Nie wieder + Ablaß ausgedehnt + Traditionalistenpater verstorben + Entlassung wegen Konzelebration mit Laien? + Ein Vergleich
Nie wieder
Vatikan. Benedikt XVI. erinnerte bei der gestrigen Generalaudienz an seine Pastoralreise nach
Polen, die am vergangenen Wochenende stattfand. Dabei mahnte der Papst, daß es „Orte des Grauens wie
das Konzentrationslager in Auschwitz-Birkenau“ nie wieder geben dürfe: „Die heutige Menschheit möge
Auschwitz und die anderen ‘Todesfabriken’ niemals vergessen, wo das nationalsozialistische Regime versucht
hat, Gott zu eliminieren und sich selber an seine Stelle zu setzen.“ Auch der Versuchung des Rassenhasses
dürften die Menschen niemals nachgeben.
Ablaß ausgedehnt
Vatikan. Die Teilnehmer einer Pfingstvigil
mit dem Papst, die am kommenden Samstag abend auf dem Petersplatz in Rom stattfinden wird, können sich
einen vollkommenen Ablaß erwerben. Die Kirche gewährt allen Gläubigen, die an Pfingsten „in einer Kirche
oder einem Gebetshaus andächtig am feierlichen Gesang oder am Gebet des Hymnus ‘Veni Creator’ teilnehmen“,
einen solchen Ablaß. Der Pfingsablaß wird nun auf den Vorabend des Festes ausgedehnt.
Traditionalistenpater
verstorben
USA. Am Dienstag verstarb der US-amerikanische Kapuzinerpater Carl Pulvermacher (80) nach
langer Krankheit. Pater Pulvermacher wurde 1976 nach dreißig Ordensjahren aus seinem Orden ausgeschlossen,
weil er sich weigerte, die Alte Messe aufzugeben. Der Geistliche kehrte von seiner australischen Mission
in die Vereinigten Staaten zurück und arbeitete dort mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. zusammen.
Er war einer der Gründer der Lefebvristenzeitung ‘The Angelus’.
Entlassung wegen Konzelebration mit
Laien?
Irland. Ein irischer Pater des Augustinerordens, der einen anglikanischen Pastor bei der diesjährigen
Ostermesse zur Konzelebration eingeladen hatte, ist offenbar von der Universität Augustinianum, die sein
Orden in Rom führt, als Professor entlassen worden. Anglikanische Pastoren sind nach katholischer Dogmatik
Laien. Der fehlbare Augustiner nahm in Rom einen einsemestrigen Lehrauftrag in Kirchengeschichte wahr.
Gegenüber der katholischen irischen Wochenzeitung ‘Irish Catholic’ erklärte der Pater, nichts von seiner
Entlassung zu wissen.
Ein Vergleich
„Kritik übt der Ratsvorsitzende der ‘Evangelischen Kirche in Deutschland’,
Bischof Wolfgang Huber an der Weigerung »Roms«, die evangelischen Kirchen als gleichwertig anzuerkennen.
Im Dokument ‘Dominus Jesus’ aus dem Jahr 2000 hatte sie der Vatikan lediglich als »kirchliche Gemeinschaften«
bezeichnet. Dies ist, so Huber, für den Dialog wenig hilfreich. Huber: »Jeder Vertreter der Automarke
Mercedes-Benz würde es für respektlos halten, wenn bei VW die Formulierung etabliert würde, Mercedes-Benz
sei kein Auto im eigentlichen Sinn.«“
Aus einem Bericht des christlichen Infoportals ‘idea’ vom 30.
Mai 2006
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66 Lesermeinungen
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versöhnliche Töne Liebes Pünktchen! Würde sagen wir begraben das Kriegsbeil, Sie haben Ihre Meinung,
ich habe meine Einstellung dazu. Mit Ihnen kann man wenigstens nopch auf einer vernünftigen Ebene diskutieren.
Meine Achtung und meinen Respekt. Ich wünsche Ihnen noch eine gute Woche. PS.: Jeder von uns hat doch
seine kleinen Schwächen, die Kunst liegt darin sich gegenseitig zu respektieren, ohne gleich alles unter
den Teppich kehren zu wollen. Am Anfang habe ich gedacht wo bin ich da nur reingeraten, aber es gibt hier
auch sehr vernünftige Zeitgenossen, mit denen sich trefflich streiten lässt.
Wolfgang K. Suchen Sie doch bei den wirklichen „geistigen Riesen“ seiner Zeit solche antisemitischen Äußerungen:
bei Ersamus von Rotterdamm oder bei Thomas Morus und teilen sie sie uns mit! Schon der humanistisch gebildete
Melanchthon dürfte wesentlich gemäßigter und intellektueller gewesen sein als ihr Abgott Martin Luther,
werter Wolfgang! Nein, „groß“ war Luther weniger intellektuell, als propagandistisch und pamphletistisch!
Groß war er auch hinsichtl. seiner Wirkungen, unbestritten. Wie diese Wirkungen zu bewerten sind, das
bleibt ein weites Feld …
Luther war ein Kind seiner Zeit Luther befand sich mit diesen Äußerungen im Einklang mit katholischen
antisemitischen Strömeungen, unbestritten. Aber der junge Luther hat sich auch sehr für die Juden eingesetzt.
Zitat: „Wenn die Juden damals mit den Christen so umgegangen wären, wie wir mit den Juden so gäbe es
heute keine Christen“. Wichtig war das was der junge Luther schrieb. Prüfet alles das Gute behaltet.
Außerdem schmälern diese Äußerungen auch nicht die Leistungen Luthers für die Reformation. Papst
Alexander VI. sagte eimal: Jede Religion ist gut, aber die beste davon das ist die Dümmste (Nachzulesen
bei Otto von Corvin). Oder der Kirchenvater Augustinus, daß Frauen der Auswurfs der Hölle und des Paradieses
sind… Wir haben Luther nie heilig gesprochen oder ihn zum evangelischen Papst gemacht, wir können heute
zu diesen Aussagen stehen ohne uns antisemitischer Tendenzen verdächtig zu machen. Das ist unsere Art
von evangelischer Freiheit. Und Luther selber hat sich immer als sündiger Mensch begriffen. Und im Gegensatz
zu dieser bigottischen Dekadenz in weiten Kreisen der damaligen katholischen Geistlichkeit war Luther
moralisch nahezu untadelig (Ehe mit Katharina von Bora).
@ Dr. Otterbeck Das nähme auch dem vernünftigsten Mann die Führung des Projekts aus der Hand. Adenauer
war ja gar nicht der vernünftigste, sondern der verschlagendste. Als der Kölner Stadtrat seine Hängebrücke
nicht wollte, behauptete er bei einem Gelage mit der KPD, dass in Moskau nur noch Hängebrücken gebaut
würden. Kurz darauf wurde der Bau einer Hängebrücke mit den Stimmen der Kommunisten beschlossen…
Wolfg. K.: „Luther hat nie zum Massenmord aufgefordert!“ Zitate vom „geistigen Riesen“ (WK) Martin Luther:
„Steche, schlage, würge hie, wer da kann. Bleibst du darüber tot, wohl dir, einen seligeren Tod kannst
du nimmer mehr erlangen“.(Luther über die aufständischen Bauern, Weimarer Ausgabe 18, S. 357 f) „Die
Zauberinnen sollst du nicht leben lassen… Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden, sie
richten viel Schaden an.“ (Predigt von 1526, Weimarer Ausgabe 16, S. 551) „Synagogen anstecken…“ „Die
Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage,
Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man
sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren,
damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“ (Von
den Juden und ihren Lügen, Tomos 8, S. 88ff) Oder: „Und werfe hier zu wer da kann, Schwefel und Pech.
Wer auch höllisch Feuer könnt zuwerfen, wäre auch gut, auf dass Gott unseren Ernst und alle Welt solch
ein Exempel sehen möge…“ Man soll die Juden „in einen Stall tun wie die Zigeuner, man nehme ihnen alle
Barschaft und Kleinod an Silber und Gold.“
Adenauer könnte in diesem Fall unterschätzt haben, dass die Reformation nicht nur eunbe theologisch-dogmatische
Seite hat, sondern auch eine staatskirchenrechtliche (mind. bis 1918). Das nähme auch dem vernünftigsten
Mann die Führung des Projekts aus der Hand. Gott aber ist weder Sein noch Zeit, sondern beider Gott,
und. führt
Martin Luther Von Adenauer wird die Aussage berichtet, wenn er damals Papst gewesen wäre, wäre ihm das
mit Luther nicht passiert. Luther sei doch ein vernünftiger Mann gewesen, den er sich einmal hätte kommen
lassen!
Luther ein Mensch mit psychopathischen Zügen?? Ich mache ja keinen Hel daraus dass ich hier protestantische
Positionen vertrete. Liebes Pünktchen, ich freue mich daß Sie wenigstens die Fakten anerkennen und das
nicht irgendwie schönreden, Luther allerdings als einen Psychopathen darzustellen finde ich schon sehr
gewagt. Psychopathen sind normalerweise nicht in der Lage Bibelübersetzungen zu veröffentlichen die
die ganze Kultur eines Landes, ja eines Kontinents zu verändern. Da waren die R-Päpste schon noch etwas
gestörter. Man muß sich der Person Luthers mit den Augen des 16. Jahrhunderst nähern, wir Menschen
tun uns schwer Luther mit den Augen des 21. Jahrhunderts zu nähern. Diese sogenannten R-Päpste und Gegner
Luthers waren auch zur damaligen Zeit moralische Monster. Diese sogenannten Stellvertreter hatten kein
Recht Luther zu verdammen. Man muß sich Luther zwischen den Zeilen nähern. Die Nazis haben sich in den
Prozessen 1945 auf Luther berufen, der ihnen durch seine Schriften ein Freibrief für den Holocaust geliefert
hat. Ein unhaltbarer Vergleich, Luther hat nie zum Massenmord aufgefordert. Und seine wüsten Reden zum
Bauernkrieg taten ihm hinterher leid. Es gab auch einen jungen Luther der sich sehr positiv für die Juden
eingesetzt hat, das ist wichtig, nicht seine cholerischen Ausfälle. Aber wo hat jemals ein Alexander
VI. irgendeinen Anflug von Reue gezeigt. Im römischen Volk ging bei seinem Tod das Gerücht um, der Teufel
hätte ihn persönlich geholt…(nach zulesen bei Otto von Corvin).
@Wolfgang E. Sie vergessen die Tätigkeit der Rosenkreuzer an deutschen Fürstenhöfen. Luther war selbst
eng mit diesen verbunden, wie sein Familienwappen kündet: eine Rose mit Kreuz! Die Thesen Luthers wurden
von den Fürsten genutzt, um – wie Pünktchen darstellt – endlich ihr eigenes Süppchen kochen zu können.
Hier bahnte sich schon durch Emanzipation vom kath. supranationalen Glauben die Bildung von Nationalstaaten
an, die Europa im 20. Jh. verwüsten sollten. Nationalstaaten gebären Nationalkirchen, also alles andere
als eine katholische Weite. Ob das Volk wirklich diese Rolle spielte, wie Sie darstellen, wage ich stark
zu bezweifeln.
Wolfgang K. und der Glaube an Luther Lieber Wolfgang K., Sie werden sich wundern, daß ich Ihnen in den
meisten Ihrer vorgetragenen Punkte nicht einmal widersprechen will! Die Inquisition (von lat. inquisitio =
Untersuchung) wurde von der Kirche durchgeführt, die verhängte Strafe im Falle einer Verurteilung im
Inquisitionsverfahren war vom weltlichen Gesetzgeber ausgesetzt und vom weltlichen Arm exekutiert. In
den meisten Fällen handelte es sich im Vermögensverluste (auch hier also, wie bei den protestant. Fürsten
und ihren Klösteraufhebungen: Begehrlichkeiten!), seltener um Exekutionen! Die spanische Inquisition
(nur hier gab es das Amt des „Großinquisitors“) war gänzlich in staatlicher Regie und wurde – folgenlos! –
vom Papst abgesetzt etc.pp. Die Opferzahlen liegen nach heutigen Erkenntnissen im Bereich mehrerer tausend
Toten, nicht der immer wieder behaupteten Millionen. Trotzdem war jedes Opfer solch staatlichen Religionsterrors
eines zu viel, darin sind wir uns einig! Was nun Luther betrifft und seine Theologie: alle drei der berühmten
„sola“ sind rein willkürliche Setzungen. Seine Opposition zur damaligen Gestalt der Kirche sind psychologisch
(leider auch: psychopathologisch) verständlich, aber theologisch haltlos und in ihren historischen Wirkungen
als verheerend zu beurteilen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend: Ihr pünktchen.
@Pünktchen Die 95 Thesen die Luther 1517 an die Schloßkirche nagelte, verbreitete sich im ganzen Reich
wie ein Lauffeuer ohne jede Gewalt. Die einfachen Leute haben nur darauf gewartet. Und für die deutschen
Fürsten war das ein willkommener Anlass sich vom Kaiser zu emanzipieren. Die Reformation war zunächst
eine Volksbewegung, leider gab es auch Auswüchse und Gewaltexzesse, Luther hat das später auch sehr
bedauert (seine Äußerungen über die Bauern und die Juden in seinen späteren Schriften). Die Inquisition
ging allerdings noch radikaler vor, vor allen in Spanien hat man gewütet ohne Ende. In der zweiten Hälfte
des 16. Jahrhunderts gingen die Scheiterhaufen nicht mehr aus. Phillip II. hat sogar eine Riesen-Armada
gegen das englische Königreich ausgeschickt um die Engländer zu rekatholisieren. Die Inquisition hat
der Reformation in Italien und Spanien den Garaus gemacht. Und die Ursache für den dreissigjährigen
Krieg lag darin mit begründet daß der Kaiser sich nicht mehr an den augsburgischen Religionsfrieden
gebunden fühlte und meinte, er müsse mit einer gewaltigen Streitmacht die evangelischen Landesfürsten
unterwerfen. Die Schweden haben den Protestantismus erfolgreich in Deutschland verteidigt, sonst hätte
sich auch hier diese Inquisition durchgesetzt. Geistig waren die damaligen Päpste nicht in der Lage die
Leute mit Argumenten zu überzeugen, die R-Päpste waren geistig gegen Luther nur kleine Windlichter.
Die Reformation in Dänemark und Norwegen wurde 1537 schlicht und einfach durch königlichen Erlaß eingeführt!
England verdankt seine Reformation der Mätressenwirtschaft Heinrichs VIII.! Als sein Kanzler Thomas More
de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Morus der Suprematsakte von 1535, die den König zum Kirchenoberhaupt erklärte,
widersprach, wurde er enthauptet. 1535-40 wurden die Klöster eingezogen, das spült immer Geld in die
Staatskasse! Das nennt Wolfg. K. „mit fliegenden Fahnen“ zur Reformation wechseln, weil der Pamphletist
Luther solch ein „geistiger Riese war“! Danke, VirOblationis, für Ihre Anmerkung!
eine Anmerkung Zustimmung, Herr(?) Pünktchen. Nur eine Anmerkung zu dem, was Herr K. schrieb: „…wieso
sind dann mit wehenden Fahnen alle Staaten (besonders die skandinavischen Länder) protestantisch geworden?…“
Nun, es waren ja nicht unbedingt die einfachen Gläubigen, die sich der luth. Irrlehre zuwandten, sd.
in erster Linie die gekrönten Häupter dieser Länder, die wohl auch dieser Aspekt am „neuen Glauben“
faszinierte, daß sie nämlich mit seiner Hilfe die „böhmischen Geschenke“ (Th. Müntzer) in Form insbes.
von Klöstern samt deren Grund und Boden einstreichen konnten. Gerade von den Finnen ist überliefert,
daß ihnen ihr kath. Glaube nur mit Gewalt genommen werden konnte.
Wolfgang K. und Luther als „geistiger Riese“ Der pauschale Vorwurf, die Gegenreformation sei mit Gewalt
gegen die „friedliche“ Reformation vorgegangen, ist natürlich falsch! Die Vorstellung, daß das Staatswohl
durch konfessionelle Homogenität gesichert werden müsse, war bis zur Aufklärung weitverbreitet und
schloß vor allem die Lutheraner ein! Das Prinzip des „cuius regio, eius religio“ wurde von den lutherischen
Landesherren mit der gleichen Brutalität gegen die Waldenser, die Wiedertäufer und andere angewandt,
die auch für sich die „Freiheit eines Christenmenschen“ (Luther) in Anspruch nahmen, nach ihrem Verständnis
der Bibel das eigene religiöse Leben auszurichten. Von Hexenverbrennungen in protestantischen Gebieten,
Luthers gewalttriefenden pamphletistischen Beiträgen zu den Bauernkriegen und seinen antisemitischen
Exzessen wollen wir gar nicht reden! Die Früchte des luther. Irrglaubens sind heute überall zu besichtigen,
wo Sie die entleerten Sonntagsgottesdienste der VELKD besuchen oder sich den fortgeschrittenen Atheismus
in den protestantischen Kerngebieten anschauen! Die lutherischen Bekenntnisschriften sind das Papier nicht
mehr wert, auf dem sie gedruckt sind. Das Willkürprinzip Luthers hat die Protestanten heute ihrem eigenen
Glauben entfremdet: keine Jungfrauengeburt mehr, Auferstehung und Himmelfahrt werden von den Kanzeln herunter
geleugnet (bzw. verwässert, was dasselbe ist), keine Beichte mehr, Glaubensleere trotz Theologenschwemme,
„Rechtfertigungslehre“ finden die meisten uncool …
@ Pünktchen Wie ich schon mit dem Zitat der Confessio Augustana sagte, es gibt keine vollkommene Kirchengemeinschaft
mehr. Erstens trennt die Kirchengeschichte die beiden großen Konfessionen voneinander, zweitens die völligen
diametral verlaufenden theologischen Auffassungen vom den Sakramenten. Ich könnte als traditionell lutherischer
Protestant ( ich oute mich jetzt einmal hier an dieser Stelle) nie zur römisch-katholischen Eucharistie
gehen. Ich frage mich an dieser Stelle wieso die katholische Kirche nach dem tridentinischen Konzile in
ganz Europa den katholischen Glauben nur mit Gewalt durchsezten konnte. Wenn der Protestantismus wirklich
in allen Punkten geirrt hat, wieso sind dann mit wehenden Fahnen alle Staaten (besonders die skandinavischen
Länder) protestantisch geworden? Ein einzelner genialer Kopf und geistiger Riese wie Luther könnte das
noch nie gewollt haben, daß sich auf einmal auf dem Kontinent ein neuer Glaube bildet. Dem Protestanismus
dann Irrglauben vorzuwerfen ist ein bischen zu kurz gegriffen. Der katholischen Kirche ist als Anwort
auf die Reformation nichts anderes eingefallen als in den katholischen Kernlanden die Inquisition wüten
zu lassen. Wenn die Argumente und die Überzeugungskraft ausgehen dann hilft eben nur noch Gewalt.
Detlef Rose u. Wolfgang K. lehren die Wohl- fühl-Ökumene zum Schnäppchenpreis: Wolfg. K.:„Da ist es
schon ein Fortschritt sich auf einer menschlichen Ebene zu achten … Die persönliche Achtung, die Menschen
als solche einander schulden, steht hier gar nicht zur Debatte. Diese Achtung schließt nicht die Anerkennung
durch die römisch-katholische Kirche ein, daß die außerhalb des in der apostolischen Sukzession stehenden
lebenden lutherischen Gemeinschaften Kirchen im eigentlichen Sinne sein könnten und die Wirklichkeit
des eucharist. Mysteriums bewahrt hätten. Wolfg. K.: „Es ist nicht not das es eine einheitliche Kirche
gibt, zum Wesen der Einheit gehört die rechte Sakramentsverwaltung und die rechte Auslegung des Wortes.“
Darin irren Sie mitsamt der lutherischen Symbola und der sie vertretenden Kirchentümer. Die evangeliumsgemäße
Verkündigung und die rechte Verwaltung der Sakramente kann die authentische Beauftragung und das kirchliche
Amt innerhalb der sichtbaren Gemeinschaft mit dem in apostolischer Sukzession stehenden Episkopat und
dem Nachfolger Petri nicht ersetzen. Dies ist die unangefochtene Auffassung in der Kirche bis zur Zeit
der Reformation gewesen und wird es bleiben! W.K.:…die Spuren der Reformation an der katholischen Kirche
(zumindest hier in Deutschland) nicht spurlos vorbei gegangen… dies stimmt! Das war aber nichtnur zu
ihrem Vorteil!
katholon Dazu eine kleine Ergänzung: Katholisch bedeutet katholon (kommt aus dem griechischen) bedeutet
allumfassend, ansonsten muß ich dem Vorredner recht geben.
Kirchliche Gemenschaften – Kirche Der Gegensatz erübrigt sich bei Anerkennung, daß es nur eine einzige
katholische Kirche gibt, die jedoch gespalten ist. Schließlich beten alle Christen dasselbe Glaubensbekenntnis.
„Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“, sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien. Auch
die Luheraner haben sich bis zur Auflärung katholisch genannt. Wenn sie im Glaubensbekenntnis „katholisch“
durch „christlich“ ersetzen, so nur, weil „katholisch“ im öffentlichen Bewußtsein mit „römisch-katholisch“
gleichgesetzt wird. Da laut Ignatius „katholisch“ und „christlich“ deckungsgleiche Begriffe sind, meinen
die Lutheraner mit „christlich“ dasselbe, wie wir mit „katholisch“.
@ Wolfgang e. Na ja das ist wenigstens eine Basis auf der man sich treffen kann. Ich kann auch die katholischen
Brüder als Christen anerkennen, ich kann auch dem Papst nicht sein persönliches Christsein absprechen.
Nur habe ich Probleme mit der Frage nach dem katholischen Amt. Und diese Frage trennt die evangelische
und die katholische Christenheit seit der Reformation. In der Confessio Augustana wird das einmal sehr
treffend forumliert: Es ist nicht not das es eine einheitliche Kirche gibt, zum Wesen der Einheit gehört
die rechte Sakramentsverwaltung und die rechte Auslegung des Wortes. Die echte Ökumene beziehungsweise
die vollständige Einheit der Christenheit wird es nie mehr geben. Da ist es schon ein Fortschritt sich
auf einer menschlichen Ebene zu achten, nicht mehr und nicht weniger. Und da sind auch die Spuren der
Reformation an der katholischen Kirche (zumindest hier in Deutschland) nicht spurlos vorbei gegangen.
#43 Detlef Rose 23:01:47 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Hier irrt der Papst Bei allem Respekt – wenn die Evang.-Luth. Kirche von heute keine Kirche sein soll,
dann sage ich in allem lutherischen Freimut: Hier irrt der Papst! Daß Luther manche spätere Entwicklung
so nicht gewollt hat, wissen wir inzwischen zu Genüge. Daß in der Lutherischen Kirche von heute vieles
nicht mehr der lutherischen Orthodoxie entspricht, wissen wir auch. Daß in Rom nicht alles Gold ist,
was glänzt – wer will es bestreiten? Wenn man hier die Lesermeinungen liest, kann man sich des Eindrucks
nicht ganz erwehren, daß die lieben Traditionalisten auf dem besten Wege sind, sich auch zur „kirchlichen
Gemeinschaft“ zu entwickeln. Sollte Rom das einmal amtlich feststellen – da wäre hier aber der Bär los!!
VENI CREATOR SPIRITUS ! DAR d.a.rose.ms/
#42 wolfgang e. 17:40:26 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@ meinen Namensvetter Ja, aus Dir spricht die Lutherische „Tradition“: Ablehnung all dessen, was das Wesen
der Kirche ausmacht. Genau wie du wollte auch Luther eben keine Kirche, keinen Papst, keine Bischofe,
keine Ämter. Daher kann die katholische Kirche die evangelischen Gemeinschaften auch nicht als Kirche
anerkennen, sehrwohl aber annerkennt die katholische Kirche die Protestanten als Christen. Die katholische
Kirche teilt also in der Beurteilung des Protestantismus die Auffassung Luthers, denn Luther wollte keine
Kirche. Diejenigen protestantischen Amtsträger, die jetzt die Bezeichnug „Kirche“ für sich reklamieren
wollen, haben wohl Luther nicht ganz verstanden.
@ Wolfgang e. Ich empfehle Ihnen, einfach mal die anderen Beiträge von centesimus zu lesen. Etwa den,
in dem er dem Papst vorwirft, ein Hakenkreuz auf dem Oberarm zu haben, oder den, in dem er der katholischen
Kirche vorgeworfen hat, keine „Bekennde Kirche“ gegen die „Deutschen Christen“ zustande gebracht zu haben.
Die Beiträge von centesimus annes sind daher eher mit Vorsicht zu genießen, ich persönlich glaube nichts,
was mir Leute erzählen, die mit so einem zT einfach böswilligen Unfug aufgefallen sind. Da reagiert
vermutlich nur jemand seine Komplexe ab.
Wolfg. K. Die Lebensweise der R-Päpste spricht gegen das Prinzip des Papsttums.Faule Bäume bringen keine
guten Früchte. Die Lebensweise der Renaissancepäpste spricht gegen diese selber, aber nicht gegen ein
Prinzip das Jesus selber eingesetzt hat. Als er einzig dem Simon einen Beinamen gab, hat er ihm eine Funktion
für die gesamte Herde übertragen, die dieser – trotz menschlicher Schwächen, wie sie das NT ja berichtet –
auch angenommen und mit seinem Martyrium in Rom gekrönt hat. Ich finde es gut, daß die Reformatoren
diese Trennung vollzogen haben. Die Reformatoren haben sich gegen das gottgewollte kirchliche und katholische
Autoritätsprinzip versündigt und mit dem Subjektivismus der Bibelauslegung eine Kettenreaktion von Spaltungen
und Apostasien in Gang gesetzt, die sich noch heute fortsetzt. Andere Kirchen haben dieses Stellvertretertum
auch nicht, sind auch keine schlechteren Christen. Zweifelsohne gibt es auch „gute Christen“ in den evangelischen
Landeskirchen. Das kann aber nicht die Tatsache verdecken, daß der Protestantismus im Laufe der Geschichte
Millionen und Abermillionen Menschen in den Atheismus getrieben hat, weil sie buchstäblich alleingelassen
und abgeschnitten wurden vom lebendigen Gnadenstrom in der katholischen Kirche.
#39 wolfgang e. 17:24:50 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@ sani & Frl Ilse Ich muss sie hier ein bisschen enttäuschen: Die Ausführungen von centesimus annus
stehen auf sehr wackeligen Füßen, denn es gibt wesentlich mehr Stellen im NT, in denen klar wird, dass
Petrus von Christus tatsächlich eine Vorrangstellung innerhalb der Apostelschaar erhalten hat, keineswegs
nur in MT 16,18f. Alle anderen Stellen wurden von c.a. schlichtweg unterschlagen (finden sich in allen
Evangelien und auch in der Apostelgeschichte, ich empfehle aufmerksame Lektüre.) Auch die Tatsache, dass
Petrus besonders oft und besonders hart gerügt wird, spricht wohl eher für als gegen eine Sonderstellung.
Einfach irgendwelche Stellen für ungültig erklären, ist eine recht einfache Methode, nur das zu sehen,
was man sehen will, mit Wissenschaftlichkeit hat das nichts zu tun. Bei c.a. habe ich nun die Wahl zwischen
zwei Meinungen: Entweder ist sie tatsächlich „TheologIn“, dann weiß sie auch, dass sie einiges unterschlagen
hat und ist daher unredlich, oder sie weiß nicht, das ihr einiges entgangen ist, dann ist sie aber nicht
TheologIn, sondern HochstaplerIn. Bei Leuten, die sich so viel auf ihr „Wissen“ einbilden und ständig
ihren akademischen Abschluss als Argument gebrauchen (ich weiß dass, ich habe immerhin studiert) sollte
man sowieso etwas vorsichtig sein. Ich habe auch studiert, und weiß daher, dass auch „Studierte“ nur
mit Wasser kochen.
Jaja… »Jeder Vertreter der Automarke Mercedes-Benz würde es für respektlos halten, wenn bei VW die
Formulierung etabliert würde, Mercedes-Benz sei kein Auto im eigentlichen Sinn.«“ …der Protestantismus
ist wirklich der Mercedes unter den christlichen Konfessionen
#37 Wolfgang K. 16:40:35 | Donnerstag, 1. Juni 2006
faule Bäume – gute Früchte? Ich persönlich kann meine katholischen Mitchristen als vollwertige Christen
anerkennen, umgekehrt aber ist das aber nicht mein Problem. Ich persönlich betrachte die kirchlichen
Institutionen nur als Ordnungsfaktor um den Frieden in den Gemeinden zu bewahren. Was zum Glauben und
Leben wichtig ist, findet man in der Bibel. Und zur Auslegung brauche ich weder einen Papst noch einen
Bischof. @ Pünktchen. Die Lebensweise der R-Päpste spricht gegen das Prinzip des Papsttums.Faule Bäume
bringen keine guten Früchte. Ich finde es gut, daß die Reformatoren diese Trennung vollzogen haben.
Diese Hierarchie (zu deutsch heilige Herrschaft) dürfte es eigentlich im neutestamentlichen Sinne nicht
geben. Auch die Kirchengeschichte zeichnet ein negatives Bild des Papsttums. Es ist ein großartiges Verdienst
von JP II sich mit seinem Mea Culpa aus dem Jahr 2000 (anläßlich des Jahrestages der Bluthochzeit in
Paris von 1572) sich bei den Opfern kirchlicher Selbstjustiz zu entschuldigen. Das war ein längst überfälliger
Schritt sich für die ganzen Verbrechen zu entschuldigen. Wir sprangen 1945 mit dem Stuttgarter Schuldbekenntnis
auch über unseren Schatten. Andere Kirchen haben dieses Stellvertretertum auch nicht, sind auch keine
schlechteren Christen.
@Belisar Ich muss Sie enttäuschen, aber jüdische Rabbinerinnen gibt es schon lange. Sie vergleichen
übrigens Äpfel mit Birnen, aber sehr leicht durchschaubar. Dass ein Mann niemals Kinder bekommen kann,
ist sonnenklar, weil biologisch unmöglich – verlangt auch keiner. Das eine Frau Priesterin werden kann,
ist schon lange in vielen Kirchen bewiesen und hat ja auch mit Biologie nichts zu tun. Letztenendes kommt
immer wieder dasselbe heraus: Es gibt kein Argument, warum Frauen nicht Priester werden sollten in einer
Religion, dessen Gründer Jesus als einziger bekannter Religionsgründer niemals Frauen als ungleich oder
minderwertig behandelt hat. @c. a. Eine schöne und nachvollziehbare Erläuterung. Aber Sie sehen ja,
wie weit Sie mit Wissenschaft oder gar Logik hier kommen. Hier hat schon der Papst so manches einstecken
müssen, weil man der Meinung war, er sei nicht katholisch genug.
sani bekennt: „ …doktert doch jeder auf seinem steinbruch herum (inkl. mir) „ genau DAS ist aber ein
wichtiger Gesichtspunkt zugunsten der Anerkennung eines kirchlichen Lehramtes! Die wichtigen und unbezweifelbaren
Zeugnisse des Neuen Testamentes für das petrinische Prinzip und dessen Ausformung in einer zweitausendjährigen
Geschichte der Kirche lassen kein Raum für die protestantisch-exegetischen Phantastereien eines c.a.
Theologie studiert, Na und? Ich studiere auch Theologie, dass bedeutet aber noch gar nicht dass man automatisch
Recht hat, dass merke ich an diesem Unfug, dem so manche Leute von sich geben. Das jemand 1 Jahr in Jerusalem
studiert hat, hat nichts zusagen. Auch so Leute wie Hans Küng und Drewermann haben studiert und was ist
daraus geworden? Nichts vernünftiges! Die Lehre der Kirche baut sich auf der Bibel und der Tradition
auf, dort ist kein Platz für Frauenordination, dass hat es übrigens nie gegeben, dass eine Frau zu „Priesterin“
geweiht wurde/werden kann. Das bedeutet nicht, dass die Frau sich nicht angarieren soll, es heißt die
Frau soll in der Versammlung schweigen, im Timotheusbrief, dass hat nichts irgendwelcher Frauenfeindlichkeit
zu tun, aber schließlich beanspruchen Männer auch nicht Kinder gebären zu können, es gibt von Natur
aus Eigenschaften, die der Frau oder dem Mann zu eigen sind. Durch eine falsche Bibelauslegung die nicht
der Tradition und dem Lehramt der Kirche entspricht wird dieses auch nicht umzustossen sein. Da können
noch so viele griechische Begriffe benutzt werden, das ist unumstößlich. P.S.: Habt ihr mal bei den
Juden so etwas erlebt, dass eine Frau zu einer Rabbinerin werden wollte bzw. dieses irgendwo in Betracht
kam? Es gibt zwar Prophetinnen wie Debora oder im NT die beiden Töchter des Philippus es gibt aber keine
Priesterrinnen.
@ centesimus annus – sauber gearbeitet muss ich sagen: @ alle Kritikaster: c.a. argumentiert als theologin
nicht gegen einen allfälligen status quo der kirche sondern stellt die historische genese des petrusamtes
im spiegel der NT-Quellen heraus – wer das nicht kapiert, hat in wirklichkeit ein kleines (eigentl. großes)
Glaubensproblem – Glaube ist nun mal mehr als das Fürwahrhalten ausgewählter kirchenamtlicher texte –
ich bin der überzeugung, das keiner hier (einschließlich meiner wenigkeit) ALLE Glaubensquellen (Synoden,
Konzilien, Kirchenväter …) in vollem umfange vom titel her kennt, geschweige sie gelesen und vielleicht
noch dazu rezipiert hat. so gesehen doktert doch jeder auf seinem steinbruch herum (inkl. mir)
#32 wolfgang e. 13:07:41 | Donnerstag, 1. Juni 2006
centesimus versus centesimus Liebster centesimus: Vorgestern schrieben sie doch noch folgendes: „Aber
als studierter Bibelwissenschaftler (echt!) musste ich darauf hinweisen, dass es nicht legitim ist, die
Bibel als Steinbruch zu benutzen und einfach Sätze aus dem Kontext zu reißen, um sie zur Untermauerung
der eigenen Position zu missbrauchen. Wie schon gesagt, ich habe die Ironie hinter Ihrem Posting erkannt,
konnte mir einen solchen Kommentar aus wissenschaftlicher Redlichkeit aber trotzdem nicht verkneifen.“
Bedenken sie, das alles, wes sie geschrieben haben, gegen sie verwendet werden kann…
#29 wolfgang e. 12:50:35 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Oh, der Herr hat studiert… …das ist dann natürlich was ganz anderes. !:) o^/ Dann muss ich mich vor
der geballten Ladung Wissen natürlich geschlagen geben… ?:)
#25 wolfgang e. 12:10:55 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Wissensseifenblase Willkürlich einige Bibelzitate zusammentragen, ein bisschen heruminterpretieren, natürlich
behaupten, dieser oder jener Text, der einem nicht passt, sei nicht original oder so (2000 Jahre später
wissen wir natürlich darüber viel besser bescheid), viele andere Textstellen schweigend übergehen (Sagt
Jesus bei Joh. nicht auch dreimal ausdrücklich zu Petrus: „Weide meine Schafe“, bevor ihm gesagt wird,
dass ihn die Zukunft des Johannes nichts angeht?)… Wie leicht ist es doch, willkürlich ganau das herauszulesen,
was einem in den Kram passt. Doch selbst wenn man 50 Bibelzitate anführen kann, es ist nur eine Seifenblase,
bei genauerem Nachschauen zum Platzen verurteilt. „centesimus annus“, ich bin über so viel Aufgeblaseheit
doch erstaunt.
centesimus phantasiert alles hinein. Das Schriftprinzip ist durch diese Art von Willkürexegese natürlich
auch ausgehebelt. Jetzt heißt es: Ich suche mir für mein Wunschbild von Kirche und kirchl. Leitungsgewalt
den passenden Exegeten und der liest das aus der Bibel heraus, was ich bräuchte. Die Matthäusstelle
paßt mir nicht, also waren es keine ipsissma verba … Alles Willkür!
Und was sagt C.A. dazu, dass die Durchsetzung des Monepiskopats ein Auffinden der Grundstruktur auch der
einzelnen Ortskirche im Prinzip des Petrus inmitten des Apostelkollegiums lt. Evangelium sein könnte?
Fortsetzung II: (a) Er möchte – es gilt eine mk „Lücke“ zu füllen – eine Erklärung dafür liefern,
WARUM Jesus den Simon gerade als „Petrus“ neu benannt hat, und entwickelt hier das Bild vom Felsen (petra),
der den widrigen Mächten widerstehen kann. Allerdings bedeutet „petra“ rein etymologisch eher „Stein“
als „Fels“, d.h. das phantasievoll von Mt entwickelte Bild geht gar nicht auf! (b) Die mt Gemeinde scheint
sehr an Petrus – vielleicht als ideellem Gründer oder Vorbild – gehangen zu haben. Mt fühlt sich daher
bemüßigt, die Rolle des Petrus im Zwölferkreis zu überhöhen – und das bis zu der (völlig überzogenen)
Behauptung, Petrus werde die Schlüssel des Himmelreiches erhalten. (Wir merken hier, wie verschiedene
christliche Gemeinden sich auf verschiedene Gründungsfiguren des Christentums berufen; man vgl. dagegen
nur die Figur des JJL im JohEv!). –--Fortsetzung folgt---
#20 thaumaturgos 11:45:40 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@Pünktchen Lieber ist mir schon ein Pastoraltheolögchen als die vielen Privattheolögchen hier … im
Übrigen: ich bin auch Theolögchen, vll. finden Sie ja auch raus welche Sorte
Es ist längst bekannt, daß centesimus annus ein Pastoraltheolögchen aus Salzburg (Priv.Doz.) ist, der
Liturgie als „Therapeutikum“ (seine Diss.) versteht. Wenn ich bedenke, daß DAS die Theologen der kathol.
Fakultät „lernen“ sollen, dann wundert mich bald gar nichts mehr …
Fortsetzung: – Gal 2,11-21: Der Antiochenische Zwischenfall: Paulus widerspricht Petrus öffentlich ins
Angesicht, weil dieser nach der Ankunft von Leuten des Jakobus sich plötzlich weigert, gemeinsam mit
den Heiden zu essen, gleichwohl er das vorher dauernd getan hat. Paulus wirft ihm vor, dass er von den
Heiden nicht verlangen könne, wie Juden zu leben, wenn er selbst als Jude schon nicht wie ein Jude lebe.
Die Episode macht klar, dass in der Jerusalemer Gemeinde ganz klar nicht Petrus das Sagen hatte, sondern
Jakobus, der leibliche Bruder Jesu, der sehr darum bemüht war, dass die JesusanhängerInnen nicht vom
Judentum wegdrifteten. Man beachte auch die nach Relevanz abgestufte Auflistung der „Säulen“ der Jerusalemer
Gemeinde in Gal 2,9: Jakobus (!) – Kephas – Johannes. (2) Mt 16,18f. ist ganz klar nachjesuanisch. Es
stammt weder aus Mk noch aus Q, und Paulus als frühester der ntl. AutorInnen kennt es nicht. Einzig Mt
bringt es, und zwar aus mehreren Gründen: –--Fortsetzung folgt---
Eine exegetische Klarstellung: (1) Mit einer „Vormachtstellung“ o.ä. des Petrus ist es im NT nicht so
weit her, wie manche hier offenbar fälschlicherweise glauben. Beispiele: – Im MkEv erweist Petrus sich
als der größte Versager unter den Zwölfen: Nur er wird von Jesus „Satan“ genannt (8,33), weil er es
wagt, Jesus wegen seines Zugehens auf Leiden und Sterben Vorwürfe zu machen. Weiters ist Petrus der einzige
unter den Zwölfen, der ableugnet, Jesus überhaupt zu kennen (14,66-72). Beachte: Judas Iskariot wird
im MkEv vergleichsweise neutral dargestellt. – Im JohEv wird der „Jünger, den Jesus liebte“ (JJL) dem
Petrus vorgeordnet. Petrus fragt Jesus in 13,24 nicht selbst, sondern ersucht den JJL, Jesus zu fragen.
In 20,1-8 gewinnt der JJL den „Wettlauf“ zum leeren Grab; anders als Petrus reagiert er auf das leere
Grab mit „Glauben“. In 21,20-23 schließlich fährt Jesus Petrus an, weil dieser wissen will, wie es mit
dem JJL weitergehen soll; Jesus gibt ihm zu verstehen, dass der JJL bis zu seinem Kommen bleiben werde
und ihn das nichts angehe. –--Fortsetzung folgt---
Status festgeschrieben? Das ist ja das Problem. Von 1517 bis 1918 war der Status der ev. Kirchen in Dtld.
tatsächlich „festgeschrieben“. Sie waren Staatsorgane in Händen der Fürsten. Die „Freiheit“ des Christenmenschen
(als Verzicht auf sakramentale Kirchlichkeit) war identisch mit dem Gehorsam gegenüber dem Staat. Dieser
Status ist seit 1918 indifferent. Das erst hat Ökumene überhaupt ermöglicht. Huber et al. wollen eine
echte „Rücknahme“ von „Mortalium animos“ (so gen. „Rückkehrökumene“ Pius XI.), eine Art Kirchen-UNO.
Rom besteht aber auf dem petrinischen Prinzip, d.h. sieht im Papsttum, größtes Hindernis der Ökumene,
zugleich die einzige Chance der Ökumene, weil die „kirchlichen Gemeinschaften“ nur so der Unterwerfung
der Religion („Privatsache“) unter die Staatsmacht widerstehen könnten.
Auto-Vergleiche hinken immer »Jeder Vertreter der Automarke Mercedes-Benz würde es für respektlos halten,
wenn bei VW die Formulierung etabliert würde, Mercedes-Benz sei kein Auto im eigentlichen Sinn.« Diese
Vergleich ist Äpfel mit Äpfel in dem Sinne, dass eine Seite behauptet zu unrecht das der andere überhaupt
keine Äpfel hat. In Bezug auf die „Weigerung »Roms«, die evangelischen Kirchen als gleichwertig anzuerkennen.“
Wäre folgende Vergleich besser: Jemand kündigt seine Wohnung, beschimpft sein Vermieter, seine ganze
Familia, alles wofür er steht und woran er glaubt und will trotzdem mit dem Segen des Vermieters jetzt
mietfrei wohnen. Ich muss mich immer wieder wundern warum die evangelischen eine Anerkennung von Rom nacheifern.
Warum wollen sie das wieder erlangen was Luther, Calvin, Zwingli, Wesley, etc. abgelehnt haben. Diese
Herrn Reformatoren haben die Anerkennung Roms weder gebraucht noch gewollt. Sind evangelischen Christen,
Christen? Selbstverständlich! Sind die Evangelische Kirchen die RKK gleichwertig? Kategorisch, nein.
Warum können sie sich einfach damit abfinden, dass sie bereits mit der Reformation ihren Status festgeschrieben
haben. In diesem Fall wäre für eine vollwertige Anerkennung folgendes notwendig: der Mieter entschuldigt
sich, akzeptiert den alten Mietvertrag, zahlt seine Miete. Dadurch erlangt er Vergebung, den Segen des
Vermieters und seine ganze Familia!
Sehr richtig, Wolfgang E., auch mir leuchtete noch nie ein, warum, Konfessionen, die nicht „katholisch“
sein wollen, trotzdem römischen „Segen“ haben wollen. „Dominus Jesus“ hat schlichte Selbstverständlichkeiten
formuliert.
#11 wolfgang e. 10:25:10 | Donnerstag, 1. Juni 2006
@ Wolfgang K. Hi Namensvetter! Du schreibst: „Die sogenannten Nachfolger hatten mit ihrer fragwürdigen
Moral nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Petrus zu tun. Eine solche gottlose Lebensweise kann sich
nicht auf Petrus berufen. Außerdem war das Lotterleben der Geistlichkeit am Ende der Neuzeit mit ein
Auslöser für die Reformation. Die Kirche war nicht fähig Buße zu tun und zu den Ursprüngen zurückzukehren,
im 15. Jahrhundert scheiterten drei Reformkonzilien…“ Genau dieser Gedankengang führte Martin Luther
dazu, nicht nur das Papsttum, sondern auch die Kirche als solche abzulehenen. Luther wollte nicht eine
neue Kirche gründen, sondern er wollte ein Christentum ohne Kirche, ein Christentum, in dem Jeder Christ
selbst die Bibel interpretieren soll ohne „Anweisung“ von oben (daher „sola scriptura“). Der Protestantismus
ist daher ein Versuch, totalen Subjektivismus mit Christentum zu vereinigen, daher ist logischerweise
der Protestantismus in tausende Grüppchen zersplittert. Wenn daher heute evangelische Amtsträger unbedingt
darauf bestehen, dass die evangelische Konfession eine der katholischen Kirche gleichwertige Kirche ist,
empfinde ich das eher als Verrat an Luther Idee. „Dominus Jesus“ wird daher mit der Bezeichnung „kirchliche
Gemeinschaft“ der ursprünglichen Idee Luthers eher gerecht.
Wolfgang K. und das petrinische Prinzip Sie hatten weiter unten richtig gesagt, daß der Papst „unter
dem Gericht Gottes steht“. Eben diesem Gericht werden manche Päpste ihre Lebens- und Amtsführung unterworfen
sehen. Das Petrus eine Sonderstellung unter den Aposteln hatte, lehrt das Neue Testament an vielen Stellen
und in diesem Sinne IST Petrus der erste Papst! (Dies ist auch dort zu spüren, wo Paulus mit Stolz berichtet,
er habe „dem Petros“ ins Angesicht widerstanden!) Die historische und juridische Ausgestaltung des Prinzips
in zweitausend Jahren Kirchengeschichte kann kein Argument gegen das Prinzip sein. Wo man ohne dieses
Prinzip landet, davon zeugen die Protestanten und Sekten in ihren sich durch Zellteilung vermehrenden
Gemeinschaften (immer gegründet auf eine willkürliche Schriftauslegung: „sola scriptura“) zur Genüge…
Innerkirchliche Verfolgung war real Pater Pulvermacher wurde 1976 nach dreißig Ordensjahren aus seinem
Orden ausgeschlossen, weil er sich weigerte, die Alte Messe aufzugeben. Tja das war dann wohl eine von
den Sauereien, mit denen sich viele Autoritäten schuldig gemacht hatten. In den 70er Jahren war so richtig
Kampfstimmung und gegenseitiges Zerfetzen angesagt. Mehr Vaterliebe von Oberen hätte weniger Leid und
Ungehorsam bei den Opfern der innerkirchlichen Verfolgung bedeutet. Wir sollten es heute besser machen.
#8 Wolfgang K. 09:20:02 | Donnerstag, 1. Juni 2006
verlotterte Geistlichkeit Petrus hat zwar die erste christliche Gemeinde gegründet, aber Petrus war kein
Papst. Außerdem war Petrus verheiratet und Familienvater. Petrus war ein Gleicher unter Gleichen, ein
normaler Mensch wie Sie und Ich. Die sogenannten Nachfolger hatten mit ihrer fragwürdigen Moral nicht
mehr viel mit dem ursprünglichen Petrus zu tun. Eine solche gottlose Lebensweise kann sich nicht auf
Petrus berufen. Außerdem war das Lotterleben der Geistlichkeit am Ende der Neuzeit mit ein Auslöser
für die Reformation. Die Kirche war nicht fähig Buße zu tun und zu den Ursprüngen zurückzukehren,
im 15. Jahrhundert scheiterten drei Reformkonzilien. Luther war ein Prophet, vom Evangelium wäre nichts
mehr übrig geblieben. Und die Propheten sind immer verfolgt worden…
#7 Agiafortuni 09:14:31 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Kein Wunder Kann man sich über das Tun des Augustinermönchs wundern nachdem Paul VI vor 40 Jahren unter
völliger Missachtung von „Apostolicae Curae“ zusammen mit dem Erzbischof von Canterbury – einem Laien
und Freimaurer -in Sankt Paul ausser den Mauern und die dort anwesenden Gläubigen gesegnet hat.
Wolfgang K. „Du bist „Petros“ (=Fels) und auf diesen Fels („petros“) will ich meine Kirche bauen. (Math.
16, 18) Diese Verheißung gilt! Sie gilt nach der Tradition der heiligen katholischen und apostolischen
Kirche auch den Nachfolgern Petri, die in der Tat Menschen sind! Das petrinische Prinzip ist biblisch
gut begründet, besser selbst als „sola scriptura“, denn „die Schrift“ als von der Kirche festgelegter
Kanon von Schriften referiert nirgends auf sich selbst.
Aneinander vorbeireden Ich habe den Eindruck, dass im vielgepriesenen ökumenischen Dialog einfach aneinander
vorbei geredet wird. Das richtig verstandene Kirchenverständnis der katholischen Kirche wird von den
Protestanten sowieso nicht geteilt. Wozu dann die Aufregeung. Außerdem ist Herr Huber immer noch der
Meinung, dass Katholiken die Heiligen anbeteten. Zeugt das von ökumenischer Kompetenz und theologischem
Sachverstand?
#4 Wolfgang K. 08:59:23 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Papst ist nur ein Mensch @Vita Vor der römischen-katholischen Kirche mögen die Protestanten zwar keine
Kirche im eigentlichen Sinn sein, aber Gott sieht das anders. Und auf das kommt es schließlich an. Abgesehen
davon kann ich den Papst als Menschen anerkennen, aber nicht als Stellvertreter Christi auf Erden, ein
Mensch bleibt Mensch und auch ein Papst steht unter dem Gericht Gottes. Das ist kein Stellvertreter sondern
nur ein Zerrbild. Was mir hier noch auffällt ist eine auffällige Angst vor der sogenannten protestantischen
Unterwanderung, woher kommt eigentlich diese Angst vor den Evangelischen???
Vergleich hinkt Es gibt aber auch Produkte, deren Markenname mit dem Produktnamen verschmolzen ist! So
spricht niemand von „Papiertaschentüchern“, sondern von „Tempos“! In Sinne von Dominus Iesus www.vatican.va/…ominus-iesus_ge.html
könnte man daher sagen: „Nur wo >Maggi< draufsteht, ist auch Maggi drin!“
Vergleich hinkt Jeder Vertreter der Automarke Mercedes-Benz würde es für respektlos halten, wenn bei
VW die Formulierung etabliert würde, Mercedes-Benz sei kein Auto im eigentlichen Sinn. Es ist wohl eher
so als würde dir Firma Vespa (Hersteller von Motorrollern) von Rolls Royce verlangen als Luxusautobauer
bezeichnet zu werden. LG Fiore
Dminus Jesus und die Mißverständnisse… Manchmal frage ich mich schon, wieviele Menschen,die sich so
herrlich über dominus jesus aufregen, das entsprechende Papier jemals ganz und ohne Vorurteile gelesen
haben. Natürlich ist es für Protestanten ein starker Tobak, wenn sie nicht als „vollwertige“ Kirche
anerkannt werden. Die Trennung wurde aber von der evangelischen Seite vollzogen. Für sola scriptura findet
sich kein einziger Nachweis in der Bibel. Und für vieles andere evangelische auch nicht. Die katholische
Tradition ist die ursprüngliche und reine Lehre. Auch wenn es immer wieder in der Kirche menschelt !