Niemand hat während der über vierzigjährigen sozialistischen Diktatur in Polen mehr gelitten als die Kirche. Trotzdem lassen sich die Bischöfe jetzt von antikirchlichen Medien in die Defensive drängen.
Samstag, 3. Juni 2006 16:44
Konrad: Ja, nicht nur interessant, sondern aufschlussreich
auch wenn man nicht über Vergangenes lieblos richten soll. Es waren die theologisch-dogmatisch schwachen Friedenspriester („Pacem in terris“-Priester in PL und mehr noch in CZ), die besonders anfällig für Kollaboration waren. Sie hatten oft eine idealistische Sicht des Kommunismus-Marxismus, darin ähnlich den Befreiungstheologen in Südamerika. Sie wollten sicher leben und arbeiten (wer will das nicht) und nicht im Gefängnis landen. Schon in der Nazi-Zeit waren die Modernisten wie Adam anfälliger für den damaligen Zeitgeist als die strengen Thomisten. Aber vielleicht wird das der emsige Hubert Wolf aus Münster einmal alles genauer untersuchen.
Samstag, 3. Juni 2006 00:28
Gotthard: Theologen
„schwachgeworden“ können also nur die „modernistischen Priester“ geworden seini, die Rahner und Metz lesen… interessant!
Freitag, 2. Juni 2006 22:39
Konrad: Unter den in Verdacht der Spitzeltätigkeit
geratenen Priestern befindet sich auch der bekannte Wojtyla-Biograf Mieczyslaw Malinski, der jüngst die Theologie Papst Benedikts attackierte, weil sie „zu wenig von Rahner, Metz und Lehmann“ übernommen habe und dogmatistisch sei!
Freitag, 2. Juni 2006 21:49
Breze: @ Bruder Theophil
Freitag, 2. Juni 2006 20:39
Bruder Theophil: Mit Kanonen auf Spatzen
Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Dass es im Klerus schwächelnde Geistliche gegeben hat, wird nicht abzustreiten sein. In einem tiefgläubigen Land wie Polen, das insbesondere durch die Kraft des Glaubens, und mit dem Wind eines polnischen Papstes in den Segeln, die Vormachtstellung des Kommunismus gebrochen hat, ist dieser Vorgang vor allem durch den Sensationsjournalismus befeuert worden. Bei einem Anteil von 90 % praktizierender Katholiken in einem Land hat dieses Ereignis vermutlich den gleichen Stellenwert, wie der Diebstahl einer Salatgurke am Buffet einer Massenherberge am Strand von Mallorca.
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