es werden auch Kinder ins Kloster aufgenommen, sofern dies die Eltern wünschen (RB 59)
– Der Abt unterstellt sich der Autorität des Ortsbischofs (vgl. RB 64,4)
– Ps 95(94) als Invitatorium muss sehr langsam und gedehnt gesungen werden (RB 43,4)
– Ein Mönch, der aus dem Kloster ausgetreten ist, muss, sofern er Besserung verspricht, bis zu dreimal wieder neu aufgenommen werden (RB 29)
– Als Strafe werden auch Essensentzug und Rutenschläge praktiziert (RB 30)
– Die Komplet hat kein Nunc dimittis (RB 17,9-10)
– Vor jedem Gast, der ins Kloster kommt, werfen sich die Mönche ganz zu Boden (RB 53,6-7)
Wer von den Lesern kennt die genannten frz. Benediktiner und kann bestätigen, dass sie exakt so und nicht anders leben, dass sie also wirklich „streng nach der Benediktusregel“ leben?
Redaktion benachrichtigen
#4   chancel_screen   12:16:00 | Dienstag, 30. Mai 2006
Spendenkonto?
Falls ein entsprechendes Spendenkonto eingerichtet wurde, wäre ich sehr dankbar, die Einzelheiten zu erfahren. Eine solche Neugründung sollte man nach Kräften unterstützen.
Anglia, dos tua, Virgo pia;
Per te est conuersa, Maria.
Redaktion benachrichtigen
#3   v2   12:07:37 | Dienstag, 30. Mai 2006
ohne erlaubnis?
„…die gründung wird ohne erlaubnis des bistums aachen durchgeführt“
na, wieder mal eine neuer anlaufpunkt für unsere nichtkatholischen sektierer…
also, was interessiert das kath.net ???
Redaktion benachrichtigen
#2   zwobbel   12:07:34 | Dienstag, 30. Mai 2006
Nicht immer so plakativ
Das die Benediktiner von LeBarroux nicht in Deutschland neugegründet haben lag meines Wissens in erster Linie am Abt, Dom Gerard. Ob dessen Abneigung auf schlechten Erfahrungen mit deutschen Bischöfen beruhte oder auf anderen Einsichten weiß ich allerdings nicht. Zumindest ein deutscher Ortsbischof hätte es vor ca. 5 Jahren wahrscheinlich erlaubt, wenn von LeBarroux aus eine wirkliche substantielle Anfrage gekommen wäre.
Redaktion benachrichtigen
#1   Benedikt   11:30:12 | Dienstag, 30. Mai 2006
Benediktiner
Dagegen haben sich die erneuerten Benediktinerklöster seit den Umstellungen nach dem Zweiten Vatikanum meist vom Charisma des Gründers entfernt: Sie absolvieren ein sehr reduziertes Gebetsprogramm und sind häufig sehr verweltlicht.
*Räusper* – derartiges ist nichts wirklich Neues in der Geschichte der Benediktiner. Das war schon früher so und führt zu den Reformbewegungen von Hirsau und Cluny. Auch der Zisterzienserorden wurde deshalb gegründet, weil er später ähnliche Tendenzen aufwies spalteten sich die Trappisten (Zisterzienser strenger Observanz) ab. Alle Klöster und Orden haben wohl mit solchen Phänomenen zu kämpfen gehabt, wenn man mal von den Kartäusern absieht. Das ist nichts, was nach dem II. Vatikanum neu aufgetreten wäre.
Jedenfalls ist die Gründung eines neuen Klosters nichts schlechtes, auch wenn der Wermutstropfen bleibt, dass es nichts ist, was von den Bistümern ausgeht. Wird es dennoch ein Erfolg, so hat es womöglich Austrahlungswirkung auch auf die Gemeinschaften, die in voller Einheit mit dem hl. Stuhl stehen.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Pater Pfluger FSSPX„Lieber Vulgärtraditionalismus als Vulgärtheologie“ PiusbruderschaftBedrückende Spaltungsmentalität PiusbruderschaftNoch ein weiter Weg Piusbruderschaft„Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“ PiusbruderschaftKampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden Piusbruderschaft„Die Mitfeier von Gottesdiensten der Piusbruderschaft ist kein Delikt“ PiusbruderschaftEtikettenschwindel? PiusbruderschaftDie Alte Messe ist nicht verboten PiusbruderschaftWie die Lefebvristen in Kenia landeten PiusbruderschaftDie sieben Todsünden der Traditionalisten Piusbruderschaft„Nicht nur los von Rom, sondern los von Gott.“ Piusbruderschaft„Ältere Leute, die sterben. Ende.“ PiusbruderschaftOhne systematische Polemik PiusbruderschaftDrei Etappen auf dem Weg zur Versöhnung PiusbruderschaftWenn Rom uns zu Hilfe ruft
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net