USA
Fasten gegen die USA
Zehn koreanische Priester haben eine Fastennovene gegen die Ausweitung einer US-Militärbasis bei Seoul beendet. Doch der Kampf soll weitergehen – bis zum letzten.
(kreuz.net, Seoul) Der Militärstützpunkt Camp Humphreys in der Nähe von Seoul wird vergrößert, um Angehörige der 8. US-Armee sowie Teile gemischter koreanisch/ amerikanischer Streitkräfte unterzubringen.

Bisher waren diese Truppen in der Hauptstadt Seoul stationiert.

Mit der Erweiterung der Militärbase werden in die Stadt Pyeongtaek – 65 Kilometer südlich von Seoul – 1124 Hektar Land enteignet.

Das ist ein Gebiet von über elf Quadratkilometern.

160 Haushalte weigern sich, ihr Land freiwillig herzugeben. Darum nahm die koreanische Regierung Zuflucht zu Zwangsenteignungen.

Bis Ende Juni soll außerdem das Bauerndorf Daechu-ri aufgelöst werden. Die Regierung will widerständische Dorfbewohner mit Gewalt umsiedeln.

Bereits am 4. Mai marschierte die Regierung mit 11.500 Kampfpolizisten und 300 Militärs ein, um eine Grundschule zu stürmen, welche der Wiederstandsbewegung als Hauptquartier gedient hatte.

Das berichtete der internationale katholische Nachrichtendienst ‘UCAnews’, der von Hong Kong aus arbeitet.

Ungefähr 1000 Studenten, Gewerkschaftler und Dorfbewohner leisteten mit Steinen und Bambusstöcken Widerstand. Das Schulgebäude wurde niedergerissen.

Inzwischen haben Soldaten einen 29 Kilometer langen bewachten Stacheldrahtzaun errichtet, um die Dorfbewohner von der Bewirtschaftung ihrer enteigneten Felder fernzuhalten.

Die zehn Priester aus sechs koreanischen Diözesen sind Mitglieder der ‘Catholic Priests’ Association for Justice’. Sie starteten ihre Fastennovene am 17. Mai. Zu diesem Anlaß rasierten sie im Offenen Bürgerpark in der Innenstadt von Seoul ihre Köpfe.

Der Park befindet sich in der Nähe von Regierungsgebäuden und der US-Botschaft.

Die Fastennovene wurde neuen Tage später mit einer Heilige Messe beendet.

In einer Stellungnahme erklärten die Priester, daß sie die Novene als Bußakt begonnen hätten, „weil wir sahen, daß die Regierung die Leute betrügt und die sozial Schwachen ignoriert.“

Die protestierenden Kleriker haben angekündigt, weiter bei den Dorfbewohnern zu bleiben. Ihr Widerstand werde noch „eine lange Zeit“ andauern, und man werde „bis zum letzten“ gehen.

Ein Ziel der Aktion ist auch, die Südkoreaner über die Präsenz der US-Armee in ihrem Land zum Nachdenken zu bringen.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Belisar   16:00:45 | Montag, 5. Juni 2006
Sozialismus, Kommunismus, Kapitlismus
und wie diese Ideologien alle heißen, die sind zwar theoretisch verschiedenen Systeme, sind jedoch alle menschenverachtend, besonders aber der Kommunimus, was man ja an vielen System gesehen hat und immer noch sieht.
Ich weiss aber nicht, ob man einfach dieses hier beschriebene Vorgehen zu irgendeinen System einfach so zuschieben kann, so wie es der andere Kommentator getan hat.
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#1   Elendester Sünder   14:14:14 | Montag, 5. Juni 2006
US-Imperialismus
In diesem Punkt hat der orthodoxe Sozialismus recht: Der US-Imperialismus greift nach der Weltherrschaft.
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