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Ein neuer Sprachlehrer + Immer wieder die alte Frage + Mißbrauchter Priesterselbstmord + Billiges Blut? + Die wahren Absichten des Märtyrers
Ein neuer Sprachlehrer

Vatikan. In seiner gestrigen Predigt auf dem Petersplatz erklärte Benedikt XVI., daß Pfingsten ein Lehrstück gegen Egoismus und Machtdenken sei. Stolz und Selbstsucht führten immer zu Spaltungen. Sie errichteten Mauern des Hasses und der Gewalt: „Der Heilige Geist hingegen befähigt die Herzen, die Sprachen der anderen zu verstehen, weil er die Brücken einer echten Kommunikation zwischen Erde und Himmel aufbaut.“ Ohne die Gaben des Heiligen Geistes sei menschliches Handeln und Planen – auch in der Kirche – nutzlos.

Immer wieder die alte Frage

Österreich. Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, erklärte am Pfingstsonntag in der österreichischen Fernsehsendung ‘Pressestunde’, daß die Priesterehe in der Kirche keine Tradition habe. Es handle sich auch nicht um „die aktuelle Frage“ der Sendung. Sie könne nicht in Österreich entschieden werden, sondern betreffe die Weltkirche. Der Priestermangel in Österreich sei spürbar, schmerzlich, aber noch nicht dramatisch.

Mißbrauchter Priesterselbstmord

Frankreich. Der 50jährige Pfarrer von Rappoltsweiler im Elsaß erhängte sich in der Nacht auf Donnerstag in seinem Pfarrhaus. Der Priester war verdächtigt worden, von einer pornographischen Website Bilder heruntergeladen zu haben. Der stellvertretende Bürgermeister des Ortes – ein Mitglied der konservativen Partei ‘Volksbewegungsunion UMP’ – benützte den tragischen Selbstmord, um die Priesterehe zu propagieren. Es müsse auch Geistlichen erlaubt sein, „ein normales Leben, eine Familie“ zu haben. Der Priester habe in Einsamkeit und großer Not gelebt.

Billiges Blut?

Irak. Ein irakischer Anwalt, der beim Massaker von US-Todesschwadronen in der Stadt Haditha – 200 Kilometer nordwestlich von Bagdad – im letzten November mehrere Angehörige verloren hat, bezeichnete die Entschädigungszahlungen von umgerechnet knapp 2.000 Euro pro Opfer als unzureichend. Dies berichtete die Nachrichtenagentur ‘Associated Press’. Libyen habe wegen seiner Verantwortung für einen Flugzeuganschlag über dem schottischen Lockerbie im Jahr 1988 den Hinterbliebenen auf Druck der USA Entschädigungen in Millionenhöhe gezahlt: „Ist amerikanisches Blut wertvoller als irakisches Blut?“

Die wahren Absichten des Märtyrers

„Wenn die einmal den Knüppel zu schmecken bekommen, werden sie nicht wiederkommen. Der Schwule nämlich ist von der Definition her feige, meint ein Vertrauter des polnischen Erziehungsministers. Daran sieht man, sehr geehrter Herr Beck, daß der Vertraute des Erziehungsministers sich nicht auskennt: Sie kommen wieder, weil (!) Sie den Knüppel gern noch einmal schmecken würden, nicht wahr, weil Sie mutig sind und wissen, daß in Moskau und Warschau der Effekt Ihrer Auftritte, der Eindruck bei Ihrer potentiellen deutschen Wählerschaft größer ist als Ihre körperlichen Verletzungen.“

Aus einem offenen Brief der Journalistin und Homo-Buchautorin Gudrun Eussner „An Volker Beck Märtyrer“.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Jean   10:41:20 | Dienstag, 6. Juni 2006
Genau lesen schadet nicht
ddl – auch Ihnen nicht. Die Antwort können Sie gern im in meinem letzten Posting bewundern (Lesetipp: zweite Hälfte).
Grundvoraussetzung für das soziale, moralische etc. Leben eines Menschen ist trivialerweise, dass er überhaupt lebt. Das Lebensrecht ist daher jedem anderen Recht und jeder Pflicht vorgelagert.
Vergleichbare Fragen – von wegen todsicherer Zukunftsschau und Handlungskonsequenzen – an Sie sparen wir uns lieber. Ich wäre mir nicht sicher, ob Sie in jedem Fall die Milde walten ließen wie bei Ihren „SChwuppen“.
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#15   DDL   09:51:18 | Dienstag, 6. Juni 2006
Und, Jean, haben Sie Spaß?
Mit Ihren Strohmännern, meine ich?
Denn so sehr ich mein Posting auch durchfiesele, so wenig kann ich da irgendetwas von „Genen“ lesen – ich sprach von „Prophezeihung“… hey, von uns zweien sind SIE derjenige, der an sowas glaubt, also kommen Sie mir da jetzt nicht mit diesem Teufelszeug „Wissenschaft“!:O)
Wissen Sie, Jean, so langsam wird das bei Ihnen zur traurigen Gewohnheit: Sie lesen meinen Namen, stürzen sich auf irgendwas im Gedanken: „Ha, dem würge ich eine ‘rein“… und merken gar nicht, dass Sie ‘mal wieder voll daneben liegen und sich nur mit Ihrer eigenen Einbildung streiten.
Aber beantworten Sie das doch einfach ‘mal. Wie, wenn man es WÜSSTE? Egal jetzt, wie man darauf kommt. Sie sind ja sonst nicht so wählerisch, wenn’s darum geht, phantastische Behauptungen zu akzeptieren. Es ist ja nur ein Gedankenspiel. Nun also, bitte? Abtreiben oder schwul werden lassen? Was darf’s denn sein?
(Meine Wahl ist da übrigens sehr klar.)
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#14   Jean   09:39:19 | Dienstag, 6. Juni 2006
ddl alias dem alias irgendwas
Wäre ‘mal interessant zu wissen, wie gewisse Troglodyten sich verhalten würden, wenn man in die Zukunft schauen und genau prophezeihen könnte, dass ein bestimmter Embryo im späteren Leben eine 1a-Schwuppe werden würde.
Tja, da setzen Sie mal wieder irgendein unbewiesenes „Fakten“ voraus, erklären es für absolut und schäumen das leidlich witzig auf.
Man hat aber weder so etwas wie ein „Schwuppen“-Gen gefunden, noch würde eine genetische Disposition sich unabhängig von sozialen, psychologischen etc. Faktoren zwangsläufig verwirklichen.
Außerdem gewähren Sie einmal mehr einen Blick in Ihre Gedankensümpfe. Sie können sich natürlich nicht vorstellen, warum ein Kind nicht abgetrieben werden sollte, wo es doch den Vorstellungen dessen „Erzeuger“ nicht entspricht. Christliche Männer und Frauen, die gegen Abtreibung sind, denken da erheblich anders…
Luftnummer, mit Salto rückwärts. Unterhaltsam, bringt aber nicht vorwärts.
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#13   Cypripedium †   21:22:30 | Montag, 5. Juni 2006
DDL – ACHTUNG!!
Blättert man in diesem Forum auch nur für kurze Zeit, kann man leicht zu der Interpretation gelangen, dass >christliche Verunglimpfung< ein gutes Beispiel ist für den Terminus „Pleonasmus“ … aber Tautologie ließe ich auch gelten!
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#12   Golileo   20:57:38 | Montag, 5. Juni 2006
Genau das…
…hatte ich hier irgendwo schon mal angemerkt. Die Reaktionen gingen in die Richtung „Homosexualität KANN keine erblichen Ursachen haben“. So kann man es sich natürlich auch einfach machen.
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#11   DDL   20:55:25 | Montag, 5. Juni 2006
Schon spannend, diese Darbietung
Wäre ‘mal interessant zu wissen, wie gewisse Troglodyten sich verhalten würden, wenn man in die Zukunft schauen und genau prophezeihen könnte, dass ein bestimmter Embryo im späteren Leben eine 1a-Schwuppe werden würde.
Welcher Trieb würde sich beim hiesigen Plebs wohl die Vorherrschaft erkämpfen? Der zur Beschimpfung der abtreibungswilligen Mutter oder der zur Verunglimpfung des homosexuellen Sohns? Natürlich nur „christliche“ Beschimpfung und „christliche“ Verunglimpfung, klar – will sagen, wir drücken ein kleines Kreuzstempelchen in den Unflat, den wir über die ach so geliebten Nächsten auskippen…
Da möchte man glatt ein Wettbüdchen aufbauen…
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#10   Bruder Theophil   12:57:19 | Montag, 5. Juni 2006
Walk of Fame
Dann fehlt ja nur noch ein Stern auf einem Stein in Hollywood. Mit Steinen kennt sich ja Herr Beck bestens aus.
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#9   rudolfsohn   11:53:19 | Montag, 5. Juni 2006
Beobachterin und Guntram
Klasse der Bericht! :-]
Besonders lachen musste ich über die Passage:
„Wir werden vor den Homo-Pionieren salutieren und die 40 Helden ehren, die in den letzten 40 Jahren unsere Bewegung angeführt haben“, so die Co-Vorsitzende Sally Susman …
:-) :-] :-D
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#8   Guntram   11:35:07 | Montag, 5. Juni 2006
nun wenn die römisch-katholische Kirche
ihr Vatikanum III, IV und V hinter sich hat, könnte es durchaus sein, daß Volker Beck im wege der Eiligsprechung heiliggesprochen wird :-D
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#7   Beobachterin   11:28:55 | Montag, 5. Juni 2006
Volker Beck ist ein Held!
Herrn Volker Beck wurde schon jetzt eine Ehre zuteil, die manch andere erst nach ihrem Tode erfahren dürfen: Er ist ein Held!
hier heldenhaft zu sehen:
www.queer.de/…rnational_detail.php?article_id=272…
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#6   rudolfsohn   11:10:48 | Montag, 5. Juni 2006
Vielleicht sucht Volker Beck ja den Status einer Legende,
den er nicht zu seinen Lebzeiten erlangen kann, durch das typische Ende eines Märtyrers. Er weiss, dass es wie beim Menschärgerdichnicht ist: Je öfter er würfelt, desto grösser ist die Chance eine weiter Runde zu drehen, aber auch … rausgeschmissen zu werden.
Für Warschau sehe ich garnicht so schwarz für ihn, obwohl dort der tüchtige Lech Kaczynski regiert. Zwar wird Katsche seine Truppen befehligen, dass sie nicht nur mit Wattebäuschchen auf die rosa Analfaschohorden werfen, sondern den sodomistischen Okkupatoren zumindest mit den Mitteln begegnen, die sich Schäuble und Beckstein für die WM ausgedacht hatten.
Warum hat Pädobeck diesmal gute Karten, mit heiler Rosette davonzukommen? Nun, rechts und links von ihm marschieren Claudia Roth und Renate Künast mit …
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#5   Gallowglas   10:58:55 | Montag, 5. Juni 2006
@Cypripedium
Stimmt … in alter Tradition quasi …
wie war das nochmal ? „Seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen … „ o^/
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#4   Cypripedium †   10:53:45 | Montag, 5. Juni 2006
>>>Gallowglas >>„Christen“??
Diese „Christen“ hier schlagen ja auch stets – brav katholisch-vorauseilend – gleich einmal zurück, bevor noch jemand hingeschlagen hat. Das ist alter Katholen-Brauch, wenn es um die Unwerte ihrer Kuttenbrunzer geht…
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#3   Gallowglas   10:42:23 | Montag, 5. Juni 2006
Merkwürdig nur in einer Beziehung …
denn er wird sehr einseitig geführt, die Gewalt kommt immer von der gleichen Seite … von den Christen …
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#2   Bonjour   10:40:50 | Montag, 5. Juni 2006
Martys
Tatsächlich ist Volker Beck ein „Zeuge“.
Und die Schwulen und Lesben der ehemaligen Ostblockstaaten sind ihm dankbar. Er ruht sich nämlich nicht auf dem aus, das seine Vorläufer für ihn und die nachfolgenden Generationen erkämpft haben – und dafür Ausgrenzung, Benachteiligung, Psychiatrisierung und Spott ausgesetzt waren.
Sein Einsatz für die freie Entfaltung der Menschenrechte in den durch Kommunismus, Kollektivierung und quasi Nationalkrichentum offenbar auch humanistisch noch etwas in Zeitverzögerung harrenden Staaten Osteuropas tut nicht nur den Homosexuellen dort, sondern ihrer ganzen Gesellschaft gut.
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#1   Beobachterin   09:59:50 | Montag, 5. Juni 2006
Martyrer Volker Beck
Der CSD in Warschau ist dieses Jahr ja nun genehmigt. Polen wartet auf den Einmarsch der deutschen Homosexuellen.
Merkwürdige Kriege sind das.
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