Kinderschlachtung
Unmißverständliches Mißfallen
Der Erzbischof von Vaduz schickte kürzlich einen offenen Brief an eine Liechtensteinische Abtreibungsvereinigung. Dabei sparte er nicht mit sehr deutlichen Worten. Von Mons. Wolfgang Haas.
(kreuz.net, Vaduz) Sie haben mir eine Einladung zur Informationsveranstaltung Ihrer Arbeitsgruppe Schwangerschaftskonflikte im Pfarrzentrum Schaan zukommen lassen.

Ich möchte Ihnen hiermit unmißverständlich mein Mißfallen über diese weitere Aktivität im Zusammenhang mit der Liberalisierung der liechtensteinischen Strafrechtsgesetzgebung in Sachen Schwangerschaftsabbruch und namentlich darüber zum Ausdruck bringen, daß der erwähnte Anlaß im Pfarreizentrum Schaan stattfindet.

Wer immer die Verantwortung für die Zur-Verfügung-Stellung der Räumlichkeit trägt – ich finde es – gelinde gesagt – unverschämt und geradezu unanständig, daß eine solche wohl mit der nötigen Öffentlichkeitswirkung versehene Veranstaltung an einem Ort erfolgt, der – unabhängig von der rechtlichen Zuständigkeit – zumindest von den Gläubigen mit der katholischen Kirche identifiziert wird.

Vom Pfarrer habe ich inzwischen erfahren, daß diesem zwar die Reservation der Räumlichkeiten für ‘infra’ [den feministischen Verein ‘Informations- und Kontaktstelle für Frauen’] seitens der Gemeinde Schaan mitgeteilt wurde, nicht aber der Anlaß als solcher.

Haltung und Absicht der Veranstalterin ‘Arbeitsgruppe Schwangerschaftskonflikte’ sind hinlänglich bekannt.

Sie zielen nicht zuletzt auf die Veränderung der bislang geltenden gesetzlichen Grundlage ab, wie dies auch in der jüngsten Pressemitteilung zur genannten Veranstaltung zum Ausdruck kommt.

Zitat: „Deswegen ist in erster Linie die Politik gefordert, in einem nächsten Schritt die gesetzlichen Grundlagen für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und für ein plurales Beratungsangebot zu schaffen. Erst durch eine Anpassung des Rechts wird die immer größer werdende Kluft zwischen dem Strafrecht und der Realität geschlossen. Nur durch diesen Schritt werden zum Schutz der Betroffenen überhaupt Grundlagen für das notwendige Beratungsangebot geschaffen“ (Liechtensteiner Volksblatt vom 26. Mai 2006, S. 8).

Es fällt auf, daß in Bezug auf das Beratungswesen bei so genannten Schwangerschaftskonflikten bewußt die katholische Kirche indirekt oder direkt involviert werden soll.

So sucht etwa auch die bekanntlich jüngst in Feldkirch eingerichtete Beratungsstelle „schwanger.li“ Zugänge zu unserer Kirche.

Eine entsprechende Anfrage, auf der Homepage
Erzbischof Wolfgang Haas
„Hilfe für Mütter in Not“ in Ehren! Aber irgendwie geartete Kollaboration bei „ergebnisoffener Beratung“ niemals!
des Erzbistums Vaduz einen Link zum Internetauftritt von „schwanger.li“ zu platzieren, wurde unsererseits aus grundsätzlichen und inhaltlichen Erwägungen abschlägig beantwortet.

Für die katholische Kirche kann es keine „ergebnisoffene Beratung“ geben.

Von solcherlei Konsultationen müssen wir uns entschieden distanzieren. „Hilfe für Mütter in Not“ in Ehren! Aber irgendwie geartete Kollaboration bei „ergebnisoffener Beratung“ niemals!

Die katholische Kirche hat eine bald zweitausendjährige Erfahrung, wie Müttern in Not geholfen werden kann und soll. Das wohl herausragendstes Beispiel in neuester Zeit dazu ist die selige Mutter Teresa von Kalkutta mit ihren weltweit tätigen Missionarinnen der Nächstenliebe.

Die katholische Kirche läßt sich auch hierzulande in keiner Weise dazu verleiten, eine verfehlte Politik bemänteln zu helfen.

Unser Einsatz im Zusammenhang mit der Volksinitiative ‘Für das Leben’ dürfte dies für alle Menschen in unserem Land deutlich gemacht haben.
      
24 Lesermeinungen
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#26   Mathias Wagener   18:49:53 | Montag, 9. April 2007
Klare Worte
Klare Worte eines Bischofs, wie es sein muß ohne WENN und ABER. Nur so bleibt die Kirche glaubwürdig.
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#25   Evelin   18:49:45 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Guter Brief!
Sehr klare Worte!
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#24   expedit   14:30:45 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@Benedikt78: gut so!
Das ist sehr gut so!
Zur Nachahmung empfohlen!
Die Missionarinnen vom Kostbaren Blut, die den Hl. Caspar del Bufalo sehr stark verehren, sind wirklich um ihren hw. Erzbischof zu beneiden!
Insbesondere, weil sie auch von Anfang an ihrem Glauben, den sie von Anfang an kannten, treu geblieben sind!
Übrigens gibt es auch eine Repräsentanz in St. Pelagiberg.
Das Kostbare Blut möge alle die sich ihm anvertrauen, beschützen und leiten!
Die Firmfeiern sind dort in besonderm Maße feierlich!
Viele Grüsse!
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#23   methusalix †   12:13:58 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@Athanasius
Athanasius: Nee, MethusalixDemonchen,hä. Es hilft Frauen natürlich enorm, ihnen zu erlauben
Nach zweitausend Jahren misogyner Unterdrückung der Frauen, ist es für die Sexualtheoretiker der heiligen, römisch-katholischen Kirche absolut endgültig damit vorbei „den Frauen“, irgendetwas verbieten zu können. Da danken alle Rechtgläubigen Gott dafür! Das hat sich als echte Glaubensbremse erwiesen, dass die Kirchenbeamten versucht haben, Glauben zu befehlen. Das ist für immer vorbei. Jetzt müssen sie sich anstrengen, die Menschen zu überzeugen. Das ist bedeutend wirkungsvoller. Nutzen wir diese Chance!
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#22   Benedikt78   10:49:21 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Quantität und Qualität
Interessant ist natürlich, dass Bischof Haas über mehr Schäfchen wacht als es in Liechtenstein Katholiken hat! Es sind etliche Schweizer, die ihre Kinder bei Bischof Haas taufen und firmen lassen und auch dort den Gottesdienst besuchen. Ich gehe demnächst auch mal. Die sollen göttlich sein – im wahrsten Sinne des Wortes!
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#21   expedit   06:53:41 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@Gotthard: Qualität nicht Quantität
Nicht die Quantität, sondern die Qualität macht doch das Ganze aus!
Und wenn man katholisch denkende und handelnde Menschen schon hinaus katapultiert, dann ist es doch eine schöne Geste Gottes, wenn sie sozusagen vor der Haustür, quasi auf der eigenen Nase rum tanzen dürfen!
So etwas kann man doch sicherlich ausgleichende Gerechtigkeit Gottes nennen!
Außerdem dürfte der Einfluss weit über die Grenzen hinaus vorhanden sein!
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#20   Gotthard   01:20:05 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Lcihtenstein
Was macht dieser Bischof eigentlich den ganzen Tag?…Ich hoffe, er geht seinen 7 Gemeinden nicht ständig durch Besuche auf den Geist?
Das Dekanat, in dem ich lebe, hat mehr Katholiken als dieses künstliche Erzbistum…
Aber ok, dieser Herr darf seinen eigenen katholischen Weg mit wenigen Leuten gehen … und er lockt natürlich ähnlich gestrickte Leute an…auch ok.
Wahrscheinlich war es gut, ihn nach Lichtenstein zu schicken …die Lichtensteiner fühlten sich geehrt, endlich ein eigenes (Erz)Bistum zu sein … und Haas war nicht mehr eingebunden … denn das ist sein größtes Manko: MITEINANDER scheint nicht sein Ding zu sein.
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#19   QUIS UT DEUS   23:28:32 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Vegelts Gott Erzbischof W. Haas !!!
Vegelts Gott Erzbischof W. Haas !!!
Ich wünschte wir hätten Ihn noch in der Schweiz, aber nein er wurde ja von den lieben V2 Katholiken rausgeschmissen,Sie werden noch mit Tränen an Ihn denken wenn Sie vor GOTT stehen,und wünschten er hätte Sie durch diese schweren Zeiten geführt!
Liebe Muttergottes mittlerin aller Gnaden! Ora pro nobis sancta Dei genitrix, ut digni efficiamur promissionibus Christi.
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#17   kurt usar   21:00:21 | Mittwoch, 31. Mai 2006
ein bischof ist auch nicht dazu da…
…seine visage in irgendeiner schönheitskonkurrenz zu zeigen,sondern um dem auftrag gottes zu folgen.
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#16   mahner   18:22:54 | Mittwoch, 31. Mai 2006
@ aphro und bernard
… aber auf jeden Fall sympathischer und lustiger als die zwei Komiker „…aus dem Sandkasten…“ zwei Artikel weiter oben – „… denn für sein Aussehen ist jeder selbst verantwortlich?!?!“ – Ich hoffe nur daß Ihr zwei „Hübschen“ vom Herrgott mit wahrhaft Götterhafter Schönheit bedacht seid – sonst könnte wohl noch jemand auf die Idee kommen euer Äußeres mit dem Innenleben gleichzusetzen „****würg****“ :-!
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#15   Bernardin †   17:51:15 | Mittwoch, 31. Mai 2006
APHRODITE
Ja, er sieht leider so aus, der Wolfgang Haas, und alle denkenden Menschen können sich ihre eigenen Gedanken machen über diese Person! Jeder ist für sein Aussehen selbst verantwortlich und das Aeussere hat immer auch etwas zu tun mit dem Inneren!
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#14   aphrodite †   16:06:02 | Mittwoch, 31. Mai 2006
roter Erzbischof
schaut der Haas wirklich so aus oder will kreuz.net ihn nur verarschen?
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#13   DDL   16:05:47 | Mittwoch, 31. Mai 2006
@Athansasius
Darf ich fragen, was Sie mit der Anrede „MethusalixDemonchen“ ausdrücken möchten? methusalix genießt zwar in vielem, was er sagt, meine völlige Sympathie, aber das geht doch nicht so weit, dass es zur Personalunion reichen würde (mit meiner Erstinkarnation „DemonDeLuxe“ – derzeit bin ich ja „deusexmachina“, ich hatte nur gerade das PW nicht parat, daher dieser Nick „DDL“).
In der Sache übrigens wäre ich ‘mal interessiert daran, wie genau sich diese 2000jährige „Hilfe für Schwangere“ denn tatsächlich ausdrückt und wie es denn dann kommen kann, dass diese 2000 Jahre offenbar so klägliche Resultate produzierten, dass die Mehrheit der Frauen darauf nicht vertrauen möchte. Ich meine, bitte, was muss den das für eine Stümperorganisation sein, die selbst in 2000 Jahren keine Lösung präsentiert, die auch tatsächlich angenommen wird?
Weiter würde mich interessieren, inwieweit eine explizit katholische „Hilfe“ für Frauen funktionieren soll, die gar nicht oder andersgläubig sind, mit der dieser „Hilfe“ zugrundeliegenden Axiomatik also a priori nichts anzufangen wissen.
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#12   bonifatius   14:14:56 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Kreuz.net herzlichen Dank…
Herzlichen Dank für diese Information, dem Erzbischof Haas meine vollste Hochachtung für seinen Stand – Punkt. Das ist ein Hirtenwort, das wir in D seit dem verstorbenen Erzbischof Dyba nur mehr selten vernehmen. Kreuz.net, bleiben sie trotz aller massivsten Anfeindungen auch ihrem Standpunkt treu!
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#11   v2   14:01:46 | Mittwoch, 31. Mai 2006
spielwiese!
warum diese aufregung um die spielwiese eines gescheiterten…
das „erzbistum“ hat noch nicht einmal 28.000 gläubige in 12 pfarreien
also eher ein mittelgrosses dekanat
ausser sich selber seine bedeutung mit solchen aktionen zu beweisen, bleibt herrn erzbischof haas ja sonst nichts
tja, das kommt von personellen fehlentscheidungen…
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#10   ExBochumer †   13:40:55 | Mittwoch, 31. Mai 2006
kreuz.net
weiß offensichtlich, was es anrichtet.
Das Werk Satans ist in kreuz.net zur Realität geworden.
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#9   expedit   13:07:03 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Das hat ja gerade noch gefehlt!
Bei einer minimalen Bevölkerung von gerade einmal „33,987 [Personen] (July 2006 est.)
Age structure:
0-14 years: 17.4% (male 2,922/female 2,988)
15-64 years: 70.2% (male 11,842/female 12,022)
65 years and over: 12.4% (male 1,773/female 2,440) (2006 est.)“
<www.odci.gov/…actbook/geos/ls.html>
Dann noch über Abtreibung nachzudenken!
Was siund das nur für Menschen!
Gott bewahre uns davor!
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#8   Sulpicius   12:37:21 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Wenn uns der gute Haas…
… noch lange erhalten bleiben soll, empfehle ich ihm 20mg Bisoprolol am Tag…
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#7   Markus-Antonius †   12:30:09 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Prost
Hoffentlich wird’s nicht wieder zensiert: Prost, Monsignore!
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#6   Athanasius   11:53:58 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Nee, MethusalixDemonchen,
hä. Es hilft Frauen natürlich enorm, ihnen zu erlauben die eigenen ungeborenen Kinder töten zu lassen, wonach sie dann der Depression verfallen (70 %) und die Mehrheit dieser „geholfenen“ Frauen (psychische Opfer der Abtreibungshändler), nämlich 57 %, mit Selbstmordneigungen weiter durchs Leben geht. Natürlich. Das hilft.
Erzbischof Haas soll nur ein mal diese Feministinnengruppen verbieten noch einen Fuss in ein Pfarrzentrum zu setzen.
Aber natürlich verfällt wohl Liechtenstein auch dem Kindermorddrücken der westeuropäischen Kommunisten, Sozialisten und Liberalen. Und in gut national-sozialistischer Tradition natürlich. „Es gibt ja keinen Gott.“
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#4   methusalix †   11:00:04 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Der gute Bischof
und alle stockkonservativen Katholiken fühlen sich jetzt viiiiiel besser! Aber den Frauen und ihren Kindern ist damit überhaupt nicht geholfen, ganz im Gegenteil.
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#3   LukreciaB   10:47:00 | Mittwoch, 31. Mai 2006
@Benedikt78
Ich glaube eher, dass mit der Errichtung des Erzbistums für W. Haas im Ländle, dem schweizerischen Bistum Chur ein Stein vom Herzen gefallen ist.
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#2   Clemens II   09:43:04 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Deutliche Worte
Es ist ja fast schon zur Ausnahme geworden einen Bischof mit derart deutlichen positionsbezogenen Worten sprechen zu hören. So stellt man sich für gewönlich die Stellungnahme eines Nachfolgers der Apostel, der sein Hirtenamt noch ernst nimmt, vor. Dank für diese klaren Worte, Erzbischof Haas!
Ad multos annos Exzellenz! o^/
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#1   Benedikt78   09:17:30 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Das war nötig
Diese Worte sind eines Bischofs würdig! Klar, unmissverständlich und gut!
Eine Schande, dass er wegen einer Hetzkampagne einer Boulevardzeitung der untersten Klasse nach Lichtenstein gehen musste. So einen Bischof hätte die Schweiz nötig!
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