In den nächsten Monaten wird Benedikt XVI. viel Gelegenheit haben, um der Römischen Kurie seinen Stempel aufzudrücken.
(kreuz.net, Vatikan) Ein Papst kann die Kirche nicht alleine regieren. Vieles und oft Entscheidendes hängt
von den Mitarbeitern und Bischöfen ab, die er sich erwählt.
Das hat der Vorgänger von Benedikt XVI.
oft schmerzhaft spüren müssen.
Die ersten Ernennungen hat Benedikt XVI. bereits hinter sich. So beförderte
er erst kürzlich den Erzbischof von Bombay, Ivan Kardinal Dias (70), an die Römische Kurie und machte
ihn zum Präfekten der Missionskongregation.
Unter den indischen Prälaten gehört Kardinal Dias eindeutig
zum konservativen Lager.
Im vergangenen Dezember ernannte der Papst den srilankesischen Erzbischof und
Nuntius in Indonesien, Mons. Albert Malcolm Ranjith Patabendige Don (58) zum zweiten Mann der Liturgiekongregation.
Mons. Ranjith – der wegen seiner dort verheirateten Schwester gute Beziehungen nach Deutschland besitzt –
gilt als urkatholisch und als Freund der Alten Messe.
Etwas weniger berauschend war die jüngste Ernennung
des Bischofs von Pittsburgh, Mons. Donald William Wuerl (65), zum neuen Erzbischofs von Washington. Mons.
Wuerl dürfte im nächsten Konsistorium zum Kardinal erhoben werden. Er gilt eher als Taktiker und Diplomat.
Weitere hochkarätige Ernennungen stehen bevor. Im Juni wird die Ernennung eines Nachfolgers von Staatssekretär,
Angelo Kardinal Sodano (78), erwartet.
Kardinal Sodano wird auch nach seiner Ablösung eine wichtige
Persönlichkeit im Vatikan bleiben.
Weiterhin wird er als Dekan des Kardinalskollegiums, Mitglied von
Kongregationen, vatikanischen Verwaltungsgremien und des Beirates der Vatikanbank präsent sein.
Es ist
fast sicher, daß der nächste Staatssekretär ein Italiener sein wird.
Mag der Vatikan auch ein unabhängiger
Staat sein, so ist er zutiefst mit Italien verbunden. Darum muß in Zeiten, wo der Papst selber kein Italiener
ist, wenigstens sein engster Mitarbeiter aus diesem Land stammen – nicht zuletzt, um die engen politischen
Kontakte mit dem italienischen Staat aufrechtzuerhalten.
Schon seit längerem werden mögliche Nachfolger
von Kardinal Sodano genannt. Doch manchmal gelangen Namen an die Öffentlichkeit, nur um die entsprechende
Person zu diskreditieren oder als Nachfolger aus dem Spiel zu werfen.
Es könnte sein, daß der aus Varese
in Norditalien stammende Kardinal Attilio Nicora (69) den Posten erhält. Er hat sich als Organisator
bewährt und steht dem gegenwärtigen italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi nahe.
Jüngst wurde
auch der Erzbischof von Genua und frühere Sekretär von Kardinal Ratzinger, Tarcisio Kardinal Bertone
(71), als nächster Staatssekretär ins Spiel gebracht.
Ein weiterer Posten, der in Kürze besetzt werden
muß, ist jener des Präsidenten der Verwaltung des Vatikanstaates. Der heutige Amtsinhaber ist der polnischstämmige
US-Kardinal Edmund Casimir Szoka (78). Ihm ist es in der Vergangenheit gelungen, die chaotischen Finanzen
des Vatikan ins Lot zu bringen.
Den Platz von Kardinal Szoka könnte der gegenwärtige vatikanische Außenminister,
Erzbischof Giovanni Lajolo (71), übernehmen, der von 1995 bis 2003 Apostolischer Nuntius in Deutschland
war.
Ein weiterer Kardinal, der früher oder später auf einen Nachfolger wartet, ist der Präfekt der
Kleruskongregation, Dario Kardinal Castrillon Hoyos (76). Er dürfte weiterhin Präsident der Päpstlichen
Kommission ‘Ecclesia Dei’ bleiben, die sich um die Gläubigen des Alten Ritus kümmert.
In der Kongregation
für die Ordensleute muß der zweite Mann neu bestimmt werden. Man hört in Rom, daß sich der Präfekt,
Franc Kardinal Rodé (71), einen Nachfolger aus den Vereinigten Staaten wünscht.
Im Sekretariat für
die ökonomischen Angelegenheiten ist Bischof Franco Croci (75) zu ersetzen, an der päpstlichen Almosenstelle
Bischof Oscar Rizzato (77), der seit Jahren die Päpstlichen Segensdokumente unterschreibt, die auch in
römischen Devotionaliengeschäften erhältlich sind.
Weiterhin glauben viele an eine Beförderung des
Päpstlichen Zeremonienmeisters, Erzbischof Piero Marini (64), auch wenn es vielleicht nicht ganz leicht
ist, für ihn eine passende Stelle zu finden.
Für den polnischen Sekretär an der Heiligsprechungskongregation
Erzbischof Edward Nowak (66) scheint bereits eine Diözese in Polen bestimmt zu sein.
Auf eine Ablösung
wartet auch der Präfekt der Kongregation für die Orientalischen Kirchen, Ignace Moussa Kardinal Daoud
(75) und der Opus-Dei-Kardinal Julián Herranz Casado (76), der Präsident des Päpstlichen Rates für
die Interpretation kirchenrechtlicher Texte.
Schließlich wurde Francesco Kardinal Marchisano (76) als
Präsident der Fabbrica di San Pietro – die sich baulich um den Petersdom kümmert – de facto bereits
von Erzbischof Angelo Comastri (62) abgelöst.
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15 Lesermeinungen
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Markus-Antonius Stimmt…beten ist das aller BESTEund hilft allen, besonders mir!! Die 3: Ich entschuldige
mich! Man sollte doch immer ‘ne Nacht drüber schlafen dann beruhigt man sich meistens wieder! Die Lesermeinungen
haben mich wohl auf dem falschen Fuss erwischt!! Nehme selbstverständlich auch für mich 1.Joh.4,16 in
Anspruch! Tja…der dicke Balken im eigenen Auge!!!
@Anette Ich schätze weibliche Mitfühlsamkeit wirklich sehr hoch. Aber wie @„Benedikt“ schon sagte, sind
wir keine Puritaner, und derbe Ironie oder Satire gehört einfach zum Menschsein. (Abgesehen davon, möchte
ich nicht hören, wie im Vatikan über die FSSPX hergezogen wird… )
@ Anette Ich habe keine Ahnung ob Ihr 3 Geistliche seid! Ich für meinen Teil kann das verneinen. Wenn
das der Fall sein sollte, wäre es fatal Euch auf irgendeine Gemeinde loszulassen!!!!!!! Das kann ich
nicht verneinen. Ich habe zwr keine Priesterweihe und keine sonstige Anstellung bei der Kirche, aber wich
war so frei mich dennoch zu beteiligen. Ihr hackt auf anderen herum um Eure eigenen Fehler zu vertuschen!!
Das klappt nicht!!! 1. Wo habe ich denn hier herumgehackt? Ich habe eine ironische Bemerkung über Msgr
Marini mit einem herzhaften Lachen quittiert. Das wird ja wohl noch erlaubt sein, oder sind wir neuerdings
Puritaner? Interessant, was Sie alles daraus ableiten können, zB meine soziale Kompetenz, Empathie usw.
Finden Sie nicht, dass Sie ein wenig voreingenommen sind? 2. Welche Fehler will ich denn hier vertuschen?
Ich war niemals päpstlicher Zeremoniar! Auch sonst wüsste ich nichts, was ich an Fehler zu vertuschen
hätte. Ich frag mich nur, in wie weit es in einem Forum interessant wäre, würde ich hier über jeden
Lapsus berichten. Oder seid Ihr scharf auf Marinis Posten?? Versucht es mal, vielleicht klappt es ja! ?
Ich bin scharf drauf, dass ihn ein anderer bekommt. Ich halte halt nicht viel von ihm. Als Erzbischof,
glauben Sie mir, wird er sicher weichen (herauf-)fallen. Haben Sie sich etwa noch nie gewünscht, dass
ein Amt besser mit einem anderen besetzt sei? Doppelmoral?
Benedikt,Sulpicius&MK28 Ich habe keine Ahnung ob Ihr 3 Geistliche seid! Wenn das der Fall sein sollte,
wäre es fatal Euch auf irgendeine Gemeinde loszulassen!!!!!!! Wie war das doch noch was wir von Benedikt
zitiert bekommen haben…„GOTT ist die LIEBE und wer in der LIEBE bleibt der bleibt in GOTT!“!!!!! 1.Joh.4,16
Ihr hackt auf anderen herum um Eure eigenen Fehler zu vertuschen!! Das klappt nicht!!! Oder seid Ihr scharf
auf Marinis Posten?? Versucht es mal, vielleicht klappt es ja! ? ?:)
Die Redaktion hat zwar den Druckfehler „Konklave“ berichtigt. Aber wie so oft: Sind die Tradi nicht immer
über Ursprung und Lebensdauer von Traditionen informiert. Es war einmal Tradition, dass der Konklavesekretär
bereits am Ende des Konklaves den roten Pileolus des neugewählten Papstes erhielt und damit zum Kardinal
erhoben wurde. Einigermaßen zuverlässig wird das zuletzt von Merry del Val (1903) überliefert. Benedikt
XVI. hat diese Konklavetradition nicht wiederbelebt, sonst wäre Exz. Marini jetzt schon Kardinal.
@Marcus-Antonius: Dümmlich! Marini ist bekanntlich Schüler von Bugnini, der als Nuntius in Theheran
geendet hat. Das sollte man schon wissen, ehe man über sulpicius Witz lästert. Ich fand den übrigens
gut.
wirklich? Mons. Wuerl dürfte im nächsten Konklave zum Kardinal erhoben werden. Das wäre ja mal ne echte
Neuerrung. Im Konklave Kardinäle zu kreieren! Ich setze eher auf ein Konsistorium Aber der Wuerl muß
ja nu nich unbedingt dabei sein
Stelle? Erzbischof Piero Marini (64), auch wenn es vielleicht nicht ganz leicht ist, für ihn eine passende
Stelle zu finden. Wieso Stelle? Ein Altenheim in Teheran wäre am angemessensten…
–---- Weiterhin glauben viele an eine Beförderung des Päpstlichen Zeremonienmeisters, Erzbischof Piero
Marini (64), auch wenn es vielleicht nicht ganz leicht ist, für ihn eine passende Stelle zu finden. Sehr
gut