Jugendkirche
Zwei Messen über Videoschaltung
Die vielen Rubriken mußten genau beachtet werden. Doch Band, Laienassistent und Zelebranten reagierten hervorragend auf die A3-Zettel, die ihnen vom verantwortlichen Techniker hingehalten wurden: „Stopp“, „Länger“, „Kurz“, „Refrain“, „Wiederholen“, „Langsam“, „Schnell“, „Weiter“, „Los“.
(kreuz.net, Wien) Am 21. Mai fand in zwei Kirchen der Erzdiözese Wien eine Rockmesse statt.

Die beiden Gotteshäuser – die Mödlinger Pfarrkirche St. Othmar und die Pfarrkirche von Kirchberg am Wagram – liegen ungefähr hundert Kilometer auseinander und wurden miteinander durch eine Videoschaltung verbunden.

In Mödling ließ man für die Showmesse die Maiandacht entfallen. Die Diskomessen standen unter dem Motto „geMEINsam glauben“.

Jugendmesse mit ausgeklügelter Rubrizistik
Am 21. Mai fand in zwei Kirchen der Erzdiözese Wien eine Rockmesse statt.Die beiden Gotteshäuser - die Mödlinger Pfarrkirche St. Othmar und die Pfarrkirche von Kirchberg am Wagram - liegen ungefähr hundert Kilometer auseinander und wurden miteinander durch eine Videoschaltung verbunden.Am Tag nach der Messe erinnert sich der zuständige Techniker auf dem Werbe-Wegblog der Diskomessen an den "ganzen Wahnsinn".

Die Synchronisation von zwei Gottesdiensten über hundert Kilometer Entfernung sei ein Zitterpartie sondergleichen gewesen.

Am Tag nach der Messe erinnert sich der zuständige Techniker auf dem Werbe-Wegblog der Diskomessen an den „ganzen Wahnsinn“.

Die Synchronisation von zwei Gottesdiensten über hundert Kilometer Entfernung sei ein Zitterpartie sondergleichen gewesen.

Aber sowohl Band als auch Laienassistent und Zelebranten hätten hervorragend auf die A3-Zettel reagiert, die der Techniker ihnen wiederholt vor die Nase hielt: „STOPP“, „LÄNGER“, „KURZ“, „REFRAIN“, „WIEDERHOLEN“, „LANGSAM“, „SCHNELL“, „WEITER“, „LOS“.

„Jetzt können wir ja auch verraten, daß noch bei der Generalprobe kein einziger Liveeinstieg funktioniert hat – das heißt bis zum Glaubensbekenntnis haben wir nicht gewußt, ob die Sache funktionieren würde.“

Im Zentrum der Messe – so die begeisterte Berichterstattung auf der Webseite der Erzdiözese Wien – stand die Geschichte zweier Jugendliche, die wegen schulischem Mißerfolg, Druck der Eltern und fehlender Perspektive von zu Hause ausreißen wollten.

In diesem Kontext benützten die Veranstalter der Diskomesse das Evangelium von den Emmausjüngern.

Diese hätten ebenfalls nicht mehr weitergewußt, dann aber den auferstandenen Christus getroffen. Er habe zugehört und ihnen einen Ausweg aus ihrer Situation gezeigt.

In jeder der beiden Gotteshäuser spielte eine Rockgruppe. Sehr aufwendige Lichtshows hüllten die barocken Deckenfresken mit gotischem Kreuzrippengewölbe in bunte Farben.

Während der Messe konsekrierte der Priester in Kirchberg am Wagram Hostien, während in Mödling stark stark bröselnde Brotstücke verwendet wurden.

Der Koordinator der Rockmessen zeigte sich laut der Nachrichtenagentur der österreichischen Bischofskonferenz ‘kathpress’ zufrieden:

„Jedes Monat haben wir mit cooler Musik, einer verständlichen Sprache, kreativen Elementen und einer klaren, positiven Message jeweils mehr als 1.000 Jugendliche in einer Kirche versammelt.“

Die knallvollen Kirchen zeigten, daß das Konzept aufgehe.
      
21 Lesermeinungen
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#22   Hódmezövásárhelykutasipuszta   16:57:33 | Montag, 12. Juni 2006
Jugendmessen
sind ein Phänomen der rechtsrechten Rattenfängerei, wo mit der Liturgie Schindluder getrieben wird, um die Leute von vernünftigem Glauben abzubringen und sie für solche rechtskonservative Bewegungen zu gewinnen wie diese hier. deshalb verstehe ich die aufregung von kreuz.net nicht.
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#21   gretipleti   09:44:46 | Samstag, 10. Juni 2006
Die falschen Propheten…
erkennt man daran, dasss ihnen alle nachlaufen wie dem Rattenfänger von Hameln! Das kann einem nur einfallen, wenn man solche Sätze liest:
jeweils mehr als 1.000 Jugendliche in einer Kirche versammelt.“
Die knallvollen Kirchen zeigten, daß das Konzept aufgehe.
Diese Art von „Kirche“ ist ein Sonderweg, der die Gefühle der Gläubigen verletzt und sich arrogant eine Privatkirche erschafft. Wenn Jugendliche so etwas beigebracht bekommen, ist es ihnen nicht anzulasten, wenn sie kein Gespür mehr bekommen für die Realität im Leben, für die wirkliche spirituelle Erfahrung einer schlichten Eucharistiefeier. Natürlich kann man auch einmal neuere Lieder singen, aber hier wird ein Aufwand betrieben, der seinesgleichen sucht. Wenn man heute Jugendliche nur mit solchem Getue in die Kirchen lockt darf schon die Frage gestellt werden, ob die Kraft der Eucharistie zu wenig ist, weil mit äußeren Showeinlagen die Äußerlichkeit gefördert werden muß! Das Zentrum gerät aus dem Blick und was heraus kommt ist bloßer Unfug. Noch eine Frage sei gestattet:
Wer bezahlt denn eigentlich diese ganzen Selbstdarstellungsquacksalver mit ihrem Party-Equipment?
Doch wieder die braven Kirchgänger und Steuerzahler, denen bald der Geduldsfaden reißt. Es wird Zeit, dass die Piusbruderschaft wieder in den Schoß der Kirche zurückkehrt. Dann werden wir ja sehen, welche Kirche Bestand hat!
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#20   aphrodite †   11:51:02 | Freitag, 9. Juni 2006
@Gotthard
anorexia cerebralis
Hast Du ein Phantom gesehen und ihm geantwortet?
Scheint so, ja. Naja, mein Meta-biblisches Alter … ;-)
Im Ernst: Ich denke, der Beitrag ist zensuriert worden. In der Mitgliederliste steht a.c. auch mit einem Kreuz hinter dem Namen – heißt das, dass er gestorben ist? Hoffentlich nicht, sonst würde er sich sicher als Märtyrer versuchen!
Kurzum, ich glaube man hat ihm das angetan: :-#
Ist ja auch einerseits verständlich (andererseits wenn ich denke, was sich so manche etabliertere User leisten dürfen, naja). Aber gut, einer weniger, der alle, die mitdenken als linkslinke irgendwas bezeichnet (werd das jetzt nicht wiedergeben, sonst werd ich auch noch :-# und das würd mir gar nicht gut stehen …
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#19   athanasius1957   10:39:26 | Freitag, 9. Juni 2006
2 Punkte zum Artikel
1. Interessant ist nur, daß sich alle im Rampenlicht und in der Kamera Stehenden an die vielen Rubriken der Regisseure gehalten haben. Genau jenen Rubrizismus hielten bzw. halten aber viele der V2-Gemeinden den Tradis vor.
Dass die Rubriken des geltenden MR 1969 kaum bis gar nicht befolgt werden, ist hinlänglich bekannt. Ob sich aber die Ersteren mit der gleichen Akribie an die vielen Rubriken des Missale Romanum 1962 bzw. das Ante-V2-Caeremoniale halten würden, mag bezweifelt werden.
2.Aber wovon ich absolut gar nichts halte ist dieses ewige Loshacken auf Priester, die ihre Messen bewusst feiern und als Brot Brot nehmen und keinen Pappendeckel!
Jesus hat auch Brot genommen und der Auftrag war, dass uns das Brot Leib Christi sei und nicht der Pappendeckel und auch nicht die Brösel des Brotes!
Soweit ich mich erinnere, mußte und muß für das jüdische Paschamahl ungesäuertes Brot genommen werden. Somit ist dieser mediale „Rülpser“ hinfällig.
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#18   wiener   08:45:19 | Freitag, 9. Juni 2006
noch immer …
zwar wurden die wahrheitswidrigen behauptungen im artikel inzwischen korrigiert, aber das vier jahre alte bild von gregor jansen, das in keinerlei zusammenhang mit den jugendgottesdiensten in kirchberg und mödling steht, steht noch immer online. man fragt sich, warum.
unnötig zu erwähnen, dass die behauptung, g. jansen sei der „verantwortliche“ dieser jugendgottesdienste, nicht stimmt.
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#17   Benedikt   00:13:06 | Freitag, 9. Juni 2006
@ Ungar (?)
Jesus hat auch Brot genommen und der Auftrag war, dass uns das Brot Leib Christi sei und nicht der Pappendeckel und auch nicht die Brösel des Brotes!
So. Ab welcher Bröselgröße hört denn die eucharistische Präsenz des Herrn auf und aus welchem Grund?
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#16   Gotthard   23:46:54 | Donnerstag, 8. Juni 2006
hi aphrodite
anorexia cerebralis
Hast Du ein Phantom gesehen und ihm geantwortet?
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#15   Frasim   23:35:23 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@clemens & Pünktchen
Man kann sich solche Schals auch häkeln bzw. selbstbatiken. Die passen dann auch besser zu so selbstgebastelten „Gottesdiensten“…
:-D , wenns nicht zum :'( wäre!
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#14   aphrodite †   22:18:29 | Donnerstag, 8. Juni 2006
anorexia cerebralis – hihi
da ist ja wieder ein ganz gescheiter leser in die fundigemeinde gekommen.
Mein Tipp: Lesen Sie alle Postings fünf mal, bevor Sie antworten!
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#12   Hódmezövásárhelykutasipuszta   21:49:13 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Jugendgottesdienst müssen so sein, oder?
Jugendgottesdienste sind eine diffizile Sache.
Trotzdem zuerst einmal zu den Postings:
@Aragorn:
Klimaforscher haben festgestellt, dass sich die Erderwärmung seit den 60er Jahren massiv beschleunigt hat. Geben Sie dafür auch dem Konzil die Schuld? Oder sind es in diesem Fall die Schwulen? Im Ernst: Welche Logik steht bitte dahinter, dem Konzil alle Schuld in die Schuhe zu schieben für Ereignisse, die nicht wegen sondern trotz des Konzils eintreten? Und letztlich treten diese Ereignisse trotz des Konzils ein, weil die Kräfte der hochmittelalterlich-neuzeitlichen Macht-Kirche, die ihren Hocus Pocus betreibt, das Konzil nachhaltig sabottieren (Präsens!). Die Leute laufen der Kirche nicht scharenweise davon, weil sie nachkonziliar ist, sondern deswegen, weil sie nach dem Konzil immer noch vorkonziliar ist!
zum Artikel:
Ich halte von Jugendmessen dieser Art nichts, wie ich überhaupt Event-Gottesdienste ablehne (heißt nicht, dass es die nicht geben darf, aber zB so eine Papstmesse wie in Krakau ist doch kein Gottesdienst mehr, in dem Sinne das eine Gemeinde feiert.
Aber wovon ich absolut gar nichts halte ist dieses ewige Loshacken auf Priester, die ihre Messen bewusst feiern und als Brot Brot nehmen und keinen Pappendeckel!
Jesus hat auch Brot genommen und der Auftrag war, dass uns das Brot Leib Christi sei und nicht der Pappendeckel und auch nicht die Brösel des Brotes!
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#11   Gotthard   21:32:10 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Erkenntnis
Letzteres wohl nicht, da sich meines Wissens Gott fast ausschließlich in der Stille offenbart!
deswegen gibt es kaum noch die Krönungsmesse von Mozart mit Chor und Orchester. Hat sich diese Erkenntnis endlich durchgesetzt?
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#10   Aragorn   21:12:48 | Donnerstag, 8. Juni 2006
tanz auf dem vulkan
man hat das gefühl, dass kurz vor dem Untergang noch einmal voll aufgedreht werden soll in der Kirche. Manchmal denkt man: hoffentlich bricht dieses ganze nachkonziliare Gedäude möglichst rasch zusammen. Dann haben wir die Chance, uns auf die reiche katholische tradition zu besinnen und wieder neu anzufangen.
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#9   Geist   20:45:22 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@Clemens II
da sich meines Wissens Gott fast ausschließlich in der Stille offenbart!
Da hast du aber ein schlechtes Wissen ;)
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#8   ExBochumer †   20:15:16 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@ Clemens II
Gottesdienst? – Ich frage nochmal: Gottesdienst????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????
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#7   Clemens II   19:10:56 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Warum?
Weswegen kommen diese Leute in diesen Gottesdienst?
Wenn suchen Sie dort?
– Ein Zusammengehörigkeitsgefühl?
– Sich selbst?
– Gott?
Letzteres wohl nicht, da sich meines Wissens Gott fast ausschließlich in der Stille offenbart!
Quo vadis ecclesia?, daß Du dies mit Dir machen lässt!
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#6   Pünktchen   18:50:12 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Asbeelchen, da sind Sie ja wieder! Und
immer noch so gescheite und stilsichere Bemerkungen, die da von Ihnen kommen!
Darf ich Sie daran erinnern, daß Sie mich unter diesem www.kreuz.net/…ge.htmlArtikel-Forum um die Beantwortung einiger Fragen gebeten hatten. Dieser Bitte bin ich nachgekommen, nun warte ich allerdings schon recht lange auf Ihre Antwort auf meine Frage!
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#5   Asbeel   18:34:15 | Donnerstag, 8. Juni 2006
…wiener…
Was wollen sie denn?
Diese Seite zeichnet sich ja schließlich nicht durch seriösen und glaubhaften Journalismus aus,
sondern durch Halbwissen und „Negativ Campaigning“.
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#4   clemens   18:19:42 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@Pünktchen
im Dritte-Welt-Laden, glaube ich.
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#3   wiener   18:19:00 | Donnerstag, 8. Juni 2006
zur klarstellung
1. gregor jansen ist nicht der jugendseelsorger der erzdiözese wien (sondern des vikariates wien-stadt).
2. er hat weder in kirchberg noch in mödling zelebriert oder konzelebriert.
3. die beiden bilder, die zur illustration des artikels herangezogen werden, stehen mit den gottesdiensten in keinerlei beziehung.
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#2   Pünktchen   16:08:43 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Hw. Gregor Jansen, bitte sagen Sie uns, wo
gibt es einen dieser schönen Schals zu kaufen, den Sie auf dem Picknick-Foto tragen?
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#1   Gotthard   16:08:02 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Brotsorten
Während der Messe konsekrierte der Priester in Kirchberg am Wagram Hostien, während der Jugendseelsorger der Erzdiözese Wien, Hw. Gregor Jansen, in Mödling stark bröselnde Brotstücke verwendete.
was sind Hostien anderes als Brotstücke?
Gibt es in diesem Fall einen Unterschied zwischen „konsekrieren“ und „verwenden“?
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